Keimdichte messen

Die Keimdichte ist für die Garnelenhaltung wichtig, da insbesondere die Bachgarnelen (zum Beispiel die beliebten Bienengarnelen (Caridina logemanni) und ihre Hybriden und Farbvarianten) empfindlich auf eine hohe Bakterienbelastung reagieren können. Speziell für die Aquaristik gibt es allerdings keinen Hersteller, der einen Test zur Messung der Keimdichte anbietet.

1 Dip Slides zur Messung der Keimdichte

Sogenannte „Dip Slides“ sind jedoch für andere Fachbereichen erhältlich und lassen sich gut "zweckentfremden". Sie sind ein guter "Schnelltest", mit dem man sich einen Überblick über die Keimbelastung im Aquarium machen kann. Eine Dip Slide besteht aus einem Nährmedium (Gel) an einem Stiel und einem Behälter (ähnlich einem Eis am Stiel zum Selbermachen). Der Stiel mit dem Nährmedium wird ins Aquarienwasser eingetaucht, in den Behälter zurückgegeben, dieser wird wieder verschlossen und bei der vom Hersteller angegebenen Temperatur verwahrt. Nach etwa 24-48 Stunden Inkubationszeit kann der Test abgelesen werden. Dazu zählt man die durch die Bakterien entstandenen Punkte auf dem Nährmedium. Ein Punkt entspricht einer "Kolonie", die Auswertung in KBE/ml erfolgt laut Anleitung.

1.1 Das zugrunde liegende Prinzip

Das zu messende Material wird so dünn und gleichmäßig auf das Nährmedium aufgetragen, dass die Bakterien nicht mehr dicht beieinander, sondern möglichst weit voneinander entfernt liegen bleiben. Während der Inkubationszeit entwickelt sich aus jeder einzelnen Bakterie eine Kolonie, die als Punkt auf dem Nährmedium sichtbar wird.

2 Auszählen mit Hilfe eines Mikroskops

Eine andere Methode zur Bestimmung der Keimzahl wäre das direkte Zählen der Bakterien mit einem Mikroskop. Dies ist zwar wesentlich genauer, jedoch für die meisten Aquarianer (mangels geeignetem Mikroskop) nicht anwendbar.

 

Autor: Ricardo Castellanos

Fotos: und Grafik: Ricardo Castellanos