Der Außenfilter

Besonders, wenn die Optik im Aquarium wichtig ist – etwa bei Aquascapes oder Showaquarien bei einer Messe oder ähnlichem –, bei besonders großen Becken oder wenn eine besonders gute Filterleistung gebraucht wird, ist der Außenfilter eine gute Wahl. Er wird auch Topffilter oder Kanisterfilter genannt.

1 Funktionsweise

Ein Außenfilter nimmt keinen Platz im Aquarium in Beschlag. Ein Schlauch führt das Wasser aus dem Becken in einen Filtertopf, wo der Filterprozess stattfindet. Ein weiterer Schlauch leitet das gereinigte Wasser dann ins Aquarium zurück.

Vorteil: Das Aquarium-Volumen wird im Gegensatz zum Innenfilter durch den Filtertopf noch zusätzlich vergrößert. Ebenfalls ist hier, oftmals unsichtbar im Unterschrank verstaut, ein viel größeres Filtervolumen möglich als bei Innenfiltern. Ein höheres Volumen wiederum bedeutet mehr Oberfläche für mechanische Reinigungsvorgänge, und insbesondere auch mehr Ansiedelungsfläche für Bakterien.

2 Inbetriebnahme

Die meisten Außenfilter sind nicht selbst ansaugend. Das Wasser muss bei Inbetriebnahme meist mit einem von Hand zu bedienenden Pumpknopf und in einigen Fällen auch - wie beim Wasserwechsel - durch Ansaugen durch den Mund in den Filter geleitet werden, von wo aus es der motorbetriebene Pumpenkopf wieder nach oben befördert.

3 Welchen Außenfilter soll ich wählen?

Das Aquarium-Volumen sollte etwa 2-3 Mal pro Stunde durch den Filter laufen – dies nennt man auch Umwälzung. Die Menge entspricht bei einem 54-Liter Aquarium einer Pumpenleistung von 108 bis 162 l/h.

Man muss allerdings selten selbst rechnen – die Hersteller schreiben die empfohlene Aquariengröße in der Regel in die Produktbeschreibung.

4 Filtermaterialien

Viel wichtiger sind beim Außenfilter die Filtermaterialien. Bei vielen Außenfiltern steht es dem Nutzer frei, welche Filtermedien er verwenden möchte. So kann man frei nach Belieben oder nach Notwendigkeit im Filtertopf verschiedenste Filtermaterialien unterbringen, aber auch chemisch oder physikalisch wirkende Filtermedien wie etwa Ionentauscher sind nicht unüblich. Hier gibt es verschiedene, etwa um Silikat, Nitrat oder Phosphat aus dem Aquarienwasser zu entfernen.

Wo man bei der Filterung im Pflanzenaquarium häufig zu spärlicher Filterbestückung greift, sind in Fischaquarien auch Hochleistungsfiltermedien wie Sinterglas oder Keramik- und Tongranulate im Einsatz.

Bei Problemen oder nach Medikamenteneinsatz kann beispielsweise mit Aktivkohle gefiltert werden, möchte man den Huminstoffgehalt im Aquarienwasser erhöhen, gibt es auch dafür geeignete Filtermedien – hier wird schnell klar: die Auswahl ist hier scheinbar unendlich groß, allerdings kann man dadurch auch den Filter perfekt an die individuellen, ganz spezifischen Bedürfnisse im Aquarium anpassen.

Auf die Vor- und Nachteile der einzelnen Filtermedien, wie man sie behandeln sollte und ob sie zu regenerieren sind, gehen wir in unserem Wiki-Artikel "Filtermaterialien und Filtermedien" im Detail ein.

 

Autor: Ricardo Castellanos

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