<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/aquascaping/duengung/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>GARNELENHAUS</name> </author> <title>Wiki / Atom Feed</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/aquascaping/duengung/?sRss=1</id> <updated>2026-04-28T09:42:31+02:00</updated> <entry> <title type="text">CO2 als Pflanzennährstoff</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/co2-als-pflanzennaehrstoff</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/co2-als-pflanzennaehrstoff"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Kohlenstoff spielt beim Aufbau von Pflanzengewebe eine enorm wichtige Rolle, und CO2 brauchen die Pflanzen außerdem, um erfolgreich Photosynthese zu betreiben. Im Aquarienwasser kommt davon allerdings häufig zu wenig davon vor.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Photosynthese zur Energiegewinnung  
  2 Aufbau des Pflanzengewebes  
  3 Natürliche Quellen  
  4 CO 2 -Bedarf im Aquarium  
 
  4.1 Nicht überdosieren!  
 
 
 
   1 Photosynthese zur Energiegewinnung 
 Pflanzen brauchen für die Photosynthese zwingend Kohlenstoff - aus  CO  2  und Wasser produziert die Pflanze mit Hilfe des Sonnenlichts Zucker (zum Beispiel Glucose mit der chemischen Formel C 6 H 12 O 6  oder Cellulose mit der Formel C 12 H 20 O 10 ) und Sauerstoff. Aquarienpflanzen müssen hierzu auf das im Wasser gelöste Kohlendioxid zurückgreifen. In der Regel ist&amp;nbsp;CO 2  daher im Aquarium der limitierende Faktor für das Pflanzenwachstum. 
   2 Aufbau des Pflanzengewebes 
 Kohlenstoff (C) ist nicht nur für die Energiegewinnung bei der Photosynthesereaktion wichtig, sondern dient den Pflanzen auch zum Aufbau ihres Gewebes und bildet den Hauptbestandteil der Pflanzenmasse. Der Vielfachzucker Cellulose ist der Hauptbestandteil der pflanzlichen Zellwände und damit die häufigste organische Verbindung der Welt. Seine chemische Formel lautet C 12 H 20 O 10  - man sieht schon, hier wird massenhaft Kohlenstoff (C) gebraucht! 
 Die Aminosäuren, aus denen Eiweiße aufgebaut werden, enthalten neben einer Aminogruppe eine Carbonsäuregruppe, in der neben Sauerstoff auch Kohlenstoff enthalten ist, und auch das in allen Fetten vorhandene Glycerin mit der Summenformel C 3 H 8 O 3  enthält Kohlenstoff. 
 Ohne Kohlenstoff gibt es kein Wachstum! 
 Einfacher Beweis für den hohen Kohlenstoffgehalt in Pflanzen: Zündet man Pflanzengewebe an, wird es schwarz - der Kohlenstoff im Gewebe wird sichtbar. 
   3 Natürliche Quellen 
 In der Natur können die Pflanzen in den Gewässern nicht nur auf das&amp;nbsp;CO 2  zurückgreifen, das sich im Wasser aus der Luft löst, sondern auch auf von den Fischen, Wirbellosen und Pflanzen ausgeatmetes Kohlendioxid und auf das, was die Mikroorganismen im Wasser produzieren. 
 Der Abbau organischer Masse zu Kohlendioxid funktioniert nach der folgenden Formel (analog auch mit anderen Zuckern, dort ändern sich einfach nur die Mengenverhältnisse): 
   
 In der Regel gibt es in natürlichen Gewässern sehr viel mehr Biomasse, die abgebaut wird, als im Aquarium, weshalb man in Freilandgewässern häufig ein sehr üppiges Pflanzenwachstum beobachten kann. 
   4 CO 2 -Bedarf im Aquarium 
 Die meisten Wasserpflanzen fahren gut mit einem CO 2 -Gehalt von 20 bis 30 mg/l im Wasser. Im Aquarium liegt der Kohlendioxid-Gehalt jedoch häufig weit darunter, daher ist es für anspruchsvollere Aquarienpflanzen notwendig, eine externe Versorgung mit&amp;nbsp;CO 2  am Aquarium anzubringen. Das kann durch  Einwegsysteme und Mehrwegsysteme mit Druckgasflaschen  oder  Bio-CO 2   geschehen. 
   
 Ist nicht genügend Kohlendioxid im Wasser gelöst, wird das Pflanzenwachstum gehemmt (warum, erklären wir in unserem Artikel über das  Liebigsche Minimumgesetz ), und die dadurch entstehenden Nährstoffspitzen können  Algenplagen  begünstigen. 
   4.1 Nicht überdosieren! 
 Höher als 30 mg/l Kohlendioxid im Aquarienwasser sollte man bei Aquarien mit Tierbesatz nicht gehen, weil die Fische und Wirbellosen bei einem zu geringen Gefälle von&amp;nbsp;CO 2  in ihrem Blut zu&amp;nbsp;CO 2  im Wasser Schwierigkeiten bekommen, das Kohlendioxid aus ihrem Blut loszuwerden. 
 Sie atmen nicht aktiv aus, sondern lassen den Abfallstoff durch ihre Kiemen passiv nach außen diffundieren. Das funktioniert allerdings nicht mehr, wenn im Wasser übermäßig viel&amp;nbsp;CO 2  gelöst ist, und das&amp;nbsp;CO 2  verbleibt an den Andockstellen für Sauerstoff der Blutkörperchen. Wie viel  Sauerstoff  im Wasser vorhanden ist, spielt dann übrigens keine Rolle mehr, wenn die Andockstellen nicht frei werden. Eine Garnele, eine Schnecke, ein Krebs oder ein Fisch (oder ein anderes Wassertier) kann also auch dann ersticken, wenn eigentlich ausreichend O 2  im Wasser vorhanden wäre. 
 Eine CO 2 -Überwachung im Aquarium zum Beispiel durch einen  Dauertest  im Aquarium ist daher zwingend notwendig, wenn man mit&amp;nbsp;CO 2  düngt. 
                ]]> </content> <updated>2020-02-01T01:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Eisendünger und Eisenvolldünger</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/eisenduenger-und-eisenvollduenger</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/eisenduenger-und-eisenvollduenger"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Dünger für bepflanzte Aquarien ist für manche ein Buch mit sieben Siegeln. Wir erklären hier genauer, wie man am besten Eisen zudüngt, was Eisenvolldünger ist und welche Vorteile er im Pflanzenaquarium hat. Außerdem geben wir euch hier eine Hilfestellung an die Hand, wie ihr d...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Mikronährstoffe  
 
  1.1 Bedarf an Mikronährstoffen  
 
  2 Eisendünger  
  3 Welchen Dünger wählen?  
 
  3.1 Eisendünger oder Eisenvolldünger  
 
  4 Eisendünger verfärbt sich?  
 
 
 Neben den im  Artikel über NPK-Dünger  beschriebenen Makronährstoffen gibt es auch noch die Mikronährstoffe, die für die Pflanzen im Aquarium nicht minder wichtig sind, auch wenn sie in viel geringeren Mengen benötigt werden. Grundsätzliches zur Düngung von Aquarienpflanzen erfährst du in unserem Artikel &quot; Aquarienpflanzen richtig düngen &quot;. 
   1 Mikronährstoffe 
 Unter Mikronährstoffe fallen  Eisen  und  Spurenelemente . Mengenmäßig fällt der Mikronährstoffbedarf von Pflanzen deutlich geringer aus als der Bedarf an Makronährstoffen. 
   1.1 Bedarf an Mikronährstoffen 
  Eisen &amp;nbsp;zum Beispiel wird von den Wasserpflanzen im Aquarium in Mengen von 0,1 bis 0,5 mg/l benötigt,  Nitrat  im Gegensatz dazu in Mengen von stattlichen 15-25 mg/l. Noch geringer ist der Bedarf an Spurenelementen wie  Kupfer , Nickel, Zink oder Molybdän. hier sind wir in Bereichen von etwa 0,1 µg/l. 
   2 Eisendünger 
 Auch bei den im Handel erhältlichen Eisendüngern gibt es zahlreiche Unterschiede, so sind einige Düngersorten  schwach , andere  stark stabilisiert . Im Wiki-Artikel &quot; Eisen als Pflanzennährstoff &quot; erfährst du mehr über die Unterschiede. 
   3 Welchen Eisendünger soll ich wählen? 
 Für Pflanzenaquarien geeignet sind eigentlich alle aquaristischen Eisendünger. Genau wie bei NPK-Düngern ist es jedoch auch hier wichtig, dass du den Durchblick hast und weißt, mit welcher Dosis du wie viel mg/l Eisen zufügst – dies sollte daher bei deinem gewählten Dünger auf dem Etikett angegeben sein. 
   3.1 Eisendünger oder Eisenvolldünger? 
 Erhältlich sind (reine) Eisendünger und sogenannte Eisenvolldünger. Der Unterschied liegt darin, dass sogenannten Volldüngern auch&amp;nbsp; Spurenelemente  beigefügt sind und oft auch  Kalium  – dennoch werden so gut wie immer auch noch die Makronährstoffe  Nitrat  und  Phosphat  benötigt – diese müssen extra zugefügt werden. 
 Einen „Volldünger“ im Sinne von All-in-one Dünger gibt es nicht, da  Phosphat mit dem Eisen reagieren (ausfallen)  und so für Pflanzen praktisch unerreichbar im Filter landen würde. Die unkomplizierteste Lösung ist eine Zwei-Flaschen-Lösung: Ein NPK-Dünger und ein Eisenvolldünger, die zu unterschiedlichen Zeiten ins Aquarium gegeben werden. 
 Einige Mineralsalze und andere Wasserzusätze sind zusätzlich noch mit weiteren Spurenelementen versetzt. Verwendet man diese oder muss man aufgrund des Bedarfs der Pflanzen einen bereits vorhandenen Eisenvolldünger ergänzen und möchte eine Anreicherung der restlichen Spurenelemente vermeiden, kann man auf einen reinen Eisendünger zugreifen. 
 In den meisten Fällen ist jedoch ein Eisenvolldünger mit Spurenelementen genau das Richtige für bepflanzte Aquarien oder auch für bepflanzte Aquascapes. 
   4 Eisendünger verfärbt sich? 
 Frischer Eisendünger ist von einer hellbraunen, fast durchsichtigen Farbe. Mit zunehmender Lagerungszeit wird der Dünger immer dunkler, weil    das Eisen im Dünger nach und nach mit Sauerstoff aus der Luft reagiert und oxidiert.   Mit der Zeit nimmt der Dünger daher eine rostbraune Farbe an und wird immer undurchsichtiger.   Die Funktion des Düngers wird durch diese Verfärbung jedoch nicht beeinträchtigt.    
    Es ist möglich, dass sich mit der Zeit Feststoffe absetzen, deshalb - immer gut schütteln vor der Verwendung.    
                ]]> </content> <updated>2018-08-01T01:45:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Was bedeutet NPK?</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/was-bedeutet-npk</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/was-bedeutet-npk"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die Buchstabenkombination NKP läuft uns als Aquarianern immer wieder über den Weg. Dass sich dahinter die von Pflanzen in größeren Mengen benötigten Makronährstoffe verbergen, wissen schon viele, aber wie man die Versorgung mit diesen Makronährstoffen im Aquarium sicher stellt...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Makronährstoffe  
  2 Welchen Dünger wählen?  
 
  2.1 Auswahlkriterien  
  2.2 Gängige Zusammensetzungen  
 
  2.2.1 Beispiele für NPK-Dünger  
  2.2.2 Beispiele für Einzelkomponenten  
 
  2.2.2.1 Nitrat  
  2.2.2.2 Phosphat  
  2.2.2.3 Kalium  
 
 
 
  3 Voraussetzungen  
  4 Mischung oder Einzelkomponenten?  
 
  4.1 Düngermischung  
  4.2 Einzelkomponenten  
 
 
 
 Die Buchstaben NPK stehen für die Pflanzennährstoffe  Nitrat ,  Phosphat  und  Kalium . Grundsätzliche Informationen zur richtigen Düngung von Pflanzen im Aquarium haben wir im Artikel &quot; Aquarienpflanzen richtig düngen &quot; aufgeschrieben. 
   1 Makronährstoffe 
 Nitrat, Phosphat und Kalium stellen die Makronährstoffversorgung für Pflanzen dar – Makro deshalb, weil diese Nährstoffe im Vergleich zu den Mikronährstoffen in großen Mengen von Pflanzen benötigt und verstoffwechselt werden. Die Abkürzung NPK ist meist auf den Etiketten von Pflanzen(flüssig)düngern zu finden. Sie macht ersichtlich, welche Nährstoffe dem Aquarium zugeführt werden. Die Buchstaben werden auch für Einzelkomponenten wie z.B. N-Dünger ( Nitrat ), P-Dünger ( Phosphat ) oder K-Dünger ( Kalium ) verwendet. In den einzelnen verlinkten Artikeln findest du weitere Informationen über die Nährstoffe. 
   2 Welchen Dünger soll ich wählen? 
 Es gibt mittlerweile zahlreiche Dünge-Systeme, und gerade als Einsteiger in die Thematik kann man schnell den Überblick verlieren. Viele lassen sich von der scheinbaren Komplexität des Themas &quot;Düngung im Aquarium&quot; abschrecken – aber keine Angst, so kompliziert ist es gar nicht. Hier zeigen wir dir, worauf es ankommt. 
   2.1 Auswahlkriterien 
 Grundsätzlich ist jeder aquarientaugliche Pflanzendünger geeignet, allerdings soll man bei der Auswahl darauf achten, dass auf dem Etikett genau angegeben wird, welche Menge Nährstoffe in mg/l (= ppm) dem Aquarium mit welcher Menge an Dünger zugegeben wird. Dies ist wichtig, um den Überblick über die Nährstoffversorgung der Aquarienpflanzen zu bewahren. 
   2.2 Gängige Zusammensetzungen 
 Erhältlich sind NPK-Dünger, Einzelkomponenten (N, P und K) und Mischformen (z.B. PK-Dünger + N-Dünger). 
   2.2.1 Beispiele für NPK-Dünger 
 Aqua Rebell Makro Basic NPK Dennerle NPK Booster JBL ProScape NPK Macroelements 
   2.2.2 Beispiele für Einzelkomponenten-Dünger 
   2.2.2.1 Nitrat 
 Aqua Rebell Makro Basic Nitrat  Aqua Rebell Makro Spezial N JBL ProScape N Macroelements Easy Life Nitro 
   2.2.2.2 Phosphat 
 Aqua Rebell Makro Basic Phosphat JBL ProScape P Macroelements Easy Life Fosfo 
   2.2.2.3 Kalium 
 Aqua Rebell Makro Basic Kalium JBL ProScape K Macroelements Easy Life Potassium 
   3 Voraussetzungen für die Wahl des Düngers 
 Welcher Dünger nun für dich beziehungsweise für dein Aquarium die richtige Wahl ist, hängt primär von deinen Wasserwerten, aber auch von deinen Präferenzen ab. Hast du bereits Nährstoffe in deinem Ausgangswasser, oder ist durch den Besatz bzw. durch die Fütterung z.B.  Nitrat  oder  Phosphat  bereits erhöht, dann solltest du dies unbedingt in deiner Düngung berücksichtigen. Bereits vorhandene Stoffe musst du natürlich nicht mehr zudüngen - oder zumindest nicht in vollem Ausmaß. 
  Schritt 1:  Wasserwerte messen (Eisen, Nitrat, Phosphat) 
  Schritt 2:  Dünger auswählen 
  Schritt 3:   Dosierung an dein Becken anpassen und Anheben der Wasserwerte auf das passende Niveau (Richtwerte wie oben)  Eine ausführlichere Beschreibung zur Verwendung von Düngern findest du in unserem Wiki-Artikel &quot; Aquarienpflanzen richtig düngen &quot;. 
   4 Düngermischung oder Einzelkomponenten? 
   4.1 Düngermischung 
 Für den einfachen Anwender mit einem gängigen bepflanzten Aquarium reicht in der Regel ein NPK-Dünger – einfach zu bedienen, alle Makros in einer Flasche. 
 Hat man nun allerdings wie oben erwähnt einen stärkeren Besatz und nitratreiches  Leitungswasser , würde ein solcher Volldünger zu einer Nitratanreicherung führen. Ist dagegen zu wenig Nitrat im Ausgangswasser, reichern sich meist Phosphat und Kalium an, da in manchen Düngern verhältnismäßig zu wenig Nitrat enthalten ist. Dies führt dann zu den üblichen Symptomen wie zum Beispiel verstärktem  Grünalgenwuchs . 
   4.2 Einzelkomponenten 
 Genau für solche Situationen gibt es aber auch eine ideale Lösung: Einzelkomponenten. Je nach Bedarf kannst du hier auf alle Nährstoffe einzeln zurückgreifen und gezielt N, P und K anheben, oder auch einen NPK-Dünger + Einzelkomponente verwenden (z.B. Estimative Index + N-Dünger). Hier bist du voll flexibel und kannst auf verschiedene Nährstoffsituationen reagieren. 
 Vergiss nicht: neben den Makronährstoffen gibt es noch die Mikronährstoffe, die nicht minder wichtig sind! Insbesondere  Eisen  und Eisenvolldünger ist in diesem Punkt interessant. 
                ]]> </content> <updated>2018-08-01T01:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Aquarienpflanzen richtig düngen</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/aquarienpflanzen-richtig-duengen</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/aquarienpflanzen-richtig-duengen"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Aquarienpflanzen brauchen wie alle Lebewesen auch Nährstoffe. Da das Aquarium ein relativ kleines abgeschlossenes System darstellt, sollten diese Nährstoffe ungefähr ausgewogen vorliegen, damit die Pflanzen gesund wachsen und sich keine Algenplagen einstellen.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Einzelkomponenten vs. Düngermischung  
  2 Das optimale Nährstoffniveau  
  3 Wann wird gedüngt?  
 
  3.1 Wöchentliche Düngung  
 
  3.1.1 Auftreten von Algen  
 
  3.2 Tagesdüngung  
 
  4 Nährstoffbedarf ermitteln  
 
 
 Ziel der Düngung im Aquarium ist es, die vorhandenen Wasserparameter an die Bedürfnisse der Wasserpflanzen anzupassen, um so einen guten Pflanzenwuchs zu erreichen. Daher müssen und sollten nur die Nährstoffe zugedüngt werden, die auch tatsächlich gebraucht werden. Beispiel: In meinem  Leitungswasser  sind bereits 10-15 mg/l  Nitrat  messbar, der Fischbesatz leistet seinen Beitrag und im Aquarium sind zwischen 15-20 mg/l messbar. Der  Pflanzennährstoff Nitrat  muss hier nun nicht extra zugedüngt werden, da ausreichend vorhanden ist. 
   1 Einzelkomponenten oder vorgemischter Dünger? 
 Das Beispiel oben zeigt, wieso ein  NPK-Dünger , der alle Makronährstoffe (also  N itrat,  P hosphat und  K alium) in einem Dünger vereint, nicht immer und für jedes Aquarium sinnvoll ist. Mit Düngern aus Einzelkomponenten kann man hier gezielt die fehlenden Nährstoffe  Phosphat  und  Kalium  hinzufügen, ohne den Nitratwert noch weiter in die Höhe zu treiben. 
   2 Optimales Nährstoffniveau für Aquarienpflanzen 
 In unserem Artikel  &quot;Pflanzen im Aquarium pflegen&quot;  gehen wir auf dieses Thema auch schon ein. Wie dort bereits ausgeführt, sollten deine Parameter idealerweise in diesen Bereichen liegen, wenn du erfolgreich ein Pflanzenaquarium oder bepflanztes Aquascape pflegen möchtest: 
 •&amp;nbsp;  Licht  (25-50 Lumen pro Liter)  •&amp;nbsp;  CO 2   (20-30 mg/l) •&amp;nbsp;  Nitrat  (15-25 mg/l) •&amp;nbsp;  Phosphat  (je nach Setup etwa 0 - 1,5 mg/l) •&amp;nbsp;  Kalium  (5-10 mg/l) •&amp;nbsp;  Eisen  (0,1-0,5 mg/l) 
 Die Werte sollten möglichst immer auf diesem Niveau gehalten werden. 
   3 Wann wird gedüngt? 
 Es gibt verschiedene Ansätze, wann der Pflanzendünger optimalerweise dem Aquarium zugeführt wird. Dabei kommt es ein bisschen auf die Art des Düngers an. 
   3.1 Wöchentlich nach dem Wasserwechsel 
 Eine wöchentliche Düngung ist die beste Wahl für Leute mit wenig Zeit oder für diejenigen Aquarianer, die unter der Woche einfach nur ins Aquarium schauen wollen. Das Wechselwasser wird auf den Zielwert aufgedüngt (z.B. 20 mg/l Nitrat etc.), und zusätzlich wird der Verbrauch der Pflanzen ausgeglichen, die Nährwerte des Aquariums werden also wieder auf den Zielwert gebracht. Diese Methode nennt man auch Stoßdüngung oder Vorratsdüngung, da die gesamten Nährstoffe auf einmal (&quot;auf Stoß&quot;) zugegeben werden. 
 Hierzu verwendet man neben einem  NPK-Dünger  oder den entsprechenden Einzelkomponenten einen  gut chelatierten (= stabilisierten) Eisenvolldünger  mit  Eisen  und  Spurenelementen  (wie z.B. den Aqua Rebell Mikro Basic Eisen), da sich so das Eisen länger frei im Wasser befindet und so nach und nach von den Pflanzen aufgebraucht werden kann. Schwächer chelatierte Dünger eignen sich nicht für die Vorratsdüngung einmal pro Woche - auf dem Dünger steht vermerkt, ob er für wöchentliche Düngung taugt oder nicht. 
   3.1.1 Auftreten von Algen 
 Falls du trotz korrekter Dosierung des Eisendüngers Probleme mit diversen Rotalgen im Aquarium bekommst (vor allem können hier die  Froschlaichalge ,  Pinselalgen  oder  Bartalgen  auftreten), kann eine Umstellung auf einen  schwächer chelatierten Dünger  helfen. 
 Die Zugabe von schwach stabilisierten Eisendüngern sollten idealerweise zeitversetzt zur NPK-Düngung erfolgen, um mögliche Ausfällungen des Eisens (Reaktion zu  Eisenphosphat ) zu vermeiden, das dann den Pflanzen im Aquarium oder Aquascape nicht mehr zur Verfügung stünde. Stark stabilisierte Dünger machen hier in der Regel weniger Probleme. 
   3.2 Tagesdüngung 
 Die tägliche Düngung ist günstiger für die Pflanzen, weil hier die Nährstoffe nicht erst in großer Menge vorliegen und dann langsam abgebaut werden. Eine Tagesdüngung ist daher insbesondere für Perfektionisten die ideale Wahl – hier kannst du die maximale Schönheit aus deinen Pflanzen herauskitzeln. Im Prinzip geschieht hier dasselbe wie bei der Düngung auf Stoß, nur dass hier der Nährstoffverbrauch der Pflanzen täglich wieder ausgeglichen wird: Du düngst den  ermittelten Wochenverbrauch  in mg/l geteilt durch sieben. 
  Achtung : Ist im Aquarium zu wenig von einem Nährstoff vorhanden, werden die anderen Nährstoffe nicht in vollem Ausmaß verbraucht. Insbesondere bei zu wenig Licht und einem niedrigen CO 2 -Gehalt solltest du auch die anderen Nährstoffe etwas nach unten schrauben. Die Zusammenhänge erklären wir genau in unserem Artikel über das  Liebigsche Minimumgesetz.  Es gilt, eine gute Balance zu finden und auf Symptome wie etwa Algenwuchs zu achten. In der Kategorie &quot; Algen &quot; in unserer Wiki findest du eine Sammlung von Algenarten und worauf sie hindeuten könnten. 
   4 Nährstoffbedarf ermitteln 
 Die empfohlenen Dosierangaben auf den Düngeflaschen sind lediglich ein Richtwert. Kein Aquarium gleicht dem anderen und jedes hat seinen individuellen Nährstoffbedarf. Natürlich kann man einfach drauf los düngen und probieren, bis man eine Dosierung gefunden hat, die passt. Idealerweise tastet man sich hier dann von unten an die optimale Dosierung heran. 
 Um unnötige Fehlschläge und damit verbundene Frustrationen zu vermeiden, sollte man daher gezielt den Nährstoffverbrauch der Pflanzen ermitteln. Dazu düngst du das Aquarium nach einem großzügigen Wasserwechsel auf bestimmte Zielwerte (z.B. Nitrat 20 mg/l usw.) auf, welche du per Tröpfchentest kontrollierst und dir danach am besten notierst. Nach sieben Tagen, direkt vor dem Wasserwechsel, misst du erneut – die Differenz ergibt den Nährstoffverbrauch deines Aquariums. 
 Es empfiehlt sich, diese Tests von Zeit zu Zeit zu wiederholen, weil sich die Aquarienbiologie verändert und die anfänglich ermittelten Zielwerte später dann eventuell nicht mehr passen. 
                ]]> </content> <updated>2018-07-25T01:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Spurenelemente im Aquarium</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/spurenelemente-im-aquarium</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/spurenelemente-im-aquarium"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Spurenelemente sind Nährstoffe für die Pflanzen und Tiere im Aquarium, die nur in winzigen Mengen aufgenommen und verarbeitet werden. Dennoch sind sie von entscheidender Wichtigkeit. Sie spielen bei wichtigen Stoffwechselvorgängen eine Rolle, die ohne die Anwesenheit der versc...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Wichtige Spurenelemente  
  2 Eisen (Fe)  
  3 Zink (Zn)  
  4 Kupfer (Cu)  
 
  4.1 Kupfer und Wirbellose  
  4.2 Kupfer und Pflanzen  
 
  5 Bor (B)  
  6 Mangan (Mn)  
  7 Molybdän (Mo)  
  8 Chlor (Cl)  
  9 Spurenelemente zudüngen  
  10 Überschuss von Spurenelementen  
 
 
 Für ein gutes Pflanzenwachstum kommt neben den Hauptnährstoffen  Nitrat ,  Phosphat  und  Kalium  auch den Spurenelementen eine wichtige Bedeutung zu. Wie die Bezeichnung erahnen lässt, werden Spurenelemente von der Pflanze nur in sehr geringen Mengen benötigt. Dennoch sind sie unabdingbar für das Wachstum der Pflanze; sind sie im Mangel, stagniert das Wachstum – auch hier greift das  Liebigsche Minimumgesetz . Ein gravierender Mangel führt im schlimmsten Fall sogar zum Absterben der Pflanze. 
 Den Spurenelementen kommt jedoch nicht nur eine wichtige Rolle in der Pflanzenernährung zu, auch bei der Versorgung der Mikrobiologie eines Beckens und des  Biofilms  sind Spurenelemente (aber auch Makronährstoffe) von hoher Bedeutung. 
   1 Wichtige Spurenelemente für die Aquaristik 
 Im Aquarium wichtige Nährstoffe, die in die Kategorie der Spurenelemente fallen, sind folgende: 
 
  Eisen  
  Zink  
  Kupfer  
  Bor  
  Mangan  
  Molybdän  
  Chlor  
 Kobalt 
 Selen 
 Silizium 
 
   2 Eisen (Fe) 
 Eisen ist eines der interessantesten Spurenelemente. Es wird im Vergleich zu den anderen Mikroelementen in der höchsten Menge benötigt. Eisen ist in der Aquaristik der wohl auch bekannteste Nährstoff aus der Sparte der Spurenelemente. 
 Fe ist vor allem an der Blattgrünbildung beteiligt und wird für die Photosynthese benötigt. Mehr dazu im weiterführenden Artikel  &quot;Eisen als Pflanzennährstoff&quot; . 
   3 Zink (Zn) 
 Zink ist für die Aktivierung verschiedener Enzyme zuständig, ebenso auch für die Eiweißbildung. Des weiteren ist Zink auch direkter Bestandteil von Enzymen, es wird außerdem für die Bildung des Wachstumshormons bei Pflanzen und Tieren benötigt. 
 Ein Zinkmangel wirkt sich bei Aquarienpflanzen durch Verkümmerung, Zwergwuchs und Missbildungen der Blätter aus. 
   4 Kupfer (Cu) 
 Das Schlagwort &quot;Kupfer&quot; hört man in der Aquaristik häufig. Einerseits wird es oft in Anti-Algen-Mitteln als Wirkstoff verwendet, andererseits ist Kupfer als tödliches Gift vor allem für Wirbellose bekannt. In geringen Mengen wird Cu jedoch als Spurenelement von vielen Lebensformen benötigt – von Garnelen bis hin zu den Pflanzen. Mehr Informationen über Kupfer, wie genau es wirkt, welche Dosen für Fische,  Algen , Aquarienpflanzen und Wirbellose gefährlich werden und wie man Kupfer loswird, findet ihr in unserem separaten Artikel  &quot;Was ist Kupfer?&quot;  
   4.1 Kupfer und Wirbellose 
 Garnelen, Krebse, Krabben und viele Schnecken können ohne Kupfer zum Beispiel gar nicht leben - in ihrem Blutfarbstoff Hämocyanin wird der Sauerstoff durch zwei Kupferatome gebunden, sie brauchen also Kupfer zwingend zum Sauerstofftransport. Andererseits sind schon Konzentrationen von 0,02 mg/l für Garnelen gefährlich. Hier gilt definitiv: Die Dosis macht das Gift! 
   4.2 Kupfer und Pflanzen 
 Auch für die Pflanzen ist Kupfer ein wichtiges Spurenelement: Sie benötigen es für die Photosynthese, aber auch in ihrer gesamten Atmungskette und zur Bildung von oxidierenden Enzymen. Weiters wird Kupfer für die Bildung von Lignin benötigt, also für die Verholzung von Pflanzenteilen. 
 Ein Kupfermangel wirkt sich durch Kümmerwuchs der neuen Blätter sowie durch verdrehte Blattspitzen aus, aber auch Chlorosen (also partielle oder ganzflächige Entfärbungen) und ein „Gelbwerden“ der Blätter kommen vor. 
   5 Bor (B) 
 Ohne Bor kein Protein: Bor ist unabdingbar bei der Synthese von Eiweißen. Auch beim Kohlenhydrattransport zu den Wachstumszonen spielt es eine wichtige Rolle, ebenso wie bei der Stabilisierung der Zellwände. 
 Bor-Mangelerscheinungen bei Pflanzen äußern sich wie folgt: Deformationen, Chlorosen, Nekrosen bzw. ein Absterben der Triebspitzen. 
   6 Mangan (Mn) 
 Mangan ist hauptsächlich bei der Bildung von Sauerstoff (O 2 ) während der Photosynthese beteiligt. Weiters ist Mangan ein wichtiger Cofaktor für die Funktion verschiedener Enzyme, wie auch Bestandteil einiger Enzyme selbst. 
 Ein Manganmangel wirkt sich bei Aquarienpflanzen durch Wuchshemmung und Chlorosen aus, er sieht einem Eisenmangel sehr ähnlich. 
   7 Molybdän (Mo) 
 Molybdän ist gemeinsam mit Eisen eine wichtige Komponente für die Nitrataufnahme der Pflanzen. Durch ein Enzym wird das aufgenommene Nitrat in Nitrit umgewandelt (Nitrat-Reduktase). Das Nitrit wird in der Folge durch ein weiteres Enzym zu Ammonium reduziert (Nitrit-Reduktase) und kann danach für die Bildung von Aminosäuren für Eiweiße verwendet werden. 
 Ein Molybdänmangel bewirkt daher einen  Stickstoffmangel  und wirkt sich genau so aus. 
   8 Chlor (Cl) 
 Chlor kommt in der Pflanze als freies Ion vor, es wird nur in geringen Mengen aufgenommen. Chlor ist wie Kalium vor allem für die Osmoregulation verantwortlich. Eine Mangelversorgung im Aquarium kommt so gut wie nicht vor. 
   9 Spurenelemente zudüngen 
 Die meisten im Handel verfügbaren  Eisendünger  sind sogenannte Volldünger. Sie werden so bezeichnet, weil sie neben Eisen noch weitere Spurenelemente und oft auch  Kalium  beinhalten. Sie beinhalten jedoch nicht die Makronährstoffe  Nitrat  und  Phosphat , worauf man aufgrund der Bezeichnung fälschlicherweise schließen könnte.  Gängige (Eisen-)Vollldünger sind z.B. Easy Life ProFito oder Aqua Rebell Mikro Basic Eisen. 
 Es gibt auch reine Eisendünger, komplett oder fast ohne Spurenelemente, wie z.B. Easy Life Ferro oder Aqua Rebell Mikro Spezial Eisen. 
   10 Überschuss von Spurenelementen 
 Sind Spurenelemente im Überschuss im Aquarienwasser vorhanden, wirkt sich dies am auffallendsten im Auftreten von verschiedensten Rotalgen wie  Pinselalgen  oder  Bartalgen  aus. 
                ]]> </content> <updated>2018-04-11T01:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Kalium als Pflanzennährstoff</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/kalium-als-pflanzennaehrstoff</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/kalium-als-pflanzennaehrstoff"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Kalium ist ein wichtiger Pflanzennährstoff und auch im Aquarium unverzichtbar. Als Makronährstoff ist Kalium für das Pflanzenwachstum essentiell und bei einem Kaliummangel kommt es zu Mangelerscheinungen bei den Wasserpflanzen.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Kalium als Pflanzennährstoff  
 
  1.1 Funktion im Stoffwechsel  
 
  2 Kaliumbedarf  
 
  2.1 Kaliummangel  
 
  3 Kaliumüberschuss  
  4 Kaliumdüngung  
 
  4.1 Flüssigdünger  
  4.2 Nährsalze  
 
 
 
   1 Kalium als Pflanzennährstoff 
  Kalium (K)  gehört neben  Nitrat  und  Phosphat  zu den Makronährstoffen, die in vergleichsweise hohen Mengen von Pflanzen benötigt werden und ist ein entscheidender Wachstumsfaktor nach dem  Liebigschen Minimumgesetz . Anders als Nitrat und Phosphat wird Kalium jedoch nicht direkt für den Aufbau von Pflanzenmasse benötigt, sondern liegt frei in den Vakuolen, die das Zellwasser beinhalten, vor. 
   1.1 Funktion von Kalium im Stoffwechsel 
 Kalium nimmt eine Vielzahl von Funktionen im Stoffwechsel der Pflanze ein, unter anderem ist es stark an ihrem Wasserhaushalt beteiligt: Eine ausreichende Kaliumversorgung gewährleistet die Fähigkeit Wasser (durch Osmoregulation) einzulagern und zu halten. In Verbindung damit bleibt auch die Fähigkeit der Pflanze erhalten, Nährstoffe aufzunehmen und zu transportieren und insbesondere zum Zelluloseaufbau Zucker zu den Zellwänden zu befördern. 
   2 Kaliumbedarf 
 Der Kaliumbedarf von Aquarienpflanzen liegt im Bereich von 5-10 mg pro Liter Aquarienwasser. 
 Wird Dünger zugeführt, so ist Kalium eher selten Mangelware – in ungedüngten Aquarien, sind jedoch sehr häufig klare Kaliummangelerscheinungen zu erkennen. 
   2.1 Kaliummangel 
 Ein Kaliummangel hingegen zeichnet sich sehr deutlich ab: Schwarze Punkte (Nekrosen) an den Blättern&amp;nbsp; - besonders häufig bei Farnen zu beobachten. Später entstehen aus diesen Nekrosen Löcher im Blattgewebe. Oft wird angenommen, dass diese Löcher durch Schnecken, Garnelen und andere Aquarienbewohnern verursacht werden. Meist sind diese jedoch nur hinter dem weichen, bereits absterbenden nekrotischen Pflanzengewebe her! 
   3 Kaliumüberschuss 
 Ein Kaliumüberschuss ist grundsätzlich weder für die Pflanzen noch für die Tiere im Aquarium schädlich: Pflanzen sind in der Lage, mehr Kalium aufzunehmen, als sie eigentlich brauchen. Es wird dann im Pflanzengewebe gespeichert. Viele handelsüblichen Dünger bringen einen weit höheren Kaliumeintrag mit sich als eigentlich benötigt wird. Ein starker Kaliumüberschuss äußert sich häufig in Form von grünen  Staubalgen  an den Scheiben. 
   4 Kaliumdüngung 
 Die Kaliumdüngung gestaltet sich relativ einfach, da es eine Vielzahl von Düngern fürs Aquarium gibt, die Kalium enthalten. Das Element Kalium ist schon lange als wichtiger Nährstoff auch für Wasserpflanzen bekannt. 
   4.1 Flüssigdünger 
 Ein Großteil der für die Aquaristik angebotenen Dünger enthält Kalium: In den meisten Nitratdüngern und natürlich auch in  Makronährstoffdüngern (NPK-Düngern)  ist Kalium in Form von Kaliumnitrat enthalten. Bekannte Dünger, die Kaliumnitrat enthalten, sind z.B. EasyLife Nitro oder AquaRebell Nitrat. Auch reine Kaliumdünger werden angeboten, diese enthalten meist Kaliumcarbonat (Pottasche). Auch  Eisenvolldünger  wie EasyLife Profito oder AquaRebell Mikro Basic Eisen beinhalten Kalium als Nährstoff. 
 Wird das Aquarium gedüngt, kann man Kaliummangel daher meist ausschließen, der Nährstoff ist in den meisten für die Aquaristik erhältlichen Flüssigdüngern enthalten. 
   4.2 Nährsalze 
 Man kann auch Kalium in Form von Nährsalzen erwerben und selbst mit Einzelkomponenten düngen. Meist sind diese Stoffe in Apotheken oder Chemiehandel (auch online) verfügbar. Der Vorteil dieser Art der Düngung ist der geringere Preis. Einige Kaliumverbindungen sind jedoch nur eingeschränkt erhältlich, da sie für den Bau von Bomben verwendet werden können und daher reglementierenden Gesetzen unterstehen. Folgende Nährsalze finden in der Aquaristik Verwendung: 
 
 Pottasche (= Kaliumcarbonat / K 2 CO 3 , sehr leicht zu bekommen, wird als Backzutat verwendet) 
 Kaliumhydrogencarbonat / KHCO 3  
 Kaliumnitrat / KNO 3  (~40% Kalium, schwer erhältlich, da Sprengstoffzutat) 
 Kaliumchlorid / KCl 
 Kaliumsulfat / K 2 SO 4  
 
                ]]> </content> <updated>2018-03-25T01:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Eisen als Pflanzennährstoff</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/eisen-als-pflanzennaehrstoff</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/eisen-als-pflanzennaehrstoff"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Eisen ist ein essenzieller Nährstoff für die Pflanzen, sie brauchen ihn, um ihr Blattgrün zu bilden. Eisenmangel führt zu typischen Schadbildern wie Chlorosen und Kümmerwuchs. Was bei der Eisendüngung zu beachten ist und welche Unterschiede es bei den verschiedenen Eisendünger...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Eisenaufnahme bei Pflanzen  
 
  1.1 Fe(III) zu Fe(II)  
 
  2 Eisenmangel  
 
  2.1 Symptome  
 
  3 Optimaler Wert  
  4 Eisendünger  
 
  4.1 Volldünger/Eisendünger  
  4.2 Schwach stabilisiert  
  4.3 Stark stabilisiert  
  4.4 Dünger für Landpflanzen  
 
 
 
  Eisen (Fe)  kann nur in seiner zweiwertigen Form (Fe(II)) von Pflanzen aufgenommen werden. Zweiwertiges Eisen, also Fe(II), kann zu rotem dreiwertigem Eisen Fe(III) oxidieren, welches die Pflanzen nur über Umwege aufnehmen können. Bei Eisendüngern ist deshalb das Eisen durch Chelate wie EDTA, Citrat, Gluconat oder Ascorbat stabilisiert. 
   1 Eisenaufnahme bei Pflanzen 
 In der Natur liegt Eisen oft in der oxidierten Form als Fe(III) 2 O 3  vor. Im Boden ist es auch in anderen, ebenfalls schwer löslichen Verbindungen (z.B.  Eisenphosphat ) vorhanden. Das dreiwertige Eisen Fe(III) muss vor der Aufnahme entweder zu Eisen(II) reduziert oder als Fe(III)-Chelat in die Pflanzenzelle transportiert werden. 
   1.1 Umwandlung von Fe(III) in Fe(II) 
 Pflanzen können über ihre Wurzeln Säuren ausscheiden oder Protonen freisetzen, um so den pH-Wert des Bodens senken. Die Senkung des pH-Werts (unter 5) hat eine Reduktion des Fe(III) zu Fe(II) zur Folge. Des Weiteren können pflanzeneigene Chelate freigesetzt werden, die das Fe(III) als Fe(III)-Chelat mobilisieren. So kann es in die Plasmamembran transportiert werden. Dort wird das Fe(III)-Chelat durch Fe(III)-Chelat-Reductase zum zweiwertigen Eisen Fe(II) reduziert. 
   2 Eisenmangel 
 Der grüne Blattfarbstoff Chlorophyll, auch Blattgrün genannt, wird von den Pflanzen für die Photosynthese benötigt, genauer gesagt für die Lichtabsorption, also die Aufnahme der Lichtenergie. Da Eisen von Pflanzen für die Chlorophyllsynthese benötigt wird, äußert sich ein Eisenmangel in einer Mangelproduktion von Chlorophyll. 
   2.1 Symptome 
 Bei Chlorosen auf Grund von Eisenmangel bleiben typischerweise die Blattadern zunächst grün, während sich das Blattgewebe entfärbt und ausbleicht oder gelb wird. Bei starkem Mangel kann das Blattgewebe bis ins Weiß ausbleichen, manchmal bilden sich auch schwarze nekrotische Stellen. An den Triebspitzen sieht man das Ausbleichen zuerst. Die neu austreibenden Blätter sind bei stärkerem Eisenmangel kleinwüchsig und sterben schnell ab. 
 Schnellwachsende Pflanzen sind ein guter Indikator für einen Mangel an Eisen, da sich bei ihnen die Symptome zuerst zeigen. 
   3 Optimaler Eisenwert im Aquarium 
 Ein Eisenwert zwischen 0,05-0,1 mg/l gilt im Aquarium (je nach Beckenkonstellation) als optimal. 
   4 Eisendünger 
   4.1 Volldünger / reine Eisendünger 
 Eisendünger sind meist Volldünger, sprich mit weiteren  Spurenelementen  versetzt, es gibt jedoch auch reine Eisendünger. Eisenvolldünger sind etwa Easy Life Profito oder Aqua Rebell Micro Basic Eisen, als reine Eisendünger wären z. B. Easy Life Ferro oder Aqua Rebell Micro Spezial Eisen zu nennen. Die Unterschiede erklären wir in unserem Wiki-Artikel &quot; Eisendünger und Eisenvolldünger &quot;. 
   4.2 Schwach stabilisierter Eisendünger 
 Eine weitere Unterscheidung gibt es in der Stabilisierung („Chelatierung“) des Eisens. Schwach stabilisierte Dünger (durch z.B. Zitronensäure) eignen sich zur schnellen Behebung akuter Mangelerscheinungen, da Zitronensäure als Chelat schnell „zerfällt“ und das Eisen somit schnell pflanzenverfügbar ist. Es oxidiert allerdings ebenfalls schnell zu Eisen(III) bzw. „fällt aus“. Eine tägliche Dosierung ist hier nötig. Schwach stabilisierte Eisendünger sind Easy Life Profito oder Aqua Rebell Mikro Spezial Flowgrow. 
   4.3 Stark stabilisierter Dünger 
 Stark stabilisierte Dünger (z. B. durch synthetische Chelate wie EDTA) eignen sich besonders zur primären Deckung des Eisenbedarfs. Hierdurch wird das Eisen länger in Lösung gehalten ( Reaktionen  wie etwa mit  Phosphat  werden verhindert) und es wird nach und nach frei verfügbar. Eine wöchentliche Dosierung ist deshalb möglich. Der Aqua Rebell Micro Basic Eisen ist ein solcher stark stabilisierter Dünger. 
   4.4 Eisendünger für Landpflanzen 
 Eisen(voll)dünger für die Aquaristik sind ungefährlich für Fische, Schnecken und Garnelen. Es gibt Eisendünger für Landpflanzen, welche sich auch für das Aquarium eignen, wie etwa Fetrilon, jedoch sollte man sich zuvor genauestens über die Inhaltsstoffe informieren. 
 Compo Fetrilon 13% in Pulverform ist ein reiner Eisendünger und in diversen Bau- und Gartenmärkten als 20g-Beutel erhältlich. Um einen Eisendünger selbst herzustellen, vermengt man 20g mit 1L Wasser. 1ml dieser Lösung auf 50 Liter erhöht den Eisenwert um 0,05 mg/l. Fetrilon ist gut stabilisiert, enthält jedoch keine weiteren Spurenelemente wie ein Volldünger für Pflanzenaquarien. 
                ]]> </content> <updated>2018-01-22T02:45:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Limitierte vs unlimitierte Düngung</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/limitierte-vs-unlimitierte-duengung</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/limitierte-vs-unlimitierte-duengung"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die (phosphat-)limitierte Düngung und die unlimitierte Düngung sind zwei ganz unterschiedliche Düngeansätze im Aquarium, die beide - je nachdem, was man erreichen möchte - ihre Berechtigung haben. Welche die richtige Methode für dein Aquarium oder Aquascape ist, erklären wir i...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 PO 4  und sein Ruf  
  2 Limitierte Düngung  
 
  2.1 Werte limitierte Düngung  
 
  3 Unlimitierte Düngung  
 
  3.1 Werte unlimitierte Düngung  
 
  4 Schlussfolgerung  
 
 
 Wenn man von einem „limitierten“ und „unlimitierten“ Ansatz bei der Düngung spricht, bezieht sich dies in der Aquaristik meist auf den Phosphatgehalt des Wassers.  Phosphat  ist auch in der Natur häufig der limitierende Faktor und begrenzt (wie das  Liebigsche Minimumgesetz  formuliert) das Pflanzenwachstum. Läuft dieser Wert (wie etwa durch (Über-)Düngen der Äcker) aus dem Ruder, kann es zu Algenblüten und sogar zum &quot;Umkippen&quot; des Gewässers kommen. 
   1 PO 4  und sein Ruf 
 Phosphat hatte in der Aquaristik lange einen schlechten Ruf, da in Seen eben dieses Algenwachstum meist gemeinsam mit einem Phosphatüberschuss vorkam. Beobachtet wurden hier jedoch oft Gewässer in kalten Zonen; Pflanzen sterben über die kalte Jahreszeit großteils bis auf die Wurzeln ab und benötigen im Frühjahr Zeit, um wieder zu treiben.  Algen  haben ihnen gegenüber einen Vorsprung, weil sie schneller wachsen. 
 In einer Studie von Bachman et al. (2002) wurden Seen in Florida untersucht, welche durch die fehlende Winterpause eher mit unseren Aquarien zu vergleichen sind. Interessanterweise war das Ergebnis dieser Studie, dass in diesen Umgebungen kein Zusammenhang zwischen Phosphat und vermehrtem Algenwachstum existiert. 
 Dieses Ergebnis bestätigt sich in der Aquaristik durch den Erfolg einer „unlimitierten“ Düngung. 
 Wie wichtig  Phosphat als Pflanzennährstoff  ist und allgemein, dass  kein Nährstoff im Mangel liegen sollte , wissen wir heute. 
   2 Limitierte Düngung 
 In Verbindung mit den erstgenannten Beobachtungen und Annahmen in gemäßigten Klimazonen kam man zu dem Schluss, dass eine Limitierung nach dem Vorbild der Natur der Schlüssel für ein  algenfreies  Aquarium wie auch für einen guten Pflanzenwuchs sein müsse. Der Fokus lag vor allem beim Stichwort „algenfrei“ - dadurch entstand das Prinzip der limitierten Düngung. 
  Phosphat  kann von Pflanzen in größeren Mengen aufgenommen und gespeichert werden. Es ist daher nicht nötig, dass Phosphat im Wasser immer nachweisbar ist. Das Prinzip der (Phosphat-)limitierten Düngung beruht (heutzutage) darauf, dass nur wenig Phosphat eingebracht wird. Dadurch ist auch der Verbrauch von anderen Nährstoffen wie z. B.  Nitrat  und  CO  2  geringer, allerdings ist auch die Wuchsgeschwindigkeit der Pflanzen verlangsamt. 
 Phosphat wird hier „auf Stoß“, also auf Vorrat gedüngt. Die Pflanzen füllen ihre Speicher, von welchen sie dann bis zu 4 Wochen zehren können. Alle anderen Nährstoffe werden in ausreichendem Maße zugefügt. Wie lange man die Pflanzen in der Praxis ohne Phosphat auskommen lässt - das sind Erfahrungswerte. Hier spielt der Besatz (bzw. die durch die Fütterung eingebrachten Nährstoffe) und die Bepflanzung eine wichtige Rolle. 
 Die limitierte Düngung ist ebenfalls ein Ansatz, um Phosphatausfällungen (die berühmt-berüchtigte  Phosphatfalle ) zu umgehen. Eine Zugabe von  Eisen  wird vermieden, solange Phosphat im Wasser nachweisbar ist – meist wird hier wöchentlich PO 4  auf Stoß gedüngt und erst zeitversetzt der  Eisendünger  zugeführt. 
   2.1 Werte für die limitierte Düngung 
 Die Werte können sich in folgendem Bereich bewegen:  CO 2   10-20 mg/l   NO 3   5-10 mg/l   K  5-15 mg/l  PO 4   &amp;lt;0,1 mg/l  Fe  0,1 mg/l 
   3 Unlimitierte Düngung 
 Im Gegensatz zum phosphatlimitierten Düngekonzept wird hier Phosphat nicht als limitierender Faktor genutzt. Die Wachstumsgeschwindigkeit wird hier nicht vom Phosphatgehalt beschränkt, sondern üblicherweise durch den  CO 2 -Gehalt  des Wassers reguliert. Dadurch wird ein optimaler Pflanzenwuchs erreicht - hier zeigen sich die Pflanzen in ihren schönsten Formen. Ein guter Pflanzenwuchs verhindert des Weiteren das Überhandnehmen von  Algen , wie es auch in der Studie von Bachmann et al. dargelegt wird. Unlimitiert bedeutet hier keinesfalls grenzenlos hoch, sondern eine Zufuhr nach dem  Optimumgesetz nach Liebig  bzw. eine Annäherung an eine optimale Verfügbarkeit der Wachstumsfaktoren. 
   3.1 Werte für die unlimitierte Düngung 
 Die Werte können sich in folgendem Bereich bewegen:  CO 2  &amp;nbsp;25-35 mg/l   NO 3  &amp;nbsp;10-30 mg/l   K  10-30 mg/l  PO 4  &amp;nbsp;1-3 mg/l   Fe  0,1-0,5 mg/l 
   4 Schlussfolgerung 
 Beide Prinzipien der Düngung funktionieren und mit beiden lässt sich ein optisch algenfreies Becken erreichen; die passende Methode für dein Aquarium solltest du nichtsdestotrotz mit Sorgfalt je nach Verfügbarkeit der Wachstumsfaktoren (wie  Nitrat ,  Kalium ,  Phosphat ,  Eisen ,  CO 2  ,  Licht ) auswählen. Hast du die Möglichkeit, die gesamte Palette an Nährstoffen (inkl. CO 2 ) zuzuführen und ist ausreichend Licht vorhanden, könnte es eine interessante Option für dich sein, dich an die unlimitierte Düngung heranzuwagen. 
                ]]> </content> <updated>2018-01-17T03:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Die Phosphatfalle</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/die-phosphatfalle</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/die-phosphatfalle"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die Ausfällung von Eisen(III)phosphat ist im Aquarium und besonders im Aquascaping ein Problem, weil so das Eisen nicht mehr den Pflanzen zur Verfügung steht, sondern Teil des Mulms im Aquarium wird. Was man zur Vermeidung der Phosphatfalle tun kann, lest ihr hier.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Bildung von FePo 4   
  2 Bedeutung für die Aquaristik  
  3 Vermeiden  
  4 Geringfilterung  
 
 
 Als Phosphatfalle bezeichnet man die Ablagerung von  Eisen  und  Phosphat  in Form von Eisen(III)phosphat (FePO 4 ), das sich als brauner Sedimentschlamm am Gewässerboden absetzt. Der Begriff stammt aus der Ökologie bei der Betrachtung von Seen. Hier stellt Phosphat den  limitierenden Faktor  des Systems dar. 
   1 Bildung von Eisen(III)phosphat 
 Unter aeroben Bedingungen kann zweiwertiges Eisen, also Fe(II), zu dreiwertigem Eisen, also Fe(III), oxidiert werden, welches wiederum mit Phosphat (PO 4 ) zu Eisenphosphat reagiert, ausfällt und als Partikel zu Boden sinkt. 
   2 Bedeutung für die Aquaristik 
 In der Aquaristik, besonders in der Pflanzenaquaristik, kennt man die Problematik der Eisenausfällung mit Phosphat gut. Eisen kann nur in seiner zweiwertigen Form - Fe(II) - von Pflanzen aufgenommen werden; wenn Eisen als Fe(III) mit Phosphat ausfällt, ist es unerreichbar für die Pflanzen. Einerseits kann so (trotz Düngung) ein Eisenmangel und/oder ein Phosphatmangel entstehen, andererseits kann sich unter anaeroben (sauerstofffreien) Bedingungen das Eisenphosphat wieder reduzieren. Somit wird  Phosphat  wieder freigesetzt und ist dann eventuell im  Überschuss  vorhanden, was eine Algenblüte zur Folge haben kann. 
   3 Vermeiden 
 Eine Eisenausfällung kann verhindert werden, indem man das gleichzeitige Aufkommen von Phosphat und Eisen weitestgehend vermeidet. 
 Ein dauerhaft messbarer Phosphatwert im Aquarienwasser ist dabei nicht förderlich. Er kann sogar bereits auf eine Rücklösung des Phosphates aus Eisenphosphat hindeuten. In diesem Fall steigt nach dem  Wasserwechsel  der PO 4 -Wert an. Man sollte dann so oft Wasser wechseln, bis sich der Phosphatwert wieder im Normalbereich befindet. 
 Vermieden werden sollte auf jeden Fall die gleichzeitige Düngung von Eisen und Phosphat. Ein stark stabilisierter (chelatierter) Dünger verhindert die Reaktion. Der Aqua Rebell  Eisenvolldünger  beispielsweise ist  stark stabilisiert , während der Aqua Rebell Flowgrow Spezial oder EasyLife Profito (für eine schnelle Versorgung bei Eisenmangel) nur  schwach stabilisiert  sind. Das Eisen hier steht zwar den Pflanzen schneller zur Verfügung, &quot;hält&quot; sich aber nicht so lange im Aquarienwasser, vor allem dann nicht, wenn Phosphat vorhanden ist. 
   4 Ansatz der Geringfilterung 
 Ein in der Pflanzenaquaristik beliebter Ansatz zum Vermeiden der Phosphatfalle ist die „Geringfilterung“. Anaerobe Zonen im Filter, und somit auch eine Rücklösung des Phosphats, werden verhindert. Gleichzeitig verhindert man so das „Knacken“ der Stabilisierung des  Eisendüngers  durch Bakterien und das damit verbundene Ausfallen des Phosphats im Filter (als Filterschlamm). Da Bakterien die  Denitrifikation  nur unter anaeroben Bedingungen durchführen können, wird der Verbrauch an Nitrat(-dünger) reduziert bzw. verbleibt das  Nitrat  als Nährstoff für die Pflanzen im Wasser. 
                ]]> </content> <updated>2018-01-05T02:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Liebigsches Minimumgesetz</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/liebigsches-minimumgesetz</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/liebigsches-minimumgesetz"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Das Liebigsche Minimumgesetz oder: wie bringe ich meine Pflanzen zum Wachsen? Das Minimumgesetz ist eine Grundlage der Pflanzenaquaristik, mit der man sich unbedingt auseinandersetzen sollte, wenn man Problemen mit Algen oder schlechtem Pflanzenwachstum aus dem Weg gehen möchte.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Wachstumsfaktoren  
  2 Praktische Anwendung  
  3 Auflistung Wachstumsfaktoren  
  4 Checkup Pflanzenwachstum  
  5 Algenwuchs und Minimumgesetz  
  6 Optimumgesetz  
  7 Nachwort  
 
 
 Das   Minimumgesetz (lateinisch minimum = &quot;das Geringste&quot;) wurde erstmals von Carl Sprengel formuliert und später von Justus von Liebig erweitert und bekannt gemacht. Das nach dem berühmten Chemiker benannte Liebigsche Minimumgesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen dem Pflanzenwachstum und den dafür benötigten Wachstumsfaktoren. 
   1 Wachstumsfaktoren 
 Die Wachstumsfaktoren für die Pflanzen, auch Ressourcen genannt, sind Nährstoffe, Wasser, das verfügbare Licht, die Temperatur etc. 
 Das Minimumgesetz besagt, dass der Faktor, der am geringsten vorhanden ist, das Wachstum der Pflanze beschränkt. 
  Beispiel:  Einer Pflanze stehen 80% ihres Nährstoffbedarfs zur Verfügung, das Licht allerdings fehlt oder ist nur mit 20% des Bedarfs vorhanden. Führt man nun mehr Nährstoffe durch einen Dünger zu, wird dies das Pflanzenwachstum nicht verbessern oder die Pflanze vor Mangelerscheinungen bewahren, da der limitierende Faktor das Licht ist. 
   2 Anwendung in der Aquaristik und im Aquascaping 
 In der Aquaristik ist das Verständnis des Minimumgesetzes essentiell, wenn man den Zusammenhang zwischen  Algenwuchs , Pflanzenwachstum und Nährstoffen verstehen und auch in seinem Aquarium (reproduzierbar) umsetzen möchte. 
 Betrachtet man &quot;Landpflanzen&quot; im Freien, so muss man sich - vorausgesetzt, die Pflanze steht an einem geeigneten Standort - um den Faktor &quot;Licht&quot; weniger Sorgen machen. Ganz zu schweigen vom Faktor &quot;CO 2 &quot;, von dem in der Luft zur Genüge vorhanden ist. Wasser allerdings kann eine knappe Ressource sein. 
 Für Wasserpflanzen spielt der Wachstumsfaktor &quot;Wasser&quot; eher keine Rolle – er ist zur Genüge vorhanden. CO 2  allerdings, das die Pflanze braucht, um ihr &quot;Gerüst&quot; auszubilden, ist ohne Zufuhr eigentlich immer Mangelware. 
   3 Liste der Wachstumsfaktoren für alle Pflanzen 
 Wachstumsfaktoren, die alle Pflanzen – also auch die im Aquarium - benötigen, sind: 
 
  Licht   
  CO 2   
  Nitrat &amp;nbsp; 
  Phosphat  
  Kalium  
 Calcium 
 Magnesium 
 Schwefel 
 Natrium 
  Eisen  
  Zink  
  Kupfer  
  Bor  
  Mangan  
  Molybdän  
  Chlor  
 Kobalt 
 Selen 
 Silizium 
 ... und weitere 
 
 Die Liste der Faktoren ist nach der Wichtigkeit für die Pflanze und dem tatsächlichen Bedarf geordnet, die wichtigsten Faktoren stehen am weitesten oben. 
   
   4 Checkup für ein gutes Pflanzenwachstum und die Eindämmung von Algen 
 Möchte man nun ein gutes Pflanzenwachstum erreichen oder  Algenwuchs  eindämmen, sollte man - angefangen mit dem ersten Faktor der Liste - nacheinander durchchecken, welcher Faktor ausreichend verfügbar ist und was dafür sorgen könnte, dass das Pflanzenwachstum stockt und Mangelerscheinungen auftreten. Näheres zum Bedarf an den einzelnen Faktoren ist in den Verlinkungen einsehbar. 
   5 Algenwuchs und Minimumgesetz 
 Das Wachstum der Pflanzen und somit auch der Verbrauch der Nährstoffe richtet sich nach dem am knappsten vorhandenen Nährstoff oder Wachstumsfaktor. 
 Oft wird beobachtet, dass bei einem Upgrade auf eine LED-Beleuchtung z. B.  Fadenalgen  auftreten. Dies hat jedoch eigentlich nichts mit der  Beleuchtung  an sich zu tun - obwohl diese Vermutung wirklich oft geäußert wird -, sondern damit, dass sich das Verhältnis der Wachstumsfaktoren verschoben hat und z. B.  Nitrat  nun der knappste verfügbare Nährstoff ist. Durch die neue Beleuchtung steht allerdings nun mehr Licht zur Verfügung, das jedoch von den Pflanzen gar nicht genutzt werden kann, weil andere Wachstumsfaktoren nun im Mangel sind. Die Fadenalgen nutzen nun die überschüssigen Wachstumsfaktoren. 
   6 Optimumgesetz 
 Das Optimumgesetz ist Liebigs Erweiterung zum Minimumgesetz und sagt aus, dass es ein Optimum in der Verfügbarkeit der Wachstumsfaktoren gibt, bei dem das Wachstum der Pflanzen so schnell wie nur möglich ist. Ein im Minimum befindlicher Wachstumsfaktor wirkt sich umso stärker negativ aus, je näher die anderen Faktoren am Optimum sind. 
 Für die Aquaristik bedeutet dies, dass die Nicht-Beachtung eines Nährstoffs (wie das oft bei  CO 2   der Fall ist) sich umso stärker negativ auswirkt, je mehr sich die anderen Faktoren dem Optimum nähern - Mangelerscheinungen und  Algenwuchs  verstärken sich. Dies geschieht oft vor allem dann, wenn man das CO 2  außer Acht lässt und versucht, diesen Mangel durch Flüssigdünger zu kompensieren. 
 Andersherum bedeutet dies aber auch, dass – falls man sich dazu entschließt einen Nährstoff wie  CO  2  absichtlich im Mangel zu halten – man durch das Niedrighalten der anderen Nährstoffe und Wachstumsfaktoren (allen voran  Licht ) Mangelerscheinungen (inklusive Algenwachstum) weniger stark sichtbar halten kann. Der Aquarianer ist dabei jedoch in der Pflanzenwahl stark eingeschränkt und muss dies auch bei der Bepflanzung beachten. Langsam wachsende Pflanzen sind für ein solches Aquarium anzuraten, wie etwa  Moose ,  Mooskugeln , verschiedene Wasserfarne und ähnliche. 
 7   Nachwort 
 Das  Minimumgesetz  wie auch das  Optimumgesetz  dienen dazu, das Verständnis für den Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Pflanzen und den Faktoren, die sie zum Wachsen bringen, zu fördern. Hier beschreiben wir keine Methode der Düngung! 
 Weiterführende Artikel zum Thema Düngemethoden findet ihr in der Rubrik „ Düngung “. 
 Bei einem Aquarium nehmen unzählige Faktoren und Akteure Einfluss auf die Entwicklung, wie etwa Bakterien, hohe und niedere Pflanzen (inkl.  Algen ), Tiere und so weiter. Aufgrund der Komplexität eines solchen Systems und den Wechselwirkungen darin beschreibt das Minimumgesetz lediglich einen Ausschnitt: nämlich die Wechselwirkung zwischen Wachstumsfaktoren und Pflanzen. 
                ]]> </content> <updated>2018-01-04T03:45:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Phosphat als Pflanzennährstoff</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/phosphat-als-pflanzennaehrstoff</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/phosphat-als-pflanzennaehrstoff"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Phosphat (PO4) wird im Aquarium von den Pflanzen als Makronährstoff benötigt. Dennoch fürchten viele Aquarianer diese chemische Verbindung, weil ihr nachgesagt wird, für die Eutrophierung von Gewässern und damit für eindrucksvolle Algenplagen verantwortlich zu sein. Wie verhäl...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Bedeutung von Phosphor  
  2 Phosphat im Aquarium  
  3 Phosphat als Nährstoff  
  4 Phosphatbedarf  
  5 Anzustrebender Gehalt  
  6 Phosphatüberschuss  
  7 Phosphatmangel  
  8 Phosphatdüngung  
 
  8.1 Flüssigdünger  
  8.2 Nährsalze  
 
 
 
 Phosphat (PO 4 ) ist eine Phosphor-Sauerstoff-Verbindung. 
   1 Bedeutung des Elements Phosphor 
 Das Element Phosphor spielt eine zentrale Rolle bei der Zellatmung und bei der Energieübertragung bei Pflanzen, Tieren wie auch beim Menschen. Sie erfolgt durch ATP – Adenosintriphosphat. Außerdem ist Phosphor ein wichtiger Baustein der DNA und der Zellwände der Pflanzen (z. B. bei Phospholipiden oder Phosphoglyceriden). Phosphor ist daher praktisch in allem vorhanden, was „organisch“ (d. h. in belebten Körpern) ist. 
 Phosphor wird von allen Organismen benötigt, um ihre Zellstruktur aufzubauen, daher ist es auch für das Wachstum der Aquarienpflanzen unabdinglich. Phosphor gehört zu den sogenannten Makronährstoffen. Im Aquarium wird Phosphor durch den Abbau organischen Materials (Futter, Kot, Pflanzenreste) freigesetzt. Es ist dann als  Phosphat (PO 4 )  im Wasser messbar und in dieser Form auch wieder zum Beispiel für die Pflanzen oder Bakterien verwertbar. 
   2 Phosphat im Aquarium 
 Der Phosphatbedarf des Aquariums hängt vom Bedarf der jeweiligen Pflanzen ab und natürlich auch von ihrer Wachstumgsgeschwindigkeit. Das Verhältnis zu den anderen für das Pflanzenwachstum notwendigen Nährstoffen, insbesondere  Nitrat  und  CO  2 , ist ebenfalls entscheidend. 
   3 Phosphat als Nährstoff 
 In schwach besetzten Becken und in Aquarien, in denen nicht viel gefüttert wird, kann es vorkommen, dass Phosphat im Mangel ist. Dann muss PO 4  zugedüngt werden. Phosphat als Makronährstoff hat eine enorme Bedeutung für die Pflanzen im Aquarium: Da  Phosphat  für den Aufbau der Zellstruktur benötigt wird, ist es für das Pflanzenwachstum unabdingbar. 
   4 Phosphatbedarf der Pflanzen 
 Der Phosphatbedarf ist abhängig von der Pflanzenart und von der Wuchsgeschwindigkeit der Pflanzen; außerdem ist das Verhältnis zu den anderen Nährstoffen, insbesondere  Nitrat  und  CO  2 , enorm wichtig. 
 Des weiteren spielen die  Filterung , die  Wasserhärte  und das Vorhandensein von  Eisen , zum Beispiel durch Düngung, eine Rolle. Durch Phosphat-Ausfällungen (auch  Phosphatfalle  genannt) kann einiges im Filterschlamm landen, was dann nicht mehr pflanzenverfügbar ist. Andersherum kann es aber unter bestimmten Umständen auch Rücklösungen geben, die zu unerwünscht hohen Phosphatwerten führen. 
   5 Anzustrebender Phosphatgehalt 
 Je nach Düngeansatz und Setup kann der Phosphatwert im Aquarienwasser zwischen&amp;nbsp;0 und 1,5 mg/l liegen, wobei die 0 mg/l für einen nicht dauerhaft messbaren Wert stehen. In manch einem Setup wird Phosphat einmal (z .B pro Woche) als Vorratsdüngung gegeben (sogenannte Stoßdüngung). Das Phosphat wird im Lauf der Zeit dann vollständig von den Pflanzen aufgenommen, daher fällt der Wert bis zur nächsten Düngung auf 0 mg/l. Ist Phosphat im Überschuss vorhanden bzw. ist momentan mehr verfügbar, als die Pflanzen verbrauchen können, wird es als Phytat (C 6 H 18 O 24 P 6 ) in den Vakuolen der Pflanzenzellen gespeichert. 
   6 Phosphatüberschuss 
 Ein ausgewogener Überschuss aller Nährstoffe zieht für die Pflanzen im Aquarium keine negativen Folgen nach sich, er ist auch nicht algenfördernd. Je nach Höhe kann allerdings ein Überschuss an Nährstoffen für den Besatz zum Problem werden! 
 Ist allerdings  Phosphat  alleine in hohen Mengen übermäßig vorhanden, während ein Mangel an anderen Nährstoffen herrscht, kann dies sehr wohl zu vermehrten  Algenwuchs  führen. Um Algen zu vermeiden, gilt es deshalb vorerst, Mängel zu beheben und Ungleichgewichte auszugleichen, anstatt den Nährstoff Phosphat (z. B. durch spezielle Filtermaterialien) zu entziehen. 
 Näheres erklären die Prinzipien des unlimitierten Wuchses ( limitierte vs unlimitierte Düngung ) und das  Liebigsche Minimumgesetz . 
   7 Phosphatmangel 
 Ein Mangel an  Phosphat  kann unter Umständen dem  Nitratmangel  ähneln; auch ein Mangel an  CO  2  kann ähnliche Symptome hervorrufen, deshalb gilt es diese beiden Parameter beim Erscheinen von Mängeln ebenfalls zu überprüfen. 
 Eine typische Mangelerscheinung bei den Aquarienpflanzen bei zu wenig  Phosphat  ist das Verkümmern der Blätter; sie neigen zu Kleinwüchsigkeit und erscheinen dunkelgrüner, da die Bildung des Chlorophylls nicht in gleichem Maße abnimmt wie die Blattfläche – das Chlorophyll ist nun dichter auf einer kleineren Fläche vorhanden und das Blatt erscheint dunkelgrüner. 
 Außerdem nutzen einige Pflanzen bei einem Phosphatmangel den Phosphor aus den Phospholipiden und ersetzen ihn durch kohlenhydrathaltige Glykolipide. Durch die Stärkeeinlagerung versteifen sich die Blätter und besonders die unteren älteren Blätter fallen leichter ab. 
  Grüne Punktalgen  auf den Blättern können sowohl auf einen Phosphatmangel oder auf einen Phosphatüberschuss hinweisen. 
   8 Phosphatdüngung 
 Phosphat wird von Pflanzen als Dihydrogenphosphat (H 2 PO 4 ) aufgenommen, es eignen sich also grundsätzlich alle Dünger, die auf den sogenannten &quot;Hydgrogenphosphat“-Verbindungen basieren. Dünger, die auf Phosphaten aus organischen Quellen basieren (wie etwa Landpflanzendünger) eignen sich nicht für die Aquaristik, da diese Phosphate nicht kontrollierbare Auswirkungen auf das Aquarium haben können (analog zu  Nitrat ) und zum Tod des Besatzes führen können. 
   8.1 Flüssigdünger 
 Flüssigdünger für die Aquaristik sind leicht zu dosieren. Sie basieren ausschließlich auf Hydrogenphosphat-Verbindungen. Als besonders geeignet haben sich Dünger von  Aqua Rebell  herausgestellt, aber auch mit EasyLife Fosfo hat man einen soliden flüssigen Phosphatdünger fürs bepflanzte Aquarium. 
   8.2 Nährsalze 
 Man kann natürlich auch direkt mit Nährsalzen düngen bzw. damit selber einen Flüssigdünger herstellen. Mit&amp;nbsp; online verfügbaren Nährstoff-Rechnern wie beispielsweise dem von FlowGrow können die benötigten Mengen leicht herausgefunden werden. Die Grundstoffe kann man kostengünstig bei einem Chemiehandel oder ein wenig teurer bei einer Apotheke erwerben. Salze für die Phoshatdüngung sind einfach zu bekommen; die folgenden Verbindungen eignen sich bestens für die Verwendung im Aquarium. Sie werden ebenfalls in käuflichen Flüssigdüngern verwendet: 
 
 Ammoniumdihydrogenphosphat (NH 4 H 2 PO 4 ) 
 Kaliumdihydrogenphosphat (KH 2 PO 4 ) 
 Dikaliumhydrogenphosphat (K 2 HPO 4 ) 
 Natriumdihydrogenphosphat (NaH 2 PO 4 ) 
 Dinatriumhydrogenphosphat (Na 2 HPO 4 ) 
 
  Zu beachten ist bei der Düngung mit phosphathaltigen Nährsalzen, dass mit dem PO 4  je nach der vorliegenden chemischen Verbindung auch noch andere (Nähr-)Stoffe mit ins Aquarium eingebracht werden. Dies kann durchaus gewünscht sein, und der Pflanzenaquarianer kann die Stoffe optimal in seine Gesamtdüngung mit einbeziehen, wie etwa eine zusätzliche  Stickstoffquelle  durch das im Ammoniumdihydrogenphosphat enthaltene Ammonium. 
 Meist wird auf die Verwendung von Kaliumdihydrogenphosphat anstelle von Dikaliumhydrogenphosphat (Di = Zwei, entspricht &quot;2 Teilen&quot;  Kalium , statt einem) zurückgegriffen, um eine  Anreicherung des Kaliums  im Aquarienwasser zu vermeiden. 
 Besonders in Weichwasser-Aquarien kann eine Anreicherung von Kalium oftmals leichte  Staubalgen  an den Aquarienscheiben bewirken. 
 Die verschiedenen Düngeprinzipien wie das der Limitierung durch Phosphat, aber auch das des unlimitierten Wuchses, behandeln wir in einem eigenen  Artikel . 
                ]]> </content> <updated>2017-11-28T03:45:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Nitrat als Pflanzennährstoff</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/nitrat-als-pflanzennaehrstoff</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/nitrat-als-pflanzennaehrstoff"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Nitrat spielt als im Aquarium relativ ungefährliche Stickstoffquelle eine wichtige Rolle für bepflanzte Aquarien und Aquascapes. Bei gut besetzten Aquarien muss man es in der Regel nicht zudüngen, ganz anders kann es jedoch bei üppig bepflanzten, gut beleuchteten Aquarien mit ...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Zudüngung  
  2 Bedarf  
  3 Nitratmangel  
  4 Nitratüberschuss  
  5 Düngung - allgemein  
  6 Nitratdüngung  
 
  6.1 Flüssigdünger  
  6.2 Nährsalze  
 
  7 Blumendünger  
 
 
  Nitrat (NO 3 )  ist der mengenmäßig bedeutendste Nährstoff in der Pflanzenaquaristik und des weiteren auch die ungefährlichste pflanzenverfügbare Form von gebundenem Stickstoff im  Stickstoffkreislauf . Pflanzen können sich auch andere Stickstoffquellen wie Harnstoff (Urea, chemische Formel: CH 4 N 2 O) oder  Ammonium (NH 4 )  erschließen; die Vorliebe für einen dieser Stickstofflieferanten variiert von Pflanzenart zu Pflanzenart. Stickstoff (N) ist neben  Phosphor (P)  und  Kalium (K)  ein sogenannter Makronährstoff, der von den Pflanzen im Zuge der Photosynthese in relativ hohen Mengen verbraucht wird. Die Pflanzen benötigen den im Nitrat enthaltenen Stickstoff zum Aufbau von Proteinen. 
   1 Zudüngung 
 Nitrat wird zugedüngt, wenn dieser Makronährstoff in Pflanzenaquarien mit spärlichem Besatz nur in zu geringen Mengen durch die  Nitrifikation  entsteht, wenn die Versorgung durch das  Leitungswasser  zu gering ist oder wenn  vollentsalztes  bzw.  Umkehrosmosewasser  mit Mineralsalz verwendet wird, wodurch ein Nitrateintrag von außen durch das Wechselwasser ganz entfällt. 
   2 Bedarf 
 Der Bedarf eines Aquariums an NO 3  ist individuell, da er von der Filterung (siehe  Nitrifikation ,  Denitrifikation ), dem Besatz, der Pflanzenmasse, der Wachstumsgeschwindigkeit der Pflanzen im Aquarium, der Lichtintensität und der Verfügbarkeit der anderen Nährstoffe abhängt. 
  Richtwert : Üblicherweise verbrauchen die Pflanzen bei anderweitig guten Bedingungen zwischen 15-25 mg/l pro Woche. 
 Den individuellen Nitratverbrauch im Aquarium kann man sehr einfach mittels Tröpfchentest oder Streifentest (siehe  Nitrat ) ermitteln. Dazu misst man den Nitratwert direkt nach dem  Wasserwechsel  und der Zugabe des Düngers. Am Ende der Woche vor dem Wasserwechsel wird erneut der Nitratwert gemessen; die Differenz ergibt den individuellen Nitratverbrauch des Aquariums. Er muss eventuell nach einem gewissen Zeitraum neu ermittelt werden, da mit zunehmender Pflanzenmasse auch der Bedarf an Nitrat steigt. 
   3 Nitratmangel 
 Ein Mangel an Nitrat äußert sich in Form von Mangelwachstum der Pflanzen und/oder verstärkt auftretendem  Algenwachstum . 
 Typische Merkmale eines Nitratmangels sind langsamer Wuchs, kleinwüchsige Blätter, eine zunehmende Gelbfärbung, aber auch eine intensivere Rotfärbung (z. B. bei  Rotala ) können die Folge sein. Zu beachten ist, dass ein CO 2 -Mangel ebenfalls sehr ähnliche Symptome verursacht, da der aus CO 2  bezogene Kohlenstoff für das Grundgerüst der pflanzlichen Masse gebraucht wird. Ohne Kohlenstoff kann auch keine Aufnahme von Nitrat erfolgen bzw. ist hier Kohlenstoff ein limitierender Faktor. Bevor man also Nitrat zudüngt, sollte die  Kohlenstoffversorgung im Aquarium  zunächst kritisch begutachtet werden. 
 Typische Algenerscheinungen für einen Nitratmangel sind  Fadenalgen  oder  Pelzalgen . 
   4 Nitratüberschuss 
 Bei sehr hohen Nitratwerten kann das Pflanzenwachstum stagnieren. Wie immer gilt: Ist ein einzelner Nährstoffwert stark angehoben, entsteht ein Ungleichgewicht im Nährstoffhaushalt, welches extremen  Algenwuchs  zur Folge haben kann. 
   5 Düngung - allgemein 
 Aufgrund der hohen Nachfrage besteht ein großes Angebot im Bereich der Düngung, denn oftmals werden Dünger als Wundermittel zur Beseitigung aller Algenprobleme angepriesen. 
 Information zur richtigen Anwendung findet sich jedoch schwerer (siehe das Pflanzenaquarium). Ein einzelner „Spezialdünger“ trägt wenig zur Algenbeseitigung bei, vielmehr spielt die gesamte Nährstoffzusammensetzung im Aquarium eine Rolle bzw. die Schaffung von optimalen Bedingungen für den Pflanzenwuchs. Hier spielen Wasserhärte, Licht,  CO 2 -Gehalt ,  Nitrat ,  Phosphat ,  Kalium ,  Eisen  und  Spurenelemente  bzw. das Zusammenspiel dieser Faktoren eine Rolle. 
   6 Nitratdüngung 
   6.1 Flüssigdünger 
 Grundsätzlich eignet sich jeder Stickstoffdünger als Stickstoffquelle für die Aquarienpflanzen, jedoch sollte man darauf achten, nicht ausschließlich Dünger auf Urea- oder Ammoniumbasis zu verwenden. Im Aquarium müssen diese Stoffe die gesamte  Nitrifikation  durchlaufen, wodurch es zur Anreicherung von Ammoniak (NH 3 ) und Ammonium (NH 4 ) beziehungsweise  Nitrit (NO 2 )  kommen kann. Des weiteren sind die tatsächlichen Auswirkungen einer Urea/Ammoniumdüngung bzw. der damit erreichbare Nitratwert nur schwer abzuschätzen. Bewährt haben sich deshalb Stickstoffdünger speziell für die Aquaristik, deren Hauptbestandteil Nitrat (Kaliumnitrat KNO 3 ) ist, eine bekannte Marke ist hier zum Beispiel der Flüssigdünger  Makro Basic Nitrat von Aqua Rebell . 
 Dieser Flüssigdünger hat sich in der Pflanzenaquaristik beziehungsweise im Aquascaping besonders bewährt; Aqua Rebell bietet verschiedene Düngersysteme an, darunter diesen kaliumreduzierten Nitratdünger und Dünger mit einem nur geringem Anteil an Urea, da hier auf die besonderen Vorlieben diverser Aquarienpflanzen (in Bezug auf Urea/Ammonium) besonders geachtet wird. 
 Nitratwerte zwischen etwa 15-25 mg/l haben sich in bepflanzten Aquarien bewährt. Sie sind auch für die meisten Aquarientiere unproblematisch. Lediglich bei empfindlichen Garnelen aus sehr sauberen Biotopen (wie  Bienengarnelen  und all ihre Varianten, Hybriden und Hochzuchtformen) wird ein Nitratwert von maximal 10 mg/l empfohlen. 
   6.2 Nährsalze 
 Vor allem bei sehr großen Aquarien (wegen des Preises) und aber auch um seine eigenen Ideen zu realisieren, kann man auf eine Düngung mittels Nährsalzen zurückgreifen. Diese sind preisgünstig im Chemiehandel bzw. Online-Chemiehandel und teilweise auch in der Apotheke erwerbbar. Die Düngung mittels Nährsalzen steht, außer dem Aspekt der Bequemlichkeit, der Düngung „aus der Flasche“ in nichts nach. Durch im Internet verfügbare Nährstoff-Rechner bzw. Dosierungsberechnungen kann mit Angabe des Beckenvolumens ein individueller Düngeplan erstellt werden. 
 Üblicherweise genutzte Nährsalze (die auch in Flüssigdüngern zum Einsatz kommen) sind: 
 
 Kaliumnitrat (KNO 3 ) 
 Magnesiumnitrat-Hexahydrat (Mg(NO 3 ) 2  · 6 H 2 O) 
 Calciumnitrat-Tetrahydrat (Ca(NO 3 ) 2  · 4 H 2 O) 
 Ammoniumnitrat (NH 4 NO 3 ) 
 Carbamid/Urea (CH 4 N 2 O) 
 
 &amp;nbsp; 
 Auf Kaliumnitrat als Nährstoff greifen viele Düngerhersteller zurück, da diese Nitratform als die ungefährlichste für die Aquarienbewohner und Beckenbiologie gilt. Gleichzeitig wird viel  Kalium  mit eingebracht, welchen die Pflanzen auch als Makronährstoff benötigen. Da Kaliumnitrat jedoch auch zur Sprengstoffherstellung genutzt werden kann, ist es mit Umständen verbunden, als Privatperson an Kaliumnitrat heranzukommen; selbiges gilt für Ammoniumnitrat. 
 In Weichwasser-Aquarien kann es zu einer Anreicherung von Kalium kommen bzw. bewirkt Kalium hier oftmals leichte  Staubalgen  an den Aquarienscheiben, weshalb viele Pflanzenaquarianer auf Kaliumnitrat (bzw. Dünger mit diesem Inhaltsstoff) verzichten und eher auf Magnesiumnitrat oder Kalziumnitrat zurückgreifen. 
 Eine weitere Methode ist die Düngung mit Urea, welche jedoch aufgrund der oben beschriebenen Problematik nur in geringen Mengen und ergänzend durchgeführt werden sollte. 
   7 Blumendünger 
 Von einer Düngung mittels Blumendünger / Grünpflanzendünger für Landpflanzen o. Ä. sollte abgesehen werden, da diese meist auf Urea und Ammonium basieren. Schon bei normaler Dosierung kann ihre Verwendung im Aquarium durch die Nitrifikation einen „Nitrit-Peak“ mit tödlichen Folgen auslösen kann. In der Regel weisen diese Dünger außerdem ein für das Aquarium unpassendes Nährstoffverhältnis auf. 
                ]]> </content> <updated>2017-10-22T03:45:00+02:00</updated> </entry> </feed>