<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/technik/luft/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>GARNELENHAUS</name> </author> <title>Wiki / Atom Feed</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/technik/luft/?sRss=1</id> <updated>2026-03-13T06:13:20+01:00</updated> <entry> <title type="text">Der Oxydator</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-oxydator</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/der-oxydator"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Da Sauerstoff (O2) eines der wichtigsten Elemente für das Funktionieren eines Aquariums ist, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, das Aquarium mit ausreichend O2 zu versorgen. Eine davon ist der Söchting Oxydator, der besonders gerne in Aquarien mit Garnelen, aber auch bei ...
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Aufbau  
  2 Funktionsweise  
  3 Wirkung  
  4 Nachteile  
  5 Nachfüllen  
  6 Reaktion kontrollieren  
  7 Oxydator arbeitet nicht  
 
 
   Sauerstoff (O 2 )  ist im Aquarium von hoher Wichtigkeit. Ohne Sauerstoff funktionieren keinerlei Stoffwechselvorgänge, und dem Biotop im Glaskasten geht ohne Sauerstoff buchstäblich &quot;die Luft aus&quot;. Es wurden daher über die Zeit in der Aquaristik eine hohe Zahl von Möglichkeiten ausgetüftelt, mit denen man ein Aquarium mit genügend Sauerstoff versorgen kann. Neben dem natürlichen Gasaustausch an der Wasseroberfläche gibt es verschiedene Möglichkeiten der Belüftung. Sie alle haben jedoch den Nachteil, dass sie auch  CO 2   austreiben, das wiederum die Pflanzen dringend brauchen und das im Aquarium ohnehin meist nicht in ausreichenden Konzentrationen vorhanden ist. Eine Alternative dazu stellt der Söchting Oxydator dar. Hier wird das Wasser nicht bewegt und die  CO 2  -Konzentration bleibt unbeeinflusst. Sehr beliebt ist der Oxydator in bepflanzten Aquarien mit Garnelen und in Garnelenzuchtaquarien, aber auch bei Aquarien mit Fischen, Krebsen und in Teichen. Ganz korrekt wäre nach moderner Auffassung die Schreibweise &quot;Oxidator&quot;, der Hersteller hat sich jedoch entschlossen, das &quot;y&quot; zu belassen. 
   1 Aufbau eines Oxydators 
  Die  Sauerstoffversorgung  im Aquarium oder auch im Gartenteich, die man mit einem Oxydator der Firma Söchting realisieren kann, basiert auf der Katalyse von Wasserstoffperoxid (H 2 O 2 , umgangssprachlich bzw. veraltet auch Wasserstoffsuperoxid genannt). Diese Methode funktioniert ganz ohne Strom. 
 Den Söchting-Oxydator gibt es in verschiedenen Größen (mini, D, A, W) mit unterschiedlichem Fassungsvermögen, jeweils passend zu einer bestimmten Aquariengröße oder einem Teich. 
 Der Aufbau ist im Prinzip bei jeder Oxydator-Variante derselbe: Das Gerät besteht aus einem oder mehreren Katalysatoren aus Braunstein, einem Behälter aus Glas bzw. Acrylglas, der das Wasserstoffperoxid (H 2 O 2 ) aufnimmt, aus einem Verschluss und einem Keramikfuß. 
   2 Funktionsweise eines Oxydators 
 Durch den Katalysator werden vom&amp;nbsp;H 2 O 2  im Glasbehälter konstant Sauerstoffradikale abgespalten – dadurch bildet sich eine langsam, aber stetig anwachsende Sauerstoffblase im Glas, die das Wasserstoffperoxid durch eine kleine Öffnung im Verschluss nach außen drückt. Der Katalysator verbraucht sich dabei nicht, die Katalysatorsteine müssen daher nicht ausgetauscht werden. 
 Der Keramikfuß fungiert ebenfalls als Katalysator; dort reagiert das ausgetretene Wasserstoffperoxid zu 2&amp;nbsp;H 2 O 2  und einem Hyperoxid-Anion (O 2·− ), also zu Wasser und einem Sauerstoffradikal. 
 Der so entstehende Sauerstoff löst sich größtenteils sofort im Wasser - es entsteht nur eine sehr geringe oder auch gar keine Bläschenbildung. Bei einem  Sauerstoffmangel  im Aquarium kann man mit dem Einsatz eines Oxydators helfend eingreifen. 
   3 Wirkung des Oxydators 
 Besonders für den Vorgang der  Nitrifikation  wird viel  Sauerstoff  benötigt.  Da jedes Sauerstoff-Molekül bestrebt ist, maximalen Abstand zum benachbarten Sauerstoff-Molekül zu wahren, verteilt sich das O 2  auch ohne Strömung gleichmäßig im Aquarium. Auch andernfalls sauerstoffarme Zonen im  Bodengrund  und im Filter werden mit Sauerstoff versorgt, hier können nun auch nitrifizierende Bakterien ihre Arbeit verrichten. 
 Die weitaus interessantere Wirkung liegt jedoch in der Tatsache, dass das Sauerstoffradikal sehr reaktionsfreudig ist und auch direkt mit Schadstoffen, Bakterien und anderen Stoffen reagiert und diese oxidiert. Somit entsteht dadurch eine direkt die  Keimzahl  senkende Wirkung. Außerdem wird durch Anlagerung des Sauerstoffradikals beispielsweise die „riskante“ Stickstoffverbindung  Nitrit  zu  Nitrat  oxidiert, ohne dass hier Bakterien tätig werden müssen. 
   4 Nachteile 
 Es gibt verschiedene Bedenken gegenüber der Wirkung des Oxidators, besonders bei Pflanzenaquarien. Ebenso wie  UV-C-Licht  wird das Sauerstoffradikal verdächtigt, das zugedüngte  Eisen  zu schnell oxidieren zu lassen, sodass es nicht mehr pflanzenverfügbar ist. Bei bestimmten Konstellationen (wenig Oberflächenbewegung, viel im Wasser gelöstes  CO 2  , viel  Nitrat , viel  Licht  und damit eine hohe Assimilationstätigkeit, also O2-Produktion der Pflanzen) besteht außerdem der Verdacht, dass durch den zusätzlichen Sauerstoff-Eintrag eines Oxydators die Gasblasenkrankheit bei Fischen ausgelöst werden kann. 
 Dieses Phänomen ist allerdings nicht primär dem Oxydator zuzuschreiben, sondern generell einer starken Übersättigung des Wassers mit Gasen (insbesondere auch mit Stickstoff), wie es in einem Teich mit Sonneneinstrahlung oder einem  stark beleuchteten Pflanzenaquarium  der Fall sein kann. 
   5 Den Oxydator nachfüllen 
 Es gibt verschiedene Konzentrationen der Söchting Oxydator Lösung zum Nachfüllen – 3%, 6% und 12%. Je nach Wahl der Konzentration wird mehr oder weniger Sauerstoff freigesetzt - je höher die Konzentration, desto mehr Sauerstoff wird produziert. Die Sauerstoffmenge ist zusätzlich von der Temperatur abhängig. Die Laufzeit eines Oxidators beträgt in der Regel 2-4 Wochen bei 25 °C, danach muss nachgefüllt werden. 
 Eine kontrollierte Reaktion kann nur mit der originalen Lösung von Söchting gewährleistet werden, da diese stabilisiert ist. Bei Verwendung einer Lösung ohne Stabilisator kann es zu einer unvollständigen Reaktion des Wasserstoffperoxids kommen, welches dadurch direkt ins Aquarienwasser gelangen würde. Dies würde einerseits nicht mehr weiter reagieren, also keinen Sauerstoff freisetzen, andererseits gilt Wasserstoffperoxid als ätzend und kann in entsprechender Dosis dem Besatz schaden. 
   6 Die Reaktion kontrollieren 
 Der Oxydator mini ist für Aquarien bis 60L ausgerichtet. Hat man nun ein kleineres Nanoaquarium, in dem weniger Sauerstoff benötigt wird als der Oxydator erzeugt, kann man die Reaktion über den Katalysator beeinflussen. 
 Je kleiner die Oberfläche des Katalysators, umso langsamer läuft die Reaktion, die das H 2 O 2  nach außen presst. Beim Oxydator mini sind zwei Braunstein-Katalysatoren enthalten; man kann hier nur einen verwenden und somit die Leistung (reicht bis 30L) und den H 2 O 2 -Verbrauch halbieren.    
   7 Mein Oxydator arbeitet nicht richtig 
 Steht ein Oxidator eine Weile leer im Aquarium, kann es passieren, dass Aquarienwasser durch die winzigen Öffnungen im Deckel eindringt und er vollläuft. In diesem Fall kann sich aufgrund der Nährstoffe in diesem Wasser Biofilm auf den Katalysatorsteinchen bilden, der ihre Funktionsweise einschränkt, weil die Oberfläche &quot;zuwächst&quot;. Besonders bei gebraucht gekauften Oxydatoren oder Oxydatoren, die eine Weile leer standen, kann das vorkommen. Man bemerkt es daran, dass sich keine sichtbaren Sauerstoffbläschen (oder nur sehr wenige) bilden. In diesem Fall sollte man die Katalysatorsteinchen vom Biofilm befreien. Das geht beispielsweise in höher konzentriertem Wasserstoffperoxid wie der Söchting Oxydatorlösung mit 6%. 
 Auch bei Verlust eines oder beider Katalysatorsteinchen kann der Oxy natürlich nicht mehr arbeiten. Diese lassen sich jedoch als Ersatzteil nachkaufen, ebenso wie die Verschlusskappen, Deckel, Keramikfüße und die Behälter für das Wasserstoffperoxid. 
                ]]> </content> <updated>2017-11-16T01:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Sauerstoffmangel im Aquarium erkennen und beheben</title> <id>https://www.garnelenhaus.de/wiki/sauerstoffmangel-im-aquarium-erkennen-und-beheben</id> <link href="https://www.garnelenhaus.de/wiki/sauerstoffmangel-im-aquarium-erkennen-und-beheben"/> <summary type="html"> <![CDATA[
                
                                            Ein Sauerstoffmangel im Aquarium kann tödlich für die tierischen Bewohner enden. Hier gehen wir auf die Symptome ein, benennen die Ursachen und geben Tipps, wie man einen Sauerstoffmangel schnell beheben kann.
                                        ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[
                 
 Inhaltsverzeichnis 
 
  1 Symptome  
  2 Sauerstoffverbraucher  
  3 Ursachen  
 
  3.1 hohe Temperaturen  
  3.2 Besatzdichte  
  3.3 Bepflanzungsdichte  
  3.4 Bakterientätigkeit  
  3.5 Bakterienblüte  
  3.6 Düngung mit &quot;flüssigem CO 2 &quot;  
  3.7 Sonderfall CO 2 -Konzentration  
 
  3.7.1 Abhilfe  
 
 
  4 Sauerstoffgehalt erhöhen  
 
  4.1 Belüftung  
  4.2 Oxydator  
  4.3 Photosynthese  
  4.4 Temperatur senken  
 
 
 
  Sauerstoff  ist ein lebensnotwendiges Element im Aquarium, dessen Konzentration im Aquarienwasser unter anderem durch die Wassertemperatur limitiert ist. Von einem Sauerstoffmangel spricht man, wenn der Sauerstoffgehalt im Wasser 4-5 mg/l unterschreitet. Dieser Grenzwert kann jedoch abhängig von der im Aquarium gehaltenen Tierart variieren – Arten, die in der Natur in sauerstoffreichen Fließgewässern vorzufinden sind (wie beispielsweise  Bienengarnelen ), brauchen etwas mehr Sauerstoff als andere Arten, die aus weniger sauerstoffreichen Gewässern stammen, wie zum Beispiel die Algengarnelen   Neocaridina davidi .  
   1 Symptome eines Sauerstoffmangels 
 Ein Mangel an Sauerstoff lässt sich bei vielen Wassertieren leicht feststellen. Fische „japsen nach Luft“ und schwimmen an der Wasseroberfläche, sie atmen hektisch und spreizen ihre Kiemen. Achtung: ein zu hoher  Nitrit wert verursacht genau dieselben Symptome! 
 Garnelen versuchen, möglichst weit nach oben in Richtung Wasseroberfläche zu gelangen. Sie hören auf, den Boden abzuweiden, und sitzen ruhig weit oben an den Pflanzen oder sogar auf dem Filter. Krebse wandern leider oft nicht nach oben, sie bleiben am Boden und sterben dort. Findet man regelmäßig morgens tote Tiere im Becken, könnte ein nächtlicher Sauerstoffmangel die Ursache sein. 
 Hat man  Malaiische Turmdeckelschnecken (TDS)  oder Genoppte Turmdeckelschnecken im Aquarium, kann man bei einem Sauerstoffmangel eine Massenwanderung der eigentlich im versteckt im Boden lebenden Aquarienschnecken beobachten. Sie kriechen dann geschlossen in Richtung Wasseroberfläche. Dasselbe Symptom lässt sich auch bei einem kritisch zu hohen  Nitritwert  feststellen. 
   2 Sauerstoffverbraucher im Aquarium 
 Nicht nur Fische, Garnelen, Krebse, Schnecken und Muscheln verbrauchen Sauerstoff, auch die Pflanzen haben einen Stoffwechsel und benötigen zur Aufrechterhaltung O 2 . Ebenfalls nicht zu vernachlässigen: Viele Bakterien im Aquarium, darunter die meisten Filterbakterien, brauchen für den Abbau toter organischer Materie ebenfalls Sauerstoff. 
   3 Ursachen eines Sauerstoffmangels im Aquarium 
 Der tatsächliche O 2 -Gehalt im Aquarium ist das Endergebnis sauerstofffordernder und sauerstoffliefernder Prozesse. Auch ein kurzfristiger Sauerstoffmangel bedeutet Stress für die Tiere, welcher sich in Folge negativ auf die Gesundheit auswirken kann. 
   3.1 Zu hohe Wassertemperaturen 
 Die Aufnahmefähigkeit des Wassers für Sauerstoff sinkt, wenn die Temperatur steigt. 
   
   3.2 Besatzdichte 
 Aufgrund der von Natur aus durch die Wassertemperatur begrenzten Menge an&amp;nbsp; Sauerstoff  im Wasser sollte daher die Besatzdichte gut im Auge behalten werden; zu viele Organismen im Aquarium können schon rein durch ihre Atmung zu Sauerstoffmangel führen. 
   3.3 Dichte Bepflanzung 
 Das kann besonders nachts passieren, wenn die Pflanzen keinen Sauerstoff produzieren, sondern verbrauchen. Besonders in sehr gut bepflanzten Aquarien (als Faustregel: über 80% der Bodenfläche sind von Pflanzen bedeckt) kann es daher in den frühen Morgenstunden zu einer Sauerstoffknappheit kommen. 
   3.4 Bakterientätigkeit / Nitrifikation 
 Neben dem Besatz als sauerstoffzehrender Prozess, sollte beachtet werden, dass auch Bakterientätigkeit im Aquarium Sauerstoff verbraucht. 
 Mit einem kurzen Blick in die  Nitrifikation  wird schnell klar, dass Bakterien für diesen Prozess einen hohen Sauerstoffbedarf haben. Je mehr zu verstoffwechselndes Material zur Verfügung steht (Futterreste, Ausscheidungen, Harnstoff), umso mehr Bakterien werden gebraucht und umso höher ist der Sauerstoffverbrauch der Bakterien. 
 Die Menge und Art der Fütterung hat daher einen entscheidenden Einfluss auf den Sauerstoffverbrauch. Eiweißreiches Futter führt zu höherer Ausscheidung von Stickstoffverbindungen, welche von  nitrifizierenden Bakterien  in  Nitrat  umgewandelt werden. Dabei wird O 2  verbraucht. 
   3.5 Bakterienblüten durch Nährstoffe 
 Zuckerhaltiges Futter (Gemüse, Obst, grünes Laub) führt direkt zur Zunahme der Bakterienanzahl ( Keimzahl ), was sich ebenfalls durch den bakteriellen Stoffwechsel in Form eines höheren Sauerstoffverbrauchs auswirkt. Verbleibt solch ein Futter zu lange im Aquarium, kann es zu einem Sauerstoffmangel kommen und unter Umständen auch zu milchig-trübem Wasser durch eine  Bakterienblüte . Bakterienblüten zehren zum einen viel Sauerstoff, aber auch die hohe  Gesamtkeimzahl , die damit einhergeht, kann sich auf verschiedene Tiere (besonders Garnelen) negativ auswirken. 
   3.6 Düngung mit &quot;flüssigem CO 2 &quot; 
 Sogenanntes  &quot;flüssiges CO 2 &quot;  besteht - vereinfacht gesagt - aus chemischen Stoffen, die im Aquarium zumindest teilweise zu CO 2  verstoffwechselt werden. Dabei wird Sauerstoff verbraucht. Idealerweise wird flüssiger Kohlenstoffdünger daher morgens zugeführt, wenn die Pflanzen mit der Fotosynthese beginnen und aktiv Kohlenstoff aufnehmen und zu Sauerstoff umwandeln. Gibt man flüssigen Kohlenstoffdünger zur falschen Zeit zu, nämlich wenn das Licht aus ist oder abends, kurz bevor das Licht ausgeht, haben die Pflanzen keine Chance mehr, das zusätzliche CO 2  zu verbrauchen. Über Nacht können so kritische Werte beim Sauerstoffgehalt erreicht werden, was sich dann in den  typischen Problemen beim Besatz  äußert. 
   3.7 Sonderfall CO 2 -Konzentration 
 Ist im Aquarienwasser zu viel CO 2  gelöst, kommt es zu denselben Symptomen bei den Fischen und Garnelen wie bei einem Sauerstoffmangel, Das zugrunde liegende Problem ist jedoch ein etwas anderes: Selbst wenn ausreichend Sauerstoff im Aquarienwasser gelöst ist, können die Tiere bei Anwesenheit von zu viel gelöstem Kohlendioxid im Wasser nicht mehr &quot;ausatmen&quot;. Garnelen und Krebse und viele Aquarienfische atmen nicht aktiv aus, sondern geben CO 2  aus ihrem Blut über die Kiemen durch Diffusion ans Aquarienwasser ab. Befindet sich nun aber schon viel Kohlendioxid in Lösung im Wasser, ist das Gefälle nicht mehr groß genug und die Wassertiere werden den Abfallstoff nicht mehr los. Dadurch sind ihre Blutkörperchen blockiert und können keinen Sauerstoff mehr aufnehmen - die Tiere erleiden einen Sauerstoffmangel, obwohl genügend Sauerstoff im Aquarienwasser vorhanden sein kann. 
 Um sicherzustellen, dass das nicht passieren kann, sollte man beim Düngen der Aquarienpflanzen mit CO 2  auf eine Nachtabschaltung achten (die Pflanzen nehmen über Nacht ohnehin kein Kohlendioxid aus dem Wasser auf, weil sie ohne Licht keine Photosynthese betreiben können) und die CO 2 -Anlage niemals ohne Dauertest fahren. Ein CO 2 -Gehalt von 20 bis maximal 30 mg/l sollte im Garnelen- oder Fischaquarium nicht überschritten werden. 
   3.7.1 Abhilfe 
 Den Sauerstoffgehalt im Aquarium zu erhöhen, bringt im Fall einer CO 2 -Vergiftung leider nichts. Mit Hilfe eines Sprudelsteins kann man in leichteren Fällen CO 2  aus dem Wasser austreiben, beziehungsweise bringt ein rascher großer  Teilwasserwechsel  bei schwereren&amp;nbsp;CO 2 -Vergiftungen schnell Abhilfe. 
   4 Sauerstoffgehalt erhöhen 
   4.1 Belüften / Wasserbewegung verstärken 
 Sauerstoff gelangt auf natürliche Weise durch Diffusion an der Wasseroberfläche in das Aquariumwasser. Um diesen Vorgang zu erleichtern, kann man die Oberflächenbewegung erhöhen, indem man den Filterauslass entsprechend höher setzt, sodass sich die Wasseroberfläche stärker bewegt. Auch eine Luftpumpe mit Sprudelstein kann für mehr Kontaktfläche zwischen Luft und Wasser sorgen. 
   4.2 Zusätzlicher Sauerstoff durch einen Oxydator 
 Eine weitere und vor allem bei Garnelenhaltern beliebte Methode ist die Verwendung eines  Oxydators , welcher mit Hilfe eines Katalysators Wasserstoffperoxid (H 2 O 2 ) zu molekularem Sauerstoff (O) und Wasser umbaut. 
   4.3 Sauerstoffeintrag durch Photosynthese 
 Die natürlichste Methode ist wohl der Sauerstoffeintrag über die Photosynthesetätigkeit LINK der Pflanzen. Bei einer guten Nährstoffversorgung ( Nitrat ,  Phosphat ,  Kalium ,  Eisen ,  CO 2  ) können die Pflanzen ihren Stoffwechsel optimal ausführen, was sich in einer enormen Sauerstoffproduktion auswirkt. Sichtbar wird das Assimilieren der Pflanzen, wenn die Sättigung des Wassers erreicht ist – reiner Sauerstoff tritt aus den Blättern der Pflanzen in Form kleiner Bläschen aus.  Achtung: Gerade in gut bepflanzten Becken kann es dennoch notwendig sein, dass über Nacht ein Sprudelstein läuft oder dass der Filterauslass plätschtert und so durch Wasserbewegung Sauerstoff eingetragen wird, da die Pflanzen in der Dunkelheit Sauerstoff verbrauchen. 
   4.4 Wassertemperatur senken 
 Bei einem Sauerstoffmangel wegen zu hoher Wassertemperaturen sollte das  Aquarienwasser gekühlt werden . Es kann unter Umständen gar nicht ausreichend Sauerstoff aufnehmen, da bei höheren Wassertemperaturen die Sauerstoffsättigung schon bei viel tieferen Konzentrationen eintritt. 
                ]]> </content> <updated>2017-11-01T11:30:00+01:00</updated> </entry> </feed>