<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/futter/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>GARNELENHAUS</name> </author> <title>Wiki / Atom Feed</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/futter/?sRss=1</id> <updated>2026-04-29T19:11:07+02:00</updated> <entry> <title type="text">Salinenkrebse (Artemia salina) als Lebendfutter</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/salinenkrebse-artemia-salina-als-lebendfutter</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/salinenkrebse-artemia-salina-als-lebendfutter"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Artemien sind ein exzellentes Lebendfutter nicht nur für Fischlarven, sondern auch für Garnelen und Jungkrebse. Sie sind vergleichsweise einfach zu erbrüten, günstig und bringen keine Parasiten oder Schädlinge mit. 
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Herkunft der Salinenkrebse  
  2  Artemia -Eier oder Zysten  
  3  Artemia  aus Dauereiern  
  4 Tipps und Tricks  
  5  Artemia -Nauplien erzeugen  
 
  5.1 Kleinstmengen  
 
  5.1.1 Fertig zu kaufendes Gerät  
  5.1.2 DIY-Eigenbau  
 
  5.2 Größere Mengen  
 
  5.2.1 Fertig zu kaufende Geräte  
  5.2.2 DIY-Eigenbau  
 
  6 Der Nährwert von  Artemia -Nauplien  
 
  6.1 Anreichern - wie und warum?  
 
 
 
 
  Artemia -Nauplien gehören seit jeher zur Standardernährung in der Aufzucht von Jungfischen in der Aquaristik. Aber auch erwachsene Fische fressen die kleinen Krebse sehr gern, und selbst Zwerggarnelen kann man mit den Kleinkrebsen eine große Freude machen. und sie gleichzeitig mit wertvollem tierischem, gut verträglichem Futter versorgen. 
 Leider ist das Erbrüten dieser Nauplien genannten Kleinstkrebs-Larven nicht ganz so einfach, wie man das gern hätte, und es kursieren sehr viele, unterschiedliche „Rezepte“ dazu. 
   1 Herkunft der Salinenkrebse 
 Salinenkrebse der Gattung  Artemia  stammen aus salzigen Binnengewässern, mit einem Salzgehalt von 15-32 Gramm je Liter. Der Salzgehalt liegt also unter dem Niveau der Meere. Außerdem haben die meisten Seen einen leicht erhöhten pH-Wert von bis zu pH 8. 
   2  Artemia -Eier oder Zysten 
     
  Artemia -Zysten 
 Die sogenannten  Artemia -Eier sind eigentlich Zysten, die einen lebenden Embryo enthalten und nicht, wie das sonst bei Eiern der Fall ist, Eiweiß und Dotter, aus dem sich dann ein Embryo entwickelt. Die daraus schlüpfenden Larven nennt man Nauplien. 
 Die erwachsenen Salinenkrebse produzieren während der warmen Sommermonate, solange der Salzgehalt nicht 36 Gramm je Liter übersteigt, Zysten, die noch während der Wärmeperiode schlüpfen, die sogenannten Sommereier. 
 Ändern sich die Witterungsverhältnisse, verdunstet viel Wasser und der Salzgehalt steigt, ist das das Signal für die Krebse, dass nicht mehr ausreichend Futter entsteht, und sie produzieren sogenannte Dauereier, die erst nach einer Kälteperiode schlüpfen. Das Gleiche gilt für dauerhaft niedrige Temperaturen, die den Winter ankündigen. Auch hier werden dann Dauereier produziert. 
   3  Artemia  aus Dauereiern 
     
  Artemia -Nauplien, links unten ein Rädertierchen 
 Dies alles macht man sich in der Aquaristik zu Nutze, um  Artemia  täglich frisch als Lebendfutter zu erbrüten. Im Handel befinden sich meist die Dauereier, die man in kleinen Portionen oder aber in 458 Gramm Konservendosen kaufen kann. Bei einer in Deutschland ansässigen  Artemia farm in Thüringen kann man allerdings auch Sommereier bestellen. Der Unterschied liegt in der Lagerung. Die Dauereier sollte man im Gefrierschrank lagern, die Sommereier dürfen nur im Kühlschrank gelagert werden, weil die Embryonen sonst absterben. 
  Artemia -Nauplien bewegen sich immer in Richtung Licht, sie sind „phototaktisch“. 
   4 Tipps und Tricks, Wichtiges vorweg 
 
 
 Das sauberste und funktionsfähigste Salz für die Erzeugung von  Artemia  ist streufähiges  Spülmaschinensalz ! Ja, richtig gelesen. Dieses Salz enthält keinerlei Zusätze und ist das reinste Salz auf dem Markt, ohne Rieselhilfen oder Ähnliches. 
 Wichtig für einen guten Schlupf ist der pH-Wert. Dieser sollte ungefähr zwischen 7,8 und 8,2 liegen. Kommt das Leitungswasser mit weniger aus der Leitung, kann man mit Kaisernatron nachhelfen. VORSICHT! Steigt der pH-Wert über 8,5, schlüpft nichts mehr! Das Gleiche gilt bei einem pH-Wert unter 7. Kommt der pH-Wert über 8,5 aus der Leitung, muss man sich mit destilliertem Wasser aus dem Baumarkt behelfen und damit das Leitungswasser soweit verdünnen, bis der pH-Wert unter 8,5 liegt. 
 Bakterien verhindern ebenfalls einen guten Schlupf. Es ist wichtig, die Gerätschaften immer sehr ordentlich zu säubern. Das gilt auch für die Ablasshähne und die Belüftungsrohre, auch innen. Setzt sich in den Belüftungsrohren Bakterienschmand ab, hat man plötzlich eine sehr kleine Schlupfrate und wundert sich, woher das kommt. 
 NICHT empfehlenswert sind fertige Mischungen aus Salz und  Artemia -Zysten, weil in dem Salz meist schon Natron enthalten ist. Kommt bereits ein etwas höherer pH-Wert aus der Leitung, wird damit ein vernünftiger Schlupf verhindert. 
 
 
   5 Die Erzeugung frisch geschlüpfter  Artemia -Nauplien 
 Um  Artemia -Nauplien zu erzeugen, also  Artemia -Zysten zu erbrüten, gibt es unterschiedliche Methoden. Die jeweilig benötigte Menge sollte auch die Methode vorgeben. 
   5.1 Kleinstmengen für einzelne Aquarien oder eine kleine Anzahl Jungtiere 
   5.1.1 Fertig zu kaufendes Gerät 
     
  Artemia -Schale von Hobby 
 Wenn man täglich nur eine sehr kleine Menge Nauplien benötigt, empfiehlt sich die Brut in einer  Artemia -Schale. Diese kann man kaufen (das &quot;Ufo&quot; von Hobby) oder selbst bauen. 
 Das Prinzip ist einfach: Es gibt einen dunklen Bereich, in dem die  Artemia -Eier auf die Wasseroberfläche gestreut werden, und einen hellen Bereich, der die fertig geschlüpften Nauplien mit Licht anlockt. In diesem hellen Bereich befindet sich ein Sieb, mit dem man die Nauplien sehr leicht entnehmen kann. 
 Die Hobbyschale ist so fertig konzipiert. Man füllt 750 ml lauwarmes Salzwasser (mit einer Konzentration von ca. 24g/l) in die Schale, setzt den weißen Trennring ein und gibt eine kleine Menge (max. ½ Teelöffel)  Artemia -Zysten in den äußersten Ring. 
 Dann stellt man diese Schale an einen möglichst warmen Ort (z.B. auf die Aquarienabdeckung) und kann dann nach ca. 16-24 Stunden die ersten Nauplien mit dem in der Mitte befindlichen, weißen Siebchen entnehmen. Man kann dann bis zu 36 Stunden weiter Nauplien entnehmen. Menge und Dauer hängen auch von der Sorte der  Artemia  ab. 
 Um täglich ausreichend frische Nauplien zu erhalten, muss man dann also, je nach Sorte, mindestens alle 24 Stunden eine Schale ansetzen. Was bedeutet, man braucht mindestens 2 Schalen, die man immer ein über den anderen Tag benutzt. 
   5.1.2 DIY-Eigenbau 
     
  Artemia -Schale im Eigenbau 
 Um eine Schale selbst zu bauen, nimmt man eine undurchsichtige Gefrierdose mit ca. 1 Liter Inhalt, bevorzugt eine rechteckige Dose. Diese Dose streicht man auf einer Hälfte mit schwarzem Lack außen an. 
 In der Mitte teilt man diese Dose entweder mit einer dünnen Plexiglasscheibe, die man mit Silikon fest einklebt. Dabei muss man unten einen Spalt von ca. 1 mm belassen. Oder man setzt sehr schmale Kabelkanäle (10 mm) in der Mitte links und rechts ein und schneidet aus einer Filtermatte mit 20 ppt ein sehr dünnes Stück passend aus, um es in diese Kabelkanäle einzuklemmen. Hier muss kein Spalt gelassen werden. 
   
 Den Deckel der Dose teilt man in der Mitte und streich diesen ebenfalls schwarz. Für den vorderen, hellen Teil benötigt man ein  Artemia sieb mit ca. 100 – 150 µ (die grünen, eckigen Siebe von Hobby sind dafür ideal geeignet), welches man dort im Salzwasser versenkt, sodass das Wasser später über dem Rand steht. 
 Diese Schale füllt man ebenfalls mit 750 ml lauwarmem Wasser und streut in dem dunklen Teil die  Artemia -Zysten auf die Oberfläche. Dann stellt man diese Schale an einen warmen, hellen Ort und kann dort dann ebenfalls im vorderen, hellen Teil nach 16-24 Stunden die Nauplien mit dem Sieb entnehmen. 
 Auch hier gilt: man benötigt 2 Schalen, um diese ein über den anderen Tag im Wechsel einzusetzen, damit man täglich frische  Artemia -Nauplien hat. 
   5.2 Die Erzeugung von größeren Mengen  Artemia -Nauplien 
 Wenn man täglich größere Mengen Nauplien benötigt, ist es besser, auf die Erzeugung in Flaschen zu setzen. 
   5.2.1 Fertig zu kaufende Geräte 
 Auch hier werden im Handel diverse fertige Systeme angeboten. Für mich haben diese Systeme allesamt den Nachteil, dass man sie an bestimmten Stellen nicht gründlich reinigen kann, was nach einer Weile auf die Schlupfrate geht. Aber - das muss man ausprobieren. 
 Das Prinzip ist immer gleich: eine Flasche mit einem Ablasshahn unten und einem Deckel mit Anschluss für eine Belüftung. In die Flasche füllt man bis zum Eichstrich Wasser mit 24 g/l Salz, gibt die benötigte Menge (möglichst nicht mehr als 1 Teelöffel pro Liter) in die Flasche, schließt eine Luftzufuhr (Membranpumpe oder Ringleitungsanschluss) an und lässt dieses System 24 – 36 Stunden laufen, je nach  Artemia -Sorte und Umgebungstemperatur. 
 Danach schaltet man die Belüftung aus und lässt die Flasche ca. 5 Minuten ruhen, bis sich alle Schalen oben abgesetzt haben. Unten in der Flasche befinden sich nun die orangefarbenen Nauplien (und leider darunter auch die ungeschlüpften Zysten). Man setzt ein Sieb mit 100-150 µ Durchlässigkeit unter den Ablasshahn und fängt so die Nauplien auf. Diese spült man ab und kann sie dann verfüttern. 
   5.2.2 DIY-Eigenbau 
 Für selbstgemachte Systeme gibt es diverse Entwürfe. Ich bin inzwischen bei Laborspritzflaschen angekommen. 
   
 Laborspritzflasche mit abgeschnittenem Rohr und Winkelanschluß für 4/6-Luftschlauch 
 Ich nehme eine 1000 ml Laborspritzflasche, schneide das gebogene Rohr unter der Biegung ab und setze dort einen Schlauchverbinder für einen 4/6 mm Schlauch ein. In den Deckel bohre ich ein kleines Entlüfterloch. 
 Die Flasche fülle ich mit 1,5 Teelöffeln Spülmaschinensalz, 200 ml 70° C heißem Wasser und 600 ml kaltem Wasser. Dort kommt ein Teelöffel  Artemia -Nauplien direkt aus dem Gefrierfach hinein und dann stelle ich diese Flasche in ein Wasserbad mit einem 25 Watt Heizstab, der auf 26° C eingestellt ist. Dazu kann man eine große Plastikschale oder ein ausgedientes 12-Liter-Aquarium benutzen. Es sollte hell stehen! Die Flasche wird an die Belüftung angeschlossen. 
 Auf diese Weise stelle ich sicher, dass immer die gleichen Voraussetzungen geschaffen sind, was die Zuverlässigkeit des Schlupfes erhöht. Das warme Wasser in Verbindung mit den sehr alten Zysten führt zu einem kleinen Wärmeschock, der die Schlupfrate deutlich erhöht. Die Wärme während des Brütens erhöht die Schlupfrate ebenfalls und beschleunigt sie auch. 
 Nach 24 Stunden nehme ich die Flasche von der Belüftung und fülle sie mit 70° heißem Wasser bis oben hin auf. So lasse ich diese Flasche dann ca. 2 Minuten stehen. Das warme Wasser zieht die leeren Schalen sehr schnell nach oben (keine Angst, die Nauplien kommen mit dieser Wärme zurecht!). 
    
 &amp;nbsp; 
 Dann drücke ich einmal kräftig auf die Flasche (Vorsicht, das spritzt gewaltig, das muss man mit etwas Gefühl machen!), so dass die obere Schicht mit den leeren Schalen herausgedrückt wird. Unten in der Flasche bleiben die Nauplien und die ungeschlüpften Zysten zurück. 
 Nun wird das Ganze in ein 100 – 150 µ-Sieb geschüttet und kurz lauwarm abgespült. 
     
  Artemia -Sieb mit einer Porengröße von 150 µm 
 Diese abgespülten Nauplien werden mit Hilfe eines Trichters in eine kleinere Laborflasche (250 ml) gespült und diese mit ca. 40°C warmen Leitungswasser aufgefüllt. Das Leitungswasser lässt die ungeschlüpften Zysten nach oben aufschwimmen, während die Nauplien wieder nach unten sinken. 
    
 &amp;nbsp; 
 Auch hier 2 Minuten stehen lassen, die Flasche vorsichtig etwas klopfen, so dass alles ganz nach oben schwimmt und durch Druck auf die Flasche den ganzen Dreck heraus spülen. Dann kann man die Flasche mit kaltem Wasser auffüllen und die sauberen Nauplien verfüttern. 
   6 Der Nährwert von  Artemia -Nauplien 
 Im Allgemeinen ist der Nährwert von  Artemia -Nauplien ausreichend, um fertig entwickelte Jungfische so zu ernähren, dass sie gesund und kräftig aufwachsen. 
   6.1 Anreichern - wie und warum? 
 Für noch nicht entwickelte Fischlarven, die eine Metamorphose durchmachen müssen, ist der Nährwert der Artemia jedoch nicht ausreichend. Sprich, wenn die Larven ihre Flossen in eine andere Form umwandeln oder sich in anderer Form körperlich stark umwandeln müssen, muss man die  Artemia  anreichern, damit der Nährwert für diesen Kraftakt ausreicht. 
 Es gibt viele, viele Gerüchte darum, dass  Artemia -Nauplien erst nach 8-24 Stunden in der Lage sind, Futter aufzunehmen. Das ist ganz einfach falsch. Wir haben Experimente mit den  Artemia -Brutschalen gemacht. Hier hat man eine gute Übersicht, dass die ersten Nauplien bereits nach 8-12 Stunden erscheinen, dann aber, wenn der größte Schlupf beginnt, bereits tot sind. Gibt man eine Anreicherung in diese Schalen, bleiben diese ersten Schlüpflinge am Leben und man hat kaum tote Nauplien am Boden liegen. 
 Diese Anreicherung besteht aus den HUFA (highly unsaturated fatty acids, mehrfach ungesättigte Fettsäuren) EPA und DHA und auf den Fischorganismus eingestellten Vitamine und Mineralien. Süßwasserfische können das EPA aus der Nahrung synthetisieren. Meerwasserfische können dies nicht und sind auf die Aufnahme von ausreichend EPA mit der Nahrung angewiesen. 
 Bei der Entwicklung der Larven von Süßwasserfischen haben wir dann aber das Problem, dass diese Synthetisierung sehr viel Energie verbraucht, welche die Larve normalerweise für die Entwicklung braucht. Führt man den Larven also nicht ausreichend EPA zu, sterben sehr viele, nicht „ausreichend“ kräftige Larven in dieser Metamorphose. Das ist bei der Zucht ja nicht erstrebenswert. Also stärken wir die Larven, indem wir die Nahrung durch Anreicherung aufwerten und den Larven einen guten Start ermöglichen. 
 Die Anreicherung erfolgt mit einer Emulsion aus Lachsöl und Vitaminen, die man fertig beziehen kann. Handelsüblich als Selco S. presso oder Aqua Biotica. Diese Anreicherung gibt man 12 Stunden vor der Entnahme in ganz kleiner Menge mit in den Brutbehälter und erhält damit Nauplien, die einen sehr viel höheren Nährwert haben als ohne. 
   
 Adulte  Artemia -Männchen 
                ]]> </content> <updated>2021-09-30T00:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Salzwasser-Rädertierchen (Brachionus plicatilis) als Lebendfutter</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/salzwasser-raedertierchen-brachionus-plicatilis</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/salzwasser-raedertierchen-brachionus-plicatilis"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Eine funktionierende Salzwasser-Rädertierchenzucht ist gar nicht so schwer. Hier gibt es alle Infos, die ihr dafür braucht, erfolgreich Brachionus zu züchten. Die kleinen Rädertierchen sind exzellentes Erstfutter für kleine Fischlarven und können perfekt angereichert werden.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  2 Kulturbecken für  Brachionus   
 
  2.1 Aufbau  
 
  3 Die Fütterung  
  4 Die Pflege  
  5 Verfüttern  
  6 Zucht im Aufzuchtbecken  
 
  6.1 Laichentnahme  
  6.2 Entwicklung und Schlupf  
  6.3 Aufzucht  
  6.4 Beckenpflege  
  6.5 Fertige Entwicklung/Umsetzen  
 
 
 
 Die Zucht von Salzwasser-Rädertierchen  Brachionus plicatilis  oder  Brachionus rotundiformis  (allgemein als C5 bezeichnet) ist kein Hexenwerk. Diese sind leicht zu kultivieren und man erreicht eine sehr hohe Dichte…. wenn man es richtig macht. 
   1 Benötigtes Equipment 
 Um eine ordentliche Kultur zu erhalten, aus der man bei Bedarf ausreichend füttern kann, benötigt man: 
 
 Einen Zuchtansatz 
 Einen Glasbehälter (mindestens 10 Liter Inhalt) 
 Volvic, vollentsalztes, destilliertes oder Osmosewasser 
 Meersalz 
 Ein 50 µm Sieb 
 Futter (Selco S. parkle oder Phytoplankton) 
 Anreicherung (Selco S. presso) 
 Wahlweise Spatel oder andere Dosierhilfsmittel 
 
   2 Kulturbecken für Brachionus 
   
 Der Zuchtbehälter sollte möglichst aus Glas sein. Erstens, weil dieser sich besser sauber halten lässt und außerdem habe ich festgestellt, dass Plastik in Verbindung mit Salzwasser immer leicht problematisch ist. Selbst, wenn es sich um lebensmittelechten Kunststoff handelt, lösen sich in Verbindung mit Salzwasser diverse Stoffe, die der Kultur schaden. 
   2.1 Aufbau 
 Im Glasbehälter sollte mindestens eine Woche, bevor der Zuchtansatz eintrifft, Salzwasser angesetzt werden. Dies ist sehr wichtig, weil  Brachionus  auf frisches Salzwasser sehr empfindlich reagieren. Damit würde man Gefahr laufen, gleich beim Einsetzen über die Hälfte der Kultur zu verlieren. 
 Man setzt also Salzwasser in der Konzentration von 20 g/l im Zuchtbehälter an. Den Behälter füllt man damit allerdings nur zu einem Drittel, damit man diese Konzentration auf das Niveau des Zuchtansatzes verdünnen kann, wenn dieser eintrifft. 
 Wichtig! NIEMALS Leitungswasser verwenden. Im Leitungswasser sind viele Stoffe, die für Rädertierchen ausgesprochen schädlich sind. Ich habe mir mit Leitungswasser schon einen kompletten Ansatz innerhalb einer Stunde vollständig zerstört. 
 Eine extra Beleuchtung ist nicht notwendig. Es genügt Tageslicht. Auch die Temperatur spielt eine untergeordnete Rolle. Zwischen 10° und 30° C ist den Rädertierchen alles recht. 
 Wenn man den Zuchtansatz bestellt, fragt man idealerweise gleich nach der Konzentration. Sollte man diese nicht erfahren, sind 20 g/l meist eine gute Wahl. Bekommt man die Konzentration mitgeteilt, setzt man das Kulturwasser gleich in der entsprechenden Dichte an. Dann setzt man die Kultur ein. 
   
 So sieht eine dichte Kultur bei guter Pflege aus 
 Zu Beginn sammeln sich u.U. viele der Rädertierchen auf dem Boden. No panic! Die kommen wieder hoch.  Brachionus  reagieren auf Millieuveränderungen relativ empfindlich, regenerieren sich aber auch schnell wieder, solange diese Veränderungen nicht zu stark sind. 
   3 Die Fütterung 
 Man kann für eine solche Kultur extra eine Phytoplanktonzucht anlegen. Ich für mein Teil verzichte aus verschiedenen Gründen darauf. 
 
 Die Kultur von Phytoplankton ist aufwändig und unsicher. Diese Kulturen haben die dumme Angewohnheit, im unpassendsten Moment zusammen zu brechen. 
 Man benötigt zusätzliche Behälter, Beleuchtung etc. Dafür hat nicht jeder Platz. 
 Phytoplankton wird meist gleichzeitig als Futter für die Rädertierchen wie auch als „Anreicherung / Nahrung“ für die Fischlarven eingesetzt. 
 In der Natur funktioniert Phytoplankton hervorragend. Allerdings ist dort der Platz und die Nahrung für das Phytoplankton nicht so eingeschränkt, und es bilden sich viele, verschiedene Algenarten, die unterschiedliche Inhaltstoffe ergeben. So erhält ein Jungfisch in der Natur ausreichend gefächerte Nahrung, um sich gut zu entwickeln. 
 
 Im Aquarium bzw. in Planktonreaktoren entwickeln sich meist nur bestimmte Algen. So ist das Nahrungsangebot begrenzt. Dies führt bei der ausschließlichen Ernährung mit Phytoplankton häufig zu einer Reihe von Schäden an den Jungfischen, ausgelöst durch Mangelernährung (meist diverse Skelettschäden und Wachstumsstörungen).   
 
   
 Vorbereitung zur Fütterung der Kultur und Anreicherung für Fischlarven 
 Aus diesen Gründen verzichte ich auf Phytoplankton und füttere meine Brachionuskulturen mit Selco S. parkle. Dabei handelt es sich um ein industriell hergestelltes Futter speziell für marine Filtrierer wie  Brachionus,  Artemia   usw. 
   
 Anmischen des Futters für die  Brachionus  
 Von besagtem Selco S. parkle nimmt man täglich 0,6 Gramm (dies entspricht der Menge einer Erbse) und schüttelt diese in etwas kaltem Wasser kräftig auf. Diese Emulsion gibt man morgens in die Kultur. Dies genügt für einen 10 – 25 Liter Ansatz für 24 Stunden.  Wichtig!  NICHT ÜBERFÜTTERN! Viel hilft in solchen Fällen nicht viel, der Ansatz quittiert dies eher mit Ableben. 
   4 Die Pflege 
 Durch die Fütterung setzt sich mit der Zeit an den Wänden und am Boden des Kulturgefäßes ein Film ab, der nicht nur übel riecht, sondern auch  Euplotes  als Nährboden dient. Wenn besagte  Euplotes  in so einem Ansatz überhand nehmen, geht die Anzahl der  Brachionus  rapide zurück. 
 Es ist also wichtig, diesen Film regelmäßig zu entfernen. Alle 4-6 Wochen kratze ich diesen Film mit einer Rasierklinge von den Wänden und dem Boden und lasse den Ansatz anschließend ein paar Stunden in Ruhe, damit sich dieser Film am Boden absetzt. Dann wird der Dreck vom Boden schnellstmöglich abgesaugt, ohne zu viel aufzuwirbeln. Möglichst nicht mehr als die Hälfte des Ansatzes absaugen. Das abgesaugte Wasser wird durch frisches Salzwasser mit entsprechender Konzentration ersetzt. 
 Um nicht zu hohen Verlust an Rädertierchen zu haben, kann man das abgesaugte Wasser stehen lassen, bis sich der Schmutz wieder am Boden gesammelt hat und dann das Wasser sieben. Dabei sollte man aber darauf achten, dass das Sieb immer einen Finger breit im Wasser bleibt, weil die Rädertierchen sonst massenweise absterben. 
   5 Verfüttern 
 Es gibt zwei verschiedene Varianten der Verfütterung von Rädertierchen. 
   
 Absieben der  Brachionus  mit einem 50 µ Sieb 
 Bei salztoleranten Larven salze ich das Wasser im Aufzuchtbecken auf 2 Gramm/Liter auf, fahre den  Brachionus ansatz auf 10 Gramm/Liter herunter, siebe dann eine große Menge  Brachionus  aus dem Ansatz und gebe diese in das Aufzuchtbecken der Fischlarven. 
 Nun rühre ich zweimal täglich maximal 0,2 Gramm (das entspricht der Spitze eines Zahnstochers) in wenig lauwarmes Wasser ein und gebe diese Lösung morgens und abends in das Aufzuchtbecken. 
   
 Abgesiebte  Brachionus  
 Bei Larven, die kein Salz vertragen (z.B.   Iriatherina werneri  ,   Pseudomugil   etc.) entnehme ich ca. ½ Liter aus der Kultur in einen Messbecher oder ein Glas und gebe die Selco. S. presso Lösung dort hinein. Dann lasse ich die  Brachionus  ca. eine Stunde in dieser Lösung, siebe diese ab und gebe sie in das Aufzuchtbecken. Bei dieser Methode sterben die  Brachionus  sehr schnell ab. Deswegen sollte man für ausreichend Schnecken im Aufzuchtbecken sorgen, die die abgestorbenen Rädertierchen fressen. 
 Dies war nun das ganze Geheimnis einer funktionierenden Rädertierchenzucht. Es ist doch gar nicht so schwer. Also los, Aquarianer! Traut euch! 
                ]]> </content> <updated>2021-01-05T00:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Naturfutter für Wirbellose im Aquarium</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/naturfutter-fuer-wirbellose-im-aquarium</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/naturfutter-fuer-wirbellose-im-aquarium"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Naturfutter für Garnelen, Schnecken und Flusskrebse im Aquarium hat irgendwie immer Saison, und viele gehen gerne sammeln oder ernten. Gut gemeint ist aber nicht gut gemacht, daher kommt hier Info, was sinnvoll ist und was nicht.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Heimisches Laub  
  2 Exotisches Laub  
 
  2.1 Seemandelbaumblätter  
  2.2 Bananenblätter  
 
  3 Fruchtstände von Bäumen  
 
  3.1 Hexennüsse / Baumhasel  
  3.2 Bucheckern  
  3.3 Erlenzapfen  
 
  4 Andere Naturprodukte  
 
  4.1 Weidenrinde  
  4.2 Birkenrinde  
  4.3 Kastanienblüten  
 
  5 Fruchtgemüse - bitte beachten  
 
  5.1 Kürbis  
  5.2 Kürbisblüten  
  5.3 Zucchini  
  5.4 Möhren  
  5.5 Tomate  
  5.6 Erbsen  
  5.7 Paprika  
  5.8 Gurke / Vorsicht!  
 
  6 Blattgemüse  
 
  6.1 Fenchelgrün  
  6.2 Spinat  
  6.3 Sonnenblumenblätter  
  6.4 Chinakohl  
  6.5 Maisblätter / Maisfäden  
 
  7 Wildkräuter  
 
  7.1 Brennnessel  
  7.2 Taubnessel  
  7.3 Löwenzahnblätter  
  7.4 Löwenzahnblüten  
  7.5 Vogelmiere  
  7.6 Spitzwegerichblätter  
  7.7 Gänseblümchenblüten  
  7.8 Kleine Braunelle  
 
  8 Obst / Vorsicht!  
 
 
 Grundsätzliches zur Fütterung von Garnelen im Aquarium findet ihr in unserem Artikel &quot; Garnelen richtig füttern &quot;. Hier geht es allerdings nicht nur um Garnelen, sondern auch um Aquarienschnecken und um Flusskrebse, Zwergkrebse und omnivore Krabben. Des weiteren geht es hier ausschließlich um Futter aus dem Garten, aus dem Topfgarten oder aus der Natur, das man selbst anbauen oder sammeln kann. Diese Liste erhebt übrigens keinen Anspruch auf Vollständigkeit. 
 Gerade im Frühjahr und Sommer bricht die Sammelleidenschaft der Aquarianer aus, und es ist ja auch gar nicht so verkehrt, wenn man das füttert, was man so findet - vorausgesetzt, man weiß, was man gefunden hat, und man ist informiert, was das jeweilige Futter &quot;kann&quot; und was bei der Fütterung zu beachten ist. 
   1 Heimisches Laub 
  Vollkommen braunes trockenes Herbstlaub von heimischen Laubbäumen (zum Beispiel das Laub von  Buche oder Eiche ) ist ein sehr gutes Futter für Wirbellose im Süßwasseraquarium. Es kann als Dauerfutter verwendet werden und du kannst die braunen Herbstblätter auch im Aquarium lassen, bis sie komplett verwertet und aufgefressen wurden. Gerade für Flusskrebse und omnivore Krabben ist braunes Laub eines der Hauptnahrungsmittel in der Natur! 
 Grünes Laub kann man natürlich auch verfüttern, hier solltest du jedoch beachten, dass es relativ viele Nährstoffe enthält, die die Wasserwerte negativ beeinflussen können. Hier gibst du nur so viel, wie innerhalb weniger Stunden gefressen werden kann. Eine Ausnahme bildet  Walnusslaub , hiervon kannst du auch etwas mehr geben - 1 bis 2 Teilblätter auf 30 Liter Wasser, die im Aquarium blieben dürfen, bis sie aufgefressen wurden.  Achtung - Laub von Obstbäumen kann mit Pestiziden belastet sein, daher nur garantiert ungespritztes Laub verwenden! 
 Detaillierte Infos und Bilder zu den einzelnen bei uns heimischen Baumarten, die sich zum Verfüttern im Garnelenaquarium, bei Zwergkrebsen, Flusskrebsen, bei Wasserschnecken und auch in einem Aquaterrarium mit Krabben eignen, sowie Sammeltipps und Hinweise zur Aufbewahrung der Herbstblätter findest du in unserer  Laubliste . 
   2 Exotisches Laub 
  Wenn ihr euch eine Topfpflanze gekauft habt, bitte verfüttert nur Blätter, die bei euch gewachsen sind, weil die Pflanzen in der Gärtnerei manchmal mit Pestiziden behandelt werden, die euren Aquarienbewohnern nicht gut tun. Keine Blätter verfüttern, wenn ihr eure Pflanze gegen Schädlinge gespritzt habt! 
   2.1 Seemandelbaumblätter 
  Seemandelbaumblätter  geben Gerbstoffe ab und wirken antibakteriell. Die Blätter des Seemandelbaums werden gerne als Dauerfutter und zur Keimreduzierung gegeben. Neben importierten Seemandelbaumblättern findet man immer mal wieder auch getopfte Bäume oder Samen zum Selberziehen.  Terminalia catappa  ist eine hübsche Ergänzung für den Topfgarten und sollte im Winter im Haus stehen. Nicht frosthart! Nur braune, abgefallene Blätter verwenden. 
   2.2 Bananenblätter 
 Die Bananenpflanze  Musa  sp. gibt es hin und wieder als Topfpflanze im Handel zu kaufen. Auch sie ist eine hübsche Ergänzung für den Topfgarten und darf über den Sommer auch gerne nach draußen. Nicht frosthart! Nur braune, abgefallene  Bananenblätter  verwenden. 
   3 Fruchtstände von heimischen Bäumen 
   
   3.1 Fruchtstände der Baumhasel (Hexennüsse) 
 Die alten Fruchtstände der Baumhasel werden zwar von Garnelen und Schnecken abgeweidet, aber nicht direkt gefressen. Sie zerbröseln irgendwann. Krebse und Krabben dagegen knabbern durchaus mal an ihnen. Wenn Hexennüsse bei der Ernte noch nicht ganz braun waren, enthalten sie einiges an Nährstoffen und können eine  Bakterienblüte  auslösen. 
   3.2 Bucheckernhülsen (ohne Frucht / Nuß) 
 Geben Gerbstoffe ab. Sie werden meist von Krabben und Krebsen nicht vollständig gefressen, von Schnecken und Garnelen nur abgeweidet. Eher Deko als Futter. 
   3.3 Erlenzapfen 
 Braun im Herbst geerntet geben sie einiges an Gerbstoffen ab und färben das Wasser gelblich bis teebraun.  Erlenzapfen  werden gezielt eingesetzt, um das Wasser mit Gerbstoffen anzureichern und etwas weicher zu machen. Sie wirken leicht antibakteriell und fungizid. 
   4 Andere Naturprodukte 
   
   4.1 Weidenrinde 
  Weidenrinde  wirkt antibakteriell und enthält Salizylsäure. Die Rinde des Weidenbaums wird von vielen Aquarianern als Geheimtipp gegen  Fadenalgen  angesehen. 2-3 Streifen Weidenrinde werden zur Bekämpfung dieser lästigen Algen auf 54 Liter gegeben. 
 Garnelen und Schnecken weiden die Rinde gerne ab, Krebse und viele Krabben fressen auch die Rindenstreifen. 
   4.2 Birkenrinde 
 Birkenrinde wirkt leicht antibakteriell. Garnelen und Schnecken weiden die Rinde und vor allem die sich hier bildenden  Biofilme  gerne ab, Krebse und viele Krabben fressen sogar die ganzen Rindenstreifen. 
   4.3 Kastanienblüten (getrocknet) 
 Die Blüten der Kastanie enthalten wertvollen Pollen, der für die Garnelen, Krebse, Krabben und Schnecken ein tolles Naturfutter darstellt.  Auch das feine Blattgewebe der Blüten selbst ist ein gutes Futter. Die getrockneten Blüten werden einfach ins Aquarium gegeben. 
   5 Fruchtgemüse - bitte beachten 
   
 Vor der in älterer Literatur häufig noch empfohlenen Gemüsefütterung im Wirbellosenaquarium wird von Praktiktern - nicht ganz grundlos - mittlerweile häufig gewarnt. So pauschal sollte man Gemüse fürs Aquarium jedoch nicht ablehnen, es gibt wie überall sinnvolle und weniger sinnvolle Sorten, und für manche Flusskrebse, Schnecken und Krabben, aber auch für Welse kann Gemüse zum Teil ein recht gute Ergänzung der täglichen Nahrung. Bei empfindlichen Krebsen wie  Cherax  aus Papua und bei Garnelen sollte man im Zweifel jedoch besser auf braunes Laub zurückgreifen und Gemüse lieber weglassen oder zumindest sparsamst dosieren. 
 Grundsätzlich besteht bei Gemüse nämlich eine starke Gefahr der Überdosierung. Eine dicke Zucchinischeibe für zehn Garnelen im Nanoaquarium ist der absolute Overkill und kann unter Umständen sogar das Aquarienwasser zum Kippen bringen, weil eine solche Menge eben wahnsinnig viele Nährstoffe mitbringt. Gemüse wird daher immer nur so dosiert, dass es innerhalb weniger Stunden von den Aquarienbewohnern gefressen wird. Was dann nicht gefuttert wurde, wird wieder herausgenommen. Vorsichtshalber sollte Gemüse nicht über Nacht im Aquarium gelassen werden! 
 Gemüse kann mit  Pestiziden  behandelt worden sein, Gemüse aus dem Biolandbau kann  Kupfer  mitbringen - beides recht gefährlich, insbesondere für Garnelen. Im Zweifel nicht nur gut waschen, sondern sogar schälen (wenn möglich). Bei  Anzeichen für Probleme  sofort aus dem Aquarium nehmen und einen wirklich großen  Wasserwechsel  mit  angepasstem Wasser  machen. 
   5.1 Kürbis (Hokkaido, Butternut, Muskat, ...) 
 Enthält Karotin (besonders viel Karotin enthält Hokkaidokürbis) und weitere wertvolle Nährstoffe, ein gutes Futter vor allem auch für Wildfangschnecken wie Rennschnecken, Geweihschnecken und Napfschnecken, die noch nicht an Kunstfutter gehen - an Hokkaidokürbis gehen sie auf jeden Fall. Auch bei anderen Aquarienschnecken, Krebsen, Garnelen und Krabben sehr beliebt. 
 Kürbis lässt sich gut trocknen und so konservieren. Die Stücke werden mit dem Sparschäler in dünne Streifen geschnitten und dann an der Luft oder im Backofen bei niedriger Temperatur getrocknet. Luftig aufbewahren, zum Beispiel in einer Papiertüte. 
 Keine Zierkürbisse verfüttern - in ihnen ist das giftige Cucurbitacin enthalten. 
   5.2 Kürbisblüten 
 Besonders beliebt sind auch Kürbisblüten. Ihr feines Gewebe lässt sich sehr gut von Garnelen, Krebsen und Krabben zerkleinern und scheint ihnen gut zu schmecken. Kann man getrocknet oder frisch verfüttern. 
   5.3 Zucchini 
 Wird gerne angenommen und ist im Wasser deutlich stabiler und besser geeignet als beispielsweise Gurke. Auch getrocknet zu verfüttern und so bestens haltbar. Bittere Zucchini enthalten das Gift Cucurbitacin und dürfen nicht verfüttert werden. Auch für Menschen giftig! 
   5.4 Möhre 
 Karotte enthält relativ viel Zucker und ist sehr hart. Für Welse, Flusskrebse und größere Schnecken wie Paradiesschnecken überbrüht ok, für Garnelen und Schnecken mit weicherer Raspelzunge eher weniger. Keine Dosenmöhren (totgekocht und oft sehr zuckerhaltig). 
   5.5 Tomate 
 Die Haut wird im Aquarium ohnehin nicht gefressen, sie sollte also vorher abgezogen werden. Geht am besten, wenn man die Tomaten mit kochendem Wasser übergießt. Nur das Fruchtfleisch verfüttern, nicht die Kerne - sie werden ohnehin nicht gefressen und können im Aquarium ziemlich nerven. 
   5.6 Erbsen 
 Proteinreich und sehr schmackhaft für Wirbellose. Keine Dosenerbsen (totgekocht und meist recht stark zuckerhaltig). Tiefkühlerbsen kurz zwischen den Fingern reiben, damit sie aus der Haut ploppen. 
   5.7 Paprika 
 Aus konventionellem Anbau oft stark mit Pestiziden belastet, daher eher nicht empfehlenswert. Paprika aus Bioanbau ist besser geeignet. Haut auf jeden Fall abziehen, sie wird nicht gefressen. Nur Fruchtfleisch ohne Kerne verfüttern. 
   5.8 Gurke - nicht empfehlenswert 
 Kann das Wasser stark belasten und zu heftigen  Bakterienblüten  führen, in Einzelfällen sogar zum Umkippen des Wassers - obwohl häufig gefüttert und in vielen Foren und Büchern erwähnt, ist Gurke im Wirbellosen-Aquarium eher nicht empfehlenswert. Vor allem in kleinen Aquarien kann es hier sehr schnell zu Problemen kommen. 
   6 Blattgemüse 
   
 Blattgemüse ist zwar auch Gemüse, aber kommt der natürlichen Nahrung von Garnelen schon etwas näher als Fruchtgemüse. Auch Flusskrebse und Krabben ernähren sich zu einem großen Teil von der Vegetation, die in ihren Habitaten eben wächst, und das sind neben Laub oft Gräser und Kräuter. Auch hier gilt: Bitte nur so viel füttern, wie in ein paar Stunden gefressen werden kann. 
   6.1 Fenchelgrün 
  Fenchelgrün  wird grün getrocknet und wirkt stark antibakteriell. Es sollte ohne Indikation nicht gefüttert werden, damit man keinen Gewöhnungseffekt schafft und im Ernstfall einer  bakteriellen Infektion  auf dieses doch recht gut wirksame Heilmittel aus der Natur zurückgreifen kann. 
   6.2 Spinat (frisch überbrüht oder tiefgekühlt) 
 Die weichen Spinatblätter werden von allen Aquarienwirbellosen sehr gerne gefressen. Spinat kann viel  Nitrat  enthalten, daher nach dem Überbrühen für ca. 5 Minuten im heißen Wasser liegenlassen, damit das wasserlösliche Nitrat ausgeschwemmt wird. Wasser nicht mit ins Aquarium geben. 
   6.3 Sonnenblumenblätter (grün getrocknet oder nach Frost abgestorben und trocken) 
 Nur ungespritzte Sonnenblumenblätter verwenden! Sonnenblumen aus dem Blumenladen sind oft stark mit Pestiziden verseucht, diese lieber nicht füttern. 
   6.4 Chinakohl 
 Wenn man die feste Haut abzieht und die Chinakohl-Blätter durch Überbrühen aufschließt, ist dies ein sehr gutes und gerne gefressenes Futter für Garnelen, Krebse und Schnecken im Aquarium. 
   6.5 Maisblätter und Maisfäden 
 Maisblätter und Maisfäden sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Gerbsäuren und Nukleinsäuern, dürfen aber nur ungespritzt verwendet werden. Maisfelder werden häufig intensiv mit Pestiziden behandelt, also da wirklich gut auf die Quelle achten. Maiskörner sind Stärkebomben und sollten nicht verfüttert werden. 
   7 Wildkräuter 
   
 Grundsätzlich gilt auch hier dasselbe wie für Gemüse: Kräuter sind zwar sehr nah am natürlichen Futter von Garnelen, aber in den Habitaten (meist Fließgewässer) ist zum einen das Wasservolumen deutlich größer als im Aquarium, und zum anderen findet hier ein permanenter Wasserwechsel statt, daher ist ein höherer Nährstoffeintrag im Biotop meist nicht so tragisch. Vor allem im Nanoaquarium kann er jedoch tödlich enden! Also wird auch hier nur immer so viel verfüttert, wie die Wirbellosen (oder Welse) in wenigen Stunden wegknuspern. 
   7.1 Brennnessel (getrocknet oder frisch überbrüht) 
 Sehr reich an Kalzium, Eisen und Magnesium, hoher Vitamingehalt, guter Eiweißlieferant. Wird von den meisten Wirbellosen im Aquarium mit Begeisterung gefressen. Kann viel  Nitrat  enthalten und sollte daher nach dem Überbrühen für ca. 5 Minuten im Brühwasser liegen bleiben, damit sich das Nitrat im Wasser lösen kann. Brühwasser nicht mit ins Aquarium geben. Durch das Überbrühen werden die Brennhaare deaktiviert. Kann täglich gegeben werden. 
   7.2 Taubnessel (getrocknet oder frisch überbrüht) 
 Enthält Gerbstoffe und Flavonoide, die als sekundäre Pflanzenstoffe eine sehr positive Wirkung für die Wirbellosen mitbringen können. Ein gut verträgliches Futter, das unter anderem milde antibakteriell wirkt. Von der Brennnessel unterscheidet sich die Taubnessel vor allem dadurch, dass sie nicht brennt. Außerdem kann die Taubnessel weiße, gelbe oder lilafarbene Blüten haben, während die Blüten der Brennnessel hellgrün und sehr unscheinbar und klein sind. 
   7.3 Löwenzahnblätter (getrocknet oder frisch überbrüht) 
 Ebenfalls sehr beliebt und wegen ihres Mineralstoffgehalts (vor allem  Kalium ) und Vitamingehalts ein wertvolles Futter für ab und zu. Enthalten Flavonoide und Bitterstoffe und kann antientzündlich wirken. 
   7.4 Löwenzahnblüten (frisch oder überbrüht) 
 Werden gerne abgegrast, der Blütenstaub ist sehr beliebt. Nicht gefressene Reste sollten nach einigen Stunden wieder aus dem Aquarium genommen werden. 
   7.5 Spitzwegerichblätter (getrocknet oder frisch überbrüht) 
 Dank ihres Mineralstoffgehalts und Vitamingehalts ein wertvolles Futter für ab und zu. Enthalten außerdem Flavonoide und Gerbstoffe und wirken antientzündlich und leicht antibakteriell. 
   7.6 Vogelmiere (getrocknet oder frisch überbrüht) 
 Die besonders feinen Blättchen, Blüten und Stängel der Vogelmiere werden gerne gefressen, weil das weiche Blattgewebe sogar für Garnelen gut verwertbar ist. 
   7.7 Gänseblümchenblüten (frisch oder überbrüht) 
 Werden gerne abgegrast, der Blütenstaub ist sehr beliebt, und auch das weiche Blütenblatt wird gut gefressen. Nicht gefressene Reste sollten nach einigen Stunden wieder aus dem Aquarium genommen werden. 
   7.8 Blüten der Kleinen Braunelle (getrocknet) 
 Die Blüten der in Asien als Heilpflanze genutzten Kleinen Braunelle enthalten Gerbstoffe und Bitterstoffe, die gegen Bakterien und Pilze wirken können, Sie werden von Zwerggarnelen, Krebsen und Krabben sowie von Schnecken gerne gefressen. 
   8 Obst - mit Vorsicht zu genießen! 
  Obst enthält generell ziemlich viel Zucker und kann im Aquarium für große Probleme sorgen - es kann bei einer Überdosierung zu einem starken Anstieg der  Keimdichte  kommen und zu einer  Bakterienblüte.  Der dadurch verursachte  Sauerstoffmangel  kann tödlich für die Aquarienbewohner enden. Dasselbe kann passieren, wenn nicht gefressene Obstreste zu lange im Aquarium bleiben. 
 Obst wie Bananen, Melonen und so weiter sollte daher - wenn überhaupt - nur in fast schon homöopathischen Dosen gefüttert werden. Nicht gefressene Reste müssen nach ca. einer Stunde aus dem Aquarium genommen werden. Am besten wirklich nur so wenig füttern, wie innerhalb von ein paar Minuten verputzt wird - oder sicherheitshalber ganz weglassen. Auch ein anschließender  Wasserwechsel  mit  angepasstem Wasser  ist nicht verkehrt und dient der aktiven Vorsorge gegen Krankheiten. 
 In einem Aquarium mit Bachgarnelen aus sehr sauberen Biotopen wie beispielsweise  Bienengarnelen  oder in Becken mit Hochzuchtgarnelen wie zum Beispiel  Taiwangarnelen  hat Obst aufgrund seiner hohen Nährstoffdichte eher nichts zu suchen. 
                ]]> </content> <updated>2019-04-20T01:45:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Algensteine leicht gemacht</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/algensteine-leicht-gemacht</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/algensteine-leicht-gemacht"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Aufwuchsfresser brauchen Aufwuchs ... das ist ja eigentlich klar. Gerade in frischen Aquarien finden die Tiere allerdigs nicht immer genügend Futter und brauchen dann eine zusätzliche Nahrungsquelle. Auch Wildfänge wie Rennschnecken und Co. lassen sich mit Algensteinen gezielt...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 &quot;Echte Algensteine&quot;  
  2 Spirulina-/Chlorellasteine  
  3 Für Nichtselbermacher  
 
 
 Für Aufwuchsfresser wie Saugwelse, Rennschnecken und Garnelen sind Algensteine ein tolles natürliches Futter. Gerade die Neritiden wie Rennschnecken, Stahlhelmschnecken oder Geweihschnecken kommen hin und wieder  stark ausgehungert  in den Handel und müssen dann erst einmal  gepäppelt  werden. Dafür eignen sich Algensteine perfekt. Auch für Garnelen, Saugwelse und andere Aquarienbewohner, die gerne Aufwuchs fressen, sind sie eine tolle Abwechslung. 
   1 &quot;Echte&quot; Algensteine 
 Man nehme Aquarienwasser und fülle es in eine flache Schüssel. Hier legt man nun Steine mit einer leicht rauen Oberfläche hinein, die das Wasser nicht aufhärten. Da Grünalgen Makronährstoffe zum Wachsen brauchen, ist ein guter Schuss  NPK-Dünger fürs Aquarium  hilfreich für die Algenbildung. Wer dies nicht zur Verfügung hat, kann auf Zimmerpflanzendünger oder Balkonpflanzendünger ausweichen. Keine Sorge, später im Aquarium kommt nur sehr wenig von diesem Dünger an, da die an den Steinen haftende Menge zu vernachlässigen ist. 
 Diese Schüssel stellt man nun entweder an ein helles Fenster, einen anderen Ort mit viel Tageslicht oder unter eine LED-Lampe. Der Blauanteil im LED-Licht ist besonders günstig fürs Algenwachstum. Je heller die Lampe, desto besser wachsen die Algen. 
 Sobald die Steine eine grüne Patina zeigen, kann man sie ins Aquarium legen. Idealerweise setzt man die Steine im Wochentakt an und hat so immer ausreichend Material zum Füttern parat. 
   2 Spirulinasteine oder Chlorellasteine für Eilige 
 Manchmal reicht die Zeit nicht zum Algenzüchten auf den Steinen. Wenn es schnell gehen muss, bieten sich Steine mit einem Überzug aus Chlorella oder Spirulinapulver an. Dazu wird etwas Algenpulver mit ein wenig Wasser zu einem dickflüssigen Brei angemischt und auf glatte Steine gestrichen. Nicht wundern, die Algenpaste hat einen sehr eigenen Geruch. 
 Wenn man eine Prise Agar Agar (ein aus Algen gewonnenes Geliermittel) kurz in dem Wasser aufkocht, mit dem man später die Algenpaste herstellt, hält später die Paste deutlich besser auf den Steinen. Andere Autoren geben etwas rohes Eiklar in die Paste. 
 Die Paste lässt man gut durchtrocknen und legt dann einfach immer einen Stein ins Aquarium. Spirulinasteine und Chlorellasteine lassen sich in einem luftdurchlässigen Behältnis sehr gut aufbewahren, man kann sie gut auf Vorrat produzieren. 
   3 Für Nichtselbermacher 
 Eine Alternative zu den selbstgemachten Varianten sind beispielsweise die käuflich erhältlichen Shrimp Lollies auf Algenbasis oder Algenfutterblätter. 
                ]]> </content> <updated>2019-01-07T00:45:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Aufwuchsfresser richtig füttern</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/aufwuchsfresser-richtig-fuettern</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/aufwuchsfresser-richtig-fuettern"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die schönen und nützlichen Rennschnecken, Geweihschnecken, Anthrazit-Napfschnecken und wie sie alle heißen sind vor allem eins: Aufwuchsfresser. Ihre besonderen Fressgewohnheiten machen sie auf dem Transport in ihre neue Heimat im Aquarium leider anfällig, und manche müssen na...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Wildfang - Bedeutung?  
 
  1.1 Die richtige Nahrung  
  1.2 Wie viele Schnecken im Aquarium?  
 
  2 Aufwuchsfresser zufüttern  
 
  2.1 Algensteine  
  2.2 Spirulinasteine / Chlorellasteine  
  2.3 Laub  
  2.4 Hokkaido-Chips  
  2.5 Garnelenpudding  
  2.6 Flechten  
 
  3 Vorgehensweise  
 
 
  Aufwuchs  fressende Schnecken gibt es in vielen wunderschönen Varianten, dazu gehören die in der Aquaristik weit verbreiteten Algenfresser aus der Familie der Neritidae oder Nixenschnecken / Rennschnecken: Stahlhelmschnecken ( Neritina pulligera),  andere Rennschnecken (wie die Rote Rennschnecke, die Orange Track oder die Zebra-Rennschnecke) aus den Gattungen  Neritina  oder  Vittina  oder auch Geweihschnecken aus der Gattung  Clithon . 
   1 Wildfang - was bedeutet das? 
 Allgemein steht fest, dass diese Schnecken ausschließlich Wildfänge sind und es noch niemand nachhaltig geschafft hat, Rennschnecken in Gefangenschaft nachzuzüchten. Dies bedeutet auch, dass die Tiere eine lange Reise hinter sich haben, bevor sie bei uns zum Verkauf stehen. Die Schnecken kommen ursprünglich aus Südostasien, wo sie in Flüssen und Bächen in der Nähe vom Meer leben und dort „geerntet“ werden. 
   1.1 Die richtige Nahrung 
 Die Tatsache, dass die Tiere aus der Natur kommen und nicht an die Haltung im Aquarium gewöhnt sind, führt leider auch dazu, dass sie echte Kostverächter sind. Aufwuchsfresser fressen, wie das Wort schon sagt, mit Vorliebe  Aufwuchs . Im Gegensatz zu Allesfressern wie  Posthornschnecken  oder Blasenschnecken ist es schwer, Rennschnecken an anderes Futter zu gewöhnen. Daher ist es besonders wichtig, dass diese Schnecken erst in ein Aquarium gesetzt werden, wenn dieses schon eine gewisse Standzeit hat. Nur hat sich ausreichend  Biofilm  gebildet. Eine Faustregel geht von mindestens 4-6 Monaten aus, da ein Becken dann so langsam im Gleichgewicht sein sollte. Einen detaillierten Artikel darüber, was Rennschnecken und Co. tatsächlich fressen, findet ihr hier:  &quot;Was fressen Rennschnecken?&quot;  
   1.2 Faustregel: Wie viele Schnecken ins Aquarium? 
 In einem Nano-Aquarium sollten auch nicht zu viele Rennschnecken der oben erwähnten Gattungen eingesetzt werden: Entgegen der häufigen Empfehlung von einem Tier auf 10 l wäre es ratsam, vor allem in relativ frischen Aquarien bei einem Tier auf mindestens 30 l zu bleiben. Insbesondere, wenn die Mitbewohner Nahrungskonkurrenten sind - dazu gehören z.B. Garnelen, die sich auch vorzugsweise von Aufwuchs ernähren. 
   2 Aufwuchsfresser zufüttern 
 Aber was tut man nun, wenn die Schnecke dennoch nicht genug Futter findet, oder sie schon viel zu schwach angekommen ist? Verschiedene Varianten der Fütterung haben sich hier als hilfreich erwiesen - wobei es immer auch auf die Schnecke selbst ankommt, ob sie das angebotene Futter annimmt. Woran man den Futterzustand bei Rennschnecken und Co. erkennt, erklären wir im Wiki-Artikel &quot; Ernährungszustand von Aufwuchs fressenden Schnecken erkennen &quot;. 
   2.1 Algensteine 
 Die beste Variante sind „echte“ Algensteine. Diese liefern dem Tier das natürliche Futter, wonach es sucht. Dazu legt man einen vorzugsweise glatten Stein, wie z.B. einen Kiesel, in eine durchsichtige Schale mit Aquarienwasser und etwas NPK-Dünger. Wichtig ist es nun, viel Licht zu haben. Im Sommer kann man die Schüssel wunderbar auf der Fensterbank oder an einen anderen Ort mit viel Sonneneinstrahlung platzieren. Im Winter ist es sinnvoll, die Schüssel unter eine starke Lampe zu stellen und die Steine dauerhaft zu beleuchten. Sobald sie grün werden, hat man sein Ziel erreicht. Den Stein kann man dann im Aquarium platzieren. Am besten die Schnecke direkt darauf setzen, damit sie ihr Futter nicht erst lang suchen muss. Bei sehr schwachen Tieren kann es sich lohnen, den Stein in einen extra Behälter zu legen und die Schnecke dort zu füttern, damit keine Fressfeine das Futter stibitzen. Einen gewissen Vorrat an Steinen zu haben, ist natürlich sinnvoll, vor allem, wenn der Kauf der Schnecken erst ansteht. 
   2.2 Spirulinasteine oder Chlorellasteine 
 Eine weitere, ähnliche Variante sind Spirulinasteine oder Chlorellasteine. Dazu nimmt man Spirulina- oder Chlorella-Pulver, welches mit etwas Wasser und eventuell noch mit Agar Agar zu einem dickflüssigen Brei angemischt wird. Dieser Brei wird dann dünn auf einen glatten Stein gestrichen und getrocknet. Der getrocknete Spirulina- oder Chlorellastein kann dann wie der „echte“ Algenstein ins Aquarium gelegt werden. 
 Diese Variante ist für alle am besten geeignet, die nicht die Zeit haben, lange die echten Algensteine herzustellen, weil die magere Schnecke schnell etwas zu fressen braucht. 
   2.3 Laub 
 Man sollte immer  Laub  im Wirbellosenaquarium haben.  Grün getrocknetes Walnusslaub  oder  braunes Buchenlaub  ist hier besonders gut geeignet, da es sich recht schnell zersetzt und sich darauf zügig ein Biofilm bildet.&amp;nbsp;  
   2.4 Hokkaido-Chips 
 Hokkaido-Kürbis scheint etwas zu enthalten, was dem Futter der Schnecken im Habitat sehr nahe kommt. Es gibt einige sehr positive Erfahrungen bei der Fütterung von Hokkaido-Chips. Diese kann man fertig kaufen, aber auch sehr gut selbst herstellen. Dazu nimmt man einen Bio-Hokkaido-Kürbis und schneidet ihn ganz dünn, am besten mit einem Gemüseschäler. Die Chips werden im Ofen oder auf der Heizung getrocknet und einzeln im Aquarium verfüttert. 
   2.5 Garnelenpudding 
 Es ist immer einen Versuch wert, die Schnecke direkt auf ein Häufchen Pudding zu setzen. Auch hier wurden schon Erfolge beobachtet, wobei dies seltener der Fall ist als bei den vorher beschreibenen Varianten der Fütterung. 
   2.6 Flechten 
 Flechten wachsen in der Natur auf allerlei Ästen. Sie sind eine Symbiose aus Pilzen und Algen und lösen im Aquarium bei den Aufwuchsfressern helle Begeisterung aus. Sucht euch also gegebenenfalls einen Zweig an einem garantiert ungespritzten Baum, an dem ordentlich Flechten wachsen, und legt den einfach ins Aquarium. Die Schnecken machen dann den Rest. 
   3 Vorgehensweise 
 Bei  unterernährten Aquarienschnecken  ist es wichtig, sie nicht zum Fressen zwingen zu wollen. Wenn das Tier auf das Futter gesetzt wird und dieses fluchtartig wieder verlässt, sollte man die Schnecke ziehen lassen. Die empfindlichen Tiere neigen bei Stress dazu, sich einzudeckeln. Sie immer wieder anzuheben und auf das Futter zu setzen wird sie unheimlich stressen, was dazu führen kann, dass sie sich komplett zudeckelt und so verharrt. Im schlechtesten Fall so lang, bis sie dadurch verhungert. 
 Geduld, die Schnecken werden anfangen zu fressen, wenn sie nicht schon zu schwach oder krank sind. 
                ]]> </content> <updated>2019-01-04T01:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Probiotika als Wundermittel gegen Infektionen?</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/probiotika-als-wundermittel-gegen-infektionen</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/probiotika-als-wundermittel-gegen-infektionen"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Probiotika sind aus der menschlichen Ernährung bekannt, jedoch hört man den Begriff zunehmend auch, wenn es um Futter und um Krankheitsvorbeugung im Aquarium geht. Der Einsatz von Probiotika ist beispielsweise in der Aquakultur bei Speisegarnelen schon lange gang und gäbe.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Wirkung von Probiotika  
 
  1.1 Wirkung bei Garnelen  
  1.2 Probiotika in Futtermitteln  
 
 
 
 Bei in Aquakultur gezüchteten Speisegarnelen setzen die Produzenten schon seit langer Zeit erfolgreich Probiotika ein. Unter Probiotika versteht man Bakterien, die sich positiv auf die Darmflora auswirken können: beispielweise  Bacillus subtilis  oder  Lactobacillus . 
   1 Wirkung von Probiotika 
 In zahlreichen Studien an Wassertieren wurden deutliche Hinweise gefunden, dass probiotisch wirkende Bakterienstämme potentiell Krankheiten zurückdrängen und dadurch Infektionen vorbeugen können. Eine sehr bekannte Studie wurde an kranken Regenbogenforellen durchgeführt. Im Laufe der Behandlung erlangten die Probiotika die Oberhand und verdrängten den Erreger der Krankheit - die Fische genasen. 
   1.1 Wirkung bei Garnelen 
 Weitere Studien aus der Speisegarnelenzucht in Aquakultur liefern deutliche Hinweise darauf, dass Probiotika auch auf Garnelen einen positiven, krankheitsvermeidenden Effekt haben können. Besonders interessant ist der Einsatz von Probiotika zur Krankheitsprävention zum Beispiel auch in Kombination mit  Betaglukanen . Ein Wundermittel stellen zwar auch Probiotika nicht dar, jedoch können sie bei  bakteriellen Infektionen bei Garnelen  oder beim Auftreten einer sogenannten  Bakterienunverträglichkeit  beim Zusammensetzen zweier fremder Garnelenpopulationen unterstützend eingesetzt werden. 
   1.2 Einsatz in Futtermitteln 
 Probiotika werden zunehmend auch in Futtermitteln für Garnelen, Krebse und Aquarienfische eingesetzt, wo man sich ihre potentiell krankheitsverhindernden Eigenschaften zunutze macht. Zum einen setzen manche Hersteller dem Hauptfutter probiotisch wirkende Organismen bei, zum anderen gibt es auch Ergänzungsfutter (wie beispielsweise Bacter AE von GlasGarten), mit denen man gezielt diese probiotisch wirkenden Bakterienstämme ins Aquarium geben kann. 
                ]]> </content> <updated>2018-12-11T00:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Beta Glucane zur Unterstützung des Immunsystems</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/beta-glucane-zur-unterstuetzung-des-immunsystems</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/beta-glucane-zur-unterstuetzung-des-immunsystems"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Beta Glucane, die zum Beispiel aus Hefen gewonnen werden, sind komplexe Stoffe, die sich auf das Immunsystem positiv auswirken können. Auch Studien aus der Speisegarnelenzucht und praktische Erfahrungen in der Zwerggarnelenzucht im Aquarium untermauern diese These. 
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Wirkungsweise  
 
  1.1 Wirkung aufs Immunsystem  
 
  2 Bedeutung in der Garnelenzucht  
 
  2.1 Dosis  
  2.2 Fütterung im Aquarium  
 
 
 
 Beta Glucane (β-Glucane) sind hochmolekulare Polysaccharide, die unter anderem in den Zellwänden von Getreide, Bakterien und bestimmten Pilzen vorkommen. Je nachdem, woraus sie extrahiert werden, besitzen sie komplett unterschiedliche Eigenschaften. Auch Cellulose und Chitin zählen zu den Glucanen.   
   1 Wirkungsweise 
 Die Wirkungsweise von Betaglucanen ist daher auch sehr vielfältig; man schreibt ihnen entzündungs- und tumorhemmende Eigenschaften zu. Ganz besonders jedoch sind Beta-Glucane für ihre Wirkung auf das Immunsystem wie auch für ihre cholesterinsenkende Wirkung bekannt. Sie werden daher auch in medizinisch verwendeten Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. Da Beta-Glucane vom Menschen nicht aufgespalten und verstoffwechselt werden können, zählen sie Nahrungsmittelforscher zu den Ballaststoffen. 
   1.1 Wirkung auf das Immunsystem 
 Die häufigste Quelle, die zur Extraktion von β-Glucan herangezogen wird - dem man positive Eigenschaften auf das Immunsystemsystem zuschreibt – ist der Hefepilz. Diese Pilz-β-Glucane sehen für das Immunsystem (auch für ein  angeborenes Immunsystem wie das von Garnelen, Krabben und Krebsen ) wie Erreger aus, da dieselben Marker auch bei Bakterien vorkommen. Sie stellen jedoch keinen Erreger dar und lösen daher auch keine Krankheitssymptome aus. Dennoch wird dieses Betaglucan von Fresszellen erkannt, wodurch die Bildung von weiteren Fresszellen aktiviert wird – das Immunsystem wird durch diesen Stoff sozusagen in Alarmbereitschaft versetzt und wappnet sich dadurch bestens gegen das tatsächliche Eindringen von Erregern. Sehr interessant ist diese Eigenschaft beispielsweise, wenn sich im Aquarium bei den Garnelen eine  bakterielle Infektion  ankündigt oder wenn beim Zusammensetzen zweier Stämme eine sogenannte  Bakterienunverträglichkeit  droht. 
   2 Bedeutung in der Garnelenzucht 
 Vollständig ist die Wirkungsweise von&amp;nbsp;β-Glucan bei Wirbellosen, insbesondere bei Garnelen, leider noch nicht erforscht. Versuche in der professionellen Shrimp-Zucht in Aquakulturen zeigen allerdings eine positive Wirkung auf die Vermehrung, das Wachstum und die Abwehr gegen Erreger, und sogar eine signifikante Steigerung der Überlebensrate bei bereits erkrankten Garnelen. 
   2.1 Dosis 
 Allerdings fand man heraus, dass eine Steigerung der Dosis über einen bestimmten Schwellenwert nicht nur nichts mehr brachte, sondern sich sogar kontraproduktiv auf die Überlebensrate auswirkte.  Um eine Vorstellung der in den Studien verwendeten Diät zu erhalten, ein Beispiel: Bei den meisten Versuchen wurde mehrmals täglich ein bestimmter Prozentsatz des Garnelengewichts gefüttert (z.B. 3%) – dem Futter war ein bestimmter Prozentsatz an β-Glucan beigemengt (etwa 0%, 0.125%, 0.25%). 
   2.2 Fütterung von Beta-Glucan im Aquarium 
 Beta-1,3-1,6-Glucane&amp;nbsp;gibt es seit einiger Zeit auch als Futterzusatz (z.B. als Bestandteil von ShrimpFit und der Care Food Immun Sticks von GlasGarten) für Ziergarnelen zu kaufen. Der Stoff ist hierbei in Pulverform oder in Form von Sticks zum Zufüttern erhältlich, er wird nur selten in Hauptfuttermitteln implementiert. Ein Blick auf die Zutatenliste kann sich jedoch lohnen. 
 Die Fütterungsempfehlung liegt hier je nach Besatzstärke bei 1/2 bis 1 Messlöffel 1-2x pro Woche oder bei 1-2x pro Woche so viele Sticks, wie die Garnelen an einem Tag aufnehmen, um das Immunsystem der Garnelen nicht zu überfordern und die negativen Effekte einer Überdosierung zu vermeiden. 
                ]]> </content> <updated>2018-12-10T01:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Aufwuchs</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/aufwuchs</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/aufwuchs"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Aufwuchs ist eine andere Bezeichnung für Biofilme, die auf festen Oberflächen wie Steinen, Holz, Kies dem Glas oder Pflanzen im Aquarium wachsen. Er besteht aus Bakterien, feinen Algen, Pilzen und anderen leckeren Mikroorganismen und ist gerade im Garnelenaquarium entscheidend...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Aufwuchs fördern  
 
  1.1 Laub  
  1.2 Mineralzugabe  
  1.3 Bakterienpräparate  
 
 
  1.3.1 Direkter Nutzen  
 
 
 
  Biofilme  auf Oberflächen im Aquarium werden oft auch Aufwuchs genannt. Viele Aquarientiere, darunter natürlich vor allem Zwerggarnelen, aber auch viele Fische wie Antennenwelse, Ohrgitterharnischwelse (Otocinclus)&amp;nbsp;und manche Schmerlen wie zum Beispiel der Flossensauger ernähren sich unter anderem von Aufwuchs. Für Garnelen stellt Aufwuchs in der Natur eine der  Hauptnahrungsquellen  dar. Neben Biofilmen besteht Aufwuchs auch noch zu einem großen Teil aus einzelligen Algen und zu einem kleineren Teil aus Blaualgen, Hefen und anderen Mikroorganismen. 
 Aufwuchs im Aquarium dient jedoch nicht nur als wertvolles Futter, die Bakterien in den Biofilmen, die Teil des Aufwuchs sind, sind auch maßgeblich an der  Nitrifikation  beteiligt. Die Bakterien der Biofilme stehen außerdem in Konkurrenz zu pathogenen Keimen&amp;nbsp;und stellen somit&amp;nbsp;einen wichtigen Faktor&amp;nbsp;zur  Vorbeugung von Krankheiten &amp;nbsp;dar. 
   1 Aufwuchs fördern 
 Den Aufwuchs zu fördern sollte daher der Grundsatz in jedem Aquarium sein. Dies gilt insbesondere, wenn sogenannte Aufwuchsfresser im Aquarium gehalten werden. Bemerkst du, dass deine Aufwuchsfresser wie Welse oder Rennschnecken, Geweihschnecken oder Napfschnecken deutlich dünner werden oder gar hungern, kannst du als Sofortmaßnahme  Algensteine  ansetzen. 
   1.1 Laub 
 Ein großer Teil der Bakterien im Biofilm ernährt sich von organischem Material und ist daher besonders dort vorhanden, wo zersetzende, oxidierende bzw. abbauende Prozesse stattfinden. 
  Braunes Laub , Rinde und Holz im Aquarium ist daher ein optimales Substrat für Aufwuchs, gleichzeitig aber wirkt es durch die ans Wasser abgegebenen Huminsäuren LINK keimhemmend. Huminsäuren hemmen unerwünschte pathogene Keime im Aquarium, vor allem im Freiwasser, während die erwünschten Bakterien, die in den Biofilmen sitzen, davon nicht beeinträchtig werden. 
   1.2 Mineralzugabe 
 Eine besondere Bedeutung kommt im Aquarium der Mineralstoffzufuhr zu. Im begrenzten Lebensraum des Aquariums ist der Vorrat von Mineralstoffen und Spurenelementen begrenzt, zudem werden sie laufend verbraucht. Eine Zufuhr findet oft nur durch das Futter und das Wechselwasser statt. Unter Umständen kann dieses jedoch arm an Spurenelementen sein – eine Ausbildung von ausreichend Aufwuchs wird durch diesen Mangel begrenzt. 
 Mineralien werden in jeder Zelle benötigt, also brauchen auch Bakterien Mineralstoffe und  Spurenelemente . Neben  Phosphor  benötigen Mikroorganismen besonders  Kalium , Calcium, Magnesium und Natrium – diese sind essentiell und müssen daher von außen zugeführt werden. Einerseits geschieht dies durch die richtige Wahl des  Futters  -  Algen  sind z. B. reich an Spurenelementen und einige durch ihre geringe Größe von Bakterien leicht verwertbar -, andererseits durch das Zuführen von Mineralprodukten oder das Aufbereiten von Osmosewasser mit Aufhärtesalzen wie etwa  SaltyShrimp Mineral.  
 Kalium ist für einen funktionierenden Stoffwechsel der Bakterien wichtig, ebenso ist es an der Regulation des Wasserhaushalts der Zellen beteiligt. Viele Strukturen in den Zellen werden durch Magnesium zusammengehalten und stabilisiert, wie etwa auch die Ribosome (Erbinformation) der Bakterien. Neben  Kalium , Calcium, Magnesium und Natrium sind auch viele weitere, mengenmäßig geringer vorkommende  Spurenelemente  essentiell für die Bildung von Aufwuchs: Cobalt,  Mangan ,  Kupfer ,  Zink ,  Molybdän , Chrom, Nickel, Vanadium,  Bor , Selen, Silicium, Wolfram,  Chlor , Jod. 
 Diese Elemente sind Bestandteil des Enzymsystems und somit für den Stoffwechsel – von der Spaltung der Nahrung bis zur Zellteilung (Vermehrung) – von Bakterien zuständig. 
   1.3 Bakterienpräparate 
 Besonders ausgezeichnet in der Förderung des Aufwuchs haben sich Produkte wie Genchem Biozyme &amp;amp; Polytase oder Bacter AE von GlasGarten. Sie unterscheiden sich drastisch von sogenannten Filterstartern oder Filterbakterien, die als „Lebendkultur“ in flüssiger Form angeboten werden, vor allem deswegen, da sie aus Zysten bzw. Sporen bestimmter Bakterienkulturen bestehen und in Pulverform erhältlich sind. 
 Bakterien sind in der Lage, bei lebenswidrigen Umständen Sporen zu bilden, welche eine Überdauerungsform darstellen und aus welchen bei passenden Bedingungen wieder aktive Bakterien hervorgehen. Bakterienprodukte wie Genchem Biozyme &amp;amp; Polytase oder Bacter AE enthalten Sporen des  Lactobacillus  oder des  Bacillus subtilis.  
 Die Zugabe von Bakterienkulturen hat sich nicht umsonst in der professionellen (Speise-) Tierzucht als Futtermittel und Krankheitsprävention durchgesetzt. Einerseits bieten solche Produkte bei der Verwendung im Aquarium den Tieren eine natürliche Futterquelle – Pulver, das ungefressen vom Filter angesaugt wird oder im  Bodengrund  versickert, wirkt sich nicht wasserbelastend aus, ganz im Gegenteil. Daraus entwickelt sich zusammen mit anderen Bakterien ein nützlicher schadstoffabbauender Biofilm. Dieser vermehrt sich bei ausreichend Nahrungsangebot in der Folge selbstständig weiter und dient besonders jungen Garnelen dauerhaft als Futter. Bei Genchem Polytase sind außerdem noch extrem fein vermahlene Heilkräuter enthalten, welche nicht nur den Garnelen zugutekommen, sondern auch direkt den Bakterien als Nahrung dienen und somit den Aufwuchs nachhaltig fördern. 
   1.3.1 Direkter Nutzen für die Aquarientiere 
 Gelangen diese Bakterienkulturen in den Darm der Tiere, bilden sie eine starke Konkurrenz zu pathogenen Keimen. Der häufigste Infektionsweg ist bei Fischen, Garnelen und Krebsen der Darm, die  bakterielle Infektion  erfolgt also durch ein Überhandnehmen von schädlichen Bakterien im Verdauungstrakt. Versuche belegen, dass durch gezieltes Verfüttern dieser Bakterienkulturen sogar die vielgefürchtete  Bakterienunverträglichkeit  bzw. die empfindliche Reaktion von Tieren gegenüber nicht bekannten Bakterienstämmen verhindert werden kann. 
                ]]> </content> <updated>2017-12-07T03:15:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Geeignetes Laub für Garnelen, Krebse, Schnecken und Krabben im Aquarium</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/geeignetes-laub-fuer-garnelen-krebse-schnecken</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/geeignetes-laub-fuer-garnelen-krebse-schnecken"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Unsere Garnelen, Schnecken, Zwergkrebse und Flusskrebse im Aquarium und auch die meisten Krabben im Aquaterrarium lieben Laub. Welche Laubarten geeignet sind und ob das Laub grün oder braun verwendet wird (und auch, wie und warum), erfahrt ihr hier.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Braun vs. grün/bunt  
  2 Geeignete Sammelgebiete  
 
  2.1 Wie viel darf gesammelt werden?  
 
  3 Trocknung  
  4 Aufbewahrung  
  5 Vorbereitung  
  6 Laubliste  
 
  6.1 Walnussgewächse  
  6.2 Seifenbaumgewächse  
  6.3 Rosengewächse: Kernobst  
  6.4 Rosengewächse: Steinobst  
  6.5 Rosengewächse: Beerenobst  
  6.6 Birkengewächse  
  6.7 Ulmengewächse  
  6.8 Buchengewächse  
  6.9 Maulbeerengewächse  
  6.10 Magnoliengewächse  
  6.11 Weinrebengewächse  
 
 
 
 In den meisten Biotopen, in denen man Wirbellose in der Natur findet, liegt abgefallenes Laub am Grund der Gewässer. Nicht nur einige Fische, sondern auch Zwerggarnelen, Wasserschnecken, Flusskrebse, Zwergkrebse und auch Krabben verstecken sich in Laubansammlungen am Gewässergrund nicht nur gerne, das Laub dient ihnen ebenso auch als natürliche Grundnahrung. Zwerggarnelen und Schnecken weiden die  Biofilme  auf dem Laub ab, fressen aber auch die Laubsubstanz selbst. Auch Flusskrebse und Zwergkrebse ernähren sich überwiegend von Laub, und viele omnivore Krabben ebenfalls. 
 Weitere Tipps (nicht nur zu Laub) für Selbersammler gibt es in unserem Artikel &quot; Naturfutter für Wirbellose im Aquarium &quot;. 
   1 Braunes Laub vs. grünes und buntes Laub 
 Im Wirbellosen-Aquarium hat sich braunes Herbstlaub als&amp;nbsp;Dauerfutter&amp;nbsp;bewährt. Im Herbst entzieht der Baum seinen Blättern die Zuckerstoffe, das braune Laub ist daher unbedenklich und führt nicht zu einer Wasserbelastung. Unter dem Mikroskop kann man bildlich nachweisen, dass Zucker im Herbst aus dem Laub ausgelagert wird. 
 Grünes, rotes und gelbes Laub dagegen enthält Kohlehydrate und sollte wie  normales Futter  behandelt werden, das heißt, nicht gefressene Reste werden nach einigen Stunden entfernt. Vor allem im Herbst werden vermehrt die zuckerhaltigen Anthocyane, die roten Farbstoffe des Herbstlaubes, gebildet, im Sommer produziert das Chlorophyll im Zuge der Photosynthese Zuckerstoffe. Je nach Laubsorte kann der Anteil an Kohlehydraten (also Einfach- und Mehrfachzuckern) bei grünem Laub bis zu knapp der Hälfte der Trockenmasse ausmachen! Bei buntem Herbstlaub kann diese Menge sogar (je nach Baumart, besonders auffällig sind hier zum Beispiel Ahornarten) noch darüber liegen. 
 Zucker und Stärke können die  Vermehrung von schädlichen Bakterien  und einen  Sauerstoffmangel  im Aquarium fördern. Die Ausnahme von dieser Regel stellen die Blätter einiger weniger Bäume dar, die eine krankheitsvorbeugende Wirkung haben und deshalb in der Aquaristik besonders geschätzt werden. Sie werden sowohl bei Zierfischen wie auch bei Wirbellosen im Aquarium eingsetzt und können vorsichtig dosiert auch länger im Aquarium bleiben. Diese Eigenschaften sind in der nachfolgenden Liste bei den jeweiligen Blättern gesondert erwähnt. 
 In sehr trocknenen Sommern erleiden die Bäume Dürrestress und werfen ihre Blätter ab, nachdem sie ihnen das wertvolle Chlorophyll entzogen haben. Hier ist allerdings davon auszugehen, dass diese braunen Blätter nicht wie Herbstblätter weitgehend frei von Zucker sind, sondern dass sie noch Kohlehydrate enthalten, weil der Blattabwurf aus einer Not- und Mangelsituation entstanden ist und damit schneller geht als der normale Blattwurf im Herbst. Im Sommer abgeworfenes braunes Laub ist daher nicht dem normalen Herbstlaub gleichzusetzen, sondern sollte aufgrund seines potentiellen Zuckergehaltes nur sehr sparsam im Aquarium verfüttert werden.    
   2 Geeignete Sammelgebiete für Laub: 
 &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; •&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;nicht an großen, viel befahrenen Straßen &amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;nicht dort, wo Pestizide zum Einsatz kommen &amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;abseits von Industriegebieten 
   
   2.1 Wie viel darf gesammelt werden? 
 Laut § 39 III des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) ist es erlaubt, in der Natur Pflanzen und Pflanzenteile für den persönlichen Bedarf zu sammeln - die sogenannte Handstraußregel. Sie gilt natürlich nur für Stellen, die man auch betreten darf, und nicht für Privatgrund. Danach darf man eine Menge, die in eine Hand passt, ohne weiteres Nachfragen mitnehmen. Will man gewerbsmäßig Pflanzen sammeln, braucht man eine entsprechende Genehmigung. 
   3 Trocknung 
 Grüne Blätter von Bäumen mit medizinischer Wirkung werden für den Einsatz im Aquarium grundsätzlich nicht in der Sonne getrocknet, damit die ätherischen Öle und sonstigen Wirkstoffe erhalten bleiben. Am besten hängst du die Äste mit den Blättern locker an einem luftigen schattigen Ort auf, alternativ kannst du die Blätter auch auf eine Schnur ziehen und so aufhängen, bis sie vollkommen getrocknet sind. 
   4 Aufbewahrung 
 Die Laubblätter müssen zum Aufbewahren knistertrocken sein. Am besten bewahrst du das Laub luftig in einem Karton, einer Stofftasche oder einem Papierbeutel auf. In luftdicht verschlossenen Behältern besteht Schimmelgefahr. 
   5 Vorbereitung für die Verwendung im Aquarium 
 Wenn du das Laub direkt vom Baum gepflückt hast, brauchst du es nach dem Trocknen nicht weiter zu behandeln. Hast du die Blätter vom Boden aufgelesen, ist es ratsam, sie kurz mit kochendem Wasser zu überbrühen, damit eventuelle Verschmutzungen abgewaschen werden. Überbrühtes Laub sinkt schneller, trockenes Laub treibt noch einige Zeit an der Wasseroberfläche. Willst du das nicht, kannst du die trockenen Blätter auch einfach mit einem kleinen Stein oder etwas ähnlichem beschweren. 
 Die Baumarten in der nachfolgenden Liste sind Beispiele. Es gibt von vielen bei uns heimischen Bäumen weitere Varianten und Sorten, die für die Verwendung im Aquarium ebenfalls gut geeignet sind. Die Liste wird ständig erweitert, also guckt immer mal wieder rein :). 
 &amp;nbsp; 
   6 Laubliste 
   6.1 Walnussgewächse 
 Die Walnussgewächse kommen überwiegend auf der Nordhalbkugel vor. In Mitteleuropa sind sie nicht heimisch, einzelne Vertreter wurden aber schon früh eingebürgert. Das Laub der Walnussgewächse enthält reichlich Gerbstoffe, die antibakteriell und fungizid wirken. Es wird im Aquarium tendenziell eher grün und getrocknet verwendet. Die braunen Herbstblätter sind extrem zäh und fest und werden nur ausgesprochen zögerlich von Aquarienschnecken, Zwerggarnelen, Aquarienkrebsen und Krabben verwertet. 
  Walnuss ( Juglans regia ) 
 Die Walnuss ist ein Paradebaum der Aquaristik. Das ausgesprochen aromatisch duftende grüne getrocknete Walnusslaub wird im Aquarium sowohl zur Behandlung von  bakteriellen Infektionen  und von Pilzkrankheiten als auch zur  Prävention  eingesetzt. Es enthält viele Gerbstoffe und ätherische Öle, die bei Infektionen wirksam sein können. Man dosiert dabei drei Walnussblätter (also die ganzen Fiederblätter, nicht die Einzelblättchen!) auf 100 Liter beziehungsweise ein Walnussblatt auf 30 Liter Aquarieninhalt. Die Blätter können im Aquarium bleiben, bis sie aufgefressen wurden. Im Bedarfsfall wird dann wieder eine entsprechende Menge an grünem getrocknetem Walnusslaub nachgelegt. 
 Grünes getrocknetes oder grünes überbrühtes Walnusslaub wird außerdem besonders von Zwerggarnelen und Krebsen (und von Saugwelsen) wirklich gerne gefressen. Für Wildfangschnecken wie Rennschnecken ist grünes Walnusslaub ein sehr gut geeignetes Zufutter. Überbrühtes Walnusslaub wird wie ein normales Futtermittel behandelt, es verliert beim Überbrühen viele seiner wertvollen Inhaltsstoffe. 
 Die 30 cm langen Fiederblätter der Walnuss sind aus 7-9 Teilblättern zusammengesetzt, die an einem Blattstiel sitzen. Die Teilblätter sind elliptisch bis eiförmig und haben eine deutlich ausgeprägte Blattspitze. Die Herbstfärbung des Walnussbaumes ist gelb bis dunkelbraun. 
  Verwendung im Aquarium : grüne getrocknete Blätter als  volksmedizinisch wirksames Futter , grüne überbrühte Blätter als Frischfutter 
 &amp;nbsp; 
   6.2 Seifenbaumgewächse 
 Zu den Seifenbaumgewächsen gehört neben den unzähligen Ahornarten auch noch die ebenfalls in Nordeuropa vorkommende Rosskastanie. Die Blätter dieser Bäume enthalten in ihrer Herbstfärbung oft noch sehr viele Anthocyane und damit auch Zucker. Man darf hier wirklich nur das braune Blatt im Aquarium verwenden, so dekorativ die gelben und roten Farben auch aussehen würden. Das vom Baum abfallende Laub ist oft noch gefärbt, man lässt es daher unter dem Baum liegen, bis es vollkommen braun ist. Dann erst haben Bakterien die Zuckerstoffe im Falllaub abgebaut. Die braunen Herbstblätter der Seifenbaumgewächse sind im Vergleich zu anderem Laub relativ dünn und werden von Garnelen und Krebsen gerne gefressen. 
  Spitzahorn ( Acer platanoides ) 
 Das Laubblatt des Spitzahorns hat fünf bis sieben spitz zulaufende Lappen, der Blattrand ist glatt mit wenigen kleineren spitz auslaufenden Lappen. Die Herbstfärbung ist leuchtend gelb. 
 Der Baum wird bis 25 m hoch und steht oft in Parks und Alleen, aber auch in Wäldern kommt der Spitzahorn häufig vor. Neben den grünlaubigen Sorten gibt es auch rotlaubige Kultivare. Der Spitzahorn gilt als einer der am häufigsten vorkommenden Bäume in Mitteleuropa. 
 Nicht zu verwechseln ist der Spitzahorn mit der Platane, deren Blätter von der Form her zwar ganz ähnlich aussehen, die aber eine glatte graugefleckte Rinde hat. Die Rinde des Spitzahorns ist dagegen schwarzbraun, längsrissig und wirkt recht borkig. Platanenblätter sind von einer sehr harten wachsartigen Schicht überzogen, sie werden nicht gerne gefressen und sollten im Aquarium nicht verwendet werden. 
 Der Spitzahorn gilt wie die Platane als industriefest - also bitte gut aufpassen, wo du sammelst. Oft steht der Spitzahorn an Orten, die als Sammelort für Garnelenfutter nicht geeignet sind. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Berg-Ahorn ( Acer pseudoplatanus ) 
 Die fünflappigen Blätter des Bergahorn haben einen unregelmäßig gesägten Rand. Dadurch lassen sie sich gut von denen des Spitzahorns unterscheiden, die einen relativ glatten Rand haben. 
 Die Blätter des Berg-Ahorns verrotten wie alle Ahornblätter relativ schnell. Auch im Aquarium werden die braunen Herbstblätter des Berg-Ahorns in relativ kurzer Zeit von Bakterien aufgeschlossen, dadurch sind die Blätter sehr schnell für Zwerggarnelen verwertbar. Zwergkrebse, Flusskrebse und Krabben fressen die Blätter schon deutlich eher. 
 Die Samen und ganz besonders die Keimlinge des Berg-Ahorns sind stark giftig, die Blätter dagegen nicht. 
 Die Herbstfärbung ist wie bei den meisten Ahornarten leuchtend gelb bis rot-orange. Der Bergahorn wird mit 35 Metern Höhe sehr hoch. 
 Der Berg-Ahorn ist in Mitteleuropa eine ausgesprochen häufig vorkommende Ahornart.&amp;nbsp; Acer pseudoplatanus  bevorzugt mittlere und höhere Lagen, er mag es gerne kühl und feucht. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Feld-Ahorn ( Acer campestre ) 
 Der bei uns in Mitteleuropa heimische Feldahorn wird auch Maßholder genannt.&amp;nbsp; Acer campestre  hat in der Regel Blätter mit fünf Lappen, deren Zwischenräume tief gebuchtet sind. 
 Die unteren Blattlappen sind in der Regel sehr klein und oft erst auf den zweiten Blick wirklich sichtbar, sodass die Blätter dreilappig wirken. Die Blattlappen laufen vorne stumpf gerundet aus, der Blattrand ist beim Feldahorn glatt. 
 Die Herbstfärbung des Feldahorns ist leuchtend goldgelb. Der Baum wird bis 10-15 Meter hoch. Der Feldahorn kann auch strauchförmig mit mehreren Stämmen wachsen. Auch beim Feldahorn gibt es verschiedene Kultivare mit unterschiedlichen Blattfarben und Blattmustern, die teilweise als Ziergehölze im Hausgarten und in Parks gepflegt werden. Sie können alle in der Aquaristik verwendet werden. 
 Die Blätter des Feldahorns wurden früher als Gemüse gekocht und gegessen und auch als Viehfutter sehr geschätzt. Man kann sie im Aquarium auch grün überbrüht verwenden, sollte sie dann aber wie alles Frischfutter spätestens nach einigen Stunden wieder aus dem Aquarium entfernen, um eine Erhöhung der  Keimbelastung  im Aquarienwasser zu vermeiden. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter oder das grüne überbrühte Laub als Frischfutter. 
  Japanischer Goldahorn ( Acer shirasawanum ) 
 Die rundlichen Blätter des exotisch aussehenden Japanischen Goldahorns haben neun bis elf länglich eiförmige Lappen, die in einer Spitze auslaufen.&amp;nbsp; Der Blattrand des Goldahorns ist doppelt gesägt. 
 Die Blätter sind auch im Sommer von einem auffälligen Gelbgrün, was den Japanischen Goldahorn neben seiner ungewöhnlichen Blattform zu einem sehr beliebten dekorativen Gehölz für Parks und Gärten macht. 
 Die Herbstfärbung des Goldahorns ist auch dementsprechend leuchtend gelb. 
 Dieser klein bleibende Ahornbaum stammt ursprünglich aus Japan, wo er auf den Inseln Honshu und Shikoku vorkommt. Der Japanische Goldahorn, auch Shirasawas Fächerahorn genannt, ist also nicht bei uns heimisch. Aus diesem Grund findet man den Goldahorn vorwiegend als Ziergehölz in Parks oder Gärten und so gut wie überhaupt nicht im Freiland. Shirasawas Fächerahorn wird nur ca. 15 Meter hoch. Gerade im Hausgarten bleibt der Baum aber auch oft deutlich kleiner. 
 Die Blätter sind sehr dünn und werden von Wirbellosen im Aquarium schon nach kurzer Zeit sehr gerne gefressen. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Dreispitzahorn ( Acer buergerianum ) 
 Diese asiatische Ahornart stammt aus Japan, Taiwan und dem Osten Chinas, der Dreispitzahorn oder Dreizahn-Ahorn ist also nicht in Mitteleuropa heimisch. 
 Daher findet man ihn bei uns hauptsächlich in Parks oder Gärten, wo er ganz besonders wegen seiner auffälligen Herbstfarbe sehr geschätzt wird. Nur hin und wieder trifft man auch in Feld und Flur auf verwilderte Exemplare. 
 Der Dreispitzahorn kann bis zu 25 m hoch werden, in Gärten und Parkanlagen bleibt er jedoch meistens deutlich darunter und erreicht nur eine Höhe zwischen 10 und 12 Metern. 
 Die Blätter des Dreispitzahorns erkennt man sehr einfach an den drei spitz zulaufende Lappen, die dem Baum seinen deutschen Trivialnamen gegeben haben. 
 Der Rand der Blätter ist entweder ganz glatt oder leicht und unregelmäßig gesägt. Die Herbstfärbung des Dreispitzahorns ist auffallend kirschrot bis dunkelrot. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Japanischer Fächerahorn ( Acer palmatum ) 
 Der Japanische Fächerahorn ist ein Zierbaum aus Japan, der bei uns nicht heimisch ist. In freier Natur sieht man ihn deshalb praktisch überhaupt nicht. Er kann vorwiegend in Gärten und Parks angetroffen werden, wo er nicht nur wegen seiner intensiven Herbstfärbung, sondern auch wegen seines filigranen Wuchses sehr beliebt ist. Auch in der Bonsaizucht ist dieser Ahorn ausgesprochen weit verbreitet. 
 Der Japanische Fächerahorn wird nur ca. 8-10 m hoch. 
 Die filigranen Blätter sind von der Form her sehr variabel, sie können 5-7, aber auch 9 Lappen haben, die in lange Spitzen auslaufen. Der Blattrand ist fein gesägt. 
 Die dünnen Blätter des Japanischen Fächerahorns sind bei wirbellosen Aquarienbewohnern sehr beliebt, weil sie Zwerggarnelen, Wasserschnecken, Flusskrebsen und Zwergkrebsen und natürlich auch den Krabben im Terrarium aufgrund der feinen Struktur des Blattgewebes sehr schnell zur Verfügung stehen. 
 Die Herbstfärbung des Japanischen Fächerahorns ist auffallend gelb-orangerot bis rot. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Gewöhnliche Rosskastanie ( Aesculus hippocastanum ) 
 Die Gewöhnliche Rosskastanie, die ebenfalls in die Gruppe der Seifenbaumgewächse gehört, wird mit über 25 Metern Höhe eindrucksvoll und groß. Oft findet man Kastanienbäume in Wäldern oder in Parks und ganz typisch auch in Biergärten, wo sie als Schattenspender dienen. Im heimischen Hausgarten findet die Rosskastanie dagegen nicht oft Verwendung, eben aufgrund ihrer enormen Größe. 
 Die Blätter der Rosskastanie haben fünf bis elf Fiederblätter, deren Rand gesägt bis gezähnt ist. Die mittleren Fiederblätter sind dabei deutlich größer als die äußeren, was dem Kastanienblatt die typische Handform verleiht. 
 Die Herbstfärbung der Rosskastanie ist gelb bis rotbraun. 
 Oft sieht man schon im Sommer auf den grünen Blättern der Rosskastanie dunkelbraune Flecken. Sie sind ein Zeichen dafür, dass das Blatt von der Kastanien-Miniermotte befallen ist. In den dunkelbraunen Flecken befinden sich die Larven der Motte. Auch befallene Blätter können - wenn sie komplett braun sind - bedenkenlos im Aquarium verfüttert werden. Garnelen, Wasserschnecken, Krebse und Krabben freuen sich über die zusätzlichen Proteine. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
 &amp;nbsp; 
   6.3 Rosengewächse: Kernobst 
 Kernobst gehört zu den Rosengewächsen. Grundsätzlich eignen sich die Blätter von Obstbäumen und Wildobstbäumen wie Apfel, Birne, Quitte, Mispel, Eberesche, Felsenbirne und Speierling gut zur Verwendung im Aquarium - WENN die Bäume nicht gespritzt werden, was leider bei Apfel, Birne und Co. oft der Fall ist. Bitte vergewissert euch in diesem Punkt wirklich gut. Im Aquarium wird das vollkommen braune Herbstlaub verwendet. Die braunen Blätter sind verhältnismäßig dünn und werden von Garnelen, Krabben, Krebsen und auch von Aquarienschnecken sehr gerne gefressen. 
  Apfel ( Malus   domestica ) 
 Der Kulturapfel besitzet eiförmige glänzende Blätter mit einer mehr oder weniger ausgeprägten Spitze. Ab und an können die Blätter auch leicht wellig sein. Der Blattrand ist fein gesägt. 
 Die Herbstfärbung des Apfelbaums ist gelb bis rotbraun. 
 Der Kulturapfelbaum wird nur ca. 15 Meter hoch. 
 Man findet diese Bäume oft in Gärten, auf Streuobstwiesen, in Obstgärten und Obstplantagen. In Obstplantagen stehen oft auch Zwergformen des Kulturapfels, die nur etwa mannshoch gezogen werden und durch ihre geringe Höhe die Ernte erleichtern. 
 Der Apfelbaum ist eine sehr alte in Europa heimische Kulturpflanze, von der es hunderte von Sorten gibt. Das Laub des Obstbaums sollte nur dann im Aquarium verwendet werden, wenn es ganz sicher nicht mit Pestiziden behandelt wurde. Das Laub des mit dem Kulturapfel nah verwandten Zierapfels, den man in Gärten oder Parks häufig als Ziergehölz findet, kann in der Regel ohne Bedenken fürs Aquarium verwendet werden, weil der Zierapfel kaum gespritzt wird. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Kupfer-Felsenbirne ( Amelanchier lamarckii ) 
 Die ausgesprochen schöne Kupfer-Felsenbirne ist ursprünglich ein wilder Obstbaum aus Nordamerika. Sie wird nur bis zu 10 Meter hoch. 
 Sehr häufig findet die Kupfer-Felsenbirne bei uns in Gärten oder Parks Verwendung, wo sie nicht nur für ihre Blüte und ihre Früchte, sondern auch wegen ihrer ungewöhnlich schönen Herbstfärbung geschätzt wird. 
 Selten trifft man auch verwilderte Exemplare der Felsenbirne in der Natur. 
 Die Blätter der Kupfer-Felsenbirne sind elliptisch geformt und oft leicht wellig. Der Blattrand ist fein gesägt. 
 Die Herbstfärbung der Felsenbirne ist ausgesprochen attraktiv, der kleine Baum nimmt tolle Farben an: leuchtende Rot-, Orange- und Pinktöne. 
 Da die Blätter oft noch gefärbt sind, wenn sie abfallen, wartet man mit dem Sammeln ab, bis sie ganz braun geworden sind. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
 &amp;nbsp; 
   6.4 Rosengewächse: Steinobst 
 Auch das Steinobst der Gattung Prunus wie beispielsweise Kirsche, Pflaume, Zwetschge, Mirabelle etc. sowie die Zierformen dieser Bäume gehört zu den Rosengewächsen. Die Samen im Kern der Früchte sind giftig, der Rest der Pflanze ist bei den laubabwerfenden Vertretern der Gattung  Prunus  unbedenklich. Der immergrüne Kirschlorbeer gehört zwar ebenfalls zu dieser Gattung, seine Blätter sind jedoch giftig und damit nicht aquarientauglich. 
 Viele Steinobst-Arten sind seit langer Zeit bekannte Kulturpflanzen, sie wachsen in Gärten, Obstplantagen und auch in der freien Natur. Die Blätter von Steinobst sind nicht sehr dick, und Schnecken, Garnelen, Flusskrebse, Zwergkrebse und Krabben fressen sie gern. Achtung, Obstbäume werden tendenziell intensiv mit Pestiziden behandelt. Bitte verwendet das Laub nur dann, wenn ihr sicher sein könnt, dass das bei eurem Baum nicht der Fall ist! 
  Traubenkirsche ( Prunus padus ) 
 Die Traubenkirsche ist ein wilder Obstbaum, der in Mitteleuropa vorkommt. Sie wird bis ca. 18 m hoch. 
 Die Blüten der Traubenkirsche stehen in vielblütigen Trauben, daher der Name. An diesem Merkmal kann man den Baum sehr sicher erkennen. 
 Die länglichen elliptischen Blätter der Traubenkirsche laufen an beiden Enden schmal zu und haben vorne eine lange Spitze, der Rand ist gezähnt.  Am Blattstiel direkt unterhalb der Blattbasis kann man zwei winzige grünliche Nektardrüsen erkennen. 
 Die Herbstfärbung der Blätter der Traubenkirsche ist schmutzig gelbbraun bis rotbraun. 
 Hin und wieder wird die Traubenkirsche für giftig gehalten, wie bei allen anderen hier aufgelisteten sommergrünen, Laub abwerfenden  Prunus -Arten ist jedoch nur der Samen im Inneren des Kirschkerns giftig. Die getrockneten braunen Herbstblätter der Traubenkirsche dürfen aus diesem Grund bedenkenlos im Aquarium verwendet werden. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Süßkirsche ( Prunus avium ) 
 Die Süßkirsche ist die Kulturvariante der wilden Vogelkirsche. Der Kulturbaum steht meist in Gärten oder Obstplantagen, die Vogelkirsche findet man öfter im freien Gelände oder am Waldrand als in Gärten oder in Parks. 
 Kirschbäume werden um die 30 Meter hoch. 
 Ihre Herbstfärbung ist leuchtend gelb, orange und / oder rot. 
 Die Kirschblätter der Süßkirsche wie auch der Vogelkirsche haben eine elliptische Form und eine lange, deutlich ausgeprägte Spitze. Der Blattrand ist gesägt. 
 Charakteristisch für die Blätter der Süßkirsche und der Vogelkirsche sind die 2-4 deutlich sichtbaren rötlichen Nektardrüsen am Blattstiel direkt unterhalb der Basis der Blattspreite. Diese Drüsen sondern süßen Nektar ab, der Ameisen anzieht, die wiederum Schadinsekten angreifen, die der Kirsche schaden könnten. Besonders in den ersten Wochen nach dem Austrieb, wenn die Kirschblätter noch zart und verletzlich sind, ist die Nektarproduktion in vollem Gang. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Sauerkirsche ( Prunus cerasus ) 
 Die Sauerkirsche oder Weichselkirsche ist ein auf fast der gesamten Nordhalbkugel kultivierter Obstbaum. 
 Der Sauerkirschbaum, auch Weichselbaum genannt, wird bis ca. 10 Meter hoch. 
 Üblicherweise findet man Sauerkirschbäume im Hausgarten und auch im Obstgarten, sie kommen aber auch sehr häufig verwildert in der Natur vor. Dort sieht man Sauerkirschbäume oft als Bestandteil von Hecken und am Waldrand. 
 Die Sauerkirsche bevorzugt eher sandige, trockene Böden. 
 Die Blätter des Sauerkirschbaums sind an der Oberfläche leicht ledrig. Ihre elliptische bis eiförmige Form endet mit einer deutlich ausgeprägten Spitze. Manche Sauerkirschblätter sind leicht gewellt. Der Blattrand ist fein doppelt gesägt, und der Blattstiel hat oft keine Nektardrüsen. 
 Die Herbstfärbung des Sauerkirschbaums ist leuchtend gelb bis orangerot. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Mirabelle ( Prunus domestica  ssp .  syriaca ) 
 Auch die Mirabelle ist eine alte Kultursorte. Es handelt sich bei diesem Obstbaum mit seinen gelben bis gelbroten süßen Früchten um eine Zuchtform der Pflaume. 
 Die wärmeliebende Mirabelle gedeiht gut in Weinbauklima und an vor strengem Frost geschützten Orten. 
 Zu erkennen sind die Blätter an ihrem elliptischen bis umgekehrt eiförmigen Umriss und an der stumpfen, undeutlich ausgeprägten Spitze. Der Blattrand ist fein und stumpf gezähnt. 
 Der Baum wird nur ca. 5 Meter hoch. 
 Die Mirabelle stammt ursprünglich aus dem syrischen oder arabischen Raum. Hier bei uns in Mitteleuropa findet man sie meist in Hausgärten oder Obstplantagen. Verwilderte Exemplare können auch in der Natur vorkommen. 
 Die Herbstfärbung der Mirabelle ist leuchtend gelb. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Zwetschge ( Prunus domestica  ssp.  domestica ) 
 Die Zwetschge ist wie die Mirabelle eine weitere Unterart der Pflaume. 
 Zwetschgenbäume werden bis ca. 10 Meter hoch und laden weit aus. 
 Die Blätter der Zwetschge sind elliptisch bis verkehrt eiförmig geformt und können an der Unterseite eine wenig dichte Behaarung aufweisen. Im Aquarium ist diese geringe Behaarung nicht schädlich, sie stört die das Blatt abweidenden Garnelen und Aquarienschnecken nicht. 
 Der Blattrand der Zwetschgenblätter ist gekerbt bis gesägt, die Blätter haben eine stumpfe Spitze. 
 Im Herbst färben sich die Blätter der Zwetschge leuchtend oder auch schmutzig gelb. 
 Vorsicht beim Blätter-Pflücken direkt vom Baum: Zwetschgenbäume haben kräftig bedornte Zweige. Diese Dornen sind vor allem an den älteren Ästen sehr hart, sehr spitz und ausgesprochen lang - die Verletzungsgefahr ist wirklich hoch. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Blutpflaume ( Prunus cerasifera  ‚Nigra‘) 
 Die Blutpflaume fällt auch im Sommer durch ihre dunkel braunrot bis schwarzrot oder purpurfarben gefärbten Laubblätter auf. 
 Die Herbstfärbung der Blutpflaume ist ein flammendes Karminrot. 
 Dieser Zierbaum wird vor allem in Parks und Gärten angepflanzt. In der freien Natur trifft man ihn so gut wie nie an. 
 Mit bis 15 Metern Wuchshöhe wird die Blutpflaume nicht besonders hoch. In Ziergärten wird die dekorative rosa blühende Blutpflaume durch Beschneiden oft kleiner gehalten. 
 Die Blätter der Blutpflaume sind elliptisch-eiförmig mit einem gesägten Rand und einer deutlichen Spitze. 
 Das Herbstlaub ist noch lange Zeit nach dem Abfallen rot gefärbt, weil es eine große Menge an Anthocyanen enthält. 
 Bitte verwende nur wirklich braune abgefallene Blätter in deinem Aquarium, um eine hohe  Keimbelastung  zu vermeiden. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
 &amp;nbsp; 
   6.5 Rosengewächse: Beerenobst 
 Das Beerenobst der Gattung&amp;nbsp; Rubus  gehört ebenfalls zu den Rosengewächsen. Hier sind die bekanntesten Vertreter sicherlich die Himbeeren und die Brombeeren. Von diesen Beerenarten gibt es zahllose Sorten und Zuchtformen. In der Terraristik erfreut sich insbesondere Brombeerlaub schon lange großer Beliebtheit als Futter für Heuschrecken und andere Pflanzenfresser. Es ist ganzjährig verfügbar und enthält eine große Menge an Gerbstoffen und Vitaminen. Etwas unangenehm beim Sammeln: Die Gattung  Rubus  verfügt von Natur aus über kräftige Stacheln, die sehr hart und spitz sind und an denen man sich ordentliche Kratzer einziehen kann. Mittlerweile gibt es aber auch viele stachellose Zuchtformen, die das Laubsammeln etwas einfacher und angenehmer machen. 
 Himbeeren und Brombeeren sind alte Kulturpflanzen und wachsen oft in Gärten, man findet die Sträucher mit ihren langen Ranken aber auch (vor allem Brombeeren) im Wald und auf verwilderten Baumstücken. Das Laub von Brombeeren und Himbeeren ist relativ dick, aber auch recht weich, es wird von Zwerggarnelen, Flusskrebsen, Zwergkrebsen, Pflanzen fressenden Schnecken und Krabben gut angenommen. Brombeerlaub und Himbeerlaub wird grün verfüttert und daher als Frischfutter behandelt - also nach wenigen Stunden wieder aus dem Aquarium entfernt. 
 Achtung, Beerensträucher werden in Gärten ab und an mit Pestiziden behandelt. Denkt daran, nur unbehandeltes Laub aus einwandfreien Quellen zu verwenden! 
  Brombeere ( Rubus   fruticosus ) 
 Die Brombeere hat dreilappige, fünflappige oder auch siebenlappige gefingerte Blätter mit einem deutlich gezähnten Rand und einer ausgeprägten Spitze. Das Laub ist dunkelgrün, die Unterseite ist beinahe weiß. Da die meisten Brombeersorten immergrün sind, besitzt der Strauch keine ausgesprägte Herbstfärbung. 
 Die Brombeere ist ein Halbstrauch mit stark überhängenden, langen Ranken, der im Sommer die charakteristischen unreifen dunkelroten und reifen schwarzen Beerenfrüchte trägt. Mit einer Höhe von ca. 2 Metern ist die Brombeere nicht sonderlich hoch, sie kann aber eine beeindruckende Ausdehnung erreichen. Man findet Brombeersträucher vor allem am Waldrand und auf verwilderten Wiesenstücken, aber auch im Garten. Wilde Brombeeren haben sehr unangenehme Stacheln, zum Laubsammeln sind die stachellosen Kultursorten im Garten sicherlich besser geeignet 
 Brombeerlaub ist ausgesprochen reich an Gerbstoffen und Flavonen, die adstringierend und antientzündlich wirken können. Es wird in der Terraristik und in der Aquaristik grün verwendet. Fürs Aquarium werden die Blätter entweder getrocknet oder überbrüht. Grünes Laub sollte immer nach einigen Stunden wieder aus dem Aquarium entfernt werden, damit ein Anstieg der  Keimbelastung  vermieden wird. 
  Verwendung im Aquarium : grüne getrocknete oder grüne überbrühte Blätter als Frischfutter 
  Himbeere ( Rubus   idaeus ) 
 Himbeerblätter sind dreizählige oder fünfzählige, in ganz seltenen Fällen auch siebenzählige eiförmige Fiederblätter mit einem deutlich gesägten Rand und einer gut erkennbaren Spitze. Die Blätter des Himbeerstrauches sind mittelgrün bis dunkelgrün, ihre Unterseite ist leicht filzig und sehr hell. Die Himbeere wirft ihre Blätter im Herbst ab, die Herbstfärbung ist leicht gelblich. 
 Die Himbeere bildet verholzende Ruten aus. Die Sträucher werden erstaunlich dicht. Die Sammelfrüchte der Himbeere sind charakteristisch rot, oft sind sie leicht weißlich überhaucht und wirken dadurch dunkelpink. Zuchtformen haben teilweise auch andersfarbige Früchte. Himbeersträucher werden nur ca. 1,5-2 Meter hoch. Sie kommen überwiegend am Waldrand und auf Freiflächen vor und bevorzugt sonnige Plätzchen. Auch im Gartenbau ist die Himbeere weit verbreitet. Hier haben sich überwiegend stachellosen Sorten durchgesetzt. 
 Himbeerlaub enthält viele Gerbstoffe und wird in der Heilkunde gegen Entzündungen und bei Durchfall eingesetzt. Im Aquarium wird es vorwiegend grün verwendet, man kann aber auch die abgefallenen braunen Herbstblätter als Dauerfutter nutzen - Achtung, bitte erst, wenn sie vollkommen braun und ganz trocken sind! Nicht gefressene grüne Himbeerblätter werden nach wenigen Stunden aus dem Aquarium genommen, damit die  Keimbelastung  nicht übermäßit ansteigt. 
  Verwendung im Aquarium : grüne getrocknete oder grüne überbrühte Blätter als Frischfutter, braune Herbstblätter als Dauerfutter 
 &amp;nbsp; 
   6.6 Birkengewächse 
 Die eher dünnen Blätter von Birken und Birkengewächsen werden im Süßwasseraquarium sehr gerne von den Wirbellosen gefressen. Man findet die unter anderem bei uns in Mitteleuropa und generell auf der Nordhalbkugel der Erde heimischen Bäume in der Regel im offenen Gelände wie Heide, Moor, Dünen und so weiter und am Waldrand. Zu den Birkengewächsen gehören neben Birken auch Erlen, Hainbuchen, Hopfenbuchen und Haselnussgewächse. Verwendet wird in der Regel das braune Herbstlaub. Birkenlaub hat grün eine medizinische Wirkung. Von der Erle werden vorwiegend die Fruchtstände, die Erlenzapfen, im Aquarium eingesetzt. 
  Hängebirke ( Betula pendula ) 
 Die Hängebirke ist weit verbreitet. Zu erkennen ist der Baum vor allem an seiner hellen bis leuchtend weißen Rinde. 
 Birkenblätter sind eiförmig bis deltaförmig und laufen in einer Spitze aus. Der Blattrand ist gesägt. 
 Die Herbstfärbung der Hängebirke ist auffallend leuchtend gelb. 
 Hängebirken findet man in lichten Wäldern, am Waldrand und als Ziergehölz in Parks und Gärten. Oft stehen Birken auf sandigem Untergrund. Die schlanken Bäume werden 10-25 m hoch. 
 Birkenblätter sind relativ dick und zersetzen sich im Aquarium recht langsam. 
 Grünes Birkenlaub wird in der Aquaristik bei Fischen gegen Pilzerkrankungen, Geschwüre und Tumore und bei Wirbellosen vorbeugend oder unterstützend bei  bakteriellen Erkrankungen  und bei Verpilzungen eingesetzt. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter, grüne getrocknete Blätter zur Vorbeugung oder  Behandlung von Infektionen pilzlicher oder bakterieller Natur  bei den Aquarienbewohnern 
  Schwarzerle ( Alnus glutinosa ) 
 Die Schwarzerle ist in der Aquaristik hauptsächlich durch ihre Fruchtstände bekannt. Die in den meisten Garnelenaquarium zum Einsatz kommenden  Erlenzapfen  werden von Hobbyaquarianern wie von Züchtern gerne verwendet, um  Huminstoffe  und Gerbstoffe ins Wasser zu bringen. 
 Erlenzapfen werden vorzugsweise im Herbst gesammelt, wenn sie schon braun, vom Regen aber noch nicht ausgewaschen sind. 
 Auch das braune Laub der Schwarz-Erle kann jedoch im Aquarium verwendet werden, was viele nicht wissen. Der Gerbstoffgehalt der Blätter ist allerdings längst nicht so hoch wie der der Erlenzäpfchen. 
 Erlenblätter haben meist eine nach innen gezogene Spitze, die sie fast herzförmig aussehen lässt. Manche Blätter haben auch eine stumpfe Spitze, sie sind dann fast kreisrund. Der Rand des Erlenblatts ist fein gesägt. Die Herbstfärbung der Schwarzerle ist gelblich bis dunkelbraun. 
 Die Schwarzerle wird ca. 25 m hoch. Sie mag feuchten bis nassen Boden, man findet sie häufig an Gewässerrändern. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Hainbuche ( Carpinus betulus ) 
 Die nicht mit den Buchen, sondern mit den Birken verwandte Hainbuche oder Weißbuche wird oft in Gärten und in Parks als Hecke gezogen. Man findet sie jedoch auch als Baum in lichten Wäldern, in Parks und in Gärten. Der Name &quot;Weißbuche&quot; kommt von dem sehr hellen Holz der Hainbuche. 
 Das Laub der Hainbuche hat einen auffälligen doppelt gesägten Rand. Die Blattform ist länglich-eiförmig, das Blatt endet in einer Spitze. 
 Die Herbstfärbung der Hainbuche ist leuchtend gelb bis braun. Auffällig ist, dass das braune Herbstlaub oft bis ins Frühjahr des nächsten Jahres an dem Gehölz haftet. Aus diesem Grund sind Hainbuchenhecken beliebt, sie bieten auch im Winter noch einen guten Blickschutz. 
 Angenehmer Nebeneffekt für die Aquaristik: Bei Hainbuchen kann man auch im Spätherbst und Winter und bis in den frühen Frühling hinein noch gut &quot;abgehangene&quot; braune Herbstblätter vom Ast pflücken und muss sie nicht vom Boden aufheben. Bei Laub, das am Boden liegt, weiß man schließlich nie, ob nicht ein Tier Ausscheidungen darauf hinterlassen haben könnte, die man nicht im Aquarium haben möchte. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Gemeine Haselnuss ( Corylus avellana ) 
 Die Gemeine Haselnuss ist eigentlich kein Baum, sondern ein Strauch. Ihre runden bis verkehrt eiförmigen Blätter haben einen grob doppelt gesägten Rand. 
 Die Herbstfärbung des Haselstrauchs sind schöne Gelb- und Brauntöne. 
 Die Gemeine Haselnuss steht in Wäldern - dort vor allem am Waldrand - wie auch in Parks und Hausgärten. 
 Die recht dicken braunen Herbstblätter des Haselstrauchs werden von Aquarienschnecken, Garnelen, Flusskrebsen, Zwergkrebsen und Krabben im Aquarium und Aquaterrarium gefressen. Allerdings brauchen ganz besonders kleinere Zwerggarnelenarten im Aquarium einige Zeit, bis diese Blattsorte mürbe genug ist, damit sie sie wirklich fressen können. Vorher werden lediglich die sich auf den Blättern bildenden Bakterienfilme abgeweidet. 
 Haselnusslaub kann man auch grün überbrüht oder grün getrocknet füttern, dann muss es aber wie alles andere Frischfutter nach wenigen Stunden wieder aus dem Becken genommen werden, damit die  Keimbelastung  niedrig bleibt. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter, grüne überbrühte oder getrocknete Blätter als Frischfutter 
 &amp;nbsp; 
   6.7 Ulmengewächse 
 Die Ulmen haben recht weiches Laub. Die braunen Herbstblätter der Ulmen werden nach einiger Zeit im Aquarium gerne von Krebsen, Zwergkrebsen, Garnelen und natürlich auch von Schnecken angenommen. Die Familie der Ulmengewächse ist nicht sehr groß, sie umfasst nur sieben Gattungen. Meist findet man Ulmen auf der Nordhalbkugel: in Mitteleuropa und Nordeuropa, aber auch in Nordamerika und im nördlichen Teil Asiens. Oft stehen Ulmen, auch Rüster genannt, auf feuchtem bis nassem Boden, sie sind klassische Bewohner der Auenwälder. 
  Flatterulme ( Ulmus laevis ) 
 Die Flatterulme wird bis 35 Meter hoch. Man findet sie klassisch an feuchten Standorten wie in Auenwäldern, an Gewässerrändern und auf Überschwemmungsflächen. Die sehr weichen, häufig asymmetrisch geformten elliptischen Blätter haben einen stark gesägten Rand und eine deutlich erkennbare Spitze. 
 Ihren Namen hat die Flatterulme von ihren langstieligen Früchten, die im Frühling im Wind flattern. 
 Im Herbst färbt sich das Ulmenlaub leuchtend gelb und wird später braun. 
 Im Hausgarten findet man die Flatterulme nicht so häufig, da der Baum sehr groß wird. Oft findet man Ulmen in Gemeinschaft mit Erlen an Gewässerrändern. 
 Das relativ weiche braune Herbstlaub der Ulme findet im Aquarium Verwendung. Es wird von den Schnecken und Zwerggarnelen im Aquarium sehr gern abgeweidet, aber auch Flusskrebsen und Zwergkrebsen schmeckt es, und Krabben in Aquarien oder Aquaterrarien mögen es ebenfalls. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
 &amp;nbsp; 
   6.8 Buchengewächse 
 Zu den Buchengewächsen gehören nicht nur die namensgebenden Buchen, sondern auch die Eichen und die Esskastanie. Die Blätter der Buchen sind recht gerbstoffhaltig und werden im Aquarium dazu verwendet, das Wasser leicht anzusäuern. Gerbstoffe wirken außerdem milde antibakteriell und färben das Wasser leicht bernsteinfarbig. 
 Buchenblätter und Eichenblätter werden im Garnelenaquarium über lange Zeit nur abgeweidet. Sie sind recht hart, das Blattgewebe selbst wird erst recht spät von den Zwerggarnelen und auch von den Wasserschnecken verwertet. 
  Rotbuche ( Fagus sylvatica ) 
 Die Rotbuche hat eiförmige Blätter, die in einer kleinen Spitze auslaufen. Der Blattrand ist recht glatt. 
 Im Herbst färben sich die Blätter der Rotbuche erst gelb und dann rötlich braun. Die Rotbuche hat ihren Namen vom rötlichen Holz, ihre Blätter sind ganz normal grün. 
 Rotbuchen sind schon allein aufgrund ihrer Größe typische und in Mitteleuropa ausgesprochen häufig vorkommende Waldbäume. Manchmal sieht man sie aber auch in Parks oder als Solitärbaum in der Feldflur. Rotbuchenbäume werden mit bis zu 35 Metern sehr hoch, daher eignen sie sich nicht für kleinere Gärten. 
 Die Bäume werfen im Herbst ihr Laub erst sehr spät ab, manchmal bleibt es sogar bis zum Frühling am Baum. Praktisch für den, der Laub im Wald sammeln geht - so muss man sich nicht danach bücken, sondern kann die Blätter ganz bequem pflücken. 
 Neben den Herbstblättern kann man auch die Fruchthülsen der Bucheckern im Aquarium als Dekoration verwenden. Achtung: Die Nussfrüchte sind leicht giftig, sie sollten also vorher entfernt werden. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Blutbuche ( Fagus sylvatica  f.  purpurea ) 
 Die Blutbuche ist ein beeindruckender Zierbaum mit dunkelroten bis schwarzroten Blättern. Das grüne Chlorophyll im Blatt wird von Anthocyanen überdeckt, die das Laub rot aussehen lassen. Über den Sommer vergrünt die Blutbuche immer mehr. 
 Die Herbstfärbung der eiförmigen, in einer Spitze auslaufenden Blättern mit dem glatten Blattrand ist erst rot, dann gelb und geht später in ein helles Rotbraun über. 
 Nach dem Entfernen der leicht giftigen kleinen Nussfrüchte können neben den braunen Herbstblättern der Blutbuche auch die dekorativen Fruchthülsen der Bucheckern im Aquarium verwendet werden. 
 Die Blutbuche wird mit über 35 Metern Höhe wirklich groß. In Gärten und Parks findet man oft auch die hängende Zierform, die Hängeblutbuche, die deutlich kleiner bleibt, und andere Kultivare, die ebenfalls nicht so hoch hinauswollen wie die ursprüngliche Form. 
 Auch bei der Blutbuche haften die braunen Blätter im Herbst zum Teil noch sehr lange an den Zweigen, sie können ganz bequem abgepflückt werden. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Traubeneiche ( Quercus petraea ) 
 Die Traubeneiche ist ein in Mitteleuropa heimischer Laubbaum, der zu den Buchenartigen gehört. 
 Traubeneichenblätter haben eine sehr typische regelmäßig gelappte und gebuchtete elliptische Form. Die Blattlappen sind vorne abgerundet und haben einen glatten Rand. Der Blattgrund läuft typischerweise keilförmig zu.&amp;nbsp; 
 Im Herbst färbt sich das Eichenlaub erst gelb, dann braun. 
 Die bis 40 Meter hoch wachsende Traubeneiche trifft man aufgrund ihrer Größe nur selten in Hausgärten an, sie ist ein typischer Wald- und Parkbaum. 
 Eichen können bis 800 Jahre alt werden. 
 Die Früchte der Traubeneiche sind sehr stärkehaltig. Entfernt man sie jedoch aus den Fruchtbechern, so lassen sich die leeren Fruchtbecher ebenso wie die knorrigen Eichenzweige neben dem Eichenlaub schön als Aquariendekoration nutzen. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
  Amerikanische Roteiche ( Quercus rubra ) 
 Die bis 35 Meter hoch wachsenden Roteichen aus Nordamerika werden aufgrund ihrer wunderschönen Herbstfärbung und ihrer Wuchsform als eindrucksvolle Zierbäume in Parks verwendet, man kann sie aber auch verwildert in der Natur finden. Sie werden außerdem forstwirtschaftlich als schnell wachsender Nutzbaum in mitteleuropäischen Wäldern angepflanzt. Verwilderte Roteichen sind eine starke Konkurrenz für die heimische Traubeneiche. 
 Die Blätter der Amerikanischen Roteiche sind breit oval und gelappt. Die Lappen laufen in einer deutlichen Spitze aus. Die Einschnitte zwischen den Lappen sind bei manchen Blättern rundlich eingebuchtet, bei anderen sind sie eher spitz eingeschnitten. Der Blattrand ist glatt. 
 Die Herbstfärbung der Roteiche ist intensiv und leuchtend rot, später werden die Blätter rotbraun. 
 Die ledrigen Blätter werden anfangs nicht gut von Zwerggarnelen, Krebsen, Krabben und Aquarienschnecken gefressen, erst mit der Zeit, wenn Bakterien das feste Blattgewebe etwas aufgebrochen haben, nehmen die Wirbellosen im Aquarium auch Blattgewebe zu sich und grasen nicht nur die Biofilme auf den Eichenblättern ab. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
 &amp;nbsp; 
   6.9 Maulbeerengewächse 
 In diese Familie gehören neben den Maulbeeren der Gattung&amp;nbsp; Morus  auch die Feigenbäume der Gattung  Ficus . Das Laub wird im Aquarium in der Regel grün verfüttert. Hier gilt wie immer bei der Verfütterung von Frischfutter: nach wenigen Stunden wieder entfernen, damit eine  Wasserbelastung  vermieden wird. Insbesondere Maulbeerlaub gilt als exzellentes Futter für Garnelen, Krebse und Krabben. Es enthält neben Kalzium viele Vitamine und Provitamine, Gerbstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. 
   
 Maulbeere ( Morus  sp.) 
 Die Maulbeere war ursprünglich nicht in Europa beheimatet. Schon die Römer brachten die Bäume jedoch mit. Später wurden großflächig Maulbeerbäume ausgepflanzt, da ihr Laub die einzige Nahrung der Seidenraupe ist. Im Zuge der Seidenproduktion in Europa hat sich daher der Maulbeerbaum bei uns weit verbreitet. Hier wurde hauptsächlich die Weiße Maulbeere ( Morus alba)  angepflanzt, da sie etwas mehr Frost verträgt als die Schwarze Maulbeere ( Morus nigra)  - beide Baumarten stammen ursprünglich aus Asien. Daneben findet man hin und wieder auch noch die Rote Maulbeere ( Morus rubra)  aus Nordamerika bei uns. Die Namen beziehen sich jeweils auf die Fruchtfarbe. Die Früchte sehen von der Form ein bisschen aus wie Brombeeren. 
 Die Weiße Maulbeere wächst oft strauchförmig, die Schwarze und die Rote Maulbeere baumförmig. Die sommergrünen Sträucher und Bäume werden bis ca. 16 m hoch. 
 Die grob eiförmigen Maulbeerblätter sind sehr formvariabel. Sie können gelappt, gestielt oder (meistens) ungeteilt sein. Der Blattrand ist immer grob gesägt, die Blätter haben eine herzförmige Basis. 
 Die Herbstfärbung von Maulbeerbäumen ist ein helles Gelb, das in ein blasses Braun übergeht. 
  Verwendung im Aquarium : grün getrocknetes Laub als Frischfutter oder braune Herbstblätter als Dauerfutter 
 &amp;nbsp; 
  Echte Feige ( Ficus carica ) 
 Die Echte Feige aus dem Mittelmeerraum ist bei uns nur ganz eingeschränkt winterhart. Es gibt allerdings mittlerweile Feigenkultivare wie die bekannte Bayernfeige, die bis ca. -20 °C Frost vertragen und die man deshalb mit einem entsprechenden Winterschutz auch im Hausgarten halten kann. 
 Die Echte Feige wächst oft strauchförmig, kann aber auch als Baum daherkommen. 
 Sie hat drei- bis fünflappige, tief eingebuchtete, auffallend große Blätter mit einem unregelmäßig gezähnten Blattrand. Feigenblätter bleiben auch im Herbst grün, sie werden bei uns erst nach den ersten Nachtfrösten abgeworfen. 
 Wird die Echte Feige frostfrei beispielsweise in einem ungeheizten, aber vor Frost geschützten Wintergarten gehalten, ist der Baum immergrün. 
 Bei uns kann die Echte Feige an geschützten Standorten und mit einem guten Frostschutz über den Winter hinweg auch im Hausgarten kultiviert werden. Dort wirft sie nach den ersten Frösten ihre Blätter ab. In der Natur findet man sie bei uns nicht. 
  Verwendung im Aquarium : das grün getrocknete Laub oder die durch Nachtfrost abgestorbenen getrockneten Blätter 
 &amp;nbsp; 
   6.10 Magnoliengewächse 
 Zu den Magnoliengewächsen gehören neben den artenreichen Magnolien auch die Tulpenbäume. Diese Pflanzenfamilie ist nicht bei uns heimisch, allerdings findet man Magnolien als Zierbäume in vielen Gärten. &amp;nbsp; Das Laub wird im Herbst abgeworfen und ist dann noch leicht gelblich. Hier sollte man mit dem Verfüttern abwarten, bis es wirklich vollkommen braun ist. So lange lässt man es einfach unter dem Baum liegen. Vorher enthält es noch zu viele Zuckerstoffe und kann im Aquarium zu einer  Wasserbelastung  führen. 
  Tulpenmagnolie ( Magnolia  x  soulangeana ) 
 Die Blätter der bis ca. 8-10 Meter hoch wachsenden Tulpenmagnolie sind verkehrt eiförmig, leicht wellig und haben eine lang ausgezogene, etwas zipfelig wirkende Spitze und einen glattem Blattrand. 
 Dieser Großstrauch wird hauptsächlich wegen seiner ausgesprochen schönen, großen Blüten in Parks und Hausgärten angepflanzt. Die Tulpenmagnolie kommt bei uns nicht im Freiland vor. Die Bäume sind recht frostempfindlich. 
 Ursprünglich stammt die Tulpenmagnolie aus Ostasien. Sie ist ein Hybrid zweier Arten. 
 Die Herbstfärbung der Tulpenmagnolie zeigt sich in blassen Gelb- und Brauntönen. 
 Das weiche Laub eignet sich gut als Futter für Krebse, Zwerggarnelen, Krabben und natürlich auch für Aquarienschnecken. Es wird sehr gerne gefressen und gut angenommen. 
 Weil sich die Zuckerstoffe im Magnolienlaub nur langsam abbauen, sollte das Laub vor dem Sammeln gut abgelagert, absolut knistertrocken und ganz braun sein. 
  Verwendung im Aquarium : braune Herbstblätter als Dauerfutter 
   6.11 Weinrebengewächse 
 Die Weinrebengewächse (Vitaceae) umfassen verschiedene Gattungen von Zierpflanzen und Nutzpflanzen, die meist in der Form von Klettersträuchern oder Lianen wachsen. Bei vielen Zierarten hat das Laub einen sehr hohen Gehalt von Oxalsäure, nicht alle Weinrebengewächse sind daher für die Verwendung im Aquarium geeignet. 
  Edle Weinrebe ( Vitis vinifera  subsp.  vinifera ) 
 Die Edle Weinrebe, auch Echte Weinrebe oder einfach Wein genannt, ist ein Nutzstrauch, wird aber auch als Spalierpflanze an Hauswänden genutzt. Ihre Früchte werden als Tafeltrauben oder Rosinen gegessen, oder aus den Trauben wird Traubensaft oder Wein gemacht. Die Blätter sind essbar. 
 Die Edle Weinrebe ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Ursprünglich kommt sie aus dem östlichen Mittelmeerraum, ist aber mittlerweile praktisch weltweit in Zonen mit subtropischem oder gemäßigtem Klima verbreitet. 
 Weinblätter sind typisch geformt: Sie sind dreilappig bis fünflappig, im Umriss rundlich herzförmig, der Rand ist unregelmäßig gezackt. Die Herbstfärbung reicht je nach Weinsorte über leuchtend gelb, hellrot, pink und orange bis tief dunkelrot. Insbesondere die dunkelroten Blätter sind reich an Astaxanthin, enthalten aber auch noch viele Zuckerstoffe. 
  Achtung : Weinreben in kommerziellem oder biologischem Anbau werden intensiv gespritzt! Nur garantiert unbedenkliches Weinlaub im Aquarium verwenden, bei dem man die Herkunft ganz genau kennt. 
  Verwendung im Aquarium : vollkommen welkes braunes Laub als Dauerfutter oder grünes und gelbes oder rotes überbrühtes Laub als Frischfutter 
                ]]> </content> <updated>2017-11-20T00:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Garnelen richtig füttern</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/garnelen-richtig-fuettern</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/garnelen-richtig-fuettern"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Kaum ein Thema ist so oft diskutiert worden wie die richtige Fütterung von Garnelen. Man sieht und hört die abstrusesten Theorien (Spaghetti im Garnelenbecken ist da nur ein Stichwort). Da das falsche Futter für unsere kleinen Krabbler im Aquarium jedoch fatale Folgen haben ka...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Muss man füttern?  
 
  1.1 Optimale Zusammensetzung  
 
  2 Welches Futter?  
 
  2.1 Braunes Laub  
  2.2 Bakterien  
  2.3 Algen  
  2.4 Tierisches Futter  
  2.5 Grünfutter und Blattgemüse  
 
  3 Eingeschränkt/nicht empfehlenswert  
 
  3.1 Gemüse / Fruchtgemüse  
 
  3.1.1 Gurke im besonderen  
 
  3.2 Obst  
  3.3 Nudeln  
 
  4 Menge und Häufigkeit  
 
 
  Laub  und  Aufwuchs  (Bakterien,  Algen ) stellen in der Natur die Hauptnahrung der Garnelen dar. Wie viele Garnelen maximal an einem Ort leben können, hängt unter anderem von der Nahrungsverfügbarkeit ab. 
 Es gibt viele Futtersorten für Garnelen am Markt, aber leider eignen sich nicht alle als Garnelenfutter titulierten Futtersorten gleichermaßen. Manche enthalten minderwertige Inhaltsstoffe, andere belasten das Wasser stark. Auch sind oft zu hohe Angaben bei der Dosierung üblich. Grundsätzlich gilt: Was nicht innerhalb weniger Stunden aufgefressen wird, sollte wieder entfernt werden, um eine  Wasserbelastung  zu vermeiden. 
   1 Brauchen Garnelen überhaupt eigenes Futter? 
 Ist in einem Aquarium genügend  Aufwuchs  vorhanden (was gerade bei relativ frischen Aquarien kurz nach der Einfahrphase oft der Fall ist), ist ein Füttern nicht notwendig. Nach einiger Zeit haben sich die Garnelen allerdings  vermehrt  und der  Biofilm  regeneriert sich gerade so schnell, wie die Garnelen ihn abweiden – die natürliche Populationsgrenze ist erreicht und die Garnelen stellen die Vermehrung ein.  Viele Garnelenhalter möchten allerdings eine große Zahl Garnelen in einem Aquarium halten; um dies zu erreichen, muss dann Futter zugeführt werden. 
   1.1 Optimale Zusammensetzung 
 Garnelen brauchen einen Eiweißanteil von ca. 30-40% in ihrer Nahrung, Jungtiere in der Entwicklung teilweise sogar eher noch etwas mehr. Auch Eier produzierende Weibchen sind auf eine ausreichende Versorgung mit Aminosäuren angewiesen. 
 Fettsäuren (meist aus tierischen oder mikrobiellen Quellen) liefern Energie und sollten anteilig zu etwa 10 bis 20% in der Garnelennahrung enthalten sein. Das optimale Verhältnis von Eiweiß und Fett in der Garnelenfütterung beträgt ca. 3:1. 
 Bei den Kohlenhydraten sollten langkettige Verbindungen definitiv bevorzugt werden. Kurzkettige Kohlenhydrate (aka Zucker) sind zu leicht im Wasser löslich und füttern vorwiegend die Bakterien und treiben die  Keimbelastung  im Aquarium in die Höhe. Der Anteil langkettiger Kohlenhydrate als Energiequelle im Garnelenfutter sollte 30% nicht überschreiten. 
 Maximal 10% des Futters sollte anteilig aus den essentiellen Mineralstoffen und Spurenelementen bestehen, die Garnelen nicht selbst herstellen können. Kalziumcarbonat spielt hier als  Aufbaustoff für den Garnelenpanzer  eine besonders wichtige Rolle, aber auch viele andere Mineralstoffe und Spurenelemente werden für einen gut funktionierenden Stoffwechsel, die Blutbildung, die Bildung von Hormonen und vielem mehr von den Garnelen gebraucht. 
 Der Rest des Futters besteht überwiegend aus Ballaststoffen, die Garnelen insbesondere für die Pflege ihres  Magen-Darmtraktes  brauchen. 
   2 Welches Futter ist ideal für Garnelen? 
 Betrachtet man die Scheren einer Garnele näher, sieht man, dass sie mit vielen steifen, stark bezahnten Borsten besetzt sind und außerdem über Chitinleisten verfügen, mit denen sie größeres Futter zerteilen können. Diese Werkzeuge eignen sich perfekt dafür, Aufwuchs von harten Oberflächen zu schaben und weicheres Gewebe zu zerschneiden. 
   
 Nimmt man die Natur als Vorbild, besteht das Hauptfutter der Garnelen aus Aufwuchs und Biofilmen: Bakterien, Algenbeläge, Detritus (also zerfallende Pflanzenreste wie verwitterndes  Laub ) und ab und zu auch kleines Getier, das ins Wasser fällt, Schnecken oder auch tote Artgenossen. Bei der Fütterung der Garnelen im Aquarium sollte der Garnelenaquarianer daher darauf achten, diese natürlichen Futterquellen zumindest mit einzubeziehen. 
   2.1 Braunes Laub 
  Bakterien besiedeln gerne braunes  Laub , das sie langsam zersetzen – Garnelen weiden die Blätter ab und nehmen neben den Mikroorganismen auch Teile des Laubs auf. Geeignet für Garnelen sind verschiedene (Herbst-)Laubsorten von Laub abwerfenden Bäumen, die man gut selber sammeln kann. Achtung: bitte achte auf einen abgelegenen Sammelort mit möglichst sauberer Luft (also fernab von Straßen und auch nicht gerade in der Abluftschneise von Industriegebieten oder im Einzugsbereich von einem Flughafen), um eine Schadstoffbelastung zu vermeiden.  Geeignet sind zum Beispiel Erlenblätter, Ahornblätter, Seemandelbaumblätter, Himbeerblätter, Brombeerblätter, Apfelbaumblätter und auch Blätter der Esche, Hasel, Birke, Walnuss, Buche, Eiche, Banane, Pflaume und Kirsche. In unserem Wiki-Artikel   (oder als Kurzform: &quot;  Die Laubliste  &quot;) findet ihr eine kleine Übersicht über die entsprechenden bei uns heimischen Laubsorten, ihre Verwendung im Aquarium, die Besonderheiten, die beachtet werden sollten, und Bilder und Bestimmungshilfen.  
 Das Laub muss braun und trocken sein. Rotes und gelbes Laub enthält noch zu viele Anthocyane, also Zuckerstoffe, und kann die Wasserqualität durch  verstärktes Bakterienwachstum  stark beeinträchtigen. 
 Alternativ sind Seemandelbaumblätter eine gute Wahl fürs Garnelenbecken, wenn man keinen Zugang zu Herbstlaub von Bäumen aus einem sauberen Biotop hat. 
   2.2 Bakterien 
 Um den Biofilm zu steigern gibt es Bakterienprodukte, die meist  Bacillus subtilis natto  und  Lactobacillus acidophilus  enthalten, wie z.B. GlasGarten BacterAE. Besonders  Lactobacillus  konkurriert stark mit anderen  Bakterien und pathogenen Keimen  und verdrängt diese nach und nach, was sich positiv auf die Aquarienbiologie auswirkt. Die Jungtiere von Zwerggarnelen, die noch kein gröberes Futter bewältigen können, ernähren sich hauptsächlich von Bakterien – bei hohem Besatz verbessern diese Zusätze daher die Überlebensrate der Junggarnelen beträchtlich. Sie liefern ihnen genügend Proteine fürs Wachstum; das gilt auch für die adulten Garnelen. 
   2.3 Algen 
  Algen  sind wahre Nährstoff- und Vitaminbomben. Sie besitzen einen hohen Anteil an pflanzlichen Proteinen, kombiniert mit Mineralstoffen und einem ganzen Verbund an Vitaminen – das für Garnelen wichtige Jod (das für die Ausschüttung des  Häutungshormons Ecdyson  benötigt wird), Calcium und sogar Vitamin D sind in Algen enthalten. Pflanzliche Proteine aus den Algen fördern das Wachstum, die Panzerbildung und bei weiblichen Zwerggarnelen auch die Ausbildung des Eiflecks. Pflanzliche Proteine führen nicht zu  Häutungsproblemen . Eine Mangelversorgung kann durch das Verfüttern von Algen verhindert werden. 
 Besonders hervorzuheben sind die Algen  Chlorella  und  Nannochloropsis . 
  Chlorella  enthält alle wasserlöslichen (B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9, Vitamin C) und fettlöslichen Vitamine (A, D, E, K), wie auch Vitamin B12, Beta-Carotin und viele Mineralstoffe.  Nannochloropsis  zeichnet sich besonders durch ihre geringe Größe aus. Sie liegt mit 2-4 µm in der Größenordnung der meisten Baktieren (1-5µm). Damit kann  Nannochloropsis  auch ideal von Babygarnelen aufgenommen werden. Mit einem Proteingehalt von etwa 60% und den enthaltenen Vitaminen und Mineralien bietet sie ideale Bedingungen für gesundes Wachstum (und Überleben) der Babygarnelen wie auch der adulten Zwerggarnelen.  Es gibt noch zahlreiche andere Algenarten, welche sich durch spezifische Merkmale hervorheben, wie etwa Spirulina (mit bis zu 70% Protein) oder Kelp (mit hohem Jod-Anteil). 
   2.4 Tierisches Futter 
 Zu viel Protein hat den Ruf, bei Garnelen zu  Häutungsproblemen  zu führen, beobachtet wurde jedoch, dass die Aufnahme von den sehr proteinhaltigen Bakterien oder  Algen  nicht zu solchen Problemen führt, sehr wohl jedoch tierisches Futter.   Artemia , gefrostete  Cyclops ,  Daphnien  oder  Mückenlarven  in moderaten Mengen sind für Garnelen jedoch förderlich, da diese Cholesterin enthalten, welches Garnelen nicht selbst herstellen können und somit mit der Nahrung aufnehmen müssen. Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen, wie auch für die Synthese des Häutungshormons Ecdyson. 
 Bakterien enthalten allerdings ebenfalls geringe Mengen Cholesterin, sind genügend bakterielle Biofilme im Aquarium vorhanden, ist eine Fütterung mit tierischem Zusatzfutter nicht notwendig. 
   2.5 Grünfutter und Blattgemüse 
 Grünes Futter wie Brennnesseln, Brombeerblätter, Himbeerblätter, Löwenzahnblätter, Vogelmiere, Maulbeerblätter, Feigenlaub und Blattgemüse wie Spinat,&amp;nbsp;Chinakohl, Mangold und so weiter eignet sich ebenfalls gut für die Fütterung von Garnelen. 
 Es ist relativ nah an dem, was Garnelen auch in ihren natürlichen Biotopen finden, und je nach Pflanze ist Grünfutter bzw. Blattgemüse sehr reich an Mineralstoffen und auch an Ballaststoffen, die für eine gesunde Verdauung auch bei Zwerggarnelen, Krebsen und Krabben wichtig sind. Besonders Brennnesseln haben sich hier als absolut gern gefressenes und aufgrund ihrer Inhaltsstoffe sehr gesundes Zusatzfutter bewährt. 
 Hier ist jedoch unbedingt zu beachten, dass grüne Blätter Zucker enthalten und daher nicht im Übermaß gefüttert werden sollten, um die  Keimbelastung  im Aquarium möglichst niedrig zu halten. Füttert idealerweise nur so viel, wie die Tiere innerhalb weniger Stunden komplett fressen können und nehmt eventuell übrig gebliebene Reste heraus. 
 Grünfutter wird getrocknet oder überbrüht gefüttert, Blattgemüse überwiegend überbrüht. Auch Einfrieren ist eine Möglichkeit. Alle Methoden helfen, das Blattgewebe aufzuschließen und so besser für die Garnelen fressbar zu machen. 
 Überbrüht wird wie folgt: Übergieße die Blätter, die du verfüttern willst, mit kochendem Wasser und lasse sie 5 Minuten in diesem Wasser &quot;ziehen&quot;. So wird nicht nur das Blattgewebe weich, sondern das wasserlösliche  Nitrat , das in grünen Blättern potentiell vorhanden ist, wird ausgeschwemmt. Das Wasser verwerfen, die Blätter verfüttern. So gehen sie außerdem gleich unter. 
 Überbrühtes Grünfutter und Blattgemüse lässt sich super in entsprechenden Eiswürfelformen einfrieren und dadurch konservieren. 
 Getrocknetes Grünfutter muss man mit einem Gewicht beschweren, weil es sonst oben schwimmt. Tonringe eignen sich hierzu gut. 
 Einen Sonderstatus nehmen beim Grünfutter grün getrocknete  Walnussblätter  ein: Sie wirken antibakteriell und pilzhemmend und werden daher sehr gerne  prophylaktisch  gegen oder auch unterstützend bei  bakteriellen Infektionen  und Pilzinfektionen gegeben. Hitze würde einige der wertvollen Inhaltsstoffe zerstören. Walnusslaub wird daher nicht überbrüht, sondern bei Raumtemperatur im Schatten getrocknet und dann einfach trocken ins Aquarium gegeben. 
  Achtung : Salat ist zwar auch grün, wird aber oft intensiv mit Pestiziden behandelt und enthält zudem häufig recht viel  Nitrat  und nicht sonderlich viele wertvolle Inhaltsstoffe. Salat sollte daher nicht im Aquarium verfüttert werden. 
   3 Eingeschränkt empfehlenswertes und nicht empfehlenswertes Futter 
 Je kleiner das Aquarium, desto weniger gut wird das System mit Belastungen fertig. Für Nanobecken ist stärkehaltiges und zuckerhaltiges Futter nicht geeignet, in größeren Aquarien dagegen kann man ausnahmsweise auch einmal Gemüse, Obst oder Nudeln geben. Wichtig sind hier dann jedoch immer ausreichend große  Wasserwechsel , um die  Keimdichte möglichst niedrig  zu halten. 
   3.1 Gemüse / Fruchtgemüse 
 Viele (Frucht-)Gemüsesorten wie Gurke, Paprika oder Tomate enthalten neben Wasser auch erstaunlich viel Zucker oder Stärke, die unnötig das Wasser belasten und die  Keimzahl  in die Höhe treiben würden. Gemüse verlockt außerdem dazu, viel zu große Mengen zu verfüttern. Wer unbedingt Gemüse füttern möchte, sollte Fruchtgemüse auf jeden Fall nicht über Nacht im Aquarium lassen und die Menge eher sehr knapp berechnen. 
  Ausnahme : Hokkaidokürbis ist ein exzellentes Futter für Garnelen, Krebse und Aquarienschnecken, das sogar von eigentlich heiklen Wildfängen wie Rennschnecken oder Geweihschnecken sehr gerne gefressen wird. Auch hier sollte natürlich nur so viel gegeben werden, wie innerhalb weniger Stunden komplett gefuttert wird. 
   3.1.1 Gurke im besonderen 
 Roland Emmenlauer hat sich insbesondere das Thema &quot;Gurke im Aquarium&quot; genauer angeschaut: &quot;Zum leidigen Thema Gurke im Nano-Aquarium. Machen wir den Fakten-Check: Eine Gurke enthält als Brennwert pro 100 Gramm 15 kcal. Eiweiß 0,65 g, Kohlenhydrate 3,63 g - davon Zucker 1,67 g -, Ballaststoffe 0,5 g, Fett 0,11 g. Sie besteht zu über 95% aus Wasser. (Quelle: Wikipedia). 
 Das heißt, Gurke besteht fast ausschließlich aus Wasser und etwas Zucker. Zucker hat in einem Aquarium gar nichts verloren. Ich würde das höchstens als Beschäftigungsfutter durchgehen lassen, wenn es nicht im Verhältnis so viel Zucker enthalten würde. In Gurke sind zwar Mineralien enthalten, die aber im Wasser sowieso vorhanden sind. Welse kann man mit Gurke füttern, weil sie Ballaststoffe enthält, für Garnelen ist sie eher ungünstig. Die Risiken sind hoch: Zucker kann die  Keimdichte  im Wasser hochtreiben. 
 Niemand füttert in den Habitaten Gurken, sie fallen weder ins Wasser noch bringt sie jemand ein. Kein seriöser Züchter, der sich wirklich Gedanken über die sinnvolle Ernährung seiner Tiere macht, würde seinen Garnelen so etwas füttern. Ich verfüttere Gurke nicht mal mehr an meine Schnecken, obwohl kleine Mengen in einem großen Becken sicher keinen Schaden anrichten, wenn sie schnell gefressen werden und nicht nachgelegt wird. 
 Nach meiner Erfahrung (!) profitierten meine Schnecken nicht davon, im Gegenteil. Sie waren beschäftigt, wuchsen im Vergleich aber langsamer und stellten nach einer Weile die Nahrungsaufnahme ein und versuchten, das Becken (160 l) zu verlassen. Das Wasser nahm nach wenigen Tagen einen intensiven Gemüse-Geruch an. Zuletzt gab es dann eine massive  Bakterienblüte .&quot; 
   3.2 Obst 
 Früchte wie Apfel, Banane, Birne, Melone und so weiter enthalten verschiedene Zucker und je nach Sorte auch einiges an Säure. Fürs Aquarium ist Obst höchstens in homöopathischen Dosen geeignet, weil der hier enthaltene Zucker direkt die Bakterien füttert und die  Keimbelastung  in die Höhe treibt. Es sollte nur so wenig gegeben werden, wie in maximal einer Stunde gefressen wird. 
   3.3 Nudeln 
 Die Spaghetti im Becken ist schon fast ein Klassiker. Hier gilt jedoch dasselbe wie beim Obst: Die enthaltene Stärke  belastet  das Wasser in hohem Maße. Wenn überhaupt, sollte man Nudeln nur in sehr kleinen Mengen füttern, die innerhalb einer Stunde gefressen werden. 
   4 Wie oft und wie viel füttern? 
 Menge und Häufigkeit der Fütterung hängt vor allem mit der Besatzdichte zusammen. Während in einem schwach besetzten Aquarium gar nicht zugefüttert werden muss und in etwas stärker besetzten Aquarien ein paar braune Herbstblätter als Dauerfutter ausreichen, ist eine Zufütterung in stärker besetzten zwingend notwendig, da sich die Biofilme durch das ständige Abweiden nicht mehr in ausreichender Menge regenerieren können.   
 Je mehr Garnelen vorhanden sind, umso öfter sollte man kleine Mengen von Garnelenfutter füttern – dies kann bei sehr hohem Besatz und vielen Jungtieren bis zu zwei Mal am Tag sein (Bakterienzusatz bzw. Staubfutter). Junggarnelen der  Bienengarnele , von  Taiwangarnelen / Shadowgarnelen , Tigergarnelen und so weiter sind anfangs nicht sehr bewegungsfreudig. Ihr sessiler Lebensstil macht das Verfüttern von Staubfutter sinnvoll, weil feines Futter alle Ecken im Aquarium erreicht und die Winzlinge so noch ausreichend Futterpartikel finden, auch wenn sie sich nicht groß vom Fleck bewegen.  Grundsätzlich sollte man sich vorsichtig von unten an die benötigte Futtermenge im Garnelenbecken herantasten. Zu viel Futter kann schnell negative Auswirkungen auf die Wasserqualität ( Keimdichte ,  Nitrat ,  Nitrit ,  Sauerstoff ) haben und sich sehr negativ auf die Gesundheit der Garnelen auswirken. Gerade Einsteiger in die Garnelenhaltung neigen sehr dazu, ihre Tiere zu überfüttern. Hier ist weniger definitiv mehr!   Bemerkt man  Häutungsprobleme , ist die Fütterung von tierischem Zufutter unbedingt zu reduzieren. Achtung, auch Fertigfutter beinhalten meist tierische Inhaltsstoffe. Auch sollte dann die Mineralstoffversorgung der Tiere überprüft und gegebenenfalls mit einem Mineralfutter für Zwerggarnelen im Aquarium unterstützt werden.  Häuten sich die Garnelen über einen langen Zeitraum nicht, wachsen sie nicht oder bilden die Weibchen keine Eiflecken aus, kann das durchaus mit einer mangelhaften Fütterung zusammenhängen. 
                ]]> </content> <updated>2017-11-17T02:30:00+01:00</updated> </entry> </feed>