Fiederspaltiger Wasserfreund

Hygrophila pinnatifida

Beschreibung

Die Blätter der erst 2010 in der Aquaristik zum ersten Mal aufgetauchten Hygrophila pinnatifida sind fiederlappig bis fiederschnittig geformt und erinnern ein wenig an Eichenblätter. Submers (also unter Wasser) kann ihre Oberseite von einem Braunton bis zu verschiedenen Olivgrüntönen variieren, häufig mit helleren gelblichen Stellen an den Abzweigungen der Seitennerven von der Mittelader. Die Unterseite erscheint oft in verschiedenen rötlichen Tönen, wie z.B. Burgunderrot, Weinrot oder Rostfarben.

Emers erscheint Hygrophila pinnatifida eher unauffälliger. Die Blätter sind ebenfalls fiederlappig bis fiederschnittig, aber kürzer und breiter geformt. Die Oberseite und Unterseite der Blätter erscheinen in schönen Grüntönen, wenn die Sumpfpflanze über der Wasseroberfläche wächst.

Anders als andere Wasserfreunde der Gattung Hygrophila wächst der Fiederspaltige Wasserfreund als Aufsitzerpflanze am besten. Sein Wurzelsystem ist nicht sonderlich ausgeprägt, aber er bildet Haftwurzeln aus - und daher kommt die schöne Aquarienpflanze am besten in einer Gruppe als Aufsitzer auf Wurzeln oder Steinen gesetzt zur Geltung. Dafür und für seine ungewöhnlichen Farben und die schöne Blattform wird er im Aquascaping besonders geliebt.

Wasserwerte
Gesamthärte 0-30°dGH
Karbonathärte 2-12 °dKH
pH-Wert 5-8
Temperatur 18-28°C (opt. 22-26 °C)
Unsere Tipps
Low-Tech-Aquarien ja
Nano-Aquarien ja
Aquarienbereich Vordergrund/Mittelgrund
Schwierigkeit mittel
Vermehrung
Vermehrung Hygrophila pinnatifida vermehrt sich in der Natur durch Bruch oder Abknicken der alten Stängel und/oder durch Samenbildung nach der Blüte.
Vegetative Vermehrung Die Vermehrung im Aquarium findet durch Stecklingsvermehrung statt. Das Abtrennen von Kopfstecklingen ist dabei nicht empfehlenswert. Besser wäre es, die neu gebildeten Seitentriebe hierfür zu nutzen, da diese sich besser entwickeln als Kopfstecklinge. Man kann auch die neuen Triebe, die sich an alten Blättern bilden, für die Vermehrung nutzen.
Wachstum submers Aufrecht, buschig, Seitentriebe, bei viel Licht kriechend
Kann emers wachsen? ja – aufrecht
Wachstumsgeschwindigkeit mittel

Hygrophila pinnatifida ist eine Stängelpflanze mit einer Besonderheit: Den Fiederspaltigen Wasserfreund kann man gut aufbinden oder eng an Holz, Steine oder anderen Dekorationen platzieren, da die Wurzeln sich an die Gegenstände heften.

Grundsätzlich reicht Hygrophila pinnatifida mäßiges Licht und eine moderate Düngergabe. Aber durch intensiveres Licht, regelmäßiges Kürzen der Triebe, eine Düngung mit CO2 und eine gute Nährstoffversorgung erzielt man einen guten, deutlich kompakteren Wuchs.

Bei geringem Licht, mäßiger CO2-Versorgung und einer geringeren Nährstoffzufuhr wächst Hygrophila pinnatifida entsprechend langsamer und weniger kompakt. Läßt man die Aquarienpflanze aus dem Wasser herauswachsen, kann sie schöne Blüten bilden.

Hygrophila pinnatifida ist nicht nur eine tolle Gruppenpflanze, sondern - richtig in Szene gesetzt - auch als Solopflanze bestens geeignet. Auch ist sie zwischen Steinen und/oder Wurzeln gut aufgehoben und kommt dort durch die besondere Blattform und Farbe super zur Geltung. Damit ist sie eine perfekte Aquarienpflanze fürs Aquascaping.

Möchte man Hygrophila pinnatifida in einem Terrarium pflegen, sollte man auf feuchten Bodengrund und ausreichend Licht achten und die Zugabe von Nährstoffen nicht vergessen. Bei gutem Licht ist auch hier eine Blütenbildung im Frühling möglich.

Sollte es zu kleinen Rissen oder Löchern an den Blättern kommen, kann dies ein Zeichen für Kaliummangel sein, für den Hygrophila pinnatifida recht anfällig ist.

Systematik
Familie Acanthaceae
Gattung Hygrophila
Trivialname Fiederspaltiger Wasserfreund, Gebuchteter Wasserfreund

Botanischer Name
Hygrophila pinnatifida (Dalzell) Sreem;
Synonyme: Nomaphila pinnatifida, Cardanthera pinnatifida
Aussprache: Hygróphila pinnatífida

Herkunft
North-East India
Indien (endemisch)

Die Heimat der indischen Schönheit Hygrophila pinnatifida sind die Bäche im westlichen Küstengebiet am Fuß der Western Ghats. In nordindischen Staat Uttar Pradesh soll sie aber auch beheimatet sein.

Zahlen, Daten, Fakten
Wuchshöhe 5-40
CO2-Düngung notwendig? nein – wäre aber von Vorteil
Lichtbedarf mittel/hoch
Dünger niedriger/mittler Bedarf – Makronährstoffe (Kalium) von Vorteil

 

Autor: Gina Bartsch
Co-Autor: Ulli Bauer

Fotos: Garnelenhaus, Ricardo Castellanos

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