<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/artendatenbank/schnecken/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>GARNELENHAUS</name> </author> <title>Wiki / Atom Feed</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/artendatenbank/schnecken/?sRss=1</id> <updated>2026-04-29T03:58:12+02:00</updated> <entry> <title type="text">Stumpfe Sumpfdeckelschnecke, Flussdeckelschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/stumpfe-sumpfdeckelschnecke-flussdeckelschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/stumpfe-sumpfdeckelschnecke-flussdeckelschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Viviparus viviparus, die Flussdeckelschnecke oder Stumpfe Sumpfdeckelschnecke, ist eine bei uns heimische im Süßwasser lebende Wasserschnecke. Ideal für Kaltwasseraquarien und den Gartenteich.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
  Viviparus viviparus , die Flussdeckelschnecke oder Stumpfe Sumpfdeckelschnecke, ist eine bei uns heimische im Süßwasser lebende Wasserschnecke aus der Familie der Sumpfdeckelschnecken oder Viviparidae. Sie kommt in Europa in Seen und in langsam fließenden Gewässern vor und liebt sauberes Wasser. 
 Die Flussdeckelschnecke hat mit 48 Monaten eine recht hohe Lebenserwartung. Im warmen Aquarium gehaltene Exemplare werden meist jedoch nicht alt, wenn sie keine Kältepause über den Winter bekommen. Ideal ist die Flussdeckelschnecke dagegen für ein Kaltwasseraquarium, den Gartenteich oder auch für einen nicht ganz winzigen Miniteich geeignet, der kühl überwintert wird. 
 Das hellbraune, graugelbe bis braungrüne kegelförmige Gehäuse ist glatt und zeigt drei rotbraune Bänder. Es wird etwa 35 bis 40 mm hoch und durchschnittlich 25 mm breit. Die Windungen sind weniger stark gewölbt als bei Viviparus contectus und haben 5 bis 6 Umgänge. Zwischen den einzelnen Umgängen läuft eine deutlich ausgeprägte Naht. Die Spitze ist eher stumpf, der Nabel sehr eng und bei manchen Exemplaren fast geschlossen. 
 Wie alle Vivipariden (Sumpfdeckelschnecken) besitzt  Viviparus viviparus  an der Fußoberseite einen festsitzenden Deckel, der das Schneckenhaus verschließen kann. Dieses Operculum schützt die Schnecke bei Trockenheit, Kälte, Nahrungsmangel und natürlich vor Fressfeinden. Der hornige Deckel wächst in konzentrischen Kreisen oval und hat eine leicht angedeutete Spitze. 
 Der gedrungene dunkle Körper der Flussdeckelschnecke ist mit unzähligen feinen gelblichen Punkten übersät. Der Fuß der Stumpfen Sumpfdeckelschnecke ist gedrungen und nur etwas länger als die Basis des Hauses. 
 Die Fühler streckt Viviparus viviparus nach vorne oder seitlich weg. Wie bei allen Sumpfdeckelschnecken ist beim Männchen der rechte Fühler zum Begattungsorgan umgewandelt. Er ist deutlich dicker als der linke und gebogen. 
 Die Flussdeckelschnecke wird in die Gattung Viviparus (“Lebendgebärende”) eingeordnet. Die Weibchen bringen ungefähr alle 14 Tage jeweils ein fertig entwickeltes, lebendes Jungtier zur Welt. Selten wird von einer Mehrlingsgeburt berichtet. 
 Die Flussdeckelschnecke atmet über Kiemen und zählt zu den Filtrierern. Ihre Kieferplatten sind nur schwach ausgeprägt, sie verfügt über eine eher kleine Mundöffnung. Dies macht das Abbeißen von Nahrungsteilen ausgeschlossen, sie nascht somit nicht an unseren Aquarienpflanzen. Mit ihrer Radula (Zunge) raspelt sie Biofilme von Holz und anderen Oberflächen ab. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5-22 GH 
 
 
 Karbonathärte 
 3-15dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6,5-8,5 
 
 
 Temperatur 
 4-23 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 eher Fortgeschrittene 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab mindestens 50 Liter für eine Gruppe von 5-6 Tieren 
 
 
 Verhalten 
 sehr friedlich, eher behäbig und nicht dominant, achtsam sein, wenn mehrere Schneckenarten zusammen im Becken sind, dass sie ausreichend Futter bekommt, empfindlich auf Wasserbelastungen 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 etwas anspruchsvoller 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 unproblematisch, bei genügend Futter und passender Temperatur 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Aufwuchs aller Art, Algenbeläge, Algenblätter, Aas, Schneckenfutter, Fischfutter ( Tabletten, Staub, Sticks, Paste), Mineralfutter, Fischfutter, gefriergetrocknetes Futter wie z.B.Mückenlarven, braunes Herbstlaub sollte immer zur Verfügung stehen, Futterreste aller Art, Mulm, Kalkstein, Sepia, Spirulinatabs, Spirulinapulver 
 
 
 Nachwuchs 
 Biofilme und Algenbeläge, Staubfutter, Tabletten, Sticks (Schneckenfutter, z.B. fein zermahlen 
 
 
 
 
 Stumpfe Sumpfdeckelschnecken sind behäbig, aber trotzdem mehr oder weniger den ganzen Tag unterwegs. Sie ernähren sich von den feineren Aufwuchsschichten auf Gegenständen und der obersten Lage von Sediment. Auch auf Steinen, Holz und Pflanzen sind sie gern unterwegs. Aas und abgestorbene Pflanzenreste sind auf ihrer Speisekarte ebenso verzeichnet. 
  Viviparus viviparus  sind gute Resteverwerter. Der Biofilm, der sich im Aquarium oder Teich bildet, ist für sie von großem Interesse. 
 Als Weidegänger grasen sie viel Aufwuchs und Reste ab, können sich aber auch filtrierend ernähren. Dazu bilden sie ein Schleimnetz in der sogenannten Mantelhöhle im Inneren des Hauses, in dem sich Plankton und andere kleine Nahrungspartikel verfangen, das sie dann ausscheiden. Anschließend frisst die Schnecke ihren eigenen Schleim wieder auf und mit dem Schleim die darauf sitzenden Partikel. 
 Wenn man sie beim Filtrieren beobachtet, sieht man sehr schön, wie es an der seitlichen Rinne der Mantelhöhle arbeitet. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 bis 4 cm hoch und 2,5 cm breit 
 
 
 Alter 
 bis 4 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 nicht sehr konkurrenzstark, Artenbecken ist ratsam, eventuell mit wenigen nicht zu dominanten, kleineren Schnecken, ein paar Zwerggarnelen, friedlichen Fischen - Kaltwasserart! 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 In einer kleinen Gruppe, mindestens 5-6 Tiere, auch wegen der Geschlechterverteilung 
 
 
 
 Die Flussdeckelschnecke ist eine eher behäbige und friedliche Vertreterin der Sumpfdeckelschnecken. Mit kleineren Schnecken, friedlichen Zwerggarnelen und Fischen ist im Kaltwasseraquarium, im Gartenteich oder Miniteich ab 50 Liter Volumen ein gutes Zusammenleben möglich. 
 Von einer Haltung mit allen räuberischen Arten wie Raubschnecke, Zwergkrebsen und Flusskrebsen, Krabben und Großarmgarnelen sollte man Abstand nehmen. 
  Viviparus viviparus  ist eine wunderschöne Schnecke, die ein Kaltwasser Aquarium sehr bereichern kann. Die Flussdeckelschnecke mag es, sich hin und wieder im Kies (möglichst fein) oder Sand vergraben zu können. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Schnecken - Viviparidae (Sumpfdeckelschnecke)td&amp;gt; 
 
 
 Gattung 
  Viviparus  
 
 
 Trivialname 
 Flussdeckelschnecke, Stumpfe Sumpfdeckelschnecke 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Viviparus viviparus  (Linnaeus, 1758) 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Westeuropa, Mitteleuropa und Osteuropa 
 
 
 
 
 
 Stumpfe Sumpfdeckelschnecken bevorzugen klares Wasser und kommen in wenig strömenden Fließgewässern und in Seen vor. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Wasserparameter und Futterangebot müssen passen 
 
 
 Fortpflanzung 
 getrenntgeschlechtlich, das Männchen befruchtet das Weibchen bei der Paarung, das Weibchen trägt die Jungtiere aus 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 Im Brutbeutel der Mutter reifen die Jungschnecken nacheinander heran. Normalerweise wird während der warmen Jahreszeit alle zwei Wochen ein Jungtier entlassen, sehr selten können auch zwei gleichzeitig entlassen werden 
 
 
 
 
 Die Flussdeckelschnecke ist getrenntgeschlechtlich. Das äußere männliche Geschlechtsmerkmal ist im Bild unten deutlich zu erkennen: Der verdickte rechte Fühler des Männchens dient als Begattungsorgan, dieses überträgt die Spermien über die weibliche Geschlechtsöffnung in das Weibchen. 
   
 Beim Weibchen sind dagegen beide Fühler gleich dünn. 
   
 Die Jungtiere wachsen im Uterus des Weibchens heran und ernähren sich von einer eiweißhaltigen, nährstoffhaltigen Flüssigkeit im Ei. Im Brutbeutel des Weibchens befinden sich unterschiedliche Entwicklungsstadien nebeneinander. Wenn die Entwicklung zur Jungschnecke abgeschlossen ist, wird ein lebendes Jungtier entlassen. Die Jungtiere sind bei der Geburt etwa 4-5mm groß und voll entwickelt. Hin und wieder kann es durch Stress bedingt zu sogenannten Sturzgeburten oder auch Fehlgeburten kommen. Dann ist das Junge noch in der Eihülle, die sich abbaut und es kann hinaus. Bei Fehlgeburten wird eine leere Hülle abgelegt. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2024-10-27T00:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Gestachelte Turmdeckelschnecke, Stachel-Turmdeckelschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/gestachelte-turmdeckelschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/gestachelte-turmdeckelschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die Stachel-TDS ist eine kleine, eigentlich sehr hübsche Schnecke, die sich im Aquarium sehr gut halten lässt und die sich bei ausreichend Futter schnell und gut vermehrt. Eine tolle Putztruppe, die nicht an gesunde Pflanzen geht, sondern den Boden schön locker hält und Reste ...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Oft wird die Stachel-Turmdeckelschnecke oder Gestachelte Turmdeckelschnecke mit der Genoppten Turmdeckelschnecke alias Nöppi verwechselt - was eigentlich ein wenig verwunderlich ist, ist das Gehäuse von  Mieniplotia scabra  doch vollkommen anders geformt als das von  Tarebia granifera  und zeigt auch eine andere, viel dramatischer wirkende Skulpturierung. Die friedliche Gestachelte Turmdeckelschnecke lässt sich problemlos mit Zwerggarnelen und friedlichen Fischen halten und ist auch mit vielen anderen Aquarienschnecken gut kompatibel. Sie sorgt dafür, dass sich im Bodengrund keine Faulstellen bilden können, weil sie fleißig buddelt und überwiegend unterirdisch lebt. 
 Früher war  Mieniplotia scabra  als  Thiara scabra  und teilweise irrtümlich auch als  Thiara winteri  in der Aquaristik bekannt. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 
 Gesamthärte 
 3-25 °dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 3-20 °dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6,5 bis 8,5 
 
 
 Temperatur 
 20-30 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 10 Litern 
 
 
 Verhalten 
 Friedliche grabende Schnecke 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 einfach 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 einfach 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Vorwiegend Detritus, Algenaufwuchs, Futterreste und abgestorbene Pflanzenreste, aber auch Futtertabletten und überbrühtes Gemüse 
 
 
 Nachwuchs 
 vermehrt sich durch Jungfernzeugung. 
 
 
 
 
 Frisst Algen und Detritus, Futterreste und Pflanzenreste sowie Gemüse oder Futertabletten 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 ca. 2 cm 
 
 
 Alter 
 bis 4 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Mit Garnelen, anderen Schnecken, mit friedlichen Fischen und sogar mit Krebsen und Krabben, wenn genügend Bodengrund im Aquarium ist 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 ab 3 bis 5 Tieren 
 
 
 
 Die Stachel-Turmdeckelschnecke Mieniplotia scabra kommt ursprünglich aus dem Indopazifik, hat sich aber mittlerweile in vielen Teilen der Welt etabliert. Sie zählt zur Familie der Thiaridae und bleibt mit 2 cm Gehäuselänge eher klein. In der Natur findet man sie in Süßwasser und auch in Brackwasser. Die Stachel-Turmdeckelschnecke buddelt den ganzen Tag lang im Bodengrund und sucht dort nach Fressbarem. Dabei belüftet sie das Substrat und verhindert Faulstellen. Gefressen werden Biofilme, Algenbeläge, Pflanzenreste, Futterreste - gesunde Pflanzen frisst die Stachel-Turmdeckelschnecke dagegen nicht. 
 Aufgrund ihrer Kleinheit kannst du eine Gruppe von 5 Gestachelten Turmdeckelschnecken schon in einem Aquarium ab 10 Litern halten. Die sehr robuste Schneckenart kommt mit einer Vielzahl an Wasserparametern von weich bis sehr hart und sogar mit Brackwasser zurecht. Auch bei den Temperaturen verträgt Mieniplotia scabra 10 bis 30 °C. 
 Der Bodengrund für die grabende Schnecke darf fein bis mittelgrob sein - Sand oder Kies eignen sich gut. Kalziumhaltige Mineralsteine nutzt die Stachel-TDS gern für einen kräftigen Gehäuseaufbau. 
 Mieniplotia scabra lässt sich dank ihrer Lebensweise im Substrat, ihrem dicken Gehäuse und ihrem gut schließenden Operculum (Deckel) mit fast allen Aquarientieren vergesellschaften; sogar Zwergkrebse tun sich schwer, das Schneckenhaus der Stachel-Turmdeckelschnecke zu knacken. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Thiaridae 
 
 
 Gattung 
  Mieniplotia  
 
 
 Trivialname 
 Stachel-Turmdeckelschnecke, Gestachelte Turmdeckelschnecke 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Mieniplotia scabra  (O. F. Müller, 1774) 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 ursprünglich Indopazifik; mittlerweile praktisch weltweit in gemäßigten bis tropischen Regionen 
 
 
 
 
 
 Die Nachzucht der Gestachelten TDS ist denkbar einfach - die lebend gebärenden Weibchen bringen ihre Jungtiere dank Jungfernzeugung auch ohne Männchen zustande. Die Jungtiere entwickeln sich im Brutbeutel der Mutter und werden meist nachts an der Wasseroberfläche vom Weibchen entlassen. Alle paar Tage bringt die Mutter eine kleine  Mieniplotia scabra  zur Welt. 
 Die Vermehrung der Stachel-TDS im Aquarium ist ausgesprochen gut. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 eine weibliche Schnecke reicht schon aus 
 
 
 Fortpflanzung 
 durch Jungfernzeugung, lebend gebärend 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 alle paar Tage wird ein einzelnes Jungtier entlassen 
 
 
 
 
 
 
                ]]> </content> <updated>2023-06-21T00:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Blasenschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/blasenschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/blasenschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Jeder kennt sie, viele fürchten sie, weil die Blasenschnecke im Aquarium zur Massenvermehrung neigt und als Ursache von Schneckenplagen gesehen wird. Eigentlich ist die kleine hübsche Schnecke aber sehr nützlich, sie deckt lediglich Futterfehler gnadenlos auf ...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Die Physidae oder Blasenschnecken bilden eine eigene Familie innerhalb der Wasserlungenschnecken (Basommatophora), die wiederum zu den Lungenschnecken (Pulmonata) gehören. Weltweit sind inzwischen über 80 Arten in der Familie der Physidae bekannt. Die Artentrennung fällt nicht leicht, oft nur sicher unter dem Mikroskop aufgrund von Merkmalen des Genitalsystems. In der Aquaristik finden wir hauptsächlich die Spitze Blasenschnecke ( Physella acuta ) und die Quellblasenschnecke ( Physa fontinalis ), es sind mit Sicherheit aber auch einige kryptische Arten unterwegs, die noch niemand sauber bestimmt hat. Der Einfachheit halber sprechen wir hier im Text nicht ganz korrekt jeweils von  Physa  sp., wobei alle anderen Arten jeweils mit gemeint sind. 
 Die Blasenschnecke trifft man auf der ganzen Welt in gemäßigtem Klima. Sie lebt gerne in langsam fließenden und stehenden Gewässern (Seen, Teiche, Tümpel aller Art, Kleinstgewässer, tote Arme von Gewässern). Häufig weisen die Gewässer eine hohe Sumpfpflanzendichte, Totholz, Falllaub und Schlamm am Gewässerboden auf, jedoch trifft man sie auch auf hartem Substrat in hohen Populationsdichten. Die Blasenschnecke stellt keine hohen Ansprüche an ihr Lebensumfeld und lebt häufig auch in stärker organisch belastetem Wasser. 
 Die aktiven kleinen Blasenschnecken sind selbst für eine Wasserschnecke sehr bewegliche und äußerst interessante, toll zu beobachtende Schnecken. Häufig machen Aquarienbesitzer den ersten Kontakt nach Einkauf von konventionell erzeugten Wasserpflanzen, wenn plötzlich kleine agile Schnecken im neuen Aquarium auftauchen. Blasenschnecken sind nicht nur nützlich, sondern auch durch ihr interessantes Verhalten eine liebenswerte Art in unseren Aquarien. 
 
 Blasenschnecken haben ein linksgewundenes Gehäuse in Braun- und Beigetönen, bis hin zu Gold-Bronzetönen, das meist schwach glänzt. Das Gehäuse ist bauchig und läuft je nach Art spitz oder auch stumpf zu. Das Haus der Blasenschnecke ist leicht durchsichtig, und das Punktmuster des Mantelgewebes schimmert durch, das der Blasi das typischen bubbelige Aussehen verleiht. Selten zeigen einzelne Exemplare auch Schwarzfärbungen. Bei nach einem Wasserwechsel stark abweichenden Wasserwerten kann es zu den sogenannten Wasserwechselstreifen kommen. 
 Blasenschnecken können als Wasserlungenschnecken in ihrer Mantelhöhle Luft transportieren, so dass ihnen der Sauerstoff unter Wasser zur Verfügung steht. Deshalb lassen sie sich immer wieder an die Wasseroberfläche treiben bzw. kriechen nach oben, um zu atmen. Der Lungensack ermöglicht ihnen auch das Überleben während Trockenperioden in ihren Gewässern. Außerdem haben Blasenschnecken je nach Art mehr oder wenig stark ausgeprägt Fransen des Mantels, die sie über ihr Gehäuse strecken oder einziehen können - zu sehen rechts im Bild, markiert mit den lila Pfeilen. Dieser Mantelsaum unterstützt die Tiere beim Atmen; sie können nämlich auch über die Haut Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen. 
 Körper und Fuß von  Physa  sp. sind meist hell mit unregelmäßigen sehr kleinen Sprenkeln. Die Augen sitzen wie bei allen Wasserschnecken an der Basis der Fühler. Das Gehäuse wächst zu in einer Länge von ca. 0,6-1,2 cm heran, wobei die Tiere im Aquarium meist deutlich kleiner bleiben. Bei gutem Futterzustand werden sie teils auch deutlich größer. 
 Häufig wird die Blasenschnecke aufgrund ihrer Gehäuseform mit Schlammschnecken, vor allem mit der  Kleinen Schlammschnecke  Radix  sp.  verwechselt. Schlammschnecken haben jedoch ein rechtsgewundenes Gehäuse, einen breiten Fuß mit stumpfem Ende und dreieckige kurze Fühler (weswegen sie auch Yodaschnecke genannt werden). Die Blasenschnecke hat dagegen immer ein linksgewundenes Gehäuse, sprich, ihre Gehäuseöffnung zeigt genau zur anderen Seite. Ihre Fühler sind immer relativ lang, schmal bzw. fadenförmig, ihr Hinterende läuft auffällig spitz zu. 
   
 Mit ihrer Raspelzunge ist die Blasenschnecke nicht in der Lage, gesunde Pflanzen zu verletzen.  Physa  sp. kann etwa ein Jahr alt werden. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5-25 GH 
 
 
 Karbonathärte 
 1-16 dKH 
 
 
 pH-Wert 
 5,5-8,5 
 
 
 Temperatur 
 0-25 °C (möglichst nicht dauerhaft über 25 °) 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 5 l, besser größer 
 
 
 Verhalten 
 sehr friedlich 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 sehr einfach 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 sehr einfach 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Futterreste wirklich aller Art, Detritus, Algenbeläge, Biofilme, sie braucht &quot;eigentlich“ kein spezielles Futter, da sie gerne alles, was liegen bleibt, dankbar annimmt (alle Fischfuttersorten und Garnelenfuttersorten, Schneckenfutter, Gemüse, Blätter usw), abgestorbene Pflanzenteile, Fischexkremente, Garnelenkot, Aas und vieles mehr 
 
 
 Nachwuchs 
 Auch die Nachwuchstiere der Blasenschnecke zeigen sich als ausgesprochene Allesfresser 
 
 
 
 
 Blasenschnecken gelten als die Gesundheitspolizei der Aquarien, da sie so viele Reste aufnehmen. An ihrem Dasein im Aquarium scheiden sich jedoch die Geister, manche lieben sie, manche hassen sie. Die Blasenschnecke ist nämlich ein Indikatororganismus und eigentlich sehr nützlich. Da  Physa  und  Physella  sehr vermehrungsfreudig sind, kommt es bei  zu viel Futter  zu einer explosionsartigen Vermehrung und einer Schneckenplage. 
 Durch eine entsprechende Drosselung der Futtermenge (Menge, Qualität und Aquarienhygiene) kann man gut die Population der Blasenschnecken beeinflussen.  Physa  sp. sorgt für Ordnung und Sauberkeit im Aquarium und ist dabei auch noch hübsch anzusehen, wenn sie sich rasant durchs Becken bewegt. 
 Oft sieht man sie auch kopfüber an der Oberfläche hängend durchs Wasser gleiten und  die Kahmhaut  abweiden. Alle Futterreste werden von der Blasenschnecke mit Begeisterung angenommen, die kleinen Schleimer sind sofort unterwegs, wenn sie Nahrung wahrnehmen. 
 Auch Algen mag sie,  Kieselalgen  und  Blaualgen  werden dabei bevorzugt an Scheiben, Gegenständen und Pflanzen abgeweidet. Gesunde Wasserpflanzen nehmen keinen Schaden durch die Blasenschnecke, absterbendes Pflanzengewebe wird jedoch gefressen. 
 Man sieht die Blasenschnecken überall im Aquarium eifrig suchen und fressen, dadurch helfen sie auch, potenzielle Fäulnisherde zu verhindern. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 bis 1,2 cm, je nach Art auch mal bis zu 2cm, oft aber nur um die 0,6cm 
 
 
 Alter 
 bis 1 Jahr 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Zwerggarnelen, Schnecken mit ähnlichen Ansprüchen, bitte nicht mit Raubschnecken, Zwergkrebsen, Krebsen, Schmerlen, Kugelfischen und anderen schneckenfressenden, räuberischen Tieren /td&amp;gt; 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 ab 5 , vermehren tun sie sich meist ja sehr schnell alleine 
 
 
 
 Quellblasenschnecken sind friedliche, witzige und charmante Kollegen in unseren Aquarien. Sie sind sehr schnell unterwegs, was unter anderem auch an ihren Schleimfäden liegt, die sie durch eine Drüse produziert und sich so im Wasser ganze Verbindungsnetze aufbauen kann. 
 Oft kann man mehrere Tiere zusammen beobachten wie sie zum nächsten Futter eilen. 
 Da  Physa  sp. absolut robust und anpassungsfähig sind, verzeihen sie auch manchen Fehler und kommen mit sehr unterschiedlichen Wasserwerten klar. 
 Fühlen sich Blasenschnecken angegriffen, lassen sie sich blitzschnell zu Boden fallen und versuchen sich zu verstecken. Bei Gefahr können sie aber auch über ihren Fuß heftig mit dem Gehäuse hin und her schlagen und Feinde (auch Parasiten z.B.) abwehren. Aufgrund ihrer geringen Größe und Friedfertigkeit sind Blasenschnecken nicht mit räuberischen Arten zu halten. Ihr dünnes Gehäuse ist schnell geknackt,  Physa  sp. wird deshalb gern von vielen als Futterschnecke genutzt. 
 
  
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Klasse 
 Schnecken - Gastropoda 
 
 
 Gattung 
  Physa ,  Physella  
 
 
 Trivialname 
 Blasenschnecke, Blasi 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
 z.B.  Physa fontinalis ,  Physella acuta  etc. 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 holarktisch ursprünglich auf der gesamten Nordhalbkugel vertreten, mittlerweile praktisch weltweit verschleppt 
 
 
 
 
 
 Früher waren die Arten der Familie der Blasenschnecken fast nur holarktisch verbreitet, heute sind sie als eingeschleppte Organismen in vielen anderen Regionen der Welt zu finden, zum Beispiel in Indonesien, Neuseeland, Australien, Indien und Südafrika. 
 Hier in Mitteleuropa gibt es drei heimische Gattungen ( Physa ,  Physella  und  Aplexa ) mit vier Arten. 
 Zusätzlich wurde die Art  Physella heterostropha  aus Nordamerika eingeschleppt, die unserer heimischen  Physella acuta  allerdings zum Verwechseln ähnlich sieht. Die beiden Arten werden von manchen Autoren als Synonym behandelt. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Hohes Futterangebot, ansonsten sehr anspruchslos 
 
 
 Fortpflanzung 
 zwittrig, auch zur Selbstbefruchtung fähig, paart sich aber bevorzugt mit Artgenossen 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 Unterschiedlich von 7 Tagen bis 3 Wochen, je nach Wassertemperatur 
 
 
 Gelegegröße 
 10 bis ca. 50 Eier 
 
 
 
 
  Die Blasenschnecke ist ein Zwitter und kann sich selbst befruchten, bevorzugt jedoch die Vermehrung mit Partner. Bei der Paarung kriecht ein Tier auf das Häuschen des anderen und stülpt an der linken Seite das männliche Glied aus, um es dann beim unteren Tier in die weibliche, ebenfalls links liegende Geschlechtsöffnung einzuführen. Häufig &quot;verknoten&quot; sich die Tiere förmlich bei der Paarung miteinander. 
 Das untere Tier nimmt den Samen auf und legt nach wenigen Tagen ein Gelege ab. Jedes Tier kann als männlicher oder weiblicher Part agieren. 
 Manche haben sich beim Blick ins Aquarium schon erschrocken, weil der Penis hinter dem linken Fühler offen sichtbar sehr groß heraus hing und auf den ersten Blick für eine  Planarie  gehalten wurde. 
   
 Der 1 cm lange, weiche, häufig etwas gebogene Laichballen wird auf hartem Substrat abgelegt: Scheibe, Filter, Steine, feste Blätter und was sich sonst findet. Das Gelege enthält 10 bis 50 Eier. 
 Der Laich der Blasenschnecke ist schwerer zu erkennen wie bei anderen Schneckenarten, weil er ungefähr denselben Brechungsindex besitzt wie das Wasser selbst. 
 Die kleinen Schneckchen schlüpfen als komplett entwickelte wenige Millimeter kleine Tiere. Bei 24 °C beträgt die Reifungsdauer 10 Tage, bei kühleren Temperaturen dauert es länger bis zum Schlupf, bei wärmeren schlüpfen die kleinen Blasenschnecken früher. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2021-09-02T00:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Pianoschnecke, Pinselalgenschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/pianoschnecke-pinselalgenschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/pianoschnecke-pinselalgenschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die wunderhübsche Pianoschnecke gibt es in gestreift und in einfarbig. Die lebend gebärenden Filtrierer sind absolut faszinierende Aquarienbewohner, die durch ihr Äußeres bezaubern. Alles über Zucht und Haltung erfahrt ihr hier.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
  Taia naticoides , die (Genoppte) Pianoschnecke oder auch Pinselalgenschnecke, ist eine im Süßwasser lebende Schneckenart aus der Familie der Sumpfdeckelschnecken, der Viviparidae. Sie bringen fertig entwickelte, lebende Jungtiere zur Welt.  Taia naticoides  wird “Piano-Schnecke” genannt, da sie meist kontrastreich hell, dunkel im Wechsel gebändert ist, wie die Tasten bei einem Piano. Es gibt aber auch einfarbige Exemplare in unterschiedlichsten Abstufungen, teilweise findet man auch lila oder violette Pianoschnecken. Im Jugendalter sind die Farben intensiver. 
   
 Manche kennen sie unter dem Namen &quot;Pinselalgenschnecke&quot;, da sie die im Aquarium stark störenden Pinselalgen teils auch als Futter annehmen, vor allem noch junge Algen. Manche sagen, es handle sich um die besten Pinselalgenvernichter unter den Aquarienschnecken, andere Beobachtungen widerlegen dies jedoch. 
 Das etwa 25 bis 35 mm hohe Gehäuse ist kegelförmig mit nur wenig gewölbten Windungen mit 5 bis 6 Umgängen. Zwischen den einzelnen Umgängen läuft jeweils eine Naht, die deutlich zu sehen ist. In Spiralen laufen drei bis 5 Linien aus Tuberkeln oder schuppenartigen, noppenähnlichen Verdickungen. 
  Wie alle Vivipariden (Sumpfdeckelschnecken) besitzt  Taia naticoides  an der Fußoberseite einen festsitzenden Deckel, der das Schneckenhaus verschließen kann. Dieses Operculum schützt die Schnecke bei Trockenheit, Kälte, Nahrungsmangel und natürlich vor Fressfeinden. Der Deckel wächst in konzentrischen Kreisen, oval mit einer leicht angedeuteten Spitze, ist hornig und glänzt. 
 Der Fuß der Pianoschnecke, der einen Großteil des sichtbaren, weichen Körpers ausmacht, ist gedrungen und nur etwas länger als die Basis ihres Hauses. Die Hautoberfläche ist mit zahlreichen kleinen dunklen Punkten und Flecken dicht bedeckt. Wenn die Pianos an der Scheibe empor klettern, kann man so ihre wunderschönen Farbzeichnungen bewundern. 
 Die Fühler stehen nach vorne oder seitlich weg und sind unermüdlich in Bewegung um die Umgebung abzutasten. Bei allen Sumpfdeckelschnecken ist beim Männchen der rechte Fühler zum Begattungsorgan umgewandelt. Er ist deutlich dicker als der linke und gebogen. Beim Weibchen laufen beide Fühler gleichmäßig nach vorn schlanker werdend zu, so dass man die Geschlechter gut unterscheiden kann. 
 Die Pianoschnecke atmet über Kiemen und zählt zu den Filtrierern. Ihre Kieferplatten sind nur schwach ausgeprägt, sie verfügt über eine kleine Mundöffnung. Dies macht das Abbeißen von Nahrungsteilen ausgeschlossen, sie nascht somit nicht an unseren Aquarienpflanzen. Die Radula (Zunge) ist etwa 2 bis 3 mm lang und besteht aus etwa 70 Reihen von je 7 Zähnen. Damit raspelt sie auch gern mal Holz ab, über das sie sich durchaus freut. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5-22 °dGH 
 
 
 Karbonathärte 
 3-15 °dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6,5-8,5 
 
 
 Temperatur 
 18-30 °C   (optimal 24-28 °C,  liebt um 27 Grad) 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 eher Fortgeschrittene 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab mindestens 12l 
 
 
 Verhalten 
 sehr friedlich, nicht dominant, empfindlich auf wechselnde Wasserwerte 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 etwas anspruchsvoller 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 unproblematisch bei genügend Futter und passender Temperatur 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Aufwuchs aller Art, Algenbeläge, Algenblätter, Aas, Schneckenfutter, Fischfutter ( Tabletten, Staub, Sticks, Paste), Mineralfutter, Fischfutter, gefriergetrocknetes Futter wie z.B.Mückenlarven, braunes Herbstlaub sollte immer zur Verfügung stehen, Futterreste aller Art, Mulm, Kalkstein, Sepia, Spirulinatabs, Spirulinapulver 
 
 
 Nachwuchs 
 Biofilme und Algenbeläge, Staubfutter, Tabletten, Sticks (Schneckenfutter, z.B. fein zermahlen 
 
 
 
 
   
 Die Pianos sind sehr aktiv, den ganzen Tag unterwegs, Scheiben rauf und runter, hin zur nächsten Futterstelle, da auch noch was mitnehmen. Sie ernähren sich meist von den feineren Aufwuchsschichten auf Gegenständen und der obersten Lage von Sediment. Bereits bei dem drei Tage alten Jungtier links kann man schon sehr gut die Radula erkennen, mit der die Pianoschnecke Aufwuchs von Oberflächen schabt. Auch auf Steinen, Holz und Pflanzen ist sie gern unterwegs. Aas und abgestorbene Pflanzenreste sind auf ihrer Speisekarte ebenso verzeichnet.  Taia naticoides  sind sehr gute Resteverwerter, wo etwas Futter liegt kommt bestimmt bald eine Piano vorbei. Der Biofilm, der sich dort bildet, ist für sie von großem Interesse. 
  Als Weidegänger grasen sie viel Aufwuchs und Reste ab, können sich aber auch filtrierend ernähren. Dazu bilden sie ein Schleimnetz in der sogenannten Mantelhöhle im Inneren des Hauses, in dem sich Plankton und andere kleine Nahrungspartikel verfangen, das sie dann ausscheiden. Anschließend frisst die Schnecke ihren eigenen Schleim wieder auf und mit dem Schleim die darauf sitzenden Partikel. 
 Wenn man sie beim Filtrieren beobachtet, sieht man sehr schön, wie es an der seitlichen Rinne der Mantelhöhle arbeitet. Da ihr „Heimatsee“ sehr kalkhaltig ist, sind  Taia naticoides  an Kalksteinen und Mineralienzugaben interessiert. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 bis 3,5 cm, Ausnahmen bis 4 cm hoch, und 2,0-2,5 cm breit 
 
 
 Alter 
 bis 3 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 nicht sehr konkurrenzstark, Artenbecken wäre fein, eventuell mit wenigen nicht zu dominanten, kleineren Schnecken, ein paar Zwerggarnelen, friedlichen Fischen 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 kleine Gruppe, mindestens 5-6 Tiere, auch wegen der Geschlechterverteilung 
 
 
 
 Die Pianoschnecke ist eine friedliche Vertreterin der Sumpfdeckelschnecken, die durchaus aktiv im Becken unterwegs ist. Oft kriechen 2 Tiere nebeneinander her und sammeln gemeinsam die Scheiben ab. Mit anderen Schnecken, friedlichen Zwerggarnelen und Fischen ist ein gutes Zusammenleben möglich. 
 Von einer Haltung mit allen räuberischen Arten wie Raubschnecke, Zwergkrebse und Flusskrebse, Krabben und Großarmgarnelen sollte man Abstand nehmen. Hin und wieder zeigt sich die Pianoschnecke als empfindlich gegenüber Störungen. Zu starke Strömungen im Becken und zu helles Licht können solche Störfaktoren sein. Wenn mehrere Schneckenarten zusammen im Becken sind, muss man darauf achten, dass die Pianoschnecke genügend Futter bekommt. Sie zieht sich viel schneller als andere Schnecken zurück, wenn sich etwas von oben nähert oder eine Garnele auf ihr landet um sie dort neugierig auf Algen abzugrasen. Allerdings kommen sie auch sehr schnell wieder heraus. 
 Manche holen sich die sogenannte Pinselalgenfresserin gezielt ins Becken um einer Pinselalgenplage Herr oder Frau zu werden. Große harte Pinselalgen werden jedoch nicht gut gefressen, wenn, dann holt sich die Pianoschnecke die jungen Algen, die noch nicht zu hart sind.  Taia naticoides  ist eine wunderschöne Schnecke die das Aquarium sehr bereichern kann. Die Pianoschnecke mag es, sich hin und wieder im Kies (möglichst fein) oder Sand vergraben zu können. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Schnecken - Viviparidae (Sumpfdeckelschnecke)td&amp;gt; 
 
 
 Gattung 
  Taia  
 
 
 Trivialname 
 Pianoschnecke, Pinselalgenschnecke 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Taia naticoides  Theobald, 1865/td&amp;gt; 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Indien, Inle-See/Myanmar 
 
 
 
 
 
 Pianoschnecken leben in sedimentreichen Gewässern. Die schöne Variante mit dem gestreiften Gehäuse stammt aus Myanmar und Indien, am häufigsten sind die Vorkommen im Inle-See in Myanmar, dem früheren Burma. Der Inle See hat 40 bis 70 km² an Wasserfläche und liegt knapp 900 m über dem Meer über kalkhaltigem Gestein. Er ist etwa 3,5- 4m tief. Man findet verschiedene Unterarten und weitere schön gefärbte Standortvarianten von  Taia naticoides  auch in den umliegenden fließenden und stehenden Gewässern sowie im benachbarten Indien in den östlichen Bundesstaaten Manipur und Tripura an der Grenze zu Myanmar. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Wasserparameter und Futterangebot müssen passen 
 
 
 Fortpflanzung 
 getrenntgeschlechtlich, das Männchen befruchtet das Weibchen bei der Paarung, das Weibchen trägt die Jungtiere aus 
 
 
 Dauer bis zur Geburt 
 Abstand unterschiedlich von Tagen bis Wochen 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 normalerweise ein Junges alle zwei bis drei Wochen, sehr selten können auch zwei gleichzeitig entlassen werden 
 
 
 
 
 Die Pianoschnecke ist getrenntgeschlechtlich. Die äußeren männlichen Geschlechtsmerkmale sind deutlich zu erkennen: Der rechte Fühler des Männchens ist auch das Begattungsorgan, dieses überträgt die Spermien über die weibliche Geschlechtsöffnung in das Weibchen. 
   
 Die Jungtiere wachsen im Uterus des Weibchens heran und ernähren sich von einer eiweißhaltigen, nährstoffhaltigen Flüssigkeit im Ei. Im Brutbeutel des Weibchens befinden sich unterschiedliche Entwicklungsstadien nebeneinander. Wenn die Entwicklung zur Jungschnecke abgeschlossen ist, wird ein lebendes Jungtier entlassen, selten auch zwei. 
 Die Jungtiere sind bei der Geburt etwa 4-5mm groß, voll entwickelt, und ihr Gehäuse ist rundum mit feinen Haaren besetzt. Sie sind schon perfekte kleine Abbilder des erwachsenen Tiers. Allerdings ist ihr Gehäuse bis auf die feinen Härchen glatt, die Gehäuseskulpturen fehlen noch. 
   
 Nach nur wenigen Tagen verlieren sich die feinen Haarleisten auf dem Gehäuse der Pianobabys, und das Gehäuse wird glatt. 
   
 Die Männchen werden mit etwa 3 Monaten geschlechtsreif , bei den Weibchen dauert es etwas länger. 
 Hin und wieder kann es durch Stress bedingt zu sogenannten Sturzgeburten oder auch Fehlgeburten kommen. Dann ist das Junge noch in der Eihülle, die sich abbaut und es kann hinaus. Bei Fehlgeburten wird eine leere Hülle abgelegt. 
 Wenn die Pianoschnecke sich wohlfühlt, wird sie im Jahr etwa 20 Jungtiere gebären. Abweichungen nach unten und oben sind natürlich je nach äußeren Umständen möglich. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2021-02-01T00:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Kleine Schlammschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/kleine-schlammschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/kleine-schlammschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die kleinen Schlammschnecken der Gattung Radix sehen Spitzschlammschnecken sehr ähnlich und werden deshalb auch oft als Yodaschnecken bezeichnet. Diese Wasserlungenschnecken sind jedoch kleiner und haben ein anders geformtes Gehäuse. 
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Die Gattung  Radix  spec., die zur Familie der Schlammschnecken oder Lymnaeidae gehört, ist wohl mit eine der bekanntesten einheimischen Wasserschneckengattungen. Die Lymnaeidae sind Wasserlungenschnecken, die in den Süßwassergewässern der nördlichen Halbkugel mit vielen Arten weit verbreitet sind. In der Aquaristik tummeln sich vermutlich neben heimischen Arten auch einige  Radix  sp. aus Asien. Die Gehäuse sind auch innerhalb der Arten sehr variabel, weshalb die Artunterscheidung rein nach Gehäuseform schwierig ist. Häufig muss man zur genauen Bestimmung auf eine Untersuchung der Weichteile zurückgreifen. 
 Schnecken aus der Gattung  Radix , darunter häufig die heimische Art  Radix balthica,  werden relativ oft in Aquarien gepflegt und gelten als eine der anpassungsfähigsten Süßwasserschnecken. Insgesamt gibt es derzeit etwa 20 beschriebene  Radix -Arten. 
  Wie die  Spitzschlammschnecke ( Lymnaea stagnalis)   haben auch  Radix  sp. eher kurze dreieckige Fühler, die zur Basis hin breiter werden, die ihnen den Namen Yodaschnecke / Kleine Yodaschnecke eingebracht haben. Die Augen liegen an der Basis der beiden Fühler. Im Vergleich zur Spitzschlammschnecke ist  Radix  sp. deutlich gedrungener, meist ist ihr Gehäuse viel kürzer und stärker gewölbt. Vor allem die hinteren Windungen sind auffallend kleiner.  Im Bild: Oben  Radix , unten  Lymnaea . 
  Die Schlammschnecke ist ein Lungenatmer, und so taucht sie immer wieder an der Wasseroberfläche auf, um ihren Luftvorrat auszutauschen. In ihrer Mantelhöhle speichert sie den Luftvorrat in der Lunge, kann aber auch durch die Haut Sauerstoff aus dem Wasser absorbieren. Die kurzen, breiten Antennen vergrößern die Oberfläche der Haut, sodass die Schnecke mehr Sauerstoff aufnehmen kann. Durch Bewegung der Mantelmuskeln können  Radix  sp. ihre Dichte verändern und so schnell aufsteigen oder sinken - das Schweben, was man im Aquarium häufig beobachten kann. Geradezu schwerelos gleiten sie gemächlich sich drehend im Wasser dahin, fast, als würden sie tanzen. 
 Das kegelförmige Gehäuse der Radix ist  rechtsgewunden  (das heißt, die Öffnung weist nach rechts) und besitzt eine deutlich konvexe Seitenlinie. Es wird etwa 20-25mm hoch, je nach Art auch 35mm (z.B.  Radix auricularia )   und besteht aus 4,5 -5 Umgängen, die je nach Art sehr schnell im Umfang zunehmen. Radix sp. hat kein Operculum (Gehäusedeckel). Die Farbe des Gehäuses variiert von Art zu Art, von weiß, hornfarben, gelb, braun und leicht lila schimmernd. Vor allem die Gehäuse von Aquarienpopulationen sind oft eher durchsichtig, sodass man das gepunktete Mantelgewebe durchschimmern sieht - ähnlich wie bei einer Blasenschnecke, mit der die Schlammschnecke sehr häufig verwechselt wird. Blasenschnecken haben jedoch ihre Gehäuseöffnung auf der anderen Körperseite (sie sind  linksgewunden ) und besitzen fadenförmige Fühler. 
   
 Typisch für alle Arten der Familie der Schlammschnecken ist ein breit ovaler Fuß, der am Hinterende rund ausläuft. Der Körper von  Radix  sp. ist hellbeige bis dunkelbraun, zum Teil mit feinen Punkten gemustert, die wie Glitzer wirken. Die kleinen Yodaschnecken begeistern mit ihrer Vielseitigkeit. Schlammschnecken spielen allerdings auch eine Rolle als Überträger von Parasiten: Schlammschnecken dienen den Trematoden  Trichobilharzia ocellata  als Zwischenwirt. Sie geben  Gabelschwanzzerkarien  ab, die beim Menschen als Fehlwirt die sogenannte Badedermatitis auslösen. Der eigentliche Endwirt sind Wasservögel. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5-20 GH 
 
 
 Karbonathärte 
 0-15°dKH 
 
 
 pH-Wert 
 6,0-9,5 
 
 
 Temperatur 
 0-30 °C (optimal 10-25 °C) 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 12 l 
 
 
 Verhalten 
 friedlich 
 
 
 Schwierigkeit Haltung 
 einfach 
 
 
 Schwierigkeit Zucht 
 eher unproblematisch 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Schneckenfutter (Tabletten, Staub, Sticks, Paste), Mineralfutter, Frostfutter und gefriergetrocknetes Futter wie Artemia, Mückenlarven, Cyclops, Wasserflöhe, Grünfutter wie Brennnessel, Löwenzahn, Spinat (sparsam), Algenbeläge, braunes Herbstlaub, Detritus, Futterreste, Biofilm, Aas, Algenblätter, abgestorbene Pflanzen, Mulm, Sepiaschale 
 
 
 Nachwuchs 
 Biofilme und Algenbeläge, Detritus 
 
 
 
 
  Radix  sp. fressen mit Begeisterung alle möglichen organischen Reste und sind den ganzen Tag unterwegs auf Futtersuche. Auch kopfüber an der Kahmhaut sieht man sie oft im Becken. Hin und wieder fressen sie in sehr feine Wasserpflanzen, z.B. Tausendblatt, kleine Löcher. Wie die Spitzschlammschnecke soll auch  Radix  sp.  Hydren  fressen, wobei hier die Berichte durchaus gegensätzlich sind. Des weiteren frisst die Schlammschnecke Aufwuchs aller Art, Algen, alles was sie findet an Futterresten und gerne auch Laub und Holz. Da sie eher in kalkhaltigen Gewässern lebt, freut sie sich über Zugabe von Mineralien, wie z.B. Sepiaschale oder porösen Kalkstein. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 bis ca. 2,5 cm, einige Arten bis zu 3,5cm 
 
 
 Alter 
 ca.1-1,5 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Mit friedlichen Zwerggarnelen und Fächergarnelen, friedlichen Fischen, anderen nicht zu dominanten, friedlichen Schnecken und mit Muscheln/td&amp;gt; 
 
 
 Haltungsempfehlung 
 kleine Gruppe, mindestens 5 Tiere 
 
 
 
  Radix  spec. sind ruhige, friedliche und doch sehr aktive und unterhaltsame Schnecken im Aquarium. Sie sind sehr hübsch und in ihrem Verhalten gibt es vieles zu beobachten. Zusammen mit Zwerggarnelen und nicht zu vielen großen anderen Schnecken, friedlichen Fischen hat man mit der  Radix  eine interessante Schnecke, die zudem gern Aufwuchs aller Art vertilgt. Sie mag keine starke Strömung im Aquarium. Insgesamt möchten vor allem heimische Schlammschnecken es wohl gern etwas kühler, sie passen sich aber den Bedingungen im Aquarium in einem gewissen Rahmen an. Gern gesehen ist die heimische Gemeine Schlammschnecke auch im Gartenteich (bitte frostfrei) oder sogar in Miniteichen auf dem Balkon. Raubschnecken, Zwergkrebse, Flusskrebse, Krabben und Großarmgarnelen sehen die  Radix  spec. durchaus als angenehmes Lebendfutter an - daher bitte nicht vergesellschaften. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Schnecken - Lymnaeidae 
 
 
 Gattung 
  Radix  spec. 
 
 
 Trivialname 
 Kleine Schlammschnecke, Kleine Yoda, Schlammi, Yodaschnecke 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Radix  Montfort, 1810 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Paläarktisch auf der gesamten Nordhalbkugel vertreten. 
 
 
 
 
 
 Radix spec. kommt paläarktisch auf der gesamten Nordhalbkugel in der Natur in langsam fließenden und stehenden Gewässern vor. Flüsse, Bäche, Gräben, Seen, Teiche, in dem es ruhiger zugeht, selbst vereinzelte alpine Gewässer sind ihr Zuhause. 
 Da sie gern abgestorbene Pflanzenteile frisst, darf das Biotop gerne gut zugewachsen und verkrautet sein.Da sie atmosphärische Luft atmen, können sie auch in relativ sauerstoffarmen, nährstoffreichen Gewässern gut überleben. 
   
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 ausreichend Futter muss immer zur Verfügung stehen, und die Kleine Schlammschnecke bevorzugt eher kühle Temperaturen 
 
 
 Fortpflanzung 
 Zwitter, Eierleger, zur Selbstbefruchtung fähig 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 ca. 1-2 Wochen (u.a. temperaturabhängig) 
 
 
 Gelege-/Wurfgröße 
 variiert nach Art und Größe des Tieres, von 4-300 Eiern 
 
 
 
 
 Ist die Geschlechtsreife erreicht, verpaaren sich die zwittrig angelegten  Radix  sp. miteinander. Sie können sich aber auch selbst befruchten. 
 Der Laich wird unter Wasser in gallertartigen langen Schnüren auf harten Substraten, wie Steinen, Holz oder auch auf Pflanzenteilen abgelegt. 
 Die Jungschnecken schlüpfen je nach Temperatur nach 1-2 Wochen aus den Laichsträngen. 
 Man kann sehr schön verfolgen, wie die kleinen Schnecken in den gallertartigen Gelegen heranwachsen. Wenn sie eine entsprechende Größe erreicht haben, schlüpfen die Jungtiere und entwicklen sich innerhalb von vier Wochen zu geschlechtsreifen Schnecken, die im Laufe ihres Lebens langsam, aber stetig weiterwachsen. 
 Bei einer Massenvermehrung fühlen sich manchmal andere Schneckenarten durch die  Radix  spec. gestört. 
 Bei kühlen Temperaturen vermehren sich  Radix  sp. deutlich besser als in zu warmen Aquarien. 
 Einzelne Arten wie  Radix auricularia  sind etwas schwieriger zu züchten, die Ohrschlammschnecke braucht beispielsweise Aas, um in Paarungsstimmung zu kommen. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2021-01-18T00:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Malaiische Turmdeckelschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/malaiische-turmdeckelschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/malaiische-turmdeckelschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Sie wird auch Nadel-Kronenschnecke, Indische Turmdeckelschnecke oder einfach kurz TDS genannt. Melanoides tuberculata ist in der Aquaristik wirklich weit verbreitet und durch ihre Grabetätigkeit ein nützlicher Resteverwerter. Sie zeigt sogar einen Sauerstoffmangel oder Nitritp...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Die nachtaktive Malaiische Turmdeckelschnecke, Indische Turmdeckelschnecke oder Nadel-Kronenschnecke wird in der Aquaristik auch einfach als TDS abgekürzt. Sie gehört zur Art  Melanoides tuberculata , manchmal sieht man auch die (leider inkorrekte) Schreibweise  Melanoides tuberculatus . Diese klein bleibende Aquarienschnecke gehört zur Familie der Thiaridae. Man fand sie ursprünglich von Ostafrika bis Südostasien, jedoch haben sich mittlerweile auch in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent Bestände etabliert, die im Freiland überleben. Sie gilt teilweise als invasive Art. 
 Die Malaiische Turmdeckelschnecke erreicht eine Gehäuselänge von bis zu 3 cm und eine Breite der untersten Windung von ca. 1 cm. Im Aquarium bleiben die TDS meist kleiner. Wie alle Thiaridae gehört  Melanoides tuberculata  zu den Kiemenschnecken. 
 Sie besitzt einen Deckel, das Operculum, das die Gehäuseöffnung dicht abdeckt. Das auffallend langgezogene, spitz zulaufende Gehäuse ist mehr oder weniger glatt, eventuell etwas bauchig und rechtsgewunden. Das Gehäuse kann hellbeige bis dunkelbraun sein. Die hellbeigen Varianten haben oft noch ein dunkelbraunes Punktmuster. Die Gehäusespitze ist häufig  korrodiert . 
 TDS haben eine auffallend lange &quot;Schnauze&quot; und einen dunkel gefärbten Körper. Die Unterseite ihres Fußes ist meist hell, die Fühler sind fadenförmig. An der Gehäuseöffnung sieht man manchmal zackenartige Zipfel, die vom Mantelgewebe gebildet werden. Diese Fransen vergrößern die Oberfläche für die Sauerstoffaufnahme - sie haben der TDS den Namen Nadel-Kronenschnecke eingebracht. 
  Melanoides tuberculata  ist in der Aquaristik sehr weit verbreitet und wird häufig bewusst eingesetzt, weil sie im Bodengrund lebt und diesen durch ihre Grabetätigkeit auflockert und die Pflanzen mit Nährstoffen versorgt. Da die Malaiische Turmdeckelschnecke sich bei viel Nahrung extrem gut vermehrt, ist sie zum Beispiel bei unsachgemäßer Fütterung oder mangelhafter Aquarienhygiene auch Auslöser mancher  Schneckenplage . 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5 - 30 °dGh 
 
 
 Karbonathärte 
 3-20°dKh 
 
 
 pH - Wert 
 6,5 - 8,5 
 
 
 Temperatur 
 4-26 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 5 l 
 
 
 Verhalten 
 sehr friedlich 
 
 
 Schwierigkeit 
 einfach 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 
 Spezielles Schneckenfutter, Futterreste,  Biofilme  und Algenbeläge, Detritus,  braunes Herbstlaub und getrocknetes grünes Laub,  Mineralfutter, Sepiaschale, poröser Kalkstein Hin und wieder auch etwas Frostfutter oder gefriergetrocknetes Futter wie Artemia, Mückenlarven, Cyclops, Wasserflöhe etc. (sparsam), Mulm 
 
 
 
 
 
  Melanoides tuberculata  muss als exzellenter Resteverwerter im Aquarium nicht zugefüttert werden. Die kleinen Wühler verwerten Pflanzenreste, nicht gefressenes Fischfutter oder Garnelenfutter, Detritus, Aufwuchs und Biofilme. Sie ist dabei in keinster Weise wählerisch. Braunes oder auch grünes getrocknetes Laub (wie etwa  Walnusslaub ) wird gerne abgeweidet. Für den Aufbau ihres dickwandigen Gehäuses braucht die TDS neben ausreichend Protein auch Kalzium. Eine gute Quelle dafür wäre ist ein Stück Sepiaschale, ein poröser Kalkstein oder ein Mineralstein. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 Gehäuselänge bis ca. 30 mm 
 
 
 Alter 
 ca. 3 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Mit Fischen, mit Zwergkrebsen, Flusskrebsen, Krabben, Zwerggarnelen und Fächergarnelen, mit Muscheln - ideal fürs Gesellschaftsbecken 
 
 
 
  Melanoides tuberculata  frisst keine Pflanzen an. 
 Die Malaiische Turmdeckelschnecke ist eine robuste Schnecke, die durch ihre grabende, meist unterirdische Lebensweise auch von ausgesprochenen Schneckenfressern wie Flusskrebsen oder Krabben nicht erwischt wird. Ihr extrem hartes, dickwandiges, stabiles Gehäuse hilft ebenfalls dabei, dass sie nicht gefressen wird. Eine Grundpopulation wird sich auch in einem solchen Aquarium immer halten können. 
 Im Gesellschaftsbecken hat sie sich als Putztrupp, Resteverwerter und Bodenaufbereiter gut bewährt. Ihre grabende Lebensweise sorgt dafür, dass Faulstellen im Bodengrund erst gar nicht entstehen können. 
 Bei Nacht kommen die Schnecken an die Wasseroberfläche. Steigt der  Nitritwert  im Aquarienwasser an, kann ein Massenexodus in Richtung Wasseroberfläche beobachtet werden. Dasselbe geschieht bei  Sauerstoffmangel . 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Kronenschnecken - Thiaridae 
 
 
 Gattung 
  Melanoides  
 
 
 Art 
 Malaiische Turmdeckelschnecke, Nadel-Kronenschnecke, Indische Turmdeckelschnecke 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Melanoides tuberculata  Müller, 1774 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft  
 
 
 
   
 
 
 ursprünglich aus Ostafrika und Südostasien 
 
 
 
 
 
 Die Malaiische Turmdeckelschnecke kommt ursprünglich aus Ostafrika bis Südostasien, wurde aber auch nach Europa und Amerika eingeschleppt. Stellenweise gilt sie als invasive Art. 
  Melanoides tuberculata  im Freiland kann Zerkarien von verschiedenen Saugwürmern tragen, die teilweise auch gefährlich für den Menschen sind. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Bei ausreichend Futter vermehren sich Nadel-Kronenschnecken extrem gut im Aquarium. 
 
 
 Fortpflanzung 
 Die lebend gebärenden Schnecken entlassen ca. alle zwei bis vier Wochen eine Jungschnecke. Sie vermehren sich durch Jungfernzeugung. Aquarienpopulationen sind in der Regel rein weiblich. 
 
 
 
 
  Melanoides tuberculata  ist zwar getrennt geschlechtlich, vermehrt sich jedoch durch Jungfernzeugung (Parthenogenese), das heißt, die Weibchen brauchen keine Befruchtung, sondern klonen sich selbst. Männchen wurden in Aquarienpopulationen bislang erst sehr selten gefunden, im Freiland (zum Beispiel in Populationen in Israel) gibt es sie hin und wieder, jedoch auch dort nicht sonderlich häufig. Die Jungtiere reifen in einem Brutbeutel heran und werden einzeln entlassen. Dazu steigt die Schnecke meist während der Nacht an die Wasseroberfläche auf. Beim Entlassen sind die Jungtiere zwischen 1,5 und 4 mm lang. Sie besitzen bereits die typische langgezogene Gehäuseform der erwachsenen TDS, können aber auf den ersten Blick mit der  Neuseeländischen Zwergdeckelschnecke  verwechselt werden. 
   
 Die äußerst seltenen Männchen der Malaiischen Turmdeckelschnecke haben im Durchlicht eine auffallend dunkle Gehäusespitze. Das Tier im Foto saß viele Monate alleine in einem passend eingerichteten Aquarium und hat sich nie vermehrt. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2019-10-15T01:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Bauchige Schnauzenschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/bauchige-schnauzenschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/bauchige-schnauzenschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Ein recht seltener Gast im Aquarium ist die Bauchige Schnauzenschnecke. Auf den ersten Blick mit einer Blasenschnecke oder sehr jungen Apfelschnecke zu verwechseln, ist sie doch ziemlich einmalig und - schaut man genau hin - auch sehr hübsch.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Die Bauchige Schnauzenschnecke wird auch Blaue Schnauzenschnecke genannt oder Blaue Bauchige Schnauzenschnecke.  Bithynia leachii  ist eine klein bleibende Wasserschnecke aus der Familie der Bithyniidae. Man findet sie bei uns auch in der Natur in Nordeuropa bis Mitteleuropa vor. Die Familie der Schnauzenschnecken gehört zu den Kiemenschnecken. 
 In Deutschland steht die Bauchige Schnauzenschnecke als stark gefährdet auf der Roten Liste. Sie lebt in langsam fließenden Gewässern mit eher hartem und sauberem Wasser in dichten Pflanzenbeständen. 
 Die Bauchige Schnauzenschnecke erreicht nur eine Gehäusegröße von maximal 5-8 mm (im Aquarium eher kleiner bleibend). Das auffallend glatte, bauchige Gehäuse mit tiefen Nähten ist rechtsgewunden, und die Schnauzenschnecke besitzt einen recht gut sichtbaren Deckel oder Operculum, mit dem sie ihre Gehäuseöffnung verschließen kann. 
 Ihr Körper ist bläulich-grau bis bräunlich mit hellen Flecken auf Fuß, Kopf, Fühlern und auch auf dem Mantel, der das Häuschen von innen auskleidet. Das Gehäuse ist transparent bläulich und lässt die feinen hellen Punkte des Mantelgewebes durchschimmern. Die Fühler sind fadenförmig. 
 Schnauzenschnecken aus dem Freiland haben häufig ein bräunliches Gehäuse, das stabiler wirkt, Aquarienpopulationen haben ein eher dünnwandiges Schneckenhaus. 
   
 Benannt wurde  Bithynia leachii  nach dem Zoologen William Elford Leach (1791-1836) aus Großbritannien. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5 - 30 °dGh 
 
 
 Karbonathärte 
 3-20°dKh 
 
 
 pH - Wert 
 7,0 - 8,5 
 
 
 Temperatur 
 4-25 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 5 l 
 
 
 Verhalten 
 sehr friedlich 
 
 
 Schwierigkeit 
 einfach 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 
 Spezielles Schneckenfutter, Futterreste,  Biofilme  und Algenbeläge, Detritus,  braunes Herbstlaub und getrocknetes grünes Laub,  Mineralfutter, Sepiaschale, poröser Kalkstein Hin und wieder auch etwas Frostfutter oder gefriergetrocknetes Futter wie Artemia, Mückenlarven, Cyclops, Wasserflöhe etc. (sparsam), Mulm 
 
 
 
 
 
  Bithynia leachii  braucht aufgrund ihrer geringen Größe im Aquarium eigentlich kein Zufutter, die Gefahr, dass das Wasser durch nicht gefressenes Futter verdirbt, ist sehr groß. 
 Sie ernährt sich überwiegend von Aufwuchs und Biofilmen sowie von Detritus: abgestorbene Pflanzenreste und braunes oder auch (sparsam) grün getrocknetes Laub (wie zum Beispiel  Walnusslaub ) weidet sie gerne ab. 
 Ihr Häuschen wird schöner und stabiler, wenn die Bauchige Schnauzenschnecke neben ausreichend Proteinen (vorwiegend über die Bakterien in den Biofilmen) auch Zugang zu Kalzium hat, da ihr Gehäuse-Grundgerüst überwiegend aus Kalk besteht. Eine gute Quelle ist ein Stück Sepiaschale oder auch ein poröser Kalkstein oder ein Mineralstein. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 Gehäusedurchmesser bis ca. 5 mm 
 
 
 Alter 
 1-2 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Mit Fischen, die den Schnecken nicht nachstellen, mit Zwerggarnelen und Fächergarnelen, mit Muscheln - Artbecken empfohlen 
 
 
 
  Bithynia leachii  frisst keine Pflanzen an. Sie ist eine relativ zarte kleine Schnecke, die eher unter dem Radar bleibt. Im Gesellschaftsbecken mit sehr friedlichen kleinen Fischen oder in Gesellschaft von Zwerggarnelen oder Fächergarnelen kommt sie meist gut zurecht. 
 Schneckenfresser wie Raubschnecken, Zwergkrebse und Flusskrebse, Krabben und Großarmgarnelen sollten nicht mit der Schnauzenschnecke gehalten werden - es wäre schade um die doch recht seltenen Wasserschnecken. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Schnauzenschnecken - Bithyniidae 
 
 
 Gattung 
  Bithynia  
 
 
 Art 
 Bauchige Schnauzenschnecke 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Bithynia leachii  (Sheppard, 1823) 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft  
 
 
 
   
 
 
 Nordeuropa und Mitteleuropa 
 
 
 
 
 
 Die Bauchige Schnauzenschnecke kommt in Nordeuropa bis Mitteleuropa in der Natur vor. In Aquarien mit Zimmertemperatur überlebt sie ganz problemlos. Da sie in Deutschland als stark gefährdete Art gilt, verbieten sich Naturentnahmen von selbst.  Bithynia leachii  im Freiland kann Zerkarien des auch den Menschen befallenden Katzenleberegels  Opisthorchis felineus  (Vorkommen von Russland bis Ost-Brandenburg, Deutschland) und des parasitären Saugwurms  Prosthogonimus ovatus  tragen. Diese Zerkarien benötigen jedoch jeweils einen Zwischenwirt (Fisch bzw. Libelle) für ihre weitere Entwicklung und gelten für Menschen in der aus der Schnecke kommenden Form als harmlos. 
  Bithynia leachii  taucht in der Aquaristik ab und zu auf und wird aufgrund ihrer Fleckzeichnung häufig mit der Blasenschnecke verwechselt, oder aufgrund ihrer Gehäuseform und ihrem Deckel oder Operculum mit jungen Apfelschnecken. Blasenschnecken haben jedoch keinen Deckel, und jungen Apfelschnecken fehlt das Punktmuster. 
   
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Ausreichend Futter und genügend Kalzium 
 
 
 Fortpflanzung 
 Aus den Eiern schlüpfen fertig entwickelte Jungschnecken 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 abhängig von der Wassertemperatur ca. 1-2 Wochen 
 
 
 Gelegegröße 
 ca. 1-50 Eier, gegen Ende der Laichperiode weniger werdend 
 
 
 Zyklus 
 Laichperiode im Juni und Juli 
 
 
 
 
  Bithynia leachii  ist eine genügsame kleine Aquarien- und Teichschnecke, die auch draußen überwintern kann. Bauchige Schnauzenschnecken sind getrenntgeschlechtlich. Die transparenten Gelege der Bauchigen Schnauzenschnecke haben eine typische Form: sie sind eher kurz, zweireihig und mehr oder weniger gerade.  
 
 
                ]]> </content> <updated>2019-09-08T00:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Tellerschnecken</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/tellerschnecken</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/tellerschnecken"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die sehr kleine Tellerschnecke schleppt man sich gerne über Pflanzen ins Aquarium ein. Sie ist mit der Posthornschnecke und auch mit der Zerbrechlichen Mützenschnecke verwandt und wird manchmal auch mit Jungtieren der PHS verwechselt.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Die Tellerschnecke  Anisus sp.  ist eine sehr kleine Wasserschnecke. Tellerschnecken gehören zu den Planorbidae, also zu den Posthornschnecken. Damit gehört sie ebenso wie die  Zerbrechliche Mützenschnecke  zur Verwandtschaft der in der Aquaristik bekannten und beliebten  Kleinen Posthornschnecke .  Anisus sp.  leben paläarktisch auf der Nordhalbkugel in Sümpfen, Teichen und in temporären Gewässern. 
 Die Gehäuseform der Tellerschnecke ist recht flach. Hin und wieder wird  Anisus  sp. daher für eine junge Posthornschnecke gehalten - diese haben jedoch ein hinten auffallend abgeplattetes, senkrecht stehendes Haus, während das fast kreisrunde Häuschen der Tellerschnecke liegt. 
 Die Häuschen von Schnecken der Gattung  Anisus  werden in der Natur bis 10 mm im Durchmesser, im Aquarium bleiben sie mit ca. 2-3 mm deutlich darunter. Die Gehäuse dieser Lungenschnecken sind nahezu vollkommen durchsichtig, manchmal etwas bräunlich. Man kann den Körper und die Organe sehr gut darin erkennen - wenn man sich mit einer Lupe bewaffnet. 
 Die Tellerschnecke ist unproblematisch im Aquarium. Zwar empfinden manche sie als störend, aber alles in allem erfüllt diese kleine Wasserschnecke nur ihre Aufgabe im biologischen System - die der Resteverwertung. nur ihre Rolle im Biotop - wobei sie den anderen Bewohnern definitiv nicht schadet. Häufig bemerkt man sie nur durch Zufall, wenn sie an der Aquarienscheibe sitzt. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5 - 30 °dGh 
 
 
 Karbonathärte 
 3-20°dKh 
 
 
 pH - Wert 
 7,0 - 8,5 
 
 
 Temperatur 
 4-25 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 5 l 
 
 
 Verhalten 
 sehr friedlich 
 
 
 Schwierigkeit 
 einfach 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 
 Spezielles Schneckenfutter, Futterreste,  Biofilme  und Algenbeläge, Detritus,  braunes Herbstlaub und getrocknetes grünes Laub,  Mineralfutter, Sepiaschale, poröser Kalkstein, hin und wieder auch etwas Frostfutter oder gefriergetrocknetes Futter wie Artemia, Mückenlarven, Cyclops, Wasserflöhe etc. (sparsam), Mulm 
 
 
 
 
 
  Anisus sp.  fressen Detritus, Futterreste sowie kleinste Algen und Mikroorganismen, also  Aufwuchs und Biofilme . An Pflanzen geht sie nicht. 
 Ist im Aquarium viel Futter für die Tellerschnecke vorhanden, kann sie sich gut vermehren. Mit einer explosionsartigen Vermehrung ist jedoch insbesondere in Aquarien mit größeren Posthornschnecken nicht zu rechnen, da  Anisus  sp. eine wenig durchsetzungsfähige Schnecke ist. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 Gehäusedurchmesser bis ca. 3 mm 
 
 
 Alter 
 1-2 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Mit Fischen, die den Schnecken nicht nachstellen, mit Fächergarnelen, mit Muscheln 
 
 
 
 Es ist schwierig, diese wirklich sehr kleinen Wasserschnecken vollkommen aus dem Aquarium abzusammeln, weil man eigentlich niemals wirklich alle findet. Die gute Nachricht allerdings: Man braucht sie gar nicht zu verbannen, weil sie im Aquarium keinen Schaden anrichten! 
 Hin und wieder wird der Einsatz von Raubschnecken gegen Tellerschnecken empfohlen - allerdings können Raubschnecken  Anisus sp.  gar nicht wirklich fressen, weil sie ihren Saugrüssel gar nicht in das kleine Gehäuse stecken können, er passt vom Durchmesser nicht hinein. Auch andere Aquarientiere finden die Tellerschnecke als Futtertier wenig attraktiv, weil sie eben so klein ist. 
 Durch ein deutlich geringeres Futterangebot lässt sich die Population der Tellerschnecke im Zaum halten - allerdings ist auch dies etwas schwieriger, weil sich  Anisus sp.  mehr oder weniger ausschließlich von Biofilmen ernähren kann, die im Aquarium überall vorkommen. Garnelen und andere, durchsetzungsfähige Schnecken sind starke Nahrungskonkurrenten der kleinen Tellerschnecke und sorgen in der Regel schnell dafür, dass sie aus dem Aquarium verschwindet. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Tellerschnecken - Planorbidae 
 
 
 Gattung 
  Anisus  
 
 
 Art 
 Tellerschnecke 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Anisus  sp. Studer, 1820 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft  
 
 
 
   
 
 
 gesamte Nordhalbkugel unterhalb des Polarkreises 
 
 
 
 
 
  Anisus  sp. leben auf der gesamten Nordhalbkugel unterhalb der Arktis in Sumpfgebieten, flachen Teichen und auch in temporären Gewässern. Die Arten sind mit bloßem Auge schwer auseinanderzuhalten. 
 Üblicherweise bekommt man Tellerschnecken in Form von Gelegen auf Pflanzen oder in Form von Schnecken, die auf Pflanzen oder Dekorationsgegenständen aus bereits mit Tellerschnecken besiedelten Aquarien sitzen. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Bei ausreichend Futter vermehren sich Tellerschnecken relativ gut im Aquarium. 
 
 
 Fortpflanzung 
 Aus den Eiern schlüpfen fertig entwickelte Jungschnecken, die im Süßwasser überleben 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 abhängig von der Wassertemperatur ca. 1-2 Wochen 
 
 
 Gelegegröße 
 ca. 10-15 Eier 
 
 
 Zyklus 
 ca. alle 1-3 Wochen 
 
 
 
 
 Wie alle Tellerschnecken ist auch  Anisus  zwittrig. Die Weibchen legen sehr kleine, sehr flache und runde, nur wenige Eier umfassende Gelege, aus denen nach wenigen Tagen die kleinen Jungschnecken schlüpfen. 
 
 
                ]]> </content> <updated>2019-04-05T02:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Spitzschlammschnecke, Große Schlammschnecke, Spitzhornschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/spitzschlammschnecke-grosse-schlammschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/spitzschlammschnecke-grosse-schlammschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Ein eher weniger häufiger Gast im Aquarium ist die Spitzschlammschnecke, die als Fadenalgenfresser und Fressfeind des Süßwasserpolypen jedoch von einigen Aquarianern hoch geschätzt wird. Lymnaea stagnalis ist eine heimische Schneckenart, die sich nicht nur im Teich, sondern au...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Die Spitzschlammschnecke, Große Schlammschnecke oder Spitzhornschnecke  Lymnaea stagnalis  ist eine Wasserlungenschnecke und gehört zur Familie der Schlammschnecken (Lymnaeidae). Sie kommt bei uns auch in der Natur vor: von Skandinavien (Nordnorwegen) bis Mitteleuropa. Sie gilt mit bis zu 7 cm Gehäuselänge als die größte Wasserlungenschnecke. 
   Lymnaea stagnalis  ist in der Aquaristik als Yodaschnecke bekannt, weil ihre charakteristischen dreieckigen Fühler an die Ohren der bekannten Figur Yoda aus Star Wars erinnern. Als Lungenschnecke muss sie regelmäßig zum Atmen an die Wasseroberfläche. In der Natur während der Winterruhe kann sie jedoch auf Hautatmung umstellen. Man kann Spitzschlammschnecken oft kopfüber an der Wasseroberfläche kriechend beobachten. 
 In der Natur oder im Freiland - zum Beispiel im Teich - ist das  Gehäuse  dieser Schlammschnecke in der Regel wie im Bild oben dunkelbraun bis schwarz gefärbt, der Körper ist ebenfalls dunkel graubraun. Spitzschlammschnecken im Aquarium dagegen haben ein helles, fast durchsichtiges Häuschen und meist auch einen hellen, fast weißen Weichkörper. Im Aquarium bleiben sie mit ca. 3 cm Gehäuselänge deutlich kleiner. 
 Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit den  Schlammschnecken der Gattung Radix,  die ebenfalls charakteristisch dreieckige Fühler besitzen - allerdings hat die Spitzschlammschnecke ein viel länger ausgezogenes Gehäuse. 
  Der Fuß der Spitzschlammschnecke ist relativ breit, sie kann den Weichkörper sehr weit aus dem Gehäuse herausstrecken, und die &quot;Schnauze&quot; ist recht deutlich zweilappig. Die Fühler sind an der Basis breit und laufen spitz in Dreiecksform aus. 
 Das rechtsgewundene Gehäuse der Spitzschlammschnecke ist relativ dünnschalig, die letzte Windung ist charakteristisch bauchig vergrößert, während die älteren Windungen auffallend spitz nach hinten auslaufen. Dies ist neben der Größe ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Schlammschneckenarten beispielsweise der Gattung  Radix . Bei im Aquarium gezogenen Spitzschlammschnecken sieht man manchmal noch ein dunkles Fleckenmuster auf dem Mantelgewebe durch das Gehäuse durchschimmern. 
 In der Natur lebt  Lymnaea stagnalis  in stark verkrauteten stehenden und fließenden Gewässern bis zu einer Höhe von 1700 m über NN.  Lymnaea stagnalis  lebt sogar in leichtem Brackwasser (bis 0,7% Salinität) und wird beispielsweise in der nördlichen Ostsee gefunden, wo sie jedoch nicht zu ihrer vollen Größe heranwächst. 
 Auch durchfrierende Gewässer und kurzfristige Trockenheit überlebt sie. Saures Wasser mag die Spitzschlammschnecke jedoch nicht, sie bevorzugt Gewässer mit neutralem bis alkalischem pH, und sie braucht recht  sauerstoff reiches Wasser. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5 - 30 °dGh 
 
 
 Karbonathärte 
 3-20°dKh 
 
 
 pH - Wert 
 7,0 - 8,5 
 
 
 Temperatur 
 4-25 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 20 l 
 
 
 Verhalten 
 sehr friedlich 
 
 
 Schwierigkeit 
 einfach 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 
 Spezielles Schneckenfutter, Futterreste,  Biofilme  und Algenbeläge, Algen wie  Fadenalgen  und andere Grünalgen, geschältes und überbrühtes Gemüse (sparsam), Grünfutter (Spinat, Löwenzahn, Brennnessel etc., getrocknet oder überbrüht), Detritus,  braunes Herbstlaub und getrocknetes grünes Laub,  Mineralfutter, Sepiaschale, poröser Kalkstein Hin und wieder gerne auch Frostfutter oder gefriergetrocknetes Futter wie Artemia, Mückenlarven, Cyclops, Wasserflöhe etc. (sparsam), Mulm, Aas 
 
 
 
 
 
 
  Lymnaea stagnalis  frisst neben  Algen  (auch härtere Grünalgen) gesunde Aquarienpflanzen mit eher weichem Gewebe an, jedoch frisst sie eher Löcher in die Blätter und nicht die ganzen Blätter. Spitzschlammschnecken sind dafür bekannt, dass sie  Hydren  fressen sowie sich auch an den Gelegen anderer Schnecken wie z.B. Blasenschnecken vergreifen. 
 Des weiteren futtern sie auch Aufwuchs und Biofilme und Detritus wie abgestorbene Pflanzenreste und braunes oder auch grün getrocknetes Laub (wie das  Walnusslaub  im Bild links). Auch zu Aas und Futterresten der anderen Aquarienbewohner sagen Spitzhornschnecken nicht nein. Die Gehäuse werden schöner und stabiler, wenn die Spitzschlammschnecke neben ausreichend Protein unbegrenzt Zugang zu Kalk hat, da sie Calcium zum Gehäuseaufbau braucht. Eine gute Kalziumquelle für Aquarienschnecken ist ein Stück Sepiaschale oder poröser Kalkstein, das gerne aufgesucht und abgeraspelt wird. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 Gehäusedurchmesser bis ca. 20 mm breit, Höhe bis ca. 70 mm im Freiland, bis 30 mm im Aquarium 
 
 
 Alter 
 ca. 3-4 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Mit Fischen, die den Schnecken nicht nachstellen, mit Zwerggarnelen und Fächergarnelen, mit Muscheln und mit friedlichen, durchsetzungsfähigen Schnecken 
 
 
 
   Lymnaea stagnalis  wird im Aquarium manchmal eingesetzt, um  Hydren  und auch Grünalgen wie  Fadenalgen  im Zaum zu halten. Da sie auch an höhere Pflanzen gehen kann, ist sie jedoch stellenweise in der Aquaristik nicht so gern gesehen wie andere Aquarienschnecken. 
 Die Große Schlammschnecke ist ziemlich durchsetzungsfähig und kommt auch im Gesellschaftsbecken mit friedlichen Fischen oder in Gesellschaft von Zwerggarnelen oder Fächergarnelen sehr gut zurecht. 
 Schneckenfresser wie Raubschnecken, Zwergkrebse und Flusskrebse, Krabben und Großarmgarnelen sehen die Spitzhornschnecke gerne als Lebendfutter an und knacken das relativ dünne Gehäuse recht problemlos. 
 Manchmal wird die Spitzschlammschnecken mit der ebenfalls als Yodaschnecke bezeichneten  Radix auricularia  (Ohrschlammschnecke) verwechselt - im direkten Vergleich sieht man jedoch gut, dass sich die Arten stark unterscheiden. 
   
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Schlammschnecken - Lymnaeidae 
 
 
 Gattung 
  Lymnaea  
 
 
 Art 
 Spitzschlammschnecke 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Lymnaea stagnalis  (Linnaeus, 1758) 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft  
 
 
 
   
 
 
 Nordeuropa und Mitteleuropa 
 
 
 
 
 
 Die Spitzschlammschnecke kommt in Nordeuropa und Mitteleuropa in der Natur vor, lässt sich aber auch im ungeheizten Aquarium trotz der höheren Temperaturen problemlos halten. Eine Winterpause kann allerdings das Leben der Spitzschlammschnecke deutlich verlängern. 
  Bauchborstenwürmer  sitzen in der Natur gern auf dem Weichkörper von Spitzschlammschnecken auf und die Schnecke kann  Zerkarien (Wurmlarven) des Saugwurms  Trichobilharzia ocellata   beherbergen, die beim Menschen die sogenannte Badedermatitis auslösen. Um diese unerwünschten Begleiter zu umgehen, sollte man keine Spitzschlammschnecken aus Naturgewässern entnehmen. Möchte man  Lymnaea stagnalis  im Aquarium ansiedeln, empfiehlt es sich, ein Gelege zu entnehmen und im Aquarium schlüpfen zu lassen. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Bei ausreichend Futter vermehren sich Spitzschlammschnecken gut bis sehr gut 
 
 
 Fortpflanzung 
 Aus den Eiern schlüpfen fertig entwickelte Jungschnecken, die im Süßwasser überleben 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 abhängig von der Wassertemperatur ca. 1-2 Wochen 
 
 
 Gelegegröße 
 ca. 200 Eier 
 
 
 Zyklus 
 alle 1-3 Wochen wird im Aquarium ein Gelege abgelegt 
 
 
 
 
  Lymnaea stagnalis  ist eine genügsame und vermehrungsfreudige Aquarien- und Teichschnecke. Spitzschlammschnecken sind zwittrig, bei der Paarung übernimmt jedoch das eine Tier den männlichen, das andere den weiblichen Part. 
 Manchmal lässt die Spitzschlammschnecke ihr männliches Geschlechtsteil sehen, das Präputium oder Penis genannt wird. Auf den ersten Blick sieht es einem  Schneckenegel  nicht unähnlich, auf den zweiten Blick kann man den Penis der Spitzschlammschnecke jedoch ganz gut von einem Egel unterscheiden. 
 Das Präputium sitzt bei der Spitzschlammschnecke kurz hinter dem rechten Fühler. 
   
 Im Teich können sie sich vor allem in den Sommermonaten geradezu explosiv vermehren. Gelege und vor allem Jungschnecken werden zum Teil am Gefieder von Wasservögeln verschleppt und so weiter verbreitet. 
 
 Die transparenten, manchmal auch leicht milchig gefärbten Gelege der Spitzschlammschnecke haben eine typische Form: langgezogen und wurstförmig, manchmal gebogen, oft mehr oder weniger gerade. 
 Die anfangs als winzige weiße, später als große hell gelbliche Punkte erkennbaren Eier liegen versetzt in mehreren Lagen über- und nebeneinander. 
 Die frisch geschlüpften Jungschnecken sind anfangs nur ca. 1 mm klein. 
   
 
 
                ]]> </content> <updated>2018-11-09T01:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Fluss-Kahnschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/fluss-kahnschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/fluss-kahnschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Kahnschnecken der Gattung Theodoxus sind wunderschöne kleine Schnecken, die sich im Süßwasser vermehren können - sie haben keine marinen Larvenstadien. Fluss-Kahnschnecken sind jedoch Nahrungsspezialisten und im Aquarium nicht ganz einfach zu halten.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Die Fluss-Kahnschnecke, auch Gemeine Kahnschnecke oder Fluss-Schwimmschnecke  Theodoxus fluviatilis  ist eine in Europa geschützte Art. Die Entnahme aus der Natur ist streng verboten! 
 Als Nixenschnecke oder Neritide ist sie mit den bekannten Rennschnecken und Geweihschnecken verwandt. Anders als sie kann sie sich jedoch im Süßwasser fortpflanzen. 
 Das  Gehäuse  hat die für eine Schnecke aus der Familie der Neritidae typische Form: Es ist rundlich bootsförmig und relativ dickwandig. Die Fluss-Kahnschnecke erreicht eine Gehäuselänge von ungefähr 9-10 mm und eine Höhe von 6,5 mm. Das Gehäuse bedeckt den kurzen Körper nahezu vollständig. Die Schale ist weißlich, die Musterung fein oder gröber maschenartig, rötlich bis dunkelbraun oder grau. Der Weichkörper ist schwarz-weiß gemasert, aber unter dem großen Gehäuse fast nicht sichtbar. Die Fühler sind fadenförmig und relativ lang. 
 Sicher bestimmen kann man die Arten der Gattung  Theodoxus  nur anhand des  Operculums  (des Deckels). Bei der Gemeinen Kahnschnecke  Theodoxus fluviatilis  hat es lediglich eine breite Rippe und weist keinen Zapfen auf. Es bedeckt die Öffnung vollständig. 
 Die Gemeine Kahnschnecke gehört zu den Kiemenschnecken. Sie muss nicht an die Wasseroberfläche, um Luft zu holen. Die Kieme sitzt im Gehäuse links, recht befindet sich die Darmöffnung und beim Weibchen die Geschlechtsorgane. Beim Männchen sitzt der ausstülpbare Penis unterhalb des rechten Fühlers. 
 Die Fluss-Kahnschnecke lebt in der Natur in größeren Flüssen in Europa von Spanien bis Südschweden und bis Vorderasien, sie kommt auch in Brackwassergebieten wie Flussmündungen vor. In den Alpenregionen fehlt sie ganz.  Theodoxus fluviatilis  lebt auf hartem, steinigem Untergrund, von dem sie Aufwuchs und insbesondere Kieselalgen abweidet. Dabei zerdrückt sie die Skelette der  Kieselalgen  mit ihrer harten Zunge auf dem Untergrund. 
  Auch im Aquarium braucht die Gemeine Kahnschnecke deshalb unbedingt mit Kieselalgen bewachsene Steine. 
 Eine wohlgenährte Kahnschnecke erkennt man daran, dass ihr Fuß nur unwesentlich kleiner als die Gehäuseöffnung ist. Das Tier links im Bild ist in einem  exzellenten Futterzustand . 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 10 - 30 °dGh 
 
 
 Karbonathärte 
 3-20 °dKh 
 
 
 pH - Wert 
 7,5 - 8,5 
 
 
 Temperatur 
 4-25 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 Für Anfänger geeignet 
 bedingt 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 20 l 
 
 
 Verhalten 
 sehr friedlich 
 
 
 Schwierigkeit 
 etwas schwieriger 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Nur Aufwuchs, insbesondere Diatomeen (Kieselalgen) 
 
 
 
 
  Theodoxus fluviatilis  frisst praktisch ausschließlich Kieselalgen. Grünalgen kann sie nicht verdauen, weil ihr ein Enzym fehlt. In Aquarien mit einem nicht ausreichenden Kieselalgenbewuchs verhungert sie! 
 Der hohe Bedarf an Aufwuchs erfordert eine gewisse Aquariengröße, in zu kleinen Becken mit zu wenig harten Oberflächen zum Abweiden verhungern die Schnecken ebenfalls. Sie zerquetschen die Kieselalgen mit ihrer harten Radula am Stein und fressen dann die so &quot;geknackten&quot; Algen. 
 Das Aquarium sollte relativ hell beleuchtet werden, damit sich genügend Kieselalgen bilden können. 
  Theodoxus fluviatilis  frisst keine Futtertabletten! 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 Gehäuselänge ca. 9-10 mm, Höhe bis ca. 6,5 mm 
 
 
 Alter 
 ca. 2-3 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Mit Fischen, die Schnecken nicht aktiv nachstellen, mit Zwerggarnelen, mit Muscheln und eventuell mit friedlichen, nicht stark durchsetzungsfähigen Schnecken. Aufgrund ihrer Gehäuseform, die sie gut schützt, auch mit neugierigen Fischen wie zum Beispiel mit Guppys 
 
 
 
  Theodoxus fluviatilis  ist keine sehr durchsetzungsfähige Schnecke. Sie sollte wegen ihrer besonderen Nahrungsbedürfnisse idealerweise in einem Artbecken gehalten werden. Die Vergesellschaftung mit Fischen und eventuell mit Garnelen kann gut funktionieren. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Nixenschnecken - Neritidae 
 
 
 Gattung 
  Theodoxus  
 
 
 Art 
 Gemeine Kahnschnecke, Fluss-Schwimmschnecke 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Theodoxus fluviatilis  (Linnaeus, 1785) 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Europa und Vorderasien 
 
 
 
 
 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Bei ausreichend Futter vermehren sich Gemeine Kahnschnecken langsam im Aquarium 
 
 
 Fortpflanzung 
 Kahnschnecken sind getrennt geschlechtlich. Die weibliche Kahnschnecke legt Eikokons ab, aus denen 1-3 fertige Jungschnecken schlüpfen 
 
 
 Schlupfzeit 
 abhängig von der Wassertemperatur ca. 4-8 Wochen 
 
 
 Gelegegröße 
 mehrere Kokons 
 
 
 Zyklus 
 Im Sommer werden ca. 1 mm große hellbeige bis weiße Eikokons auf Hartsubstraten abgelegt 
 
 
 
 
 Fluss-Kahnschnecken sind getrennt geschlechtlich. Nach der Paarung legt das Weibchen ca. 1 mm große Eikokons auf Hartsubstrat ab. Die komplette Larvalentwicklung findet bei der Gattung  Theodoxus  innerhalb des Kokons statt, die Schnecken können sich daher im Aquarium vermehren. Nur eines bis maximal drei der zwischen 30 und 70 Eier im Kokon schlüpfen; der Rest besteht aus Nähreiern, von denen sich die Schneckenlarve ernährt. Je nach Temperatur dauert es 4-8 Wochen, bis die ca. 1 mm große Jungschnecke aus dem Kokon kriecht, der dazu an der Seitennaht aufgeht. 
   
 
 
                ]]> </content> <updated>2018-05-25T02:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Stufen-Posthornschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/stufen-posthornschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/stufen-posthornschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die Stufen-Posthornschnecke Planorbella scalaris ist eine wunderschöne kleine Posthornschnecke, die deutlich weniger durchsetzungsfähig ist als die wohlbekannte Kleine Posthornschnecke, auch PHS genannt.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Die Stufen-Posthornschnecke&amp;nbsp; Helisoma scalare (Planorbella scalaris)  ist eine Wasserlungenschnecke aus der Familie der Tellerschnecken (Planorbidae). Ihren Namen trägt sie wegen ihrer typischen  Gehäuse form, denn die Gehäusespitze ähnelt optisch abgeflachten Stufen. Sie wird etwas mehr als 1 cm lang und knapp 1 cm breit. Das Gehäuse ist linksgewunden und hat drei bis dreieinhalb Umgänge, wovon der letzte deutlich weiter ist als die vorigen. Es ist meist braun, kann aber auch hornfarben oder schwarz sein. 
 Der Weichkörper kann dunkelgrau, bräunlich bis zu dunkelrot sein und hat viele helle Sprenkel, die im Licht wie Glitzer aussehen. Besonders viele dieser Sprenkel sind im „Gesicht“ der Schnecke sichtbar, was ihr ein unwahrscheinlich niedliches Aussehen verleiht. Sie hat lange, gerade Fühler, an deren Basis man deutlich die Augen als dunkle Punkte erkennen kann. Albinos mit roter Körperfarbe treten ebenfalls auf. Die rote Körperfarbe kommt durch den Blutfarbstoff zustande, den man durch die unpigmentierte Haut durchschimmern sieht. 
  Wie die verwandte  Kleine Posthornschnecke (  Helisoma (Planorbella)   cf.  anceps )  enthält auch das Blut der Stufen-Posthornschnecke Hämoglobin, wodurch sie ihre rötliche Farbe bekommt und auch in sauerstoffarmen Gewässern überleben kann. Da ihr Gehäuse recht dünnwandig ist, sind innere Organe teilweise gut erkennbar und manchmal auch eine Luftblase unter dem Gehäuse. Bei großer Aktivität und auch bei Sauerstoffmangel sieht man gelegentlich - wie links im Foto - die gelappte Hilfskieme aus der Mantelhöhle herausschauen. Diese befindet sich auf der linken Körperseite und hat eine lamellenförmige Struktur, um eine möglichst große Oberfläche für den Gasaustausch zu bieten. Sie ist wie die&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella)  duryi  ebenfalls in der Lage, Sauerstoff aus der Luft aufzunehmen und kommt dazu gelegentlich an die Wasseroberfläche. 
 Ursprünglich stammt die Stufen-Posthornschnecke aus pflanzenreichen Sümpfen und Seen in Florida, mittlerweile ist&amp;nbsp; Helisoma scalare (Planorbella scalaris)  aber in verschiedenen Gebieten der Welt verbreitet. Man soll sie auch in Indien, Südafrika, Südamerika, in Südeuropa und auf den karibischen Inseln finden, allerdings fehlen bei manchen Fundorten abschließende Beweise. Sie könnten auch mit&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella)  duryi  forma  seminole  verwechselt worden sein. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5 - 30 °dGh 
 
 
 Karbonathärte 
 3-20°dKh 
 
 
 pH - Wert 
 7,0 - 8,5 
 
 
 Temperatur 
 15-28 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 5 l 
 
 
 Verhalten 
 sehr friedlich 
 
 
 Schwierigkeit 
 einfach 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Spezielles Schneckenfutter, Futterreste, Biofilme und weiche Algenbeläge, geschältes und überbrühtes Gemüse (sparsam), Grünfutter, braunes Herbstlaub, Mineralfutter, hin und wieder gerne auch Frostfutter oder gefriergetrocknetes Futter wie Artemia, Mückenlarven, Cyclops, Wasserflöhe etc. (sparsam), Mulm, Aas, Sepiaschale, poröser Kalkstein 
 
 
 
 
   Helisoma scalare (Planorbella scalaris)  &amp;nbsp;ernährt sich überwiegend von Algen, Aufwuchs und von abgestorbenen Pflanzenteilen, allerdings werden manchmal auch weichlaubige Pflanzen angeknabbert. 
 Beobachtet wurde das Anfressen von lebenden, gesunden Aquarienpflanzen beispielsweise bei  Rotala  sp. und an Wurzelspitzen von  Anubias  sp. 
 Getrocknetes Walnusslaub wird auch von jungen Stufen-Posthornschnecken sehr gut angenommen. Etwas größere Tiere fressen neben Laub, Grünfutter und Gemüse auch gerne diverses Fisch-, Schnecken- und Garnelenfutter. Besonders wenn viele Jungtiere unterwegs sind, kann die gelegentliche Gabe von proteinreichem Staubfutter sinnvoll sein. Es wird auch schon vor dem Absinken von der Wasseroberfläche gefressen, die Schnecken hängen dazu kopfüber an der Scheibe oder an Wasserpflanzen und saugen das Futter förmlich ein. Ein Stück Sepiaschale oder poröser Kalkstein im Aquarium fördert die Stabilität und den Aufbau des Schneckenhäuschens, weil sich die Stufen-Posthornschnecke damit mit Kalk versorgen kann, den sie für den Aufbau des Gehäuses braucht. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 Gehäusedurchmesser bis ca. 9 mm breit, Höhe bis ca. 11 mm 
 
 
 Alter 
 ca. 2-3 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Mit Fischen, die den Schnecken nicht nachstellen, mit Zwerggarnelen, mit Muscheln und mit friedlichen Schnecken, als Lebendfutterquelle auch mit Zwergkrebsen, Flusskrebsen und Krabben 
 
 
 
 Generell ist   Helisoma scalare (Planorbella scalaris)   eine sehr friedliche und eher konkurrenzschwache Schnecke, die leicht von anderen Arten wie   Helisoma (Planorbella) duryi   verdrängt werden kann. 
 Auch wenn sie teilweise in Gesellschaftsbecken erfolgreich gehalten und vermehrt wird, ist eher ein Artbecken vorzuziehen, um einen wachsenden Bestand aufzubauen. Die Stufen-Posthornschnecke ist eine recht aktive und interessante Wasserschnecke, die sich sehr gut im Aquarium beobachten lässt. 
 Neben ihrem hübschen Gesicht und der für eine Schnecke eher untypischen Form besticht sie auch durch ihr unaufdringliches, aber trotzdem abwechslungsreiches Aussehen. Die Gehäuse sind durchscheinend und erinnern etwas an marmoriertes Holz. Außerdem lassen sich innere Organe relativ gut einsehen, da das Gehäuse sehr weit ist. Manchmal ist eine Luftblase unter dem Gehäuse erkennbar: Hier sitzt die &quot;Lunge&quot;. Die Entwicklung der Embryonen im Gelege zu beobachten ist ebenfalls äußerst spannend (siehe Video nebenan). Schon nach wenigen Tagen nach dem Schlupf ist die typische Gehäuseform bereits eindeutig erkennbar. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Tellerschnecken - Planorbidae 
 
 
 Gattung 
  Helisoma (Planorbella)  
 
 
 Art 
 Stufen-Posthornschnecke 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
  Helisoma scalare (Planorbella scalaris) &amp;nbsp;(Jay, 1839) 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 Florida, USA 
 
 
 
 
 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Bei ausreichend Futter vermehren sich Stufen-Posthornschnecken relativ gut 
 
 
 Fortpflanzung 
 Aus den Eiern schlüpfen fertig entwickelte Jungschnecken, die im Süßwasser überleben, die Überlebensrate ist aber deutlich weniger hoch als bei der  Kleinen Posthornschnecke. Die Gelege sind flach und uhrglasförmig mit einem festen Deckel. Die Eierr liegen in einer Ebene nebeneinander.  
 
 
 Schlupfzeit 
 abhängig von der Wassertemperatur ca. 1-2 Wochen 
 
 
 Gelegegröße 
 ca. 15-40 Eier 
 
 
 Zyklus 
 pro Woche wird ca. ein Gelege abgelegt 
 
 
 
 
 Stufen-Posthornschnecken sind Zwitter und befruchten sich gegenseitig. Paarungen können viele Stunden dauern, wobei sich die Schnecken weiter durchs Aquarium bewegen. Wenige Tage nach der Paarung werden flache, gallertartige Gelege mit einem festen Deckel an der Aquariendeko, Pflanzen oder auch an der Scheibe verteilt. Durchschnittlich befinden sich etwa 15-20 Eier in einem Gelege, es können aber auch fast 40 Eier in einem Gelege sein. Ihre Zahl wird bestimmt durch die Größe der Schnecke wie auch durch äußere Faktoren wie das Nahrungsangebot. Nach 1-2 Wochen schlüpfen die fertig entwickelten Jungtiere, von denen nur ein kleiner Teil die Geschlechtsreife erreicht, die im Alter von etwa 2-3 Monaten eintritt. Im Allgemeinen läuft die Vermehrung sehr viel schleppender als bei der verwandten   Helisoma (Planorbella) duryi  . Der Filterschwamm ist ein beliebter Aufenthaltsort, vor allem für die Jungtiere. Er sollte am besten groß und fein sein. Im Video seht ihr die Entwicklung eines Geleges von&amp;nbsp; Helisoma scalare (Planorbella scalaris)  im Zeitraffer. 
    
 
 
                ]]> </content> <updated>2018-05-15T02:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Kleine Posthornschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/kleine-posthornschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/kleine-posthornschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die Kleine Posthornschnecke, liebevoll auch Posthörnchen genannt oder einfach als PHS abgekürzt, ist in der Aquaristik weit verbreitet und als Nutzschnecke sehr beliebt. Sie kümmert sich um Algen, Aas, Futterreste und Pflanzenabfälle im Aquarium und sieht dazu noch gut aus. 
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Beschreibung 
 Die Kleine Posthornschnecke  Helisoma (Planorbella)&amp;nbsp; cf.  anceps  ist eine Wasserschnecke aus der Familie der Tellerschnecken (Planorbidae). Sie sieht der Europäischen Posthornschnecke  Planorbarius corneus  zwar von der Gehäuseform und vom Körperbau her recht ähnlich, ist aber nur ganz entfernt mit ihr verwandt. 
 In der Aquaristik wird sie oft als PHS bezeichnet.&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella) &amp;nbsp; cf.  anceps  hat das typische posthornförmige  Schneckenhaus , das ihr ihren Namen geben hat. Die Wildform der Kleinen Posthornschnecke ist braun mit dunklem oder rotem Körper, es gibt mittlerweile einige Farbformen wie blau, türkis, golden, pink oder orange bis rot. 
  Posthornschnecken haben - anders als die meisten Wirbellosen - den roten Blutfarbstoff Hämoglobin und damit rotes Blut. Sie kommen dadurch auch mit sauerstoffarmen Bedingungen gut klar. Das rote Blut ist auch für die rote Körperfarbe bei unpigmentierten Schnecken verantwortlich. Als Lungenschnecke hat&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella) &amp;nbsp; cf.  anceps  keine echten Kiemen mehr, sie muss zum Atmen an die Wasseroberfläche, wo sie atmosphärische Luft in ihren Luftsack aufnimmt. 
 In sauerstoffreichem Wasser kann&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella) &amp;nbsp; cf.  anceps  auch über die Haut und hier besonders über eine sekundäre Kieme links am Körper im Wasser gelösten Sauerstoff aufnehmen. Im Foto sieht man diese sekundäre Kieme sehr gut, sie ist als rundliche Falte direkt unter der Gehäuseöffnung zu erkennen. 
 Das linksgewundene Gehäuse der Kleinen Posthornschnecke ist relativ dünn und daher leicht transparent. Bei Jungtieren sieht man deshalb oft das dunkle Fleckenmuster des Mantelgewebes durch das Häuschen schimmern. Mit zunehmendem Alter dunkelt der Schneckenkörper nach und die Flecken verschwinden. Der Fuß der Kleinen Posthornschnecke ist relativ breit, ihr Kopf ist deutlich abgesetzt, die Fühler sind fadenförmig dünn und relativ lang. 
 In der Natur kommt&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella) &amp;nbsp; cf.  anceps  in stehenden wie auch in Fließgewässern vor. Die Posthornschnecke kommt sowohl in sehr kühlem als auch in sehr warmem Wasser klar, und natürlich auch in dem ganzen Bereich dazwischen.&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella) &amp;nbsp; cf.  anceps  kann bei uns im Freiland überleben und wurde auch schon als Neozoon in entsprechenden Gewässern gefunden. 
 Da Tellerschnecken recht schwer zu bestimmen sind, ist nicht ganz klar, ob alle aquaristischen Posthornschnecken wirklich zur Art&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella) &amp;nbsp; cf.  anceps  gehören. Auch&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella)  duryi  oder&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella)  trivolvis  wären denkbare Arten, die hin und wieder in der Aquaristik vorkommen. H. trivolvis ist - anders als  H. duryi  oder  H . cf.  anceps  sehr wohl als Pflanzenfresser bekannt. Eventuell lassen sich so die Berichte von pflanzenfressenden Posthornschnecken erklären. 
 
 Wasserwerte 
 
 
 
 Gesamthärte 
 5 - 30 °dGh 
 
 
 Karbonathärte 
 3-20°dKh 
 
 
 pH - Wert 
 7,0 - 8,5 
 
 
 Temperatur 
 4-30 °C 
 
 
 
 
 
 Unsere Tipps 
 
 
 
 für Anfänger geeignet 
 ja 
 
 
 Aquariumgröße 
 ab 5 l 
 
 
 Verhalten 
 sehr friedlich 
 
 
 Schwierigkeit 
 einfach 
 
 
 
 
 
 Futter 
 
 
 
 Allgemein 
 Spezielles Schneckenfutter, Futterreste, Biofilme und weiche Algenbeläge, geschältes und überbrühtes Gemüse (sparsam), Grünfutter, braunes Herbstlaub, Mineralfutter, hin und wieder gerne auch Frostfutter oder gefriergetrocknetes Futter wie Artemia, Mückenlarven, Cyclops, Wasserflöhe etc. (sparsam), Mulm, Aas, Sepiaschale, Kalkstein 
 
 
 
 
 Grundsätzlich frisst&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella)&amp;nbsp;  cf.  anceps  keine gesunden Aquarienpflanzen. Es gibt jedoch Berichte, dass sehr weiche Pflanzen wie  Pogostemon helferi  hiervon eine Ausnahme bilden, in der Regel lassen die Posthörnchen die Pflanzen jedoch tatsächlich in Ruhe. Ihre Raspelzunge, die Radula, ist nicht hart genug für gesundes Pflanzengewebe. 
 Posthörnchen ernähren sich daher überwiegend von Aufwuchs und Biofilmen sowie von abgestorbenen Pflanzenresten, Laub, Aas und natürlich auch von nicht gefuttertem Garnelenfutter und Fischfutter. Posthornschnecken müssen nicht gezielt zugefüttert werden, wenn man nicht eine  starke Vermehrung  anstrebt (wenn man sie zum Beispiel als Futterschnecke nutzen möchte). 
 Da Posthornschnecken Calcium zum Gehäuseaufbau benötigen, den sie entweder über das Mantelgewebe dem Wasser entziehen oder mit der Nahrung aufnehmen, kann es der Schönheit der Gehäuse förderlich sein, wenn man ein Stück Sepiaschale oder porösen Kalkstein ins Wasser legt, über das die Schnecken sich mit Kalk versorgen können. 
 
 
  Zahlen, Daten, Fakten  
 
 
 
 Größe 
 Gehäusedurchmesser bis ca. 20 mm breit, Höhe bis ca. 10 mm 
 
 
 Alter 
 ca. 2-3 Jahre 
 
 
 Vergesellschaftung 
 Mit Fischen, die den Schnecken nicht nachstellen, mit Zwerggarnelen, mit Muscheln und mit friedlichen Schnecken, als Lebendfutterquelle auch mit Zwergkrebsen, Flusskrebsen und Krabben 
 
 
 
  Helisoma&amp;nbsp;cf.  anceps   ist perfekt als Aufräumtrupp im Gesellschaftsbecken mit friedlichen Fischen und auch in Aquarien mit Zwerggarnelen oder Fächergarnelen, auch für gut gefütterte Aufzuchtbecken eignet sich eine Gruppe Kleiner Posthornschnecken bestens als Putztrupp. Raubschnecken, Zwergkrebse und Flusskrebse ebenso wie Krabben und Großarmgarnelen nutzen die Schnecken als Futterquelle, sie knacken die dünnen Gehäuse problemlos oder löffeln sie durch die deckellose Mündung aus. Hin und wieder greifen auch Zwerggarnelen bei Posthornschnecken zu, wenn sie Proteinmangel haben. 
 Die verschiedenen Farbvarianten der Kleinen Posthornschnecke vermischen sich, in der Regel läuft dies dann wieder auf die Urform mit braunem Gehäuse und rotem oder braunem Körper hinaus. Möchte man die Farbschläge rein erhalten, sollte man sie jeweils in gesonderten Aquarien ziehen. 
 
 
 
 
 
  Systematik  
 
 
 
 Familie 
 Tellerschnecken - Planorbidae 
 
 
 Gattung 
  Helisoma  
 
 
 Art 
 Kleine Posthornschnecke 
 
 
 
 
 
 
  Wissenschaftlicher Name  
 
 
 
   Helisoma (Planorbella) &amp;nbsp; cf.  anceps  (Menke, 1830) 
 
 
 
 
 
 
  Herkunft (Wildform)  
 
 
 
   
 
 
 USA; Mexiko bis Kanada 
 
 
 
 
 
 Die Kleine Posthornschnecke stammt ursprünglich aus den USA, wo sie von Mexiko bis nach Kanada Vorkommen hat. Mittlerweile wurde sie auch schon in Europa und auf Hawaii nachgewiesen. In der Regel handelt es sich hier um Tiere, die aus Aquarien oder aus Wasserpflanzengärtnereien entkommen sind. 
 
 Nachzucht / Vermehrung 
 
 
 
 Voraussetzung 
 Bei ausreichend Futter vermehren sich Kleine Posthornschnecken gut bis sehr gut 
 
 
 Fortpflanzung 
 Aus den Eiern schlüpfen fertig entwickelte Jungschnecken, die im Süßwasser überleben 
 
 
 Dauer bis zum Schlupf 
 abhängig von der Wassertemperatur ca. 1-2 Wochen 
 
 
 Gelegegröße 
 ca. 15-40 Eier 
 
 
 Zyklus 
 pro Woche wird ca. ein Gelege abgelegt 
 
 
 
 
   Helisoma (Planorbella)   cf.  anceps  ist eine genügsame und vermehrungsfreudige Aquarienschnecke. Die Schnecken sind zwittrig, bei der Paarung befruchtet jedoch jeweils nur ein Tier, das den männlichen Part übernimmt.   
 Die Schnecken können den Samen speichern und sind auch zur Selbstbefruchtung fähig. Dabei ist nur 3% des Geleges überlebensfähig. Posthornschneckengelege sind typisch geformt: eher rund, mit der Form eines Uhrglases. Die Eier liegen nebeneinander in einer Ebene. Die Gelege fühlen sich eher fest an, sie haben einen Deckel aus zähem Material. 
 Junge Posthornschnecken haben eine typische eckige Form, das Gehäuse ist seitlich auffallend flach.  
 
 
 &amp;nbsp; 
 Farbvarianten 
 
 
     
 Goldene Posthornschnecke 
 Goldene Form von  Helisoma  cf.    anceps     
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 Orange / rote PHS 
 Orangerote Form von&amp;nbsp;  Helisoma   cf.    anceps    
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 Rosa Posthornschnecke 
 Pinke Farbform von  Helisoma  cf.   anceps    
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 Türkise Posthornschnecke 
 Türkise Form von  Helisoma  cf.   anceps    
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 Blaue Posthornschnecke 
 Blaue Farbform von  Helisoma  cf .  anceps    
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                ]]> </content> <updated>2018-04-06T07:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Blaue Posthornschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/blaue-posthornschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/blaue-posthornschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Eine sehr beliebte Farbvariante der Kleinen Posthornschnecke Planorbella duryi ist die blaue Farbform. Hier schimmert der dunkel pigmentierte Körper durch das weiße Gehäuse, das dadurch blau erscheint. Die robuste kleine Aquarienschnecke ist einfach zu halten und zu vermehren.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 Zur&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella)   cf.&amp;nbsp; anceps  (früher als  Planorbella duryi  bezeichnet) gibt es einen  Hauptartikel  mit detaillierten Informationen zu ihrer Herkunft, zu den Haltungsbedingungen im Aquarium, mit Futterempfehlungen, Hinweisen zur Nachzucht und unseren Tipps.    Helisoma (Planorbella)  cf.  anceps   
 &amp;nbsp; 
 Die Blaue Posthornschnecke besitzt ein pigmentloses  Gehäuse , das dadurch transparent weißlich ist. Ihr Körper ist dunkel pigmentiert und scheint durch das dünne Schneckenhaus durch. Dadurch wirkt das Gehäuse der blauen Posthornschnecke in der Tat blau. Bei Jungtieren kann man häufig ein Fleckmuster durch das Gehäuse hindurch erkennen. 
                ]]> </content> <updated>2018-04-06T05:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Goldene Posthornschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/goldene-posthornschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/goldene-posthornschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die Goldene Posthornschnecke ist eine Farbform von Planorbella duryi, der Kleinen Posthornschnecke. Diese schöne kleine Wasserschnecke vermehrt sich gut und hält das Aquarium sauber. Sie wird in der Aquaristik als Nutzschnecke sehr geschätzt.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 Zur&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella)   cf.&amp;nbsp; anceps  (früher als  Planorbella duryi  bezeichnet) gibt es einen  Hauptartikel  mit detaillierten Informationen zu ihrer Herkunft, zu den Haltungsbedingungen im Aquarium, mit Futterempfehlungen, Hinweisen zur Nachzucht und unseren Tipps.    Helisoma (Planorbella)  cf.  anceps   
 &amp;nbsp; 
 Die Goldene Posthornschnecke hat einen pigmentlosen Körper, der durch den roten Blutfarbstoff rot-orange wirkt. Das bräunliche  Häuschen  ist leicht durchscheinend und schimmert deshalb golden. 
                ]]> </content> <updated>2018-04-06T05:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Türkise Posthornschnecke</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/tuerkise-posthornschnecke</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/tuerkise-posthornschnecke"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die Farbform mit rötlichbraunem Körper und weiß-transparentem Gehäuse wird öfter als türkise Posthornschnecke bezeichnet. Dieses Posthörnchen ist wie die anderen Farbformen von Planorbella duryi robust und anpassungsfähig und kommt in einer Vielzahl von Umgebungen gut zurecht.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 Zur&amp;nbsp;  Helisoma (Planorbella)   cf.&amp;nbsp; anceps  (früher als  Planorbella duryi  bezeichnet) gibt es einen  Hauptartikel  mit detaillierten Informationen zu ihrer Herkunft, zu den Haltungsbedingungen im Aquarium, mit Futterempfehlungen, Hinweisen zur Nachzucht und unseren Tipps.    Helisoma (Planorbella)  cf.  anceps   
 &amp;nbsp; 
 Das  Schneckenhaus  der türkisen Posthornschnecke ist pigmentlos und daher weiß-transparent. Der rötlichbraune Körper schimmert durch, was der Schnecke einen bläulich-türkisen Farbton verleiht. 
                ]]> </content> <updated>2018-04-06T05:00:00+02:00</updated> </entry> </feed>