<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/ratgeber/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>GARNELENHAUS</name> </author> <title>Wiki / Atom Feed</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/ratgeber/?sRss=1</id> <updated>2026-05-03T01:29:33+02:00</updated> <entry> <title type="text">Versand von Garnelen</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/versand-von-garnelen</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/versand-von-garnelen"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Garnelen richtig zu versenden ist kein Hexenwerk, wenn man ein paar Punkte beachtet. Nur so ist allerdings sichergestellt, dass die kleinen Wirbellosen den Versand unbeschadet überleben und unterwegs beim Transport keinen Schaden nehmen.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Versandbehälter und Festhaltematerial  
 
  1.1 Tüte  
  1.2 Flasche  
  1.3 Breathing Bag  
 
  2 Wie verpacken?  
  3 Temperaturen für Versand  
 
  3.1 Winterversand  
  3.2 Sommerversand  
 
  4 Wer transportiert Garnelen?  
 
 
 Eure Garnelen sind produktiv, und nun möchtet ihr gerne welche abgeben? Eure Interessenten sind aber gar nicht in der Nähe, und ihr möchtet die Krabbler versenden? Hier klären wir, wie man Süßwassergarnelen am besten und am schonendsten für den Transport verpackt und versendet. Die in der Folge beschriebenen Verpackungsmethoden könnt ihr natürlich auch dann anwenden, wenn jemand die Garnelen für sein Aquarium bei euch persönlich abholen kommt. 
   1 Versandbehälter und Festhaltematerial 
 Garnelen werden in Wasser versendet. Dabei wählt man einen sicheren Transportbehälter, in dem die Tiere gut untergebracht sind. Viele Anbieter versenden in Tüten, andere verpacken ihre Garnelen in Kunststoff-Flaschen. Beide Methoden haben ihre Vorteile und ihre Nachteile. 
 Sehr wichtig ist, dass die Garnelen in jedem Fall etwas zum Festhalten in die Tüte oder die Flasche bekommen, damit sie beim Transport nicht zu stark durchgeschüttelt werden. Das kann den Transportstress gewaltig reduzieren. 
  Wichtig:  Bitte gebt niemals, wirklich niemals Wasserpflanzen, Moos oder Pflanzenteile wie Seemandelbaumblätter etc. als Festhaltematerial in die Tüte! Pflanzen und Moose  verbrauchen in der Dunkelheit durch ihre Atemtätigkeit Sauerstoff , der in der Tüte oder der Flasche ohnehin nur in stark begrenzter Form vorhanden ist. Die Garnelen können so tatsächlich ersticken, das Risiko ist wirklich hoch. Seemandelblaumblätter und braunes Laub geben für die sehr kleine Wassermenge in der Tüte viel zu viele Huminstoffe und Tannine ab. Auch das ist für Garnelen nicht gerade gesund. Grün getrocknetes Laub wird von Bakterien zersetzt, die viel Sauerstoff zehren, auch das kann für die Garnelen in der Tüte sehr gefährlich werden. 
 Deutlich besser eignen sich als Festhaltematerial  Filtermatte  in Stückchen, Filterfasern aus dem Teichbedarf, Stücke von Tüll oder ähnliches Material, das wasserneutral ist und den Garnelen ermöglicht, sich gut festzuhalten. 
 Grundsätzlich rechnet man nicht mehr als 10 bis maximal 15 Tiere je 400-500 ml Wasser im Transportgefäß. 
   1.1 Tüte 
 Der Versand von Garnelen in Tüten kann gut funktionieren, wenn man einige Dinge beim Versand der Tiere beachtet. Definitiv ungeeignet sind Ziplocbeutel. Der Verschluss lässt sich beim Transport nicht richtig sichern und geht zu schnell auf. 
 Wichtig ist, dass die Tüte unten abgerundete Ecken hat. Eine handelsübliche Fischtüte ist schon entsprechend rund verschweißt, eine andere Tüte wie eine Einmachtüte muss man entsprechend präparieren. Sind die Ecken der Tüte abgerundet, können sich die Garnelen nicht in abgeknickten Ecken einklemmen. In der winzigen Wassermenge der abgeklemmten Ecke kann kein Gasaustausch stattfinden, das wenige Wasser wird schnell sauerstoffarm, und die Garnele stirbt. 
 Die Garnelentüte wird maximal zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Der Luftvorrat in der Tüte ist für einen funktionierenden Gasaustausch während des Transports wichtig - CO 2  aus dem Wasser diffundiert in die Luft, und Sauerstoff diffundiert ins Wasser, den die Garnelen für ihre Atmung brauchen. 
 Die Tüte mit den Garnelen wird vor dem Verschließen kurz aufgepustet, dass sie prall ist. Profis verwenden hierfür reinen Sauerstoff, die Atemluft enthält aber auch noch ausreichend O 2 , sodass den Tiere unterwegs die Luft nicht ausgeht. 
 Die Garnelentüte wird nun nicht zugeknotet, weil so beim Transport Wasser austreten und das Paket durchweichen kann. Am besten dreht man den oberen Rand ca. 10 cm breit eng zusammen und klappt ihn einmal um. Die zusammengedrehte und umgeklappte Tüte wird mit einem Gummiband fest umwickelt, sodass die Tüte absolut dicht ist. 
 Nun gibt man die verschlossene Tüte mit den Garnelen mit dem Verschluss voraus in eine weitere, gleich große Tüte, die man auf dieselbe Weise verschließt. Der Verschluss der ersten Tüte liegt am Tütenboden. So ist das ganze doppelt gegen Auslaufen abgesichert. 
 Das ist deshalb sehr wichtig, weil durchweichte Pakete zum Umpacken gehen und sich so der Versand unglaublich verzögern kann - selbst wenn die Garnelen ursprünglich den auslaufenden Transportbehälter überlebt haben sollten, erhöht sich das Risiko für eine Totankunft dadurch sehr stark. 
   1.2 Flasche 
 Andere versenden gerne in Flaschen aus Kunststoff mit Drehverschluss. Glasflaschen verbieten sich für einen Versand mit einem Paketdienst wegen der Bruchgefahr von selbst. Hier sollte man definitiv eine Flasche mit weitem Hals wählen, die selbstverständlich vor dem Garnelenversand wirklich, wirklich sauber gespült wird. Saftreste können das Wasser in der Flasche zum Kippen bringen! Weithalsflaschen machen das Einfüllen und das Auskippen für die Garnelen deutlich angenehmer. 
 Auch eine Flasche wird nur maximal zur Hälfte mit Wasser gefüllt, damit noch ein ausreichender Gasaustausch stattfinden kann, sodass den Garnelen auf ihrer Reise nicht die Luft ausgeht. 
 Der Drehverschluss wird nun so fest zugedreht wie nur möglich, und mit Klebeband zusätzlich gesichert, sodass auch bei einem rauen Transport der Deckel auf keinen Fall abgehen kann. 
 Manche Garnelenhalter machen sich Sorgen, dass die Garnelen in der Flasche an den Wänden anstoßen und sich verletzen können - das ist dank des Panzers der Tiere sehr unwahrscheinlich, auch der Flaschenversand gilt daher als relativ sicher. 
   1.3 Breathing Bag 
 Die Breathing Bag (zu deutsch: Atmende Tüte) ist eine Variante des Tütenversandes. Hier handelt es sich um eine Tüte für den Fischtransport, deren Wände Sauerstoff durchdiffundieren lassen. Eine Breathing Bag oder Breather Bag ist daher nicht mit einer normalen Tüte für den Fischtransport zu vergleichen! 
 Die Breathing Bag wird randvoll mit Wasser gefüllt, was den großen Vorteil hat, dass das Wasser mit den Garnelen darin nicht so stark ins Schwappen kommt. Der Versand kann so schonender verlaufen. Eine Breathing Bag wird auf gar keinen Fall in eine zweite Tüte eingepackt - dann kann kein Sauerstoff mehr durch die Tütenwand diffundieren, und die Breathing Bag wäre ihres Sinns vollständig beraubt. 
 Verschlossen wird die Breathing Bag wie oben bei der &quot;normalen&quot; Fischtüte beschrieben mit einem Gummiband. 
   2 Wie verpacken? 
 Die wie oben beschreiben sicher verpackten Garnelen kommen nun in ihren Versandkarton. Grundsätzlich wird der Karton so ausgepolstert, dass die Tüte(n) oder die Flasche(n) nicht darin herumgeworfen werden können. Hierfür eignen sich zerknülltes Zeitungspapier, Styroporflocken, Maisflips (kompostierbare Verpackungschips aus Mais), Luftpolsterfolie, Noppenfolie oder Bläschchenfolie, Luftpolsterkissen, geschreddertes Papier, ... einfach alles, das Stöße und Schläge dämpfen und die Temperatur auch noch etwas puffern kann. 
 Idealerweise packt man die Beutel und das Verpackungsmaterial in eine Styrobox oder kleidet den Versandkarton mit isolierendem Styropor aus. Das ist besonders im Sommer und im Winter wichtig, wenn die Versandtemperaturen eher am oberen oder am unteren Ende der Wohlfühlzone der Garnelen liegen. 
  Achtung:  Einige Versanddienstleister transportieren Styroboxen gar nicht oder nur gegen Aufpreis - die Styropbox sollte daher in einen von der Größe passenden Umkarton gepackt werden. Auch dieser wird gegebenenfalls nochmal gepolstert, damit die Box darin kein Spiel hat. 
   3 Versandtemperaturen 
 Garnelen der Gattungen   Neocaridina   und  Paracaridina  sowie die &quot;üblichen Verdächtigen&quot; der Gattung  Caridina , als da wären  Bienengarnelen ,  Tigergarnelen ,  Caridina cantonensis  und ihre Anverwandten wie  Taiwan Bees  und ihre Hybriden sowie  Amanogarnelen  und ähnlich robuste Garnelen vertragen Versandtemperaturen von 5 bis 25 °C ohne Probleme.   Caridina  cf.  babaulti  &quot;Green&quot;  und   Caridina  cf.  babaulti  &quot;Stripes&quot;  dagegen sollte erst ab 10 bis 25 °C versendet werden, weil sie es doch etwas wärmer brauchen. 
 Sulawesigarnelen aus dem Malili-Seensystem sollten wegen ihrer erhöhten Stressanfälligkeit möglichst gar nicht mit der Paketpost versendet werden, sondern nur mit einem Kurierdienst. Sie dürfen auf keinen Fall auskühlen, schon eine Temperatur unter 25 °C wäre tödlich für die empfindlichen Sulawesigarnelen. 
   3.1 Winterversand 
 Im Winter sollten Garnelen spätestens bei Frost nicht mehr versendet werden. Zwar sind die Tiere wie oben beschrieben zum Teil recht kälteresistent, jedoch sind sie gegen durchfrierende Tüten nicht gefeit, dann sterben sie den Tiefkühltod. 
 Zur Absicherung packen viele Garnelenversender gerne einen Heatpack mit ins Paket - hier muss man jedoch wissen, dass der Heatpack nur dann Wärme abgibt, wenn er genügend Sauerstoff bekommt. Ein absolutes No Go ist es daher, den Heatpack in seine Plastikverpackung zurückzugeben oder diese darunterzulegen. Auch in kleinen oder mit viel Verpackungsmaterial gefüllten Paketen geht er oft vor der Zeit aus. 
 Am sichersten ist es, wenn man den Heatpack an eine Wand der Styroporbox oder des Kartons klebt, damit er nicht unkontrolliert im Paket umherfliegen kann. Die Styrobox wird an dieser Stelle mit einem Loch versehen, sodass der Heatpack von draußen Sauerstoff ziehen kann.  Achtung:  Wohlmeinende Postmitarbeiter kleben Löcher im Umkarton manchmal einfach zu - mehrere kleine, unauffällige Löcher sind besser als ein großes, auffälliges. 
 Der Heatpack darf niemals in direktem Kontakt mit der Garnelentüte oder Garnelenflasche stehen. Er wird über 50 Grad heiß und würde die Garnelen einfach kochen. 
 Wer einem Heatpack wegen der damit verbundenen Risiken nicht so recht traut, kann einfach auf mehrere große, ganz gefüllte Flaschen oder Tüten mit sehr warmem Wasser zurückgreifen, die einen guten Temperaturspeicher in einem ordentlich gedämmten und verpackten Paket darstellen und deutlich weniger risikobehaftet sind als ein Heatpack. Auch die Warmwasserbehälter dürfen natürlich nicht direkt neben den Garnelenbehältern geparkt werden! 
 Wirken die Garnelen nach dem Versand trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wie leblos, ist es gut möglich, dass sie lediglich in Kältestarre sind. Den Behälter mit den Garnelen lässt man in diesem Fall langsam auf Zimmertemperatur kommen. Wie Garnelen nach einem Versand am besten in ihr neues Aquarium eingewöhnt werden, beschreiben wir in unserem Artikel  &quot;Eingewöhnung von Wirbellosen und Fischen&quot;  im Unterkapitel &quot;Garnelen&quot;. 
   3.2 Sommerversand 
 Bei warmem Wetter isoliert eine Styrobox die Garnelen gegen zu hohe Außentemperaturen. Hier gibt man gegebenenfalls Beutel oder Flaschen mit kaltem Wasser als Temperaturpuffer in die Transportbox. Gehen die Temperaturen dauerhaft über 25 °C, sollten keine Garnelen mehr versendet werden - in warmem Wasser löst sich deutlich weniger Sauerstoff, sodass den Tieren auf dem Transport buchstäblich die Luft wegbleiben kann. 
   4 Wer transportiert Garnelen? 
 Nicht jeder Transportdienstleister nimmt lebende Tiere mit, auch Wirbellose bilden hier bei einigen keine Ausnahme mehr. In unserem Wiki-Artikel &quot; Geeignete Versandunternehmen für den Versand von Wirbellosen&quot;  gehen wir genau auf die Vorteile und die Nachteile der jeweiligen Versanddienste ein. 
                ]]> </content> <updated>2021-03-15T00:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Die Drystart-Methode</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/die-drystart-methode</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/die-drystart-methode"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Die Dry Start-Methode ist eine beliebte Methode zum Bepflanzen eines Aquariums im Aquascaping und eignet sich besonders gut für den Start eines Aquariums mit Bodendeckern. Sie tun sich bei einem konventionellen Start manchmal ziemlich schwer, weil sie mit ihren kurzen Wurzeln ...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Warum Dry Start?  
  2 Emers oder submers?  
  3 Einrichten des Aquariums  
 
  3.1 Unterschied zum Normalstart  
 
  4 Pflege  
  5 Befüllen  
  6 Zu beachten  
 
  6.1 Schimmel bekämpfen  
 
 
 
 Der Name Dry Start bedeutet grob übersetzt „Trockenstart“ und beschreibt eine alternative Variante, um ein Pflanzenaquarium oder Aquascape zu starten und einzufahren. 
   1 Wann empfiehlt sich der Dry Start? 
 Besonders bei Aquarien, die den Schwerpunkt auf feine bodendeckende Pflanzenarten und Moose setzen, ist der Drystart eine sehr vorteilhafte Alternative zum normalen Aufsetzen eines Aquariums. Da Bodendecker sehr feine Wurzeln ausbilden und etwas Zeit brauchen, um sich im Bodengrund zu verankern, schwimmen sie meist bei Normalstarts zuerst sehr oft auf, bevor sie richtig anwachsen. Je nach Layout kann dies schon zur Geduldsprobe werden. 
   2 Emers oder submers? 
 Die meisten Aquarienpflanzen sind grundsätzlich unechte Wasserpflanzen und haben daher eine Landform und eine Unterwasserform (emers und submers). In Gärtnereien werden ein Großteil der Pflanzen über Wasser – also emers – herangezogen (z.B. als Topfpflanze oder InVitro Pflanze). Der Aquarianer erhält also eine Pflanze in ihrer emersen Form – beim Dry Start kann diese vorerst wie zuvor, ohne zu stocken und ohne sich auf die submerse Form (wie sonst beim normalen Start) umstellen zu müssen, weiter wachsen. Die emerse Form der Pflanzen kennen wir auch vom Wabi Kusa. 
  Achtung : nicht alle Aquarienpflanzen haben eine emerse Form. Echte Wasserpflanzen wie  Vallisneria  oder  Blyxa  können keine Landform ausbilden und eignen sich nicht für die Drystart-Methode! 
   3 Einrichten des Aquariums 
 Beim Dry Start wird das Aquarium zuerst ganz wie gewohnt gestaltet und eingerichtet: Nach dem Einbringen des Hardscapes, also der Aquariendekoration, und des Bodengrundes (vorzugsweise nährstoffreicher  Soil ) wird das Aquarium bepflanzt und die Pflanzen währenddessen befeuchtet, um ein Austrocknen zu verhindern. 
   3.1 Unterschied zum Normalstart 
 Jetzt, wo normalerweise das Aquarium geflutet werden würde, schafft man den Pflanzen beim Drystart am besten mit einer Sprühflasche eine feuchte, aber nicht zu nasse Umgebung. Damit das auch so bleibt, eignet sich am besten Frischhaltefolie, welche als Abdeckung über das Aquarium gezogen wird und es so verschließt. Den Pflanzen wird dadurch eine gleichmäßige Feuchte garantiert und ein Austrocknen verhindert. 
   4 Pflege 
 Die Pflege eines solchen Drystart-Aquariums gestaltet sich relativ einfach: Ein  Filter , eine  CO 2  -Anlage oder weitere Technik ist vorerst nicht nötig – das Aquarium sollte lediglich etwa 8-10 Stunden  beleuchtet  werden. 
   5 Befüllen 
 Nach etwa 4-6 Wochen haben sich die Pflanzenwurzeln soweit verankert, dass das Aquarium geflutet werden kann. Zum Befüllen legt man hier trotzdem am besten einen kleinen Teller, Zewatücher oder ähnliches über den Bodengrund, damit der Wasserstrahl das Layout nicht durcheinanderbringt. 
   6 Zu beachten 
 Die Drystart-Methode funktioniert am besten für Bodendecker - ist also zum Beispiel optimal für ein Iwagumi. Stängelpflanzen und Rosettenpflanzen sind hier schwieriger zu halten, sie trocknen schneller aus. Andere Pflanzen (Cryptocorynen,  Anubias ,  Bucephalandra  etc.) haben  Probleme bei der Umstellung zur submersen Form  und verlieren beim Fluten häufig erst einmal alle Blätter. 
   6.1 Schimmel bekämpfen 
 Beim Dry Start kann es anfangs zu Schimmelbildung kommen. Das feuchte Milieu im startenden Aquarium ist für Schimmelpilze optimal. Dagegen kann man mit  Zimt wasser vorgehen. Dabei machen wir uns die fungizinden Bestandteile des Zimts zunutze. 
 Gebraucht wird für den Zimtsud eine Zimtstange, eine Tasse Wasser, ein Topf, ein Herd und natürlich eine Sprühflasche. 
 
 In einen Topf wird eine Tasse Wasser zum Kochen gebracht 
 Die klein gebrochene Zimtstange zugeben, 3 Minuten kochen lassen. 
 Den Herd ausschalten, den Topf abdecken und nochmals 3 Minuten ziehen lassen. 
 Zimt abseihen, den Zimtsud abkühlen lassen. 
 In eine Sprühflasche geben und die schimmeligen Stellen im Dry Start großzügig einsprühen. 
 
                ]]> </content> <updated>2019-04-24T01:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Wo kauft man Garnelen am besten?</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/wo-kauft-man-garnelen-am-besten</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/wo-kauft-man-garnelen-am-besten"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Wie man Garnelen kauft, ist ebenso wichtig wie die Frage, wo man Garnelen am besten kaufen kann. Oft gibt es lokal nicht genau die Farbe oder Art, die man gerne möchte, oder man hadert mit dem Versand beim Onlinebestellungen. Wir dröseln hier die verschiedenen Bezugsquellen ei...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Online-Händler  
  2 Zooladen / Baumarkt  
  3 Privat / Kleinanzeige  
  4 Gewerbliche Züchter  
  5 Messe / Börse / Auktion  
 
 
 Die persönliche Erfahrung zeigt: Es gibt überall gute und schlechte Menschen. Wo ihr am besten die Garnelen für euer Aquarium kauft, ist also am Ende immer noch eure persönliche Entscheidung. 
 Allgemeine Kriterien für die Beurteilung von Garnelen im Verkauf habe ich in meinem Wiki-Artikel &quot; Kriterien beim Kauf vom Garnelen &quot; beschrieben. 
   1 Online-Händler 
 Die Tiere live und vor Ort einzuschätzen ist bei einem Online-Shop naturgemäß schwierig bis gar nicht möglich. Die Fotos auf der Webseite sehen zwar normalerweise gut aus, aber man bekommt in der Regel nicht genau das Tier vom Bild. Einige Händler geben überwiegend Importe weiter, andere verkaufen aber auch eigene Nachzuchten. Schreibt eine Nachricht und fragt nach - kommt eine nette, schnelle und idealerweise erfreuliche Antwort, ist das schonmal gut. Wenn nicht: Finger weg! 
 Lest Bewertungen an verschiedenen Stellen! Findet ihr auf der Homepage ausschließlich gute Bewertungen, ist der Shop entweder wirklich gut oder es wurde eventuell getürkt. Besser: ihr sucht in Foren oder Gruppen nach Erfahrungsberichten. 
 Gute Händler sind nicht in erster Linie Verkäufer, sie sind Berater. Wenn ihr bei der Hotline ein offenes Ohr und auch auf der Seite detaillierte, gute Infos findet, ist das ebenfalls ein gutes Zeichen. 
 Die konkreten Abgabetiere könnt ihr allerdings im Normalfall bei einem Online-Shop, der mit Garnelen fürs Aquarium handelt, nicht sehen und nicht einzeln aussuchen. 
   2 Zooladen / Baumarkt 
 Oft gibt es hier eine interessante Auswahl, häufig handelt es sich um Importtiere. Allerdings wissen manche Verkäufer sehr wenig über die Tiere und sehr viel über den Einzelhandel. Dass Baumarkt schlecht und Zooladen gut ist, ist übrigens ein oft gehörtes, aber dennoch unwahres Gerücht - es steht und fällt immer mit dem jeweiligen Verkäufer! 
 Frisch importierte Zwerggarnelen können schöne Farben haben, aber auch gesundheitliche Probleme mitbringen. Oft werden die am intensivst gefärbten Tiere geliefert, was gerade bei den gerne für Anfänger empfohlenen  Neocaridina  bedeuten kann, dass überwiegend Weibchen zu kaufen sind. 
 Sich gezielt einzelne Tiere auszusuchen ist nicht unbedingt möglich. 
   3 Privat / Kleinanzeige 
 Oft günstig und nah. Tretet aber auch hier vorher unbedingt in Kontakt! Lasst euch die Abgabetiere zeigen oder keschert gleich selber. Wenn der Verkäufer euch das Becken nicht zeigen will, kann das ein Hinweis auf ein schwarzes Schaf sein. Die meisten Garnelenzüchter sind stolz auf ihre Tiere und zeigen sie gerne! 
 Kommen die Tiere aus einem funktionierenden Aquarium aus Liebhaberzucht, könnt ihr hier manchmal echte Schnäppchen machen und erspart den Tieren zusätzlich den Versand. 
   4 Gewerbliche Züchter 
 Manchmal schwer vom Händler oder vom Hobbyzüchter zu unterscheiden. Hier solltet ihr aber auf jeden Fall ebenfalls persönliche Hilfestellung bekommen können. Auch gewerbliche Züchter erzählen gerne, was es braucht, um den verkauften Tieren ein gemütliches Heim zu schaffen. 
 Auch hier könnt ihr gerne fragen, ob ihr selber keschern dürft. Oft gibt es hier “Holdback“-Tiere, solche, die für die weitere Zucht im Becken bleiben sollen. In der Regel fragt euch der Züchter aber, ob die angebotenen Tiere für euch okay sind. Ihr dürft hier gerne sagen: ich hätte gern mehr Männchen, mehr Jungtiere oder, oder … Züchter kennen das und werden tun, was sie können. 
 Solltet ihr bei dem von euch angesprochenen Züchter keinen netten Kontakt herstellen können, könnt ihr auch nochmal weiter schauen. Denkt aber daran: So wie es in den Wald hinein schallt … Seid also eurerseits freundlich, offen und versucht nicht, auf unterirdische Preise zu handeln - es geht hier um lebende Tiere! 
 Züchtertiere von gewerblichen Züchtern sind manchmal etwas teurer, strotzen dafür aber auch in der Regel vor Farbe und Gesundheit. 
 Wenn der Züchter eures Vertrauens nicht in der Nähe wohnt, könnt ihr auch vorab um Fotos der Abgabetiere bitten. In der Regel ist ein Garnelenzüchter gerne bereit, Fotos seiner Tiere zu zeigen, wenn ihr ernsthaftes Interesse zeigt. Bitte denkt daran, dass das Fotografieren von Garnelen Zeit braucht, und fragt nicht einfach nur zum Spaß nach Bildern! 
   5 Messe / Börse / Auktion 
 Hier findet ihr alle Arten von Verkäufern. Macht euch vor dem Kauf schlau! Wer verkauft hier was? Häufig trifft man einige der bekannten Onlineshops und gewerbliche Händler / Züchter bei Messen an, private Züchter auch auf Börsen. Hier könnt ihr die Tiere vor dem Kauf anschauen und gegebenenfalls sogar Einzeltiere entweder selbst herausfangen oder herausfangen lassen. 
 Hier könnt ihr aber auch Neuheiten bekommen und Messeschnäppchen machen. Außerdem rennen hier viele Gleichgesinnte rum, die bestimmt gerne ein paar Tipps geben. 
                ]]> </content> <updated>2018-10-12T02:45:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Kriterien beim Kauf von Garnelen </title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/kriterien-beim-kauf-von-garnelen</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/kriterien-beim-kauf-von-garnelen"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Der Kauf von Garnelen ist immer auch Vertrauenssache. Gerade Einsteiger sind hier oftmals völlig überfordert, daher möchten wir euch hier einige Kriterien an die Hand geben, wie ihr eine gute Quelle für Garnelen identifizieren könnt und woran ihr erkennt, ob eure Garnelen beim...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Das Verkaufsbecken  
 
  1.1 Was ist ok?  
  1.2 Was ist nicht ok?  
 
  1.2.1 Kriterium Beifische  
 
  1.3 Umgang mit Problemen  
 
  2 Die angebotenen Garnelen  
 
  2.1 Wie verhalten sie sich?  
  2.2 Wie sehen sie insgesamt aus?  
  2.3 Wie sehen Einzeltiere aus?  
 
  3 Gute Onlineshops erkennen  
 
  3.1 Versand  
  3.2 Verpackung  
 
  4 Welche Garnelen kaufen?  
 
 
 Wenn das Aquarium passend eingerichtet ist und das  Ökosystem stabil ist , geht es an den Besatz. Doch beim Kauf von Garnelen gibt es eine Menge zu beachten. 
 Hier folgt ein kleiner Leitfaden, was beim Einkauf wichtig ist und woran ihr einen guten Händler erkennt. Überwiegend treffen die folgenden Kriterien natürlich auf Garnelen zu, die ihr zum Beispiel in einer  Zoohandlung , beim  Hobbyzüchter  oder beim  gewerblichen Züchter , an einem  Messestand oder bei einer Börse  direkt anschauen könnt, aber auch Fotos von Zuchtaquarien und Bilder von Garnelen bei Onlineshops können euch entscheidende Hinweise liefern. 
 In einem weiteren Artikel in dieser Wiki stelle ich euch die verschiedenen Bezugsquellen noch genauer vor, bei denen ihr Garnelen kaufen könnt: &quot; Wo kauft man Garnelen am besten? &quot; 
   1 Das Verkaufsbecken 
   1.1 Was ist ok? 
 Natürlich ist ein Verkaufsbecken meist kein schönes Biotop. Der Käufer soll die Tiere sehen können, die ja auch nur ein paar Wochen dort unterkommen. Deshalb sind eine  üppige Bepflanzung  und liebevoll eingerichtete Naturdekoration kein Muss. Kahle Becken mit nackigem  Kies  sind völlig in Ordnung, ein wenig  Algenaufwuchs  ist toll (das beste Garnelenfutter). 
 Bräunliches Wasser ist kein schlechtes Zeichen - oft sind  Huminstoffe  für diese Farbe verantwortlich, und die wirken sogar leicht desinfizierend. Auch ein wenig Mulm ist in einem biologisch aktivem Aquarium ganz normal und spricht für funktionierende Bakterienkulturen, ist also sogar gut. 
 Ein ganz neu eingerichtetes, klares Becken ist aber ebenfalls okay. Es sagt zwar aus, dass die Verkaufstiere noch nicht lange gehalten werden, das ist aber kein Problem, wohnen sollen sie ja bei uns. 
   1.2 Was ist nicht ok? 
 Ein paar Sachen solltet ihr im Verkaufsbecken aber nicht vorfinden. Im Aquarium stimmt ganz grundsätzlich etwas nicht, wenn: 
 
 das Wasser  trüb oder weiß  ist 
 das Wasser  grün  ist 
  Blaualgen  zu finden sind 
 parasitäre Begleitfauna an der Scheibe sitzt (z.B.  Schneckenegel ,  Planarien ) 
 viele leere  Schneckenhäuser  oder sogar  tote Garnelen  zu sehen sind 
 
   1.2.1 Kriterium Beifische 
 Beifische sind besonders in Aquarien in Geschäften oft zu finden. Das ist in erster Linie das Problem des Händlers, da kleine Garnelen von den meisten Fischen gern mal gefressen werden, solange sie ins Maul passen. Der Zustand der schuppigen Mitbewohner kann allerdings als Indikator für die Beckenfürsorge der Verkaufsstelle mit bewertet werden: 
 
 Haben die Fische eindeutige Krankheitssymptome, z.B. Weißpünktchen oder Oodinium? 
 Wirken die Bäuche seltsam aufgebläht? (Auch Fische sind nicht immer alle trächtig.) 
 Stehen die Fische in Farbe oder wirken sie matt, haben ggf. sogar Stresszeichnung? 
 Liegen oder treiben tote Tiere im Becken? 
 
   1.3 Wie geht der Händler mit Problemen um? 
 Findet ihr eines der aufgelisteten Anzeichen im Aquarium mit euren Wunschgarnelen, sprecht den Händler darauf an. Weicht er aus oder verharmlost die Situation, müsst ihr leider davon ausgehen, dass es sich um eine nicht ganz ehrliche Verkaufsstelle handelt, die mehr Wert auf Umsatz als auf die Tiere legt, oder wo die Verkäufer selber keine Ahnung haben. Achtung: Oft überspielen Verkäufer die (teils unbeabsichtigte, bitte keine Verurteilungen an dieser Stelle) Unwissenheit mit Empfehlungen von Produkten zur Behandlung oder Überredungskünsten. Trotzdem gilt es zu erwägen, ob man hier wirklich Tiere kaufen möchte. 
 Seriöse Händler können präzise Auskünfte geben und verschleiern eventuelle Probleme nicht. 
 Wenn ihr  Begleitfauna  seht, aber nicht sicher seid, ob sie zu den “Guten“ gehört, könnt ihr auch fragen - kann der Verkäufer die Untermieter benennen? Wenn nicht, dann solltet ihr ebenfalls tendenziell eher die Finger vom Kauf lassen! 
   2 Die angebotenen Garnelen 
 Ist das Becken in Ordnung, schauen wir uns die Garnelen an. 
   2.1 Wie verhalten sich die Tiere? 
 Piddeln sie fleißig die Körner des  Bodengrunds  ab und wandern oder schwimmen sie von Zeit zu Zeit?  Gut. &amp;nbsp;  Oder sitzen sie apathisch auf einer Stelle?  Schlecht.  Schwimmen alle angestrengt in einer Ecke an die Oberfläche? Schlecht. Dass Garnelen gegen die Filterströmung hochschwimmen, ist allerdings normal und kein Alarmzeichen.  Zucken die Tiere seltsam, liegen manche seitlich oder sogar auf dem Rücken?  Auch schlecht.   Dass sich Garnelen verstecken, ist übrigens normal, vor allem, wenn Fische mit im Becken sind. 
   2.2 Wie sehen die Tiere in ihrer Gesamtheit aus? 
 Sind alle gleichmäßig gefärbt? Gut. Eine gewisse Streuung in Farbintensität und Zeichnung ist allerdings normal.  Oder seht ihr Mischformen? Gut - die Garnelen vermehren sich im Aquarium, und schlecht - der Genpool ist nicht mehr “sauber“, es könnten auch in Zukunft Mischer fallen, selbst wenn ihr nur Tiere in der Farbe nehmt, die ihr wünscht.  Sind alle Tiere gleich alt und groß?  Nicht optimal. Es handelt sich vermutlich um einen frisch importierten Stamm. Gefahr besteht hierbei, dass der Transportstress noch nicht lange her ist, die Tiere sind möglicherweise  immunschwach . Außerdem kommt es vor, dass überwiegend ein Geschlecht im Becken sitzt, mit Pech kann man dann lange auf  Nachwuchs  warten. 
 Tragende Tiere sollten nicht unbedingt als gutes Zeichen bewertet werden, oft kommen sie schon mit Eiern unterm Bauch aus der Zuchtanlage. Wenn ihr aber sehr kleine Jungtiere im Becken seht, ist das wiederum gut - das bedeutet, dass die Garnelen so gehalten werden, dass die Jungtiere überleben. 
   2.3 Wie sehen die Garnelen im Einzelnen aus? 
 Mögliche häufig vorkommende Parasiten sind: 
 
  Saugwürmer / Kiemenwürmer  
  Glockentierchen  
  parasitäre Garnelenalge  
 
  Sprecht auch hier die Verkäufer gerne an und weist sie darauf hin. Kaufen solltet ihr die Garnelen so eher nicht, aber die Reaktionen sagen viel über den Händler. 
 Weitere schlechte Zeichen sind: 
 
  weißes oder trübes Fleisch  
  fehlende Extremitäten oder Fühler  
  breiter Häutungsspalt  
 klare Deformationen 
  braune Flecken  
 Verletzungen 
  Verpilzungen  
 
  Vorsichtig sein und nachfragen solltet ihr bei: 
 
 deutlich blasser Farbe (kann aber auch am - dann oftmals hellen -  Bodengrund  oder am kürzlichen Transport liegen) 
 sehr unterschiedlich gefärbten Tieren im Becken (kann “schlechtes“ Zuchtmaterial sein) 
 leichten Deformationen (auch hier besser die Finger von lassen, sie sind aber nicht immer leicht zu erkennen) 
 
   3 Wie erkenne ich einen guten Onlinehändler? 
 Online kann man die Aquarien natürlich nur sehr eingeschränkt betrachten. In Onlineshops oder in Verkaufsanzeigen in Online-Portalen oder auf Facebook seht ihr ausschließlich das, was der Händler möchte, dass ihr es seht. Aber auch hier könnt ihr die oben erwähnten Kriterien anwenden, ein paar Dinge lassen sich oftmals auch auf den Fotos beurteilen. Woran man noch einen guten Onlineshop erkennt, habe ich  hier  zusammengefasst. Außerdem gibt es noch weitere Kriterien, die speziell für Online-Bestellungen von Garnelen fürs Aquarium zutreffen: 
   3.1 Versand 
 Zu Versandunternehmen, mit denen Garnelen versendet werden können oder eben auch nicht, habe ich einen  eigenen Artikel  verfasst. Einen guten Händler erkennt ihr übrigens auch daran, dass er für Tiertransporte nicht die billigste Versandvariante anbietet, sondern eine möglichst tierfreundliche. Bietet er Expressversand oder zumindest versicherten Versand mit Sendungsverfolgung an? Liefert er über ein Transportunternehmen, bei dem der Versand von Wirbellosen erlaubt ist? 
   3.2 Verpackung 
 Auch die Verpackung ist wichtig: Sind die Tiere fachgerecht verpackt? Verwendet der Verkäufer zum Beispiel Styroboxen für den Versand und legt er bei kalten Temperaturen eine Wärmequelle (beispielsweise ein Heatpack oder einen Extrabehälter mit warmem Wasser) bei? Haben die Tiere etwas im Beutel, woran sie sich festhalten können - grüne Filterfasern, Filterschwamm oder etwas vergleichbares? Da Pflanzen in der Dunkelheit Sauerstoff verbrauchen, sollten sie keinesfalls mit in den Transportbeutel zu den Tieren kommen! 
 Sind Garnelen, Krebse, Krabben und Schnecken ordentlich verpackt, sind mehrere Tage Laufzeit bei Normaltemperaturen kein Problem. In der Regel verpacken informierte Verkäufer ihre Tiere so gut, dass ihnen ein Versand von 24-48 Stunden (bei niedrigen Temperaturen sogar noch deutlich länger) nichts ausmacht. Habt also keine Angst vor dem Versand. 
   4 Welche Garnelen kaufen wir jetzt also? 
 Entsprechen die auserwählten Tiere und natürlich auch der Anbieter euren Anforderungen, achtet auf eine ausgewogene Mischung.  Kauft Tiere verschiedener Größe, selbst wenn kleinere Garnelen oft noch nicht gut gefärbt sind.  Weicht nicht zu sehr von eurer ursprünglichen Vorstellung an Tieren ab, auch wenn der Verkäufer euch tolle Sachen verspricht. Im Zweifel noch mal nach Hause fahren und nachlesen, ob die Informationen stimmen. Schaut euch die Verkaufsbezeichnung an. Noch nie gehört? Dann sind es möglicherweise ausselektierte Tiere eines etablierten Stammes, die man mit einem Fantasienamen unter die Leute bringen will.  Zu günstige Preise sollten euch auch stutzig machen. Überlegt euch: Wer wird von diesem Geld satt oder eben auch nicht? Tierrecht und Menschenrecht dürfen beide nicht auf der Strecke bleiben. Das sollte sich in einem angemessenen Preis widerspiegeln. 
                ]]> </content> <updated>2018-10-12T01:45:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Geeignete Versandunternehmen für den Versand von Wirbellosen</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/geeignete-versandunternehmen-fuer-den-versand-von</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/geeignete-versandunternehmen-fuer-den-versand-von"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Bei guter, fachgerechter Verpackung ist der Versand von Wirbellosen fürs Aquarium kein Problem, aber mit welchen Transportunternehmen darf man Garnelen, Krebse, Schnecken und Co. überhaupt transportieren?
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Ausdrücklich erlaubt  
 
  1.1 Normalversand und Expressversand  
  1.2 Spezieller Tiertransport  
  1.3 Mitfahrzentralen  
 
  2 Die Grauzone  
  3 Ausdrücklich ausgeschlossen  
 
 
 Tierversand ist ein heikles Thema, und der Versand von Wirbellosen und insbesondere von Garnelen ist nicht ganz unumstritten. Ist die Verpackung ordentlich gemacht, kommen die Tiere in der Regel heil beim Empfänger an. Aber nicht jeder Versanddienstleister nimmt überhaupt Wirbellose zum Transport an. Die Angaben unten werden aktualisiert, sobald sich etwas ändert und wir das mitbekommen - im Zweifelsfall sucht euch die AGBs der Transportdienstleister auf den jeweiligen Webseiten heraus und lest kurz selber nach! Stand: November 2021 
   1 Ausdrücklich erlaubt 
   1.1 Normalversand und Expressversand 
 Der Paketdienst DHL erlaubt den Versand lebender wirbelloser Tiere ausdrücklich, sofern die Tiere fachgerecht verpackt werden. Die Pakete werden beim Transport nicht gesondert behandelt und alle bekannten Probleme können hier auftreten: verschwundene Pakete, geworfene Pakete, kaputte Pakete. Wählt auf jeden Fall immer versicherten Versand mit Sendungsverfolgung - eine Garantie für Unversehrtheit gibt es damit allerdings leider auch nicht. 
 Expresspakete werden etwas schonender behandelt und kommen in der Regel etwas schneller an, aber auch hier kann es einmal schiefgehen. 
   1.2 Spezieller Tiertransport 
 GO! ist etwas teurer, ist aber speziell für schonende Tiertransporte ausgelegt. Wenn das Paket entsprechend gekennzeichnet ist, wird es mit besonderer Vorsicht gehandhabt. Außerdem habt ihr eine Garantie auf eine Lieferung am nächsten Tag. Hier sind Probleme durch den Versand eher nicht zu erwarten - und das sollte uns das Wohl unserer Tiere doch Wert sein, oder? Deutschlandweit kostet ein Go!- Versand ca. 30€. 
   1.3 Mitfahrzentralen 
 Auch eine Mitfahrzentrale oder eine spezielle Tier-Mitfahrzentrale ist eine beliebte Möglichkeit, Garnelen, Schnecken, Krebse oder andere Wirbellose aus dem Aquarium zum neuen Besitzer zu bringen. Hier kann man mit etwas Glück einen sehr schonenden und vergleichsweise günstigen Transport organisieren. 
   2 Die Grauzone 
 UPS geht in den Versandbedingungen nicht auf Tiertransporte ein, hier haben wir also eine Grauzone. Der Versand von Wirbellosen ist weder wirklich ausgeschlossen noch wirklich erlaubt. Es gibt für einen Tiertransport daher sicherlich bessere Alternativen. 
   3 Ausdrücklich ausgeschlossen 
 TNT, Hermes und DPD verbieten in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen grundsätzlich den Versand aller Tiere, ob wirbellos oder nicht. 
                ]]> </content> <updated>2018-10-05T00:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Aquarium animpfen</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/aquarium-animpfen</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/aquarium-animpfen"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Ein Aquarium mit einer nützlichen Mikroflora anzuimpfen ist eigentlich ein guter Rat, aber auch hier kursieren einige Fehlinformationen, die während der Jahre nicht besser werden. Wir erklären dir in diesem Artikel, welche Möglichkeiten du hast, nützliche Filterbakterien in de...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Aquarium animpfen  
  2 &quot;Gute&quot; Bakterien einbringen  
 
  2.1 Einfach abwarten  
  2.2 Filterschwamm ausdrücken  
  2.3 Bakterienpräparate  
  2.4 Erdaufguss  
 
 
 
   1 Warum animpfen? 
 Ein frisch eingerichtetes Aquarium hatte noch keine Zeit, eine Bakterienflora aufzubauen, die die Aquarienbiologie durch Schadstoffabbau unterstützt. Im Aquarium fallen organische Schadstoffe an (abgestorbene Pflanzen, Futterreste, Kot, tote Tiere, …), die von Bakterien abgebaut werden. Es ist also durchaus sinnvoll, gleich die richtigen Bakterien einzubringen und das Aquarium &quot;anzuimpfen&quot;. Dem dafür zuständigen Vorgang, der  Nitrifikation beziehungsweise dem Stickstoffkreislauf  haben wir einen eigenen Wiki-Artikel gewidmet, und auch die  Einfahrphase des Aquariums  behandeln wir in einem eigenen Eintrag. Bitte klick auf die grün unterlegten Wörter, um zum jeweiligen Artikel zu gelangen. 
 Übrigens kann es auch bei schon länger laufenden Aquarien nicht schaden, wenn man ab und zu einmal die Bakterienflora ergänzt und Arten einbringt, die im Becken vielleicht schon ausgestorben sind. Ein Aquarium ist kein statisches System, und wenn sich die Bedingungen ändern, ist es möglich, dass die Bakterienpopulation in ihrer Zusammensetzung nicht mehr so gut passt wie vorher. 
   2 Wie kommen die &quot;guten&quot; Bakterien ins Aquarium? 
   2.1 Einfach abwarten 
 Man kann einfach so lange warten, bis sich &quot;von selbst&quot; eine passende Bakterienflora ausbildet - das geht, aber kann eine lange Zeit dauern. Die nitrifizierenden Bakterien sind eigentlich Bodenbakterien, die eben auch im Wasser überleben können, wenn sie ausreichend  Sauerstoff  haben. Sie sind damit durchaus einfach Teil des natürlichen Staubes und gelangen so auch ganz von alleine ins Aquarium. Allerdings dauert es, bis sie in den Mengen vorliegen, die dann auch effektiv Schadstoffe abbauen können. Auch auf Pflanzen aus laufenden Aquarien sitzen bereits nützliche Bakterien in  Biofilmen , aber auch hier kann es länger dauern, bis die Aquarienbiologie im Gleichgewicht ist, weil die Bakterienmenge vergleichsweise recht gering sein kann. Bringt man von außen gleich die passenden Bakterien ein, dauert das Einfahren des Aquariums deutlich weniger lang. 
   2.2 Filterschwamm ausdrücken 
 Um diese Einfahrzeit abzukürzen, hört man oft, man solle einfach den Filterschwamm aus einem bereits laufenden Aquarium ausdrücken. Sinnvoll ist das jedoch nicht immer: Mit der Zeit bildet sich in jedem Aquarium eine sehr spezifisch auf die Verhältnisse abgestimmte Bakterienflora aus. Es kann dadurch vorkommen, dass man nur noch ganz wenige Bakterienarten ins Aquarium einbringt und das neue Becken nie richtig zum Laufen kommt. 
 Erkennen kann man das zum einen daran, dass in solchen Aquarien dann immer noch etwas  Nitrit  nachweisbar ist, zum anderen daran, dass das System sehr schnell aus dem Gleichgewicht kommt. Nur ein wenig zu viel Futter und die Biologie gerät aus dem Gleis. Das Wasser &quot;kippt&quot; und in schlimmen Fällen sterben sogar Tiere dabei. 
 Was ebenfalls passieren kann, wenn man &quot;gebrauchten&quot; Filterschlamm ins neue Aquarium einbringt: Man kann Krankheitserreger, Schädlinge und Parasiten aus dem bereits laufenden Aquarium ins neue System einschleppen. Sehr oft sitzen Würmer wie  Planarien  im Filter, aber auch Krankheitserreger wie die Erreger der Krebspest ( Aphanomyces astaci ) oder der Weißpünktchenkrankheit bei Fischen ( Ichthyophthirius ) - um nur zwei Beispiele zu nennen - können mit Filterschlamm aus einem laufenden Aquarium übertragen werden. Sogar dann, wenn im laufenden Becken eigentlich gar keine Probleme sichtbar geworden sind. 
   2.3 Präparate aus dem Handel 
 Besser ist es, ein Aquarium gleich von Anfang an richtig ins Laufen zu bringen und gleich eine große Zahl der passenden Bakterien einzubringen. Die wichtigsten Bakterien sind hier enthalten und so stabilisiert, dass sie im Aquarium wieder zu arbeiten beginnen können. Vorausgesetzt, das Präparat wurde sachgemäß gelagert, was nicht immer zu 100% gegeben sein kann.  
 Sehr gut bewährt haben sich hier beispielsweise Präparate der Firma Microbe-Lift (zum Beispiel Special Blend). 
   
   2.4 Der Erdaufguss 
 Der gute alte Erdaufguss ist schon sehr lange in der Aquaristik im Einsatz. Hier macht man sich zunutze, dass die Bakterien, die im Aquarium für sauberes Wasser sorgen, eigentlich in den obersten Bodenschichten leben, wo sie organische Abfälle umbauen und verstoffwechseln. Unsere normale Gartenerde enthält bereits aktive Formen von Nitritbakterien (wie zum Beispiel  Nitrosomonas ,  Nitrosococcus  und  Nitrosospira ) und Nitratbakterien (beispielsweise  Nitrobacter ,  Nitrolancetus ,  Nitrospina ,  Nitrospira  und  Nitrococcus ). 
 Um ein weites Spektrum dieser Bakterien in großer Zahl ins Aquarium einzubringen, braucht man daher lediglich einen halben Esslöffel ungedüngter Gartenerde, die man in einem sauberen Glas mit Wasser aufgießt. Gut umrühren, abstehen lassen. Wir verwenden nur das Wasser, nicht die abgelagerte Erde. 
 Ein Esslöffel des Wassers reicht für ein Standard-54er-Aquarium. Bitte nicht überdosieren - zu viel Erdaufguss im Aquarium führt zu absterbenden Bakterien, weil im neuen Aquarium nicht genügend Nahrung für sie zur Verfügung steht, und zu eindrucksvollen  Bakterienblüten  in der Folge, wenn die abgestorbenen Bakterien von anderen Bakterien verwertet werden. Ein paar Schwebeteilchen im Wasser machen übrigens nichts aus, sie sinken mit der Zeit ab und werden verwertet. Man sollte nur nicht die geballte Erdmasse ins Aquarium einbringen. 
   
                ]]> </content> <updated>2018-07-02T02:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Abwasserpilz und Bakterienrasen</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/abwasserpilz-und-bakterienrasen</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/abwasserpilz-und-bakterienrasen"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Watteartige weißliche Beläge, fädig oder formlos, kommen besonders in der Einfahrphase des Aquariums häufig auf Wurzeln aus echtem Holz vor. Was sich dahinter verbirgt und ob man dagegen vorgehen muss, erfahrt ihr hier.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Abwasserpilz  
 
  1.1 Aussehen  
 
  2 Im Aquarium  
 
  2.1 In der Einlaufphase  
  2.2 Im laufenden Aquarium  
 
  3 Bakterienrasen  
 
  3.1 Aussehen  
  3.2 Vorgehen  
 
 
 
   1 Abwasserpilz - was ist das? 
 Der Name Abwasserpilz bezeichnet - ein wenig missverständlich - eine Ansammlung von Bakterien. Hauptsächlich findet sich darin die Art  Sphaerotilus natans . 
 Wie der Name schon sagt, kommt es häufig in Abwässern bzw. in stark belasteten Gewässern zu einer Massenvermehrung dieser Bakterien, welche sich dann auf Substraten ansiedeln und sich von organischen Verbindungen ernähren. Der Abwasserpilz gilt als Bioindikator für verschmutzte Gewässer. 
   1.1 Aussehen 
 Man erkennt den weißlichen Abwasserpilz leicht am langgezogenen fadenförmigen Aussehen. Er ähnelt bei großer Ansammlung der Form nach einem Pilzgeflecht. 
 Die Bakterien der Art  Sphaerotilus natans  sind Stäbchenbakterien. Sie werden hintereinander gereiht in einer röhrenartigen Scheide zusammengehalten, wodurch sich lange Ketten bilden – dies verleiht ihnen ihr charakteristisches Aussehen. An den Fäden befinden sich weitere Bakterienarten und andere Einzeller, die dort eine Lebensgemeinschaft bilden. 
   2 Abwasserpilz im Aquarium 
   2.1 In der Einlaufphase 
 In einem eingefahrenen Aquarium kommt eine Massenvermehrung von Bakterien der Art  Sphaerotilus natans  in Form eines Abwasserpilzes relativ selten vor. In einem Aquarium in der  Einlaufphase  kann es durch organische Verunreinigungen zu einem Auftauchen des Abwasserpilzes in Form eines Bakterienflaumes kommen. An Wurzeln und Hölzern tauchen dann weiße, watteartige Massen auf, die bei genauerer Betrachtung aus weiß-milchigen langen Fäden bestehen. Sind die Nährstoffe verwertet, verschwindet der Abwasserpilz wieder, wie er gekommen ist. 
 Mit zunehmener Entwicklung kann der Abwasserpilz bräunlich bis dunkelbraun werden. 
   2.2 Im laufenden Aquarium 
 Sollte dieses Phänomen im Aquarium längere Zeit nach der Einfahrphase auftauchen, ist es ein ernst zu nehmender Verweis auf eine schlechte Wasserqualität und auf eine viel zu hohe organische Belastung. In diesem Fall ist es anzuraten, dass vermehrt  Wasserwechsel  durchgeführt werden und die Ursache der Verschmutzung gefunden wird. Ursachen können beispielsweise faulende Wurzeln, Ansammlungen von Futterresten in Höhlen und anderen Dekogegenständen oder gammelnder Nährboden sein. Auch nicht für die Aquaristik geeignete Dünger wie Gartendünger oder Zimmerpflanzendünger, unsachgemäß behandelte, insbesondere gründlich ausgekochte Wurzeln oder Äste und so weiter). 
   3 Bakterienrasen 
 Viel öfter kommt der von Aquarianern oft irrtümlich als Abwasserpilz bezeichnete Bakterienrasen vor, der bei Vorhandensein vieler Nährstoffe extreme Ausmaße annehmen und ganze Wurzeln zudecken kann. 
   3.1 Aussehen 
 Dieser Bakterienrasen allerdings bildet keine Fäden, sondern nimmt flaumige, fast schon flauschig aussehende Formen an. Besonders an nährstoffreichen organischen Substraten (wie z.B. an neu gekauften Wurzeln) vermehren sich verschiedenste die Nährstoffe, insbesondere die eingelagerten Zuckerstoffe abbauenden Bakterien rasant, wodurch es zu sichtbaren schleimigen Ausbildungen kommt. 
   
   3.2 Vorgehen 
 Trotz des oft erschreckenden Aussehens ist der Bakterienrasen harmlos und verschwindet wieder, nachdem die Nährstoffquelle versiegt ist. Ein Bakterienrasen stellt eine Art  Biofilm  dar - Schnecken und Garnelen stürzen sich gerne darauf und vertilgen ihn. Man kann das Auftreten des Bakterienrasens, der gerne beim Einbringen neuer Wurzeln und grundsätzlich in der Einfahrphase auftritt, einfach aussitzen. 
 Sollte der Bakterienrasen jedoch über lange Zeit nicht verschwinden, gilt es auch hier, die Ursache zu finden. Das Auftreten kann ebenfalls in faulenden Hölzern, Ansammlungen von Futterresten in Deko oder an  gammelndem Bodengrund  begründet sein. Eine zusätzliche Sauerstoffzufuhr kann hier (für den Besatz) hilfreich sein, da sich die Massenvermehrung von Bakterien oft  sauerstoffzehrend  auswirkt. 
 Dabei kann der Bakterienrasen beeindruckend dick und wattig werden. 
                ]]> </content> <updated>2018-02-28T01:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Einrichten eines Aquariums – die Einlaufphase</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/einrichten-eines-aquariums-die-einlaufphase</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/einrichten-eines-aquariums-die-einlaufphase"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Das Aquarium einfahren - was bedeutet das eigentlich? Hier erklären wir euch genau, was die sogenannte Einfahrphase oder die Einlaufzeit des Aquariums eigentlich ist und woran man erkennt, dass ein Aquarium für die ersten Bewohner bereit ist.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Die ersten Tage  
  2 Stabiles Gleichgewicht  
  3 Der Nitritpeak  
 
  3.1 Entstehung  
  3.2 Ammoniumpeak  
 
  4 Dauer der Einfahrphase  
 
  4.1 Grundlagen  
  4.2 Verspäteter Nitritpeak  
 
  4.2.1 Gegenmaßnahmen  
 
  4.3 Vorbeugen  
 
  4.3.1 Starterbakterien vs. Filterschlamm  
 
  4.4 Empfehlung zur Dauer der Einfahrzeit  
 
  5 Das Aquarium besetzen  
 
 
 Als Einlaufphase oder Einfahrzeit bezeichnet man die Zeit ab dem Befüllen des Aquariums bis zu dem Punkt, an dem das Aquarium ein stabiles Gleichgewicht erreicht hat. 
   1 Die ersten Tage 
 Ein frisches Aquarium ist in der Regel noch ein biologisch praktisch totes Aquarium. Kleine Wassertierchen sucht man vergeblich, auch einen Bakterienfilm gibt es noch nicht. 
 Nach ein paar Tagen jedoch kann man bereits an den Scheiben des Aquariums eine schleimige Schicht bemerken, an der Wasseroberfläche zeigt sich manchmal ein öliger Film und auf Wurzelhölzern entdeckt man eventuell auch weiße (oft als „Schimmel“ bezeichnete) Beläge. Das sind eindeutige Anzeichen dafür, dass das Aquarium &quot;einläuft&quot; – Bakterien vermehren sich und bilden  Biofilme , oft auch in Gemeinschaft mit  Algen  wie den braunen  Kieselalgen  (oft auch als irrtümlich als Braunalgen bezeichnet - Braunalgen als solche gibt es jedoch nur im Meer). Besonders gut vermehren sich Biofilme an nährstoffreichen Orten wie an den genannten Hölzern. Diese weißen, wie Schimmel aussehenden Beläge werden auch als  Abwasserpilz  bezeichnet. An der Wasseroberfläche nennt man den Bakterienfilm  Kahmhaut . 
 Langsam nehmen im einfahrenden Aquarium auch die nitrifizierenden Bakterien ihre Tätigkeit auf: den Abbau bzw. die Umwandlung von Ammonium und Ammoniak zu  Nitrit  und von Nitrit (welches höchst toxisch für die meisten Aquarientiere ist) zu  Nitrat . 
   2 Ein stabiles Gleichgewicht 
 Hat das Aquarium ein stabiles Gleichgewicht erreicht, reagiert es nicht mehr so sensibel auf diverse Einflüsse von außen - es ist eingefahren. Die Wasserqualität bleibt mehr oder weniger konstant. Im Mini-Ökosystem Aquarium laufen ständig Stoffwechselprozesse der Aquarienbewohner (Tiere, Pflanzen, Bakterien) ab. Besonders wichtig ist der Prozess der  Nitrifikation , denn er sorgt dafür, dass organische Abfälle (Futter, Ausscheidungen, Pflanzenreste) das Wasser nicht kippen lassen, sondern wandelt diese in den Pflanzennährstoff  Nitrat  um. 
   3 Der Nitritpeak 
 In der Einfahrphase des Aquariums tritt bei den meisten Aquarien der sogenannte Nitritpeak ein. Darunter versteht man einen Anstieg des Nitritgehaltes, der mehr oder weniger deutlich ausfallen kann. 
   3.1 Entstehung 
 Der Nitritpeak entsteht folgendermaßen: Der Abbau von organischem Material ist bereits angelaufen. Eiweiße werden von Bakterien zu  Ammonium (NH 4 ) / Ammoniak (NH 3 )  abgebaut, das wiederum von anderen Bakterien zu  Nitrit (NO 2 )  verstoffwechselt wird. Die Menge der Bakterien wird immer vom Nahrungsangebot bestimmt. Wurde zuvor noch nicht viel Nitrit gebildet (was in neuen Aquarien naturgemäß der Fall ist), ist die Anzahl der Nitratbakterien noch zu gering, die Nitrit zu  Nitrat (NO 3 )  abbauen, und so kommt es zu einer Akkumulation von Nitrit. Das Phänomen des Nitritpeaks ist also ganz natürlich, es erledigt sich sozusagen von selbst, wenn die Nitratbakterien aufgeholt haben und zahlenmäßig mit dem Nahrungsangebot mithalten können. 
   3.2 Ammoniumpeak 
 Dem Nitritpeak geht in der Einfahrzeit des Aquariums aufgrund der oben beschriebenen Gesetzmäßigkeiten ein Ammoniumpeak voraus, der demselben Prinzip folgt, der allerdings in der Literatur nicht so stark gewichtet wird wie der Nitritpeak. 
   4 Wie lange sollte die „Einfahrphase“ dauern? 
 Faustregel: Die Einfahrphase soll mindestens so lange dauern, bis ein Nitritanstieg (der Nitritpeak) messbar wurde und daraufhin das Nitrit auf 0 fiel. In vielen Fällen trifft diese Regel zu, jedoch nicht in allen. 
   4.1 Grundlagen 
 Bakterien brauchen Nahrung um sich entsprechend zu vermehren – ist wenig Nahrung vorhanden, ist dementsprechend auch die Bakterienanzahl beschränkt. Haben Bakterien in der Anfangsphase wenig organische Materie zu verstoffwechseln, fällt dementsprechend auch nur wenig Nitrit an, welches rasch in (wenig) Nitrat umgewandelt und oft auch direkt von den Pflanzen verbraucht wird. In diesem Fall sind weder Nitrit noch Nitrat messbar, und es ist kein Nitritpeak erkennbar. Das Aquarium ist in diesem Fall dann allerdings trotzdem nicht bereit für den Besatz. 
   4.2 Verspäteter Nitritpeak 
 Durch das Einsetzen einer größeren Gruppe von Tieren kann es auch bei einem eigentlich eingefahrenen Aquarium vorkommen, dass der gefürchtete Nitritpeak erst dann eintritt, da nun gefüttert wird und in Kombination mit den Ausscheidungen eine größere Menge organischer Abfälle von Bakterien verstoffwechselt werden muss. 
   4.2.1 Gegenmaßnahmen 
 Tritt ein verspäteter Nitritpeak in einem bereits mit Tieren besetzten Aquarium ein, muss man so lange große  Wasserwechsel  durchführen, bis der Nitritwert nicht mehr ansteigt. Nur so kann man die Aquarientiere vor dem für sie giftigen Nitrit schützen. Besonders empfindlich reagieren neben Aquarienfischen auch Garnelen aus nährstoffarmen Biotopen auf Nitrit:  Bienengarnelen , Tigergarnelen, andere Bachgarnelen wie  Caridina cantonensis&amp;nbsp; sowie die Sulawesi-Garnelen aus dem Mailili-Seensystem wie die  Kardinalsgarnele , die Blaufuß-Garnele, die Harlekingarnele,&amp;nbsp; Caridina spinata  und viele mehr. 
 Sinkt der Nitritwert partout nicht ab, sollte man darüber nachdenken, das Aquarium mit einem entsprechenden  Bakterienpräparat  nachzuimpfen, damit eine ausreichende Menge an nützlichen Bakterien eingebracht wird und das System so auf den richtigen Weg gebracht wird. 
   4.3 Vorbeugen 
 Um einem verspäteten Nitritpeak vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Bakterien in einem frisch eingerichteten Aquarium zu füttern. Ein paar wenige Futterflocken genügen dazu. Insbesondere für Anfänger ist es ratsam, die Empfehlungen für die Dauer des Einfahrens einzuhalten. 
   4.3.1 Starterbakterien vs. Filterschlamm aus laufendem Becken 
 Auch das Animpfen des einzufahrenden Aquariums mit einem Bakterienpräparat kann sinnvoll sein, damit sich die richtige Bakterienflora herausbilden kann. Keine zwei Aquarien sind gleich, daher ist der oft gehörte Ratschlag, man möge das Aquarium mit Filterschlamm aus einem laufenden Becken animpfen, mit Vorsicht zu genießen. Hat sich eine sehr spezielle Bakterienflora herausgebildet, ist es möglich, dass ein solchermaßen angeimpftes Aquarium, dessen Biologie sich deutlich von dem anderen System unterscheidet, nie richtig ins Laufen kommt. Hier sollte man gegebenenfalls auf ein Bakterienpräparat mit Starterbakterien oder auf einen Erdaufguss zurückgreifen, damit sich die aquarienspezifische Bakterienflora aus einem breiten Spektrum herausbilden kann. Welche Möglichkeiten es zum Animpfen gibt und wie&#039;s gemacht wird, erfahrt ihr im Wiki-Artikel:  &quot;Aquarium animpfen&quot; . 
   4.4 Empfehlung zur Dauer der Einfahrzeit 
 Ein Aquarium kann je nach Tierart, die gepflegt werden soll, zwischen zwei bis sogar acht Wochen brauchen, bis es eingefahren ist. Bei einigen Tieren wie zum Beispiel Rennschnecken, Geweihschnecken oder anderen Aufwuchsfressern ist es auch abhängig davon, wie viel  Aufwuchs  bereits vorhanden ist. 
   5 Das Aquarium besetzen 
 Nach einer erfolgreichen Einfahrphase kann das Aquarium nun langsam besetzt werden. Empfehlenswert ist es, mit unempfindlichen Schnecken wie  Malaiischen Turmdeckelschnecken , Genoppten Turmdeckelschnecken (Nöppis) und  Posthornschnecken  zu beginnen, um die schadstoffabbauenden Bakterien im Filter und im  Bodengrund  langsam an die zunehmende Belastung zu gewöhnen. 
 Ein paar Tage später können dann  Garnelen  dazugesetzt werden, noch etwas später können dann  Fische  oder große  Krebse  folgen. Auch bei Fischen gilt: Es ist besser, die einzelnen Arten gesondert einzusetzen und nicht gleich den ganzen Besatz komplett in das noch immer relativ fragile Ökosystem zu werfen. 
 Besonders in der ersten Zeit sollte sparsam gefüttert werden, so dass sich die Bakterienpopulation langsam an die neue Belastung gewöhnen kann und man keinen Nitritanstieg riskiert. 
                ]]> </content> <updated>2018-02-27T02:45:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Wie bekomme ich das Wasser ins Aquarium?</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/wie-bekomme-ich-das-wasser-ins-aquarium</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/wie-bekomme-ich-das-wasser-ins-aquarium"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Auch für das Einfüllen von Wasser gibt es verschiedene Methoden, manche davon sind mehr, andere weniger praxistauglich. Einige funktionieren in einem Nanoaquarium besser als in einem Riesenbecken oder andersherum. Hier schauen wir uns verschiedene Methoden zum Wassereinfüllen ...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Problematik Leitungswasser  
 
  1.1 Temperatur  
  1.2 Kupfer  
 
  2 Wasser aus dem Schlauch  
  3 Wasser aus dem Eimer  
  4 Wasser aus der Gießkanne  
  5 Mit einem dünnen Schlauch  
 
 
 Gerade in schön bepflanzten Becken, die noch nicht so lange stehen, sollte der  Bodengrund  beim Wassereinfüllen nicht aufgewühlt werden, sonst muss man hinterher die aufgetriebenen Pflanzen neu stecken. Später sind die Pflanzen besser eingewurzelt und halten den Bodengrund zusammen, da kann man das Wasser dann auch mal etwas schneller einfüllen. 
   1 Problematik von Leitungswasser 
   1.1 Temperatur 
 Achtung: Vor allem im Winter kann das kalte  Wasser aus der Leitung  wirklich eiskalt sein, der Temperatursprung ist für viele Aquarientiere dann zu heftig. Im Aquarienwasser gelöste Gase können durch das starke Absinken der Wassertemperatur ausgasen. Das führt zu  Problemen : Bei Fischen zur Gasblasenkrankheit, bei Garnelen kann es durch ausgasende Stoffe in den Kiemen ebenfalls zu Schwierigkeiten kommen. Das einzufüllende Wasser sollte niemals einen Unterschied von mehr als 2-3 °C zur Aquarientemperatur haben, um diese Probleme zu vermeiden. 
   1.2 Kupfer 
  Kupfer  ist insbesondere für Wirbellose ein tödliches Gift. Vorsicht ist daher bei Durchlauferhitzern mit Heizelementen aus Kupfer und bei Kupferleitungen geboten. In warmem Wasser kann sich mehr Kupfer lösen als in kaltem Wasser. Verwendet man  Leitungswasser  aus der Warmwasserleitung, sollte man auf jeden Fall das in den Leitungen stehende Wasser ausreichend lange ablaufen lassen. Idealerweise entnimmt man warmes Leitungswasser zum Beispiel direkt nach dem Duschen, dann sind die Leitungen gut gespült. 
 Alternativ füllt man kaltes Wasser ab und lässt es im Kanister oder Eimer vor der Heizung einen Tag lang auf Zimmertemperatur kommen oder man verwendet einen Aquarienheizer, wenn es schneller gehen soll. Tauchsieder haben oft eine Kupferspirale. 
   2 Wasser aus dem Schlauch 
 Verwendet man  Leitungswasser , das ohne weitere Aufbereitung ins Aquarium kommen kann, und hat man einen Wasseranschluss in greifbarer Nähe, so ist das Wassereinfüllen mit dem Schlauch eine sehr praktikable Lösung. Nachteil: Wenn man vergisst, dass ein Schlauch im Aquarium hängt und dass da Wasser läuft, kann man eindrucksvolle Überschwemmungen produzieren. 
 Abhilfe: Ein Wasserwächter, in entsprechender Höhe ins Aquarium gehängt, schlägt Alarm, sobald der Wasserstand kritische Ausmaße erreicht. 
   3 Wasser aus dem Eimer oder Kanister 
 Es empfiehlt sich vor allem in Aquascapes nicht, das Wasser einfach aus dem Eimer oder Kanister ins Aquarium zu schütten. Geht es einmal gar nicht anders, sollte man wenigstens einen Teller oder etwas vergleichbares ins Aquarium legen und so den Strahl brechen, damit das Wasser nicht mit voller Wucht auf den  Bodengrund  oder die Pflanzen prallt. Langsam schütten! 
   4 Wasser aus der Gießkanne 
 Besser ist es, das Wasser mit Hilfe einer Gießkanne einzufüllen. Optimal ist es, wenn man eine Gießkanne mit Rosette verwendet. Die feinen Löcher des Gießaufsatzes brechen die Wucht des Wassers und machen das Wassereinfüllen für Bewohner und Bepflanzung des Aquariums erträglicher. 
   5 Mit einem dünnen Schlauch 
 Bei empfindlichen Hochzuchtgarnelen sollte man den Wasserwechsel langsam vornehmen, vergleichbar mit der Eingewöhnung durch die  Tröpfchenmethode . 
 Man braucht das Wasser allerdings nicht eintropfen zu lassen, die Menge, die durch einen dünnen 4/6er-Luftschlauch passt, ist ausreichend wenig. Dazu stellt man den Behälter mit Frischwasser so auf, dass er höher als das Aquarium ist (eine Trittleiter tut hier gute Dienste), saugt das Frischwasser durch einen Luftschlauch an und lässt es dann ins Aquarium rinnen. So können sich die Tiere langsam an die neuen Verhältnisse gewöhnen. Auch hier tut ein Wasserwächter bei entsprechenden Füllmengen gute Dienste. 
                ]]> </content> <updated>2018-02-07T01:45:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Wie bekomme ich das Wasser aus dem Aquarium?</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/wie-bekomme-ich-das-wasser-aus-dem-aquarium</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/wie-bekomme-ich-das-wasser-aus-dem-aquarium"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            In diesem Artikel geht es um den Wasserwechsel und insbesondere darum, wie ihr das Wasserablassen aus dem Aquarium einfacher gestalten könnt. Wenn die Wasserentnahme aus dem Aquarium möglichst einfach vonstatten geht, wird der Wasserwechsel zum Kinderspiel.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Abschöpfen  
  2 Absaugen  
 
  2.1 Wasser ansaugen  
  2.2 Schlauch sichern  
 
  3 Wasserwechsel mit Pumpe  
  4 Automatischer Wasserwechsel  
 
 
 Warum man einen regelmäßigen Wasserwechsel durchführen sollte, haben wir in dem entsprechenden Artikel  &quot;Der Wasserwechsel&quot;  erklärt. 
 Wie man das Wasser am besten aus dem Aquarium bekommt - damit wollen wir uns hier beschäftigen. 
 Der Wasserwechsel ist eine mehr oder weniger individuelle Angelegenheit. Die genaue Durchführung hängt von den Vorlieben des jeweiligen Aquarianers ebenso ab wie von der Lage der Aquarien, der für den Wasserwechsel vorhandenen Vorrichtungen und so weiter. 
 Beliebte und gängige Methoden zur Wasserentnahme aus dem Aquarium sind: 
   1 Abschöpfen 
 Wasser vorsichtig mit einem Becher abschöpfen und in einen Eimer gießen - Achtung, Garnelen und auch Fische sind neugierig, also vor dem Wegkippen gut schauen und eventuell mitgereiste Tiere wieder ins Aquarium zurücksetzen! Ein durchsichtiger Eimer erleichtert diese Aufgabe. 
 Diese Methode ist bei einzelnen, kleineren Becken ausreichend. Bei großen Becken oder einer höheren Anzahl von Aquarien, in denen Wasserwechsel gemacht werden muss, ist sie sehr zeitaufwändig. Meist geht es auch nicht ohne größere Wasserpfützen ab, ein altes Handtuch sollte also mit von der Partie sein, damit das Wasser gleich aufgenommen werden kann. 
   2 Absaugen mit einem Schlauch 
 Dabei wird das Wasser mit Hilfe eines Schlauches in einen Eimer gelassen, der unterhalb des Wasserspiegels, aber außerhalb des Aquariums steht. Der Schlauch wird einfach über den Rand ins Aquarium gehängt. Steht das Aquarium günstig, kann man das Wasser mit Hilfe des Schlauches auch direkt in einen Abfluss (Badewanne, Waschbecken, WC) ablassen. 
 Auch beim Absaugen sollte man sicherstellen, dass keine Garnelenbabys oder Fischlarven abgesaugt und versehentlich mit dem Altwasser entsorgt werden. Entweder arbeitet man mit einem hell gefärbten oder durchsichtigen Eimer, in dem man die Tiere gut sehen kann, oder man sichert gleich den Schlauch im Aquarium so, dass keine kleinen Tierchen durchflutschen können. 
   2.1 Wasser ansaugen 
 Das Wasser wird am Schlauchende mit dem Mund angesaugt, bis es im Schlauch über den Aquarienrand hinweg so weit geleitet wurde, bis es unterhalb des Wasserspiegels ist. Dann läuft das Wasser dank der Schwerkraft von selbst in den Eimer ab, es folgt dem Prinzip der kommunizierenden Röhren. 
 Wer keinen Schluck Aquarienwasser riskieren möchte, kann alternativ entweder den Schlauch kurz an den Wasserhahn anschließen (z.B. mit einem aufschraubbaren Aufsatz für Gartenschlauchanschlüsse von Gardena) und so lange kaltes  Leitungswasser  in den Schlauch laufen lassen, bis keine Luft mehr ins Aquarium entweicht. Dann wird der Schlauch vom Wasserhahn getrennt und in den Eimer, die Badewanne o. ä. gehängt und das Wasser läuft wieder durch die Schwerkraft gezogen. 
 Wenn das nicht geht, kann man alternativ auch den kompletten Schlauch im Aquarium versenken, etwas bewegen, sodass die Luft entweicht, und dann das Schlauchende mit dem Daumen dicht verschließen. Dieses zugehaltene Schlauchende wird dann wieder in den Eimer etc. gehängt, geöffnet - und das Wasser läuft. Statt dem Daumen kann man natürlich auch einen entsprechenden Hahn am Schlauch anbringen. Hahn öffnen, Schlauch untertauchen, Hahn unter Wasser schließen, Schlauchende in den Eimer hängen, Hahn öffnen - Wasser marsch. 
 Mittlerweile gibt es auch Mulmglocken mit einer Handpumpe, mit deren Hilfe man das Wasser ansaugen kann. Eine gute Lösung, kann man so doch auch gleich noch Mulm und Futterreste absaugen - etwas, was man im Zuge eines Wasserwechsels ja ohnehin ab und an machen sollte. 
   2.2 Einsaugöffnung des Schlauchs sichern 
 Verwendet man eine Mulmglocke, ist diese in der Regel mit einem Gitter gesichert. 
 Um zu verhindern, dass beim Wasserwechsel mit einem Schlauch ohne Mulmglocke Fische oder Garnelen angesaugt werden, kann man entweder einen Nylonstrumpf über das Schlauchende ziehen oder einen Schlitz in ein Stück Filterschwamm schneiden und dieses dann auf den Schlauch aufschieben. Auf dicke Schläuche passt auch eine Schwammpatrone, die eigentlich für einen  Lufthebefilter  vorgesehen ist. 
   3 Wasserwechsel mit Hilfe einer Pumpe 
 Steht das Aquarium in Bodennähe, ist es schwierig mit dem Ablassen des Wassers - man bekommt einfach kein ausreichendes Gefälle hin, das Wasser wird nicht &quot;von selbst&quot; aus dem Aquarium gesaugt. In diesem Fall kann man entweder aufs Abschöpfen (link) zurückgreifen oder aber eine kleine Tauchpumpe an einen Schlauch anschließen und mit ihrer Hilfe das Wasser aus dem Aquarium befördern. 
 Auch an den Filter lässt sich so ein Schlauch natürlich anschließen, dann pumpt einfach der Filter das Wasser aus dem Aquarium. Achtung: nicht unbeaufsichtigt laufen lassen und auf jeden Fall den Mindestwasserstand nicht unterschreiten - sonst läuft der Filter trocken, das kann die Pumpe beschädigen und sogar zum Totalausfall des Filters führen. 
   4 Automatischer Wasserwechsel 
 In Aquarienanlagen sind häufig Systeme verbaut, mit deren Hilfe man den Wasserwechsel oder zumindest das Wasserablassen automatisch erledigen kann. Hier wird oft mit Überläufen gearbeitet, die es erlauben, das Wasser automatisch bis zu einer bestimmten Höhe abzulassen. Von den Überläufen geht ein Rohr entweder nach draußen oder zu einem Abfluss, das mit einem Hahn geschlossen ist. Wird der Hahn geöffnet, läuft das Wasser automatisch ab. Alternativ wird auch bei automatischen Systemen manchmal auf eine Pumpe zurückgegriffen. 
                ]]> </content> <updated>2018-01-29T00:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Der Wasserwechsel</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-wasserwechsel</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-wasserwechsel"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Wasserwechsel werden für Aquarien gerne empfohlen - aber wie macht man es richtig? Hier dröseln wir die Theorie hinter dem (Teil-)Wasserwechsel auf, gehen auf das Wie und Warum näher ein und geben Tipps und Tricks aus der aquaristischen Praxis weiter.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Nährstoffüberschuss  
  2 Vorbeugung  
  3 Grundgedanke  
  4 Wechselintervall  
 
  4.1 Tiere aus Bachbiotopen  
  4.2 Tiere aus Teichbiotopen  
  4.3 Andere Faktoren  
 
  5 Wechselmenge  
 
  5.1 Mythos Frischwasserallergie  
 
  6 Wasserwechsel bei Hitze  
 
 
 Mit dem Wasserwechsel ahmen wir im Aquarium den Wasseraustausch durch Zu- und Abflüsse und durch die Verdünnung des Wassers durch Regen in natürlichen Gewässern nach. 
 In der Natur findet in praktisch jedem limnischen (=Gewässer-) Ökosystem in irgendeiner Form ein solcher Austausch statt. Er führt zu einem Zustand des Gleichgewichts bei der Wasserbeschaffenheit und bietet so den dort lebenden Tierarten einen Lebensraum. 
   1 Nährstoffüberschuss 
 Durch Eingriffe des Menschen kommt es jedoch auch in der Natur vor, dass dieser Austausch nicht ausreicht. In Folge einer  Eutrophierung , also eines Überangebotes an Nährstoffen, kann ein Gewässer „umkippen“: Durch den Nährstoffüberschuss kommt es zu Algenblüten. Darauf folgt das Absterben von Biomasse, was zu Sauerstoffknappheit führt, weil die tote organische Masse von Bakterien abgebaut wird, die dazu den Sauerstoff verbrauchen. Dieser  Sauerstoffmangel  führt dann wiederum zum Tod vieler Tierarten. 
   2 Vorbeugung 
 Im Aquarium gilt es, einen Gleichgewichtszustand zu erreichen und den Tieren bestmögliche Bedingungen zu bieten, beispielsweise um  Krankheiten  oder  Algenplagen  vorzubeugen, um die  Vermehrung  anzukurbeln - und überhaupt: Wir wollen ja erreichen, dass sich die Tiere in unserer Obhut so wohl wie möglich fühlen! 
   3 Grundgedanke 
 Hält man Wassertiere im Aquarium, müssen die  Wasserwerte zwingend passend zur Tierart  gewählt werden. Alternativ schaut man sich die Werte im (noch unbesetzten) Aquarium an und wählt dann die Tiere passend dazu. 
 Der Wasserwechsel mit angepasstem Wasser dient dazu, diese Werte ( pH , die  Gesamthärte / GH , die  Karbonathärte bzw. das Säurebindungsvermögen / KH , den  Leitwert ) zu halten bzw. einen zu hohen  Nitratwert ,  Phosphatwert  oder eine zu hohe  Keimdichte  zu senken oder sie auf einem für die Tierart verträglichem Niveau zu halten. 
   4 Wasserwechselintervall 
 Auch das Wasserwechselintervall sollte je nach Tierart individuell gehandhabt werden. 
   4.1 Tiere aus Bachbiotopen 
 Tiere, die in Gewässern mit einem stetigem Wasseraustausch leben (wie z. B. Garnelen, Fische und Krebse aus Bachbiotopen), bevorzugen kürzere Wasserwechselintervalle d.h. kürzere Abstände zwischen den Wasserwechseln. Kürzere Abstände haben geringere Schwankungen bei den Werten zur Folge und üblicherweise auch eine geringere Keimdichte. Oft wird bei solchen Tierarten einmal bis zweimal pro Woche (oder auch öfter) ein Teilwasserwechsel von 10-50% vorgenommen. 
   4.2 Tiere aus Teichbiotopen 
 Andere Tierarten wie zum Beispiel die Rückenstrichgarnele   Neocaridina davidi   kommen in der Natur in Tümpeln und stehenden Gewässern vor. Diese vertragen auch längere Zeiten ohne einen Wasserwechsel – ein kürzeres Intervall schadet ihnen jedoch nicht. 
   4.3 Andere Faktoren 
 Das Wasserwechselintervall ist ebenfalls stark von den Umständen im Aquarium abhängig. Wird sehr viel gefüttert, muss häufiger gewechselt werden, als bei einer geringen Futtermenge. Auch bei einer starken Düngung sollte Nährstoffansammlungen durch entsprechend starke Wasserwechsel entgegengewirkt werden. Tauchen Probleme auf oder werden die Grenzwerte beispielsweise für  Nitrat ,  Phosphat ,  Eisen  oder die&amp;nbsp; Keimdichte  überschritten, sollte das Wasserwechselintervall ebenfalls erhöht werden. 
   5 Wasserwechselmenge 
 Grundsätzlich gilt: Je höher die Wasserbelastung im Aquarium, desto mehr Wasser sollte gewechselt werden. Schließlich lässt sich durch einen 50%igen Wasserwechsel z. B. die Keimdichte oder Nitrat lediglich um maximal 50% senken (sofern das Wechselwasser selbst nicht ebenfalls belastet ist). 
 Angepasst werden sollte jedoch auch die Menge immer auf die Tierart, die im Aquarium gehalten wird. Hat man bereits einige Zeit kein Wasser mehr gewechselt, kann es für einige Tiere zum Problem werden, wenn man plötzlich 80% des Wassers wechselt, da dies eventuell große Schwankungen in den Wasserwerten mit sich bringt und stressbedingte Krankheiten auslösen kann. Dies tritt vor allem dann ein, wenn der Wasserwechsel zu schnell durchgeführt wird. 
   5.1 Mythos Frischwasserallergie 
 Mit dem Begriff „Frischwasserallergie“ bezeichnen Aquarianer das Phänomen, dass Aquarientiere nach dem Wasserwechsel sterben. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine spezifische Krankheit, es hat auch nichts mit einer Allergie zu tun. Die Symptome können sich unterscheiden. Zurückzuführen ist dieses Phänomen immer auf Fehler beim Wasserwechsel: 
 
 Wechselwasser zu kalt (kann zum Ausgasen führen, Gasblasenkrankheit bei Fischen und auch bei Garnelen hervorrufen) 
 zu schneller Wasserwechsel, gekoppelt mit 
 zu großer Wertedifferenz des Wechselwassers zum Aquarienwasser 
 zu seltene Wasserwechsel, oft gekoppelt mit 
 zu großer Wasserwechsel 
 Wechselwasser  mit Chemikalien belastet  
 etc. … 
 
 &amp;nbsp; 
 Solche Fehler können zu verschiedensten Krankheitsbildern führen, die nicht immer unmittelbar zum Tod führen müssen, sondern z.B.  bakterielle Infektionen,   Infektionen mit Pilzen  oder einen Ausbruch einer  Parasitose  durch eine Schwächung des  Immunsystems  hervorrufen. 
   6 Wasserwechsel bei Hitze 
 Sinnvoll ist es besonders in den heißen Monaten des Jahres, öfter einen Wasserwechsel durchzuführen. Durch diesen ist es möglich, schonend die Temperatur im Aquarium zu senken. Bitte verwendet nicht zu kaltes Wasser, um ein Ausgasen der gelösten Gase zu verhindern, und führt den Wasserwechsel möglichst langsam durch.  Wie genau man einen Wasserwechsel ausführt, erfahrt ihr in den Artikeln  &quot;Wie bekomme ich das Wasser aus dem Aquarium?&quot;  und  &quot;Wie bekomme ich das Wasser ins Aquarium?&quot; . 
                ]]> </content> <updated>2018-01-26T01:45:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Nitrifikation / Der Stickstoffkreislauf</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/nitrifikation-der-stickstoffkreislauf</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/nitrifikation-der-stickstoffkreislauf"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Viel hört man über Ammonium, Ammoniak, Nitrit, Nitrat, die Nitrifikation, Schadstoffe abbauende Bakterien im Aquarium, Stickstoffquellen für die Pflanzen ... aber wie hängt das alles zusammen? Wir bringen hier etwas Licht ins Dunkel und dröseln die Schlagwörter für euch ausein...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 im Aquarium  
  2 Produzenten  
  3 Konsumenten  
  4 Arbeit der Bakterien  
  5 Nitrifikation  
 
  5.1 Ammonium -&amp;gt; Nitrit  
  5.2 Nitrit -&amp;gt; Nitrat  
 
  6 Nitrit-Peak  
 
  6.1 Erstbesatz  
 
  7 Bakterienpräparate  
 
 
 Als  Stickstoffkreislauf  bezeichnet man die ständig laufenden Umwandlungen des Stickstoffs (N) in der Umwelt, d. h. in der Atmosphäre, in Gewässern, dem Erdboden und in Biomasse. 
   1 Stickstoffkreislauf im Aquarium 
 Am  Stickstoffkreislauf im Aquarium  sind hauptsächlich organische Einträge / Abfälle und Harnstoff (Urea, CH 4 N 2 O),  Ammonium (NH 4 ) bzw. Ammoniak (NH 3 ) ,  Nitrit (NO 2 )  und  Nitrat (NO 3 )  beteiligt. Um den „kleinen“ Kreislauf im Aquarium besser zu verstehen, empfiehlt sich ein Blick auf die Mechanismen, wie sie in der Natur funktionieren - beginnend mit dem Stoffwechsel der Pflanzen, über den der Tiere bis hin zu dem der Bakterien. 
   2 Pflanzen - die Produzenten 
 Die Pflanzen sind Produzenten von Stickstoffverbindungen, sie können mineralische (praktisch tote) Bestandteile mithilfe der Photosynthese in organische Substanzen umwandeln. Damit bilden sie die Basis für alle Konsumenten, denn sie sind in der Lage, alle wichtigen Nährstoffe herzustellen, die den anderen Lebewesen als Nahrung dienen. Ein wichtiger Nährstoff für die Pflanze ist hierbei Stickstoff (N), der dem Stickstoffkreislauf seinen Namen gibt. Mit Hilfe dieses Elements sind sie in der Lage, Eiweiße herzustellen, welche in weiterer Folge den Menschen und Tieren zur Verfügung stehen. 
   3 Verbraucher - die Konsumenten 
 Als Konsumenten werden jene Lebewesen bezeichnet, die nicht in der Lage sind, ihre Nahrung selbst zu erzeugen (nicht autotroph). Sie müssen sich der Arbeit anderer bedienen. 
 Konsumenten erster Ordnung nehmen Eiweiß (welches sich immer durch eine Stickstoffgruppe auszeichnet) durch das Fressen von Pflanzen bzw.  Algen  auf, das dann über die Nahrungskette weitergereicht wird, bis es in der Futterdose fürs Aquarium landet. Unsere Aquarientiere verstoffwechseln das mit dem Futter aufgenommene Eiweiß. Hierbei entsteht als Abfallstoff bzw. als Ausscheidung Harnstoff. Harnstoff (CH 4 N 2 O) beinhaltet wiederum den ursprünglich von den Pflanzen in Eiweiß umgewandelten Stickstoff. Dieser Harnstoff wird im Aquarium von den Tieren an das Wasser abgegeben und steht nun für die weiteren Prozesse bereit. 
   4 Die Arbeit der Bakterien 
 Nun beginnt der in der Aquaristik meistbekannte Part: die Arbeit der Bakterien. 
 Er ist wohl auch deshalb so bekannt, da mit diversen Bakterienpräparaten geworben wird, die diesen Abschnitt des „aquaristischen“ Stickstoffkreislaufs beschleunigen oder verbessern können.&amp;nbsp;Organische Stickstoffverbindungen (Pflanzenreste, Futterreste, Kot, etc.) werden von Bakterien (Destruenten) mineralisiert. Dadurch wird das z.B. durch Photosynthese vorher gebundene Kohlendioxid (CO 2 ) und der Stickstoff als Ammonium freigesetzt (Mineralisation).&amp;nbsp;Harnstoffzersetzende Bakterien sind dafür zuständig, dass der Harnstoff/Urea weiterverarbeitet und in Ammonium (wenn der pH kleiner als ~7 ist) bzw. Ammoniak (anteilig steigend, wenn der pH größer als ~7 ist) umgewandelt wird. Mit dieser Form des Stickstoffs beginnt auch die sogenannte „Nitrifikation“. 
   5 Die Nitrifikation 
   5.1 Ammonium/Ammoniak zu Nitrit 
 Die Nitrifikation beschreibt den Teil des Stickstoffkreislaufs, bei dem durch bakterielle Oxidation  Ammonium (NH 4 ) oder Ammoniak (NH 3 )  über  Nitrit (NO 2 )  in  Nitrat (NO 3 )  umgewandelt wird. Dabei ist eine Vielzahl von Bakterien beteiligt. Diese werden der Aufgabe nach namentlich unterschieden. Die für den ersten Teil, nämlich die Umwandlung von Ammonium/Ammoniak in Nitrit, beginnen im Namen mit  Nitroso-  und werden auch als Nitritbakterien bezeichnet (beispielsweise  Nitrosomonas ,  Nitrosococcus  und  Nitrosospira ). Alle Vertreter dieser Gruppe sind aerob, d. h. sie benötigen für diesen Prozess Sauerstoff. 
   5.2 Nitrit zu Nitrat 
 Im zweiten Teil folgt die Umwandlung (Oxidation) von Nitrit zu Nitrat; die Bakterien dieser Gruppe beginnen mit  Nitro - und werden auch als Nitratbakterien bezeichnet. Auch diese sind aerob und brauchen Sauerstoff für diesen Prozess; Beispiele für solche Bakterien sind  Nitrobacter ,  Nitrolancetus ,  Nitrospina ,  Nitrospira  und  Nitrococcus . Schlussendlich ist damit der Kreis geschlossen, der Stickstoff in Form von Nitrat (NO 3 ) steht den Pflanzen wieder zur Verfügung und der Kreislauf kann von neuem beginnen. 
   6 Der Nitrit-Peak 
 Der Stickstoffkreislauf ist mitunter eines der ersten Themen, mit denen ein Neueinsteiger in die Aquaristik konfrontiert wird; oft mit einem mahnenden Hinweis auf die Beachtung der „Einlaufphase“, in der sich die Bakterien ansiedeln, vermehren und ihre Tätigkeit im Stickstoffkreislauf übernehmen. Auch spricht man oft vom   „Nitrit-Peak“  , der auftritt, wenn die Population der nitrifizierenden Bakterien (Nitrobacter) noch nicht genug angewachsen ist, um das aus dem Abbau von Ammonium/Ammoniak entstehende Nitrit vollständig abzubauen; eine Anreicherung findet statt. Nur wenn genausoviel Nitrit entsteht wie die Bakterien zu Nitrat umwandeln können, ist dieser „Peak“ nicht messbar, was aber nicht heißt, dass die Bakterienpopulation der Belastung durch Tierbesatz auch gewachsen wäre. Besonders wichtig ist eine lange Einlaufzeit bei „bakterienfeindlichem“ Milieu wie z. B. einem niedrigen pH-Wert, also saurem Wasser, oder bei einem sehr hohen pH. Hier brauchen die verschiedenen Bakterienstämme jeweils mehr Zeit, um sich zu vermehren. Eine Einfahrzeit von mindestens 3-4 Wochen ist dann üblich. 
   6.1 Schrittweiser Erstbesatz 
 Auch ist es ratsam, das Aquarium nicht sofort mit der kompletten Anzahl an Tieren zu besetzen, sondern langsam über mehrere Tage / Wochen hinweg Tiere hinzuzusetzen, damit sich die Bakterien an die steigende Belastung anpassen können. Idealerweise beginnt man zunächst mit Schnecken, setzt dann, wenn das biologische System wieder stabil läuft, beispielsweise unempfindlichere Garnelen wie   Neocaridina davidi   oder  Amanogarnelen ( Caridina multidentata )  dazu und wenn dann immer noch alles im Lot ist, können Fische eingesetzt werden (falls Fische im Aquarium gewünscht werden). Auch bei Fischen setzt man zunächst beispielsweise Welse ein und später dann die Schwarmfische wie Neons und so weiter. 
   7 Bakterienpräparate 
 Filter-Starter und Bakterienpräparate sind nur dann sinnvoll, wenn auch genug Nahrung für die hier enthaltenen Bakterien vorhanden ist. Bei einem frisch aufgesetzten Becken ist dies oft nicht der Fall, die zugegebenen Bakterien sterben aufgrund des Nahrungsmangels einfach ab. Oft reicht es, mit einer Futterflocke als Bakteriennahrung das Wachstum ein wenig anzukurbeln. 
 In einem Zuchtbecken mit starker Fütterung kann zusätzlich zu häufigem  Wasserwechsel  auch die regelmäßige Anwendung von Bakterienpräparaten sinnvoll sein, da Nahrung im Überschuss vorhanden ist und die Bakterien dabei behilflich sein können, die für die Tiere (vor allem für Jungtiere) riskanteren Stickstoffverbindungen rasch in das relativ ungefährlichere Nitrat umzuwandeln. Dies gilt insbesondere für kleine Becken. 
 Aufgrund des hohen Marktpotenzials gibt es beinahe von jeder Marke in der Aquaristik ein Bakterienprodukt. Bekannt sind Produkte von Dennerle, JBL, Tetra und weitere. Besonders bewährt haben sich Bakterienprodukte von  Microbe Lift , deren Besonderheit nicht nur die Art der Bakterien, sondern auch die Anzucht der Bakterien in der Verkaufsflasche ist. Sie erreichen den Konsumenten aktiv und lebendig.    
                ]]> </content> <updated>2017-10-23T06:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Eingewöhnung von Wirbellosen und Fischen</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/eingewoehnung-von-wirbellosen-und-fischen</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/eingewoehnung-von-wirbellosen-und-fischen"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Einfach reinwerfen ist für die wenigsten Tiere im Aquarium und ganz besonders für die empfindlichen Garnelen keine gute Einsetzmethode. Eine langsame Umgewöhnung ist da deutlich besser. Wie&#039;s geht, verraten wir hier.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Osmotischer Schock  
  2 Garnelen eingewöhnen  
 
  2.1 Tröpfchenmethode  
 
  2.1.1 Was braucht man?  
  2.1.2 Wie wird&#039;s gemacht?  
 
  2.2 Alternative  
 
  3 Schnecken eingewöhnen  
 
  3.1 Schneckenbalkon  
 
  3.1.1 Was braucht man?  
  3.1.2 Wie wird&#039;s gemacht?  
 
 
  4 Krebse eingewöhnen  
  5 Krabben eingewöhnen  
  6 Fische eingewöhnen  
 
  6.1 Was braucht man?  
  6.2 Wie wird&#039;s gemacht?  
 
 
 
 Was ist beim Einsetzen von Garnelen, Krebsen, Schnecken und Fischen in ihr neues Zuhause zu beachten? Einfach ab ins Aquarium kann gut gehen, kann aber auch böse schief gehen. Warum ist das so? 
 Wassertiere passen sich immer dem sie umgebenden Milieu an. Da ihr Körper einen höheren Salzgehalt aufweist als das sie umgebende Wasser, sind alle Süßwassertiere ständig damit beschäftigt, das durch den  osmotischen Druck  in sie eindringende Wasser wieder loszuwerden: die sogenannte Osmoregulation. Täten sie das nicht, würden ihre Zellen platzen. 
 Das überschüssige Wasser wird bei Fischen und vielen Wirbellosen als Urin durch die Nieren ausgeschieden. 
   1 Osmotischer Schock 
 Das Gleichgewicht zwischen außen und innen (die sogenannten Homöostase) zu halten erfordert einen hohen Energieaufwand, und die Vorgänge im Körper sind fein aufeinander abgestimmt. Wird ein Wassertier nun aus seiner gewohnten Umgebung zu plötzlich in ein anderes Milieu mit anderen Wasserwerten umgesetzt, kann es zu einem sogenannten osmotischen Schock kommen. 
 Vor allem das Umsetzen aus einem Aquarium mit hartem in ein Aquarium mit weicherem Wasser ist problematisch. Da die Umgebung nun auf einmal sehr viel weniger Salz enthält, dringt durch den gestiegenen osmotischen Druck mehr Wasser in das Tier ein. Im Extremfall kann es zu Schleimhautschäden kommen, Blutkörperchen können platzen, bei Fischen kann sogar das Knorpelgewebe verletzt werden. 
 Auch wenn Schäden nicht sofort sichtbar werden: Durch den Stress sich plötzlich ändernder Wasserwerte kann das  Immunsystem  geschädigt werden, was Sekundärinfektionen mit Parasiten wie  Saugwürmern  oder  parasitischen Algen ,  Pilzen ,  Bakterien  oder Viren begünstigt. 
 Sogar die Umstellung auf ähnliche neue Wasserwerte bedeutet Stress für die Tiere, deswegen hat sich mehr und mehr eine langsame Eingewöhung in ein neues Aquarium durchgesetzt. Dabei geht man von Tierart zu Tierart etwas unterschiedlich vor. Bei Garnelen ist beim Einsetzen anderes wichtig als beim Einsetzen von Schnecken, Krebsen oder Fischen ins Aquarium. 
   2 Garnelen eingewöhnen 
   
 Die  Tröpfchenmethode  ist eine Methode zur schonenden und langsamen Eingewöhnung bzw. Umgewöhnung aquatischer Tiere in ihren neuen Lebensraum. Gerade beim Einsetzen von Garnelen ins Aquarium hat sich diese Vorgehensweise bewährt. Auch eine noch so (für uns) kleine Differenz in den Wasserwerten kann für Aquarientiere bei zu schneller Änderung eine schwierige und stressige Situation darstellen, welche bis zum Tod führen kann (siehe&amp;nbsp; pH-Wert ).   Werden Garnelen zu schnell in ihr neues Aquarium umgesetzt, kann es zu einer Schockhäutung kommen. Ist der Körper der Garnele noch nicht bereit für die Häutung bzw. wurde noch kein neuer Panzer gebildet, führt diese Häutung zum Tod. 
 Beim Winterversand kann es vorkommen, dass die Garnelen in Kältestarre gefallen sind. Das kann dann dramatisch aussehen - als wären alle Tiere in der Transporttüte verstorben. Sind die Tiere jedoch nicht trüb, liegt vermutlich nur die Kältestarre vor, ein Schutzmechanismus der Wirbellosen gegen zu kaltes Wasser. Garnelen in Kältestarre muss man zunächst ganz langsam auf Zimmertemperatur kommen lassen. Wirft man die Tüte zur Temperaturangleichung ins Aquarium oder setzt die Tiere gar in warmes Wasser um, sterben sie leider meistens. Die Tüte mit dem kalten Wasser lässt man daher am besten für mehrere Stunden oder einfach über Nacht bei Zimmertemperatur stehen. Man kann sie dazu öffnen, damit mehr Sauerstoff ins Wasser diffundieren kann. Die Tiere sollten dann langsam aus ihrer Kältestarre erwachen und können dann wie weiter unten beschrieben langsam ins Aquarium eingewöhnt werden.  Besonders zu erwähnen sind hier Hochzucht-Tiere oder Tiere mit einem empfindlichen  Immunsystem . Eine Vielzahl an Beispielen findet man unter den Garnelen: Bei  Taiwan Bees / Shadow Garnelen ,  Bienengarnelen ,  Tigergarnelen , Sulawesi Garnelen wie der  Kardinalsgarnele  wie auch  Neocaridina  Farbvariationen (welche auch Hochzuchten sind und zudem oft einen stressigen Import hinter sich haben) hat das langsame Eingewöhnen an das neue Aquarienwasser einen hohen Stellenwert für die weitere erfolgreiche Haltung, denn die Folgen einer unzureichenden Eingewöhnung können sich auch nach Wochen noch tödlich auf die Garnelen auswirken.  Eine langsame Umgewöhnung sollte auch dann durchgeführt werden, wenn im neuen Aquarium identische Wasserwerte vorherrschen - wir können mit unseren begrenzten Mitteln in der Aquaristik schlicht nicht alles messen, was im Aquarienwasser gelöst ist, daher können sich auch Aquarien von den Wasserbedingungen stark unterscheiden, in denen scheinbar ähnliche Wasserwerte herrschen. 
    2.1 Tröpfchenmethode 
   2.1.1 Was braucht man? 
 Benötigt werden für die Tröpfchenmethode lediglich ein Behälter, ein Luftschlauch (4/6mm) und optional ein Absperrventil oder eine Schlauchklemme. 
   2.1.2 Wie wird&#039;s gemacht? 
 
 Entleere das Transportwasser mitsamt den Garnelen vorsichtig in ein ausreichend großes sauberes Gefäß (zum Beispiel einen Eimer). Die Tiere werden im Eimer belassen, bis sich die Temperatur an die Raumtemperatur angeglichen hat.  Ist das Wasser sehr kalt, lass die Garnelen eine Zeit lang im Beutel bis die Temperatur sich etwas angepasst hat. Besonders gilt es Ruhe zu bewahren, wenn die Garnelen in Kältestarre verfallen sind und aussehen wie tot. Hier ist das sehr langsame Anpassen der Temperatur für das Überleben der Tiere entscheidend.  Zimmertemperatur reicht zum Angleichen aus, keinesfalls dürfen kalt gewordenen Garnelen mittels Heizstab oder warmem Wasser oder gar auf der Heizung oder der warmen Aquarienabdeckung aufgewärmt werden. Die Umstellung wäre viel zu schnell, dies kann zum Tod der Garnelen führen.   
 Jetzt hängst du das eine Schlauchende in das zu besetzende Aquarium. Ans andere Ende steckst du das Absperrventil (z.B. Gardena MicroDrip), man kann alternativ in dieses Ende auch einfach einen Knoten machen. Abschließend nur noch kurz Wasser ansaugen, in das Gefäß halten und den Zufluss regulieren, bis es nur mehr langsam tropft.   
 Es werden abschließend nur die Garnelen umgesetzt; das Transportwasser sollte nicht ins Aquarium entleert werden, da das Risiko so höher ist, schädliche Keime oder belastende Stoffe ins Becken zu bringen. 
 
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 Auf diese Art kann man Zwerggarnelen, Fächergarnelen und auch Großarmgarnelen langsam über mehrere Stunden an die neuen Verhältnisse im Aquarium gewöhnen, um sie dann relativ stressfrei einzusetzen. Je größer die Differenz bei den Wasserwerten, umso länger sollte man diesen Vorgang laufen lassen. Die Wassermenge sollte sich hier mehr als verdoppeln. 
  Diese Methode wird sehr häufig empfohlen, um Garnelen an ihr neues Umfeld zu gewöhnen, sie kann jedoch im Prinzip für jede Aquarientierart gleichermaßen eingesetzt werden.  
   2.2 Alternative zur Tröpfchenmethode 
 Alternativ zur Tröpfchenmethode können auch über einem Zeitraum von mindestens 2 Stunden in regelmäßigen Abständen (etwa 15 Minuten) kleine Mengen des Aquarienwassers mit einem Becher per Hand in das Gefäß mit den Garnelen gegeben werden. Nach zwei Stunden sollte mindestens die zweifache bis dreifache Menge Wasser im Eimer sein. 
   3 Schnecken eingewöhnen 
   
 Auch vermeintlich robuste Schnecken sollten keinesfalls einfach so ins Aquarium geworfen werden, da die Möglichkeit besteht, dass diese sich aufgrund der abrupten Veränderung ihrer Umwelt in ihr  Häuschen  verkriechen, nicht mehr hervorkommen und langsam verenden.  
 Das Eingewöhnen von Aquarienschnecken nach dem Kauf erfolgt etwas anders als bei Fischen oder Garnelen, nichtsdestotrotz gelten dieselben Rahmenbedingungen: Auch bei Schnecken ist sorgfältiges Eingewöhnen an die neuen Verhältnisse im Aquarium angesagt. Wie man diese jedoch eingewöhnt, hängt vor allem von der Art der Schnecke ab. 
 Haben sie keinen Deckel (wie zum Beispiel die verschiedenen  Posthornschnecken  oder auch Blasenschnecken), werden diese wie Garnelen mit der  Tröpfchenmethode  eingewöhnt. 
 Schnecken, die ein  Operculum (Deckel)  an der Gehäuseöffnung haben, schließen sich bei Stress in der Regel in ihrem Gehäuse ein. Sie harren in diesem Zustand aus, bis wieder Wasser in der Nähe ist oder bis der Stress nachlässt. Je nach Art schließt der Deckel sehr dicht, daher ist hier die Tröpfchenmethode nicht geeignet. Die Schnecke verschließt sich, bekommt die ganze vorsichtige Wassergewöhnung gar nicht mit und bekommt dann erst einen Schock, wenn sie in das neue Wasser gegeben wird. Hier hat sich der sogenannte  Schneckenbalkon  zur Eingewöhnung bewährt. Zu den meist gehaltenen Vertretern der Deckelschnecken im Aquarium gehören zum Beispiel die fast allgegenwärtigen  Malaiischen Turmdeckelschnecken (TDS),  aber auch Rennschnecken und Geweihschnecken,  Pianoschnecken , Sumpfdeckelschnecken und  Tylomelania . 
   3.2 Schneckenbalkon 
   
   3.2.1 Was braucht man? 
 Benötigt werden ein Stück Styropor und Saugnäpfe oder alternativ ein schwimmfähiger Plastikbecher (wie etwa ein kleiner InVitro Becher) oder ein spezieller Steg aus Plastik zum Einsetzen von Schnecken. 
   3.2.2 Wie wird&#039;s gemacht? 
 
 Drücke die Saugnäpfe seitlich in das Styropor. Lege das Styroporstück nun auf die Wasseroberfläche und befestige es mit den Saugnäpfen an dem Aquarienglas, damit es nicht forttreiben kann. Anschließend befeuchte es noch ein wenig mit Aquarienwasser. Alternativ bzw. falls vorhanden kann man die Schnecken auch auf den mit Wasser benetzten Steg setzen.   Hast du nur einen Plastikbecher zur Verfügung, benetze den Boden des Bechers leicht mit Wasser aus dem Aquarium benetzen und lasse ihn auf der Wasseroberfläche in einer ruhigen Ecke treiben.   
 Die Schnecken können jetzt auf das Styropor gesetzt werden. Sie lüften ihren Deckel Stück für Stück und gewöhnen sich so ganz allmählich an die neuen Wasserwerte im Aquarium. Nach einiger Zeit kommen sie von selber aus dem Häuschen und begeben sich in „Schneckentempo“ ins Wasser.  Verwendest du einen Becher zur Eingewöhnung deiner Aquarienschnecken, so ist die&amp;nbsp; Sache etwas komplizierter: Sobald die Schnecken alle aus dem Häuschen gekommen sind, gibst du vorsichtig schluckweise immer etwas mehr Aquarienwasser in den Becher und entlässt die Schnecken erst dann ins Aquarium, wenn sie aktiv im Becher umherkriechen. 
 
  Bezweifelt man, dass die Schnecken den Transport überlebt haben, kann man dies anhand des Geruchs feststellen. Verendete Schnecken kann man sehr einfach an ihrem sehr strengen Geruch erkennen — bitte nur vorsichtig schnuppern! 
   4 Krebse eingewöhnen 
   
 Beim Eingewöhnen von Flusskrebsen und Zwergkrebsen ins Aquarium geht man nur bei empfindlichen Arten, bei stark vom Transport gestressten Tieren und bei  Importen  ähnlich vor wie bei Garnelen. Bei Aquarienkrebsen spielt das Angleichen der Temperatur eine wichtige Rolle, sowie das langsame Gewöhnen an die neue Umgebung. 
 In Wasser versendete Krebse setzt man mitsamt dem Transportwasser in eine Schüssel und wendet die weiter oben beschriebene  Tröpfchenmethode  an, lässt also langsam Wasser aus dem Aquarium hinzutropfen. Achtung, Krebse klettern und nutzen dabei auch den Tropfschlauch als Fluchthilfe, also gut beobachten und den Eingewöhnungsbehälter gegebenenfalls abdecken! 
 Bei feucht versendeten Krebsen geht man im Prinzip genauso vor und setzt die Tiere mit dem wenigen Wasser aus dem Transportbehältnis in einen Eimer oder dergleichen. Solange die Kiemen feucht sind, schadet es dem Krebs nicht, wenn er nicht vom Wasser bedeckt ist. Dann wendet man wieder die bewährte  Tröpfchenmethode  an und lässt langsam Wasser aus dem Aquarium hinzukommen. 
 Robuste Krebse und deutsche Nachzuchten (DNZ), die keinen großartigen Transportstress hinter sich haben, werden lediglich von der Temperatur her angeglichen und können direkt umgesetzt werden. Auch in der Natur wandern gesunde Krebse von Gewässer zu Gewässer und können sich daher in der Regel sehr gut an die neuen Gegebenheiten anpassen. 
   5 Krabben eingewöhnen 
   
 Bei Landkrabben ist es einfach: Man stellt das Transportgefäß ins Terrarium, schaltet das Licht aus und lässt die Tiere ganz entspannt ihren Weg von selbst nach draußen finden. 
 Bei in Wasser oder feucht versendeten semiterrestrisch lebenden Krabben, die sowohl im Wasser als auch an Land zu finden sind, geht man genauso vor. 
 Bei rein aquatil lebenden Krabben wendet man die  Tröpfchenmethode  an, genau wie bei Flusskrebsen. Hier muss man ebenfalls sehr gut auf die Tiere aufpassen, Krabben klettern noch besser als Krebse und entwickeln eine erstaunliche Kraft. Lose aufgelegte Deckel auf dem Eingewöhnungsgefäß sind auch für kleinere Tiere in der Regel kein Problem und werden mühelos beiseite geschoben. 
   6 Fische eingewöhnen 
   
 Grundsätzlich sollte hier genauso vorgegangen werden wie weiter oben bei den Garnelen beschrieben. Oft weisen Fische eine höhere Toleranz auf, weshalb sie meist nicht mit einem Luftschlauch und der Tröpfchenmethode an die neuen Verhältnisse im Aquarium gewöhnt werden müssen. Das Einsetzen von neuen Fischen ins Aquarium gestaltet sich etwas weniger aufwändig. 
    6.1 Was braucht man? 
 Benötigt wird lediglich ein Behälter (Eimer). 
   6.2 Wie wird&#039;s gemacht? 
 
 Entleere das Transportwasser samt Fischen in einen sauberen Eimer und warte, bis sich die Temperatur des Wassers an die Raumtemperatur angepasst hat. Oft wird empfohlen, den Beutel in das Aquarium zu legen; empfehlenswerter und schonender ist jedoch das Angleichen über die Raumtemperatur, da durch die Nähe zur Beleuchtung und durch die Wärme des Aquarienwassers sich die Temperatur zu schnell erhöht. Hast du die Möglichkeit einer separaten Eingewöhnung mit einem Eimer nicht, solltest du auf jeden Fall die Aquarienbeleuchtung während der Eingewöhnung ausschalten.  Vorsicht bei springenden Fischen! Im Zweifel das Eingewöhnungsgefäß besser mit einem Tuch oder einem lose aufliegenden Deckel abdecken.   
 Nachdem das Wasser in Eingewöhnungsbehälter Zimmertemperatur erreicht hat, gibt man etwa alle 5 Minuten ein wenig Wasser aus dem Aquarium dazu. Dieser Vorgang darf ruhig eine Stunde dauern, das Wasser sollte sich zumindest verdoppeln. Die Anwendung der  Tröpfchenmethode  kann diesen Schritt erleichtern.   
 Die Fische können nun ins Aquarium eingesetzt werden, das Transportwasser sollte jedoch weggeschüttet werden, da wir den angesammelten Kot, mögliche Keime und Schadstoffe nicht mit ins Aquarium geben möchten. Zum Umsetzen verwendet man daher am besten einen Kescher. Zusätzlich sollte man spätestens jetzt das Licht im Aquarium für ein paar Stunden ausschalten - die Fische haben im Halbdunkel des indirekten Tageslichts weniger Stress, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. 
 
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