<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/haltung-zucht/fische/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>GARNELENHAUS</name> </author> <title>Wiki / Atom Feed</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/haltung-zucht/fische/?sRss=1</id> <updated>2026-03-15T14:57:16+01:00</updated> <entry> <title type="text">Goldringelgrundeln (Brachygobius spp.) züchten</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/goldringelgrundeln-brachygobius-spp-zuechten</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/goldringelgrundeln-brachygobius-spp-zuechten"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die Zucht von Goldringelgrundeln ist gar nicht so schwierig, wenn man weiß, wie man es anstellen muss. In diesem Artikel findet ihr, was bei der Zucht von Brachygobius zum Erfolg führt und was man dabei beachten muss.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Zuchtgruppe  
 
  1.1 Geschlechterunterscheidung  
 
  2 Das Haltungsbecken  
 
  2.1 Einrichtung und Größe  
  2.2 Wasserwerte  
  2.3 Wasserwechsel  
 
  3 Die Fütterung  
  4 Die Paarung  
  5 Brut im Haltungsbecken  
  6 Zucht im Aufzuchtbecken  
 
  6.1 Laichentnahme  
  6.2 Entwicklung und Schlupf  
  6.3 Aufzucht  
  6.4 Beckenpflege  
  6.5 Fertige Entwicklung/Umsetzen  
 
 
 
   1 Zuchtgruppe 
 Die nachfolgenden Erläuterungen gelten für fast alle im Handel gängigen  Brachygobius arten mit Ausnahme von  Brachygobius nunus . Diese Goldringelgrundel-Art ist so klein, dass die Zucht in Gefangenschaft bisher leider noch nicht gelungen ist. 
 Als Zuchtgruppe empfiehlt es sich, mindestens 10 Tiere einer Art zu halten. Dabei sollte das Geschlechterverhältnis 1 : 3 betragen, da die Männchen sonst schnell überfordert werden. 
 Die unterschiedlichen Arten, die als Goldringelgrundel im Handel verkauft werden, kreuzen sich nicht. Auf die Unterscheidung der Arten und die Haltung dieser hübschen Fische im Aquarium gehen wir im allgemeinen Artikel über die Haltung der Goldringelgrundel und in den entsprechenden Unterartikeln ausführlich ein. 
     
  Brachygobius doriae -Gruppe in Brackwasseraquarium 
   1.1 Geschlechterunterscheidung 
 Die Geschlechter sind bei den Goldringelgrundeln relativ leicht zu unterscheiden. Die Männchen sind relativ schlank und meist ein Stückchen kleiner als die Weibchen. 
   
  Brachygobius doriae -Männchen in der typisch schlanken Form 
 Die Weibchen sind rundlich um den Bauch herum und wirken deswegen immer etwas gedrungen. Sie sind auch meist etwas größer als die Männchen. 
   
  Brachygobius doriae -Weibchen mit U-Boot-Bauch. 
   2 Das Haltungsbecken 
   2.1 Einrichtung &amp;amp; Größe 
   
 Beckeneinrichtung 
 Für eine Gruppe von 10 Tieren benötigt man mindestens ein 60 x 30 x 30 Becken. Ich selbst halte die Tiere auf 50 x 50 x 30 cm, was auch wunderbar funktioniert. Das Becken sollte gut bepflanzt sein und einige Deckung am Boden haben, damit die Tiere sich bei Bedarf aus dem Weg gehen können. 
 Zum Ablaichen dienen hinten geschlossene Röhren mit dem Durchmesser 1 cm. 
   2.2 Wasserwerte 
 Das Wasser sollte wechselnde Parameter haben, mal sehr weich, mal härter, mal mit ein klein wenig Salz. Die Temperatur sollte mindestens 26° C betragen. Um die Tiere zum Ablaichen zu animieren, sollte man sie ca. 2 Wochen auf weichem Süßwasser halten, dann einen großen Wasserwechsel machen und das Wasser mit 1,5 – 2 Gramm Salz je Liter aufsalzen. 
   2.3 Wasserwechsel 
  Wasserwechsel  sollten wöchentlich stattfinden. Das erhält die Vitalität der kleinen Grundeln. 
   3 Fütterung 
 Die adulten Tiere sollten täglich gefüttert werden. Ich füttere bevorzugt und täglich  angereicherte Artemia,  aber alle zwei Tage bekommen die Tiere auch weiße, rote oder schwarze Mückenlarven, Tubifex, Mikrofex, Wasserflöhe und Copepoden. 
   4 Die Paarung 
     
  Brachygobius sabanus  im Paarungsmodus 
 Das Paarungsverhalten der  Brachygobius  ist eine witzige Show. Ich habe oft den Verdacht, dass die paarungsbereiten Mädels ein Pheromon abgeben, welches bei den Jungs ein Paarungsschwimmen, ähnlich wie bei Garnelen, auslöst. 
     
  Brachygobius sabanus  beim Paarungsschwimmen 
 Von jetzt auf gleich schmeißen die Männchen ihre schwarzen Streifen weg und werden ganz golden. Dann rasen sie, mit für  Brachygobius  völlig untypischem Temperament, durch das Becken und boxen jedes Mädel an: „Ey, Kleene, haste Bock?“ Wenn die nicht will, schwimmen sie zur Nächsten, bis sie die richtige gefunden haben. Diese wird dann zielstrebig in die ausgesuchte Röhre getrieben und dort beginnt dann der Ablaichvorgang. 
     
  Brachygobius sabanus  beim Kommentkampf 
 In dieser Zeit kommt es dann unter den Männchen der Goldringelgrundeln tatsächlich auch mal zu Kommentkämpfen, die ansonsten bei diesen winzigen Grundeln gar nicht üblich sind. 
   5 Brut im Haltungsbecken 
     
  Brachygobius sabanus  bei einem Gelege in einem Ziegel-Lochstein 
 Die Eier werden von dem Weibchen an der Röhrenwand angeheftet und dort vom Männchen befruchtet. Es dauert einige Laichvorgänge, bis ein Goldringelgrundel-Männchen diesen Befruchtungsvorgang richtig beherrscht. Deswegen kommt es bei den ersten 3-4 Gelegen häufig zu Totalausfällen, weil die Eier verpilzen oder komplett aufgefressen werden. Keine Panik, die lernen das alle. 
 Sind die Eier komplett ordentlich befruchtet und das Männchen hat den Bogen raus, wie man absterbende Eier aussortiert, ohne gleich die gesamten umliegenden Eier mit zu fressen, dauert es ca. 8 Tage bei 26° C, bis die Larven schlüpfen. 
 Man sollte sich den Ablaichtermin notieren und die Röhre nach 7 Tagen aus dem Elternbecken entnehmen und in ein Aufzuchtbecken überführen. Dort muss man das Gelege dann noch bis zum Schlupf belüften, indem man z. Brachygobius  einen Sprudelstein direkt vor die Röhre legt (fixieren!) und auf volle Leistung dreht. Der Sog sorgt dann für ein Zirkulieren des Wassers in der Röhre. 
 Die Larven schlüpfen mit ca. 2,5 bis 3 mm, je nach Art. Sie sind vollkommen durchsichtig, oft sieht man sie erst, wenn man eine Taschenlampe auf’s Wasser richtet und eine Lupe zu Hilfe nimmt. 
   6 Zucht im Aufzuchtbecken 
   
 Aufzuchtbecken 
 Das Aufzuchtbecken sollte vollentsalztes oder Osmosewasser mit 4 Gramm je Liter aquaristisches Meersalz enthalten. Das entspricht einem Leitwert von ca. 4000 µS. Die Temperatur beträgt 26° C, und die Strömung sollte kaum wahrnehmbar sein. 
 Der Bodengrund sollte nackte Glasfläche sein, damit man diesen gut sauber halten kann. 
   6.3 Aufzucht 
     
  Brachygobius sabanus , ca. eine Woche alt 
 Sobald die Larven geschlüpft sind, sollte man eine große Menge   Brachionus   in das Becken geben und mit ein paar wenigen Tropfen aufgelöstem Selco S. presso anreichern. 
 Diese Anreicherung sollte dann 2mal täglich erfolgen, das erste Mal ca. 20 Minuten, bevor das Licht angeht, damit die  Brachionus  schon „gefüllt“ sind, sobald die Larven anfangen, zu fressen, das 2. Mal abends ca. 3-4 Stunden vor Licht aus, so dass die Larven sich den Bauch noch einmal mit gut angereichertem Futter vollschlagen, bevor das Licht ausgeht und sie eine lange, futterlose Nacht überstehen müssen. 
  Brachionus plicatilis  bekommt man heutzutage bereits in guten Shops mit Lebendfutter, oder man besorgt sich einen Ansatz bei einem anderen Züchter. Diese Rädertierchen sind leicht zu kultivieren und machen nicht viel Arbeit. Näheres dazu findet ihr im Artikel  Brachionus als Lebendfutter züchten . 
 Nach ca. einer Woche sind die Larven bereits so groß, dass sie  Artemia -Nauplien fressen können. 
   6.4 Beckenpflege 
 Natürlich muss man auch bei den Jungtieren regelmäßig Wasser wechseln. Ist ein HMF im Becken, kann man das Wasser sehr gut hinter der Filtermatte absaugen. Allerdings sollte man den Boden im Aufzuchtbecken ab und zu säubern. Das geht am besten, indem man einen großen Würfel aus einer Filtermatte schneiden, in dem man ein passendes Loch sticht, in welches der absaugschlauch genau hinein passt. Dies vermindert den Sog und so können die Larven rechtzeitig ausweichen, und wenn man diesen Filtermattenwürfel auf den Boden aufsetzt, zieht der trotzdem den Mulm ab. 
   6.5 Fertige Entwicklung und Umsetzen 
    
  Brachygobius xanthomelas -Jungtiere nach ca. 7 Wochen, 1,5 cm groß 
 Die Jungtiere sind nach ca.7 Wochen soweit, umgesetzt zu werden. Sie sind dann ungefähr 1,5 cm groß die Geschlechter sind bereits unterscheidbar. Sie sind dann quasi fertig, nur dass sie noch an Körpergröße zulegen müssen. Ab hier wird das Verhalten mehr als interessant, denn jetzt lernen sie Sozialverhalten. Es wird gespielt, gezickt, Kommentkämpfe ausgeführt, das ganze Repertoire des Grundelknigges durchgespielt. Man hat immer etwas zu gucken. 
 Jetzt kann man auch beginnen, die Wasserwerte etwas schwanken zu lassen. Nicht zu schnell auf einmal, erst langsam, aber man kann das Salz reduzieren, sie langsam mal auf Süßwasser setzen, wieder aufsalzen. 
 Die Aufzucht dieser Spezies macht wirklich viel Freude, weil es sich zwar um sehr kleine Larven handelt, dies aber sehr unkompliziert sind und das Ergebnis sehr schnell sichtbar wird. 
                ]]> </content> <updated>2021-01-05T00:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Zucht des Erbsenkugelfisches Carinatetraodon travancoricus</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/zucht-des-erbsenkugelfisches-carinatetraodon</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/zucht-des-erbsenkugelfisches-carinatetraodon"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Der Erbsenkugelfisch Carinatetraodon tranvancoricus ist in einem separaten Zuchtaquarium sehr gut nachzuzüchten. Die kleinen Kugeln machen einfach nur Spaß und sind erstaunlich verträglich in der Gruppe.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Zuchtgruppe  
 
  1.1 Geschlechterunterscheidung  
 
  2 Das Haltungsbecken  
 
  2.1 Einrichtung &amp;amp; Größe  
  2.2 Wasserwerte  
  2.3 Wasserwechsel  
 
  3 Fütterung  
  4 Die Paarung  
  5 Zucht im Haltungsbecken  
  6 Zucht im Aufzuchtbecken  
 
  6.1 Laichentnahme  
  6.2 Entwicklung und Schlupf  
  6.3 Aufzucht  
  6.4 Beckenpflege  
  6.5 Entwicklung / Umsetzen  
 
 
 
   1 Zuchtgruppe 
    
 Eine Zuchtgruppe beim  Erbsenkugelfisch  Carinotetraodon travancoricus   besteht idealerweise aus mindestens 10-16 Tieren, wobei es durchaus mehr Männchen als Weibchen sein dürfen. 
   1.1 Geschlechterunterscheidung 
 Im Netz findet man oft die Beschreibung, dass man Zwergkugelfisch-Männchen an ihrem gelben Bauch und einem dunklen Aalstrich auf dem Bauch erkennen kann. Nicht bei allen Männchen färbt sich nach meiner Erfahrung der Bauch komplett, der Aalstrich kann erst sehr spät erscheinen und auch nicht bei allen Exemplaren. 
 Man kann die Geschlechter aber viel einfacher unterscheiden: Die Zeichnung der Männchen besteht im hinteren Drittel nicht aus einzelnen Flecken, diese sind zu Streifen zusammengezogen. In Balzstimmung färben sich die hellen Stellen bei den Männchen leuchtend orange, bei älteren Männchen tritt der Aalstrich deutlicher hervor. 
     
  Carinotetraodon- Männchen mit den an der Schwanzwurzel zu Streifen zusammengewachsenen Flecken und in orangener Balzfärbung 
 Die Weibchen des Zwergkugelfisches sind eher leopardenförmig gefleckt, mit relativ einzeln stehenden, von einander abgegrenzten Flecken, die sich zur Schwanzwurzel hin nur selten verbinden. 
   
  Carinoteraodon -Weibchen mit deutlich einzeln stehenden Flecken. 
   2 Das Haltungsbecken 
   2.1 Einrichtung und Größe 
   
 Beckeneinrichtung mit Ablaichbehälter 
 Für eine Gruppe von 10 bis 16 Tieren benötigt man mindestens ein 60 x 30 x 30 Becken. Besser wäre sogar 80 x 40 Grundfläche. Ich selbst halte die Tiere auf 50 x 50 x 30 cm, was auch wunderbar funktioniert. Das Aquarium sollte gut und dicht bepflanzt sein. Das bringt die Gruppe dazu, nicht zu ängstlich zu sein. Zum Ablaichen dient eine Schale mit einem größeren, eingelegten Stein und einer Moosmatte darüber, in der die Erbsen verschwinden können. 
   2.2 Wasserwerte 
 Das Wasser sollte weich (dGH 0-6°) und warm (ca. 26° C) sein. Der pH-Wert sollte sich um 7 bewegen. Eine HMF-Filterung ist sehr von Vorteil, wobei ein Säckchen mit Torf hinter der Filtermatte noch mehr zum Wohlbefinden beiträgt. Ich benutze nur Eck-HMF in meinen Zuchtbecken, mit einer Mattenstärke von 5 cm und einer mittleren Porenweite (20 ppi). 
   2.3 Wasserwechsel 
  Wasserwechsel  wird bei mir wöchentlich mit nicht zu kaltem, vollentsalztem Wasser gemacht. Dabei achte ich auch darauf, nicht direkt am Laichbehälter abzusaugen, weil die Erbsen ab und zu auch außen am Behälter laichen und man leicht kleine Erbsen mit einsaugen könnte. 
   3 Fütterung 
 Die adulten Tiere sollten täglich gefüttert werden. Ich füttere bevorzugt und täglich  angereicherte  Artemia ,  aber alle zwei Tage bekommen die Tiere auch weiße, rote oder  schwarze Mückenlarven,   Tubifex , Mikrofex,  Wasserflöhe  und Copepoden. Die Tiere sollten durchgängig gut rundlich sein. Keine Panik, die werden nicht zu dick, aber sie brauchen als Dauerlaicher ein gutes Polster. 
   4 Die Paarung 
   
 Laichschale 
 Bei der Paarung drücken sich mehrere Männchen an ein Weibchen und drängen sie in Richtung Laichbehälter. Die Kugelfische verschwinden dann im Moos und dort laicht das Weibchen, während es von mehreren Männchen begattet wird. 
   5 Zucht im Haltungsbecken 
 Wenn man die Eier nicht entnimmt, kommen auch immer mal wieder vereinzelt Jungtiere im Haltungsbecken hoch. Allerdings sehr wenige, weil sie dort einfach nicht ausreichend Futter finden. Für die Erhaltungszucht sollte es allerdings genügen. 
   6 Zucht im Aufzuchtbecken 
   
 Aufzuchtbecken 
 Das Aufzuchtbecken sollte ebenfalls sehr weiches Wasser enthalten und ein wenig Torf hinter dem Filter haben. Etwas Mulm auf dem Boden und einige Steine, damit die Kleinen Deckung finden. 
 6.1 Laichentnahme 
   
 Entnommene Eier in unterschiedlichen Entwicklungsstadien 
 Ich nehme wöchentlich die Laichbehälter (ich habe zwei im Becken) aus dem Aquarium, indem ich diese mit dem Wasser in einen größeren Behälter stelle. Dort entnehme ich vorsichtig das Moos und spüle den Stein gründlich im entnommenen Wasser ab. 
 Das Moos lege ich in den größeren Behälter, gieße das Wasser aus dem Laichbehälter dazu und noch etwas frisches Wasser, so dass ich das Moos gut ausschwenken kann. 
 Die Eier der Erbsen sind sehr glatt und wachsartig, so dass sie nicht haften. Sie liegen nun alle in dem größeren Behälter. Ich sauge die Eier mit einer Plastikpipette aus dem Behälter und gebe diese in ein Küchensiebchen aus Plastik, welches auf der Oberfläche des Aufzuchtbeckens schwimmt. 
   6.2 Entwicklung und Schlupf 
   
 Frisch geschlüpfte Erbsenkugelfische mit Dottersack 
 Die Eier entwickeln sich sehr schnell. Innerhalb von 4-5 Tagen schlüpfen die kleinen Erbsen, liegen dann aber noch 1-2 Tage relativ bewegungslos herum. Sie sind dann ca. 2 mm lang. Ich belasse die Schlüpflinge immer so lange in dem Sieb, bis sie nicht mehr wie ein wildgewordener Propeller im Kreis schwimmen. Danach werden sie entlassen. 
   
 Erbsenkugelfische 24 Stunden nach dem Schlupf 
   6.3 Aufzucht 
   
 Erbsenjungtier, 1 Woche alt und ca. 3 mm &quot;groß&quot; 
 Sobald die ersten Eier da sind, sollte man einige Krümel Protogen ins Becken geben. Bis die Kleinen geschlüpft sind, haben sich daraus genügend Infusorien entwickelt, um als Erstnahrung zu fungieren. 
 Ich reiche dann alle 2 Tage ein paar Krümel Protogen nach und tropfe täglich zweimal etwas Selco S. presso (Anreicherung) ins Wasser. Außerdem gebe ich täglich zweimal ca. 25 ml Rettichtierchen ins Wasser. Damit ist sicher gestellt, dass die unglaublich winzigen Erbsenfrischlinge ausreichend Futter finden. 
 Die Kleinen benötigen ca. 2,5 Wochen dieses Erstfutter, bevor sie in der Lage sind,   Artemia -Nauplien  zu fressen. Auch diese sollten möglichst  angereichert  sein, weil sich die kleinen Erbsen dann weitaus besser entwickeln. 
   6.4 Beckenpflege 
 Natürlich muss man auch bei den Jungtieren regelmäßig Wasser wechseln. Auch hier empfiehlt es sich, entweder einen  HMF alias Hamburger Mattenfilter  zu installieren, oder aber über das Schlauchende einen Würfel aus Filtermatte mit sehr feinen Poren zu ziehen. Dann entnimmt man max. 50% des Wassers und füllt dies vorsichtig wieder auf, ohne große Wellen im Becken zu erzeugen. Das frische Wasser sollte temperiert sein. 
   6.5 Weitere Entwicklung und Umsetzen 
   
 Jungtiere nach ca. 6 Wochen, 1 cm groß 
 Die Jungtiere sind nach ca.6 Wochen soweit, umgesetzt zu werden. Sie sind dann ungefähr 1 cm groß und in der Lage, den ausgewachsenen Tieren Paroli zu bieten, was sie dann auch oft und gern tun. Sobald ihnen eins der Alttiere zu nahe kommt, gehen sie in Angriffsposition und verjagen den Alten. Die gehen komischerweise auch immer sofort. 
 Ansonsten halten sich die Winzlinge meist irgendwo im Dickicht auf. 
                ]]> </content> <updated>2020-07-28T01:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Zucht des Zwergblaubarsches Dario dario</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/zucht-des-zwergblaubarsches-dario-dario</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/zucht-des-zwergblaubarsches-dario-dario"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die hübschen und im männlichen Geschlecht sehr schön farbigen Zwerg-Blaubarsche Dario dario sind nicht sonderlich schwierig nachzuzüchten. Hier findet ihr Profi-Tipps und Tricks, wie die Nachzucht des Red Badis gelingt.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Zuchtgruppe  
 
  1.1 Geschlechterunterscheidung  
 
  2 Das Haltungsbecken  
 
  2.1 Einrichtung &amp;amp; Größe  
  2.2 Wasserwerte  
  2.3 Wasserwechsel  
 
  3 Fütterung  
  4 Die Paarung  
  5 Zucht im Haltungsbecken  
  6 Zucht im Aufzuchtbecken  
 
  6.1 Laichentnahme  
  6.2 Entwicklung und Schlupf  
  6.3 Aufzucht  
  6.4 Beckenpflege  
  6.5 Futterqualität  
  6.6 Fertige Entwicklung / Umsetzen  
 
 
 
   1 Zuchtgruppe 
 Eine Zuchtgruppe der   Dario dario   besteht idealerweise aus 2-3 Männchen und 3-9 Weibchen. Da die Zwerg-Blaubarsche Dauerlaicher sind, werden die Weibchen sehr von den Männchen getrieben. Um einen zu starken Streß und damit eine zu kurze Lebenserwartung zu vermeiden, sollte das Geschlechterverhältnis 1 / 3 betragen. 
   1.1 Geschlechterunterscheidung 
 Die Männchen haben einen leicht nach innen gewölbten, konkaven Absatz dort, wo der Körper in den Kopf übergeht. Die &quot;Mädchengesichter&quot; der Weibchen sind dagegen an dieser Stelle nach außen gewölbt. 
 Unter seitlichem Licht (beispielsweise von einer Taschenlampe) zeigen sich bei den Männchen zwei seitliche blaue Linien, die den Weibchen fehlen. 
  Werden Zwerg-Blaubarsche gut mit Nährstoffen versorgt, weisen auch die Weibchen etwas Farbe auf, das Vorhandensein von Farbe ist also kein sicheres Erkennungsmerkmal. 
   
  Links: Weibchen, rechts: Männchen 
   2 Das Haltungsbecken 
   2.1 Einrichtung und Größe 
 Für eine Gruppe von 10  Dario dario  genügt ein 25-Liter-Becken (40 x 25 x 25), ein größeres Aquarium von 54 Litern ist natürlich ebenfalls möglich. Das Aquarium sollte mit sehr viel Moos und mehr oder weniger dichten Pflanzen besetzt sein. Das bringt die Gruppe dazu, nicht zu ängstlich zu sein, das Moos dient zur Eiablage. Auch im Becken schlüpfende Jungtiere finden dort ausreichend Deckung und Futter. 
   
  Dario dario  im Zuchtbecken mit Moosecke 
   2.2 Wasserwerte 
 Das Wasser sollte zur Zucht weich (dGH 0-6°) und kühl (18-22° C) sein, der pH-Wert sich um 7 bewegen. Eine  HMF-Filterung  ist sehr von Vorteil. Ich benutze nur Eck-HMF in meinen Zuchtbecken, mit einer Mattenstärke von 5 cm und einer mittleren Porenweite (20 ppi). 
   2.3 Wasserwechsel 
  Wasserwechsel  sollte nie direkt im Aquarium stattfinden. Die Scarlets verteilen ihre Eier überall und viele davon befinden sich im Mulm. Beim Wasserwechsel ohne Schutz würde man sehr viele Eier und Larven mit absaugen, die dann achtlos in der Kanalisation landen. Aus diesem Grunde empfiehlt sich, das Wasser entweder hinter einer Filtermatte (bei einem HMF) abzusaugen oder aber einen Würfel aus sehr feinem Filterschwamm über den Absaugschluch zu ziehen und den Schlauch nicht zu dicht an den Bodengrund zu halten. 
   3 Fütterung 
 Die adulten Tiere sollten täglich 2mal gefüttert werden. Dabei sollte man nicht unterschätzen, was in so einen kleinen Fisch reinpasst. Ich füttere bevorzugt und täglich  angereicherte Artemia,  aber alle zwei Tage bekommen die Tiere auch weiße oder  schwarze Mückenlarven,   Tubifex , Mikrofex, ab und zu Grindal,  Wasserflöhe  und Copepoden. 
 Die Tiere sollten durchgängig gut rundlich sein. Keine Panik, die werden nicht zu dick, aber sie brauchen als Dauerlaicher ein gutes Polster. 
   4 Die Paarung 
 Paarungen finden permanent statt, sind aber nicht oft direkt zu beobachten. Die Männchen treiben die Weibchen ins Pflanzendickicht und umwerben sie dort bis zur Eiablage. Die Eier werden eigentlich in die fiedrigen Pflanzen gelegt, fallen aber meist herunter in den Bodengrund. 
 Die Männchen führen häufige Kommentkämpfe aus. Haben sie genügend Ausweichmöglichkeiten und Deckung, behalten sie trotzdem alle ihre intensive Farbe. 
   5 Zucht im Haltungsbecken 
 Wenn man keinen Platz für ein Extra-Aquarium hat, kann man  Dario dario  durchaus auch im Haltungsbecken züchten. Dort kommen dann nicht ganz so viele Jungtiere hoch, aber doch genug, um eine Erhaltungszucht zu betreiben. 
 Dazu ist es dann unabdingbar, eine komplette Ecke mit einem dicken Moospolster auszustatten und den Mulm im Becken zu belassen. Die Larven der Dario sind sehr winzig und benötigen sehr feines Futter. An Totfutter gehen sie nicht. Sie finden aber in einer dicken Mulmschicht immer genügend Kleinstlebewesen, von denen sie sich ernähren können. 
   6 Zucht im Aufzuchtbecken 
 Wenn man eine größere Menge Jungtiere ziehen möchte, sollte man auf ein Aufzuchtbecken ausweichen. Es genügt ein 12-Liter-Becken, welches ebenfalls mit weichem, kühlen, leicht saurem oder neutralem Wasser gefüllt wird. 
   6.1 Laichentnahme 
 Um an Zuchtmaterial zu kommen, sollte man den Mulm im Elternbecken absaugen, den Eimer stehen lassen, bis sich der Mulm abgesetzt hat, und das Wasser vorsichtig abschütten. Den Mulm gibt man in das Aufzuchtbecken. 
  Anschließend tauscht man das Moos im Elternbecken gegen ein neues Polster aus und legt das entnommene Moos ebenfalls in das Aufzuchtbecken. 
 Nun heißt es geduldig sein. Die ersten Jungtiere können nach ca. 10 Tagen auftauchen. Aber Vorsicht! Noch nicht das Moos entnehmen und auch nicht den Mulm entfernen! Es tauchen bis zu 12 Wochen nach der Entnahme immer noch Frischlinge auf! Warum die so lange zum Schlüpfen brauchen, habe ich bis heute noch nicht heraus gefunden, aber ist bisher noch jedesmal so gewesen, dass nach einer gefühlten Ewigkeit immer noch ganz frisch geschlüpfte Jungtiere vorhanden waren. 
   6.2 Entwicklung und Schlupf 
 Die ganz frisch geschlüpften Larven sieht man ausgesprochen selten. Manchmal kleben sie sehr unbeweglich an der Scheibe. Sie sind ca. 2,5 bis 3 mm lang. Erst, wenn sie beginnen, Artemia zu fressen, was erst nach dem Freischwimmen der Fall ist, kann man sie an den orange leuchtenden Bäuchen erkennen. 
   
 4 Tage alte Larve von  Dario dario  
 Man sollte dennoch auch schon, bevor man erste Larven sieht, täglich eine winzige Portion angereicherte Artemia ins Wasser geben, damit die Nährtiere im Mulm durch die sich zersetzenden Futtertiere hochwertige Nahrung erhalten. 
   6.3 Aufzucht 
 Sobald die ersten Jungtiere über dem Mulm stehen (das kann man herausfinden, indem man einmal kurz gegen die Scheibe klopft, man sieht dann die Jungtiere wegsprinten), sollte man mit der Fütterung mit angereicherten Artemia beginnen. 
   
 Mulmbecken mit  Dario dario- Jungtieren 
   6.4 Beckenpflege 
 Natürlich muss man auch bei den Jungtieren regelmässig Wasser wechseln. Auch hier empfiehlt es sich, entweder einen HMF zu installieren, oder aber über das Schlauchende einen Würfel aus Filtermatte mit sehr feinen Poren zu ziehen. Dann entnimmt man max. 50% des Wassers und füllt dies vorsichtig wieder auf, ohne große Wellen im Becken zu erzeugen. 
   6.5 Futterqualität 
 Ich habe mich im Text schon dreimal auf angereicherte Artemia bezogen. Warum? Auch  Dario dario  schlüpfen als unentwickelte Larven mit umlaufender Flossenform. Das bedeutet, dass sie nach ca. 10 – 15 Tagen eine Metamorphose durchlaufen, um ihre endgültige Form anzunehmen. Dies kostet sehr viel Energie. 
  Werden die Elterntiere bereits mit hochwertigem Futter ernährt, sind die Larven schon in sehr viel kräftigerem Zustand. Sind die Nährtiere im Mulm mit  angereicherten Artemia  gefüttert, enthalten diese ebenfalls ausreichend Nährstoffe, um der Larve den Umwandlungsprozess zu erleichtern. Dies führt zu einer höheren Überlebensrate, als wenn man ohne Anreicherung füttert. Außerdem sind die daraus erwachsenden Tiere besser gefärbt, weniger anfällig und haben eine höhere Lebenserwartung.  
 Als Anreicherungspräparat benutze ich Selco S. presso, welches allerdings nur im Kilo zu erhalten ist und dann außerordentlich teuer. Es gibt aber Ersatzpräparate bei diversen Meerwasserhändlern. Oder man nutzt grünes Wasser zur Anreicherung, auch das enthält sehr viel HUFA. 
   6.6 Fertige Entwicklung und Umsetzung 
 Die Jungtiere sind nach ca. 3 Monaten soweit, wieder umgesetzt zu werden. Es ist tatsächlich nicht so ganz leicht, sie aus dem Mulm zu pellen, denn sie verschwinden gern sofort in seinen Tiefen, wenn man die Wasseroberfläche bewegt. 
  Ich entnehme das Moos aus dem Becken, indem ich es kräftig ausschüttle und ich einen Eimer mit einem fingerbreit Wasser lege. Die Tiere, die dann noch in dem Moos sitzen, lassen sich nach unten fallen und man kann sie zum Schluss dort entnehmen.  
   
  Dario dario  umtopfen - Jungtierumsetzung nach 4 Monaten 
 Dann sauge ich mit einem dünnen Schlauch den Mulm aus dem Becken. Die Jungtiere gehen dem Schlauch aus dem Weg, keine Sorge. Sobald das Wasser einigermaßen geklärt ist und die Mulmschicht nicht mehr so dick, dass die Jungen sich dort verstecken können, kann man sie mit einem kleinen Kescher fangen. 
  Meiner Erfahrung nach funktioniert das am besten mit einem weißen Kescher. Den betrachten sie als Deckung und schwimmen ganz oft freiwillig hinein. 
                ]]> </content> <updated>2020-03-31T01:30:00+02:00</updated> </entry> </feed>