Was bedeutet NPK?

Die Buchstaben NPK stehen für die Pflanzennährstoffe Nitrat, Phosphat und Kalium. Grundsätzliche Informationen zur richtigen Düngung von Pflanzen im Aquarium haben wir im Artikel "Aquarienpflanzen richtig düngen" aufgeschrieben.

1 Makronährstoffe

Nitrat, Phosphat und Kalium stellen die Makronährstoffversorgung für Pflanzen dar – Makro deshalb, weil diese Nährstoffe im Vergleich zu den Mikronährstoffen in großen Mengen von Pflanzen benötigt und verstoffwechselt werden. Die Abkürzung NPK ist meist auf den Etiketten von Pflanzen(flüssig)düngern zu finden. Sie macht ersichtlich, welche Nährstoffe dem Aquarium zugeführt werden. Die Buchstaben werden auch für Einzelkomponenten wie z.B. N-Dünger (Nitrat), P-Dünger (Phosphat) oder K-Dünger (Kalium) verwendet.
In den einzelnen verlinkten Artikeln findest du weitere Informationen über die Nährstoffe.

2 Welchen Dünger soll ich wählen?

Es gibt mittlerweile zahlreiche Dünge-Systeme, und gerade als Einsteiger in die Thematik kann man schnell den Überblick verlieren. Viele lassen sich von der scheinbaren Komplexität des Themas "Düngung im Aquarium" abschrecken – aber keine Angst, so kompliziert ist es gar nicht. Hier zeigen wir dir, worauf es ankommt.

2.1 Auswahlkriterien

Grundsätzlich ist jeder aquarientaugliche Pflanzendünger geeignet, allerdings soll man bei der Auswahl darauf achten, dass auf dem Etikett genau angegeben wird, welche Menge Nährstoffe in mg/l (= ppm) dem Aquarium mit welcher Menge an Dünger zugegeben wird. Dies ist wichtig, um den Überblick über die Nährstoffversorgung der Aquarienpflanzen zu bewahren.

2.2 Gängige Zusammensetzungen

Erhältlich sind NPK-Dünger, Einzelkomponenten (N, P und K) und Mischformen (z.B. PK-Dünger + N-Dünger).

2.2.1 Beispiele für NPK-Dünger

Aqua Rebell Makro Basic NPK
Dennerle NPK Booster
JBL ProScape NPK Macroelements

2.2.2 Beispiele für Einzelkomponenten-Dünger

2.2.2.1 Nitrat

Aqua Rebell Makro Basic Nitrat
Aqua Rebell Makro Spezial N
JBL ProScape N Macroelements
Easy Life Nitro

2.2.2.2 Phosphat

Aqua Rebell Makro Basic Phosphat
JBL ProScape P Macroelements
Easy Life Fosfo

2.2.2.3 Kalium

Aqua Rebell Makro Basic Kalium
JBL ProScape K Macroelements
Easy Life Potassium

3 Voraussetzungen für die Wahl des Düngers

Welcher Dünger nun für dich beziehungsweise für dein Aquarium die richtige Wahl ist, hängt primär von deinen Wasserwerten, aber auch von deinen Präferenzen ab. Hast du bereits Nährstoffe in deinem Ausgangswasser, oder ist durch den Besatz bzw. durch die Fütterung z.B. Nitrat oder Phosphat bereits erhöht, dann solltest du dies unbedingt in deiner Düngung berücksichtigen. Bereits vorhandene Stoffe musst du natürlich nicht mehr zudüngen - oder zumindest nicht in vollem Ausmaß.

Schritt 1:
Wasserwerte messen (Eisen, Nitrat, Phosphat)

Schritt 2:
Dünger auswählen

Schritt 3:
Dosierung an dein Becken anpassen und
Anheben der Wasserwerte auf das passende Niveau (Richtwerte wie oben)

Eine ausführlichere Beschreibung zur Verwendung von Düngern findest du in unserem Wiki-Artikel "Aquarienpflanzen richtig düngen".

4 Düngermischung oder Einzelkomponenten?

4.1 Düngermischung

Für den einfachen Anwender mit einem gängigen bepflanzten Aquarium reicht in der Regel ein NPK-Dünger – einfach zu bedienen, alle Makros in einer Flasche.

Hat man nun allerdings wie oben erwähnt einen stärkeren Besatz und nitratreiches Leitungswasser, würde ein solcher Volldünger zu einer Nitratanreicherung führen. Ist dagegen zu wenig Nitrat im Ausgangswasser, reichern sich meist Phosphat und Kalium an, da in manchen Düngern verhältnismäßig zu wenig Nitrat enthalten ist. Dies führt dann zu den üblichen Symptomen wie zum Beispiel verstärktem Grünalgenwuchs.

4.2 Einzelkomponenten

Genau für solche Situationen gibt es aber auch eine ideale Lösung: Einzelkomponenten.
Je nach Bedarf kannst du hier auf alle Nährstoffe einzeln zurückgreifen und gezielt N, P und K anheben, oder auch einen NPK-Dünger + Einzelkomponente verwenden (z.B. Estimative Index + N-Dünger). Hier bist du voll flexibel und kannst auf verschiedene Nährstoffsituationen reagieren.

Vergiss nicht: neben den Makronährstoffen gibt es noch die Mikronährstoffe, die nicht minder wichtig sind! Insbesondere Eisen und Eisenvolldünger ist in diesem Punkt interessant.

 

Autor: Ricardo Castellanos

Fotos: Ricardo Castellanos