<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>GARNELENHAUS</name> </author> <title>Wiki / Atom Feed</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/?sRss=1</id> <updated>2026-05-15T11:50:00+02:00</updated> <entry> <title type="text">Stumpfe Sumpfdeckelschnecke, Flussdeckelschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/stumpfe-sumpfdeckelschnecke-flussdeckelschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/stumpfe-sumpfdeckelschnecke-flussdeckelschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Viviparus viviparus, die Flussdeckelschnecke oder Stumpfe Sumpfdeckelschnecke, ist eine bei uns heimische im Süßwasser lebende Wasserschnecke. Ideal für Kaltwasseraquarien und den Gartenteich.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
  Viviparus viviparus , die Flussdeckelschnecke oder Stumpfe Sumpfdeckelschnecke, ist eine bei uns heimische im Süßwasser lebende Wasserschnecke aus der Familie der Sumpfdeckelschnecken oder Viviparidae. Sie kommt in Europa in Seen und in langsam fließenden Gewässern vor und liebt sauberes Wasser. 
 Die Flussdeckelschnecke hat mit 48 Monaten eine recht hohe Lebenserwartung. Im warmen Aquarium gehaltene Exemplare werden meist jedoch nicht alt, wenn sie keine Kältepause über den Winter bekommen. Ideal ist die Flussdeckelschnecke dagegen für ein Kaltwasseraquarium, den Gartenteich oder auch für einen nicht ganz winzigen Miniteich geeignet, der kühl überwintert wird. 
 Das hellbraune, graugelbe bis braungrüne kegelförmige Gehäuse ist glatt und zeigt drei rotbraune Bänder. Es wird etwa 35 bis 40 mm hoch und durchschnittlich 25 mm breit. Die Windungen sind weniger stark gewölbt als bei Viviparus contectus und haben 5 bis 6 Umgänge. Zwischen den einzelnen Umgängen läuft eine deutlich ausgeprägte Naht. Die Spitze ist eher stumpf, der Nabel sehr eng und bei manchen Exemplaren fast geschlossen. 
 Wie alle Vivipariden (Sumpfdeckelschnecken) besitzt  Viviparus viviparus  an der Fußoberseite einen festsitzenden Deckel, der das Schneckenhaus verschließen kann. Dieses Operculum schützt die Schnecke bei Trockenheit, Kälte, Nahrungsmangel und natürlich vor Fressfeinden. Der hornige Deckel wächst in konzentrischen Kreisen oval und hat eine leicht angedeutete Spitze. 
 Der gedrungene dunkle Körper der Flussdeckelschnecke ist mit unzähligen feinen gelblichen Punkten übersät. Der Fuß der Stumpfen Sumpfdeckelschnecke ist gedrungen und nur etwas länger als die Basis des Hauses. 
 Die Fühler streckt Viviparus viviparus nach vorne oder seitlich weg. Wie bei allen Sumpfdeckelschnecken ist beim Männchen der rechte Fühler zum Begattungsorgan umgewandelt. Er ist deutlich dicker als der linke und gebogen. 
 Die Flussdeckelschnecke wird in die Gattung Viviparus (“Lebendgebärende”) eingeordnet. Die Weibchen bringen ungefähr alle 14 Tage jeweils ein fertig entwickeltes, lebendes Jungtier zur Welt. Selten wird von einer Mehrlingsgeburt berichtet. 
 Die Flussdeckelschnecke atmet über Kiemen und zählt zu den Filtrierern. Ihre Kieferplatten sind nur schwach ausgeprägt, sie verfügt über eine eher kleine Mundöffnung. Dies macht das Abbeißen von Nahrungsteilen ausgeschlossen, sie nascht somit nicht an unseren Aquarienpflanzen. Mit ihrer Radula (Zunge) raspelt sie Biofilme von Holz und anderen Oberflächen ab. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5-22 GH 
 
 
 Karbonathärte 
 3-15dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6,5-8,5 
 
 
 Temperatur 
 4-23 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 eher Fortgeschrittene 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab mindestens 50 Liter für eine Gruppe von 5-6 Tieren 
 
 
 Verhalten 
 sehr friedlich, eher behäbig und nicht dominant, achtsam sein, wenn mehrere Schneckenarten zusammen im Becken sind, dass sie ausreichend Futter bekommt, empfindlich auf Wasserbelastungen 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 etwas anspruchsvoller 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 unproblematisch, bei genügend Futter und passender Temperatur 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Aufwuchs aller Art, Algenbeläge, Algenblätter, Aas, Schneckenfutter, Fischfutter ( Tabletten, Staub, Sticks, Paste), Mineralfutter, Fischfutter, gefriergetrocknetes Futter wie z.B.Mückenlarven, braunes Herbstlaub sollte immer zur Verfügung stehen, Futterreste aller Art, Mulm, Kalkstein, Sepia, Spirulinatabs, Spirulinapulver 
 
 
 Nachwuchs 
 Biofilme und Algenbeläge, Staubfutter, Tabletten, Sticks (Schneckenfutter, z.B. fein zermahlen 
 
 
 
 
 Stumpfe Sumpfdeckelschnecken sind behäbig, aber trotzdem mehr oder weniger den ganzen Tag unterwegs. Sie ernähren sich von den feineren Aufwuchsschichten auf Gegenständen und der obersten Lage von Sediment. Auch auf Steinen, Holz und Pflanzen sind sie gern unterwegs. Aas und abgestorbene Pflanzenreste sind auf ihrer Speisekarte ebenso verzeichnet. 
  Viviparus viviparus  sind gute Resteverwerter. Der Biofilm, der sich im Aquarium oder Teich bildet, ist für sie von großem Interesse. 
 Als Weidegänger grasen sie viel Aufwuchs und Reste ab, können sich aber auch filtrierend ernähren. Dazu bilden sie ein Schleimnetz in der sogenannten Mantelhöhle im Inneren des Hauses, in dem sich Plankton und andere kleine Nahrungspartikel verfangen, das sie dann ausscheiden. Anschließend frisst die Schnecke ihren eigenen Schleim wieder auf und mit dem Schleim die darauf sitzenden Partikel. 
 Wenn man sie beim Filtrieren beobachtet, sieht man sehr schön, wie es an der seitlichen Rinne der Mantelhöhle arbeitet. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 bis 4 cm hoch und 2,5 cm breit 
 
 
 Alter 
 bis 4 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 nicht sehr konkurrenzstark, Artenbecken ist ratsam, eventuell mit wenigen nicht zu dominanten, kleineren Schnecken, ein paar Zwerggarnelen, friedlichen Fischen - Kaltwasserart! 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 In einer kleinen Gruppe, mindestens 5-6 Tiere, auch wegen der Geschlechterverteilung 
 
 
 
 Die Flussdeckelschnecke ist eine eher behäbige und friedliche Vertreterin der Sumpfdeckelschnecken. Mit kleineren Schnecken, friedlichen Zwerggarnelen und Fischen ist im Kaltwasseraquarium, im Gartenteich oder Miniteich ab 50 Liter Volumen ein gutes Zusammenleben möglich. 
 Von einer Haltung mit allen räuberischen Arten wie Raubschnecke, Zwergkrebsen und Flusskrebsen, Krabben und Großarmgarnelen sollte man Abstand nehmen. 
  Viviparus viviparus  ist eine wunderschöne Schnecke, die ein Kaltwasser Aquarium sehr bereichern kann. Die Flussdeckelschnecke mag es, sich hin und wieder im Kies (möglichst fein) oder Sand vergraben zu können. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Schnecken - Viviparidae (Sumpfdeckelschnecke)td&amp;gt; 
 
 
 Gattung 
  Viviparus  
 
 
 Trivialname 
 Flussdeckelschnecke, Stumpfe Sumpfdeckelschnecke 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Viviparus viviparus  (Linnaeus, 1758) 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Westeuropa, Mitteleuropa und Osteuropa 
 
 
 
 
 
 Stumpfe Sumpfdeckelschnecken bevorzugen klares Wasser und kommen in wenig strömenden Fließgewässern und in Seen vor. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Wasserparameter und Futterangebot müssen passen 
 
 
 Fortpflanzung 
 getrenntgeschlechtlich, das Männchen befruchtet das Weibchen bei der Paarung, das Weibchen trägt die Jungtiere aus 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 Im Brutbeutel der Mutter reifen die Jungschnecken nacheinander heran. Normalerweise wird während der warmen Jahreszeit alle zwei Wochen ein Jungtier entlassen, sehr selten können auch zwei gleichzeitig entlassen werden 
 
 
 
 
 Die Flussdeckelschnecke ist getrenntgeschlechtlich. Das äußere männliche Geschlechtsmerkmal ist im Bild unten deutlich zu erkennen: Der verdickte rechte Fühler des Männchens dient als Begattungsorgan, dieses überträgt die Spermien über die weibliche Geschlechtsöffnung in das Weibchen. 
   
 Beim Weibchen sind dagegen beide Fühler gleich dünn. 
   
 Die Jungtiere wachsen im Uterus des Weibchens heran und ernähren sich von einer eiweißhaltigen, nährstoffhaltigen Flüssigkeit im Ei. Im Brutbeutel des Weibchens befinden sich unterschiedliche Entwicklungsstadien nebeneinander. Wenn die Entwicklung zur Jungschnecke abgeschlossen ist, wird ein lebendes Jungtier entlassen. Die Jungtiere sind bei der Geburt etwa 4-5mm groß und voll entwickelt. Hin und wieder kann es durch Stress bedingt zu sogenannten Sturzgeburten oder auch Fehlgeburten kommen. Dann ist das Junge noch in der Eihülle, die sich abbaut und es kann hinaus. Bei Fehlgeburten wird eine leere Hülle abgelegt. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2024-10-27T00:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Rotblauer Kolumbianer</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/rotblauer-kolumbianer</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/rotblauer-kolumbianer"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Rotblaue Kolumbianer sind eine tolle Bereicherung im Südamerikabecken, die noch dazu wunderschön schimmern.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Rotblaue Kolumbianer sind eine tolle Bereicherung im Südamerikabecken, die noch dazu wunderschön schimmern. 
 Die Schwarmfische stammen aus Kolumbien in Südamerika und tragen ihren Namen zu Recht. Die hübschen Salmler weisen einen bläulich schimmernden Körper mit roten Flossen auf und verfügen über einen Hochrücken, der im Alter immer mehr zunimmt. 
 Rotblaue Kolumbianer sind gesellige und schwarmfreudige Aquarienfische, die du noch dazu auch gut mit andere Bärblingen, Zwergbuntbarschen und sogar Zwergkrebsen vergesellschaften kannst, da sie sich eher an der Wasseroberfläche aufhalten. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5-9 dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 10-20 °dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6,5-7,5 
 
 
 Temperatur 
 24-27 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 200 l 
 
 
 Verhalten 
 friedlicher Schwarmfisch, kann Garnelen fressen 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 mittel 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 mittel 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Omnivor, benötigt Lebend- und Frostfutter 
 
 
 Nachwuchs 
 Kleines Lebendfutter oder Staubfutter 
 
 
 
 
 Jungfische können mit kleinem Lebendfutter aufgezogen werden. 
 In ihrem natürlichen Habitat ernähren sich die omnivoren Salmler von Anfluginsekten, sowie von wasserlebenden Kleinstlebewesen und Würmern, weswegen du ältere Rotblaue Kolumbianer neben Trocken- und Flockenfutter auch mit Lebendfutter und Frostfutter ernähren kannst. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 7 cm 
 
 
 Alter 
 2-5 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 mit anderen friedlichen Fischen 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 Gruppenhaltung von mind. 5 Stk. aufwärts 
 
 
 
 Das Aquarium für Rotblaue Kolumbianer sollte mindestens 200 Liter fassen und gut strukturiert sein. Eine stellenweise dichte Bepflanzung, die dennoch genügend Schwimmraum zur Verfügung stellt, ist optimal. 
 Als Schwarmfisch, der ab und zu aber auch einzeln schwimmt, solltest du ihn am besten in der Gruppe ab mindestens 5 Tieren, eher mehr, pflegen. Zudem sollten einige Stellen im Aquarium abgedunkelt sein, was du mit Schwimmpflanzen gut realisieren kannst. Auch sollte das Wasser eher weich bis mittelhart sein bei einer Wassertemperatur zwischen 27-27 °C. 
 Eine Vergesellschaftung eines Schwarms Rotblauer Kolumbianer funktioniert perfekt mit anderen friedlichen Weichwasserfischen wie Salmlern und Bärblingen, Welsen, Panzerwelsen und auch mit Zwergbuntbarschen aus Südamerika. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Echte Salmler ( Characidae ) 
 
 
 Gattung 
  Hyphessobrycon  
 
 
 Trivialname 
 Rotblauer Kolumbianer 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Hyphessobrycon columbianus  ZARSKE &amp;amp; GÉRY, 2002 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Nordwestkolumbien, Panama 
 
 
 
 
 
 Der Rotblaue Kolumbianer stammt aus dem Nordwesten von Kolumbien und Panama. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Trocken- und Flockenfutter für Allesfresser, kleines Lebend- und Frostfutter. 
 
 
 Fortpflanzung 
 Freilaicher 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 ca. 48 Stunden (u.a. temperaturabhängig) 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 ca. 100-400 Eier. 
 
 
 
 
 Rotblaue Kolumbianer laichen sowohl paarig als auch im Schwarm. Die Geschlechter kannst du anhand der Rückenflosse und des Körpervolumens ermitteln, denn die Weibchen sind wesentlich massiger, die Männchen weisen eine höhere Rückenflosse und eine konkave Afterflosse auf. Um deine Jungtierrate nach oben zu korrigieren kannst du auch ein Aufzuchtaquarium mit Laichgitter verwenden, da die Salmler zum Eierfressen neigen. Sie legen ihre Eier nach Paarung ins freie ab, dabei können sie je nach Alter und Größe des Weibchens 100 bis 400 Eier legen. Rund drei Tage nach dem Ablaichen schlüpfen die Larven und schwimmen nach weiteren 2 Tagen frei, sind aber noch recht blass und unscheinbar. Mit zunehmende Alter bilden sie ihre namensgebenden rötlichen Flossen aus, die bläuliche Körperfarbe taucht ab ca. 2 cm Körperlänge auf. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2024-10-21T07:45:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Pfauenaugenbuntbarsch, Roter Oscar</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/pfauenaugenbuntbarsch-roter-oscar</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/pfauenaugenbuntbarsch-roter-oscar"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Rote Oscars sind eine Klasse f&amp;uuml;r sich, die man gar nicht so oft in privaten Aquarien zu Gesicht bekommt.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Rote Oscars sind eine Klasse für sich, die man gar nicht so oft in privaten Aquarien zu Gesicht bekommt. Der Rote Oscar ist eine Zuchtform des wildfarbenen Pfauenaugenbuntbarsches aus dem Amazonasbecken, der in Peru und Brasilien seine Vorkommen hat. Mit einer Größe von bis zu 30 cm ist der schöne Räuber ein Fall für große Aquarien ab 500 Litern. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 15-25 °dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 10-20 °dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6,5-7,5 
 
 
 Temperatur 
 22-30 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 750 l 
 
 
 Verhalten 
 aggressiv und räuberisch 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 mittel 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 mittel 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 omnivor, Pflanzenfresser, Raubfisch 
 
 
 Nachwuchs 
 Sehr kleines Lebendfutter oder Staubfutter 
 
 
 
 
 Jungfische können mit kleinem Lebendfutter aufgezogen werden. Größere und adulte Rote Oscars bekommen Frostfutter und Lebendfutter entsprechender Größe wie Regenwürmern und großen Insektenlarven, Krill und anderen größeren Krebstieren. Auch Wasserschnecken werden gefressen. Flockenfutter und hin und wieder etwas Gemüse funktionieren ebenfalls zur Ernährung der großen Raubfische. Neben Trockenfutter und Lebendfutter funktioniert auch eine Ernährung der Roten Pfauenaugenbuntbarsche im Aquarium mit Frostfutter. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 40 cm 
 
 
 Alter 
 10-20 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Artenbecken empfehlenswert, andere große Cichliden-Arten 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 Gruppenhaltung von mind. 5 Stk. aufwärts 
 
 
 
 Oscars, wie die Pfauenaugenbuntbarsche auch genannt werden, benötigen ein entsprechend großes Aquarium, das mindestens 2 Meter lang sein sollte. Da sie äußerst räuberisch agieren darf die Einrichtung eher spartanisch aus Steinen und gegen Umfallen gesicherte Felsaufbauten bestehen. Pflanzen werden herausgezogen und gefressen. Als Bodengrund kannst du Kies oder Sand verwenden. Sie sind den Wasserwerten gegenüber recht unproblematisch, 22-30 °C sollten es allerdings sein bei eine pH-Wert zwischen 6,5-7,5. 
 Rote Oscars machen ihrem Ruf als ziemliche Rabauken durchaus Ehre, weswegen du sie am besten im Artenbecken pflegst oder aber auf eine Vergesellschaftung mit anderen größeren Cichliden aus Südamerika setzt. 
 Alle Wirbellosen landen auf ihrer Speisekarte, andere, kleinere Fische ebenfalls, denn: Oscars fressen nahezu alles, was in ihr riesiges Maul passt. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Buntbarsche ( Cichlidae ) 
 
 
 Gattung 
  Astronotus  
 
 
 Trivialname 
 Pfauenaugenbuntbarsch, Roter Oscar 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Astronotus ocellatus  AGASSIZ, 1831 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Peru, Brasilien (Amazonasstromsystem) 
 
 
 
 
 
 Pfauenaugenbuntbarsche kommen im Amazonasbecken in Peru und Brasilien vor. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Großes Lebendfutter, Schnecken, Fische. 
 
 
 Fortpflanzung 
 Substratlaicher 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 ca. 48 Stunden (u.a. temperaturabhängig) 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 ca. 2000 Eier. 
 
 
 
 
 Rote Oscars sind Substratlaicher, die ihre verhältnismäßig winzigen Eier auf flachen und glatten Kieselsteinen ablegen, die sie zuvor gründlich geputzt haben. Die bis zu 2000 Eier betten sie nachher in eine gegrabene Sandgrube um. Der Schlupf findet nach 48 Stunden statt, mit Kopfdrüsen, die ein klebriges Substrat entwickeln, halten sich die Jungfische an Substrat fest, nach 5 Tagen schwimmen die Jungen frei und entwickeln sich rasant. Ungefähr vier Wochen lang kümmern sich beide Eltern um die Jungen, die im Jugendstadium noch braun mit weißen Streifen sind. 
 Die Zucht von Oscars funktioniert im Aufzuchtaquarium ab 500 Litern am besten. Bei der Auswahl solltest du ein harmonisches Pärchen in Betracht ziehen. Mit großen Wasserwechseln und größerem Lebendfutter, dazu zählen auch Fische und Schnecken, kannst du das Zuchtpaar in Stimmung bringen. Auf dem kiesigen Substrat solltest du ihnen größere flache Kieselsteine anbieten, die sie hingebungsvoll putzen, um anschließend dort ihre bis zu 2000 Eier ablegen. Diese betten die Eltern anschließend in eine selbst gegrabene Sandgrube, in der die Jungen nach rund 48 Stunden schlüpfen. Mit sekretbildenden Kopfdrüsen halten sich die Larven am Substrat fest und entwickeln sich zügig. Nach 5 Tagen schwimmen die Kleinen frei und werden noch rund einen Monat von ihren Eltern geführt. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2024-10-21T03:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Purpurziersalmler</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/purpurziersalmler</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/purpurziersalmler"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Mit ihrem farbenfrohen Auftreten sind diese Schlanksalmler eine wahre Zierde in beinahe jedem Aquarium, die sich auch gut vergesellschaften lassen.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Mit ihrem farbenfrohen Auftreten sind diese Schlanksalmler eine wahre Zierde in jedem Aquarium, die sich auch gut vergesellschaften lassen. 
 Purpurziersalmler sind noch gar nicht so lange in der Aquaristik vertreten und wurden erst 2000 von Martin Mortenthaler entdeckt, der dementsprechend namensgebend war. Ursprünglich als Unterart des Zwergziersalmlers geführt werden die Schlanksalmler seit 2003 als eigene Art geführt. 
 Auch wenn stellenweise angeführt wird, dass sie 2000 erstmals über Aquarium Dietzenbach nach Deutschland eingeführt wurden, berichten Stimmen, dass sie bereits zuvor in die BRD gelangten. Die Nachzucht gelang noch im selben Jahr, sodass heute auf Nachzuchten zurück gegriffen werden kann. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 2-12 dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 0-3 °dKH 
 
 
 pH-Wert 
 5,5-7 
 
 
 Temperatur 
 22-28 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 100 l 
 
 
 Verhalten 
 teilweise revierbildend, friedlicher Schwarmfisch, kann Garnelen fressen 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 einfach 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 schwierig 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Omnivor, benötigt zusätzlich Lebend- und Frostfutter 
 
 
 Nachwuchs 
 Kleines Lebendfutter oder Staubfutter 
 
 
 
 
 Die allesfressenden Schlanksamler lassen sich gut mit herkömmlichem Trocken- und Flockenfutter ernähren, sollten aber hin und wieder feines Lebend- und Frostfutter wie Nauplien, Cyclops, Daphnien und ähnlichem gereicht bekommen. Die Jungen können mit Pantoffeltierchen, Infusorien und Staubfutter aufgezogen werden. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 4 cm 
 
 
 Alter 
 2-5 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 mit anderen friedlichen Fischen, mit Garnelen, Zwergkrebsen und Schnecken 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 Schwarmhaltung ab mindestens 10 Fischen 
 
 
 
 Diese hübschen Kameraden kannst du klasse mit anderen friedlichen und lebhaften Fischen, aber auch Welsen, Panzerwelsen und sogar Zwergkrebsen halten da sie sich eher im oberen und mittleren Wasserbereich aufhalten. Auch größere bis mittelgroße Garnelen wie etwa Amanogarnelen kannst du integrieren. 
   
 Es kann sein, dass sie sich am Nachwuchs von Zwerggarnelen vergreifen, weswegen du auf diese besser verzichtest. Da Nannostomus mortenthaleri den ganzen Tag auf Achse sind, solltest du Begleitfische auswählen, die diesem Verhalten standhalten können ohne in Stress zu geraten. Ruhige oder eher scheue Fische könnten anderenfalls sehr schnell unter Druck geraten und erkranken oder aber sich dauerhaft verstecken. 
 Weil Purpur Ziersalmler den ganzen Tag unterwegs sind, benötigen sie auch trotz ihrer geringen Körpermaße Platz. Daher sollte ihr Aquarium mindestens 100 Liter betragen, mehr ist natürlich immer vorteilhafter. Stellenweise bilden die Fischlein Reviere, die sie mehr oder weniger offensiv verteidigen, deswegen sind kleinere Felsaufbauten oder Pflanzenkolonien vorteilhaft. Auch mit Schwimmpflanzen kannst du ein paar Ecken abdunkeln, in denen sie sich gerne aufhalten. Als Bodengrund eignet sich ein dunkler Kies oder Sand. Da sie ursprünglich aus sehr weichem und huminstoffreichen Wasser stammen, solltest du ein Auge auf die Wasserwerte haben, diese Fische eignen sich daher auch klasse für ein Schwarzwasseraquarium. Abgesehen von einer sehr guten Wasserqualität, sollte der pH zwischen 5,5-7 liegen und die Temperatur zwischen 22-28 °C. Mit Seemandelbaumblättern und Erlenzapfen kommst du ihnen daher sehr entgegen. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Schlanksalmler ( Characiformes ) 
 
 
 Gattung 
  Ziersalmler (Nannostomus)  
 
 
 Trivialname 
 Purpurziersalmler 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Nannostomus mortenthaleri  PAEPKE &amp;amp; ARENDT, 2001 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Río Nanay, Peru: Loreto, Río Tigre 
 
 
 
 
 
 Das Habitat des Purpurziersalmlers befindet sich in der peruanischen Region Loreto, in der er in den Strömungsgebieten des Río Nanay und des Río Tigre vorkommt. Diese führen Schwarzwasser und weisen allgemein ein sehr weiches und sauberes Wasser auf. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Aufzuchtbecken mit Gitterrost, sehr weiches Wasser, pH 4,5-6,5, feinfiedrige Pflanzen, Zooplankton. 
 
 
 Fortpflanzung 
 Freilaicher 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 ca. 48 Stunden (u.a. temperaturabhängig) 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 abhängig 
 
 
 
 
 Die Zucht von Nannostomus mortenthaleri ist zwar etwas aufwändiger aber nicht unmöglich. Vor allem die Wasserqualität ist hier maßgeblich entscheidend, denn der pH-Wert sollte sehr sauer sein und zwischen 4,5-6,5 liegen. 
 In der freien Natur würde das in etwa einem Regenschauer entsprechen, der das Gewässer etwas „verdünnt“. Zeitgleich werden dabei große Mengen an Anfluginsekten ins Wasser gespült, die die Fische in Laichbereitschaft versetzen. 
 Ein 54 Liter Aquarium mit einem Bodenrost leistet dir gute Dienste, denn die Salmler räubern gerne ihre eigenen Eier. Unter oder anstatt des Bodengitters kannst du auch größere Kieselsteine aufeinanderschichten, damit die Eier in die Zwischenräume fallen und unerreichbar sind. 
 Zur Zuchtvorbereitung suchst du dir ein schönes Männchen und ein bis drei Weibchen aus, die du sehr gut mit Lebendfutter wie Mückenlarven in Stimmung bringst. Das Ablaichaquarium dient außerdem als Aufzuchtbecken, hier kannst du feinfiedrige Pflanzen einbringen, wie etwa Nixkraut oder Javamoos. 
 Nach dem Ablaichen solltest du die Elterntiere wieder umsetzen, damit ca. 1-1,5 Tage später die Kleinen schlüpfen können, die zur Aufzucht Infusorien, Pantoffel- oder Rädertierchen und später Nauplien bekommen können. Rechne die Herstellung deiner LeFu-Sorten den Schlupftermin mit ein, damit du optimal vorbereitet bist. 
 Allgemein gilt auch im Babyaquarium ein hoher Hygienestandard, du solltest es täglich säubern und etwas Wasser tauschen. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2024-10-21T02:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Teddykärpfling</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/teddykaerpfling</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/teddykaerpfling"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Klein, kleiner, Teddykärpfling! Einer der winzigsten Minifische, den die Aquaristik aufweisen kann, ist vermutlich Neoheterandria elegans. Erfahre hier alles rund um den kleinsten aller lebendgebärenden Zahnkarpfen.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Klein, kleiner, Teddykärpfling! Einer der wohl kleinsten Minifische, den die Aquaristik aufweisen kann, ist vermutlich Neoheterandria elegans. Erfahre hier alles rund um den kleinsten aller lebendgebärenden Zahnkarpfen. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 10-30 °dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 4-15°dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6-9 
 
 
 Temperatur 
 23-27 °C (optimal 25°C) 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 30 Litern 
 
 
 Verhalten 
 problemlos mit Zwerggarnelen zu vergesellschaften 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 einfach 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 einfach 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Granulat mit sehr feiner Körnung, Staubfutter, sehr kleines Lebend- und Frostfutter (Nauplien, Cyclops, Daphnien) 
 
 
 Nachwuchs 
 Jungtiere ernähren sich u. a. Von Kleinstkrebsen, die sie im Aquarium finden und können mit TetraMin Baby und Nauplien gefüttert werden. 
 
 
 
 
 Der Teddykärpfling ist nicht sehr wählerisch und frisst für gewöhnlich alle ihm angebotenen Futtersorten, worauf darauf geachtet werden sollte, dass er nur ein sehr kleines Maul besitzt. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 2-2,5cm, wobei die Weibchen etwas fülliger werden. 
 
 
 Alter 
 2-3 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Eine Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen, Schnecken und Krebsen ist ohne Probleme möglich, auch toleriert er andere ähnlich kleine Fische in der Nachbarschaft. 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 8-10 Tiere aufwärts 
 
 
 
 Der Teddykärpfling kann bereits in Nanoaquarien ab 30 Litern in einer Gruppe mit 10 Tieren gehalten werden. An die Wasserparameter stellt er keine besonderen Ansprüche und kommt sowohl in mittelhartem bis hartem Wasser zurecht. 
 Wie einige andere Fische auch mag der Teddykärpfling keine direkte und grelle Beleuchtung, sodass das Aquarium über stark verkrautete Ecken und eine teilweise durch Schwimmpflanzen abgedunkelte Oberfläche verfügen sollte. Diese dienen nicht nur den Weibchen als Rückzugsort, auch finden Jungtiere hier genügend Kleinstlebewesen als Erstlingsfutter. 
 Da er ursprünglich aus eher langsam fließenden und stehenden Gewässern mit nur wenigen Zentimetern Wasserstand kommt, genügt ihm eine geringe bis mittlere Strömung, wie sie etwas Schwammfilter produzieren, aus. Da er allerdings ein sehr gute Springer ist, sollte das Aquarium mit einer Scheibe abgedeckt werden. Eine dichte Unterwasservegetation mit begrüntem Hardscape, sowie ein Dschungel aus feinfiedrigen Stängelpflanzen tragen erheblich zum Wohlbefinden bei. 
 Ein dunkler und feiner Bodengrund vermittelt dem Teddykärpfling Sicherheit, sodass er seine Farben noch besser zur Geltung bringt. Sein oliv-ockerfarbener Körper wird von mehreren unregelmäßigen Querstreifen gesäumt, auch verfügen die Männchen über ein proportional gesehen eher unüblich großes Gonopodium. Mit knapp 2,5cm Endgröße werden die Weibchen größer als die bis zu 2 cm großen Männchen. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Poecillidae – Lebendgebärende Zahnkarpfen 
 
 
 Gattung 
  Neoheterandria  
 
 
 Trivialname 
 Teddykärpfling, Zwergschmuckkärpfling 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Neoheterandria elegans  HENN, 1916 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 RioTruando in Kolumbien 
 
 
 
 
 
 Endemisch ist der Teddykärpfling in langsam fließenden und stehenden verkrauteten Gräben und Tümpeln mit zuweilen sehr niedrigen Wasserständen. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Viel kleines Lebendfutter. 
 
 
 Fortpflanzung 
 Lebendgebärende Zahnkarpfen 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 lebendgebärend 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 ca. 1-2 Jungtiere pro Tag 
 
 
 
 
 Ähnlich wie ihre Verwandten, die Guppys, zählen Teddykärpflinge zu den Lebendgebärenden. Viel kleines Lebendfutter erhöht die Paarungsbereitschaft. Die Männchen führen keine ernsthaften rangkämpfe aus, gelegentlich kommt ein Dominanzschwimmen vor, bei dem sie versuchen, sich gegenseitig in die Schwanzflosse zu stupsen. Die Weibchen gebären über Tage hinweg 1-2 sehr winzige Jungtiere, die gerade mal 2-3 Millimeter groß sind und sich von Kleinstlebewesen im Aquarium ernähren, aber auch mit Staubfutter, wie bsp. TetraMin Baby oder Sera Micron angefüttert werden können. Die Alttiere stellen den Jungen für gewöhnlich nicht nach, sodass die Aufzucht im selben Aquarium erfolgen kann. Auch den Jungtieren fehlt der für Fische übliche Fluchtreflex. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2024-10-21T01:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Normans Leuchtaugenfisch</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/normans-leuchtaugenfisch</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/normans-leuchtaugenfisch"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Wenn wir sonst von Afrikanern fürs Aquarium hören, denken wir für gewöhnlich direkt an farbenfrohe Buntbarsche aus dem Malawi- oder Tanganjikasee, die große Aquarien benötigen. Aber es geht auch anders und noch dazu wesentlich harmloser und kleiner: der Leuchtaugen-Normani ist...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Wenn wir sonst von Afrikanern fürs Aquarium hören, denken wir für gewöhnlich direkt an farbenfrohe Buntbarsche aus dem Malawi- oder Tanganjikasee, die große Aquarien benötigen. Aber es geht auch anders und noch dazu wesentlich harmloser und kleiner: der Leuchtaugen-Normani ist zwar kein Cichlide, steht seinen großen Kumpeln aber in nichts nach und lässt sich auch von Anfängern bereits sehr einfach pflegen. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5-30 °dGH/td&amp;gt; 
 
 
 Karbonathärte3-20 °dKH/td&amp;gt; 
 
 
 pH-Wert6,0-8,5Temperatur20-30 °C (optimal 25 °C) 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 60 cm 
 
 
 Verhalten 
 friedlicher Fisch, der optimal mit anderen ähnlichen Fischen und Wirbellosen vergesllschaftet werden kann. 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 einfach 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 mittel 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Sehr kleines Lebend- und Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien 
 
 
 Nachwuchs 
 Die Larven können anfangs mit Infusorien, Pantoffel- und Rädertierchen angefüttert und später auf Nauplien umgestellt werden. 
 
 
 
 
 Da der Leuchtaugen Normani nur ein sehr kleines Maul hat und sich zudem carnivor ernährt, bevorzugt er kleines Lebend- und Frostfutter bis zur Größe von Daphnien. Mückenlarven sind bereits zu groß. Bisher konnte ich nicht feststellen, dass er freiwillig Granulate oder Flockenfutter gefressen hätte, sehr feines Staubfutter aus reinen Insektenproteinen wurde jedoch angenommen. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 bis 4cm 
 
 
 Alter 
 2-3 Jahre, Geschlechtsreife ab 1 Jahr 
 
 
 Aussehen/ Geschlechtsunterschiede 
 Der Normani Leuchtaugenfisch weist eine silberne bis gelbliche Körperfärbung mit teilweise blauen Flanken bei den Männchen auf. Auch die Flossen werden mit zunehmendem Alter gelblicher, die Weibchen hingegen bleiben für gewöhnlich etwas blasser mit runden Flossen. Männchen bilden spitz zulaufende Bauchflossen aus, die zur Paarungszeit teilweise schwarz eingefärbt sind, auch die Schwanzflosse kann schwarze Stellen aufweisen. Die Weibchen sind für gewöhnlich runder als die Männchen und können so aufgrund ihrer Statur, der Flossenform und der Farbe unterschieden werden. Die Iris ist oberhalb leuchtend blau umrandet, was dem Fisch charakteristisch seinen Beinamen „Leuchtaugenfisch“ verlieh. 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Obwohl der Leuchtaugen Normani zu den Killifischen zählt und letztere meist in dem Ruf stehen, alle kleinen Krabbeltiere aufzuessen, die nicht bei zwei in irgend einem Moosbüschel verschwunden sind, ist dieser kleine Kamerad freundlicherer Natur. Zwar ist niemals ganz auszuschließen, dass er nicht doch mal versehentlich eine Baby-Garnele verschluckt, allerdings ist das nicht der Regelfall. Ich halte meine Leuchtaugen Normani zusammen mit Blue Velvet Garnelen, von denen genug Jungtiere hochkommen, sodass ich von keiner ernsthaften Gefahr ausgehe. Die Vergesellschaftung mit anderen Fischen aus ähnlichen Habitaten ist möglich. 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 Gruppenhaltung von mind. 10 Tieren aufwärts 
 
 
 
 Nur gemeinsam ist er stark: Der Leuchtaugen Normani liebt es, im Schwarm zu stehen und auch durchs Aquarium zu wuseln. Ohne ausreichende Anzahl an gleichen Kumpels zieht er sich in den hintersten Aquarienbereich zurück und ist nur noch selten zu sehen. Die Gruppengröße vermittelt ihm Sicherheit, sodass er auch alleine durchs Aquarium saust. Obwohl er anfangs immer noch sehr zögerlich und zurückhaltend ist, braucht er die Geduld seines Pflegers und überrascht nach einiger Zeit mit Tageslichttauglichkeit. Leider ist er etwas stressanfällig, sodass er sehr behutsam transportiert und an sein neues Zuhause gewöhnt werden sollte. Auf plötzliche Lichtwechsel wie zum Beispiel das direkte Anschalten der Aquarienbeleuchtung reagiert er empfindlich und tendiert zum springen. Ideal wäre ein gedimmtes Ein- und Ausschalten, sowie eine Abdeckung auf dem Aquarium. Da bislang keine wirkliche Aussage zu seiner Strömungsvorliebe getroffen werden kann und der Leuchtaugen Normani sich sowohl in die direkte Strömung stellt, aber durchaus auch ruhige Ecken aufsucht, ist hier wohl ein Mittelweg zu wählen. 
 Bisher halte ich sie bei einer schwachen bis mittleren Oberflächenbewegung mittels Lufthebefilter, was sich bislang nicht als nachteilig herausgestellt hat. Normanis mögen es gerne etwas schattiger, daher sollte zumindest eine Ecke im Aquarium über eine dichte Oberflächenbepflanzung verfügen, alternativ kann diese Ecke auch von oben abgedunkelt werden. Da diese Fische allerdings Haftlaicher sind, begrüßen sie eine Schwimmpflanzendecke durchaus. Gemäß ihrem Habitat sollte die Unterwasservegetation aus teilweise dichten Pflanzen und Wurzeln, aber auch ausreichend Schwimmraum bestehen, damit gerade balzende Männchen sich aus dem Weg gehen und die genervten Damen einen Ruhepol finden können. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Procatopodidae - Leuchtaugenfische 
 
 
 Gattung 
  Poropanchax  
 
 
 Trivialname 
 Normans Leuchtaugenfisch, Leuchtaugen Normani 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Poropanchax normani  CLAUSEN, 1967,  vormals  Aplocheilichthys normani  (AHL, 1928) 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 West- und Zentralafrika 
 
 
 
 
 
 Poropanchax normani ist sowohl in stehenden, als auch in fließenden Gewässern West- und Zentralafrikas endemisch, wobei bisher keine eindeutige Aussage zu speziellen Strömungsvorlieben vorliegt. In Schwärmen besiedelt er Gewässer der Savanne. Die Habitate, die ein weites Verbreitungsgebiet darstellen, schließen auch die Einzugsgebiete von Nil und dem Tschad mit ein und sind sowohl schattig als auch dicht bepflanzt und weisen im Allgemeinen eine strukturierte Unterwasservegetation auf. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Oberflächenpflanzen, Infusorien, Rädertierchen, Pantoffeltierchen, Artemia-Nauplien 
 
 
 Fortpflanzung 
 Haftlaicher 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 ca. 3-5 Tage (u.a. temperaturabhängig) 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 unklar, da das Weibchen unkontrolliert im ganzen Aquarium ablegt. 
 
 
 
 
 Nach der Balz klebt das Weibchen seine Eier mit Haftfäden an die Wurzeln der Schwimmpflanzen an, wobei sie dies aber auch an feinfiedrigen Pflanzen unkontrolliert im gesamten Aquarium tut. Nach einigen Tagen bis zu einer Woche schlüpfen die Jungen und halten sich kurze Zeit am Bodengrund auf, bis sie zur Wasseroberfläche aufschwimmen. Hier können sie abgeschöpft und separat großgezogen werden, aber auch im Gemeinschaftsbecken belassen werden, da die Eltern dem Nachwuchs nicht nachstellen und auch nicht zu Laichräubern mutieren. Alternativ können die Alttiere, vorher kräftig mit feinem Lebendfutter zur Paarung motiviert, in ein Aufzuchtaquarium mit ungedüngten Torffasern als Bodengrund und Javamoos überführt und nach einer Woche wieder zurück gesetzt werden. Der Wasserstand im Aufzuchtaquarium wird auf 10cm abgesenkt und die Temperatur um 3-5 Grad angehoben, sowie mit einem feinen Luftausströmer belüftet. Sobald die Jungtiere geschlüpft sind und aufschwimmen, wird der Wasserstand mit dem Wasser aus dem Aquarium der Alttiere schrittweise aufgefüllt. Da die Larven ausschließlich Nahrung von der Wasseroberfläche aufnehmen, sollten sie vorzugsweise mit sehr kleinem Lebendfutter angefüttert werden, damit dieses nicht unbeachtet in den Bodengrund fällt und dort verfault, was die Wasserwerte erheblich beeinträchtigt. Die Jungfische können im Alter von zwei-drei Monaten zurück zu ihren Eltern gesetzt werden und sind mit 10-12 Monaten geschlechtsreif. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2024-10-21T01:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Spritzsalmler</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/spritzsalmler</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/spritzsalmler"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Das außergewöhnliche Fortpflanzungsverhalten der Spritzsalmler erfordert ein abgedecktes Aquarium, in dem Wasserpflanzen gerne bis über den Wasserstand hinaus wachsen sollten. Das Spektakel der Eiablage stellt jede Lieblings-Serie in den Schatten. Leider ist dieser in der Aqua...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Das außergewöhnliche Fortpflanzungsverhalten der Spritzsalmler erfordert ein abgedecktes Aquarium, in dem Wasserpflanzen gerne bis über den Wasserstand hinaus wachsen sollten. Das Spektakel der Eiablage stellt jede Lieblings-Serie in den Schatten. Leider ist dieser in der Aquaristik alteingesessene Geselle ziemlich in Vergessenheit geraten, höchste Zeit also, ihm ein Revival zu geben! 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 2-15 °dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 2-8°dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6-7,5 
 
 
 Temperatur 
 23-30 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 60 Litern, eher größer 
 
 
 Verhalten 
 Sozialer Schwarmfisch mit einzigartigem Paarungsverhalten 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 einfach 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 einfach 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Granulat mit sehr feiner Körnung, Staubfutter, Lebend- und Frostfutter (Nauplien, Artemia, Cyclops, Mikrowürmer, Mückenlarven und andere), abwechslungsreiche pflanzliche und tiereische Kost 
 
 
 Nachwuchs 
 Jungfische können mit Infusorien angefüttert und später auf Nauplien oder kleines Lebendfutter wie bsp. Mikrowürmer umgestellt werden. 
 
 
 
 
 Für gewöhnlich ist der Spritzsalmler an nahezu alle gängigen Futtersorten zu gewöhnen, wobei kleines Frost- und erst Recht Lebendfutter wie beispielsweise Daphnien, Nauplien und Cyclops favorisiert werden. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 6-8cm, Männchen etwas größer 
 
 
 Alter 
 4-6 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Eine Vergesellschaftung mit Wirbellosen wie Garnelen, Schnecken und Krebsen ist ohne Probleme möglich, auch toleriert er andere friedliche und nicht allzu hektische Salmler, Blauaugen oder Zwergbärblinge als Gesellschaft. Es ist möglich, dass er sich aufgrund seiner Vorliebe für kleines Lebendfutter auch mal an Garnelennachwuchs vergeht. 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 8-10 Tiere aufwärts 
 
 
 
 Spritzsalmler sind sehr gesellige Fische, die sich in der Gruppe am wohlsten fühlen und durchaus mal schnelle Strecken abschwimmen. Da sie, gerade zur Paarungszeit, vermehrt springen, ist eine Aquarienabdeckung nicht nur ratsam, sondern Pflichtprogramm, will man seine Schützlinge nicht auf dem Wohnzimmerteppich beerdigen. Gerade die äußeren Beckenränder dürfen gerne bewachsen sein, Pflanzen, die über die Wasseroberfläche hinaus bis an die Abdeckscheibe wachsen können zudem die etwas außergewöhnliche Zucht enorm unterstützen. 
 Zur gezielten Zuchtvorbereitung sollte das Aquarium so hingehend präpariert werden, dass Wasserpflanzen mit großen Blättern über die Wasseroberfläche herausragen, wie bsp. Echinodorus oder Anubias. Alternativ können auch schräg angebrachte grün oder blau eingefärbte oder beklebte glatte Scheiben aus Glas oder Kunststoff bis 10cm oberhalb der Wasseroberfläche gute Dienste leisten (ggf. den Wasserstand absenken, damit diese Konstruktion noch unter eine Abdeckung passt.) 
 Da die Spritzsalmler sich nun an Blättern und Scheiben orientieren, ist es hilfreich, diese entsprechend auszuleuchten. Enorm wichtig ist hier jedoch eine wirklich plan aufliegende Abdeckscheibe, da die Tiere ansonsten aus dem Aquarium springen! 
 Da der Spritzsalmler sich eher im oberen bis mittleren Beckenbereich aufhält, spielt der Bodengrund eine eher untergeordnete Rolle und kann den dort gepflegten Tieren angepasst werden. Die Salmler mögen es zudem, im Gegensatz zu den meisten anderen Fischen, sogar gerne eher heller, ein Aquarienstandort mit Tageslichteinfall sollte allerdings aufgrund einer aufkeimenden Algenproblematik eher vermieden werden. 
 Da sie recht anpassungsfähig sind und auch mal den ein oder anderen groben Schnitzer verzeihen, sind Spritzsalmler prima für Anfänger geeignet, die auf „learning by doing“ stehen. 
 Obwohl Copella arnoldi zu den Salmlern zählt, weist er keine Fettflosse auf. Der ockerfarbene Körper ist langgestreckt und bauchseits heller bis weiß, wobei ausgewachsene Männchen bis zu 8cm groß werden, die Weibchen bleiben mit knapp 6cm etwas keiner. 
 Die transparenten Flossen können orangefarbene Ränder aufzeigen, auch befindet sich im unteren Bereich der Rückenflosse, die recht weit hinten auf Höhe der Analflosse beginnt, ein kleiner Fleck. Ebenfalls kann das endständige Maul orange sein. Zur Paarungszeit verfügen die Männchen über dunklere Flankenseiten. Eine Geschlechtsunterscheidung ist mit ungeübtem Auge schwierig, die Weibchen scheinen rundlicher und fülliger. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Lebiasinidae - Schlanksalmler 
 
 
 Gattung 
  Copella  
 
 
 Trivialname 
 Spritzsalmler 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Copella arnoldi  REGAN, 1912 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Südamerika, Brasilien, Amazonasgebiet, Orinoco-Delta, neobiotisch (nicht ursprünglich heimisch, aber „einbeheimatet“) in Trinidad, Tobago, Surinam 
 
 
 
 
 
 Der Spritzsalmler kommt anderem im untersten Teil des Amazonas sowie in küstennahen stehenden und langsam fließenden Gewässern vor, die zum Teil stark verkrautet sind und deren Vegetation sich über den Wasserstand hinaus fortführt. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Viel feines Lebend- und Frostfutter, ein entsprechend präpariertes Zuchtaquarium 
 
 
 Fortpflanzung 
 Haftlaicher 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 ca. 1-2 Tage (u.a. temperaturabhängig) 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 zwischen 50 und 200 pro Tag und Weibchen (!) 
 
 
 
 
 Ein großzügiger Wasserwechsel sowie eine sehr üppige Fütterung mit kleinem Lebendfutter animiert die Salmler zur Paarung. Obwohl auch hier die Männchen regelrechte Balztänze aufführen, entscheidet letztlich allerdings das Weibchen, mit wem sie sich verpaart. Hierzu führt sie das Männchen an einen von ihr vorher ausgesuchten Platz, an dem sie eine Weile quasi in der Schwebe stehen. Mit einem gezielten Sprung, bei dem sich beide gleichzeitig herumdrehen und das Männchen das Weibchen befruchtet, springen sie an eine Blattunterseite oder schräg eingebrachte dunkle Scheibe und verharren dort einige Sekunden außerhalb des Wassers, während das Weibchen ein paar Eier ablegt und anklebt. Danach lassen sie sich zurück ins Wasser fallen. Diesen Vorgang wiederholen beide so häufig, bis das Gelege zwischen 50 und 200 Eiern umfasst. Damit das Gelege nicht austrocknet, befeuchtet das Männchen es in den folgenden ein bis drei Tagen, indem es in Abständen von 20-40 Minuten unterhalb dessen mit der Schwanzflosse auf die Wasseroberfläche schlägt und es dadurch nass spritzt. Dieses, in der gesamten Aquaristik absolut einmalige Verhalten hat dem Spritzsalmler zu seinem Namen verholfen. Die geschlüpften Jungfische fallen ins Wasser und sind gut mit Staubfutter, das auf der Wasseroberfläche schwimmt, anzufüttern. Anderen Zuchtberichten zufolge ist es möglich, das Blatt mit Gelege abzuschneiden und separat etwas unterhalb der Wasseroberfläche (nass, nicht feucht!) auszuschlüpfen. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2024-10-21T00:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Harlekin-Regenbogenfisch</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/harlekin-regenbogenfisch</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/harlekin-regenbogenfisch"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Der Regenbogenfisch Melanotaenia boesemani ist ein faszinierender Schwarmfisch, der mit seinen lebhaften Farben und seiner aktiven Natur das Highlight eines jeden Aquariums sein kann.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Melanotaenia boesemani ist ein faszinierender Schwarmfisch, der mit seinen lebhaften Farben und seiner aktiven Natur das Highlight eines jeden Aquariums sein kann. 
 Der Harlekin-Regenbogenfisch lebt in den klaren Gewässern der Ajamaru-Seen und dem Aytinjo-See auf der verkalkten Ebene der Vogelkop-Halbinsel in West-Papua. Die Ajamaru-Seen bestehen aus drei flachen Seen mit schlammigen Ufern und sind durch zahlreiche Kanäle verbunden, wobei die Wassertiefe und Größe der Seen stark saisonal variieren. Der Aytinjo-See, etwa 20 km südöstlich gelegen, ist ein breiter Fluss mit felsigen und sandigen Ufern und vermutlich unterirdisch mit dem Kais-Fluss verbunden. Die Art wurde 1980 von Gerald R. Allen und Norbert J. Cross beschrieben, nachdem niederländische Expeditionen 1954/1955 Exemplare gesammelt hatten. 1982 gelang es Allen und Heiko Bleher, erste lebende Fische nach Europa zu bringen. Die IUCN stuft die Art seit 1996 als „stark gefährdet“ ein. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5-30 °dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 3-20 °dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6,5-7,5 
 
 
 Temperatur 
 24-27 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 200 l / 100 cm Kantenlänge 
 
 
 Verhalten 
 friedlich gegenüber Artgenossen, mitunter jedoch räuberisch gegenüber kleineren Garnelen und Fischen 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 einfach 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 mittel 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Omnivor 
 
 
 Nachwuchs 
 Sehr kleines Lebendfutter oder Staubfutter 
 
 
 
 
 Jungfische können mit sehr kleinem Lebendfutter oder Staubfutter aufgezogen werden. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 bis ca. 15 cm 
 
 
 Alter 
 10-12 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 mit friedlichen Fischen, Welse, Salmler, Bärblinge, Amanogarnele 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 Gruppenhaltung von mind. 8 Stk. aufwärts 
 
 
 
 Melanotaenia boesemani lassen sich bereits in Aquarien ab einer Kantenlänge von 100 cm erfolgreich halten. Als Bodengrund eignen sich sowohl Kies als auch Sand. Eine abwechslungsreiche Bepflanzung in unterschiedlichen Höhen sorgt für ihr Wohlbefinden, da sie sich gerne in einem feinfiedrigen Pflanzengewirr zurückziehen und teilweise auch darin laichen, was ihrem natürlichen Habitat entspricht. 
 Einige Wurzeln ergänzen das Habitat und bieten zusätzliche Strukturen. Wichtig ist, dass ausreichend Schwimmraum vorhanden ist, da die Regenbogenfische gerne aktiv sind und sich viel bewegen. Die Wasserwerte sollten eine Gesamthärte von 8-25 °dGH, einen pH-Wert von 7-8,2 und eine Temperatur von 24-27 °C aufweisen. Schattenbereiche sind ebenfalls vorteilhaft und können durch Schwimmpflanzen geschaffen werden; Wasserlinsen werden sogar gerne von ihnen gefressen. 
 
 Orange-Blaue Regenbogenfische sind friedlich und lassen sich gut mit anderen Fischen vergesellschaften. Da sie gesellig sind, sollten sie in Gruppen von mindestens 6 Artgenossen gehalten werden, um Stress und Zurückhaltung zu vermeiden. Sie harmonieren gut mit Panzerwelsen, Harnischwelsen, Salmlern, Bärblingen und größeren Wirbellosen wie den beliebten Amanogarnelen. Mit Krebsen werden sie besser nicht vergesellschaftet. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Regenbogenfische ( Melanotaeiidae ) 
 
 
 Gattung 
  Melanotaenia  
 
 
 Trivialname 
 Harlekin-Regenbogenfisch, Prachtregenbogenfisch, Boesemans Regenbogenfisch, Korallen-Regenbogenfisch 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Melanotaenia boesemani  ALLEN &amp;amp; CROSS, 1980 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Papua-Neuguinea, Ajamaru-Seen mit Zuflüssen, Aytinjo-See 
 
 
 
 
 
 Der Harlekin-Regenbogenfisch lebt in den Ajamaru-Seen und dem Aytinjo-See auf der Vogelkop-Halbinsel in West-Papua, Indonesien. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Feines Laichsubstrat in Form von Nixkraut, Javamoos, uä. 
 
 
 Fortpflanzung 
 Eierleger, Eier werden mit Haftfäden an Substrat geklebt 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 ca. 3-4 Wochen (u.a. temperaturabhängig) 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 variiert nach Weibchengröße, ca. 1000-2000 Stk. 
 
 
 
 
 Die Zucht von Harlekin-Regenbogenfischen im Aquarium ist möglich. Die Fische legen ihre Eier hauptsächlich in Javamoos ab, es ist jedoch auch möglich, einen Laichmopp zu verwenden. Zur Laichzeit zeigen die Männchen ihre intensivsten Farben. 
 Die Regenbogenfische können durch vermehrte Gabe von Lebendfutter und regelmäßige Wasserwechsel zur Fortpflanzung angeregt werden. Während des Laichvorgangs paaren sich die Fische nebeneinander und legen ihre Eier zitternd im Laichsubstrat ab. Die relativ großen Eier haften mithilfe von Haftfäden am Substrat. 
 Die beste Erfolgsquote bei der Nachzucht erzielt man, wenn die Eier in einem Aufzuchtaquarium ausgebrütet werden und die Jungfische dort großgezogen werden. Die Eier schlüpfen nach etwa einer bis drei Wochen. Die frisch geschlüpften Jungfische können zunächst mit Infusorien oder Pantoffeltierchen und später mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien gefüttert werden. 
 Auch wenn das Wachstum der Fische langsam ist und sie erst mit etwa 18 Monaten ihre volle Größe erreichen, belohnen sie die Züchter mit ihrer beeindruckenden Farbenpracht. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2024-10-21T00:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Gelber Kongosalmler</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/gelber-kongosalmler</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/gelber-kongosalmler"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Gelbe Kongosalmler sind als Afrikanische Salmler schwimmende Edelsteine und Schwarmfische, die optimal für ein Afrika-Aquarium geeignet sind.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Obwohl Gelbe Kongosalmler eigentlich zu den alten Hasen der Aquaristik zählen, sieht man sie heutzutage doch eher selten. Erstmals wurden sie 1954 eingeführt und vor allem die Männchen bestachen durch ihr Aussehen: In der Grundfarbe schimmern die hochrückigen Salmler gelblich und weisen eine hochangesetzte schwarze Seitenlinie auf, die sich bis über die Schwanzflosse zieht, die wiederum eine Art Verlängerung ausbildet. Auch die hoch angesetzte Rückenflosse ist deutlich verlängert und kann gelblich türkis schimmern. Die Weibchen hingegen bilden weniger Farben aus und bleiben in der Regel etwas kleiner. Sie stammen namensgebend aus dem Kongobecken in Zentralafrika, sowie dessen Nebenarmen. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 2-10 dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 2-4 °dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6,5-7,2 
 
 
 Temperatur 
 23-27 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 200 l 
 
 
 Verhalten 
 teilweise revierbildend, friedlicher Schwarmfisch, kann Garnelen fressen 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 einfach 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 schwierig 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Omnivor, benötigt zusätzlich Lebend- und Frostfutter 
 
 
 Nachwuchs 
 Kleines Lebendfutter wie Artemia Nauplien oder Staubfutter 
 
 
 
 
 Diese Allesfresser futtern Trocken- und Flockenfutter, aber auch Lebend- und Frostfutter, wie Mückenlarven, Artemia, Daphnien, die du ihnen hin und wieder anbieten solltest. Die Jungen können mit Pantoffeltierchen, Infusorien und Staubfutter aufgezogen werden. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 6-6,5 cm 
 
 
 Alter 
 5-8 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Lebhafte, aber friedliche Schwarmfische 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 Schwarmhaltung ab mindestens 10 Fischen 
 
 
 
 Gelbe Kongosalmler sind durchaus angewiesen auf ihresgleichen, weswegen du sie besser im Schwarm hältst. Nur so können sie ihre sozialen Interaktionen ausleben. Zur Vergesellschaftung eignen sich ebenfalls andere Salmler, Bärblinge, aber auch Welse. Kleinere Wirbellose werden aller Voraussicht nach aufgefuttert, Krebse könnten dem Kongosalmler wiederum zum Verhängnis werden. Achte bei der Auswahl deiner Begleitfische darauf, dass diese sowohl zum Charakter der Gelben Kongosalmler aber auch zu den übrigen Wasserparametern passen. 
 Gelbe Kongosalmler sind äußert gruppenaffin und regeln ihre Rangordnung untereinander, deswegen benötigen sie entsprechend Platz. Ihr Heim darf mindestens 200 Liter betragen oder darüber hinaus. Ein dunkler Bodengrund vermittelt ihnen Sicherheit, mit stellenweise dichten Pflanzenkolonien bietest du ihnen Rückzugsmöglichkeiten. 
 Mit gegen Umfallen gesicherte Stein- oder Felsaufaufbauten kannst du das Aquarium gut strukturieren und Reviermarkierungen bilden. Auch Schwimmpflanzen und stellenweise abgedunkelte Ecken bekommen ihnen gut, umso mehr wirst du sie zu Gesicht bekommen und sie strahlen sehen. 
 Das Wasser in den Habitaten des Gelben Kongosalmlers ist sehr weich und leicht sauer, weswegen du auch im Aquarium dafür Sorge tragen solltest, dass du eine Gesamthärte zwischen 2-10 bei einem pH-Wert von 6,5-7,2 anstrebst. Auch Seemandelbaumblätter oder andere huminabgebende Substanzen können dich unterstützen, die Wasserqualität neben regelmäßigen Wasserwechseln hoch zu halten. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Afrikanische Salmler ( Characiformes ) 
 
 
 Gattung 
  Alestopetersius   
 
 
 Trivialname 
 Gelber Kongosalmler 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Alestopetersius caudalis  BOULENGER, 1899 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Zentralafrika: Kongobecken mit Nebenarmen 
 
 
 
 
 
 Das Habitat der Geben Kongosalmler ist das Kongobecken in Zentralafrika, in dem er vorwiegend den unteren Kongo mit Zuflüssen besiedelt. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Aufzuchtbecken mit Gitterrost 
 
 
 Fortpflanzung 
 Freilaicher 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 ca. 1 Woche 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 bis zu 200 Eier 
 
 
 
 
 Gelbe Kongosalmler zu züchten ist zwar schwierig, aber nicht ganz unmöglich. Während der Balzzeit sind vor allem die Männchen sehr aktiv und treiben die Weibchen, die hin und wieder in feinfiedrigen Pflanzen eine Verschnaufpause einlegen. Mit hochwertigem Lebendfutter kannst du deine Fische in Stimmung bringen und sie in das vorbereitete Ablaichaquarium, das rund 60 Liter betragen sollte, überführen. Dieses solltest du von Anfang an mit Huminstoffen anreichern, damit die Eier, die das Weibchen wahllos im Becken verteilt, nicht verpilzen. Nach dem Ablaichen setzt du die Elterntiere wieder zurück. Die Jungen schlüpfen ungefähr eine Woche nach dem Ablaichen. Du kannst sie mit Infusorien, Pantoffeltierchen und später auch mit Nauplien oder Staubfutter großziehen. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2024-10-20T01:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Gabelschwanz-Blauauge</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/gabelschwanz-blauauge</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/gabelschwanz-blauauge"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Pseudomugil furcatus zählt zu den „Schmetterlingen der Aquaristik“ und ist eines der ältesten Blauaugen, die im Handel erhältlich sind. Dieser Wirbelwind ist mit seinem flatterhaften Verhalten fürwahr ein Fidelio, der stets für Aufsehen und Abwechslung im Aquarium sorgt.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Pseudomugil furcatus zählt zu den „Schmetterlingen der Aquaristik“ und ist mit eines der ältesten Blauaugen, die im Handel erhältlich waren. Dieser Wirbelwind ist mit seinem flatterhaften Verhalten fürwahr ein Fidelio, der stets für Aufsehen und Abwechslung im Aquarium sorgt. 
 Der Zierfisch bildet gelbe Flossen aus, die an der Schwanzflosse schwarz gerändert sein können, die Rückenflosse ist bei männlichen Tieren verlängert, und die Männchen sind intensiver gefärbt. Die Geschlechter bei diesen Blauaugen können ab einem Alter von ca. 4-6 Monaten unterschieden werden. Pseudomugil furcatus weisen leuchtend blaue Augen auf, die ihnen ihren Namen verliehen. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 2-10 dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 2-4 °dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6,5-7,2 
 
 
 Temperatur 
 23-27 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 80 cm, eher größer 
 
 
 Verhalten 
 Quirliges Blauauge, das gut mit anderen ähnlichen Fischen vergesellschaftet werden kann 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 einfach 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 mittel 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Granulate, Lebend- und Frostfutter wie Daphnien, Mückenlarven 
 
 
 Nachwuchs 
 Die Larven können anfangs mit Infusorien, Pantoffel- und Rädertierchen angefüttert und später auf Nauplien umgestellt werden. 
 
 
 
 
 Da sich dieses Blauauge carnivor ernährt, werden alle Arten an Frost- und Lebendfutter, auch großes, angenommen. Da jedoch auch zappelnde Garnelenbabies als Lebendfutter identifiziert werden, können diese unter Umständen den Speiseplan der Fische ergänzen. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 4,5-6cm 
 
 
 Alter 
 2-3 Jahre, Geschlechtsreife ab 4-6 Monaten 
 
 
 Aussehen/ Geschlechtsunterschiede 
 Das Gabelschwanz-Blauauge wird ausgewachsen etwa 6 cm lang, wohingehend die Weibchen etwas kleiner bleiben.  
 
 
 Vergesellschaftung 
 Quirlig, aber relativ friedlich 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 Gruppenhaltung von mind. 10 Tieren aufwärts 
 
 
 
 Mal oben und mal unten, mal vorne und mal hinten: Pseudomugil furcatus ist eigentlich überall und nirgendwo, denn er saust im Aquarium gerne mal ein paar Strecken ab, taucht zwischen Pflanzen ab, nur um direkt wieder an der Aquarienscheibe nach Futter zu betteln, wenn er seinen Pfleger sieht. Bei der Vergesellschaftung mit anderen Fischen sollte darauf geachtet werden, ihn nicht mit allzu ruhigen anderen Tieren zu „langweilen“, da die anderen möglicherweise zu sehr von ihm gestresst werden könnten. 
 Pseudomugil furcatus ist ein Wirbelwind im Aquarium, der gerne Strecken schwimmt. Da er dennoch recht friedlich ist, lässt er sich prima im Gesellschaftsaquarium mit anderen ähnlichen Fischen halten, wobei aber davon ausgegangen werden kann, dass er sich möglicherweise an sehr kleinen Jungtieren anderer Fische vergeht. 
 Von einer Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen ist eher abzuraten, Junggarnelen werden ziemlich sicher gefressen. Da er sich meist im oberen bis mittlerem Wasserbereich aufhält, sollte der Vergesellschaftung mit Zwergkrebsen nichts im Wege stehen. 
 Auch sollte man diesem Fisch ein eher größeres Aquarium ab 100 Litern zur Verfügung stellen, da er doch eine etwas größere „Auslauffläche“ benötigt. Auch kann er hier aktiv nach Lebendfutter jagen, welches man ihm durchaus zur Verfügung stellen sollte. An und für sich stellt er kaum besondere Ansprüche, jedoch regt ein dunkler Bodengrund dazu an, intensivere Farben zu zeigen, auch kommt ihm eine gut strukturierte Unterwasserlandschaft in Form von Stängelpflanzendschungel, Wurzeln und Steinen sehr entgegen. 
 Da er ursprünglich aus eher langsam fließenden Regenwaldgewässern stammt, reicht ein Lufthebefilter mit etwas Oberflächenbewegung völlig aus. 
 Da auch dieses Blauauge ein Haftlaicher ist, sollten ihm verschiedene Laichsubstrate in Form von Moosen im mittleren bis oberem Beckenbereich zur Verfügung gestellt werden. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Pseudomugilidae-Blauaugen 
 
 
 Gattung 
  Pseudomugil  
 
 
 Trivialname 
 Gabelschwanz-Blauauge, Popondetta Blauauge 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Pseudomugil furcatus  NICHOLS, 1955 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Papua-Neuguinea 
 
 
 
 
 
 Pseudomugil furcatus ist in eher langsam fließenden klaren Regenwaldbächen und Zuläufen heimisch. Die Habitate weisen ein geringes bis moderates Strömungsverhalten auf und eine verkrautete Unterwasservegetation. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Ausreichend große Moosnester im mittleren bis oberen Beckenbereich, häufige Fütterung mit abwechslungsreichem Lebend- und Frostfutter, Ansäuern des Wassers nach Wasserwechseln, Aufzuchtschale oder Aquarium sollte gut eingefahren und über Mikrofauna verfügen und ebenfalls mit Huminstoffen angesäuert sein, um eine Laichverpilzung zu verhindern. Erlenzapfen und Weidenrinde haben sich hier bewährt. 
 
 
 Fortpflanzung 
 Dauerlaicher, Eierleger 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 ca. 21 Tage 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 täglich 1-3 Eier pro Weibchen 
 
 
 
 
 Zur Zuchtvorbereitung sollten die Zuchttiere dreimal täglich mit großem Lebend- oder Frostfutter gefüttert werden. Die Männchen umwerben die angebeteten Weibchen mit imposantem Auf- und Abstellen der Flossen und verfolgen sie anschließend in eines der angebotenen Moosnester, in das das Weibchen ein einzelnes Ei ablegt, das mit Haftfäden am Moos klebt. Für gewöhnlich laichen die Ps. furcatus wie einige andere Fische auch, in den frühen Morgenstunden ab. Das Moosnest sollte entweder täglich auf Eier kontrolliert werden, die relativ groß und hart sind und mit bloßen Fingern entfernt werden können. Alternativ wird das Moosnest einmal wöchentlich ausgetauscht und in eine Aufzuchtschale oder Aufzuchtaquarium mit denselben Wasserparametern gegeben. Da der Ps. furcatus ein fleißiger, aber kein allzu gründlicher Laichräuber ist, überführe ich alle zwei bis drei Tage die Laichsubstrate und schlüpfe die Eier über einen Zeitraum von 14-21 Tagen separat aus. 
 Die Jungtiere wachsen extrem langsam heran und würden in dieser Größe noch von den Alttieren gefressen werden. Als Erstfutter haben sich Mikrowürmer und Infusorien besonders bewährt. Ab ca. zwei Wochen können sie an Nauplien gewöhnt werden. Mit ungefähr vier bis fünf Monaten sind sie geschlechtsreif, mit ca. 8-10 Wochen können sie zurück zu ihren Eltern gesetzt werden, ohne Gefahr zu laufen, dass ihnen nachgestellt wird. Da die Jungfische sehr winzig und somit auch sehr empfindlich sind, sollten sie nach Möglichkeit möglichst lange in der Aufzuchtschale verbleiben, in der wöchentliche Wasserwechsel mit Wasser aus dem Elternaquarium durchgeführt wird. Bei entsprechender Wasserpflege ist diese Aufzucht technikfrei problemlos über mehrere Monate hinweg möglich. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2024-10-20T01:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Gefleckter Kaudi</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/gefleckter-kaudi</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/gefleckter-kaudi"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Der Gefleckte Kaudi (Phalloceros caudimaculatus) ist einer der ältesten Zierfische in der Aquaristik- und trotzdem in Vergessenheit geraten. Das sollten wir ändern.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Der Gefleckte Kaudi ist einer der ältesten Zierfische in der Aquaristik- und trotzdem in Vergessenheit geraten. Das sollten wir ändern. Der kleine Fisch ist auch noch unter anderen Namen bekannt, beispielsweise als Einfleckkärpfling, Rautenfleckkärpfling, Vielfleckkärpfling oder auch als Goldkaudi. 
 Das Hauptaugenmerk lag in vorletzten Jahrhundert auf der Fähigkeit, lebende Junge zur Welt zu bringen. Gerade diese Tatsache hat den Kaudi so populär gemacht und man kann mit Recht behaupten, dass er damals einer der teuersten Fische der Welt ware: ein Pärchen kostete 150 Goldmark. Umgerechnet entsprach das damals 100 Zentnern Steinkohle. Auch wenn der Kaudi seit 1898 vermehrt gezüchtet wurde, ist er heute trotzdem beinahe aus den Aquarien verschwunden und meist nur noch von passionierten Züchtern zu bekommen. Maßgeblich beteiligt an seiner aktiven Nachzucht war seinerzeit ebenfalls wieder Deutschland. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 12-25 °dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 10-20 °dKH 
 
 
 pH-Wert 
 7-8 
 
 
 Temperatur 
 19-21 °C (vorübergehend 12 °C) 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 54 l 
 
 
 Verhalten 
 friedlich gegenüber Artgenossen, mitunter jedoch räuberisch gegenüber kleineren Garnelen 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 einfach 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 mittel 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Omnivor 
 
 
 Nachwuchs 
 Sehr kleines Lebendfutter oder Staubfutter 
 
 
 
 
 Neben Flockenfutter frist der Einfleckkärpfling auch gerne Frost- wie auch Lebendfutter. Zur Zuchtkonditionierung solltest du auf jeden Fall Frostfutter oder Lebendfutter verwenden, wobei du mit letzterem meist mehr Erfolg hast. Aufgrund ihrer Maulgröße eignen sich eher mittlere bis kleinere LeFu-Arten wie Artemia oder Mückenlarven, aber auch Daphnien. 
 Jungfische können mit sehr kleinem Lebendfutter oder Staubfutter aufgezogen werden. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 4-7 cm, Weibchen größer 
 
 
 Alter 
 2-5 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 mit friedlichen Fischen, Welse, Salmler, Bärblinge, Amanogarnele, Cambarellus 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 Gruppenhaltung von mind. 5 Stk. aufwärts 
 
 
 
 Kaudis kommen in unterschiedlichem Gewand daher, was ebenfalls die Vielzahl ihrer Namen erklärt. Die bekannteste ist die gefleckte Variante, in der die mit bis zu 7 cm wesentlich größeren Weibchen mehr Scheckung aufweisen als die Männchen, die gerade mal 4-5 cm erreichen. Auffällig ist das verlängerte Gonopodium der Männchen. 
 Der Gefleckte Kaudi ist zwar wenig anspruchsvoll, allerdings mag auch er ein gut strukturiertes Aquarium mit einer stellenweise dichten Bepflanzung und Reviermarkierungen in Form von Wurzeln oder anderen Aufbauten. Etwas Schatten von oben dank Schwimmpflanzen trägt zu ihrem Wohlbefinden bei. In seinem Habitat bewohnt er ebenfalls verkrautete Gewässer und lebt zwischen Süß- bis Brackwasser, weswegen er einen höheren pH-Wert zwischen 7-8 bevorzugt. 
 Auf die Wasssertemperaturen reagiert er allerdings etwas empfindlich, denn die sollten 20 °C besser nicht übersteigen. Auch ist ihm eine Überwinterungsphase mit 12°C Wassertemperatur ganz recht. Das kann man bereits durch einen kalten Wasserwechsel erreichen. Aufgrund dieser Eigenschaften ist der Kaudi ebenfalls ein prima Kandidat für einen Miniteich. Dieser sollte im Sommer dann allerdings abgeschattet sein, damit die Temperaturen gehalten werden können. 
 Der Gefleckte Kaudi ist ein sozialer Kamerad, der auf Artgenossen steht, daher sollte er mindestens mit 5 Kumpels gehalten werden. Im Gesellschaftsaquarium verhält er sich weitestgehend friedlich, von Balgereien untereinander abgesehen. Er kann außerdem mit Zwergkrebsen und Amanogarnelen, sowie Fischen, die aus ähnlichen Verhältnissen stammen vergesellschaftet werden. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Zahnkärpflinge ( Cyprinodontiformes ) 
 
 
 Gattung 
  Phalloceros  
 
 
 Trivialname 
 Gefleckter Kaudi, Einfleckkärpfling, Rautenfleckkärpfling, Vielfleckkärpfling, Goldkaudi 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Phalloceros caudimaculatus  HENSEL, 1868 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Südamerika, südöstliches Brasilien, Uruguay, Paraguay 
 
 
 
 
 
 Wie auch Guppys zählt der Gefleckte Kaudi zu den lebensgebärenden Zahnkarpfen, die lebende Junge auf die Welt bringen. Auch kann das Weibchen den Samen bis zu 6 Monate speichern und sich selbst reproduzieren. Ungefähr alle drei bis vier Wochen entlässt das Weibchen 50 Junge, die sich selbst ernähren. Mit Staubfutter oder sehr kleinem Lebendfutter wie Pantoffeltierchen oder Nauplien können die Jungen gut aufgezogen werden. Einige Kaudimütter nehmen die Fürsorge ihrer Jungen allerdings nicht allzu ernst, sodass es vorkommen kann, dass sie ihren eigenen Nachwuchs futtern. Mit einem Aufzuchtaquarium bist du daher ganz gut beraten. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Stellenweise dichte Bepflanzung, Schwimmpflanzen. 
 
 
 Fortpflanzung 
 Lebendgebärend 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 ca. 3-4 Wochen (u.a. temperaturabhängig) 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 variiert nach Weibchengröße, ca. 50 Stk. alle 3-4 Wochen. 
 
 
 
 
 Die Zucht von Kaudis ist im Prinzip nicht aufwändiger als bei anderen Lebendgebärenden. Bei Kaudis kannst du außerdem etwas Meersalz mit ins Becken geben. Sofern die Wasserparameter alle stimmen und hierbei können kalte Wasserwechsel der Schlüssel zum Glück sein, paaren sich Kaudis regelmäßig, wenn sie zudem entsprechend gut gefüttert werden. Alle 3-4 Wochen entlässt das mit 7 cm wesentlich größere Weibchen bis zu 50 Jungtiere, die du aufgrund potentieller kannibalistischer Veranlagung der Eltentiere im Aufzuchtaquarium mit feinem Lebend- und Staubfutter aufziehen kannst. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2024-10-20T00:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Blauer Kongosalmler</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/blauer-kongosalmler</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/blauer-kongosalmler"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Diese schwimmenden Edelsteine sorgen für ein ganzjähriges Afrika-Feeling in deinem Aquarium, und noch dazu sind sie ein echter Blickfang. Kongosalmler gehören zu den nicht ganz so häufigen afrikanischen Salmlern.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Blaue Kongosalmler aus dem afrikanischen Regenwald sind besonders schöne Schwarmfische, die im Aquarium ein echter Blickfang sind. Hier im Bild siehst du eine gelbliche Farbform dieses zu den Afrikanischen Salmlern gehörenden Zierfischs. 
 Der Blaue Kongosalmler wird ungefähr 12 Zentimeter groß und ungefähr 10 Jahre alt. Vor allem bei geschlechtsreifen Männchen weisen die Schwanz- und Rückenflosse Verlängerungen auf. 
 Als Schwarmfisch bewohnt er bodennahe Freiwasserbereich und ernährt sich sowohl von Anfluginsekten als auch von Wasserpflanzen. In der Aquaristik kommt er relativ häufig vor und wird auch auf verschiedene spezielle Merkmale wie etwa albinotische Tiere gezüchtet. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 2-10 dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 2-4 °dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6,5-7,2 
 
 
 Temperatur 
 23-27 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 200 l 
 
 
 Verhalten 
 teilweise revierbildend, friedlicher Schwarmfisch, kann Garnelen fressen 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 einfach 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 schwierig 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Omnivor, benötigt zusätzlich Lebend- und Frostfutter 
 
 
 Nachwuchs 
 Kleines Lebendfutter wie Artemia Nauplien oder Staubfutter 
 
 
 
 
 Diese Allesfresser futtern Trocken- und Flockenfutter, aber auch Lebend- und Frostfutter, wie Mückenlarven, Artemia, Daphnien, die du ihnen hin und wieder anbieten solltest. Die Jungen können mit Pantoffeltierchen, Infusorien und Staubfutter aufgezogen werden. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 6-6,5 cm 
 
 
 Alter 
 5-8 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Blaue Kongosalmler sind durchaus angewiesen auf ihresgleichen, weswegen du sie besser im Schwarm hältst. Nur so können sie ihre sozialen Interaktionen ausleben. Zur Vergesellschaftung eignen sich ebenfalls andere Salmler, Bärblinge, aber auch Welse. Kleinere Wirbellose werden aller Voraussicht nach aufgefuttert, Krebse könnten dem Kongosalmler wiederum zum Verhängnis werden. Achte bei der Auswahl deiner Begleitfische darauf, dass diese sowohl zum Charakter der Blauen Kongosalmler aber auch zu den übrigen Wasserparametern passen. 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 Schwarmhaltung ab mindestens 10 Fischen 
 
 
 
 Diese friedlichen Fische solltest du am besten in der Gruppe ab 8-10 Fischen halten, damit sie ihr Sozialverhalten am besten ausleben können. Ein Aquarium ab 200 Litern ist gut geeignet, mehr ist immer besser. Dieses strukturierst du am vorteilhaftesten mit einem dunklen Bodengrund und diversen Felsaufbauten, die als Reviermarkierung und Sichtschutz dienen, da die Blauen Kongosalmler zur Laichzeit stellenweise territorial agieren. 
 In ihrem Habitat kommen diese Fische vorwiegen in Schwarzwasser bzw. sehr saurem Wasser vor, weswegen du ein Auge auf die Wasserparameter haben solltest. Ein pH-Wert von 6-7,5 ist vorteilhaft, damit sich deine Tiere wohlfühlen. 
 Neben ausreichend Schwimmraum solltest du stellenweise dichte Pflanzenbestände pflegen, die als Rückzugsort dienen. Mit Schwimmpflanzen schaffst du ein paar abgedunkelte Ecken, die ihrem Wohlbefinden dienen. Weil der Blaue Kongosalmler empfindlich auf Wasserwertschwankungen reagiert, solltest du die Hygiene und den Wasserwechsel hoch halten und auch mit Huminstoffen, wie Seemandelbaumblätter und Erlenzapfen arbeiten. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Afrikanische Salmler ( Alestidae ) 
 
 
 Gattung 
  Phenacogrammmus   
 
 
 Trivialname 
 Blauer Kongosalmler 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Phenacogramus interruptus  BOULENGER, 1899 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Afrika: mittleres Kongobecken, Regenwaldflüsse 
 
 
 
 
 
 Blaue Kongosalmler stammen typischerweise aus Regenwaldflüssen, sie bewohnen das mittlere Kongobecken. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Aufzuchtbecken mit Gitterrost 
 
 
 Fortpflanzung 
 Freilaicher 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 ca. 1 Woche 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 bis zu 200 Eier 
 
 
 
 
 Blaue Kongosalmler lassen sich nachzüchten, dafür sollte man die Lichtstärke erhöhen und sie gut füttern. Vor allem schwarze Mückenlarven sind dazu besonders gut geeignet. Weil sie ihre eigenen Eier fressen, solltest du daher auf ein Ablaichaquarium mit Laichrost setzen. Achte auf einen weiche bis mittelharten pH-Wert, damit die Tiere in Stimmung kommen, die Weibchen legen bis zu 300 Eier, aus denen nach rund einer Woche die Jungen schlüpfen. Nach dem Ablaichen setzt du die Elterntiere wieder zurück. Die Jungen schlüpfen ungefähr eine Woche nach dem Ablaichen. Du kannst sie mit Infusorien, Pantoffeltierchen und später auch mit Nauplien oder Staubfutter großziehen. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2024-10-20T00:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Kriebelmückenlarven </title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/kriebelmueckenlarven</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/kriebelmueckenlarven"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Wenn das kleine schwarze anfängt nervig zu werden und dann auch noch Freunde im Gepäck hat, ist garantiert die Rede von ihnen: Kriebelmücken! Aber sind sie auch für das Aquarium gefährlich? Das kucken wir uns an. 
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Aussehen/Vorkommen  
  2 Einschleppen?  
  3 Nahrung/Fressverhalten  
 
  3.1 Im Aquarium  
 
  4 Fortbewegung  
  5 Fortpflanzung  
  6 Vorbeugung und Bekämpfung  
 
 
 Kriebelmücken (Simuliidae) sind kleine, fliegende Insekten, die in der Aquaristik ungebetene Gäste sind. Obwohl sie primär in der freien Natur oder im Gartenteich vorkommen, können ihre aquatischen Larven in seltenen Fällen auch in Aquarien auftauchen. 
   1 Aussehen und Vorkommen 
 Kriebelmücken sind kleine, kompakte Insekten mit einer Körperlänge von etwa 2 bis 6 mm. Ihr Körperbau ist charakteristisch bucklig, mit einem breiten Kopf, kurzen, kräftigen Beinen und relativ kurzen, klaren Flügeln, die in Ruhestellung dachförmig über dem Hinterleib liegen. Die Färbung der erwachsenen Kriebelmücken variiert von schwarz bis graubraun. Die Larven, die im Aquarium auftreten können, sind länglich, ca. 3-15 mm lang, wurmähnlich und haben eine helle, meist grünliche bis braune Farbe. Sie besitzen am Kopf eine Art Fächer, der zur Nahrungsaufnahme dient, und eine Haftscheibe am Hinterleib, mit der sie sich an harten Oberflächen festhalten. 
   2 Wie kommt die Kriebelmückenlarve ins Aquarium? 
 In Aquarien treten Kriebelmückenlarven vor allem in Becken auf, die in der Nähe von fließenden Gewässern stehen oder in denen unbehandeltes Wasser aus natürlichen Quellen verwendet wird. Auch im Gartenteich können Kriebelmückenlarven auftreten. Diese Insekten bevorzugen sauberes, gut durchströmtes Wasser, was in Aquarien aber auch in Teichen mit starker Filterung oder Strömungspumpen ähnlich nachgebildet wird.  Die Larven heften sich oft an Steinen, Pflanzen oder dem Substrat an. Sie kommen weniger oft im typischen Aquarium vor, können aber ein Problem darstellen, wenn sie in unkontrollierten Mengen auftreten. Besonders in offenen oder nicht vollständig abgedeckten Aquarien besteht die Gefahr, dass adulte Kriebelmücken von außen einfliegen und ihre Eier im Wasser ablegen. Daher lohnt sich ein genauerer Blick auf den Standort deines Aquariums: in unmittelbarer Nähe zum Gartenteich scheint für die fliegenden Schlimmlinge auch dein Becken ganz attraktiv, weswegen Fliegengitter am Fenster eine Überlegung wert sind. 
   3 Nahrung und Fressverhalten 
 Kriebelmückenlarven ernähren sich im Aquarium hauptsächlich von feinen, organischen Partikeln, die sie aus dem Wasser filtern. Diese Partikel bestehen aus Mikroorganismen, Detritus und Algen. Die Larven besitzen am Kopf spezielle Mundwerkzeuge, die als Fächer ausgebildet sind, mit denen sie kontinuierlich Nahrungspartikel aus dem Wasserstrom herausfiltern. Dadurch tragen sie zur Reinigung des Wassers bei. Als Filtrierer heften sie sich an festen Oberflächen wie Steinen, Wurzeln oder Pflanzen im Aquarium an. Dort verbleiben sie und strecken ihre Fächer in die Wasserströmung, um Nahrungspartikel aufzufangen. Sie sind vor allem in gut durchströmten Bereichen des Aquariums zu finden, da sie auf einen konstanten Wasserfluss angewiesen sind, um ausreichend Nahrung zu erhalten. 
 Im Gegensatz zu den Larven ernähren sich die adulten Kriebelmücken anders: wie bei den meisten Mücken sind es auch hier die Weibchen, die eine Blutmahlzeit benötigen, um sich zu verpaaren, ansonsten futtern auch diese wie die männlichen Kriebelmücken Nektar. 
   3.1 Kriebelmückenlarven im Aquarium 
 Im Aquarium sind Kriebelmückenlarven meist harmlos, können aber bei massenhaftem Auftreten vor allem in Filtriererbecken können zur Nahrungskonkurrenz werden, wenn sie in großen Mengen auftreten, und das ökologische Gleichgewicht stören. Auch in Zuchtbecken oder Aquarien mit empfindlichen Arten kann eine übermäßige Vermehrung der Larven problematisch werden, da sie die Konkurrenz um Ressourcen erhöhen.  Nicht zuletzt verlassen Kriebelmücken das Aquarium als adulter Nervling, der voraussichtlich seine erste Blutmahlzeit sucht. Dass Kriebelmückenlarven im Aquarium mit Fischbesatz lange überleben, ist eher die Ausnahme, für gewöhnlich werden sie als willkommener Snack betrachtet. 
 Dass du dein Aquarienwasser pflegen solltest, ist kein Geheimnis, aber du kannst auch noch weitere Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass, vor allem in den Sommermonaten, blinde Passagiere das Becken erobern. Eine Aquarienabdeckung ist eine durchaus lohnende Sache, sowohl gegen das Eindringen von außen als auch gegen das versehentliche Entfleuchen deiner Schützlinge. Regelmäßige Wasserwechsel, eine Filtration mit feinen Filtermedien und eine Reduktion der Nährstoffeinträge tragen ebenfalls dazu bei, dass Kriebelmücken eher fernbleiben. 
   4 Fortbewegung 
 Kriebelmückenlarven sind an das Leben in fließendem Wasser angepasst und verfügen über eine besondere Fortbewegungsweise. Sie bewegen sich kriechend entlang von Oberflächen im Aquarium, indem sie ihre muskulöse Körperform nutzen. Mithilfe ihrer Haftscheibe am Hinterleib verankern sie sich sicher an Steinen, Pflanzen oder anderen festen Strukturen. Wenn sie sich fortbewegen möchten, lösen sie die Haftscheibe kurzzeitig und ziehen den Körper nach vorne, um sich dann erneut festzuheften. Dieser Prozess erinnert an die Bewegung von Raupen und ist ideal für das Überleben in stark strömenden Bereichen, wo sie dennoch in der Lage sind, gezielt Nahrungspartikel zu filtern. 
   
 Die Fähigkeit der Larven, sich in stark strömendem Wasser zu verankern und dennoch gezielt zu bewegen, ist ein Schlüsselmerkmal für ihr Überleben. Es ermöglicht ihnen, in Habitaten zu überleben, die für viele andere aquatische Insektenlarven zu herausfordernd wären. In Aquarien mit starker Strömung nutzen sie diese Fortbewegungsstrategie, um sich in nährstoffreichen Bereichen niederzulassen und effizient Nahrung aufzunehmen. 
   5 Fortpflanzung 
 Die Weibchen legen nach der Paarung ihre Eier in großen Mengen, oft in Bündeln, auf festen Substraten wie Steinen, Pflanzen oder an der Wasseroberfläche ab. Ein Weibchen kann mehrere hundert Eier produzieren. Die Eier sind klein und klebrig, sodass sie fest an der Oberfläche haften, selbst in schnell fließendem Wasser. Im Aquarium kann dies bei entsprechender Strömung und Wasserqualität ebenfalls geschehen, deswegen kann hin und wieder ein prüfender Blick auf deine Aquarienumgebung nicht schaden. 
 Aus den Eiern schlüpfen nach wenigen Tagen die Larven, die sofort beginnen, sich an festen Oberflächen im Wasser festzuheften. Diese aquatische Phase kann mehrere Wochen bis Monate dauern, abhängig von der Wassertemperatur und den verfügbaren Nahrungsressourcen. Die Larven durchlaufen mehrere Häutungen, bevor sie das Puppenstadium erreichen, das ebenfalls unter Wasser stattfindet. Die Larven spinnen sich dabei in einen Kokon ein, der an einer festen Unterlage im Wasser befestigt ist. In diesem geschützten Zustand entwickeln sie sich zu adulten Mücken. Dieser Prozess dauert in der Regel ein bis zwei Wochen. 
 Nach der Entwicklung brechen die adulten Kriebelmücken aus dem Kokon und steigen an die Wasseroberfläche auf, um ins freie Umfeld zu fliegen. Die adulten Mücken sind auf der Suche nach Blutmahlzeiten, die sie für die Produktion der nächsten Generation benötigen. In einem Aquarium ist dies allerdings selten relevant, da die Bedingungen für die Eiablage und die Nahrungsaufnahme durch die adulten Mücken in der Regel nicht ideal sind. 
   6 Kriebelmückenlarven im Aquarium verhindern und loswerden 
 Neben einem regelmäßigen Wasserwechsel, um unter anderem die Nährstoffkonzentration zu reduzieren, hast du auch noch weitere Möglichkeiten, Kriebelmückenlarven im Becken zu verhindern. Wie eingangs beschrieben solltest du die Aquarienumgebung prüfen, gegebenenfalls Fliegengitter installieren und das Aquarium abdecken. Ein leistungsstarker Filter, der das Wasser wirklich gut aufbereitet, kann dich ebenfalls unterstützen, auch hier solltest du dessen regelmäßige Wartung nicht vernachlässigen. 
 Last but not least spielt auch die Wasserherkunft eine Rolle. Wenn du „Draußenwasser“ verwendest, wie etwa aus Quellen oder Regenwasser, kann es sein, dass du dir dabei eine Ladung der Nervlinge selbst ins Aquarium kippst. Besser ist es, wenn du aufbereitetes und gefiltertes Wasser verwendest. Solltest du Larven entdecken, kannst du sie manuell entfernen, meist klappt das mit dem Wasserwechselschlauch, es kann aber auch sein, dass du mit einer Pinzette nachhelfen musst. Es existieren zwar diverse „Anti-Kriebelmücken-Mittelchen“ auf dem Markt, die man ins Wasser geben kann, allerdings solltest du hier im Hinterkopf behalten, dass unter Umständen auch deine anderen Wirbellosen dann in Mitleidenschaft gezogen werden. 
                ]]> </content> <updated>2024-09-27T00:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Quellmoos</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/quellmoos</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/quellmoos"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Mit seinen grünen Trieben sorgt Quellmoos oder Willow Moos für schöne grüne Polster im Aquarium. Das Lieblingsmoos von Takashi Amano hat durch die Arbeiten des Naturaquarium-Erfinders weltweit Aufmerksamkeit gefunden.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Mit seinen grünen Trieben sorgt Quellmoos oder Willow Moos für schöne grüne Polster im Aquarium. Das Lieblingsmoos von Takashi Amano hat durch die Arbeiten des Naturaquarium-Erfinders weltweit Aufmerksamkeit gefunden. Aber nicht nur Aquascaper lieben dieses Moos, auch Züchter: Haftlaicher nutzen die zarten Spitzen des Quellmooses gern, um ihren Laich anzuheften. Quellmoos fand in vergangenen Zeiten sogar außerhalb der Aquaristik Verwendung - teilweise wurden hiermit ganze Dächer gedeckt, und es wurde als Heilpflanze gegen Fieber genutzt! Quellmoos  Fontinalis antipyretica  hat keine Rhizoide und wächst daher nicht am Untergrund fest. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5 - 30 °dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 3-30°dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6,0 - 9 
 
 
 Temperatur 
 4-26 °C (opt. 14-26 °C) 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 Für Low-Tech-Aquarien 
 ja 
 
 
 Ansprüche 
 anspruchslos 
 
 
 Aquarienbereich 
 Vordergrund, Hardscapebegrünung 
 
 
 Schwierigkeit 
 sehr einfach 
 
 
 
 
 
 Vermehrung 
 
 
 
 Vermehrung 
 Einzelne Triebe können vom Moospolster einfach mit einer scharfen und sauberen Schere abgetrennt und dann auf Steine oder Wurzeln  aufgebunden  werden. Zwar kann Quellmoos auch  geklebt werden , allerdings dauert hier der Neuaustrieb wesentlich länger. Beim Aufbinden ist darauf zu achten, keine lockeren Schlaufen zu binden, damit Fische oder Garnelen sich nicht darin verheddern oder hängen bleiben. 
 
 
 Verwendung im Aquarium 
 Das Willow Moss bildet dicht beblätterte, buschige Triebe von einer Länge bis 30 cm aus und sollte vor allem im Aquascape hin und wieder zurückgeschnitten werden, damit die Polster kompakt bleiben. Die Moospolster eignen sich hervorragend als Laichsubstrat für Haftlaicher und Freilaicher. 
 
 
 Wachstum submers 
 Quellmoos besiedelt sowohl stehende, als auch fließende kühlere Gewässer. Unter Wasser kann es dunkelgrüne flutende rasenähnliche Polster ausbilden. Die rippenlosen, einmal gefalteten lanzettlichen Blätter sind ganzrandig und haben einen scharfen Kiel. Hin und wieder können einzelne Blättchen an der Blattspitze leicht gezähnt sein. 
 
 
 Kann emers wachsen? 
 ja 
 
 
 Wachstumsgeschwindigkeit 
 schnell 
 
 
 
 
 Das Quellmoos kann im vorderen Aquarienbereich eingesetzt werden, eignet sich aber ebensogut für den Mittelgrund sowie für die Begrünung von Wurzeln und Steinen. Da es keine großen Ansprüche an Wasserwerte und Lichtversorgung stellt, ist Quellmoos auch für Einsteiger in die Pflanzenaquaristik zu empfehlen. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Fontinalaceae 
 
 
 Gattung 
  Fontinalis  
 
 
 Art 
  Fontinalis antipyretica  
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Fontinalis antipyretica  HEDW. 
 
 
 Aussprache:  Fontinális antipyrética   
 
 
 
 
 
 
  Herkunft  
 
 
 
   
 
 
 Nördliche Hemisphäre: Europa, Asien, Amerika, Grönland 
 
 
 
 
 
 Willow Moos mag das Aquarienwasser lieber etwas kühler und eher basisch, toleriert aber durchaus Abweichungen. Es kommt praktisch weltweit auf der nördlichen Hemisphäre vor. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Wuchshöhe 
 bis 30 cm 
 
 
 CO 2 -Düngung notwendig? 
 Nein, kann das Wachstum aber erheblich beeinflussen 
 
 
 Lichtbedarf 
 Gering. Erhöhte Lichtzufuhr beeinflusst das Wachstum positiv. 
 
 
 Dünger 
 Bei regelmäßigen Wasserwechseln für gewöhnlich nicht nötig, kann sich aber positiv auf das Wachstum auswirken 
 
 
 
 
 
                ]]> </content> <updated>2023-11-06T00:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Weiße Ludwigie</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/weisse-ludwigie</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/weisse-ludwigie"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Zartrosa Spitzen und ein sanfter schneeweißer Farbton peppen den grünen Unterwasserdschungel elegant auf: die Weiße Ludwigia ist gar nicht so oft im Handel zu bekommen und eine echte Rarität. Vor allem in Aquascapes zieht sie garantiert alle Blicke auf sich.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Zartrosa Spitzen und ein sanfter schneeweißer Farbton peppen den grünen Unterwasserdschungel elegant auf: die Weiße  Ludwigia  ist gar nicht so oft im Handel zu bekommen und eine echte Rarität. Vor allem in Aquascapes zieht sie garantiert alle Blicke auf sich. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 2-10 °dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 0-4 °dKH 
 
 
 pH-Wert 
 5-7,6 
 
 
 Temperatur 
 19-26 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Low-Tech-Aquarien geeignet 
 nein 
 
 
 Ansprüche 
 anspruchsvoll 
 
 
 Aquarienbereich 
 Mitte bis Hintergrund, als Eyecatcher 
 
 
 Schwierigkeit 
 anspruchsvoll 
 
 
 
 
 
 Vermehrung 
 
 
 
 Vermehrung 
 Über Kopfstecklinge ist die Vermehrung recht einfach, auch starke Rückschnitte werden in der Regel gut verkraftet. Dazu werden mit einer sauberen und scharfen Schere die obersten 10 cm des Triebes abgetrennt und anschließend wieder in den Bodengrund gesetzt. Hilfreich ist es, den untersten Stängelteil nicht von seinen Blättern zu befreien, sondern diese als Anker mit einzusetzen. 
 
 
 Vegetative Vermehrung 
 Die Weiße Ludwigia bildet 25-30 cm lange Stängel aus, die je nach Rückschnitt verzweigter und buschiger werden. Hin und wieder werden grüne Triebe ausgebildet, die sich nicht umfärben, aber zügiger wachsen. 
 
 
 Wachstum submers 
 Kulturpflanze 
 
 
 Kann emers wachsen? 
 nein 
 
 
 Wachstumsgeschwindigkeit 
 langsam 
 
 
 
 
 Mit ihren feinen schmalen weißen Blättchen stellt sie unter Wasser einen tollen Kontrast zu üblichen grün- oder rotlaubigen Aquarienpflanzen dar. Ähnlich wie auch bei anderen weißblättrigen Aquarienpflanzen weist die  Ludwigia  sp. White weniger Chlorophyll auf. 
   
 Im Handel wird die  Ludwigia inclinata  var.  verticillata  „White“ angeboten, und bei der  Ludwigia  sp. White könnte es sich um eine Variante der  Ludwigia inclinata  var.  verticillata  „Cuba“ handeln. Dies bedarf weiterer Klärung, mir liegen derzeit keine neueren Informationen dazu vor. Gelegentlich wird diese reine Kulturpflanze auch als  Ludwigia  sp. „pink“ gehandelt. Preise zwischen 3,50 € und 20,00 € sind keine Seltenheit, mittlerweile gibt es erste Anbieter, die sie auch InVitro anbieten. 
 2017 wurde die Weiße Ludwigie das erste Mal in Aquarien Internetforen besprochen, bisher verläuft ihr Siegeszug aber eher schleppend, sie wird mehr als Geheimtipp unter Pflanzenmessies gehandelt - eigentlich verwunderlich, denn mit ihren zart rosafarbenen Spitzen, die neue Blättchen ausbilden, ehe sie weiß werden, ist sie ein echter Eyecatcher, der definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hat. 
 Vom Wachstum ist sie im Gegensatz zu anderen  Ludwigia  Arten als eher langsam einzustufen, vor allem, wenn sie im mittelhartem bis hartem Wasser oder in Kiesboden gepflegt wird. Beste Resultate konnte ich mit ihr im Weichwasser erzielen, eingesetzt in Aquarium Soil von Tropica und einer entsprechenden Nährstoffversorgung mit  NPK ,  Eisen  und  CO 2  . 
 Eine fehlende Kohlenstoffquelle und eine Schummerbeleuchtung werden mit entsprechender Wachstumsstagnation quittiert, auch färben sich die im emersen Zustand eher grünlichen und weißgeränderten lanzettlichen Blättchen eher nur schleppend. 
 Als Eyecatcher kann die weiße  Ludwigia  auch im Nanoaquarium oder im Vordergrund eingesetzt werden. Dazu ist allerdings regelmäßiges Trimmen notwendig. Da sie verglichen mit andern  Ludwigia  Arten eher langsam wächst, macht sie in diesem Punkt eher keine große Mühe. Allgemein ist sie eine tolle Herausforderung für den fortgeschrittenen Aquarianer, die hin und wieder doch den ein oder anderen Anspruch hat. 
  
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Onagraceae 
 
 
 Gattung 
  Ludwigia  
 
 
 Art 
  Ludwigia  sp. White 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Ludwigia  sp. White 
 
 
 Aussprache:  Ludwígia  
 
 
 
 
 
 
  Herkunft  
 
 
 
   
 
 
 vermutlich USA, Kulturpflanze 
 
 
 
 
 
 Die Urform der Weißen Ludwigie stammt vermutlich aus den USA,  Ludwigia  sp. &quot;White&quot; ist jedoch eine Kulturform, die es so in der Natur vermutlich nicht gibt. 
 Eine ausgewogene Düngung und eine gute Lichtzufuhr von 0,75 W/ Liter sind empfehlenswert für einen kräftigen Wuchs dieser fürs Aquascaping besonders interessanten Aquarienpflanze. 
   
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Wuchshöhe 
 20-25 cm 
 
 
 CO 2 -Düngung notwendig? 
 
 nicht unbedingt, aber empfehlenswert; CO2: 10-40 mg/ l 
 
 
 
 Lichtbedarf 
 Licht: mindestens 0,75 W/ l 
 
 
 Dünger 
 NO3: 10-50 mg/ l PO4: 0,1-3 mg/l K: 5-30 mg/l Fe: 0,01-0,05 mg/l, 
 
 
 
 
 
                ]]> </content> <updated>2023-08-06T01:15:00+02:00</updated> </entry> </feed>