<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/technik/filterung/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>GARNELENHAUS</name> </author> <title>Wiki / Atom Feed</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/technik/filterung/?sRss=1</id> <updated>2026-03-13T05:22:47+01:00</updated> <entry> <title type="text">Der Rucksackfilter</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-rucksackfilter</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-rucksackfilter"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Rucksackfilter sind eine relativ günstige, effiziente Möglichkeit, ein Aquarium zu filtern. Sie vereinen viele praktische Eigenschaften von Außenfiltern und Innenfiltern und sind deshalb in der Aquaristik ziemlich beliebt und häufig im Einsatz.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Aufbau  
  2 Vorteile  
  3 Nachteile  
 
 
 Der Rucksackfilter wird auch Hang-On Filter, Huckepackfilter oder Anhängefilter genannt. Dieser Aquarienfilter ist praktisch eine Mischform zwischen  Innenfilter  und  Außenfilter . Auch was die Vor- und Nachteile der beiden Filtermöglichkeiten betrifft stellt er eine Zwischenstufe dar und findet daher auch großen Anklang in einer breiten Palette von Aquarianern. 
   1 Aufbau 
 Der Rucksackfilter besteht aus einem meist rechteckigen oder abgerundeten Plastikgehäuse, welches ganz einfach wie ein Rucksack an den Aquarienrand gehängt werden kann. Dabei streckt sich das Saugrohr vom Gehäuse über den Aquarienrand ins Wasser. Das Wasser wird bei den meisten Modellen durch eine im Plastikgehäuse verbaute Pumpe aus dem Aquarium gesogen. Von dort passiert das Wasser dann von unten her die Filtermaterialien und fließt, wie bei einem kleinen Wasserfall, über einen Überlauf wieder ins Aquarium zurück. 
   
   2 Vorteile 
 
 es werden keine Schläuche benötigt – daher keine Gefahr des Abrutschens und keine Überschwemmungsgefahr 
 Filtermaterialien sind leicht zu wechseln und zu reinigen 
 meist günstiger als ein Außenfilter 
 keine Störung der Optik im Aquarium (im Vergleich zum Innenfilter) 
 relativ freie Wahl der Filtermedien (im Vergleich zum Innenfilter) 
 Mulm und weitere gefilterte Partikel geraten bei Entnahme zur Reinigung nicht wieder ins Aquarium wie bei vielen Innenfiltern 
 Filtervolumen ist durch das Überstülpen einer  Filterpatrone  über den Wassereinzug sehr einfach und effektiv vergrößerbar - gleichzeitig dient diese Patrone auch als Ansaugschutz für Babygarnelen, kleine Schnecken und Jungfische 
 
 &amp;nbsp; 
   3 Nachteile 
 
 Die Strömungsrichtung und die Oberflächenbewegung können nicht bei allen Modellen gezielt eingestellt werden. 
 Durch die stärkere Oberflächenbewegung treibt daher ein Rucksackfilter in der Regel etwas mehr  CO 2   aus als ein nach unten eingestellter Innen- oder Außenfilter. Die CO 2 -Zufuhr muss daher etwas erhöht werden. 
 Rucksackfilter liegen nur bei wenigen Komplettsets bei, relativ hohe Anschaffungskosten im Vergleich zum Innenfilter 
 Nicht bei jedem Aquarium ohne weiteres einsetzbar, Schwierigkeiten etwa bei Aquarien mit Abdeckungen und Aquarien mit Blenden oder Rändern 
 Geringeres Filtervolumen als ein &quot;richtiger&quot; Außenfilter 
 Begrenzte Aquariengröße, da Einlauf und Auslauf an derselben Stelle sitzen, große Becken werden daher nicht richtig durchströmt 
 Ein an der Außenseite des Aquariums hängender Filter kann optisch störend wirken, ein Außenfilter lässt sich dagegen komplett im Unterschrank verstecken. 
 
     
                ]]> </content> <updated>2019-04-19T01:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Der Schwammfilter</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-schwammfilter</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-schwammfilter"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Schwammfilter haben in der Aquaristik schon eine lange Tradition, und sie haben sich besonders in Garnelenzuchtaquarien als günstige, effektive und langlebige Filtervariante erwiesen. Wir beleuchten die Vorteile und Nachteile von luftbetriebenen und motorbetriebenen Schwammfil...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Aufbau  
 
  1.1 Aufbau mit Luftheber  
  1.2 Aufbau mit Motorpumpe  
 
  2 Vorteile  
  3 Nachteile  
 
 
 Der Schwammfilter ist ein biologisch-mechanischer Filter, welcher in einigen Varianten dem  Hamburger Mattenfilter  sehr ähnelt - man könnte ihn fast als Zwischending zwischen HMF und  Innenfilter  bezeichnen. Schwammfilter haben sich besonders in der Garnelenzucht etabliert und bewährt. 
   1 Aufbau 
 Das Wasser wird mit einem  Luftheber  oder einer kleinen Motorpumpe zum Zirkulieren gebracht. Die Saugseite ist mit einer Filterschwammpatrone versehen, durch die das Wasser gezogen wird. Hier sitzen Bakterien, die das Wasser biologisch reinigen, und gleichzeitig fängt der Filterschwamm je nach Porengröße gröberen oder auch feineren Schmutz aus dem Wasser. 
   1.1 Aufbau mit Luftheber 
 Ursprünglich war der Schwammfilter ein luftbetriebener Filter, denn so ist er am ungefährlichsten für kleine Fische und Garnelennachwuchs. Gerät ein Jungtier doch einmal hinter den Schwamm (etwa bei grobporigen  Filterschwämmen ), so wird es - ganz ohne Schaden zu nehmen - durch das Steigrohr wieder zurück ins Aquarium befördert. Häufig sieht man luftbetriebene Doppelschwammfilter, bei denen die größere Filterfläche effektiv das Wasser reinigt und den Bakterien viel Ansiedelungsfläche zur Verfügung stellt. 
   
   1.2 Aufbau mit Motorpumpe 
 Auch beim Schwammfilter gibt es mittlerweile die unterschiedlichsten Bauformen. Sehr oft sieht man motorbetriebene Doppelschwammfilter wie etwa den Bob Mini und den Bob Maxi, oder aber einfache Schwammfilter wie den Aquael Pat Mini. 
 Möchte man die Leistung des Aquael Pat Mini und das vergrößerte Filtervolumen eines Doppelschwammfilters kombinieren, ist dazu etwas Bastelei erforderlich: Das Steigrohr des Doppelschwammfilters wird abgesägt und der Aquael Pat als Pumpenkopf aufgesetzt. Hält er nicht von selbst am Steigrohr, können ein paar Tröpfchen Sekundenkleber oder Aquariensilikon Abhilfe schaffen. 
   
   2 Vorteile des Schwammfilters 
 Der Schwammfilter steht in direkter Konkurrenz zum HMF und ist sogar etwas weiter verbreitet. Auch wenn er nicht ganz so effektiv und wartungsarm wie der Hamburger Mattenfilter ist, so hat er dennoch seine Vorteile. 
 
 Einfache Montage 
 Kann auch nachträglich installiert werden 
 Sehr einfach zu reinigen, da leicht aus dem Aquarium entnehmbar 
 Filterschwamm kann jederzeit getauscht werden. 
 Kann leichter hinter Pflanzen versteckt werden 
 
    3 Nachteile des Schwammfilters 
 Allerdings hat ein Schwammfilter auch Nachteile: Besonders die motorbetriebenen Varianten müssen öfter gereinigt werden. Sehr feinporige Filterschwämme verstopfen sehr schnell - das erkennt man daran, dass sich der Schwamm sichtbar zusammenzieht. Die Schwämme verschleißen durch das Auswaschen und Auswringen schneller und müssen eher ausgetauscht werden. 
                ]]> </content> <updated>2019-04-16T01:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Filtermaterialien und Filtermedien</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/filtermaterialien-und-filtermedien</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/filtermaterialien-und-filtermedien"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Es gibt eine Vielzahl verschiedener Filtermaterialien und Filtermedien für Aquarienfilter. Hier gibt es einen kleinen Überblick über die gängigsten Materialien und Medien und erklären, was sie können und wo die Vor- und Nachteile liegen.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Biologisch, mechanisch, chemisch, physikalisch  
  2 Filterschwamm / Filtermatte  
 
  2.1 Verschiedene Porengrößen  
 
  3 Filtervlies und Filterwatte  
  4 Lava, Keramik, Ton und Mineral  
  5 Sinterglas  
  6 Zeolith  
 
  6.1 Zeolith regenerieren  
 
  7 Aktivkohle  
  8 Harz / Purigen  
 
  8.1 Purigen regenerieren  
 
  9 Adsorber (NO 3 , PO 4,  SiO 2 )  
  10 Torf oder Soil (pH senken)  
 
 
 Diverse Filter fürs Aquarium, wie beispielsweise ein  Außenfilter  oder ein Rucksackfilter, aber auch einige Aquarien- Innenfilter  können mit verschiedenen Filtermedien flexibel ausgestattet werden. Hier zeigen wir einen kleinen Überblick über in der Aquaristik verbreitete Filtermaterialien und deren Vorteile und Nachteile. 
   1 Biologisch, mechanisch, chemisch, physikalisch 
 Ein funktionierendes Filtersystem sorgt nicht nur für augenscheinlich klares Wasser. Neben dem rein mechanischen Herausfiltern von Schwebeteilchen arbeiten die gängigen  Aquarienfilter  auch auf biologische Art und Weise. Dabei schätzen wir vor allem die Arbeit der Bakterien, allerdings ist auch der Anteil der  Begleitfauna  und der Bakterien im Aquarium bei der Verwertung von organischen Überresten nicht zu verachten. Die meisten Filtersysteme arbeiten aerob, das heißt, dass alle Bereiche des Filters mehr oder weniger gut mit sauerstoffreichem Wasser versorgt werden müssen, weil die dort ablaufenden Prozesse  Sauerstoff  verbrauchen. Unter aeroben Bedingungen verrichten  nitrifizierende Bakterien  ihre Arbeit und wandeln organische Abfälle bzw. giftiges  Nitrit  in das relativ harmlose  Nitrat  um. 
 Darüber hinaus gibt es aber auch Filtermedien, die physikalisch arbeiten und Schadstoffe binden (dazu gehören zum Beispiel Aktivkohle und Zeolith) und solche, die Schadstoffe auf chemischem Weg abbauen helfen. 
   2 Filterschwamm / Filtermatte 
  Filterschwämme und Filtermatten waren schon immer fester Bestandteil der Aquarienfilterung. Filterschwamm-Module im Filter halten Schwebeteilchen und Detritus aus dem Wasser zurück und bieten in ihrem Poren den nitrifizierenden Bakterien Platz zur Besiedelung. 
 Grober Filterschwamm eignet sich hervorragend als Vorfilter bei  Außenfiltern , feinerer Schwamm ist ein sehr gutes Hauptfiltermedium. Filterschwämme und Filtermatten fürs Aquarium gibt es in blau, schwarz oder (seltener) auch in anderen Farben zu kaufen. 
 Eine feine Filterschwammpatrone eignet sich außerdem nicht nur für einen  Schwammfilter , sondern man kann mit ihr auch den Wassereinlauf eines Außenfilters oder Rucksackfilters &quot;entschärfen&quot; und garnelensicher machen. 
 Wenn der Wasserdurchlauf des Filters sichtbar nachlässt, ist es Zeit, den Filterschwamm gründlich auszuwaschen. Das geht sehr gut unter fließendem Wasser oder in einem Eimer mit Aquarienwasser. 
   2.1 Verschiedene Porengrößen 
 Filterschwämme oder Filtermatten gibt es in verschiedenen Ausführungen, was die Porengröße betrifft.  In der Aquaristik übliche Porengrößen sind 10 PPI, 20 PPI und 30 PPI. 
 Porengrößen über 30 PPI sind in der allgemeinen Aquaristik seltener anzutreffen – Filtermatten gelten allerdings erst ab 45 PPI als wirklich „garnelensicher“, sodass auch die kleinsten Babygarnelen ihren Weg nicht mehr hindurchfinden. Diese feinen Filtermatten werden daher oft bei  HMFs  oder  Schwammfiltern  in Garnelenaquarien verwendet. 
   3 Filtervlies und Filterwatte 
 Filtervlies und Filterwatte sind viel feiner als Filterschwämme. Diese Feinfiltermedien eignen sich besonders gut zur mechanischen Filterung und fangen Schwebeteilchen hervorragend aus dem Wasser - perfekt bei Wassertrübungen zum Beispiel durch aufgewühltes Substrat nach einer Neueinrichtung. 
 Wenn der Filter sichtbar weniger Wasser durchlässt, muss das Vlies oder die Filterwatte ausgewaschen werden. Gegebenenfalls muss man insbesondere Vlies allerdings auch öfter austauschen, weil es sich nicht richtig auswaschen lässt. 
 Aber auch andere Anwendungen sind mit Filterwatte möglich: Die ausgesprochen lästige, winzige  Zwergwasserlinse  etwa schafft es durch viele der üblichen Filtermatten, mit denen  Skimmer oder Oberflächenabsauger  ausgerüstet sind. Ein Skimmer, ausgestattet mit Filterwatte, fängt nicht nur die Zwergwasserlinsen, sondern auch viele andere kleinste schwimmende Teilchen, welche andernfalls den Skimmer ungehindert passiert hätten. 
   4 Lava, Keramik-, Ton- &amp;amp; Mineralsubstrate 
  Auf Ton bzw. Keramik basierende Filtermaterialien sind sehr häufig anzutreffen. Sie sind kostengünstig und effektiv, was die biologische Reinigung betrifft. Die Filteroberfläche ist enorm: Durch den Brennvorgang entstehen winzige Poren im Material, welche den Filterbakterien als Behausung dienen. In dieselbe Kategorie gehören Lavagrus und feiner Lavabruch - auch diese natürlichen Gesteine sind dank ihres vulkanischen Ursprungs unglaublich porös und bieten sehr viel Ansiedelungsfläche. 
 Im Vergleich zu einem relativ groben Filterschwamm bieten diese Poren sehr viel mehr Ansiedelungsfläche für Bakterien, was die besondere biologische Reinigungsleistung dieser Filtermedien ausmacht. Um grobe Teilchen abzufangen, empfiehlt es sich, einen Schwamm als Vorfilter einzusetzen. So verstopfen die Poren des Tons nicht unnötig, was einen Verlust der Filterwirkung nach sich zöge.&amp;nbsp; 
 Substrate aus Ton, Keramik und andere Mineralsubstrate gibt es in allerlei Formen. Besonders beliebt sind Bällchen oder Tonröhrchen – man verspricht sich durch die Form eine bessere Um- und Durchströmung des Filtermediums. 
 Von Zeit zu Zeit sollte man Filtermedien aus porösen Materialien gut in Wasser durchbewegen, damit eventuell die Poren zusetzende Bakterienkolonien mechanisch entfernt werden. 
   5 Sinterglas 
  Für Sinterglas-Filtermedien wie z.B. Siporax gilt im Allgemeinen dasselbe wie für die zuvor beschriebenen Ton- und Keramiksubstrate: Sinterglas ist ein biologisches Filtersubstrat mit enormer Reinigungsleistung. Die Porengröße und Porendichte ist beim Sinterglas nochmals um ein Vielfaches höher als bei Keramiksubstraten. Durch den Herstellungsprozess wird das Sinterglas noch poröser und besitzt dadurch praktisch die höchste biologische Reinigungsleistung. 
 Das bedeutet, dass organische, aber auch anorganische Stoffe wie z.B.  Nitrit  sehr schnell von Bakterien verstoffwechselt werden. Allerdings zehren die Bakterien nicht nur am Nitrit, auch  Spurenelemente ,  Eisen  und  Phosphat  können beim Einsatz von Sinterglas in den Mangel geraten, was bei Pflanzenaquarien definitiv ein Nachteil ist. In Sinterglasmedien kann es daher - ungewöhnlich für einen Aquarienfilter - zu einer  Denitrifikation  kommen, bei der die Bakterien&amp;nbsp; Nitrat  veratmen und zu gasförmigem Stickstoff reduzieren. 
 Auch Sinterglas sollte ab und zu gründlich mechanisch durchbewegt werden, damit außen sitzende Bakterienbeläge entfernt und die Poren wieder frei werden. 
   6 Zeolith 
   Zeolithe  sind natürlich vorkommende Mineralsubstrate mit einer extremen Porosität, welche ihnen nicht nur eine mechanisch-biologische Filterwirkung verleiht, sondern auch eine physikalisch-chemische. 
 Zeolith wirkt nicht nur als Mikrosieb und hält dadurch größere Moleküle und Partikel zurück, sondern auch als Ionentauscher. Es bindet vor allem  Ammonium  – ein Zwischenprodukt der  Nitrifikation . Durch Entfernen des Zwischenprodukts kann man einen steigenden  Nitrat gehalt stoppen oder ihm vorbeugen. Beim Einsatz als Filtermedium werden hierbei freie Kationen gegen z.B.&amp;nbsp; Ammonium  getauscht. Nach einiger Zeit ist das Zeolith gesättigt und es sind keine freien Kationen mehr verfügbar. 
 Zeolith bindet allerdings nicht gezielt einen bestimmten Stoff – es werden auch noch andere Stoffe wie Schwermetalle, aber auch  Spurenelemente  und  Eisen  gebunden, die danach für Pflanzen nicht mehr verfügbar sind. In Pflanzenaquarien sollte man Zeolith daher nur mit Bedacht einsetzten. 
 Da sich die Poren des Zeolith relativ schnell mit Bakterien zusetzen, sollte das Zeolith im Filter täglich bewegt werden, weil durch die mechanische Reibung die Bakterien von der Oberfläche entfernt werden, sodass die Poren wieder frei sind. 
 Zeolith muss nicht weggeworfen werden, wenn es erschöpft ist, man kann es recht einfach regenerieren und dann wiederverwenden. 
   6.1 Zeolith regenerieren 
 Stellt man einen Anstieg des  Ammonium spiegels im Aquarium fest, nimmt man das Zeolith aus dem Filter und regeneriert es mittels einer Kochsalzlösung (Kochsalz = Natriumchlorid) - die gebundenen Stoffe werden durch Natriumionen ersetzt und das Filtermedium ist wieder einsatzbereit, weil wieder freie Kationen vorliegen. 
 Dazu brauchst du 1 Liter Wasser und 5-10 g normales Kochsalz ohne Jod oder Fluor. Das Salz wird im Wasser komplett aufgelöst und das Zeolith wird dazugegeben. Das ganze lässt du dann 24-36 Stunden einfach stehen und rührst es ab und an um, damit das Zeolith gleichmäßig mit der Kochsalzlösung in Kontakt kommt. 
 Nach der Regeneration spülst du das Zeolith gründlich unter fließendem warmem Wasser aus. Danach ist es wieder im Filter einsatzbereit. 
   7 Aktivkohle 
  Aktivkohle ist als Filtermaterial nicht nur in der Aquaristik sehr weit verbreitet. Sie wird in der Trinkwasseraufbereitung, Chemie, Medizin und in der Lüftungs- und Klimatechnik eingesetzt. Aktivkohle besteht überwiegend aus Kohlenstoff, besitzt eine hochporöse Struktur und kann bis zu 50% des eigenen Gewichts an Stoffen aufnehmen. 
 Die Aktivkohle zählt zu den mechanischen Filtermedien. Sie wirkt wie ein Sieb und fängt Moleküle einfach ab – sehr kleine Moleküle wie  Nitrit  und  Nitrat  „rutschen“ allerdings einfach durch. 
 Aktivkohle entfernt daher zwar Medikamente, Schweb- und Trübstoffe und eine Vielzahl weiterer teilweise unerwünschter Substanzen aus dem Wasser, es werden allerdings ebenfalls eine Vielzahl nützlicher  Spurenelemente  und  Huminstoffe  entfernt. Des Weiteren kann Aktivkohle bedingt durch den Herstellungsprozess größere Mengen des Schwermetalls Zink oder  Phosphat  abgeben, was sich im Aquarium als nachteilig herausstellen kann. 
 Wegen dieser Nachteile und der relativ schnellen Sättigung (wenige Tage) ist Aktivkohle nicht als Dauerfiltermedium zu empfehlen. Es wird von manchen Autoren sogar vermutet, dass aufgenommene Stoffe mit der Zeit auch wieder an das Wasser abgegeben werden können. Aktivkohle kann man nicht regenerieren, sie wird nach der Verwendung entsorgt. 
 Für das Entfernen von Medikamenten und anderen chemischen Substanzen ist Aktivkohle die erste Wahl. 
 Da die Poren der Aktivkohle relativ schnell durch Bakterien verstopft werden können, sollte die Aktivkohle im Filter täglich gründlich durchbewegt werden. Dadurch wird die Oberfläche mechanisch von Bakterien befreit. 
   8 Harz / Purigen 
 Ein ebenfalls allgemein arbeitender Adsorber für Süßwasser und Seewasseraquarien ist Seachem Purigen, ein synthetisches Harz aus Polymeren, das nicht als Ionentauscher funktioniert, sondern aufgrund seiner grobporigen Struktur wie Aktivkohle als Sieb für Moleküle wirkt. Dadurch werden lösliche oder feste Verunreinigungen aus dem Aquarienwasser effektiv entfernt: Eiweiß, Verfärbungen durch Wurzeln,  Ammonium ,  Nitrit,   Nitrat , organische Verbindungen und so weiter. Purigen fällt dabei durch seinen ausgesprochen hohe Aufnahmefähigkeit auf. Das Material verfärbt sich mit zunehmender Aufnahme von weiß in Richtung Dunkelbraun. 
   8.1 Purigen regenerieren 
 Ist das Purigen dunkelbraun und damit erschöpft, lässt es sich recht einfach regenerieren: Dazu wird es in normaler, haushaltsüblicher Chlorbleiche mit einer Konzentration von 5% für mindestens 24 Stunden eingelegt, sodass das Substrat vollkommen bedeckt ist. Verwendet bitte keine Metallschüsseln! Ab und zu sollte das Purigen vorsichtig umgerührt werden, damit alle Kügelchen gleichmäßig Kontakt zu der Chlorbleiche haben. 
 Die Regenerierung ist abgeschlossen, wenn das Purigen wieder seine ursprüngliche Weißfärbung zeigt. Es muss nun gründlich durchgespült werden, damit auch der letzte Rest Chlorbleiche entfernt wird. Am besten wässert ihr das Purigen über Nacht in klarem Wasser, wer mag, kann auch etwas  Wasseraufbereiter  zugeben, der das Chlor vollends bindet. Schleimhautschützende Wasseraufbereiter können das Purigen jedoch nachhaltig zerstören, daher sollten nur solche Aufbereiter verwendet werden, die keinen Schleimhautschutz für Aquarientiere enthalten. Nochmals kurz ausspülen, und das Purigen kann wieder zurück in den Filter. 
 Beim Hantieren mit Chlorbleiche müssen die Anweisungen und Warnhinweise des Herstellers unbedingt beachtet werden! Bitte tragt Handschuhe und arbeitet nur in gut gelüfteten Räumen. 
   9 Spezielle Adsorber 
 Es gibt noch weitere, für sehr spezifische Zwecke einsetzbare chemisch oder physikalisch wirkende Filtermedien, die sogenannten Adsorber. Hierzu gehören Filtermedien, die gezielt&amp;nbsp; Phosphat,   Silikat  oder&amp;nbsp; Nitrat  aus dem Aquarienwasser entziehen und so in wenig bepflanzten und stark besetzten Becken den Algen die Nahrungsgrundlage nehmen. In Pflanzenaquarien sollte man diese Filtermedien jedoch nur mit Bedacht einsetzen, weil Pflanzen auf  Nitrat  und  Phosphat  als Nährstoffe angewiesen sind. 
 Nach einer bestimmten Zeit sind die Adsorber erschöpft. Sie können in der Regel nicht regeneriert werden und werden einfach ausgetauscht, sobald der Nitrat- oder Phosphatwert wieder zu steigen beginnt. 
   10 Torf oder Soil zur pH-Senkung 
  Torf ist eine beliebte Möglichkeit, den  pH-Wert  im Aquarium zu senken und Gerbstoffe und  Huminstoffe  ins Aquarienwasser einzubringen. Dabei kann man die Torffasern entweder in einem feinen Filterbeutel in den Filter geben oder auf Torfpellets zurückgreifen. Auch für die Torfpellets ist ein Filterbeutel gut geeignet. Wenn ihr den Torf im Baumarkt holt, achtet unbedingt darauf, dass er nicht vorgedüngt ist. 
 Auch aktiver  Soil  hat die Eigenschaft, den pH-Wert und die  Karbonathärte  zu senken. Da Soil sehr porös ist, können sich hier Filterbakterien ebenfalls sehr gut ansiedeln - ein doppelter Nutzen. Aktiven Soil kann man daher auch sehr gut im Filter einsetzen, wenn man ihn nicht als  Bodengrund  im Aquarium haben möchte. Dazu füllt man die Körnchen ebenfalls am besten in einen feinen Filterbeutel. 
 Wenn die Wirkung des Torfs oder Soils nachzulassen beginnt, wenn also der pH-Wert wieder steigt oder Karbonathärte messbar wird, wird das Substrat einfach ausgetauscht. 
                ]]> </content> <updated>2019-04-04T00:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Der Hamburger Mattenfilter (HMF)</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-hamburger-mattenfilter-hmf</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-hamburger-mattenfilter-hmf"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Seit der Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts ist der Hamburger Mattenfilter (HMF) vor allem in Zuchtaquarien und Garnelenaquarien auf dem Vormarsch. Er hat viele Vorteile und man kann ihn sogar recht einfach selbst bauen.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Aufbau des HMF  
 
  1.1 Feinporige Matte, ja/nein?  
  1.2 Einfacher Trick zur Reinigung  
  1.3 Optisch unauffällig machen  
 
  2 Varianten  
 
  2.1 Eck-HMF  
  2.2 Mobiler HMF  
 
  3 Nutzen  
  4 Größe und Leistung berechnen  
 
  4.1 Berechnungen für Selbstbauer  
 
  4.1.1 Filterquerschnitt  
  4.1.2 Anströmgeschwindigkeit  
  4.1.3 Pumpenleistung  
 
 
 
 
 Der HMF ist eine mechanisch und biologisch arbeitende Filtermöglichkeit. Der Hamburger Mattenfilter lässt sich einfach selbst bauen und wird besonders gerne in Aufzuchtaquarien und Garnelenbecken eingesetzt. Er ist sehr individuell einsetzbar und bei richtigem Aufbau ungefährlich auch für die kleinsten Jungtiere. Die erste Online-Beschreibung dieses Filtertyps stammt vom Ingenieur Olaf Deters (bekannt von der Seite Aquaristik ohne Geheimnisse) und wurde 1996 ins Netz gestellt. 
   1 Aufbau 
 Der HMF ist sehr simpel aufgebaut und besteht im Prinzip nur aus einem Filtermatte und einem  Luftheber  bzw. einer Umwälzpumpe. Der Auslass wird dabei meist durch die Matte gesteckt, sodass der HMF mit der Oberseite des Aquarienbeckens bündig abschließt. Dazu wird einfach ein Schlitz in die Filtermatte geschnitten. 
 Die Filtermatte wird in der Regel mit Hilfe von Streben oder Kabelkanälen fixiert. Sie werden dazu mit Silikon an der Aquarienscheibe befestigt. Wenn die Filtermatte etwas größer als die Seitenlänge des Aquariums gewählt wird, kann man sie auch einfach nur so einklemmen, ohne sie zu befestigen. Oft wird die Filtermatte über eine komplette kurze Seite des Aquariums montiert, in einigen Fällen - meist bei kleineren Aquarien - auch über die gesamte Rückwand. 
 Der Abstand zur hinteren Glaswand beträgt etwa 2 cm, so können hinter der Filtermatte auch noch ein Heizstab und gegebenenfalls Filterzusätze wie Aktivkohle oder Torf versteckt werden. 
 Bei kletterfreudigen Aquarienbewohnern schließt man den HMF am besten von oben mit einem Streifen Filtermatte, um Ausflüge zu unterbinden. 
   1.1 Vorteile und Nachteile feinporiger Matten 
 Als garnelensicher gelten HMFs mit einer Filtermatten-Porengröße von 30 oder besser noch 45 ppi. Hier kommen auch die kleinsten Garnelenbabys nicht mehr durch die Poren der Filtermatte. Eine gröbere Porung setzt sich andererseits nicht so schnell zu. Wählt man eine sehr feinporige Filtermatte, sollte man sich darauf einstellen, sie ab und zu reinigen zu müssen. Grobe HMF haben dagegen eine extrem lange Standzeit, da sie sich durch die schiere Größe der Filterfläche nicht stark zusetzen. 
   1.2 Einfachere Reinigung 
 In Aquarien mit Bodengrund ist die Reinigung eines feinporigen HMF etwas aufwändig - nimmt man die Filtermatte heraus, rutscht der Bodengrund in die Filterzone, und es kann passieren, dass sich hier dann später kleine Kanäle bilden, durch die das Wasser unter Umgehung der Filtermatte in die Filterkammer strömt. Dadurch wird der Filter weniger effektiv. 
 Findige Aquarianer schneiden daher die Filtermatte einmal in Bodengrundhöhe waagerecht durch. So bleibt der unterste Teil der Filtermatte im Aquarium, wenn sie zur Reinigung herausgenommen wird, und nichts kann verrutschen. Da sich Wasser immer den Weg des geringsten Widerstandes sucht, sollte dieser Schnitt jedoch nicht horizontal geführt werden, sondern abgeschrägt - an der Vorderseite deutlich höher als auf der Rückseite. Hier dürfen gerne mehrere Zentimeter Höhenunterschied herrschen - so überlappen die Schnittstellen stark und das Wasser kommt nicht so einfach durch. 
   1.3 HMF optisch unauffällig machen 
 Ästheten verwenden dunkle Filtermatten oder färben die auffälligen blauen Filtermatten mit Schwarztee dunkel. Auch kann man einen HMF sehr gut mit Moos oder Aufsitzerpflanzen wie Anubias oder Bucephalandra begrünen. Sie werden dazu einfach in die Filtermatte gesteckt. 
   2 Varianten 
 Es gibt neben dem klassischen HMF noch verschiedene weitere Varianten des Hamburger Mattenfilters für Aquarien. 
   2.1 Eck-HMF 
 Der Eck-HMF hat denselben Aufbau wie ein normaler HMF, er ist nur etwas kleiner und sitzt in einer Ecke des Aquariums. Die Matte wird mittels rechts und links an den Aquarienscheiben befestigten Streben oder Kabelkanälen übers Eck gebogen. Hinter dem Eck-HMF hat so zum Beispiel auch ein kleiner Motorfilter als Antrieb Platz. 
   
 CAD-Abbildung eines Eck-Hamburger Mattenfilters, schematisch dargestellt mit Pfeilen für den Wasserfluss. 
   2.2 Mobiler HMF 
 Der mobile Hamburger Mattenfilter ähnelt ein bisschen einem  Schwammfilter , hat aber meist unten einen festen Fuß aus Acryl oder Plastik und der integrierte Luftheber oder Motorfilter liegt im Inneren des Filters. Er besteht häufig aus einem - manchmal oben geschlossenen - Schwammfilter-Block. 
 Es gibt von manchen Herstellern auch mobile gebogene (also Eck-) Hamburger Mattenfilter mit einer Rückseite aus Acryl oder Plastik. 
   3 Nutzen 
 Auch optisch kann ein HMF etwas hermachen: Moose wachsen sehr gut auf dem porösen Untergrund der Filtermatte – so können ganze Rückwände zum Beispiel mit  Riesenquellmoos  bepflanzt werden und der Filter ist praktisch nicht mehr sichtbar. 
 Die besondere Reinigungsleistung ergibt sich durch die große Filteroberfläche im Verhältnis zur Aquariumgröße, wie auch durch die gleichmäßige, langsame Anströmung und Durchströmgeschwindigkeit des Wassers. So ergeben sich perfekte Bedingungen für aerob arbeitende Mikroorganismen und nitrifizierende Bakterien. 
 Ein grobporiger HMF ist sehr wartungsarm und muss lediglich ab und zu beim  Wasserwechsel  abgesaugt werden. Durch die große Fläche, durch die das Wasser angesogen wird, verstopft die Matte nur in seltenen Fällen oder wenn eine sehr feine Porengröße wie 45 ppi gewählt wird. 
 Regelmäßige Wasserwechsel ersetzt allerdings auch diese Filtermethode nicht. Da auch ein Hamburger Mattenfilter wie viele andere Filter fast ausschließlich aerob arbeitet, werden organische Abfälle aus Fischfutter und Kot im Zuge der  Nitrifikation  sehr effektiv in  Nitrat  umgewandelt. Eine  Denitrifikation  und damit der Abbau des Nitrats findet allerdings nicht statt – überschüssiges Nitrat muss daher wie üblich mit dem Wasserwechsel entfernt werden. 
   4 Größe und Leistung berechnen 
 Die Größe der Filtermatte hängt vor allem von der Größe des Aquariums ab. Dies gilt auch für die Pumpenleistung. Für eine optimale Filterwirkung sollte der Beckeninhalt pro Stunde ein- bis zweimal umgewälzt werden und die Anströmgeschwindigkeit 5 bis 10&amp;nbsp;cm/min betragen. 
   4.1 Berechnungen für Selbstbauer 
   4.1.1 Filterquerschnitt 
 &amp;nbsp;  
   4.1.2 Anströmgeschwindigkeit 
 &amp;nbsp;  
   4.1.3 Pumpenleistung 
 Durch Umwandlung der Gleichung folgt 
   
 Setzt man hier den errechneten Filterquerschnitt und die Anströmgeschwindigkeit ein, erhält man die Leistung der Pumpe bzw. des Lufthebers, die man für sein Aquarium wählen sollte. 
                ]]> </content> <updated>2019-04-02T01:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Der Innenfilter</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-innenfilter</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-innenfilter"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Innenfilter sind sehr verbreitet, besonders bei kleineren Standard-Aquariensets liegen sie oft bei. Leider sind nicht alle Innenfiltertypen garnelensicher. Hier erfährst du, wie du einen sicheren Filter erkennst und wie du andere Innenfilter garnelensicher machen kannst.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Wahl des Innenfilters  
  2 Garnelensicherer Innenfilter  
 
  2.1 Innenfilter garnelensicher machen  
  2.2 Alternativen zum Innenfilter  
 
 
 
 Der Innenfilter ist die wohl am meisten verwendete Filtervariante. Als Innenfilter könnte man im Prinzip alle Filterarten bezeichnen, bei denen der Filtervorgang im Aquarium selber vonstatten geht – im Gegensatz zum  Außenfilter , bei dem die Filterung des Aquariums nach außerhalb verlagert wird. Genau genommen sind also auch der  Bodenfilter ,  HMF (Hamburger Mattenfilter) ,  Schwammfilter  mit  Luftheber  und andere in die Kategorie „Innenfilter“ einzuordnen. Im engeren Sprachgebrauch in der Aquaristik versteht man jedoch unter einem Innenfilter ein Gehäuse mit  Filtermaterialien , die mit Hilfe einer im Gehäuse liegenden Motorpumpe mit Wasser durchströmt werden. 
   1 Welchen Innenfilter soll ich wählen? 
 Den meisten Aquarien-Startersets liegt ein Filter bei, und meist ist dies ein Innenfilter. Ob dieser ausreicht, hängt stark vom zukünftigen Besatz ab. Grundsätzlich gilt: Je größer das Filtervolumen, umso effektiver ist die mechanische und auch biologische Reinigung des Aquarienwassers.  Bakterien, die die Ausscheidungen der Aquarientiere verstoffwechseln,  finden in den  Filtermedien  einen Ansiedelungsplatz, von dem aus sie ihre Arbeit verrichten. Kurz gesagt: Je höher der Besatz, umso größer sollte der Filter sein. Startet man hingegen mit einem leichten Fischbesatz, reicht auch der im Set enthaltene Filter aus. 
   2 Garnelensicherer Innenfilter 
 Möchte man im Aquarium Garnelen halten, gibt es eine Besonderheit zu beachten. Viele Innenfilter sind so konstruiert, dass der Nachwuchs der Garnelen eingesogen und weiter zum Pumpenrad befördert werden kann – was die kleinen Babygarnelen nicht überleben.. Es gibt aber auch motorbetriebene Filter, die einen feinen, &quot;garnelensicheren“ Schwamm besitzen (wie der AquaEl Pat Mini), oder welche so konstruiert sind, dass die Garnelen nicht zum Filterrad gelangen können, wie zum Beispiel der Dennerle-Eckfilter. 
   2.1 Innenfilter garnelensicher machen 
 Wer seinen konventionell gebauten Innenfilter durch &quot;Einpacken&quot; garnelensicher machen möchte, sollte auf Filtermatten mit einer Porenstärke von PPI 45 achten. Eine andere Möglichkeit ist es, den Filter in eine Feinstrumpfhose einzupacken. Feinstrumpfhose setzt sich an den Einlassschlitzen sehr schnell zu, dann arbeitet der Filter nicht mehr gut. Wenn man auf Höhe der Schlitze etwas zwischen die Strumpfhose und das Filtergehäuse schiebt - zum Beispiel einen bis zwei Bioballs oder ein paar Erlenzapfen oder etwas in der Art -, erhöht sich die Standzeit enorm, weil sich die Strumpfhose nicht so schnell zusetzt. 
   2.2 Alternativen zum Innenfilter im Garnelenbecken 
 Möchtest du dir die Bastelei ersparen, kannst du alternativ zum motorbetriebenen Innenfilter auf garnelensichere Filtervarianten zurückzugreifen:  Bodenfilter , mit  Luftheber  oder einem Motor betriebene Schwammfilter und HMF sind in der Kombination mit Garnelen besonders geeignet. 
                ]]> </content> <updated>2019-03-31T01:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Der Bodenfilter</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-bodenfilter</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-bodenfilter"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Bodenfilter sind eine effektive Art und Weise, wie man Zuchtaquarien biologisch und mechanisch filtern kann. Der Aufbau ist denkbar einfach, und man macht sich dabei die Eigenschaften des Bodengrundes im Aquarium optimal zunutze.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Aufbau  
  2 Wirkungsweise  
  3 Effektive Bodengründe  
  4 Vorteile  
  5 Nachteile  
 
 
 Der Bodenfilter ist neben dem  Luftheber , dem  Innenfilter  und dem  Außenfilter  eine der bekanntesten Filtermethoden in Aquarien zur Garnelenzucht. 
 Beim Bodenfilter wird anstatt von Filtermatten und anderen Materialien auf den Bodengrund selbst als Filtermedium gesetzt. Sehr häufig ist der Einsatz von siebartigen Filterplatten, welche ineinander gesteckt werden. So kann die Fläche an die Beckengröße angepasst werden. Bei großen Aquarien muss man hier allerdings mehrere Steigrohre einplanen, damit der Boden gleichmäßig durchströmt wird. 
   1 Aufbau 
 Die Platten schaffen zwischen Bodengrund und Glasboden einen Abstand, so dass das Wasser gleichmäßig eingesogen werden kann. Das Steigrohr ist das Kernstück des Bodenfilters, hier entsteht der Sog - entweder durch einen  Luftheber  oder aber auch eine kleine, aufs Steigrohr aufgesetzte Strömungspumpe. Sie ziehen das Wasser durch den Boden und sorgen im Becken für Strömung. 
   
   2 Wirkungsweise 
 Der Bodengrund als solcher ist ein optimaler biologischer Filter. Er besitzt nicht nur eine große Oberfläche für die am  Stickstoffkreislauf beteiligten nitrifizierenden Bakterien , sondern hält durch die hohe Aufschüttung des Bodens auch viele Schwebstoffe zurück, was in einem kristallklaren Wasser resultiert. 
   3 Effektive Bodengründe 
 Besonders effektiv ist der Bodenfilter mit porösem Bodengrund, etwa feinkörnigem Lavasplitt oder als Bodengrund erhältlichem Tongranulat. Noch effektiver sind  Soil-Böden . Bei Soil sollte darauf geachtet werden, dass dieser auch zum Besatz passt, da dieser aktive Bodengrund im Aquarium durch seine Wirkung als Ionentauscher die  Karbonathärte  und den  pH  weit heruntersetzt. In der Garnelenzucht genau dies oft erwünscht - insbesondere bei  Bienengarnelen ,  Taiwangarnelen  und anderen Garnelen aus Weichwasserbiotopen -, und durch die hohe Wasserzirkulation im Boden bei der Verwendung eines Bodenfilters wird diese Fähigkeit auch optimal ausgenutzt, um stabile Wasserwerte zu erreichen. 
   4 Vorteile 
 
 geringer Platzbedarf 
 günstig 
 garnelensicher 
 wartungsarm 
 lange Standzeit 
 
   5 Nachteile 
 
 Zur Reinigung muss das komplette Becken ausgeräumt werden 
 Futterreste werden regelrecht in den Boden gesogen, wo sie für die Tiere unerreichbar sind und das Wasser belasten können 
 Stark wurzelnde Pflanzen verringern die Filterleistung drastisch 
 Beschränkung auf kleinere Becken, große Becken brauchen mehrere Steigrohre 
 
                ]]> </content> <updated>2019-03-30T01:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Der Außenfilter</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-aussenfilter</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-aussenfilter"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Ein sehr effizienter Filter vor allem für große Aquarien oder für Aquarien, die eine sehr gute Filterleistung benötigen, ist der Außenfilter. Er nimmt außerdem keinen Platz im Aquarium weg, was ihn auch für Aquascaper sehr interessant macht.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Funktionsweise  
  2 Inbetriebnahme  
  3 Wahl des Filters  
  4 Filtermedien  
 
 
 Besonders, wenn die Optik im Aquarium wichtig ist – etwa bei Aquascapes oder Showaquarien bei einer Messe oder ähnlichem –, bei besonders großen Becken oder wenn eine besonders gute Filterleistung gebraucht wird, ist der Außenfilter eine gute Wahl. Er wird auch Topffilter oder Kanisterfilter genannt. 
   1 Funktionsweise 
 Ein Außenfilter nimmt keinen Platz im Aquarium in Beschlag. Ein Schlauch führt das Wasser aus dem Becken in einen Filtertopf, wo der Filterprozess stattfindet. Ein weiterer Schlauch leitet das gereinigte Wasser dann ins Aquarium zurück. 
 Vorteil: Das Aquarium-Volumen wird im Gegensatz zum  Innenfilter  durch den Filtertopf noch zusätzlich vergrößert. Ebenfalls ist hier, oftmals unsichtbar im Unterschrank verstaut, ein viel größeres Filtervolumen möglich als bei Innenfiltern. Ein höheres Volumen wiederum bedeutet mehr Oberfläche für mechanische Reinigungsvorgänge, und insbesondere auch mehr Ansiedelungsfläche für Bakterien. 
   2 Inbetriebnahme 
 Die meisten Außenfilter sind nicht selbst ansaugend. Das Wasser muss bei Inbetriebnahme meist mit einem von Hand zu bedienenden Pumpknopf und in einigen Fällen auch - wie beim  Wasserwechsel  - durch Ansaugen durch den Mund in den Filter geleitet werden, von wo aus es der motorbetriebene Pumpenkopf wieder nach oben befördert. 
   3 Welchen Außenfilter soll ich wählen? 
 Das Aquarium-Volumen sollte etwa 2-3 Mal pro Stunde durch den Filter laufen – dies nennt man auch Umwälzung. Die Menge entspricht bei einem 54-Liter Aquarium einer Pumpenleistung von 108 bis 162 l/h. 
 Man muss allerdings selten selbst rechnen – die Hersteller schreiben die empfohlene Aquariengröße in der Regel in die Produktbeschreibung. 
   4 Filtermaterialien 
 Viel wichtiger sind beim Außenfilter die  Filtermaterialien . Bei vielen Außenfiltern steht es dem Nutzer frei, welche Filtermedien er verwenden möchte. So kann man frei nach Belieben oder nach Notwendigkeit im Filtertopf verschiedenste Filtermaterialien unterbringen, aber auch chemisch oder physikalisch wirkende Filtermedien wie etwa Ionentauscher sind nicht unüblich. Hier gibt es verschiedene, etwa um  Silikat ,  Nitrat  oder  Phosphat  aus dem Aquarienwasser zu entfernen. 
 Wo man bei der  Filterung im Pflanzenaquarium  häufig zu spärlicher Filterbestückung greift, sind in Fischaquarien auch Hochleistungsfiltermedien wie Sinterglas oder Keramik- und Tongranulate im Einsatz. 
 Bei Problemen oder nach Medikamenteneinsatz kann beispielsweise mit Aktivkohle gefiltert werden, möchte man den Huminstoffgehalt im Aquarienwasser erhöhen, gibt es auch dafür geeignete Filtermedien – hier wird schnell klar: die Auswahl ist hier scheinbar unendlich groß, allerdings kann man dadurch auch den Filter perfekt an die individuellen, ganz spezifischen Bedürfnisse im Aquarium anpassen. 
 Auf die Vor- und Nachteile der einzelnen Filtermedien, wie man sie behandeln sollte und ob sie zu regenerieren sind, gehen wir in unserem Wiki-Artikel  &quot;Filtermaterialien und Filtermedien&quot;  im Detail ein. 
                ]]> </content> <updated>2019-03-28T01:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Filterung im Fischaquarium vs. Filterung im Pflanzenaquarium</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/filterung-im-fischaquarium-vs-filterung-im</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/filterung-im-fischaquarium-vs-filterung-im"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Beim ersten Gedanken etwas verwunderlich, aber ja: Nicht nur Fische, Garnelen und Co., sondern auch Pflanzen stellen in gewisser Weise ganz eigene Ansprüche an die Filterung im Aquarium. 
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Filterung im Fischaquarium  
 
  1.1 Mineralisierung  
  1.2 Ergebnis  
 
  2 Filterung im Pflanzenaquarium  
 
  2.1 Wahl des Filters  
 
 
 
   1 Filterung im Standardaquarium mit Tierbesatz 
 Fragt man etwa einen Koi-Halter, wird er einem von High-Tech Filtersystemen in seinem Fischteich erzählen – je größer umso besser. Ähnlich verhält es sich auch bei „Fischaquarianern“, den Haltern von Garnelen und natürlich auch bei den Aquarianern, die Krebse pflegen: eine große Filteroberfläche sorgt für Raum zur Ansiedelung von Bakterien und gegebenenfalls auch für weitere (reduzierende) Prozesse wie die  Denitrifikation . 
   1.1 Mineralisierung 
 Organische Verbindungen, Fischausscheidungen und abgestorbenes Material werden durch Bakterien mineralisiert und für die Beckenbewohner weniger schädlich gemacht, dies bezeichnet man auch als  Nitrifikation . Außerdem können  Phosphate  und  Eisen   ausgefällt  werden und als Schlamm im Filter landen. 
   1.2 Ergebnis der Filterung 
 Durch die Filterung erhält man schlussendlich trotz hohem Tierbesatz ein relativ  nitrat armes Wasser, frei von etwaigen „Vorstufen“ wie  Nitrit  oder  Ammonium/Ammoniak . Mit dem richtigen Filtervolumen und der richtigen Wahl von  Filtermedien  lässt sich so selbst ein praktisch pflanzenloses Aquarium erfolgreich pflegen. 
 Dies bedeutet nun ausdrücklich nicht, dass in einem Aquarium mit Tierbesatz keine Pflanzen gepflegt werden können - es gibt sehr viele Aquarienpflanzen, die robust und relativ pflegeleicht sind und die problemlos auch in relativ stark gefilterten Aquarien überleben können und sich dabei sogar wohl fühlen! 
   2 Filterung im Pflanzenaquarium 
 Sieht man sich die  Bedürfnisse von Pflanzen  im Aquarium an, erkennt man schnell, dass genau Stoffe wie  Nitrat ,  Phosphat  und  Eisen  essentielle Nährstoffe für das Wachstum der Aquarienpflanzen darstellen. Sie zu entfernen, kann bei Aquarien wie zum Beispiel Aquascapes, in denen die Pflanzen die Hauptrolle spielen, sicherlich nicht Sinn der Sache sein – ganz im Gegenteil sorgen Pflanzenaquarianer eher für die zusätzliche Zufuhr von diesen Nährstoffen in Form von Düngern wie  Eisenvolldünger  oder  NPK-Dünger.  
   2.1 Wahl des Filters fürs Pflanzenaquarium 
 Eine Vielzahl an Pflanzenaquarianern greift gerne zum  Außenfilter . Häufig sind die Gründe hierfür schlicht die Optik und die Handhabung: 
 Mit Filtereinläufen und Filterausläufen aus Glas wird die Filtertechnik so gut wie unsichtbar, was gerade in einem Aquascape von Vorteil ist. Auch die Filterreinigung gestaltet sich in einem dicht bepflanzten Aquarium mit einem Außenfilter viel einfacher. 
 Eine sanfte Strömung im Pflanzenbecken sorgt für eine gute Verteilung der Nährstoffe, die Umwälzungsleistung des Filters kann allerdings ruhig etwas höher gewählt werden. Etwa 3 bis 4 Mal pro Stunde sollte der Beckeninhalt durch den Filter fließen. Bei einem 100L fassenden Becken sollte der Filter daher etwa 300 bis 400 L/h betragen. Da allerdings durch  Filtermedien  oder etwaige Ablagerungen in den Schläuchen die Durchflussleistung sinkt, sollte man im Zweifelsfall einen leicht stärkeren Filter wählen. 
 Wählt man einen  Außenfilter , gibt es zahlreiche Filtermedien zur Bestückung. Aber Achtung: viele sind für Fischaquarien konzipiert und bieten oft entweder eine extrem hohe Filteroberfläche (Hochleistungsfiltermedien wie  Sinterglas ,  Keramik  etc.), oder ihre Filterung ist chemischer oder physikalischer Natur (Ionentauscher wie  Zeolith  oder  Aktivkohle , oder aber  Adsorber  /  Harz ). All diese Filtermedien entziehen dem Wasser für Pflanzen wertvolle Nährstoffe. Auch der dauerhafte Einsatz von Aktivkohle nimmt den Pflanzen wertvolle Nährstoffe wie z.B.&amp;nbsp; Eisen  und  Spurenelemente  weg. 
 Viele Pflanzenaquarianer tendieren daher in Richtung „Geringfilterung“: Dieser Begriff bezeichnet einen nur mit wenigen Schwämmen ausgerüsteten Außenfilter, bis hin zum mit Strömungspumpen betriebenen Pflanzenaquarium ohne größere Filtermaterialien. Vorteil: Zugegebene Nährstoffe „verschwinden“ nicht im Filter und man hat eine bessere Kontrolle über die Nährstoffsituation des Beckens. 
 Hier muss man dann allerdings eventuell beim Besatz Abstriche machen: Nicht alle Fische und Garnelen vertragen hohe  Nitrat - und  Phosphat werte. 
                ]]> </content> <updated>2018-08-21T01:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Der Skimmer</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-skimmer</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-skimmer"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Skimmer oder Oberflächenabsauger gelten als eine Art Geheimtipp gegen die Kahmhaut - also den ölig wirkenden Film an der Wasseroberfläche - und gegen alles mögliche andere, was an der Wasseroberfläche treibt, zum Beispiel auch gegen nervige Wasserlinsen oder Fitzel vom Pflanze...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Arbeitsweise des Skimmers  
  2 Funktion  
  3 Einschränkungen  
 
 
 Ein Skimmer ist ein Oberflächenabsauger bzw. Oberflächenabzug, der die Wasseroberfläche des Aquariums von Staub, anderen Schmutzpartikeln, Algenfilmen oder Bakterienfilmen (aka die  Kahmhaut ) und sogar von  Wasserlinsen  und anderen kleinen Pflanzenresten befreien kann. Ein solcher Oberflächenabzug wird je nach Modell und Hersteller mit einer darin verbauten Pumpe betrieben, es gibt aber auch entsprechende Vorrichtungen für den Umbau von  Außenfiltern . 
   1 Arbeitsweise des Skimmers 
 Die Ansaugseite ist bei einem Skimmer zur Wasseroberfläche gerichtet, wobei ein Schwimmer das Ansaugrohr immer in der richtigen Position und Höhe hält. So ist es mit einem Skimmer möglich, die Wasseroberfläche rund um die Uhr absaugen zu lassen und sie dadurch ständig von einer  Kahmhaut , aber auch von Pflanzenresten oder - ganz besonders - von  Wasserlinsen  frei zu halten. Der Einsatz des Skimmers ist auch nur kurzzeitig möglich, eben so lange, bis die  Kahmhaut , die  Wasserlinsen  oder die Pflanzenreste abgesaugt wurden, er muss nicht dauerhaft am Aquarium betrieben werden. 
   2 Funktion des Skimmers 
 Der Schmutz fängt sich beim Oberflächenabzug mit eigener Pumpe in einem Filterschwamm, wo er festgehalten wird, der am  Außenfilter  verbaubare Skimmer zieht den Schmutz einfach in den Filterkanister hinein, wo er ebenfalls vom Filterschwamm aufgenommen wird. Je nach Schmutzanfall muss der Filterschwamm entsprechend hin und wieder gereinigt werden, spätestens dann, wenn nur noch wenig Wasser durch den Auslass kommt. 
   3 Einschränkungen bei der Verwendung 
 Für Garnelenaquarien ist ein Skimmer nur eingeschränkt zu empfehlen, da neugierige Garnelen (und vor allem Garnelenbabys) schnell eingesaugt werden können. 
 Der Einsatz eines Skimmers treibt ein wenig  CO 2   aus, jedoch weitaus weniger als eine stark bewegte Oberfläche durch einen Filterauslass. 
 Daher ist ein Skimmer dennoch eine gute Alternative, wenn es darum geht, die Oberfläche sauber zu halten und zum Beispiel nicht nur von der lästigen  Kahmhaut , sondern auch von  Wasserlinsen  zu befreien. 
   
                ]]> </content> <updated>2017-12-07T10:30:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Der UV-C-Klärer</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-uv-c-klaerer</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-uv-c-klaerer"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            UV-C-Klärer werden als Geheimwaffe gegen Algen und Keimbelastungen im Freiwasser des Aquariums empfohlen. Wie sie arbeiten, warum sie so effektiv sind und was man bei der Verwendung eines UV-Klärers beachten sollte, dröseln wir in diesem Artikel für euch näher auf. 
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 UV-Strahlung  
  2 UV-C  
  3 Wirkungsweise  
  4 UV-C und Aquaristik  
  5 Nachteile  
 
  5.1 Mangelerscheinungen  
  5.2 Anstieg Nitritgehalt  
  5.3 Wasseraufbereiter mit EDTA  
 
 
 
 UV ist die Abkürzung für Ultraviolett und bezeichnet einen für das menschliche Auge nicht sichtbaren Strahlungsanteil des Lichts. UV-Strahlung (umgangssprachlich UV-Licht) ist sehr kurzwellig und erstreckt sich über den Wellenlängenbereich von 100 nm bis 380 nm (Nanometer). 
 UV-Klärer werden in der Aquaristik zur  Verringerung der Keimdichte  eingesetzt, um  Krankheiten vorzubeugen , den Zuchterfolg zu steigern und um Algensporen, Algenblüten und  Bakterienblüten  zu beseitigen. 
   1 Unterteilung der UV-Strahlung 
 Die UV-Strahlung wird abhängig von der Wellenlänge in drei Kategorien eingeteilt: 
 
 UV-A (315 nm-380 nm) 
 UV-B (280 nm-315 nm) 
 UV-C (100 nm-280 nm) 
 
   2 UV-C 
 UV-C ist der Wellenlängenbereich des UV-Lichts, der für die  Entkeimung  interessant ist. Speziell im Bereich zwischen 250 nm und 270 nm ist die Strahlung für die Keimabtötung am effektivsten. Übliche UV-C-Entkeimer emittieren eine Wellenlänge von 253,7 nm. 
 Weder die UV-A noch die UV-B-Strahlung besitzen eine entkeimende Wirkung. 
   3 Wirkungsweise 
 Die UV-C-Strahlung schädigt direkt das Erbgut (DNA) der Keime und Sporen. Die DNA besteht aus vier Basen (Adenin,&amp;nbsp;Thymin,&amp;nbsp;Guanin&amp;nbsp;und&amp;nbsp;Cytosin), welche durch die Einwirkung von UV-C-Strahlung miteinander verschmelzen; so wird die Erbinformation im Zellkern unbrauchbar, und lebensnotwendige (Stoffwechsel-) Funktionen von Pilzen, Bakterien und  Algen  werden gestört. Außerdem wird den Zellen die Fähigkeit zur Zellteilung genommen. 
 Die biologische Wirkungsweise eines UV-C-Klärers besteht daher zum einen darin, Keime und Algensporen direkt abzutöten und zum anderen eine weitere  Vermehrung von Mikroorganismen zu verhindern . 
 Die Wirksamkeit eines UV-C Klärers hängt von zwei Faktoren ab: 
 
 Bestrahlungsdauer 
 Bestrahlungsintensität 
 
 &amp;nbsp; 
 Je länger das Wasser im Klärer verweilt, umso effektiver kann er wirken. Die Verweildauer ist zum einen von der Größe des Klärers abhängig, aber auch von der Durchflussgeschwindigkeit; je langsamer das Wasser durchfließt, umso größer der Effekt. 
 Diese Erkenntnis steht in direktem Zusammenhang mit der Intensität der Bestrahlung. Je höher diese ist, umso schneller wird der gewünschte Effekt erreicht. Somit kann die Bestrahlungsdauer kürzer sein, je stärker mit UV-C bestrahlt wird. Für eine Erbgutschädigung mit der Wirkung, die Replikation eines Bakteriums zu verhindern, reichen meist schon relativ geringe Strahlungsintensitäten aus. 
 Bei einer UV-Strahlung unter 200nm kommt es zur Bildung von freien Radikalen, welche ebenfalls desinfizierende Eigenschaften besitzen (ähnlich dem Prinzip des  Oxydators ). Für die Aquaristik ist dies jedoch unerheblich, da hier keine UV-Klärer unter 200nm zum Einsatz kommen. 
   4 UV-Klärer in der Aquaristik 
 Viele UV-Klärer in der Aquaristik werden in den Filterkreislauf des  Außenfilters  eingebaut, es gibt aber auch Modelle mit einer eingebauten Pumpe, die dann unabhängig vom Filterkreislauf arbeiten können. Beinahe alle in der Aquaristik gängigen UV-C-Klärer sind mit Quecksilberdampflampen ausgestattet, welche eine UV-C-Strahlung von 253,7 nm abgeben. Die Intensität lässt sich aus der Watt-Angabe schließen: Je höher diese ist, umso höher ist auch die Abgabe von UV-C. 
 Bis dato gibt es für die Aquaristik so gut wie keine UV-C-LED, da diese momentan noch zu teuer für eine Anwendung im Hobby-Bereich sind. Der Vorteil besteht hier allerdings eindeutig in deren Wirkungsgrad und den damit verbundenen Einsparungen im Stromverbrauch. 
 Es gibt mittlerweile allerdings eine 1 Watt UV-LED für die Aquaristik, die jedoch nicht UV-C, sondern UV-A-Strahlung (315 - 400 nm) abgibt. In der Theorie wird diese in Wasser gebrochen und in das kurzwelligere UV-C Spektrum verschoben. Unklar bleibt jedoch, ob die Intensität (nach Änderung der Wellenlänge) ausreicht, um einen Effekt zu erzielen. 
   5 Nachteile eines UV-C-Klärers im Aquarium 
   5.1 Mangelerscheinungen bei den Pflanzen 
 Der ständige Einsatz eines UV-C-Klärers ist in einem bepflanzten Aquarium, in dem mit Flüssigdünger gedüngt wird, nicht empfehlenswert. Die UV-C-Strahlung zerstört die Chelate, die mit den Nährstoffe im Flüssigdünger Chelatkomplexe bilden und sie so stabilisieren. Wenn diese Komplexbildner geschädigt werden, stehen die Nährstoffe den Pflanzen im Aquarium nicht mehr zur Verfügung. Hat man einen UV-C-Klärer dauerhaft an einem bepflanzten Aquarium im Einsatz, können daher die Pflanzen trotz einer regelmäßigen Düngung Mangelerscheinungen entwickeln. In Pflanzenaquarien und Aquascapes sollten UV-Klärer daher nur zeitlich begrenzt bei Problemen zum Einsatz kommen. 
   5.2 Anstieg des Nitritgehalts 
 Bei hohen Bakterienbelastungen im Wasser oder starken Algenblüten kann es beim Einsatz eines UV-C-Klärers zu einem Anstieg des  Nitrit gehaltes kommen, weil die abgetöteten Organismen das Wasser mit organischen Abfallstoffen verschmutzen. Die  nitrifizierenden Bakterien  in den  Biofilmen  sind zwar vom UV-C-Klärer nicht betroffen, weil er nur auf Keime im Freiwasser wirken kann, dennoch müssen sie mit der gestiegenen Belastung erst einmal fertig werden. In solchen Momenten ist ein großer  Wasserwechsel  sicher nicht verkehrt. 
   5.3 Wasseraufbereiter mit EDTA 
 Ein auf Chelatbasis arbeitender  Wasseraufbereiter  mit EDTA als Komplexbildner ist sehr empfindlich gegenüber UV-Licht. Die UV-Strahlung des UV-C-Klärers kann die Komplexe aus Schadstoffen und EDTA aufbrechen, sodass eigentlich gebundene, harmlos gemachte Schadstoffe wie  Kupfer  im Aquarienwasser wieder freiwerden. Je nach Konzentration kann das für die Tiere im Aquarium problematisch werden. 
                ]]> </content> <updated>2017-11-29T01:45:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Denitrifikation</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/denitrifikation</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/denitrifikation"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Denitrifikation oder wie Nitrat im Aquarium durch Bakterientätigkeit wieder abgebaut wird. Wie wir wissen, ist ein hoher Nitratwert besonders für Garnelen aus Weichwasserbiotopen nicht ungefährlich. Durch die Denitrifikation wird man überschüssiges Nitrat elegant und ohne groß...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Im Aquarium  
  2 Nitratabbau  
 
 
 Die Denitrifikation bezeichnet den Vorgang, bei dem Bakterien unter Abwesenheit von Sauerstoff den gebundenen Stickstoff aus dem  Nitrat (NO 3 )  zu molekularem Stickstoff (N2) umwandeln, um Sauerstoff zu gewinnen. Der so entstehende Stickstoff entweicht als Gas in die Atmosphäre.  
   1 Im Aquarium 
 Im Aquarium findet dieser Prozess neben der  Nitrifikation  statt, jedoch nicht im selben Ausmaß, da die Bedingung dafür sauerstofffreie (anaerobe) Zonen sind. Anaerobe Bereiche können im  Bodengrund  (je nach Höhe und Dichte) wie auch im Filter entstehen. 
   2 Nitratabbau durch entsprechende Filterung 
  Einige Filtermethoden machen sich dieses Phänomen zunutze, wie z. B. die Langsamfilterung oder anaerobe Filterung, bei der Nitrat abgebaut wird. Voraussetzung ist ein entsprechend hohes Filtervolumen, da das Prinzip auf einer Kombination von nitrifizierenden und dentrifizierenden Bakterien aufbaut. Das Wasser fließt langsam durch den Filter, wobei in den ersten Schichten die nitrifizierenden Bakterien den gesamten Sauerstoff „veratmen“ und somit in den weiteren Bereichen des Filters kein Sauerstoff mehr vorhanden ist. Dentrifizierende Bakterien können nun hier ihre Arbeit verrichten und das Wasser von Nitrat befreien. Im Zuge dieses Prozesses kann auch  Nitrit (NO 2 )  als Zwischenstufe entstehen. 
                ]]> </content> <updated>2017-10-23T15:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Der Lufthebefilter</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-lufthebefilter</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-lufthebefilter"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Der Luftheber ist eine Filtervariante, die besonders für Garnelenaquarien sehr zu empfehlen ist. Lufthebefilter werden in Verbindung mit einer Membranpumpe betrieben, welche Luft durch einen Schlauch unten in das Steigrohr des Filters pumpt. Die Luft ...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Verwendung  
  2 Aufbau  
  3 Funktionsweise  
  4 Filterung  
  5 Vorteile  
  6 Nachteile  
 
 
   1 Verwendung 
 Der Lufthebefilter ist eine Spielart des  Schwammfilters  und findet häufig in Nanoaquarien und sehr oft auch bei der Haltung und Zucht von Garnelen (da auch in größeren Aquarien) Verwendung. 
   2 Aufbau 
 Der eigentliche Filter besteht aus nicht allzuvielen Teilen: 
 
 Steigrohr, bei manchen Lufthebern auch aus 2 Teilen bestehend, wobei eines flexibel verstellbar ist, damit die Richtung des Wasserauslass geändert werden kann. Am Steigrohr schließt man unten den Luftschlauch an. 
 Schwammpatrone, die zweierlei Funktionen hat, siehe weiter unten. 
 Saughalter, zur Befestigung an der Scheibe. 
 
 &amp;nbsp; Zur Inbetriebnahme braucht man lediglich noch einen Luftschlauch, ein Rückschlagventil und eine Membranluftpumpe. 
   
   3 Funktionsweise 
 Der Lufthebefilter wird in Verbindung mit einer außerhalb des Aquariums liegenden Membranpumpe betrieben. Diese Luftpumpe pumpt die Luft durch einen Schlauch, der unten in das Steigrohr des Filters mündet. Manchmal ist im Luftheber auch ein Ausströmerstein verbaut, der die Luftblasen feiner zerteilt. 
 Die Luftblasen steigen im Steigrohr nach oben und reißen das Wasser mit sich. Dadurch entsteht ein Unterdruck und eine Sogwirkung, die Wasser aus dem Aquarium durch den Schwamm zieht. Dieses Wasser wird durch die Luftblasen laufend über das Steigrohr nach oben gerissen und zum Filterauslass befördert. 
 Die Membranpumpe sollte entweder oberhalb des Wasserspiegels im Aquarium aufgestellt werden oder aber - wenn sie tiefer steht, zum Beispiel im Unterschrank - mit einem Rücklaufventil (Rücklaufsicherung) vor eventuell eindringendem Wasser geschützt werden. 
   4 Filterung auf zweierlei Weise 
 In der Patrone des Lufthebers findet zum einem eine mechanische, zum anderne eine biologische Filterung statt. Mechanisch werden grobe Partikel wie zum Beispiel Futter- oder Pflanzenreste, Algen, Mulmteilchen und andere Schwebeteile aus dem Wasser gefiltert. Die größeren Teilchen lagern sich an der Oberfläche und in den Poren des Schwammes ab, die kleineren in den Poren des Schwammes, wo sie nach und nach von Bakterien abgebaut werden. 
 In der Schaumstoffpatrone siedeln sich nützliche Bakterien an, die für den Abbau von Ammonium, Ammoniak und  Nitrit  zuständig sind und für den zukünftigen Verlauf im Aquarium unabdingbar sind. Das ist die biologische Filterfunktion. 
   5 Vorteile 
 
 Aufgrund seiner Konstruktionsweise ist der Luftheber absolut sicher für Garnelen egal welcher Größe, und auch für Fischlarven. Hier kann kein Tier in ein Filterrädchen gelangen und dort verhackstückt werden, einfach, weil es gar kein Filterrädchen gibt. Selbst wenn einmal eine sehr neugierige Garnele in die Öffnung krabbelt, wird sie einfach wieder hinausgespült. 
 Der Filterschwamm ist für Garnelen und Krebse eine willkommene Weidefläche, auf der sich viel Detritus sammelt und entsprechenden Biofilme abgegrast werden können. 
 Die Funktionsweise mit Luft sorgt im Aquarium immer für ausreichend Sauerstoff - vor allem an heißen Tagen ein unschätzbarer Vorteil für die Aquarienbewohner. 
 
   6 Nachteile 
 
 Ein mit Luft betriebener Filter ist für alle Kontaminationen in der Raumluft anfällig. Zigarettenrauch, Insektenschutzmittel, andere Pestizide, Raumspray, Aromen von Räucherstäbchen und vieles mehr können für  akute  oder  schleichende Vergiftungen  im Aquarium sorgen. 
 Insbesondere größere Krebse und Krabben finden den Filterschwamm im Aquarium manchmal unglaublich schmackhaft und vergreifen sich manchmal daran. Dabei zerpflücken sie ihn nicht nur, sondern fressen ihn regelrecht auf. 
 Da ein Luftheber mit einer Luftpumpe betrieben wird, eignet er sich nur bedingt für Wohn- und Schlafräume, da Luftpumpen in der Regel nicht völlig geräuschlos laufen. Hinzu kommt das Geräusch der zerplatzenden Luftblasen, das ebenfalls deutlich wahrnehmbar ist. 
 
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