<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/aquascaping/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>GARNELENHAUS</name> </author> <title>Wiki / Atom Feed</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/aquascaping/?sRss=1</id> <updated>2026-05-02T21:42:30+02:00</updated> <entry> <title type="text">CO2 als Pflanzennährstoff</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/co2-als-pflanzennaehrstoff</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/co2-als-pflanzennaehrstoff"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Kohlenstoff spielt beim Aufbau von Pflanzengewebe eine enorm wichtige Rolle, und CO2 brauchen die Pflanzen außerdem, um erfolgreich Photosynthese zu betreiben. Im Aquarienwasser kommt davon allerdings häufig zu wenig davon vor.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Photosynthese zur Energiegewinnung  
  2 Aufbau des Pflanzengewebes  
  3 Natürliche Quellen  
  4 CO 2 -Bedarf im Aquarium  
 
  4.1 Nicht überdosieren!  
 
 
 
   1 Photosynthese zur Energiegewinnung 
 Pflanzen brauchen für die Photosynthese zwingend Kohlenstoff - aus  CO  2  und Wasser produziert die Pflanze mit Hilfe des Sonnenlichts Zucker (zum Beispiel Glucose mit der chemischen Formel C 6 H 12 O 6  oder Cellulose mit der Formel C 12 H 20 O 10 ) und Sauerstoff. Aquarienpflanzen müssen hierzu auf das im Wasser gelöste Kohlendioxid zurückgreifen. In der Regel ist&amp;nbsp;CO 2  daher im Aquarium der limitierende Faktor für das Pflanzenwachstum. 
   2 Aufbau des Pflanzengewebes 
 Kohlenstoff (C) ist nicht nur für die Energiegewinnung bei der Photosynthesereaktion wichtig, sondern dient den Pflanzen auch zum Aufbau ihres Gewebes und bildet den Hauptbestandteil der Pflanzenmasse. Der Vielfachzucker Cellulose ist der Hauptbestandteil der pflanzlichen Zellwände und damit die häufigste organische Verbindung der Welt. Seine chemische Formel lautet C 12 H 20 O 10  - man sieht schon, hier wird massenhaft Kohlenstoff (C) gebraucht! 
 Die Aminosäuren, aus denen Eiweiße aufgebaut werden, enthalten neben einer Aminogruppe eine Carbonsäuregruppe, in der neben Sauerstoff auch Kohlenstoff enthalten ist, und auch das in allen Fetten vorhandene Glycerin mit der Summenformel C 3 H 8 O 3  enthält Kohlenstoff. 
 Ohne Kohlenstoff gibt es kein Wachstum! 
 Einfacher Beweis für den hohen Kohlenstoffgehalt in Pflanzen: Zündet man Pflanzengewebe an, wird es schwarz - der Kohlenstoff im Gewebe wird sichtbar. 
   3 Natürliche Quellen 
 In der Natur können die Pflanzen in den Gewässern nicht nur auf das&amp;nbsp;CO 2  zurückgreifen, das sich im Wasser aus der Luft löst, sondern auch auf von den Fischen, Wirbellosen und Pflanzen ausgeatmetes Kohlendioxid und auf das, was die Mikroorganismen im Wasser produzieren. 
 Der Abbau organischer Masse zu Kohlendioxid funktioniert nach der folgenden Formel (analog auch mit anderen Zuckern, dort ändern sich einfach nur die Mengenverhältnisse): 
   
 In der Regel gibt es in natürlichen Gewässern sehr viel mehr Biomasse, die abgebaut wird, als im Aquarium, weshalb man in Freilandgewässern häufig ein sehr üppiges Pflanzenwachstum beobachten kann. 
   4 CO 2 -Bedarf im Aquarium 
 Die meisten Wasserpflanzen fahren gut mit einem CO 2 -Gehalt von 20 bis 30 mg/l im Wasser. Im Aquarium liegt der Kohlendioxid-Gehalt jedoch häufig weit darunter, daher ist es für anspruchsvollere Aquarienpflanzen notwendig, eine externe Versorgung mit&amp;nbsp;CO 2  am Aquarium anzubringen. Das kann durch  Einwegsysteme und Mehrwegsysteme mit Druckgasflaschen  oder  Bio-CO 2   geschehen. 
   
 Ist nicht genügend Kohlendioxid im Wasser gelöst, wird das Pflanzenwachstum gehemmt (warum, erklären wir in unserem Artikel über das  Liebigsche Minimumgesetz ), und die dadurch entstehenden Nährstoffspitzen können  Algenplagen  begünstigen. 
   4.1 Nicht überdosieren! 
 Höher als 30 mg/l Kohlendioxid im Aquarienwasser sollte man bei Aquarien mit Tierbesatz nicht gehen, weil die Fische und Wirbellosen bei einem zu geringen Gefälle von&amp;nbsp;CO 2  in ihrem Blut zu&amp;nbsp;CO 2  im Wasser Schwierigkeiten bekommen, das Kohlendioxid aus ihrem Blut loszuwerden. 
 Sie atmen nicht aktiv aus, sondern lassen den Abfallstoff durch ihre Kiemen passiv nach außen diffundieren. Das funktioniert allerdings nicht mehr, wenn im Wasser übermäßig viel&amp;nbsp;CO 2  gelöst ist, und das&amp;nbsp;CO 2  verbleibt an den Andockstellen für Sauerstoff der Blutkörperchen. Wie viel  Sauerstoff  im Wasser vorhanden ist, spielt dann übrigens keine Rolle mehr, wenn die Andockstellen nicht frei werden. Eine Garnele, eine Schnecke, ein Krebs oder ein Fisch (oder ein anderes Wassertier) kann also auch dann ersticken, wenn eigentlich ausreichend O 2  im Wasser vorhanden wäre. 
 Eine CO 2 -Überwachung im Aquarium zum Beispiel durch einen  Dauertest  im Aquarium ist daher zwingend notwendig, wenn man mit&amp;nbsp;CO 2  düngt. 
                ]]> </content> <updated>2020-02-01T01:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Bodengrund waschen</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/bodengrund-waschen</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/bodengrund-waschen"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Manche Bodengründe sind durch Abrieb und anderen Staub ziemlich verunreinigt, was das Wasser im Aquarium trüben würde. Dass man sie auswaschen muss, ist klar - aber das ist mühsam. Wir verraten ein paar Tricks und Techniken, wie man sich diese Arbeit erleichtern kann.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Eimer oder Schüssel  
  2 Sieb  
  3 Kissenbezug  
  Bei Farbkies bitte beachten  
 
 
  Neutrale Bodengründe  fürs Aquarium sind oft recht staubig ... und an manchen Naturkiesen (wie zum Beispiel an Basalt) klebt noch ordentlich Erde. Diesen Staub will man natürlich nicht im Aquarium haben - schnell wäre der Filter verstopft, und zu grober Staub kann dazu führen, dass das Filterrädchen Riefen in sein Gehäuse zieht, wodurch der Filter sehr laut wird und sogar in seiner Funktion eingeschränkt werden kann. Also wird neutraler Bodengrund vorgewaschen, was je nach der benötigten Menge und dem Verschmutzungsgrad eine harte Arbeit sein kann. In der Folge gibt&#039;s ein paar Tipps und Tricks, wie man sich diese mühevolle Prozedur ein bisschen einfacher machen kann. 
  Aktiver Soil  wird übrigens nicht vorgewaschen. Die nur leicht gebrannten Körnchen würden sonst zerfallen und man hätte nur noch Matsch. 
   1 Eimer oder Schüssel 
 Auswaschen geht natürlich sehr gut in einem Eimer oder einer Schüssel - vermutlich ist dies die häufigste Methode, wenn es darum geht, Aquarienkies oder Aquariensand zu reinigen. Das Substrat wird zusammen mit Wasser eingefüllt und dann im Eimer gut durchgerührt. Das dreckige Wasser wird abgegossen und frisches Wasser eingefüllt. Dies wiederholst du so lange, bis das abgegossene Wasser klar bleibt. Für kleine Kiesmengen geht dies recht gut, aber die Methode ist - je nach Verschmutzungsgrad - aufwändig, und man braucht doch sehr viel Wasser. 
   2 Sieb 
 Eine kleine Menge Kies zum Beispiel für ein Nanoaquarium lässt sich alternativ ganz einfach in einem feinen handelsüblichen Küchensieb durchspülen. Gegebenenfalls muss man das in mehreren Portionen machen. Gut unter dem Wasserstrahl schwenken und etwas mit den Händen durchrühren - Obacht bei scharfkantigem Kies, hier kann es durch das Rühren zu Verletzungen kommen! In diesem Fall nimmst du den Stiel eines Rührlöffels etc. zu Hilfe. 
 Hast du einen Wasserhahn mit Brausefunktion zur Verfügung, geht das Waschen noch etwas schneller. Man kann den Kies im Sieb auch sehr gut unter der Duschbrause durchspülen. Achtung - Acrylduschwannen und harte Kieskörner oder Sandkörner mögen einander nicht, hier kann es zu bösen Kratzern kommen! 
 Für sehr feinen Sand taugt diese Methode je nach Siebstärke nicht so gut. Hier solltest du das Sieb gegebenenfalls mit einem Stück Tuch auslegen. 
   3 Kissenbezug 
 Größere Mengen von Kies oder Sand packt man am besten in einen alten Kissenbezug. Ideal sind Bezüge mit Reißverschluss. Den Verschluss schließt man, und dann walkt man das ganze unter einen scharfen Wasserstrahl durch - am besten geht das mit dem Gartenschlauch oder in der Badewanne oder Duschwanne. Auch hier ist wieder Vorsicht geboten - Kies oder Sand kann Acryl wirklich böse zerkratzen! 
   4 Bei Farbkies bitte beachten 
 Farbkies - also ein eingefärbter und mit Kunstharz wasserneutral ummantelter Aquarienkies - darf nicht heiß (über 35 °C) ausgespült oder gar durchgekocht werden. Das sollte beim Auswaschen beachtet werden. 
                ]]> </content> <updated>2019-02-28T03:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Aktiver Bodengrund / Soil</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/aktiver-bodengrund-soil</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/aktiver-bodengrund-soil"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Aktiver Soil hat sich in der Garnelenhaltung absolut durchgesetzt - insbesondere für Aquarien mit Weichwassergarnelen ist er eine große Hilfe und kaum noch wegzudenken aus der Hochzucht bei Zwerggarnelen. Auch in der Pflanzenaquaristik spielt aktiver Bodengrund eine immer größ...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Was ist Soil?  
  2 Soilfarben  
  3 Soil für Garnelen  
  4 Pflanzensoil  
  5 Wasser im Soilaquarium  
  6 Soil tauschen  
 
 
 Aktive Bodengründe, auch Soils genannt, beeinflussen die Wasserparameter maßgeblich. Sie sind besonders im Aquascaping und in der Garnelenzucht beliebt, weil sie die Wasserwerte auf weich und leicht sauer einstellen und durch ihren  Huminstoff gehalt den pH-Wert in einem niedrigeren Bereich puffern als die  Karbonathärte . Die ersten Soils brachte Takashi Amano mit seiner Firma ADA auf den Markt. 
   1 Was ist Soil? 
 Aktiver Soil besteht in der Regel aus einer Mischung natürlicher Erden und Torf und enthält dadurch reichlich  Huminstoffe . Die relativ großen, weichen Körnchen werden bei niedrigen Temperaturen gebrannten. Die Erden fungieren als Ionentauscher und entziehen dem Wasser Härtebildner. Der  pH-Wert  wird durch aktiven Soil gesenkt und die  Karbonathärte  fällt. 
 Soils sorgen im Bodengrund des Aquariums für ein eher saures Milieu, was besonders dem großen Teil der sogenannten  unechten Wasserpflanzen (Sumpfpflanzen)  in der Aquaristik zugutekommt und die Aufnahme von Nährstoffen durch die Wurzeln fördern kann. 
 Durch ihre Porosität stellen aktive Bodengründe einen optimalen Ansiedelungsraum für Bakterien dar, und durch die in der Erde enthaltenen Nährstoffe wird die Mikrofauna deutlich gestärkt. 
   
 Durch die hohe Nährstoffdichte in Soil muss man hier auch nicht mit einem Bodengrunddünger arbeiten. 
 Soil wird vor der Aquarieneinrichtung nicht ausgewaschen und schon gar nicht ausgekocht - die einfach gebrannten Körnchen würden dabei zermatschen und man hätte nur noch Schlamm im Aquarium. 
   2 Soilfarben 
 Die Farben der verschiedenen Soilarten hängen vor allem von deren Zusammensetzung ab. Dunkle torfige Erden sind oft nährstoffhaltig und/oder haben starke Ionentausch-Kapazitäten, während hellere Erden weniger nährstoffhaltig sind und zum Ausgleich verwendet werden. So sind von sehr hell, beige, wie auch dunkelbraun und fast schwarz alle Farben bei Soils erhältlich. 
   3 Soil für Garnelen 
 Garnelensoils schaffen optimale und vor allem konstante Bedingungen für empfindliche Garnelenarten, wie etwa  Taiwan Bees  oder  Bienengarnelen . Sie sind in der Regel nicht vorgedüngt und geben daher in der Einfahrzeit des Aquariums keine hohen Nährstoffmengen ab. 
   4 Pflanzensoil 
 Beim speziellem Pflanzen-Soil sind dem Bodengrund noch extra Nährstoffe hinzugefügt, die die Pflanzen auch über die Wurzeln versorgen. Sie geben in der ersten Zeit besonders viel  Ammonium  ab, das den Bewohnern zu Beginn gefährlich werden kann – eine lange  Einfahrphase  ist daher unabdinglich. 
   5 Das Wasser im Soilaquarium 
 Soil als Ionentauscher hat nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit. Macht man nun mit hartem Wasser den wöchentlich fälligen  Wasserwechsel , so erschöpft sich der Soil zum einen recht schnell, zum anderen steigt hier oft der  pH-Wert  kurz stark an und fällt dann wieder ab, wenn der Soil seine Arbeit macht. Viele empfindliche Garnelenarten vertragen diese Schwankungen nicht gut und reagieren dann mit Problemen wie einer erhöhten Anfälligkeit für  Häutungsprobleme  oder  Krankheiten.  
 Besonders in Aquarien mit Hochzuchtgarnelen oder Wildfängen aus Weichwasserbiotopen sollte man daher auf jeden Fall nur mit angepasstem Wasser arbeiten und  Osmosewasser  oder  VE-Wasser aus einem Vollentsalzer   mit einem passenden Mineralsalz wie zum Beispiel Salty Shrimp GH+ remineralisieren . 
 Bei Pflanzen und Fischen im Aquarium fallen diese Schwankungen nicht so sehr ins Gewicht, hier kann auch mit &quot;normalem&quot;  Leitungswasser  gearbeitet werden. 
   6 Soil tauschen 
 Weil Soil in seiner Aufnahmefähigkeit nur begrenzt ist, kann es passieren, dass in einem Aquarium mit einem erschöpften aktiven Bodengrund die Wasserhärte langsam und unbemerkt ansteigt. Ab und zu sollte man daher auch hier die Wasserhärte nachmessen! 
 Viele Garnelenhalter haben mit einem regelmäßigen Austausch des aktiven Bodengrundes gute Erfahrungen gemacht - in der Regel beträgt die Standzeit eines aktiven Soils ca. 1-2 Jahre. Spätestens wenn in einem Soilbecken keine Junggarnelen mehr hochkommen, wird es Zeit für einen Wechsel. 
                ]]> </content> <updated>2019-02-28T01:15:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Neutraler Bodengrund - Sand und Kies</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/neutraler-bodengrund-sand-und-kies</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/neutraler-bodengrund-sand-und-kies"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Neutraler Bodengrund hat in der Aquaristik eine lange Geschichte, und Sand oder Kies wird immer noch sehr gerne im Aquarium verwendet. Worauf du achten solltest und ob zum Beispiel Farbkies wirklich so gefährlich ist, erfährst du hier.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Bodengrund auswaschen  
  2 Hauptkriterien  
  3 Kunststoffummantelter Kies  
  4 Naturbelassener Kies  
  5 Körnung  
 
  5.1 Sand  
  5.2 Kies  
 
  6 Bodendüngung  
 
 
 Ein neutraler Bodengrund im Aquarium ist die klassische Wahl. Bodengründe, die keinen Einfluss auf die Wasserwerte nehmen, sind seit Anbeginn in der Aquaristik stark vertreten. Neutrale Bodengründe basieren oft auf Quarz – hier gibt es verschiedenste naturbelassene Sande und Kiese, aber auch gefärbte, kunststoffummantelte Bodengründe. Es gibt Bodengründe, die aus Basalt, Schiefer, Lavagestein und weiteren Gesteinsarten gewonnen werden. Damit hast du hier auch eine gute Auswahl an natürlichen Farbvarianten.   
   1 Bodengrund auswaschen 
 Sand oder Kies für Aquarien ist zwar „neutral“, allerdings sind die Substrate fürs Aquarium oft teilweise recht stark verunreinigt. Die Verunreinigung ist meist an sich harmlos und beinhaltet nur Staub, manchmal Erdreste (wie beispielsweise bei Basalt) und bei einigen porösen Bodengründen auch Salz oder Kalk. Meist wird schon auf der Verpackung auf das Waschen hingewiesen. Wie das am besten funktioniert, erklären wir im Wiki-Artikel &quot; Bodengrund waschen &quot;. 
 Müssen später im Aquarium bestimmte Werte erreicht werden, wie etwa bei Weichwassergarnelen (zum Beispiel  Taiwangarnelen  oder  Bienengarnelen ), kann es für den Besatz fatale Folgen nach sich ziehen, wenn ein Bodengrund mit anhaftendem Kalk nicht ordentlich vorgereinigt wird. Deshalb gilt hier: Zu jedem Bodengrund Erfahrungswerte lesen und in der Einlaufzeit regelmäßig die Härte messen. 
 Außerdem ist es möglich, dass zu grober Abrieb vom Bodengrund den Filter beschädigt. Auch hier ist das Vorwaschen daher ausgesprochen sinnvoll, selbst wenn dich eigentlich der &quot;Staub&quot; im Aquarienwasser nach dem Einrichten nicht großartig stören würde. 
   2 Hauptkriterien 
 Wichtige Kriterien bei der Auswahl eines neutralen Bodengrundes fürs Aquarium sind: 
 
 kunststoffummantelt oder naturbelassen? 
 aufhärtend? 
 Körnung (Sand, Kies) 
 gerundete Kanten? 
 
   3 Kunststoffummantelter Kies 
   
 Kunststoffummantelter Kies ist aufgrund der Farbvielfalt und ansprechenden Optik sehr häufig in der Aquaristik anzutreffen. Meist sind auch genau diese Kiese abgerundet und haben keine scharfen Kanten – dies spielt vor allem bei Bodenfischen, welche sich an den scharfen Kanten verletzen könnten, eine große Rolle. 
 Bei kunststoffummantelten Kiesen ist es besonders wichtig, sich über Erfahrungswerte zu informieren – nur allzu oft wird „Deko-Kies“ - welcher nicht aquarientauglich ist - verwendet. Die Folge kann insbesondere bei empfindlichen Fischen und Garnelen Krankheit oder sogar das Ableben der Tiere durch  Vergiftung  sein. 
 Wichtig ist, darauf zu achten, dass der Kies mit Kunstharz ummantelt ist und dass vom Hersteller möglichst Lebensmittelfarben zur Kolorierung verwendet werden. 
 Auch wichtig: Mit Kunststoff (gilt auch für Kunstharz) ummantelter Kies darf niemals heiß (über 35 °C) ausgewaschen oder gar abgekocht werden. 
   4 Naturbelassener Kies 
  Eine schöne Wahl sind naturbelassene Kiese fürs Aquarium. Hier gibt es absolut wasserneutrale Kiese und solche, die Kalk enthalten und dadurch das Wasser aufhärten können - wie zum Beispiel Basalt oder Marmor. Planst du ein Weichwasserbecken mit Naturkies, solltest du dich vorher informieren, ob dein gewünschter Kies das Wasser aufhärtet oder nicht. 
   5 Körnung 
 Ob nun Sand (also eine feine Körnung bis 1 mm) oder Kies (Körnung ab 1 mm aufwärts) verwendet wird, hängt hauptsächlich vom Aquarium selbst ab. Zum einen ist es natürlich eine Frage der Optik, zum anderen allerdings auch des Nutzens und des Besatzes. 
   5.1 Sand 
 Ein sehr feiner Sand neigt schnell zum Verdichten – es entstehen anaerobe Zonen, in denen sich leicht unerwünschte Faulstellen bilden. Feiner Sand sollte deshalb nicht so hoch aufgeschüttet werden und bestenfalls Turmdeckelschnecken und stark wurzelnde Pflanzen eingesetzt werden um den Boden etwas zu lockern. 
 Sand ist optimal für Bodenbewohner geeignet, auch Pflanzen gedeihen bei entsprechender Nährstoffversorgung in Sand sehr gut. Es gibt Fische, die gezielt den Sand durchkauen, um Futter zu suchen, so wie  Panzerwelse  und Zwergbuntbarsche. Auch manche Schnecken wie die  Malaiische Turmdeckelschnecke , Raubschnecken oder  Tylomelania  lieben es, im Sand zu buddeln oder darin herumzurüsseln. Diese Tiere sollten zumindest eine sandige Ecke im Aquarium bekommen. 
   5.2 Kies 
 Kies verdichtet nicht so stark wie feiner Sand und neigt daher auch nicht zu denselben Problemen. Allerdings fällt - je gröber der Kies ist - gerne einmal Futter in die Zwischenräume, wo es oft unerreichbar für die Tiere ist. Hier kann es bei entsprechend starker Fütterung zu einer hohen Nährstoff- und Keimbelastung kommen - den gefürchteten  Faulstellen oder Gammelstellen . Mulm absaugen ist in diesem Fall eine regelmäßige Notwendigkeit. 
 Im Gegensatz zu Sand können verschiedene Kiese auch zusammen mit einem  Bodenfilter  verwendet werden – besonders solche, die auf gebranntem Ton oder Lava basieren, eignen sich gut, da sie eine hohe Porosität besitzen und somit ein sehr viel höheres Filtervolumen entsteht. In den Poren können Filterbakterien besonders gut siedeln. 
 Für Bodenbewohner wie etwa Panzerwelse sind manche Kiese allerdings zu scharfkantig und damit ungeeignet. Hier solltest du unbedingt auf gebrochene Kanten und abgerundete Kieskörnchen achten - viele Hersteller bieten diese Kiese extra an. 
 Pflanzen haben auch mit gröberem Kies kein Problem und wachsen mit der richtigen Düngung gut. 
   5.3 Sand und Kies mischen? 
 Niemals sollte man Kies und Sand mischen. Die feinen Sandkörner setzen sich in die Zwischenräume der Kieskörner. Ein solchermaßen vermischter Boden verdichtet sich extrem schnell. Will man beispielsweise einen Sandweg im Aquarium anlegen, sollte man daher die verschiedenen Substrate möglichst trennen, etwa durch flache Steine oder sogar durch ein Stück Teichfolie. 
   6 Bodendüngung 
 Anders als  aktiver Soil  enthält neutraler Aquarienkies oder Aquariensand keinerlei Nährstoffe. Die Pflanzen sind daher darauf angewiesen, dass ihre Wurzeln über das Wasser mit &quot;Futter&quot; versorgt werden. Ein Bodenfluter oder ein  Bodenfilter  erhöht die Durchströmung des Bodengrundes und verbessert damit die Nährstoffversorgung. Grabende Schnecken wie die  Turmdeckelschnecke  Melanoides tuberculata  , die Stachel-TDS  Mieniplotia scabra  oder auch  Tarebia granifera , die &quot;Nöppi&quot; genannte Genoppte Turmdeckelschnecke, bringen durch ihre Wühltätigkeit ebenfalls Nährstoffe an die Pflanzenwurzeln. 
 Es gibt auch die Möglichkeit, die Pflanzen gezielt über die Wurzeln zu düngen - das geschieht entweder über einen sogenannten Düngebodengrund, der unter der Kiesschicht im ganzen Aquarium verteilt wird, oder durch gezielt im Wurzelbereich der Pflanzen platzierte Düngekugeln oder Düngekapseln. 
                ]]> </content> <updated>2019-02-28T00:45:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Bodengrund im Aquarium</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/bodengrund-im-aquarium</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/bodengrund-im-aquarium"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Kies oder Sand? Aktiver oder neutraler Bodengrund? Was sind die Unterschiede, und wie soll ich mich entscheiden? Was hätten denn eigentlich meine Bewohner im Aquarium gerne, was brauchen die Pflanzen? Fragen über Fragen, und die große Auswahl an Bodengründen macht&#039;s nicht einf...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Aufgaben des Bodengrundes  
  2 Bodengrundwahl  
 
  2.1 Aktiver Bodengrund / Soil  
  2.2 Neutraler Bodengrund / Kies, Sand  
 
  3 Benötigte Menge  
  4 Aquarien ohne Bodengrund  
 
 
 Eine primäre Frage stellt sich vor dem Aufsetzen eines neuen Aquariums: Welchen Bodengrund verwende ich? Was sieht gut aus und was ist für meine Aquarienbewohner das beste Bodensubstrat? Hier gilt es, bei den Bedürfnissen der Aquarientiere ganz genau hinzuschauen und dann erst eine Auswahl zu treffen. 
   1 Aufgaben des Bodengrundes im Aquarium 
 Der Bodengrund erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben im Aquarium. Er arbeitet als biologischer Filter, dient als Ansiedelungsfläche für Bakterien und als Wurzelsubstrat für die  Pflanzen , kann allerdings auch  Faulstellen  begünstigen und Nährstoffe horten. Der Bodengrund hat somit einen entscheidenden Einfluss auf die positive, aber auch auf eine mögliche negative Entwicklung eines Aquariums. 
   2 Welcher Bodengrund ist der richtige? 
 Die Suche nach dem besten Bodengrund kann bei der riesigen Auswahl schnell zur Verzweiflung führen. Die Frage, die sich hier eigentlich stellt ist: Was für einen Zweck soll der Bodengrund erfüllen? Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten unterschieden – aktive Bodengründe (rechts im Bild unten) und neutrale Bodengründe (links). 
   
   2.1 Aktiver Bodengrund / Soil 
 Aktive Bodengründe, auch Soil genannt, beeinflussen die Wasserparameter und machen das Wasser zum Beispiel weicher - ideal für die meisten Wasserpflanzen, fürs Aquascaping und für Aquarien mit Weichwassergarnelen wie  Bienengarnelen  oder  Taiwangarnelen . Was genau diese Art Aquarienbodengrund kann, wozu sie gut ist und worauf man unbedingt achten sollte, erklären wir in unserem Artikel &quot; Aktiver Bodengrund - Soil &quot;. 
   2.2 Neutraler Bodengrund / Kies und Sand 
 Neutrale Bodengründe beeinflussen die Wasserwerte im Aquarium nicht und haben in der Aquaristik eine lange Tradition. Wann man Sand wählt, wann Kies sinnvoll ist und was es mit den häufig verwendeten und oft gescholtenen Farbkiesen auf sich hat, erklären wir im Wiki-Artikel &quot; Neutraler Bodengrund - Kies und Sand &quot;. 
   3 Wie viel Bodengrund sollte ich verwenden? 
 Die Höhe des Bodengrundes hängt ebenfalls vom Verwendungszweck ab. Sand sollte man generell nicht zu hoch aufschütten, damit sich hier keine anaeroben Zonen aka Gammelstellen oder Faulstellen bilden. Im Aquascaping werden Soils oft sehr hoch nach hinten ansteigend aufgeschüttet, um die optische Räumlichkeit und Tiefenwirkung des Aquascapes zu verstärken. 
 In der Garnelenzucht hingegen wird manchmal nur eine feine Schicht – gerade so, dass der Boden bedeckt ist – aufgetragen, um das Eindringen von Futter in tiefere Bodenschichten zu verhindern und somit auch die Wasserbelastung zu reduzieren. Da in Zuchtbecken für Garnelen auch öfter der komplette Bodengrund gewechselt wird, ist eine feine Schicht leichter zu handhaben und auszutauschen. In diesem Fall arbeitet man dann eher mit Aufsitzerpflanzen wie Moosen (zum Beispiel  Riesenquellmoos ) oder  Javafarn ,  Anubias ,  Bucephalandra  und so weiter. 
 Im Standardaquarium oder Gesellschaftsaquarium ist eine durchschnittliche Bodengrunddicke in einer Schicht von etwa 2-3 cm völlig ausreichend, damit sich die Pflanzen mit ihrem Wurzeln darin gut verankern können. 
   4 Überhaupt kein Bodengrund 
 In der Garnelenzucht sieht man tatsächlich auch hin und wieder blanke Glasböden im Aquarium - ganz ohne Bodengrund oder wirklich nur eine halbe Handvoll Kies oder Soil. Diese Methode hat den Vorteil, dass sich das Aquarium so sehr leicht sauber halten lässt. Futterreste und Mulm lassen sich ganz einfach absaugen, ohne dass man aufpassen müsste, das Substrat ebenfalls zu erwischen. 
 Nachteilig ist hier die geringere Ansiedelungsfläche für Bakterien - die Filterleistung sollte daher in einem solchen nackten Becken etwas größer dimensioniert sein als in einem Becken mit Bodengrund. Die Garnelen selber scheint der fehlende Bodengrund nicht zu stören, vor allem dann nicht, wenn ihnen im Aquarium zum Beispiel auf  Steinen oder auf Wurzeln aufgebundene Moospolster  oder auch  Mooskugeln  angeboten werden, wo sie nach Aufwuchs suchen und sich etwas verstecken können. 
                ]]> </content> <updated>2019-02-27T01:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Was ist Aquascaping eigentlich?</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/was-ist-aquascaping-eigentlich</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/was-ist-aquascaping-eigentlich"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Aquascaping! Überall taucht das Wort auf, doch was ist Aquascaping eigentlich genau? Hier im Wiki erklären wir zusammenfassend, woher die Kunstform Aquascaping kommt und worum es beim Aquascaping geht.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Aquascaping/andere Richtungen  
  2 Planung eines Aquascapes  
 
  2.1 Bodengrund  
  2.2 Hardscape  
  2.3 Aquarienpflanzen  
 
  3 Landschaften unter Wasser  
  4 Der Goldene Schnitt  
 
  4.1 Die wichtigsten Layoutformen  
 
  5 Bewohner im Aquascape  
  6 Die Besten der Besten - IAPLC  
  7 Takashi Amano und das Naturaquarium  
 
  7.1 Aqua Design Amano  
 
  8 Weitere Hersteller  
 
 
 Aquascaping ist eine moderne Form der Aquariengestaltung, bei der mit viel Liebe zum Detail Naturlandschaften (auch und gerade solche über Wasser) im Aquarium nachempfunden werden. Dazu kann Aquascaping auch eine Art Lifestyle sein, denn leidenschaftliche Aquascaper legen großen Wert auf die Qualität der verwendeten Hardscape-Materialien, der Technik und der verschiedenen Tools, die sie für ihr Aquascaping-Layout benötigen. 
 1   Aquascaping und andere Richtungen der Aquaristik 
 Die Schönheit und Harmonie von Naturlandschaften, verbunden mit Ruhe und der speziellen Stimmung eines Aquariums, das ist das herausstechende, besondere Merkmal des Aquascaping. Man könnte hier mit Fug und Recht von einer Kunstform reden - einer Kunstform, die sich mit lebenden Materialien ausdrückt. 
 Im Unterschied zur klassischen Aquaristik steht beim Aquascaping das Zusammenspiel der Pflanzen mit dem Hardscape (also Wurzeln und Steinen) im Vordergrund, während bei der klassischen Aquaristik meist die Fische oder Wirbellosen die Hauptrolle spielen. Daneben gibt es auch noch die reine Pflanzenaquaristik, bei der im sogenannten Holland-Aquarium nur  Wasserpflanzen  eingesetzt werden. Das Holland-Aquarium kommt gänzlich ohne Hardscape aus. In der Biotop-Aquaristik werden hingegen möglichst naturgetreue Unterwasserlandschaften aus Flüssen oder Seen nachgebildet. Hier wird etwas weniger Wert auf die Anmutung und Ausstrahlung des Layouts im Aquariums gelegt als beim Aquascaping, auch wenn es definitiv Berührungspunkte gibt. 
 2   Planung eines Aquascapes 
 Aquascapern sind die Details beim Einrichten und Bepflanzen sehr wichtig und sie machen sich schon im Vorfeld viele Gedanken, wenn sie eine grobe Idee zum Layout haben und entschieden haben, welche Aquariengröße gestaltet wird. Auch die Form des Aquariums spielt eine wichtige Rolle bei der Planung - gibt es viel Grundfläche, soll eine größere Höhe gestaltet werden, ...? 
   
 Aquascaping-Layout gestaltet von Annika Reinke und Marcel Runde 
   2.1 Bodengrund 
 Eine wichtige Rolle im Aquascaping spielt der  Bodengrund aufbau; wird  aktiver Soil  verwendet, brauchen die Pflanzen im Layout eine zusätzliche Versorgung durch Nährstoffsubstrat - und welcher Dekor-Sand (auch kosmetischer Sand genannt) kommt zum Einsatz? 
   2.2 Hardscape 
 Mit der Planung und Einrichtung des Aquariums sind Aquascaper nicht selten mehrere Tage oder gar Wochen beschäftigt, sehr detailverliebt legen und arrangieren sie Steine und Wurzeln - auch Hardscape genannt -, bis alles passt. Sie sind stets mit Herz dabei und nach der Einrichtung sehr sorgsam bei der weiteren Pflege ihrer Kunstwerke ... das ist gelebtes Aquascaping. 
   
   2.3 Aquarienpflanzen 
 Auch die richtige Pflanzenwahl ist beim Aquascaping sehr wichtig ... verwendet man für das Layout Stängelpflanzen, Bodendecker, Farne,  Bucephalandra  oder andere Aufsitzer oder Moose, und wie werden diese kombiniert und arrangiert, damit es später auch alles den Vorstellungen entspricht, wenn die Aquarienpflanzen eingewachsen sind? Welcher  Pflanzendünger  wird für die unterschiedlichen Pflanzen benötigt, wieviel  CO 2   benötigen sie, etc ... 
   3 Landschaften unter Wasser 
 Das Wort Aquascaping setzt sich aus den Wörtern  Aqua  (Wasser) und  Landscape  (Landschaft) zusammen. Die Inspirationen für Layouts bekommen Aquascaper häufig durch das Betrachten von Berglandschaften, Küsten-, Fluss- oder Auenlandschaften sowie Wäldern, Mooren oder Mooswiesen. Im Aquarium werden die Layouts dann mit Steinen, Wurzelholz und  Wasserpflanzen  gestaltet und so in Szene gesetzt, dass ein besonderes Zusammenwirken aus Ruhe, Harmonie und zugleich Spannung entsteht. Dabei ist darauf zu achten, dass die Einrichtung bzw, Gestaltung nicht zu symmetrisch (gleichmäßig) ist, dies wirkt meist sehr unnatürlich. 
 Aquascaping ist natürlich stets eine individuelle Sache des Künstlers oder Betrachters, aber um ein möglichst harmonisches Layout zu erhalten, folgen viele Aquascaper dem Goldenen Schnitt und richten sich oft nach den drei Layout-Formen Dreieck, Konkav und Konvex. Wir werden hier in einem anderen Artikel noch einmal genauer darauf eingehen und die verschiedenen Layout-Stile separat unter die Lupe nehmen. 
   4 Der Goldene Schnitt 
  Der Goldene Schnitt ist eine Grundregel für das harmonische Maß zweier Längen zueinander, es beträgt 1:1,618 (oder verdoppelt ca. 2:3) und findet sich überall in der Natur wieder, z.B. bei Blättern,  Schneckenhäusern , etc. Dieses Verhältnis empfinden Menschen als beonders harmonisch und da sich ein Aquarium durch seine Außenkanten begrenzt, ist der Goldene Schnitt hier relativ leicht anzuwenden. 
 Das Hauptaugenmerkt des Layouts, also z.B. eine Schlucht, eine besonders auffällige Pflanze oder Pflanzengruppe oder der Mainstone, also der Hauptstein, sollte demnach nicht direkt in der Mitte oder zu weit am Rand sein, sondern von der Mitte aus gesehen leicht nach links oder rechts versetzt, sodass man auf einer Seite 2 Längen und auf der anderen 3 Längen erhält. 
   4.1 Die wichtigsten Layout-Formen 
 Ein Dreieck-Layout beginnt an einer Seite hoch und senkt sich zur anderen Seite ab. Das Konkav-Layout wird auch Schluchten-Layout genannt, links und rechts ist es meist erhöht und im Goldenen Schnitt entsteht eine Schlucht oder Vertiefung. Bei einem Konvex-Layout ist dies anders herum, an den Seiten beginnt es flach und der höchste Punkt (z.B. Hügel oder Felsformation), bzw. das Hauptaugenmerk, liegt im Goldenen Schnitt. 
   5 Bewohner im Aquascape 
  Wenn das Layout fertig eingerichtet ist, die Pflanzen gesetzt sind und der  Filter  läuft, kommen später noch oft kleinere  Zierfische  und  Garnelen  als Bewohner des Aquascapes hinzu. Insbesondere  Zwerggarnelen  sind nützlich und eignen sich hervorragend, da sie viele  Algen  fressen und Pflanzen, Steine, den Bodengrund, etc. idealerweise sauber halten. 
 Auch manche  Wasserschnecken  sind nicht nur hübsch anzusehende, sondern auch nützliche Begleiter im Aquascape, weil sie sich um Reste und um Algenbeläge kümmern. Die Bewohner sollten aber nicht zu sehr den Blick des Betrachters ablenken, im Vordergrund steht das Aquascape. 
   6 Die Besten der Besten - IAPLC 
 Diese neue Kunstform der Aquariengestaltung erfreut sich weltweit großer Beliebtheit und es gibt mittlerweile zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe. Der größte und für Aquascaper wichtigste Wettbewerb ist der IAPLC (International Aquatic Plants Layout Contest), der von ADA (Aqua Design Amano) veranstaltet wird. Jedes Jahr nehmen daran Aquascaper aus vielen unterschiedlichen Ländern teil und er gilt als Königsklasse unter den Aquascaping-Contests. 
 Beim IAPLC-Contest geht es aber nicht allein um die Gestaltung selbst, auch Pflanzenwahl und Zustand der Wasserpflanzen sind neben weiteren Punkten wichtige Bewertungskriterien. Der Gewinner darf sich neben der großen Anerkennung nicht nur aus der  Aquascaping-Szene  auch über ein stattliches Preisgeld freuen. Die Preisverleihung, zu der Gäste aus aller Welt anreisen, findet jedes Jahr in Japan statt. Auch wir durften schon mehrfach dabei sein und es ist ein wirklich beeindruckendes Erlebnis. 
 Neben dem IAPLC gibt es noch weitere Aquascaping-Contests. In unserer Rubrik Wettbewerbe stellen wir sukzessive die gängigen  Aquascaping-Wettbewerbe  vor. 
   7 Takashi Amano und das Naturaquarium 
  Als Begründer der Naturaquaristik, heute Aquascaping genannt, gilt Takashi Amano (1954-2015) aus Japan. Takashi Amano setzte als erster ganze Landschaften als Layout im Aquarium um, und sicher verstand es zur damaligen Zeit kein anderer so wie er, diese beeindruckend in Szene zu setzen. Als Naturfotograf bereiste Takashi Amano viele Länder und fand dort die Inspirationen für seine Naturaquarien (Nature Aquarium) Layouts, wie er sie zu Beginn nannte. Takashi Amanos Nature Aquarium trägt heute den Namen Aquascaping und ist längst selbstständig geworden, sodass es auch weiterhin sicher viele neue Inspirationen und tolle Aquascapes geben wird. 
 Leider verstarb Herr Takashi Amano mit nur 61 Jahren im August 2015 nach langer Krankheit. Aber sein Geist und seine Leidenschaft leben in einer großen weltweiten Fangemeinde weiter und es gibt viele, die sein Werk und seine Idee des Naturaquariums fortführen. So haben wir 2015 die erste Aquascaping-Gallery mit angeschlossenem Ladengeschäft und Onlineshop (seit 2007) in Deutschland eröffnet ... mögen noch viele andere folgen! 
   7.1 Aqua Design Amano (ADA) 
 Takashi Amano gründete die Firma ADA (Aqua Design Amano) und eröffnete eine  Aquascaping Gallery  in Niigata/Japan, in der er zahlreiche seiner Naturaquarien (Aquascapes) ausstellte. 2008 war dort unsere erste persönliche Begegnung mit Herrn Amano. Sie führte später auch zu unserer eigenen Aquascaping-Gallery bei uns im GARNELENHAUS-Ladengeschäft. 
 Sicher als eine der wichtigen Innovationen von Takashi Amano war die Entwicklung von  Aquarium-Soil  als natürlicher Bodengrund. Bekannt ist hier ganz besonders der dunkle  ADA Aqua Soil Amazonia , mit dem sich Wasserpflanzen gut kultivieren lassen und der das Wachstum der Pflanzen deutlich verbessert. Takashi Amano entwickelte viele Produkte für seine Produktlinie Nature Aquarium Goods (NA-Goods), mit denen das technische Zubehör im Aquarium fast unsichtbar wird, wie z.B.  Lily Pipes  als Ausströmer für den  Außenfilter  oder den ästhetisch ansprechenden CO 2 -Dauertest  Drop Checker . Auch die sichtbare Technik, wie  Beleuchtung ,  Filter  etc., wurde von Takashi Amano in stilvollem Design entworfen, entwickelt und aus hochwertigen Materialien hergestellt, wie z.B. die  ADA Solar Serie  und die Außenfilter  ADA Super Jet Filter . 
   
  ADA  ist eine Klasse für sich, und vieles wurde noch von Takashi Amano selbst speziell für unser Hobby designt, entwickelt und hergestellt. Ein Mann und seine Idee, die von anderen Herstellern zunächst belächelt wurde. Daher darf man wohl zurecht sagen: Ohne ihn würde es Aquascaping in dieser Form heute sicherlich nicht geben, es wäre zumindest bei weitem nicht so populär und bekannt. 
   8 Weitere Hersteller 
 Mittlerweile gibt es noch weitere zahlreiche Hersteller für Aquascaping-Zubehör, mit deren Produkten man Aquascaping ebenfalls auf hohem Niveau betreiben kann ... optisch sehr ansprechend und dazu noch erschwinglich. In unserem GARNELENHAUS-ONLINESHOP findest Du dazu alles, was dein Herz begehrt. Mit unseren Hausmarken  GH-Goods ,  GlasGarten  und  SaltyShrimp  haben wir qualitativ hochwertige und dennoch günstige Produkte für das  Aquascaping  im Programm. 
                ]]> </content> <updated>2018-09-14T00:45:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Eisendünger und Eisenvolldünger</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/eisenduenger-und-eisenvollduenger</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/eisenduenger-und-eisenvollduenger"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Dünger für bepflanzte Aquarien ist für manche ein Buch mit sieben Siegeln. Wir erklären hier genauer, wie man am besten Eisen zudüngt, was Eisenvolldünger ist und welche Vorteile er im Pflanzenaquarium hat. Außerdem geben wir euch hier eine Hilfestellung an die Hand, wie ihr d...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Mikronährstoffe  
 
  1.1 Bedarf an Mikronährstoffen  
 
  2 Eisendünger  
  3 Welchen Dünger wählen?  
 
  3.1 Eisendünger oder Eisenvolldünger  
 
  4 Eisendünger verfärbt sich?  
 
 
 Neben den im  Artikel über NPK-Dünger  beschriebenen Makronährstoffen gibt es auch noch die Mikronährstoffe, die für die Pflanzen im Aquarium nicht minder wichtig sind, auch wenn sie in viel geringeren Mengen benötigt werden. Grundsätzliches zur Düngung von Aquarienpflanzen erfährst du in unserem Artikel &quot; Aquarienpflanzen richtig düngen &quot;. 
   1 Mikronährstoffe 
 Unter Mikronährstoffe fallen  Eisen  und  Spurenelemente . Mengenmäßig fällt der Mikronährstoffbedarf von Pflanzen deutlich geringer aus als der Bedarf an Makronährstoffen. 
   1.1 Bedarf an Mikronährstoffen 
  Eisen &amp;nbsp;zum Beispiel wird von den Wasserpflanzen im Aquarium in Mengen von 0,1 bis 0,5 mg/l benötigt,  Nitrat  im Gegensatz dazu in Mengen von stattlichen 15-25 mg/l. Noch geringer ist der Bedarf an Spurenelementen wie  Kupfer , Nickel, Zink oder Molybdän. hier sind wir in Bereichen von etwa 0,1 µg/l. 
   2 Eisendünger 
 Auch bei den im Handel erhältlichen Eisendüngern gibt es zahlreiche Unterschiede, so sind einige Düngersorten  schwach , andere  stark stabilisiert . Im Wiki-Artikel &quot; Eisen als Pflanzennährstoff &quot; erfährst du mehr über die Unterschiede. 
   3 Welchen Eisendünger soll ich wählen? 
 Für Pflanzenaquarien geeignet sind eigentlich alle aquaristischen Eisendünger. Genau wie bei NPK-Düngern ist es jedoch auch hier wichtig, dass du den Durchblick hast und weißt, mit welcher Dosis du wie viel mg/l Eisen zufügst – dies sollte daher bei deinem gewählten Dünger auf dem Etikett angegeben sein. 
   3.1 Eisendünger oder Eisenvolldünger? 
 Erhältlich sind (reine) Eisendünger und sogenannte Eisenvolldünger. Der Unterschied liegt darin, dass sogenannten Volldüngern auch&amp;nbsp; Spurenelemente  beigefügt sind und oft auch  Kalium  – dennoch werden so gut wie immer auch noch die Makronährstoffe  Nitrat  und  Phosphat  benötigt – diese müssen extra zugefügt werden. 
 Einen „Volldünger“ im Sinne von All-in-one Dünger gibt es nicht, da  Phosphat mit dem Eisen reagieren (ausfallen)  und so für Pflanzen praktisch unerreichbar im Filter landen würde. Die unkomplizierteste Lösung ist eine Zwei-Flaschen-Lösung: Ein NPK-Dünger und ein Eisenvolldünger, die zu unterschiedlichen Zeiten ins Aquarium gegeben werden. 
 Einige Mineralsalze und andere Wasserzusätze sind zusätzlich noch mit weiteren Spurenelementen versetzt. Verwendet man diese oder muss man aufgrund des Bedarfs der Pflanzen einen bereits vorhandenen Eisenvolldünger ergänzen und möchte eine Anreicherung der restlichen Spurenelemente vermeiden, kann man auf einen reinen Eisendünger zugreifen. 
 In den meisten Fällen ist jedoch ein Eisenvolldünger mit Spurenelementen genau das Richtige für bepflanzte Aquarien oder auch für bepflanzte Aquascapes. 
   4 Eisendünger verfärbt sich? 
 Frischer Eisendünger ist von einer hellbraunen, fast durchsichtigen Farbe. Mit zunehmender Lagerungszeit wird der Dünger immer dunkler, weil    das Eisen im Dünger nach und nach mit Sauerstoff aus der Luft reagiert und oxidiert.   Mit der Zeit nimmt der Dünger daher eine rostbraune Farbe an und wird immer undurchsichtiger.   Die Funktion des Düngers wird durch diese Verfärbung jedoch nicht beeinträchtigt.    
    Es ist möglich, dass sich mit der Zeit Feststoffe absetzen, deshalb - immer gut schütteln vor der Verwendung.    
                ]]> </content> <updated>2018-08-01T01:45:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Was bedeutet NPK?</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/was-bedeutet-npk</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/was-bedeutet-npk"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die Buchstabenkombination NKP läuft uns als Aquarianern immer wieder über den Weg. Dass sich dahinter die von Pflanzen in größeren Mengen benötigten Makronährstoffe verbergen, wissen schon viele, aber wie man die Versorgung mit diesen Makronährstoffen im Aquarium sicher stellt...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Makronährstoffe  
  2 Welchen Dünger wählen?  
 
  2.1 Auswahlkriterien  
  2.2 Gängige Zusammensetzungen  
 
  2.2.1 Beispiele für NPK-Dünger  
  2.2.2 Beispiele für Einzelkomponenten  
 
  2.2.2.1 Nitrat  
  2.2.2.2 Phosphat  
  2.2.2.3 Kalium  
 
 
 
  3 Voraussetzungen  
  4 Mischung oder Einzelkomponenten?  
 
  4.1 Düngermischung  
  4.2 Einzelkomponenten  
 
 
 
 Die Buchstaben NPK stehen für die Pflanzennährstoffe  Nitrat ,  Phosphat  und  Kalium . Grundsätzliche Informationen zur richtigen Düngung von Pflanzen im Aquarium haben wir im Artikel &quot; Aquarienpflanzen richtig düngen &quot; aufgeschrieben. 
   1 Makronährstoffe 
 Nitrat, Phosphat und Kalium stellen die Makronährstoffversorgung für Pflanzen dar – Makro deshalb, weil diese Nährstoffe im Vergleich zu den Mikronährstoffen in großen Mengen von Pflanzen benötigt und verstoffwechselt werden. Die Abkürzung NPK ist meist auf den Etiketten von Pflanzen(flüssig)düngern zu finden. Sie macht ersichtlich, welche Nährstoffe dem Aquarium zugeführt werden. Die Buchstaben werden auch für Einzelkomponenten wie z.B. N-Dünger ( Nitrat ), P-Dünger ( Phosphat ) oder K-Dünger ( Kalium ) verwendet. In den einzelnen verlinkten Artikeln findest du weitere Informationen über die Nährstoffe. 
   2 Welchen Dünger soll ich wählen? 
 Es gibt mittlerweile zahlreiche Dünge-Systeme, und gerade als Einsteiger in die Thematik kann man schnell den Überblick verlieren. Viele lassen sich von der scheinbaren Komplexität des Themas &quot;Düngung im Aquarium&quot; abschrecken – aber keine Angst, so kompliziert ist es gar nicht. Hier zeigen wir dir, worauf es ankommt. 
   2.1 Auswahlkriterien 
 Grundsätzlich ist jeder aquarientaugliche Pflanzendünger geeignet, allerdings soll man bei der Auswahl darauf achten, dass auf dem Etikett genau angegeben wird, welche Menge Nährstoffe in mg/l (= ppm) dem Aquarium mit welcher Menge an Dünger zugegeben wird. Dies ist wichtig, um den Überblick über die Nährstoffversorgung der Aquarienpflanzen zu bewahren. 
   2.2 Gängige Zusammensetzungen 
 Erhältlich sind NPK-Dünger, Einzelkomponenten (N, P und K) und Mischformen (z.B. PK-Dünger + N-Dünger). 
   2.2.1 Beispiele für NPK-Dünger 
 Aqua Rebell Makro Basic NPK Dennerle NPK Booster JBL ProScape NPK Macroelements 
   2.2.2 Beispiele für Einzelkomponenten-Dünger 
   2.2.2.1 Nitrat 
 Aqua Rebell Makro Basic Nitrat  Aqua Rebell Makro Spezial N JBL ProScape N Macroelements Easy Life Nitro 
   2.2.2.2 Phosphat 
 Aqua Rebell Makro Basic Phosphat JBL ProScape P Macroelements Easy Life Fosfo 
   2.2.2.3 Kalium 
 Aqua Rebell Makro Basic Kalium JBL ProScape K Macroelements Easy Life Potassium 
   3 Voraussetzungen für die Wahl des Düngers 
 Welcher Dünger nun für dich beziehungsweise für dein Aquarium die richtige Wahl ist, hängt primär von deinen Wasserwerten, aber auch von deinen Präferenzen ab. Hast du bereits Nährstoffe in deinem Ausgangswasser, oder ist durch den Besatz bzw. durch die Fütterung z.B.  Nitrat  oder  Phosphat  bereits erhöht, dann solltest du dies unbedingt in deiner Düngung berücksichtigen. Bereits vorhandene Stoffe musst du natürlich nicht mehr zudüngen - oder zumindest nicht in vollem Ausmaß. 
  Schritt 1:  Wasserwerte messen (Eisen, Nitrat, Phosphat) 
  Schritt 2:  Dünger auswählen 
  Schritt 3:   Dosierung an dein Becken anpassen und Anheben der Wasserwerte auf das passende Niveau (Richtwerte wie oben)  Eine ausführlichere Beschreibung zur Verwendung von Düngern findest du in unserem Wiki-Artikel &quot; Aquarienpflanzen richtig düngen &quot;. 
   4 Düngermischung oder Einzelkomponenten? 
   4.1 Düngermischung 
 Für den einfachen Anwender mit einem gängigen bepflanzten Aquarium reicht in der Regel ein NPK-Dünger – einfach zu bedienen, alle Makros in einer Flasche. 
 Hat man nun allerdings wie oben erwähnt einen stärkeren Besatz und nitratreiches  Leitungswasser , würde ein solcher Volldünger zu einer Nitratanreicherung führen. Ist dagegen zu wenig Nitrat im Ausgangswasser, reichern sich meist Phosphat und Kalium an, da in manchen Düngern verhältnismäßig zu wenig Nitrat enthalten ist. Dies führt dann zu den üblichen Symptomen wie zum Beispiel verstärktem  Grünalgenwuchs . 
   4.2 Einzelkomponenten 
 Genau für solche Situationen gibt es aber auch eine ideale Lösung: Einzelkomponenten. Je nach Bedarf kannst du hier auf alle Nährstoffe einzeln zurückgreifen und gezielt N, P und K anheben, oder auch einen NPK-Dünger + Einzelkomponente verwenden (z.B. Estimative Index + N-Dünger). Hier bist du voll flexibel und kannst auf verschiedene Nährstoffsituationen reagieren. 
 Vergiss nicht: neben den Makronährstoffen gibt es noch die Mikronährstoffe, die nicht minder wichtig sind! Insbesondere  Eisen  und Eisenvolldünger ist in diesem Punkt interessant. 
                ]]> </content> <updated>2018-08-01T01:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Aquarienpflanzen richtig düngen</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/aquarienpflanzen-richtig-duengen</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/aquarienpflanzen-richtig-duengen"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Aquarienpflanzen brauchen wie alle Lebewesen auch Nährstoffe. Da das Aquarium ein relativ kleines abgeschlossenes System darstellt, sollten diese Nährstoffe ungefähr ausgewogen vorliegen, damit die Pflanzen gesund wachsen und sich keine Algenplagen einstellen.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Einzelkomponenten vs. Düngermischung  
  2 Das optimale Nährstoffniveau  
  3 Wann wird gedüngt?  
 
  3.1 Wöchentliche Düngung  
 
  3.1.1 Auftreten von Algen  
 
  3.2 Tagesdüngung  
 
  4 Nährstoffbedarf ermitteln  
 
 
 Ziel der Düngung im Aquarium ist es, die vorhandenen Wasserparameter an die Bedürfnisse der Wasserpflanzen anzupassen, um so einen guten Pflanzenwuchs zu erreichen. Daher müssen und sollten nur die Nährstoffe zugedüngt werden, die auch tatsächlich gebraucht werden. Beispiel: In meinem  Leitungswasser  sind bereits 10-15 mg/l  Nitrat  messbar, der Fischbesatz leistet seinen Beitrag und im Aquarium sind zwischen 15-20 mg/l messbar. Der  Pflanzennährstoff Nitrat  muss hier nun nicht extra zugedüngt werden, da ausreichend vorhanden ist. 
   1 Einzelkomponenten oder vorgemischter Dünger? 
 Das Beispiel oben zeigt, wieso ein  NPK-Dünger , der alle Makronährstoffe (also  N itrat,  P hosphat und  K alium) in einem Dünger vereint, nicht immer und für jedes Aquarium sinnvoll ist. Mit Düngern aus Einzelkomponenten kann man hier gezielt die fehlenden Nährstoffe  Phosphat  und  Kalium  hinzufügen, ohne den Nitratwert noch weiter in die Höhe zu treiben. 
   2 Optimales Nährstoffniveau für Aquarienpflanzen 
 In unserem Artikel  &quot;Pflanzen im Aquarium pflegen&quot;  gehen wir auf dieses Thema auch schon ein. Wie dort bereits ausgeführt, sollten deine Parameter idealerweise in diesen Bereichen liegen, wenn du erfolgreich ein Pflanzenaquarium oder bepflanztes Aquascape pflegen möchtest: 
 •&amp;nbsp;  Licht  (25-50 Lumen pro Liter)  •&amp;nbsp;  CO 2   (20-30 mg/l) •&amp;nbsp;  Nitrat  (15-25 mg/l) •&amp;nbsp;  Phosphat  (je nach Setup etwa 0 - 1,5 mg/l) •&amp;nbsp;  Kalium  (5-10 mg/l) •&amp;nbsp;  Eisen  (0,1-0,5 mg/l) 
 Die Werte sollten möglichst immer auf diesem Niveau gehalten werden. 
   3 Wann wird gedüngt? 
 Es gibt verschiedene Ansätze, wann der Pflanzendünger optimalerweise dem Aquarium zugeführt wird. Dabei kommt es ein bisschen auf die Art des Düngers an. 
   3.1 Wöchentlich nach dem Wasserwechsel 
 Eine wöchentliche Düngung ist die beste Wahl für Leute mit wenig Zeit oder für diejenigen Aquarianer, die unter der Woche einfach nur ins Aquarium schauen wollen. Das Wechselwasser wird auf den Zielwert aufgedüngt (z.B. 20 mg/l Nitrat etc.), und zusätzlich wird der Verbrauch der Pflanzen ausgeglichen, die Nährwerte des Aquariums werden also wieder auf den Zielwert gebracht. Diese Methode nennt man auch Stoßdüngung oder Vorratsdüngung, da die gesamten Nährstoffe auf einmal (&quot;auf Stoß&quot;) zugegeben werden. 
 Hierzu verwendet man neben einem  NPK-Dünger  oder den entsprechenden Einzelkomponenten einen  gut chelatierten (= stabilisierten) Eisenvolldünger  mit  Eisen  und  Spurenelementen  (wie z.B. den Aqua Rebell Mikro Basic Eisen), da sich so das Eisen länger frei im Wasser befindet und so nach und nach von den Pflanzen aufgebraucht werden kann. Schwächer chelatierte Dünger eignen sich nicht für die Vorratsdüngung einmal pro Woche - auf dem Dünger steht vermerkt, ob er für wöchentliche Düngung taugt oder nicht. 
   3.1.1 Auftreten von Algen 
 Falls du trotz korrekter Dosierung des Eisendüngers Probleme mit diversen Rotalgen im Aquarium bekommst (vor allem können hier die  Froschlaichalge ,  Pinselalgen  oder  Bartalgen  auftreten), kann eine Umstellung auf einen  schwächer chelatierten Dünger  helfen. 
 Die Zugabe von schwach stabilisierten Eisendüngern sollten idealerweise zeitversetzt zur NPK-Düngung erfolgen, um mögliche Ausfällungen des Eisens (Reaktion zu  Eisenphosphat ) zu vermeiden, das dann den Pflanzen im Aquarium oder Aquascape nicht mehr zur Verfügung stünde. Stark stabilisierte Dünger machen hier in der Regel weniger Probleme. 
   3.2 Tagesdüngung 
 Die tägliche Düngung ist günstiger für die Pflanzen, weil hier die Nährstoffe nicht erst in großer Menge vorliegen und dann langsam abgebaut werden. Eine Tagesdüngung ist daher insbesondere für Perfektionisten die ideale Wahl – hier kannst du die maximale Schönheit aus deinen Pflanzen herauskitzeln. Im Prinzip geschieht hier dasselbe wie bei der Düngung auf Stoß, nur dass hier der Nährstoffverbrauch der Pflanzen täglich wieder ausgeglichen wird: Du düngst den  ermittelten Wochenverbrauch  in mg/l geteilt durch sieben. 
  Achtung : Ist im Aquarium zu wenig von einem Nährstoff vorhanden, werden die anderen Nährstoffe nicht in vollem Ausmaß verbraucht. Insbesondere bei zu wenig Licht und einem niedrigen CO 2 -Gehalt solltest du auch die anderen Nährstoffe etwas nach unten schrauben. Die Zusammenhänge erklären wir genau in unserem Artikel über das  Liebigsche Minimumgesetz.  Es gilt, eine gute Balance zu finden und auf Symptome wie etwa Algenwuchs zu achten. In der Kategorie &quot; Algen &quot; in unserer Wiki findest du eine Sammlung von Algenarten und worauf sie hindeuten könnten. 
   4 Nährstoffbedarf ermitteln 
 Die empfohlenen Dosierangaben auf den Düngeflaschen sind lediglich ein Richtwert. Kein Aquarium gleicht dem anderen und jedes hat seinen individuellen Nährstoffbedarf. Natürlich kann man einfach drauf los düngen und probieren, bis man eine Dosierung gefunden hat, die passt. Idealerweise tastet man sich hier dann von unten an die optimale Dosierung heran. 
 Um unnötige Fehlschläge und damit verbundene Frustrationen zu vermeiden, sollte man daher gezielt den Nährstoffverbrauch der Pflanzen ermitteln. Dazu düngst du das Aquarium nach einem großzügigen Wasserwechsel auf bestimmte Zielwerte (z.B. Nitrat 20 mg/l usw.) auf, welche du per Tröpfchentest kontrollierst und dir danach am besten notierst. Nach sieben Tagen, direkt vor dem Wasserwechsel, misst du erneut – die Differenz ergibt den Nährstoffverbrauch deines Aquariums. 
 Es empfiehlt sich, diese Tests von Zeit zu Zeit zu wiederholen, weil sich die Aquarienbiologie verändert und die anfänglich ermittelten Zielwerte später dann eventuell nicht mehr passen. 
                ]]> </content> <updated>2018-07-25T01:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Spurenelemente im Aquarium</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/spurenelemente-im-aquarium</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/spurenelemente-im-aquarium"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Spurenelemente sind Nährstoffe für die Pflanzen und Tiere im Aquarium, die nur in winzigen Mengen aufgenommen und verarbeitet werden. Dennoch sind sie von entscheidender Wichtigkeit. Sie spielen bei wichtigen Stoffwechselvorgängen eine Rolle, die ohne die Anwesenheit der versc...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Wichtige Spurenelemente  
  2 Eisen (Fe)  
  3 Zink (Zn)  
  4 Kupfer (Cu)  
 
  4.1 Kupfer und Wirbellose  
  4.2 Kupfer und Pflanzen  
 
  5 Bor (B)  
  6 Mangan (Mn)  
  7 Molybdän (Mo)  
  8 Chlor (Cl)  
  9 Spurenelemente zudüngen  
  10 Überschuss von Spurenelementen  
 
 
 Für ein gutes Pflanzenwachstum kommt neben den Hauptnährstoffen  Nitrat ,  Phosphat  und  Kalium  auch den Spurenelementen eine wichtige Bedeutung zu. Wie die Bezeichnung erahnen lässt, werden Spurenelemente von der Pflanze nur in sehr geringen Mengen benötigt. Dennoch sind sie unabdingbar für das Wachstum der Pflanze; sind sie im Mangel, stagniert das Wachstum – auch hier greift das  Liebigsche Minimumgesetz . Ein gravierender Mangel führt im schlimmsten Fall sogar zum Absterben der Pflanze. 
 Den Spurenelementen kommt jedoch nicht nur eine wichtige Rolle in der Pflanzenernährung zu, auch bei der Versorgung der Mikrobiologie eines Beckens und des  Biofilms  sind Spurenelemente (aber auch Makronährstoffe) von hoher Bedeutung. 
   1 Wichtige Spurenelemente für die Aquaristik 
 Im Aquarium wichtige Nährstoffe, die in die Kategorie der Spurenelemente fallen, sind folgende: 
 
  Eisen  
  Zink  
  Kupfer  
  Bor  
  Mangan  
  Molybdän  
  Chlor  
 Kobalt 
 Selen 
 Silizium 
 
   2 Eisen (Fe) 
 Eisen ist eines der interessantesten Spurenelemente. Es wird im Vergleich zu den anderen Mikroelementen in der höchsten Menge benötigt. Eisen ist in der Aquaristik der wohl auch bekannteste Nährstoff aus der Sparte der Spurenelemente. 
 Fe ist vor allem an der Blattgrünbildung beteiligt und wird für die Photosynthese benötigt. Mehr dazu im weiterführenden Artikel  &quot;Eisen als Pflanzennährstoff&quot; . 
   3 Zink (Zn) 
 Zink ist für die Aktivierung verschiedener Enzyme zuständig, ebenso auch für die Eiweißbildung. Des weiteren ist Zink auch direkter Bestandteil von Enzymen, es wird außerdem für die Bildung des Wachstumshormons bei Pflanzen und Tieren benötigt. 
 Ein Zinkmangel wirkt sich bei Aquarienpflanzen durch Verkümmerung, Zwergwuchs und Missbildungen der Blätter aus. 
   4 Kupfer (Cu) 
 Das Schlagwort &quot;Kupfer&quot; hört man in der Aquaristik häufig. Einerseits wird es oft in Anti-Algen-Mitteln als Wirkstoff verwendet, andererseits ist Kupfer als tödliches Gift vor allem für Wirbellose bekannt. In geringen Mengen wird Cu jedoch als Spurenelement von vielen Lebensformen benötigt – von Garnelen bis hin zu den Pflanzen. Mehr Informationen über Kupfer, wie genau es wirkt, welche Dosen für Fische,  Algen , Aquarienpflanzen und Wirbellose gefährlich werden und wie man Kupfer loswird, findet ihr in unserem separaten Artikel  &quot;Was ist Kupfer?&quot;  
   4.1 Kupfer und Wirbellose 
 Garnelen, Krebse, Krabben und viele Schnecken können ohne Kupfer zum Beispiel gar nicht leben - in ihrem Blutfarbstoff Hämocyanin wird der Sauerstoff durch zwei Kupferatome gebunden, sie brauchen also Kupfer zwingend zum Sauerstofftransport. Andererseits sind schon Konzentrationen von 0,02 mg/l für Garnelen gefährlich. Hier gilt definitiv: Die Dosis macht das Gift! 
   4.2 Kupfer und Pflanzen 
 Auch für die Pflanzen ist Kupfer ein wichtiges Spurenelement: Sie benötigen es für die Photosynthese, aber auch in ihrer gesamten Atmungskette und zur Bildung von oxidierenden Enzymen. Weiters wird Kupfer für die Bildung von Lignin benötigt, also für die Verholzung von Pflanzenteilen. 
 Ein Kupfermangel wirkt sich durch Kümmerwuchs der neuen Blätter sowie durch verdrehte Blattspitzen aus, aber auch Chlorosen (also partielle oder ganzflächige Entfärbungen) und ein „Gelbwerden“ der Blätter kommen vor. 
   5 Bor (B) 
 Ohne Bor kein Protein: Bor ist unabdingbar bei der Synthese von Eiweißen. Auch beim Kohlenhydrattransport zu den Wachstumszonen spielt es eine wichtige Rolle, ebenso wie bei der Stabilisierung der Zellwände. 
 Bor-Mangelerscheinungen bei Pflanzen äußern sich wie folgt: Deformationen, Chlorosen, Nekrosen bzw. ein Absterben der Triebspitzen. 
   6 Mangan (Mn) 
 Mangan ist hauptsächlich bei der Bildung von Sauerstoff (O 2 ) während der Photosynthese beteiligt. Weiters ist Mangan ein wichtiger Cofaktor für die Funktion verschiedener Enzyme, wie auch Bestandteil einiger Enzyme selbst. 
 Ein Manganmangel wirkt sich bei Aquarienpflanzen durch Wuchshemmung und Chlorosen aus, er sieht einem Eisenmangel sehr ähnlich. 
   7 Molybdän (Mo) 
 Molybdän ist gemeinsam mit Eisen eine wichtige Komponente für die Nitrataufnahme der Pflanzen. Durch ein Enzym wird das aufgenommene Nitrat in Nitrit umgewandelt (Nitrat-Reduktase). Das Nitrit wird in der Folge durch ein weiteres Enzym zu Ammonium reduziert (Nitrit-Reduktase) und kann danach für die Bildung von Aminosäuren für Eiweiße verwendet werden. 
 Ein Molybdänmangel bewirkt daher einen  Stickstoffmangel  und wirkt sich genau so aus. 
   8 Chlor (Cl) 
 Chlor kommt in der Pflanze als freies Ion vor, es wird nur in geringen Mengen aufgenommen. Chlor ist wie Kalium vor allem für die Osmoregulation verantwortlich. Eine Mangelversorgung im Aquarium kommt so gut wie nicht vor. 
   9 Spurenelemente zudüngen 
 Die meisten im Handel verfügbaren  Eisendünger  sind sogenannte Volldünger. Sie werden so bezeichnet, weil sie neben Eisen noch weitere Spurenelemente und oft auch  Kalium  beinhalten. Sie beinhalten jedoch nicht die Makronährstoffe  Nitrat  und  Phosphat , worauf man aufgrund der Bezeichnung fälschlicherweise schließen könnte.  Gängige (Eisen-)Vollldünger sind z.B. Easy Life ProFito oder Aqua Rebell Mikro Basic Eisen. 
 Es gibt auch reine Eisendünger, komplett oder fast ohne Spurenelemente, wie z.B. Easy Life Ferro oder Aqua Rebell Mikro Spezial Eisen. 
   10 Überschuss von Spurenelementen 
 Sind Spurenelemente im Überschuss im Aquarienwasser vorhanden, wirkt sich dies am auffallendsten im Auftreten von verschiedensten Rotalgen wie  Pinselalgen  oder  Bartalgen  aus. 
                ]]> </content> <updated>2018-04-11T01:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Kalium als Pflanzennährstoff</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/kalium-als-pflanzennaehrstoff</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/kalium-als-pflanzennaehrstoff"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Kalium ist ein wichtiger Pflanzennährstoff und auch im Aquarium unverzichtbar. Als Makronährstoff ist Kalium für das Pflanzenwachstum essentiell und bei einem Kaliummangel kommt es zu Mangelerscheinungen bei den Wasserpflanzen.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Kalium als Pflanzennährstoff  
 
  1.1 Funktion im Stoffwechsel  
 
  2 Kaliumbedarf  
 
  2.1 Kaliummangel  
 
  3 Kaliumüberschuss  
  4 Kaliumdüngung  
 
  4.1 Flüssigdünger  
  4.2 Nährsalze  
 
 
 
   1 Kalium als Pflanzennährstoff 
  Kalium (K)  gehört neben  Nitrat  und  Phosphat  zu den Makronährstoffen, die in vergleichsweise hohen Mengen von Pflanzen benötigt werden und ist ein entscheidender Wachstumsfaktor nach dem  Liebigschen Minimumgesetz . Anders als Nitrat und Phosphat wird Kalium jedoch nicht direkt für den Aufbau von Pflanzenmasse benötigt, sondern liegt frei in den Vakuolen, die das Zellwasser beinhalten, vor. 
   1.1 Funktion von Kalium im Stoffwechsel 
 Kalium nimmt eine Vielzahl von Funktionen im Stoffwechsel der Pflanze ein, unter anderem ist es stark an ihrem Wasserhaushalt beteiligt: Eine ausreichende Kaliumversorgung gewährleistet die Fähigkeit Wasser (durch Osmoregulation) einzulagern und zu halten. In Verbindung damit bleibt auch die Fähigkeit der Pflanze erhalten, Nährstoffe aufzunehmen und zu transportieren und insbesondere zum Zelluloseaufbau Zucker zu den Zellwänden zu befördern. 
   2 Kaliumbedarf 
 Der Kaliumbedarf von Aquarienpflanzen liegt im Bereich von 5-10 mg pro Liter Aquarienwasser. 
 Wird Dünger zugeführt, so ist Kalium eher selten Mangelware – in ungedüngten Aquarien, sind jedoch sehr häufig klare Kaliummangelerscheinungen zu erkennen. 
   2.1 Kaliummangel 
 Ein Kaliummangel hingegen zeichnet sich sehr deutlich ab: Schwarze Punkte (Nekrosen) an den Blättern&amp;nbsp; - besonders häufig bei Farnen zu beobachten. Später entstehen aus diesen Nekrosen Löcher im Blattgewebe. Oft wird angenommen, dass diese Löcher durch Schnecken, Garnelen und andere Aquarienbewohnern verursacht werden. Meist sind diese jedoch nur hinter dem weichen, bereits absterbenden nekrotischen Pflanzengewebe her! 
   3 Kaliumüberschuss 
 Ein Kaliumüberschuss ist grundsätzlich weder für die Pflanzen noch für die Tiere im Aquarium schädlich: Pflanzen sind in der Lage, mehr Kalium aufzunehmen, als sie eigentlich brauchen. Es wird dann im Pflanzengewebe gespeichert. Viele handelsüblichen Dünger bringen einen weit höheren Kaliumeintrag mit sich als eigentlich benötigt wird. Ein starker Kaliumüberschuss äußert sich häufig in Form von grünen  Staubalgen  an den Scheiben. 
   4 Kaliumdüngung 
 Die Kaliumdüngung gestaltet sich relativ einfach, da es eine Vielzahl von Düngern fürs Aquarium gibt, die Kalium enthalten. Das Element Kalium ist schon lange als wichtiger Nährstoff auch für Wasserpflanzen bekannt. 
   4.1 Flüssigdünger 
 Ein Großteil der für die Aquaristik angebotenen Dünger enthält Kalium: In den meisten Nitratdüngern und natürlich auch in  Makronährstoffdüngern (NPK-Düngern)  ist Kalium in Form von Kaliumnitrat enthalten. Bekannte Dünger, die Kaliumnitrat enthalten, sind z.B. EasyLife Nitro oder AquaRebell Nitrat. Auch reine Kaliumdünger werden angeboten, diese enthalten meist Kaliumcarbonat (Pottasche). Auch  Eisenvolldünger  wie EasyLife Profito oder AquaRebell Mikro Basic Eisen beinhalten Kalium als Nährstoff. 
 Wird das Aquarium gedüngt, kann man Kaliummangel daher meist ausschließen, der Nährstoff ist in den meisten für die Aquaristik erhältlichen Flüssigdüngern enthalten. 
   4.2 Nährsalze 
 Man kann auch Kalium in Form von Nährsalzen erwerben und selbst mit Einzelkomponenten düngen. Meist sind diese Stoffe in Apotheken oder Chemiehandel (auch online) verfügbar. Der Vorteil dieser Art der Düngung ist der geringere Preis. Einige Kaliumverbindungen sind jedoch nur eingeschränkt erhältlich, da sie für den Bau von Bomben verwendet werden können und daher reglementierenden Gesetzen unterstehen. Folgende Nährsalze finden in der Aquaristik Verwendung: 
 
 Pottasche (= Kaliumcarbonat / K 2 CO 3 , sehr leicht zu bekommen, wird als Backzutat verwendet) 
 Kaliumhydrogencarbonat / KHCO 3  
 Kaliumnitrat / KNO 3  (~40% Kalium, schwer erhältlich, da Sprengstoffzutat) 
 Kaliumchlorid / KCl 
 Kaliumsulfat / K 2 SO 4  
 
                ]]> </content> <updated>2018-03-25T01:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Eisen als Pflanzennährstoff</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/eisen-als-pflanzennaehrstoff</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/eisen-als-pflanzennaehrstoff"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Eisen ist ein essenzieller Nährstoff für die Pflanzen, sie brauchen ihn, um ihr Blattgrün zu bilden. Eisenmangel führt zu typischen Schadbildern wie Chlorosen und Kümmerwuchs. Was bei der Eisendüngung zu beachten ist und welche Unterschiede es bei den verschiedenen Eisendünger...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Eisenaufnahme bei Pflanzen  
 
  1.1 Fe(III) zu Fe(II)  
 
  2 Eisenmangel  
 
  2.1 Symptome  
 
  3 Optimaler Wert  
  4 Eisendünger  
 
  4.1 Volldünger/Eisendünger  
  4.2 Schwach stabilisiert  
  4.3 Stark stabilisiert  
  4.4 Dünger für Landpflanzen  
 
 
 
  Eisen (Fe)  kann nur in seiner zweiwertigen Form (Fe(II)) von Pflanzen aufgenommen werden. Zweiwertiges Eisen, also Fe(II), kann zu rotem dreiwertigem Eisen Fe(III) oxidieren, welches die Pflanzen nur über Umwege aufnehmen können. Bei Eisendüngern ist deshalb das Eisen durch Chelate wie EDTA, Citrat, Gluconat oder Ascorbat stabilisiert. 
   1 Eisenaufnahme bei Pflanzen 
 In der Natur liegt Eisen oft in der oxidierten Form als Fe(III) 2 O 3  vor. Im Boden ist es auch in anderen, ebenfalls schwer löslichen Verbindungen (z.B.  Eisenphosphat ) vorhanden. Das dreiwertige Eisen Fe(III) muss vor der Aufnahme entweder zu Eisen(II) reduziert oder als Fe(III)-Chelat in die Pflanzenzelle transportiert werden. 
   1.1 Umwandlung von Fe(III) in Fe(II) 
 Pflanzen können über ihre Wurzeln Säuren ausscheiden oder Protonen freisetzen, um so den pH-Wert des Bodens senken. Die Senkung des pH-Werts (unter 5) hat eine Reduktion des Fe(III) zu Fe(II) zur Folge. Des Weiteren können pflanzeneigene Chelate freigesetzt werden, die das Fe(III) als Fe(III)-Chelat mobilisieren. So kann es in die Plasmamembran transportiert werden. Dort wird das Fe(III)-Chelat durch Fe(III)-Chelat-Reductase zum zweiwertigen Eisen Fe(II) reduziert. 
   2 Eisenmangel 
 Der grüne Blattfarbstoff Chlorophyll, auch Blattgrün genannt, wird von den Pflanzen für die Photosynthese benötigt, genauer gesagt für die Lichtabsorption, also die Aufnahme der Lichtenergie. Da Eisen von Pflanzen für die Chlorophyllsynthese benötigt wird, äußert sich ein Eisenmangel in einer Mangelproduktion von Chlorophyll. 
   2.1 Symptome 
 Bei Chlorosen auf Grund von Eisenmangel bleiben typischerweise die Blattadern zunächst grün, während sich das Blattgewebe entfärbt und ausbleicht oder gelb wird. Bei starkem Mangel kann das Blattgewebe bis ins Weiß ausbleichen, manchmal bilden sich auch schwarze nekrotische Stellen. An den Triebspitzen sieht man das Ausbleichen zuerst. Die neu austreibenden Blätter sind bei stärkerem Eisenmangel kleinwüchsig und sterben schnell ab. 
 Schnellwachsende Pflanzen sind ein guter Indikator für einen Mangel an Eisen, da sich bei ihnen die Symptome zuerst zeigen. 
   3 Optimaler Eisenwert im Aquarium 
 Ein Eisenwert zwischen 0,05-0,1 mg/l gilt im Aquarium (je nach Beckenkonstellation) als optimal. 
   4 Eisendünger 
   4.1 Volldünger / reine Eisendünger 
 Eisendünger sind meist Volldünger, sprich mit weiteren  Spurenelementen  versetzt, es gibt jedoch auch reine Eisendünger. Eisenvolldünger sind etwa Easy Life Profito oder Aqua Rebell Micro Basic Eisen, als reine Eisendünger wären z. B. Easy Life Ferro oder Aqua Rebell Micro Spezial Eisen zu nennen. Die Unterschiede erklären wir in unserem Wiki-Artikel &quot; Eisendünger und Eisenvolldünger &quot;. 
   4.2 Schwach stabilisierter Eisendünger 
 Eine weitere Unterscheidung gibt es in der Stabilisierung („Chelatierung“) des Eisens. Schwach stabilisierte Dünger (durch z.B. Zitronensäure) eignen sich zur schnellen Behebung akuter Mangelerscheinungen, da Zitronensäure als Chelat schnell „zerfällt“ und das Eisen somit schnell pflanzenverfügbar ist. Es oxidiert allerdings ebenfalls schnell zu Eisen(III) bzw. „fällt aus“. Eine tägliche Dosierung ist hier nötig. Schwach stabilisierte Eisendünger sind Easy Life Profito oder Aqua Rebell Mikro Spezial Flowgrow. 
   4.3 Stark stabilisierter Dünger 
 Stark stabilisierte Dünger (z. B. durch synthetische Chelate wie EDTA) eignen sich besonders zur primären Deckung des Eisenbedarfs. Hierdurch wird das Eisen länger in Lösung gehalten ( Reaktionen  wie etwa mit  Phosphat  werden verhindert) und es wird nach und nach frei verfügbar. Eine wöchentliche Dosierung ist deshalb möglich. Der Aqua Rebell Micro Basic Eisen ist ein solcher stark stabilisierter Dünger. 
   4.4 Eisendünger für Landpflanzen 
 Eisen(voll)dünger für die Aquaristik sind ungefährlich für Fische, Schnecken und Garnelen. Es gibt Eisendünger für Landpflanzen, welche sich auch für das Aquarium eignen, wie etwa Fetrilon, jedoch sollte man sich zuvor genauestens über die Inhaltsstoffe informieren. 
 Compo Fetrilon 13% in Pulverform ist ein reiner Eisendünger und in diversen Bau- und Gartenmärkten als 20g-Beutel erhältlich. Um einen Eisendünger selbst herzustellen, vermengt man 20g mit 1L Wasser. 1ml dieser Lösung auf 50 Liter erhöht den Eisenwert um 0,05 mg/l. Fetrilon ist gut stabilisiert, enthält jedoch keine weiteren Spurenelemente wie ein Volldünger für Pflanzenaquarien. 
                ]]> </content> <updated>2018-01-22T02:45:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Limitierte vs unlimitierte Düngung</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/limitierte-vs-unlimitierte-duengung</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/limitierte-vs-unlimitierte-duengung"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die (phosphat-)limitierte Düngung und die unlimitierte Düngung sind zwei ganz unterschiedliche Düngeansätze im Aquarium, die beide - je nachdem, was man erreichen möchte - ihre Berechtigung haben. Welche die richtige Methode für dein Aquarium oder Aquascape ist, erklären wir i...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 PO 4  und sein Ruf  
  2 Limitierte Düngung  
 
  2.1 Werte limitierte Düngung  
 
  3 Unlimitierte Düngung  
 
  3.1 Werte unlimitierte Düngung  
 
  4 Schlussfolgerung  
 
 
 Wenn man von einem „limitierten“ und „unlimitierten“ Ansatz bei der Düngung spricht, bezieht sich dies in der Aquaristik meist auf den Phosphatgehalt des Wassers.  Phosphat  ist auch in der Natur häufig der limitierende Faktor und begrenzt (wie das  Liebigsche Minimumgesetz  formuliert) das Pflanzenwachstum. Läuft dieser Wert (wie etwa durch (Über-)Düngen der Äcker) aus dem Ruder, kann es zu Algenblüten und sogar zum &quot;Umkippen&quot; des Gewässers kommen. 
   1 PO 4  und sein Ruf 
 Phosphat hatte in der Aquaristik lange einen schlechten Ruf, da in Seen eben dieses Algenwachstum meist gemeinsam mit einem Phosphatüberschuss vorkam. Beobachtet wurden hier jedoch oft Gewässer in kalten Zonen; Pflanzen sterben über die kalte Jahreszeit großteils bis auf die Wurzeln ab und benötigen im Frühjahr Zeit, um wieder zu treiben.  Algen  haben ihnen gegenüber einen Vorsprung, weil sie schneller wachsen. 
 In einer Studie von Bachman et al. (2002) wurden Seen in Florida untersucht, welche durch die fehlende Winterpause eher mit unseren Aquarien zu vergleichen sind. Interessanterweise war das Ergebnis dieser Studie, dass in diesen Umgebungen kein Zusammenhang zwischen Phosphat und vermehrtem Algenwachstum existiert. 
 Dieses Ergebnis bestätigt sich in der Aquaristik durch den Erfolg einer „unlimitierten“ Düngung. 
 Wie wichtig  Phosphat als Pflanzennährstoff  ist und allgemein, dass  kein Nährstoff im Mangel liegen sollte , wissen wir heute. 
   2 Limitierte Düngung 
 In Verbindung mit den erstgenannten Beobachtungen und Annahmen in gemäßigten Klimazonen kam man zu dem Schluss, dass eine Limitierung nach dem Vorbild der Natur der Schlüssel für ein  algenfreies  Aquarium wie auch für einen guten Pflanzenwuchs sein müsse. Der Fokus lag vor allem beim Stichwort „algenfrei“ - dadurch entstand das Prinzip der limitierten Düngung. 
  Phosphat  kann von Pflanzen in größeren Mengen aufgenommen und gespeichert werden. Es ist daher nicht nötig, dass Phosphat im Wasser immer nachweisbar ist. Das Prinzip der (Phosphat-)limitierten Düngung beruht (heutzutage) darauf, dass nur wenig Phosphat eingebracht wird. Dadurch ist auch der Verbrauch von anderen Nährstoffen wie z. B.  Nitrat  und  CO  2  geringer, allerdings ist auch die Wuchsgeschwindigkeit der Pflanzen verlangsamt. 
 Phosphat wird hier „auf Stoß“, also auf Vorrat gedüngt. Die Pflanzen füllen ihre Speicher, von welchen sie dann bis zu 4 Wochen zehren können. Alle anderen Nährstoffe werden in ausreichendem Maße zugefügt. Wie lange man die Pflanzen in der Praxis ohne Phosphat auskommen lässt - das sind Erfahrungswerte. Hier spielt der Besatz (bzw. die durch die Fütterung eingebrachten Nährstoffe) und die Bepflanzung eine wichtige Rolle. 
 Die limitierte Düngung ist ebenfalls ein Ansatz, um Phosphatausfällungen (die berühmt-berüchtigte  Phosphatfalle ) zu umgehen. Eine Zugabe von  Eisen  wird vermieden, solange Phosphat im Wasser nachweisbar ist – meist wird hier wöchentlich PO 4  auf Stoß gedüngt und erst zeitversetzt der  Eisendünger  zugeführt. 
   2.1 Werte für die limitierte Düngung 
 Die Werte können sich in folgendem Bereich bewegen:  CO 2   10-20 mg/l   NO 3   5-10 mg/l   K  5-15 mg/l  PO 4   &amp;lt;0,1 mg/l  Fe  0,1 mg/l 
   3 Unlimitierte Düngung 
 Im Gegensatz zum phosphatlimitierten Düngekonzept wird hier Phosphat nicht als limitierender Faktor genutzt. Die Wachstumsgeschwindigkeit wird hier nicht vom Phosphatgehalt beschränkt, sondern üblicherweise durch den  CO 2 -Gehalt  des Wassers reguliert. Dadurch wird ein optimaler Pflanzenwuchs erreicht - hier zeigen sich die Pflanzen in ihren schönsten Formen. Ein guter Pflanzenwuchs verhindert des Weiteren das Überhandnehmen von  Algen , wie es auch in der Studie von Bachmann et al. dargelegt wird. Unlimitiert bedeutet hier keinesfalls grenzenlos hoch, sondern eine Zufuhr nach dem  Optimumgesetz nach Liebig  bzw. eine Annäherung an eine optimale Verfügbarkeit der Wachstumsfaktoren. 
   3.1 Werte für die unlimitierte Düngung 
 Die Werte können sich in folgendem Bereich bewegen:  CO 2  &amp;nbsp;25-35 mg/l   NO 3  &amp;nbsp;10-30 mg/l   K  10-30 mg/l  PO 4  &amp;nbsp;1-3 mg/l   Fe  0,1-0,5 mg/l 
   4 Schlussfolgerung 
 Beide Prinzipien der Düngung funktionieren und mit beiden lässt sich ein optisch algenfreies Becken erreichen; die passende Methode für dein Aquarium solltest du nichtsdestotrotz mit Sorgfalt je nach Verfügbarkeit der Wachstumsfaktoren (wie  Nitrat ,  Kalium ,  Phosphat ,  Eisen ,  CO 2  ,  Licht ) auswählen. Hast du die Möglichkeit, die gesamte Palette an Nährstoffen (inkl. CO 2 ) zuzuführen und ist ausreichend Licht vorhanden, könnte es eine interessante Option für dich sein, dich an die unlimitierte Düngung heranzuwagen. 
                ]]> </content> <updated>2018-01-17T03:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Die Phosphatfalle</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/die-phosphatfalle</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/die-phosphatfalle"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die Ausfällung von Eisen(III)phosphat ist im Aquarium und besonders im Aquascaping ein Problem, weil so das Eisen nicht mehr den Pflanzen zur Verfügung steht, sondern Teil des Mulms im Aquarium wird. Was man zur Vermeidung der Phosphatfalle tun kann, lest ihr hier.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Bildung von FePo 4   
  2 Bedeutung für die Aquaristik  
  3 Vermeiden  
  4 Geringfilterung  
 
 
 Als Phosphatfalle bezeichnet man die Ablagerung von  Eisen  und  Phosphat  in Form von Eisen(III)phosphat (FePO 4 ), das sich als brauner Sedimentschlamm am Gewässerboden absetzt. Der Begriff stammt aus der Ökologie bei der Betrachtung von Seen. Hier stellt Phosphat den  limitierenden Faktor  des Systems dar. 
   1 Bildung von Eisen(III)phosphat 
 Unter aeroben Bedingungen kann zweiwertiges Eisen, also Fe(II), zu dreiwertigem Eisen, also Fe(III), oxidiert werden, welches wiederum mit Phosphat (PO 4 ) zu Eisenphosphat reagiert, ausfällt und als Partikel zu Boden sinkt. 
   2 Bedeutung für die Aquaristik 
 In der Aquaristik, besonders in der Pflanzenaquaristik, kennt man die Problematik der Eisenausfällung mit Phosphat gut. Eisen kann nur in seiner zweiwertigen Form - Fe(II) - von Pflanzen aufgenommen werden; wenn Eisen als Fe(III) mit Phosphat ausfällt, ist es unerreichbar für die Pflanzen. Einerseits kann so (trotz Düngung) ein Eisenmangel und/oder ein Phosphatmangel entstehen, andererseits kann sich unter anaeroben (sauerstofffreien) Bedingungen das Eisenphosphat wieder reduzieren. Somit wird  Phosphat  wieder freigesetzt und ist dann eventuell im  Überschuss  vorhanden, was eine Algenblüte zur Folge haben kann. 
   3 Vermeiden 
 Eine Eisenausfällung kann verhindert werden, indem man das gleichzeitige Aufkommen von Phosphat und Eisen weitestgehend vermeidet. 
 Ein dauerhaft messbarer Phosphatwert im Aquarienwasser ist dabei nicht förderlich. Er kann sogar bereits auf eine Rücklösung des Phosphates aus Eisenphosphat hindeuten. In diesem Fall steigt nach dem  Wasserwechsel  der PO 4 -Wert an. Man sollte dann so oft Wasser wechseln, bis sich der Phosphatwert wieder im Normalbereich befindet. 
 Vermieden werden sollte auf jeden Fall die gleichzeitige Düngung von Eisen und Phosphat. Ein stark stabilisierter (chelatierter) Dünger verhindert die Reaktion. Der Aqua Rebell  Eisenvolldünger  beispielsweise ist  stark stabilisiert , während der Aqua Rebell Flowgrow Spezial oder EasyLife Profito (für eine schnelle Versorgung bei Eisenmangel) nur  schwach stabilisiert  sind. Das Eisen hier steht zwar den Pflanzen schneller zur Verfügung, &quot;hält&quot; sich aber nicht so lange im Aquarienwasser, vor allem dann nicht, wenn Phosphat vorhanden ist. 
   4 Ansatz der Geringfilterung 
 Ein in der Pflanzenaquaristik beliebter Ansatz zum Vermeiden der Phosphatfalle ist die „Geringfilterung“. Anaerobe Zonen im Filter, und somit auch eine Rücklösung des Phosphats, werden verhindert. Gleichzeitig verhindert man so das „Knacken“ der Stabilisierung des  Eisendüngers  durch Bakterien und das damit verbundene Ausfallen des Phosphats im Filter (als Filterschlamm). Da Bakterien die  Denitrifikation  nur unter anaeroben Bedingungen durchführen können, wird der Verbrauch an Nitrat(-dünger) reduziert bzw. verbleibt das  Nitrat  als Nährstoff für die Pflanzen im Wasser. 
                ]]> </content> <updated>2018-01-05T02:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Liebigsches Minimumgesetz</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/liebigsches-minimumgesetz</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/liebigsches-minimumgesetz"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Das Liebigsche Minimumgesetz oder: wie bringe ich meine Pflanzen zum Wachsen? Das Minimumgesetz ist eine Grundlage der Pflanzenaquaristik, mit der man sich unbedingt auseinandersetzen sollte, wenn man Problemen mit Algen oder schlechtem Pflanzenwachstum aus dem Weg gehen möchte.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Wachstumsfaktoren  
  2 Praktische Anwendung  
  3 Auflistung Wachstumsfaktoren  
  4 Checkup Pflanzenwachstum  
  5 Algenwuchs und Minimumgesetz  
  6 Optimumgesetz  
  7 Nachwort  
 
 
 Das   Minimumgesetz (lateinisch minimum = &quot;das Geringste&quot;) wurde erstmals von Carl Sprengel formuliert und später von Justus von Liebig erweitert und bekannt gemacht. Das nach dem berühmten Chemiker benannte Liebigsche Minimumgesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen dem Pflanzenwachstum und den dafür benötigten Wachstumsfaktoren. 
   1 Wachstumsfaktoren 
 Die Wachstumsfaktoren für die Pflanzen, auch Ressourcen genannt, sind Nährstoffe, Wasser, das verfügbare Licht, die Temperatur etc. 
 Das Minimumgesetz besagt, dass der Faktor, der am geringsten vorhanden ist, das Wachstum der Pflanze beschränkt. 
  Beispiel:  Einer Pflanze stehen 80% ihres Nährstoffbedarfs zur Verfügung, das Licht allerdings fehlt oder ist nur mit 20% des Bedarfs vorhanden. Führt man nun mehr Nährstoffe durch einen Dünger zu, wird dies das Pflanzenwachstum nicht verbessern oder die Pflanze vor Mangelerscheinungen bewahren, da der limitierende Faktor das Licht ist. 
   2 Anwendung in der Aquaristik und im Aquascaping 
 In der Aquaristik ist das Verständnis des Minimumgesetzes essentiell, wenn man den Zusammenhang zwischen  Algenwuchs , Pflanzenwachstum und Nährstoffen verstehen und auch in seinem Aquarium (reproduzierbar) umsetzen möchte. 
 Betrachtet man &quot;Landpflanzen&quot; im Freien, so muss man sich - vorausgesetzt, die Pflanze steht an einem geeigneten Standort - um den Faktor &quot;Licht&quot; weniger Sorgen machen. Ganz zu schweigen vom Faktor &quot;CO 2 &quot;, von dem in der Luft zur Genüge vorhanden ist. Wasser allerdings kann eine knappe Ressource sein. 
 Für Wasserpflanzen spielt der Wachstumsfaktor &quot;Wasser&quot; eher keine Rolle – er ist zur Genüge vorhanden. CO 2  allerdings, das die Pflanze braucht, um ihr &quot;Gerüst&quot; auszubilden, ist ohne Zufuhr eigentlich immer Mangelware. 
   3 Liste der Wachstumsfaktoren für alle Pflanzen 
 Wachstumsfaktoren, die alle Pflanzen – also auch die im Aquarium - benötigen, sind: 
 
  Licht   
  CO 2   
  Nitrat &amp;nbsp; 
  Phosphat  
  Kalium  
 Calcium 
 Magnesium 
 Schwefel 
 Natrium 
  Eisen  
  Zink  
  Kupfer  
  Bor  
  Mangan  
  Molybdän  
  Chlor  
 Kobalt 
 Selen 
 Silizium 
 ... und weitere 
 
 Die Liste der Faktoren ist nach der Wichtigkeit für die Pflanze und dem tatsächlichen Bedarf geordnet, die wichtigsten Faktoren stehen am weitesten oben. 
   
   4 Checkup für ein gutes Pflanzenwachstum und die Eindämmung von Algen 
 Möchte man nun ein gutes Pflanzenwachstum erreichen oder  Algenwuchs  eindämmen, sollte man - angefangen mit dem ersten Faktor der Liste - nacheinander durchchecken, welcher Faktor ausreichend verfügbar ist und was dafür sorgen könnte, dass das Pflanzenwachstum stockt und Mangelerscheinungen auftreten. Näheres zum Bedarf an den einzelnen Faktoren ist in den Verlinkungen einsehbar. 
   5 Algenwuchs und Minimumgesetz 
 Das Wachstum der Pflanzen und somit auch der Verbrauch der Nährstoffe richtet sich nach dem am knappsten vorhandenen Nährstoff oder Wachstumsfaktor. 
 Oft wird beobachtet, dass bei einem Upgrade auf eine LED-Beleuchtung z. B.  Fadenalgen  auftreten. Dies hat jedoch eigentlich nichts mit der  Beleuchtung  an sich zu tun - obwohl diese Vermutung wirklich oft geäußert wird -, sondern damit, dass sich das Verhältnis der Wachstumsfaktoren verschoben hat und z. B.  Nitrat  nun der knappste verfügbare Nährstoff ist. Durch die neue Beleuchtung steht allerdings nun mehr Licht zur Verfügung, das jedoch von den Pflanzen gar nicht genutzt werden kann, weil andere Wachstumsfaktoren nun im Mangel sind. Die Fadenalgen nutzen nun die überschüssigen Wachstumsfaktoren. 
   6 Optimumgesetz 
 Das Optimumgesetz ist Liebigs Erweiterung zum Minimumgesetz und sagt aus, dass es ein Optimum in der Verfügbarkeit der Wachstumsfaktoren gibt, bei dem das Wachstum der Pflanzen so schnell wie nur möglich ist. Ein im Minimum befindlicher Wachstumsfaktor wirkt sich umso stärker negativ aus, je näher die anderen Faktoren am Optimum sind. 
 Für die Aquaristik bedeutet dies, dass die Nicht-Beachtung eines Nährstoffs (wie das oft bei  CO 2   der Fall ist) sich umso stärker negativ auswirkt, je mehr sich die anderen Faktoren dem Optimum nähern - Mangelerscheinungen und  Algenwuchs  verstärken sich. Dies geschieht oft vor allem dann, wenn man das CO 2  außer Acht lässt und versucht, diesen Mangel durch Flüssigdünger zu kompensieren. 
 Andersherum bedeutet dies aber auch, dass – falls man sich dazu entschließt einen Nährstoff wie  CO  2  absichtlich im Mangel zu halten – man durch das Niedrighalten der anderen Nährstoffe und Wachstumsfaktoren (allen voran  Licht ) Mangelerscheinungen (inklusive Algenwachstum) weniger stark sichtbar halten kann. Der Aquarianer ist dabei jedoch in der Pflanzenwahl stark eingeschränkt und muss dies auch bei der Bepflanzung beachten. Langsam wachsende Pflanzen sind für ein solches Aquarium anzuraten, wie etwa  Moose ,  Mooskugeln , verschiedene Wasserfarne und ähnliche. 
 7   Nachwort 
 Das  Minimumgesetz  wie auch das  Optimumgesetz  dienen dazu, das Verständnis für den Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Pflanzen und den Faktoren, die sie zum Wachsen bringen, zu fördern. Hier beschreiben wir keine Methode der Düngung! 
 Weiterführende Artikel zum Thema Düngemethoden findet ihr in der Rubrik „ Düngung “. 
 Bei einem Aquarium nehmen unzählige Faktoren und Akteure Einfluss auf die Entwicklung, wie etwa Bakterien, hohe und niedere Pflanzen (inkl.  Algen ), Tiere und so weiter. Aufgrund der Komplexität eines solchen Systems und den Wechselwirkungen darin beschreibt das Minimumgesetz lediglich einen Ausschnitt: nämlich die Wechselwirkung zwischen Wachstumsfaktoren und Pflanzen. 
                ]]> </content> <updated>2018-01-04T03:45:00+01:00</updated> </entry> </feed>