Rotalge Thorea hispida

Thorea hispida (ramosissima)

1 Vorkommen

Die interessant aussehende Rotalge Thorea hispida (früher: Thorea ramosissima) findet man bei uns in Deutschland auch in der Natur, sie scheint dabei kanalisierte Gewässer zu bevorzugen. Sie steht auf der Roten Liste der seltenen und gefährdeten Algen. Im "normalen" bepflanzten Gesellschaftsaquarium sieht man sie nur recht selten.

2 Aussehen

Die Rotalge Thorea hispida ist rotbraun bis rotschwarz gefärbt. An einem helleren langen Trieb sitzen unzählige feine kurze Fädchen, die der Alge ein pelziges, etwas "unscharfes" Aussehen verleihen. Die Algenfäden können bis 15 Zentimeter lang werden. Thorea hispida wächst auf der Unterlage fest. Gern sitzt sie auf harten Substraten wie zum Beispiel Steinen oder Wurzeln. Ihre Konsistenz wird als "gummiartig" und glitschig beschrieben.

3 Ursachen

Thorea hispida benötigt viele Nährstoffe. In stark gedüngten Aquarien kann sie sich stark vermehren und zu einer Plage werden. Sie wächst nicht schnell, aber unaufhaltsam. Absaugen ist wegen der fest haftenden Wurzelscheiben keine wirkliche Lösung, die verbleibenden Reste treiben wieder aus.

4 Entfernen

Auskochen oder Backen entsprechend hitzefester Aquariendekoration ist effektiver als Absaugen. Die Algen sollten recht zügig entfernt werden, damit man eine Chance gegen sie hat. Befallene Pflanzen sollten sehr großzügig ausgeschnitten werden.

Wird jedoch die Ursache - stark nährstoffhaltiges Wasser - nicht abgestellt, so können die Algen wiederkommen.

 

Autor: Ulli Bauer

Fotos: Tina Hofmann