<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/haltung-zucht/krebse/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>GARNELENHAUS</name> </author> <title>Wiki / Atom Feed</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/haltung-zucht/krebse/?sRss=1</id> <updated>2026-04-28T12:55:28+02:00</updated> <entry> <title type="text">Richtiger Umgang mit Importkrebsen</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/richtiger-umgang-mit-importkrebsen</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/richtiger-umgang-mit-importkrebsen"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Importierte Krebse sind in der Regel deutlich stärker gestresst als heimische Nachzuchten. Die Tiere machen auf ihrem Weg verschiedene Stationen durch und sind in der Regel durch die mehrfache Umgewöhnung, das nicht immer optimale Futter und überhaupt durch den Transport stark...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Hauptsächlich betroffen  
 
  1.1 Problematik  
 
  2 Richtige Behandlung  
 
  2.1 Quarantäne  
  2.2 Futter  
 
  3 Die richtige Vorgehensweise  
 
 
 Leider gibt es immer wieder enttäuschte Krebshalter, denen ihre importierten Flusskrebse wegsterben. Viele Händler verkaufen immer noch importierte Krebse, die etwas anders behandelt werden müssen als DNZ (deutsche Nachzuchten). 
 Importe sollten nicht grundsätzlich abgelehnt werden - wir brauchen importierte Tiere, um unseren Beitrag zum Arterhalt zu leisten und um in schon länger bestehende Aquarien-Populationen &quot;frisches Blut&quot; einzubringen - allerdings brauchen Importkrebse eine sorgfältigere Eingewöhnung und Pflege. 
   1 Welche Krebse sind vor allem betroffen? 
 Vor allem die farbenfrohen  Cherax -Arten aus West Papua werden häufig importiert, jedoch werden auch  Procambarus -Arten aus Nordamerika, und hier ganz besonders die schwer nachzuziehenden Flusskrebse, die  eine Kältephase zur Zucht benötigen , als Importe angeboten. 
   1.1 Problematik bei Importkrebsen 
 Leider werden teilweise auch importierte Tiere als DNZ (deutsche Nachzuchten) deklariert, daher sollte man beim Neukauf eines Krebses aus dem Handel immer potentiell von einem Importtier ausgehen - sicher ist sicher, und eine vorsichtigere Behandlung kann auch einer DNZ nicht schaden! 
 Importe sind oft schon recht groß, weil diese Krebse natürlich &quot;mehr hermachen&quot;. Oft handelt es sich um subadulte oder gar schon adulte Tiere, die sehr empfindlich auf Stress und Veränderungen der Umwelt reagieren und eine Umgewöhnung in eine neue Umgebung deutlich schlechter vertragen als junge Krebse. Juvenile Tiere sind deutlich stabiler und stressresilienter! 
 Häufig beherbergen Naturentnahmen bzw. Importkrebse Mitbewohner wie  Temnocephaliden  (bei  Cherax ) oder  Krebsegel  (bei den Astacidae und Cambaridae). In der Regel sind diese Aufsitzer nicht schädlich, und man sollte sich gut überlegen, ob man die ohnehin schon gestressten Krebse unbedingt direkt auch noch einer Behandlung gegen die Blinden Passagiere unterziehen sollte - in der Regel erledigt sich das &quot;Problem&quot; im sauberen Wasser eines Aquariums mit der Zeit von selbst und die Aufsitzer verschwinden. 
   2 Wie behandelt man Importkrebse? 
   2.1 Quarantäne 
 Importe werden anfangs grundsätzlich alleine in  Quarantäne  gehalten. Niemals setzt man sie in eine vorhandene Gruppe ein, bevor sie sich ein Mal erfolgreich gehäutet haben. Zu groß ist die Gefahr, Krankheitserreger oder Parasiten einzuschleppen - so würde man den Verlust der gesamten Gruppe riskieren. 
   2.2 Futter 
 Keine Experimente mit Gemüse, billigem Flockenfutter und Co.! Importkrebse sollten vor allem hochwertig und naturnah gefüttert werden - sparsam mit einem für die jeweilige Krebsart zusammengestellten Krebsfutter und vor allem mit  Laub . 
 Das Immunsystem stimulierende Produkte wie das  beta-glucanhaltige  Futter Shrimp Fit oder  probiotisch wirkendes Futter  für Zwerggarnelen kann man vorbeugend selbstverständlich auch an Krebse verfüttern. Für größere Krebse kann man die pulverförmigen Futterzusätze zusammen mit pulverisierten Walnussblättern und etwas Wasser zu einer Paste verrühren, trocknen lassen und dann stückchenweise verfüttern. 
   3 Wie geht man am besten vor, wenn man Importkrebse kaufen möchte? 
 Gekauft ist schnell ... die Folgen sind leider oft nicht so schön. Daher sollte man sich vor dem Kauf von Krebsen grundsätzlich erst einmal Zeit nehmen, sich gründlich einlesen, sich in einschlägigen Gruppen oder Foren erkundigen und auch nach Züchtern forschen, die die begehrte Art vielleicht sogar schon als DNZ anbieten. 
 Hat man sich dann doch für ein Importtier entschieden, so bereitet man am besten das Quarantänebecken schon vorher vor. Auch wenn man gesunde, stabile Krebse eigentlich nach einer entsprechenden Temperaturanpassug direkt ins neue Aquarium umsetzen kann, sollte man Importe doch lieber  vorsichtig umgewöhnen  und dabei besonders gut auf möglichst wenig Stress achten, also das Gefäß gut verschließen und eher etwas abdunkeln. 
  Huminstoffe  können dabei helfen, die  Keimzahl  im Quarantänebecken niedrig zu halten, ihre Zugabe in einem Aquarium mit einem Importkrebs ist daher durchaus sinnvoll. Auch das Verfüttern von  grün getrocknetem Walnusslaub  kann hilfreich sein, kann es doch vorbeugend gegen innere Erkrankungen wirken. 
 Hat sich der Importkrebs einmal erfolgreich gehäutet, kann er in sein endgültiges Aquarium gesetzt werden. 
                ]]> </content> <updated>2019-09-29T00:45:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Was tun, wenn ein Krebs ausgebrochen ist?</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/was-tun-wenn-ein-krebs-ausgebrochen-ist</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/was-tun-wenn-ein-krebs-ausgebrochen-ist"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Was tun, wenn der Krebs sich entschieden hat, das Aquarium zu verlassen? Bei einem halb vertrockneten Krebs muss man große Vorsicht walten lassen, damit er seinen Ausflug unbeschadet übersteht - er sollte nicht einfach ins Aquarium zurückgesetzt werden.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Nicht direkt zurück  
  2 Schonende Wassergewöhnung  
  3 Krebs bewegungslos?  
 
 
 Bei vielen Flusskrebsen ist das Wandern genetisch programmiert, und es muss im Aquarium gar nichts im Argen liegen, damit sie auf Wanderschaft gehen. Krebse kommen auch durch sehr kleine Ritzen im Deckel des Beckens, und größere Krebse können lose aufliegende Deckel auch ganz einfach aufstemmen, wenn sie die Wanderlust packt. Kleinere Krebse können sogar an der Silikonnaht der Aquarienscheibe hochklettern - einen Weg aus dem Aquarium finden sie leider doch immer mal. Leider wissen Krebse nicht, dass unsere Wohnräume für sie ein wenig zu trocken sind. Was tun also, wenn man einen halb vertrockneten entkommenen Krebs in der Wohnung gefunden hat? 
   1 Nicht direkt ins Aquarium zurücksetzen! 
 Zunächst muss man wissen, dass die Krebse auch außerhalb des Wassers ziemlich lange leben können, solange die Kiemen feucht sind. In der Natur wandern manche Krebsarten wie der   Procambarus clarkii   in feuchtem Wetter kilometerweit über Land. Wirft man allerdings nun einen nahezu ausgetrockneten Krebs einfach ins Wasser zurück, ist es möglich, dass er die Luftblase in seiner Kiemenkammer nicht los wird und dann erstickt. 
   2 Schonend wieder ans Wasser gewöhnen 
 Besser ist es hier, langsam vorzugeben. Dazu gibt man zwei Fingertief Aquarienwasser in eine flache Schale, die mit Hilfe einer Streichholzschachtel o.ä. schräg gestellt wird. In diese Schale setzt man nun den Krebs, sodass er knapp zur Hälfte im Wasser sitzt.. Nun kann er selbst entscheiden, wie weit er ins Wasser hineingeht. In der Regel rücken die Tiere hier recht langsam vor. Die Schale wird natürlich - wie das Krebsaquarium - lückenlos abgedeckt, nicht dass der Krebs erneut auf Wanderschaft geht! 
   3 Was tun, wenn sich der Krebs nicht bewegt? 
 Wenn sich der Krebs in der Schale nicht bewegt, dreht man ihn am besten im Wasser kurz auf den Rücken, sodass die Luft aus der Kiemenkammer entweichen kann. Anschließend wird er wieder halb in die Wasserschale gesetzt. Wenn der Krebs nicht völlig ausgetrocknet ist, kommt er wieder zurück ins Leben, es kann allerdings sehr lange dauern. 
 Bitte erst wieder ins Aquarium zurücksetzen, wenn der Krebs wieder ganz fit ist! 
                ]]> </content> <updated>2019-01-17T01:15:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Zucht von Krebsen, die eine Kältephase brauchen</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/zucht-von-krebsen-die-eine-kaeltephase-brauchen</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/zucht-von-krebsen-die-eine-kaeltephase-brauchen"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die Krebszucht von Kaltwasserkrebsen aus der Familie der Cambaridae und Astacidae ist nicht so einfach wie die von Krebsen aus wärmeren Gegenden. Erfahrene Züchter richten es so ein, dass die Tiere eine Kältephase durchlaufen können, nur so kann die Zucht überhaupt gelingen.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Grundvoraussetzung: Formenwandel  
  2 Die Kältephase  
 
  2 Füttern in der Kältephase  
  2 Wasserwechsel in der Kältephase  
 
  3 Geeignete Räume  
  4 Die Paarung  
  5 Einansatz und Entwicklung  
  6 Schlupf  
 
 
 Krebse, die in der Natur kalte Winter durchleben - so wie der rechts zu sehende  Cambarus manningi  -, brauchen auch in der Aquaristik eine Kältephase im Winter, wenn man sie erfolgreich zur Zucht bringen will. Ihre Nachzucht gestaltet sich aus diesem Grund etwas aufwändiger als die von den in der Aquaristik gängigen Arten der Gattungen  Cherax ,  Cambarellus  und  Procambarus , die aus wärmeren Gegenden stammen und daher keine Kältephase benötigen.   
   1 Grundvoraussetzung: Formenwandel 
 Alle Flusskrebse aus der Familie der Cambaridae machen einen Formenwandel durch. Nur Krebse der Form I sind fortpflanzungsfähig. Darum ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Verpaarung bei Kaltwasserkrebsen: Weibchen und Männchen müssen sich beide in der Form I befinden. 
 Aufgrund ihrer innerartlichen Aggressivität sollte man viele Arten bei den Kaltwasserkrebsen alleine halten und sie nur zur Paarungszeit über den Herbst und Winter gezielt zusammensetzen. Viele Züchter überwachen das Zusammensetzen und trennen die Krebse nach erfolgreicher Paarung sofort wieder. Die Paarungszeit beginnt ungefähr ab Oktober und ist eben daran zu erkennen, dass die Krebse den im Artikel  &quot;Formenwandel bei den Cambaridae&quot;  genau beschriebenen Formenwandel zur Form I durchgemacht haben. 
   2 Die Kältephase 
 Die Wassertemperatur im Aquarium muss ab November/Dezember stetig absinken. Die Erfahrungen erfolgreicher Züchter besagen, dass sie im Winter über 6-8 Wochen hinweg nicht über die 10 Grad-Hürde klettern darf. Beendet wird die Kältephase, wenn die Außentemperaturen etwa ab dem Monat März wieder zu steigen beginnen. 
   2.1 Füttern während der Kältephase 
 Während der Kältephase wird kaum gefüttert, es sollte jedoch in allen Becken  Herbstlaub  als Dauerfutter zur Verfügung stehen.  Posthornschnecken  können als lebende Proteinquelle und Putztruppe in Zuchtaquarien für Kaltwasserkrebse gesetzt werden. 
   2.2 Wasserwechsel während der Kältephase 
 Zu Beginn der Kältephase, wenn die Wassertemperatur langsam fällt, werden kleine  Wasserwechsel  durchgeführt. Sobald die Wassertemperatur dauerhaft unter 10 Grad liegt, wird gar kein Wasser mehr gewechselt. Der Stoffwechsel der Krebse ist dann so langsam, dass sie das Wasser kaum noch belasten, auch, weil sie nur noch minimal Futter zu sich nehmen. 
   3 Geeignete Räume 
 Schlecht isolierte Kellerräume, in denen die Raumtemperatur deutlich unter die 10-Grad-Marke fällt, eignen sich zur Zucht, aber auch frostfrei gehaltene Gewächshäuser oder Garagen - eben alles, wo es im Winter wirklich dauerhaft so kalt wird, dass das Wasser in den Aquarien unter 10 Grad kalt bleibt. Beleuchtet werden die Aquarien nicht mit hellen Aquarienleuchten - die Krebse brauchen kein starkes Licht, und die Beleuchtung würde das Wasser nur unnötig aufheizen. Ein schwaches Licht reicht aus.  In besser isolierten Räumen muss man gegebenenfalls auf eine zusätzliche Kühlung durch Aquarienkühler zurückgreifen. 
   4 Die Paarung 
 Die Paarung bei den Cambariden ist sehr ruppig, ein wenig erinnert der Akt an eine Vergewaltigung: Das Männchen hält das Weibchen an den Scheren fest, sodass es wehrlos ist. Dann dreht er es auf den Rücken und die Begattung findet statt. Hierbei presst das Männchen seinen Samen in den Annulus ventralis des Weibchens, indem es einen seiner Gonopoden einführt und den anderen als Pumpenkolben benutzt. 
 Die innerartliche Aggressivität ist bei Krebsen während der Paarungszeit theoretisch herabgesetzt, es kann aber dennoch vorkommen, dass es zu Kämpfen und zu schweren Verletzungen sowohl beim Männchen als auch beim Weibchen kommt. Nach der Paarung werden die Krebse wieder getrennt. 
   5 Eiansatz und Entwicklung 
 Haben sich die Tiere erfolgreich gepaart, setzt das Weibchen bis zum Frühjahr Eier an. Keine Regel ohne Ausnahme - es wurden auch schon bereits im Dezember tragende Weibchen gesichtet. 
 Sind die Eier unbefruchtet, erkennt man dies an ihrer orangenen Farbe. Sie werden nach und nach abgeworfen und vom Weibchen gefressen. Befruchtete Eier sind schwarz und glatt. Verpilzte Eier bekommen Fussel und werden ebenfalls abgeworfen. Ausreichend  Huminstoffe  im Wasser können einer Verpilzung vorbeugen, dies kann man beispielsweise durch eine Zugabe von  Erlenzapfen  erreichen. 
 Es kann jedoch auch bei gesunden Eiern vorkommen, dass das Weibchen sie abwirft oder frisst. 
 Bei Kaltwasserkrebsen kann man aufgrund der tiefen Wassertemperaturen keine allgemeine Regel über die Dauer der Tragezeit aufstellen, sie ist stark von der Umgebungstemperatur abhängig. Man spricht hier von Tagesgraden, die die Eier brauchen - je wärmer das Wasser, desto schneller geht es. Zu große Temperatursprünge dürfen jedoch nicht sein, sie können zu Schockhäutungen führen und zum Verlust der Eier. Geduld ist angesagt! 
   6 Schlupf 
 Ist die Bande dann geschlüpft und haben die kleinen Krebse nach ein paar Tagen die Mutter verlassen, sollten die Jungkrebse zur Aufzucht in ein großes Aquarium mit vielen Versteckmöglichkeiten gesetzt werden oder - noch besser - in die Einzelaufzucht kommen. Auch bei den Jungtieren ist die innerartliche Aggressivität recht hoch, und so kann es auch hier zu Angriffen und zu Kannibalismus kommen. Aus diesem Grund ist gerade bei den seltenen und schwer nachzuziehenden Cambaridenarten eine Einzelhaltung sicherlich auch bei den Jungkrebsen sehr empfehlenswert!   
                ]]> </content> <updated>2018-11-23T01:15:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Formenwandel bei den Cambaridae</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/formenwandel-bei-den-cambaridae</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/formenwandel-bei-den-cambaridae"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Viele stehen vor einem Rätsel, warum sich ihre Aquarienkrebse aus Nordamerika und Mittelamerika manchmal nicht paaren wollen. Das Geheimnis hinter diesem Phänomen ist der Formenwandel, den die Tiere durchmachen müssen.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Formenwandel  
  2 Form I  
 
  2.1 Bei männlichen Cambaridae  
  2.2 Bei weiblichen Cambaridae  
 
  3 Form II  
 
  3.1 Bei männlichen Cambaridae  
  3.2 Bei weiblichen Cambaridae  
 
 
 
 Die Familie der Cambaridae sind die größte der drei Familien bei den Süßwasserkrebsen. In diese taxonomische Familie gehören in der Aquaristik beliebte Gattungen wie  Procambarus ,  Cambarellus ,  Cambarus ,  Orconectes ,  Faxonius  und viele mehr - darunter so populäre Arten wie   Procambarus alleni   oder   Cambarellus patzcuarensis .  Die anderen beiden, die Astacidae und die Parastacidae, unterschieden sich in einem wichtigen Punkt von den Cambariden: Letztere machen einen Formenwandel durch, die anderen zwei nicht. 
   1 Was passiert beim Formenwandel? 
 Beim Formenwandel wechseln die Cambariden von einer sexuell aktiven in eine sexuell inaktive Phase. Die Form / Phase I dient der Fortpflanzung, Form / Phase II dem Wachstum. Voraussetzung für eine erfolgreiche Verpaarung bei den Cambariden ist, dass sich die Männchen in der Form I befinden. Die Weibchen müssen nicht zwingend in der Form I sein - sie können im sogenannten Annulus ventralis den Samen der Männchen speichern, daher kann eine Paarung auch mit Weibchen der Form II erfolgreich sein, wenn sich das Weibchen kurz danach in die Form I häutet. 
 Nach der Form I folgt immer eine Häutung zur Form II, während sich die Krebse in der Form II öfter häuten können, ohne zur Form I zurückzukehren. Die Häutung zur Form I läutet die Paarungsphase ein. 
   2 Form I 
   2.1 Bei männlichen Cambaridae 
 Die Scheren der Männchen in Form I sind groß und beeindruckend, die Gonopoden sind weich und flexibel. Zur sicheren Artbestimmung braucht man übrigens auch ein Männchen der Form I. 
   2.2 Bei weiblichen Cambaridae 
 Die Weibchen zeigen in der Form I weiße Ausprägungen unter dem Pleon und auf der Unterseite des Schwanzfächers. 
   3 Form II 
   3.1 Bei männlichen Cambaridae 
 Im Vergleich zur Form I sind bei den Männchen in der Form II die Scheren kleiner, die Gonopoden sind starr. Die Krebse in der Wachstumsform ähneln im Prinzip noch nicht geschlechtsreifen Jungtieren. 
   3.2 Bei weiblichen Cambaridae 
  Die Weibchen haben keine weißen Ausprägungen auf der Unterseite der Uropoden und des Pleons. Auch die Weibchen der Phase II sehen aus wie noch nicht geschlechtsreife Jungkrebse.   
                ]]> </content> <updated>2018-11-17T02:15:00+01:00</updated> </entry> </feed>