Silikat reduzieren

Die Salze der Kieselsäure, Silikate genannt, können das Wachstum von Kieselalgen fördern. Es gibt zwei verschiedene Arten, wie Silikat ins Aquarium kommt: mit dem Wechselwasser oder durch eine Silikatquelle im Aquarium selbst.

1 Silikat im Wechselwasser

1.1 Methoden

Regenwasser kann Silikat enthalten, ebenso wie das Leitungswasser. Ist der Silikatwert des Wechselwassers zu hoch, gibt es eine Auswahl an Methoden, diesen zu senken:

1.1.1 Silikat entfernende Filtermedien

Silikatabsorbierende Filtermedien sind unter Namen wie Silikat Ex, Sili-Out oder Silicate Clear zu finden. Falls ihr ein Filtermedium zum Entfernen des Silikats nutzen möchtet, verwendet ihr dies am besten nur im Wechselwasser, da bei dauerhaftem Einsatz im Aquarium auch andere für Pflanzen wichtige Nährstoffe (wie etwa Phosphat) entzogen werden. Das Wechselwasser wird dann einfach für 24-48 Stunden in einem Behälter über ein entsprechendes Filtermedium gefiltert, bis der Silikatwert passt.

1.1.2 Ionentauscher zur Wechselwasseraufbereitung

Auch hier wird das Wechselwasser separat behandelt, damit nicht im Aquarium andere Nährstoffe mit entzogen werden.

1.1.3 Osmosewasser oder VE-Wasser verwenden

Bei einem hohen Silikatwert im Leitungswasser ist die Verwendung einer Osmoseanlage oder eines Vollentsalzers für die Herstellung des Wechselwassers von Vorteil, da man hier sehr reines Wasser erhält. Außerdem kann man auch gleich mittels Mineralsalzen die perfekten Wasserwerte für seine Tiere einstellen kann.

2 Silikat im Aquarium

Ist der Silikatwert des Wechselwassers in Ordnung, weist jedoch das Aquarienwasser einen hohen Wert an SiO2 oder anderen Silizium-Oxid-Verbindungen auf, dann liegt dies mit Sicherheit an der Einrichtung. Insbesondere manche Naturbodengründe oder Nährböden (z.B. auch Soil) können größere Mengen an Silikat an das Wasser abgeben. Hier sollte man die Ursache suchen und gegebenenfalls die Silikatquelle entfernen.

 

Autor: Ricardo Castellanos

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